Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : USA - Klassik
petzlaff
27.11.2008, 18:30
... oder einmal mehr: USA - so spannend
aus den unergrüdlichen Tiefen des Dublettenalbums auferstanden :-)
Was fällt auf?
Ich weiss es - aber jetzt seid ihr, liebe Freunde dran :cool:
Holzland-Sammler
27.11.2008, 20:10
1887/88, MI 57 (dkl)blau, indigo, links papier gelblich getönt, wenn es kein Scanfehler ist: unter dem "s" in der unteren Inschrift - links -fehlt Farbe.
Holzland-Sammler
petzlaff
28.11.2008, 07:30
gut erkannt - die linke Marke ist eine Mi 57y. Rechts die normale Mi 57.
Eine kleine Teilauflage der blauen Garfield Marke wurde auf rosafarbenem Papier gedruckt. Die relativ schlechte Qualität der Marke nehme ich dabei gern in Kauf.
Wie bei allen großformatigen "Banknotes" gibt es auch bei dieser späten, meist sehr stiefmütterlich behandelten Serie in Farbänderungen und neuen Designs zahlreiche Papiervarianten. Das rosafarbene Papier ist ein derartiges Experimentalprodukt und lässt sich als einziges im Scan darstellen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die 1 Cent Mi 53 auf dickem weissen glatten Papier.
petzlaff
28.11.2008, 19:24
Für das folgende Rätsel müsst ihr schon den Scott bemühen.
Mal sehen, wer das hinbekommt (nicht das Bemühen des Katalogs, sondern die EInordnung der beiden Michel 18 - ohne Grill) :cool::
Zugegebenrmaßen - das ist nicht ganz einfach, aber wie ich meine Pappenheimer kenne, geht die Identifizierung ganz schnell. Schade, dass die obere Marke unten links einen Eckbug hat - aber was soll's - den nehme ich gern in Kauf :)
Holzland-Sammler
28.11.2008, 19:46
Hallo "Trainer":
Ich würde sagen (ohne einen Scott zu besitzen), 18 II x. Bei der Farbe habe ich Schwierigkeiten!
1x "d" und einmal "f"??????????
Holzland-Sammler
Nachtrag: Kann es (wegen Deiner Freude spekuliert) auch eine "c" sein?
petzlaff
28.11.2008, 19:52
Hi Holzland,
lass uns erst einmal abwarten, was die anderen dazu zu sagen haben :cool:
Aber: du bist (fast) auf der richtigen Fährte (BTW: die obere Frankatur auf vollständigem Brief ist nicht unbedingt häufig anzutreffen) :)
zugegebenermaßen: die Farbe wird in allen Katalogen völlig blödsinnig beschrieben. Wenn man sie nur ein einziges Mal gesehen hat, weiß man, was es ist.
Wanderer
28.11.2008, 22:12
Hi @ all - here I am back again.
Washington für die Delikatessenabteilung - ich habe bislang einen Bogen drum gemacht ... Scott schreibt an der Stelle: The 3c # can be found under No. # in the trial Color proofs section ... außerdem hat an der Stelle vor jahr und Tag - ich weiß aber nicht wann eine Umnummerierung der alten Scott # 55-62 Hauptnummer stattgefunden.
Den teil Proof Section habe ich im Moment nicht im Griff, da ich mal den cutter angesetzt habe, um den dicken Wälzer handlich zu machen....
Mit den Schwearz-weiß-gedruckten katalogen kommst du dem Geheimnis um den Washington nicht näher - es sind die anno 2003 Haupt-Nummern 56, 64, 64a, 64b, 65, 66, 74, 79,83, 85, 85c, 88, 88a, 94, 94a und 104 im Design gleich gemäß Abweichungen en Detail zu untersuchen, das ist alles in eine Michel Hauptnummer reingepreßt - meine Konkordanzliste hat zugegeben an der Stelle ein absolut weit klaffendes Loch.
Ein paar Farbtöne fallen schnell raus, wenn man/frau farbiges Vergleichsmaterial hat. Scott # größer also > 66 sind bei den beiden Petzlaff Briefen wohl nicht dabei. Die #64 aus dem august 1861 im Farbton pink ist es vielleicht, der notiert bei on cover mit fast 1000 $
- if so, good luck this X-mas.
Wanderer
28.11.2008, 22:24
Hi Stefan, wenn ich mich mit meiner ersten Diagnose irre und es ist Scott # 65 rosa = rose, in einer der Farbvarianten bright rose, dull rose oder rose red - dnn notiert das ganze Briefmaterial in der PREISKLASSE 3 US-$ ....> ach wie schön, daß ich kein BPP Prüfer bin und mich nicht festlegen brauche :)
Ich glaube auch nicht, daß sich hier einer mit dem seltenen USA Vergleichsmaterial aus der oberen Preisklasse weit aus dem Fenster legt...
... mit anderen Worten .... USA so spannend ... wat hatduda auf deinem Schreibtisch?
petzlaff
29.11.2008, 08:00
Liebe Freunde,
Die meisten seltenen Washington Farben sind in der Tat nur mit reichlich Material im "Massenvergleich" zu identifizieren. Aber dann fallen sie richtig ins Auge, zumal, wenn sie sich noch auf einem so schönen Brief befinden. Schön, dass die Washington Marke meist in Massen auftritt. Damit steigen die Chancen für Schnäppchen.
