Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : anno 1966 - 1981 Washington 5c Marken
Wanderer
23.10.2008, 15:57
Hallo @ all
Ich habe hier die beiden Washington Typen separiert, die im Katalog drucktechnisch extrem schlecht dargestellt werden.
Ich suche einen Beispiel Scan von den Precancel Stücken mit Normalpapier, die sind von den Vorbesitzern komplett abgefischt.
Unter der Quarzlampe habe ich drei Farben bläulich weiß und stark leuchtend, sowie kaum leuchtende eher ins gelbliche Papier tendierend gefunden.
Finde keinen Hinweis im Katalog - auch die Druck-Farben bei Tageslicht schwanken arg.
Gibt es Erkenntnisse die nicht im Kat stehen?
Wanderer
23.10.2008, 15:59
Der nachgravierte Washington ist rechts zu sehen.
petzlaff
23.10.2008, 19:12
Du meinst die precancelled untagged Scott #1283Bd ???
Nie gesehen - ist auch so ein Teil, welches in den Katalogen offenbar total unterbewertet wird.
Bzgl. der unterschiedlichen Quartz-Reaktion muss ich mal meine Bestände befragen. Mir ist bisher nur geläufig, dass die Marken auf unterschiedlichen Papieren gedruckt wurden (unabhängig vom Tagging). Eine Papiersorte blieb beim Druck reinweiss, während die andere die blaue Farbe geradezu aufsaugte (vermutlich die Erstauflage). Möglicherweise hat auch das Papier mit der unterschiedlichen Quartz-Reaktion zu tun.
Ich schau mal nach - dauert aber ein wenig.
BTW: vom Design her gefällt mir die originale Platte besser als die nachgestochene, wo der Washington im Gesicht wie ein Rhesusäffchen daherkommt :-)
[QUOTE=Wanderer;69054]Hallo @ all
Ich suche einen Beispiel Scan von den Precancel Stücken mit Normalpapier, die sind von den Vorbesitzern komplett abgefischt.
Anbei die precancel von Los Angeles, CA, links 1283 und rechts 1283B. Bei den precancel sind diese nicht selten.
Gruß argeve
Wanderer
23.10.2008, 22:43
Danke an argeve, das ging ja supaprimaschnell -endlich mal ein echtes Vergleichstück "avec plaisir" fürs Auge.
Wanderer
24.10.2008, 07:31
Moin @ Petzlaff and @all
Lieber Stefan, ja es handelt sich um Scott Abbildungen A715 und 715a, da gehören verschieden Marken mit Haupt und Subnummern dazu (dito Michel ). Das verzettelt sich über mehrere Jahre, Spalten bzw. Seiten in den Katalogen.
Auf die Schnelle sortierten meine Vorbesitzer und auch ich aus den "wilden Alben" in den Vorjahren diesen Wahington sowohl Bogen- und Rollenmarken ca. 100 Stück in eine Tüte.
Bei einer Detailanalyse stellt man nach den Zeichnungsunterschieden bei Bogen und Rollenmarken auch noch Papier und Gummierungsunterschiede sowie Phosphor-aufdrucke (Anfangsphase ?) und eventuell auch komplett Phosphor-getränktes Papier (später ?) fest. Letzteres - also bereits in die Papiermasse gegebenes Phosphor leuchtet sehr intensiv.
Die Phosphor-Aufdrucke sind wahrscheinlich beim Ablösen verwässert worden und leuchten daher weniger. Die Leuchtkraft von den Aufdrucken müßte man mit Briefen besser verifizieren können, wobei Ganzsachen, die habe ich aber nicht ...
Nach meinen Recherchen passen die Bogenmarken mit normalen Papier zur Scott # 1283 (keine Subnummer) = Michel 895 Ax (Druckdatum 22. Feb. 1966
Scott # 1283a tagged = Michel 895 Ayb (Druckdatum 23. Feb. 1966)
Die Bogenmarke Vorausentwertung (BV) ist im Michel spezial nur erwähnt und ohne Druckdatum bzw. ohne eigene Subnummer. Im Scott ist die linke Marke von argeve überhaupt nicht erwähnt.
Die von Petzlaff erwähnte Scott # 1283Bd untagged precancel ist von Argeve abgebildet die rechte Marke, im Michel ist es die Nummer Mi # A937AuxV gedruckt am 17. Nov. 1967
Scott 1283B tagged, shiny gum = Mi # A937Auyb mit Phosphor
Nachtrag
Die Mischung von Zahlen und Buchstaben in beiden Katalogen ist historisch gewachsen erklärbar, aber für die aktuelle PC Verwaltung zum maschinellen Sortieren absoluter Kokolores.
Was auf dem Papier mit nachträglichen Einschüben (Subnummern) geordnet wird, läßt sich nicht im PC zusammenhängend abbilden. An dieser Stelle versagen auch die (älteren) Vordruck-Sammlungen, da stecken Marken fast immer an falschen Stellen bzw. man weiß nicht, warum da mehrere Abb. in verschiedenen Jahren auftauchen.