Lasst uns zusammenfassen:
1) die obere Marke hat eine seltene Farbe (@Holzland)
2) der Stempel stammt aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg (medium single circular date ohne Jahresangabe, Ortsangabe in Buchstaben ohne Serifen) - ergo: mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sehr frühe Verwendung - diesen Stempeltyp trifft man während des Krieges nicht mehr an.
3) ein Trial bzw. Proof ist es nicht, da als Frankatur verwendet (@Wanderer)
4) eine Scott 65 ist es nicht, da der typische Stich ins Rosabraune fehlt.
5) Scott >66 scheidet aus, da die Marke keine Waffeleinprägung hat (Grill)
6) eine Scott 64a (Pidgeon Blood) = Michel 18IIb ("dunkelrosa") ist es LEIDER nicht - dieser Farbton ginge in den Lilabereich (s. untersten Scan)
Es bleiben also übrig:
a) Scott 64 (pink) = Mi 18IIxa ("hellrosa" mit leichtem Blaustich - verschwommener Druck)
b) Scott 64b (rose pink) = Mi 18IIxc ("rosa" - klarer Druck)
Eine #64 wäre wohl zuviel des Glücks - ich vermag diese Zuordnung nach bestem Gewissen nicht zu treffen. Also nehme ich das Stück als #64b und freue mich über eine seltene Frühausgabe in, vielleicht sollte man es so bezeichnen, "Friedensdruck". Aber auch damit bin ich zufrieden.
Anbei zur Verdeutlichung des Farbunterschiedes aus meinem "virtuellen Album" links eine #64 (mit "Blaustich"), rechts eine #65 und unten wie gesagt die #64a. Der typische Farbunterschied ist meines Erachtens deutlich zu erkennen - meiner Marke fehlt offenbar der "Blaustich". Über den "verschwommenen Druck", den der Michel für die 18IIxa zitiert, ließe sich vermutlich hervorragend diskutieren - für mich zeigen die frühen Washingtons alle keinen "klaren Druck". Das beginnt erst mit den "rosalila"-Ausgaben (Scott "rose").
Das Ganze ist aus meiner Sicht ein typisches Indiz dafür, wie schwer sich die Kataloghersteller mit Farbbezeichnungen tun und damit zur Verwirrung der Sammler und zur Fehleinschätzung von Marken beitragen. Ein einfacher Hinweis der Art "Eine genaue Farbzuordnung kann nur anhand geeigneten Vergleichsmaterials erfolgen" BEI der Katalogisierung und NICHT im Vorwort wäre bei soch problematischen Marken angebracht.
Ach so - den zweiten Brief ziehrt übrigens eine Mi 18IIxe "mattrosa", was einer Scott #65 "dull red" entspricht.
Wanderer
29.11.2008, 11:19
Lieber Stefan, die Farbvarianten sind wie gesagt ganz schwierig mit den Katalog-Informationen abzugleichen - aus meinem virtuellen Museum lade ich die Nummern 64 64a und 64b der Reihe nach mal hoch - aber ob die drei Marken Scans reichen, eine definierte Zuordnung zu treffen - höchstens im Umkehrschluss was es alles nicht ist - wie du es sehr ausführlich gemacht hast.
Die Erste # 64hat ein sauberes Bild, die 64a ist gestempelt und die Farbwahrnehmung dadurch beeinflußt, die Letzte, die 64b ist richtig "matschig" und zum Vergleich fast unbrauchbar.
Man bräuchte merhere 600 dpi scans (habe ich nicht) von definierten Stücken, aber woher nehmen ....
Holzland-Sammler
29.11.2008, 11:52
aber eben immer subjektiv.
Farben in meinem Katalog:
- a) hellrosa (blaustichig, leicht verschw. Druck) -> hatte ich so nicht gesehen
- b) dunkelrosa
- c) rosa (klarer Druck)
- d) (lebh.)rosa
- e) mattrot
- f) hellkarminrot
- g) (hell-,dkl.)braunrot
@ petzlaff --> was nu, eine "e" als "mattrosa" wird bei mir gar nicht geführt. Deswegen hatte ich mich schon auf "rosa, (d)" festgelegt, wegen Deiner Freude aber auf "c" korrigiert. :)
Da kommt mir so ein grundsätzlicher Gedanke. Wäre es im Katalog nicht günstiger "Farbnummern" zu katalogisieren (zusätzlich / evtl. nur bei solchen Mehrfach-Problemen?)
Holzland-Sammler
petzlaff
29.11.2008, 12:36
@Holzland - entschuldigung: ich meine natürlich "mattrot" (dull red) und nicht "mattrosa" - Schreibfehler :-(
Die Farbthematik ist bei solch problematischen Farben auch nicht mit Nummern in den Griff zu bekommen, da sich bestimmte Bezeichnungen wie z.B. das "Taubenblut - pidgeon blood" über Jahrzehnte eingebürgert haben. Darüber hat sich der gute alte Freiherr von Goethe schon den Kopf zerbrochen. Außerdem ist das Farbempfinden (ich hatte mich bereits an anderer Stelle vor längerer Zeit einmal darüber ausgelassen) unterschiedlicher Kulturen unterschiedlich ausgeprägt, da von den normalen Umweltbedingungen beeinflusst ist. Beispiel: was wir Nordeuropäer als kalte Farbe empfinden, betrachtet ein Afrikaner vielleicht als angenehm und damit unserem Sprachgebrauch entsprechend als "warm". Darüber gibt es übrigens zahlreiche Forschungen. Selbst, wenn die Farben nummeriert würden (das digitale CYMK-Format macht das möglich), gäbe es nach wie vor unterschiedliche Interpretationen ein und derselben Farbe. Ganz zu schweigen von den optischen Randeinflüssen wie Umschlagfarbe, Oxidation, Stempel etc.
Es hilft tatsächlich niur der Massenvergleich.
@Wanderer: die rechte von dir gezeigte Marke ist eindeutig eine Scott 64 (Mi 18IIxa). Eine "pidgeon blood" (Scott #64a) scheint mir (auch wenn deine Quelle das anders sieht), nicht dabei zu sein. Die beiden linken Marken sind nach meinem Scan-Dafürhalten beides #64b.
Dein Beispiel dokumentiert eindrucksvoll, wie selbst Auktionshäuser ihre Probleme mit den Farben haben.
.... ich persönlich habe auch gerade Probleme mit den Farben ....
Nach meinem Wasserrohrbruch muss ich das Wochenende zwischen Terminen in Stuttgart und München nutzen, um mein Wohnzimmer vor der Neuverlegung des Parketts neu zu streichen.
deckelmouk
29.11.2008, 12:51
Die Farbe muss sehr markant sein. Und sehr flüchtig. Viele "pinks" waren früher mal "pidgeon blood pink". Die Seltenheit der Farbe sollte man nicht unterschätzen. Die wenigsten Sammler haben in ihrem Leben mal eine gesehen, geschweige denn besessen.
Wer sich auf der Webseite von Robert Siegel Auctions (www.siegelauctions.com) die "Pinks" ansieht, der stellt schnell fest, dass sie ab August 1861 auftreten. Wer diese Farbvariante sucht, ist gut beraten, sich auf die ersten Monate der Ausgabe zu konzentrieren. Später tritt sie m.E. nicht mehr in Erscheinung.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
petzlaff
30.11.2008, 08:32
Hallo zusammen,
in der aktuellen Siegel-Auktion finden sich zwei äußerst interessante Exemplare der Mi 18IIxg (Scott 65 "brown red", obwohl als "rose" ausgezeichnet). Von der Marke her betrachtet eigentlich nichts besonderes, aber die Stempel !!!
Mal schauen, wer drauf kommt.
Kleiner Hinweis: Nicht im USA-Katalog suchen, da werdet ihr nicht fündig :cool:
Cyberschrott
30.11.2008, 09:08
Morgen,
sehen aus wie Schiffpoststempel der Cunard Line, siehe Robson Lowe Encycl. V, S. 146. Müssten SS Europa (A97) und SS Arabia (oder Asia) (A92) sein. Jedenfalls ungewöhnlich auf USA (auf Canada und Nova Scotia sieht man die häufiger) und sicherlich teuer.
Liege ich da richtig?
Cyber :D
petzlaff
30.11.2008, 09:18
@Cyberschrott - danke für dein Interesse und dein Posting
BINGO - die Stempel findet man im Europakatalog unter Großbritannien / Auslandspostämter, allerdings ohne Zuweisung der entsprechenden Schiffe. Insofern auch herzlichen Dank für die Zuweisung von "A92" und "A97".
Interessant ist auch, dass man nicht einmal im britischen "Whitney" Stempel-Spezialkatalog "Collect Britisch Postmarks" fündig wird.
Leider passt der Ausruf dieser Marken nicht zu meinem Geldbeutel :mad:
Cyberschrott
30.11.2008, 09:29
Morgen nochmals,
das war nicht weiter schwer, da ich nach diesen Stempeln gezielt Ausschau halte. Auf USA hab ich die allerdings noch nie gesehen, das ist schon doll.
Wen's interessiert, hier eine kurze Liste der Stempel:
Cunard:
A91 SS Canada
A92 SS Arabia und Asia
A93 SS Java
A94 SS Arabia
A95 SS Africa und SS America (ab 1861)
A96 SS Persia
A97 SS Europa
A98 SS Arabia
B61 SS China
und noch die Allan Line-Schiffe:
B17 SS North American
B18 SS North Briton
B27 SS Hungarian
B28 dito
B29 SS Anglo-Saxon
B30 ungeklärt
Quelle: Robson Lowe Encycl. Part V, S. 146, nachzulesen ebenfalls in Boggs Canada
Gruß Cyber :D
Edit: werter Petzlaff, könntest Du eventuell noch einen Link zu den Losen bei Siegel anfügen? Ich hab die leider nicht gefunden. Besten Dank schonmal!
Wanderer
30.11.2008, 13:17
Hallo Cyber, schau mal hier - da sind noch mehr britische Schiffs-Stempel auf amerikanischen Marken
http://www.siegelauctions.com/dynamic/lots.php?year=2008&lot_name=British%20Mail%20Boat%20Cancellations%20o n%20U.S.%20Stamps&start_lot=2097&stop_lot=2107&sale_name=U.S.%20&%20C.S.A.%20Postal%20History%20and%20General%20For eign&sale_no=966
petzlaff
30.11.2008, 13:32
Danke, lieber Jochen
BTW - ich freue mich immer wieder über jemanden, der sich bei uns als interessierter Leser outet, so wie @Cyber.
Aber, da wir schon einmal beim Thema Stempel sind:
Ich habe hier eine Scott #182 (Mi 36IIv), ABN-Druck mit "Secret Marks", deren Abstempelung ich überhaupt nicht zuordnen kann. Ein Doppelkreis "Circled Bar" mit Ziffer ist mir als USA-Abstempelung noch nicht untergekommen.
Hat jemand so etwas schon einmal gesehen, oder kann den Stempel sogar halbwegs zuordnen - bin für jeden Hinweis dankbar. Ist leider nur eine Einzelmarke. Ich werde das Gefühl nicht los, dass es sich ähnlich wie bei den Stempeln der Cunard Line um eine ausländische Entwertung handelt.
Wanderer
30.11.2008, 14:17
da muß ich passen - diese Schmuckstücke :) wechseln nicht allzuoft den Besitzer - gratuliere.
Vielleicht kommt ja doch noch ein anderer Leser mit seinem Wissen irgendwann dazu.
petzlaff
30.11.2008, 14:33
... der mir bisher völlig unbekannt ist.
Sieht mir irgendwie aus wie ein etwas abartiger "Supplementary Mail" Stempel - aber ich bin am schwimmen :mad:
HILFE - wer weiss etwas ?
Wanderer
30.11.2008, 15:57
dass es in den USa wenige bis keine "sprechenden" Stempel gibt ... und Hilfe von außen ist hier im Staate "D" nicht in Sicht.
Mit anderen Worten mit Deinen Stempeln bzw. auch unseren Farben sind wir tief in der Delikatessenabteilung :) ohne weitere Ansprechpartner gelandet.
Vielleicht sollten wir mal zum Eruieren neuer Informationen die Original US-Foren kontakten, hast du da einen oder mehrere links?
petzlaff
30.11.2008, 16:09
Ich denke schon, dass wir hier Resonanz finden.
Ich denke da z.B. an Lars.
Meine Kontakte in USA nicht unbedingt vielversprechend - halt eben der übliche Sammler-Chat :mad:
Cyberschrott
30.11.2008, 16:31
Werter Wanderer,
vielen Dank für den Link. Schöne Stücke sind da im Angebot.:D
Nach Sichtung meiner Unterlagen habe ich noch einen Artikel in BNA Topics aus 1996 über die Cunard-Stempel gefunden. Demnach ist A94 inzwischen auch zugeordnet (SS Arabia), A95 um SS America (ab 1861) erweitert. Ich habe die Liste entsprechend aktualisiert.
Zu den von Petzlaff gezeigten Stempeln kann ich leider nichts beitragen, dafür habe ich unten noch was Ungegrilltes zum Knobeln drangehängt. :D Sollte aber für die Cracks hier kein Problem sein.
Gruß
Cyber
petzlaff
30.11.2008, 16:46
Lieber @Cyberstamp
ersteinmal ist das eine Scott #148 (Michel 39I).
Der wunderschöne Stempel gibt mir noch ein paar Rätsel auf - ich bin aber dran.
Holzland-Sammler
30.11.2008, 16:55
@cyberschrott
MI 39 I, 1870, Lincoln ohne Geheimzeichen wenn ich das (wegen dem Stempel) richtig sehe.
Wenn nicht, ich lerne ja noch:).
Holzland-Sammler
Entschuldigung @ petzlaff, Du warst- während ich noch gesucht habe - schon öffentlich. ich habe nicht abgeschrieben !!!
petzlaff
30.11.2008, 17:00
So wie ich @Cyber in den letzten Tagen kennengelernt habe meint er nicht die Marke sondern den Stempel :o
deckelmouk
30.11.2008, 17:09
@cyber:
Yokohama - Japan. Sehr schönes Stück!
@wanderer:
Bei Richard Frajola lese ich sehr oft und sehr gerne mit, allerdings ist da der Schwerpunkt Postgeschichte und das Niveau sehr hoch (was nichts schadet). Beim "Virtual Stamp Club" kucke ich gelegentlich rein - bin aber nicht überzeugt.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Cyberschrott
30.11.2008, 17:12
Lars B.,
Bingo und chapeau.
Hättest gerne die anderen noch was knobeln lassen dürfen.
Cyber :D
PS: immer schön die Augen auf bei Ebay und Co. Das Stück hat mich nen schlappen Euro gekostet...
Wanderer
30.11.2008, 17:16
nix zu danken für so eine gelinkte Kleinigkeit, aber die Preisklasse ist keine Kleinigkeit - also auch nicht mein Ding :D
Manche Marken sind halt für die 1% Ölscheich Reichen und das kann ich mir gnadenlos = neidlos angucken, wie die sich gegenseitig überbieten. Irgendwo muß ja das leicht verdiente Geld :) wieder ausgegeben werden.
Bei euren Spezial-Stempeln kann ich euch mit meiner lückenhaften und losen Massenware nicht helfen, aber lerne gerne dazu. Wenn Lars noch was weiß, zum "WATHATNDUDA" - dann soll er mal loslegen. :)
Wanderer
30.11.2008, 17:19
danke für die ergänzenden Neuigkeiten - mein Beitrag hat sich gerade beim Texten mit Deinem Input überschnitten.
Also amerikanische Auslandspost wollte erst was mit Alabama sagen ...
petzlaff
30.11.2008, 17:53
@Cyber
natürlich - deutlicher geht's nicht: "JAPAN" im Stempel :eek:
OBERAFFENSUPERSAUSTARKES TEIL
Was mich jetzt allerdings interessiert ist die Portostufe, mit der diese 6 Cent verklebt wurde. Gegen eine Einzelfrankatur spricht der Wert sowie der zentrierte CDS (lt. Vorschrift musste seinerzeit der CDS grundsätzlich neben die Marke gesetzt und die Marke(n) mit einem Killer entwertet werden (immerhin sind wir noch in NBN-Zeiten).
Daraus schliesse ich, dass die 6 Cent nicht die einzige Marke auf dem Umschlag war.
Fragen über Fragen - aber - "USA, so spannend".
Cyberschrott
30.11.2008, 18:08
Werter Petzlaff,
guck doch mal hier die Lose 2142 ff.
http://www.siegelauctions.com/dynamic/lots.php?year=2008&lot_name=U.S.%20Post%20Offices%20in%20Japan&start_lot=2140&stop_lot=2144&sale_name=U.S.%20&%20C.S.A.%20Postal%20History%20and%20General%20For eign&sale_no=966
So ähnlich wird's wohl ausgesehen haben, eine Einzelfrankatur ist aus den von Dir genannten Gründen ja auszuschliessen.
Frajola hat ein sicherlich gutes Buch darüber geschrieben:
http://www.rfrajola.com/bookads/cjbookad.htm
Das ist bestimmt lesenswert.
Gruß
Cyber :D
petzlaff
30.11.2008, 18:17
@Cyber
nicht böse sein - ich halte eine Frankatur mit 16 Cent (10+6) auch für die wahrscheinlichste Möglichkeit und wollte um Gottes Willen nicht die Authenzität deiner Marke in Frage stellen - soweit ok?
Mir geht es einfach nur um die Hintergründe.
Würde mich freuen, dich hier in USA öfter begrüßen zu dürfen.
Ich betrachte dich als echte Bereicherung für diesen Thread.
Cyberschrott
30.11.2008, 18:22
Hoppla :eek:,
das hast Du wohl falsch verstanden. Ich habe Deinen Beitrag in keinster Weise so gedeutet; weshalb auch. Wollte lediglich illustrieren, wie sowas (als Ganzstück) ausgesehen haben könnte. Bei entsprechender Suche wird man bei Siegel sicher noch mehr von der Us-Agentur in Japan finden können, um sich einen Eindruck zu verschaffen.
Gruß
Cyber :D
petzlaff
30.11.2008, 18:33
@Cyberschrott
ich denke, dass du das falsch verstanden hast - siehe meine PN
petzlaff
14.12.2008, 17:20
... mit einer "Federstrich"-Entwertung.
Was meint ihr, was dort auf der Marke steht?
Der Vorbesitzer hatte auf der Rückseite mit Bleistift "Collect" vermerkt.
Braunbear
12.01.2009, 20:44
Durch meinen letzten Tausch habe ich ein paar Klassikmarken bekommen.
Anbei habe ich das Bild einer Marke wo ich glaube dass es die Scottnummer 179 ohne Waffeleindruck ist. Was mir aber auffällt, dass die Blaue Farbe auf der Oberfläche ziemlich verlaufen ist. Handelt sich das hier um ein anderes Papier oder ist das eine normale Zeiterscheinung? Und stimmt meine Scott-Nummer?
Danke im vorraus.
Wanderer
12.01.2009, 23:29
Hi braunbär, das könnte vom Farbverlauf eine Sc181 sein
Wanderer
12.01.2009, 23:37
die Sc 181 gibt es nicht gestempelt - ist ein Nachdruck von 1875 - dann kann es aber auch eine Sc 185 sein. Der Taylor macht auch mir - wie du siehst - Schwierigkeiten
petzlaff
13.01.2009, 07:08
Der Papierstruktur (s. Scan der Rückseite) nach ist es ein ABN-Druck Scott #185. Anbei zum Vergleich ünbereinandergelegt eine #179 (CBN-Druck) links und eine #185 rechts. Bei der rechten Marke erkennt man bei genauem Hinsehen die typische "wove"-Struktur, während das Papier der #179 gleichmäßig, glatt und unstrukturiert daherkommt. Der Farbverlauf ist bei der #185 normal.
Bei der #179 ist das Papier außerdem etwas dünner, so dass man immer den Druck der Vorderseite durchscheinen sieht.
Wanderer
13.01.2009, 07:55
Stefan für die Hilfe .... das gehört wieder in die Rubrik USA so spannend ... schön, daß du die Identifizierung mit den rückseitigen Vergleichsbildern angibst - vorderseitig sehen die sich ja alle ziemlich ähnlich.
Cyberschrott
23.03.2009, 19:41
Abend,
der Thread ist ja leider zu Unrecht etwas in der Versenkung verschwunden. Kein Problem, hol ich ihn halt wieder hoch :p.
Kürzlich fiel mir bei Ebay die unten gezeigte 1c 1869 Pictorial auf. Nun ist mir Sinn und Zweck eines senkrechten Arrows wohl bekannt, beim waagrechten stehe ich diesbezüglich allerdings etwas auf dem Schlauch. Was sagen die USA-Spezis? Wozu war der waagrechte Arrow gut?
petzlaff
24.03.2009, 06:57
moin Cyberschrott,
bei den "Pictorals" von 1869 kommen beide Arten der Arrows vor. Die kleinformatigen Marken dieser Serie (bis 12c) wurden in 300er Druckbögen, die in zwei 150er Schalterbögen gefertigt. Die Arrows markieren innerhalb der Schalterbögen jeweils 50er Blöcke. So hat jede 6. horizontale Perforation waagerechte Arrows und jede 11. vertikale Perforation einen senkrechten Arrow (jeweils mit Ausnahme der äußersten Ränder des Druckbogens).
Deine Marke stammt von linken Rand des linken Schalterbogens (der Pfeil zeigt nach rechts) aus dem Druckbogen - von der Platterierung her kommen nur die Positionen L41 oder L91 in Betracht (s. folgenden Absatz).
Anbei ein Beispiel einer Marke aus der oberen rechten Ecke des linken Schalterbogens (der Zwischenraum zwischen rechtem und linkem Schalterbogen innerhalb des 300er Druckbogens war normalerweise ungezähnt). Nach der amerikanischen Plattierungsnomenklatur handelt es sich also um die Position L10 (zehnte Marke des Linken Schalterbogens.
Bei den 400er Bögen der rechteckigen Marken plattiert man übrigens UL1-UL100 (upper left), LL1-LL100 (lower left), UR1-UR100 (upper right) und LR1-LR100 (lower right).
Mexico konnt ich ja nichts zeigen aber ich glaub der passt in die Ära:) und der "Hintern" ist genauso schön.
petzlaff
24.03.2009, 07:53
Lieber @zyx - schöner Brief.
Man beachte die 12 Tage Beförderungsdauer aus dem wunderschönen Napa Valley nördlich von San Francisco nach New York
Als Ergänzung zum vorhergehenden Thread ein Druckbogenlayout für die Pictoral-Serie (Werte von 1c bis 12c) von 1869.
Wanderer
24.03.2009, 08:41
@Petzlaff und @cyberschrott
Den arrow habe ich noch nicht so lokalisiert gehabt - zumindest nicht bei mir, danke für die Zusatzinfo - sind die arrows auch auf anderen Marken zu finden?
petzlaff
24.03.2009, 08:52
@Wanderer
in unterschiedlichen Formen - ich bringe demnächst mal eine Zusammenstellung der unterschiedlichen Druckbogenformate - ist eine echte Forschungsarbeit
Wanderer
24.03.2009, 11:33
das klingt sehr gut:)
Holzland-Sammler
24.03.2009, 14:37
Einfach herrlich was man hier alles erfährt (lernen kann!). Meine Michelkatalog-Zusatz-Informations-Sammlung wächst, und wächst und.......:)
@ petzlaff
"Das Recht am Bild" für nur persönliche Zwecke bei mir beanspruchst Du doch sicher nicht. Ich bin gespannt auf die anderen Druckbogenformate.
petzlaff
24.03.2009, 15:27
Einfach herrlich was man hier alles erfährt (lernen kann!). Meine Michelkatalog-Zusatz-Informations-Sammlung wächst, und wächst und.......:)
@ petzlaff
"Das Recht am Bild" für nur persönliche Zwecke bei mir beanspruchst Du doch sicher nicht. Ich bin gespannt auf die anderen Druckbogenformate.
Das Recht am Bild schon wg. eigener geistiger Leistung (nachzulesen auch in einer der letzten "Philatelie"-Ausgaben), aber jeder, der wie du das Bild für private Zwecke nutzen möchte, hat natürlich meinen Segen und meine Erlaubnis :)
Cyberschrott
24.03.2009, 16:55
Werter Petzlaff,
besten Dank für die umfangreiche Antwort. Das klärt meine Frage. Hübsche 1c Pictorial mit straddle margin, die Du da zeigst; sehr nett :D.
Die 1869er ist ja eigentlich eine sehr hübsche Serie, die mit vielen Besonderheiten aufwarten kann. Hier was zum Knobeln für die Ami-Fraktion:
Warum endete die unten gezeigte 2c kürzlich bei Ebay für rund $ 60.-, und warum war das ein lächerlich niedriger Spottpreis?
Wanderer
24.03.2009, 17:11
hallo @all
Schiebt dieses Logo mit in den FP Ordner, wo Ihr die Plus-Information ablegt, dann habt Ihr eine Referenz, wo es herkommt.
Logo aus meiner Stiftung ist spesenfrei zu bunkern :)
Wanderer
24.03.2009, 17:17
ist das als Auktion in den USA als scott #113 oder als #124 gelaufen?
Vermute mal der Scott-Preis ist schon eine Sünde?
Cyberschrott
24.03.2009, 17:20
Wanderer,
nö nö, ganz zivil 'ne 113 :p. Nix Re-Issue.
deckelmouk
24.03.2009, 17:27
@cyberschrott:
Du wirst mich verfluchen: Hyogo - Japan. Und ich kann mich noch einmal wiederholen: Wer US-Klassik sammelt, der sollte "Route Agent" bei der www.uspcs.org werden. Der "Chronicle" ist ein erstklassiges Heft mit sehr interssanten Informationen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Cyberschrott
24.03.2009, 17:35
Jaja :rolleyes:,
jetzt fällt mir auch wieder ein, was ich eigentlich oben reinschreiben wollte:
"Lars Böttger darf nicht mitmachen!" :p
In der Tat: Hiogo, Japan. Und das fand ich eigentlich erstaunlich. Das Stück war bei Ebay.com als normale 113 eingestellt, und obwohl der Stempel sehr markant und charakteristisch ist, haben nur ein paar Leute das Ding offensichtlich erkannt, was den mickrigen Preis erklärt (ich durfte leider nicht mitmachen :rolleyes:).
Also merke: kleiner Doppelkreisstempel in primitiver Ausführung, mit blankem Mittelteil, meist unsauber abgeschlagen, ist immer einen zweiten Blick wert :D.
Wanderer
24.03.2009, 17:51
:D freue dich ruhig - in diesen Jahrgängen vor 1870 tobe ich erst bei ebay oder andernorts als Bieter rum, wenn ich noch ein bißchen dazu gelernt habe.
Es ist mir eine echte Freude sich hier mit langjährigen Spezialisten austauschen zu können - ich "hoppse" mit meinem Wissen bei dem Ponyreiter leider noch hinterher - ich überlasse dir und Petzlaff gerne die Delikatessen-Abteilung - der sammelt USA schon viel länger als ich.
In meinem Scott steht für Japan cancellations +$250, also 250 und mehr - wie liest man das, als Katwert oder als realer Verkehrswert.
Bei Katwert 250 wären 60 ja grob gerundet 25%.
Cyberschrott
24.03.2009, 18:12
Wanderer,
danke für die Blumen, aber ein Spezialist für USA Klassik bin ich nun wahrlich nicht :). Ich beschäftige mich nicht sehr intensiv mit USA Klassik. Die Marken selbst interessieren mich nur am Rande, mich interessieren Stempel und Verwendungen. Ich persönlich glaube, es entgeht einem einiges, wenn man sich ausschließlich auf die Marke allein konzentriert.
Lars B. kann ich nur zustimmen. Für USA Klassik ist die Mitgliedschaft in der USPCS lohnenswert, zumal für relativ schmales Geld zu haben. Was ich bis jetzt an Artikeln aus dem Chronicle gelesen habe, ist wirklich absolut hochkarätig. Ich selbst bin allerdings (noch) kein Mitglied, weil mich bis jetzt immer dieses etwas merkwürdige Referenzsystem abgehalten hat.
Um abschliessend Deine Frage nach dem Wert zu beantworten: die billigste 113 mit (schlechtem) Hiogo-Stempel, die ich z.B. bei Siegel gesehen haben, ging meiner Erinnerung nach für $ 220 (plus premium) über die Theke.
petzlaff
24.03.2009, 19:14
@cyberschrott
Das ist ein tolles Teil, welches du uns da zeigst.
Da ich mich mit den japanischen Entwertungen nicht befasse, wäre ich auch nicht drauf gekommen.
Bezüglich der Konzentration auf Marke, Stempel oder was auch immer, kann ich dir nur zustimmen. Allerdings ist das Sammelgebiet USA im weitesten Sinn so breit gefächert, dass kein Sammler dieses ungemein schönen Sammelgebiets alles im Auge haben und wissen kann.
Umso mehr freut es mich, wenn derartige, das Auge schulende Impulse hier Einzug finden.
fiel sogar der "ganz normalen" Presse auf
http://www.usatoday.com/news/nation/2009-04-15-lincoln-stamps_N.htm
Und ansonsten ein ganzer Artikel Werbung fürs Briefmarkensammeln
petzlaff
16.04.2009, 10:07
Hallo, liebe Freunde,
heute möchte ich euch einen recht ungewöhnlichen Killer auf einer recht ungewöhnlichen Marke vorstellen:
Boston Duplex mit CDS und recht seltenem rundem Vierpasskiller auf einer Michel #18IIc (!!)
Um die Seltenheit der Marke geht es mir eher weniger, vielmehr interessiert mich die Frage, wo es überall vor 1870 mechanisch festverbundene Stempelwerkzeug-Kombination aus CDS und Killer gegeben hat. Von anderen grossen Städten ist so etwas belegt - mir sind bisher Boston und New York bekannt.
Bitte um Input.
petzlaff
18.04.2009, 07:48
Wowww - den gleichen Boston-Killer gibt es viel später (ca. 1880 - Marke im ABN-Druck) mit einem Kennbuchstaben im Zentrum.
Ich sage ja immer - wer suchet, der findet :)
deckelmouk
18.04.2009, 11:09
Vor ein paar Tagen bekam ich eine e-Mail von Scott Trepel (www.siegelauctions.com) über den Verlauf des Verkaufs der "Whitman"-Sammlung. Da ich die Aussagen für interessant halte, aber wahrscheinlich nicht jeder auf dem Mailverteiler steht, hier der Originaltext:
"What do the results of Whitman Part Two (1870-1901 Issues) tell us about the current stamp market?
Rather than simply give the total realization and some highlights of the previous two-day sale of Part Two of the Alan B. Whitman Collection, I thought our clients would like to hear my personal observations about the market.
Admittedly, anytime I hear someone whose living depends on a positive market climate claim to give an objective viewpoint, I mumble something under my breath about their credibility (or lack thereof). So, please begin reading this with skepticism and then see if you trust me at the end.
First, the total hammer realization was $3,790,205, which is a total purchase price of $4,358,736 with the 15% buyer's premium. The estimate used internally for budget purposes and to guide the consignor was $3,121,805. However, my original estimate was higher, at around $3.5 to $4 million, but as I became concerned about the potential effects of the economy on the stamp market, I lowered my estimates on nearly three-quarters of the lots. So, in reality, the hammer price came in where I would have pegged it when I was valuing stamps at a higher level. This also means I cannot legitimately make the claim that the sale “brought 20% over estimate.”
I think any professional market observer would consider this result to be a very positive sign about the overall health of the stamp market. We sell a non-essential product to people who are spending discretionary dollars. Other markets dependent on this class of buyer have been struggling in recent months, yet the stamp market has performed well in these circumstances. Perhaps the stamp market tracks the demand/price for gold more closely than the demand/price for Louis Vuitton bags."
Zusammenfassung:
Der Verkaufserlös der Sammlung war bei $3,7 Mio. Die Schätzpreise lagen bei $3,1 Mio, 20% darunter. Aber Scott Trepel hatte einen grossen Teil der Schätzpreise nach unten korrigiert ("Estimates" - entsprechen nicht unbdingt den Startpreisen in den deutschen Auktionskatalogen, die Startpreise können in den USA deutlich niedriger liegen). Ursprünglich hat er zwischen $3,5 - $4,0 Mio erwartet.
Schlussendlich war seine ursprüngliche Schätzung richtig, der Briefmarkenmarkt ist bei Raritäten und aussergewöhnlich guter Qualität immer noch sehr stabil.
Wanderer
18.04.2009, 11:11
eine Millionenauktion - da träumt ja jeder von .... Danke lieber Lars für den INfo-Bericht.
Braunbear
20.06.2009, 13:20
Hallo liebe Klassik-Freunde,
ich habe einen tollen Klassik-Brief bekommen, doch leider finde ich diese Marke nicht in meinen Katalog da sie nicht abgebildet ist. Wie hoch ist denn der Wert des Briefes und ist der Stempel ein "Fancy-Stempel" ? Auf der Rückseite des Briefes befindet sich nix weiteres.
Danke im vorraus.
Braunbear
petzlaff
20.06.2009, 13:28
Lieber Brownie,
das ist eine Michel #18II - sehr, sehr häufig :-(
Die Abstempelung ist nach den postalischen Vorschriften der damaligen Zeit korrekt ausgeführt: CDS auf dem Brief und separater Killer auf der Marke.
Ein Fancy ist das nicht, sondern ein standardisierter sog. Bar-Killer, möglicherweise ein "scarabeus-type", der die Balken in einem umschließenden Oval zeigt - kann man aber nicht so genau erkennen.
Fancies waren immer privat hergestellte und niemals standardisierte Stempeltypen.
Trotzdem ein schöner Beleg.
Auf der Rückseite sind keine Stempel, weil es sich um eine ganz normale Post ohne Sonderleistungen handelt, also kein Einschreiben o.ä. (Second Class). Winfield, Connecticut könnte eine interessanter Aufgabeort sein - aber dazu habe ich keine Unterlagen. EIn derartiber Beleg wird derzeit mit ca. US$ 2,00 gehandelt.
Hallo,
hier noch drei Stück von mir !
LK
Wanderer
02.07.2011, 18:08
Hallo @wolf, die letzte der drei Marken ist ein FranklinPolitiker und Schriftsteller, 1. Generalpostmeister der USA also eine Marke, die ab 1870 in sieben Auflagen gedruckt worden ist - dazu gibt es im amerikanischen Scott Katalog sieben Hauptnummern und gewaltige Preisunterschiede, die billigste gebraucht ab 1,00 € im Michel als # 37 ankatalogisiert.
Am Bildschirm als Scan lassen sich keine weiteren Aussagen von mir machen, da mußt du nach Vergleichsmaterial recherchieren und Zeit und Geld investieren.... welcome to the club
petzlaff
02.07.2011, 18:29
Hallo @Wolf - das Ganze ist relativ einfach:
von oben nach unten:
Michel #53 - Marke vom unteren Druck-Bogenrand, links neben der Mitteltrennung der beiden unteren Schalterbögen - 1887
Michel #38IIv - Markenposition wie bei der vorherigen Marke (erkennbar an dem Trennungspfeil) - 1879
Michel #36IIxb - Markenposition linker oberer Schalterbogen im Druckbogen / Marke ganz rechts oben (s. Trennungspfeil) - 1879
alles die preiswerteste Sorte.
Ich kann mir gut vorstellen, dass dich die Trennungspfeile interessiert haben - aber die waren bei den ABN (American Banknote Company) normal.
Alle 3 Marken stammen aus dieser Druckerei.
Wanderer
03.07.2011, 06:08
Moin Stefan, Du hast mit der mi # korrektur recht, ich habe mich in der spalte Vertan. Ich wünsch Dir und auch @all noch einen schönen Sonntag
Hallo,
wer kann zu diesen Briefen etwas schreiben.
Gruß
LK
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