Vor mir liegen auch noch Marken offensichtlich ohne Gummi :) - ist das nun Papier u = eine shiny gum ohne Gummi oder ist es Papier z = eine Trockengummierung?
Wie hält man die auseinander:confused: ?????? Wie entdecke ich eine Michel A937 A zyb ?????
Ohne Abbildung .... wie entdecke ich eine Mi # 895 A x WZ :confused:
Wünsche einen schönen Tag allerseits
petzlaff
24.10.2008, 07:39
Die beiden Gumiarten lassen sich nur bei postfrischen Stücken oder bei gebrauchten Marken mit Restgummiteilen auseinanderhalten.
Wanderer
24.10.2008, 09:25
Leider weiß ich nicht wie eine Trockengummierung postfrisch aussieht.
petzlaff
24.10.2008, 09:50
Hat eine matte satinierte Oberfläche, die keinerlei Verfaserungen aufweist und sich beim Darüberstreichen ein wenig wie Samt anfühlt (sorry - ist ein ganz subjektives Empfinden). Im Vergleich mit abgelösten Marken eindeutig zu erkennen.
"shiny gum" lässt sich im Scan leider nicht hinreichend darstellen (s. Beispiel)
Hier meine Scan Ergebnisse von oben nach unten
"dull finish gum" - 30 cent Americana (links mint, rechts used)
"shiny gum" - 1 Dollar Americana (links mint, rechts used)
Sorry - der schwarze Punkt ist Schmutz auf dem Scan-tablet :-(
petzlaff
24.10.2008, 14:42
Nachtrag:
derartig eingepresste Rippen im Schachbrettmuster sind normal und keinesfalls wertmindernd. Sie wurden zwischen den 40er und 60er Jahren eingesetzt um das Zusammenrollen postfrischer Bögen zu verhindern. Die meisten Marken dieser Zeit gibt es postfrisch nur mit den entsprechenden Abdrücken (so häßlich, wie sie auch aussehen mögen).
Einsatz erfolgte nur bei "shiny gum".
Wanderer
24.10.2008, 17:43
Lieber Stefan, Danke für deine Mühe mir und den Lesern mit Bildmaterial zu helfen.
Also zwei neue shiny gum Marken (Glanzgummierung) von je einem Washington Scott Bild 715 und 715A habe ich.:), bestätige damit auch die erwähnten Pressbalken.
Die sind ja durch den Glanz problemlos zu identifizieren, sofern man sie hat.
Das Problem ist nur die Trockengummierung = dull gum. Die wenigen Marken, die ich darüber hinaus ungestempelt habe, sind entweder Trockengummierung (also neu) oder saßen als shiny gum bereits auf Briefen, wurden nicht entwertet und wurden ungestempelt abgelöst und eingetütet, untergemengt....
Ich packe die jetzt in eine Hawidtasche - die müssen vom Schreibtisch runter - ich kann dies Problem so nicht lösen - Selbsterkenntnis der Blödheit: Washi geleckt oder leck mich
petzlaff
24.10.2008, 17:46
Jochen - du kannst mir die fraglichen Stücke ja mal schicken - ich sage dir dann, was es ist.
Wanderer
24.10.2008, 17:54
Das ist eine gute Idee:)
Habe gleich noch eine gestempelte mit einem blauen, senkrechtem Balken, das läßt sich am Bildschirm diskutieren.
Bis gleich
Wanderer
24.10.2008, 20:06
Erstens: Zur Einstimmung zuerst die beiden Washington Marken als Rollenmarke (Coil)gedruckt 1966 = Scott 1304 = Michel 895 C postfrisch in der Ausführung mit Phosphoraufdruck (tagged) = Michel Subnummer yb und mit Trockengummierung z (endlich nach langem Suchen doch noch eine postfrische Marke mit Original-Gummierung gefunden, die nicht glänzt = shiny sondern eine Art körnige Gummistruktur hat - engl.-amerik. Variante dull = AHA-Erlebnis!) - damit sind die Unterscheidungsprobleme aus meinem vorigen beitrag beendet.
Zweitens - dieselbe Marke von 1966 Mi # 895 Cybu Linienpaar (joint line pair), das ist der senkrechte Balken von dem ich vorhin gesprochen habe und häufig nicht auffällig zu sehen ist, da er eigentlich durch die Perforierung laufen sollte - ein flüchtiger Betrachter sieht die nicht - notieren in der preislichen Bewertung aber doppelt wie die ohne Balken.
Zum Abschluss die nachgravierte (redrawn) Rollenmarke von 1967 (Petzlaffs Rhesus-äffchen) Michel # A937 C zyb = Scott 1304 C
Wanderer
24.10.2008, 20:09
Die Bildreihenfolge ist durch die maschinelle Sortierung verschoben, die zuletzt erwähnte redrawn Washington Marke hat links schlechte Perforation und trägt einen Rundstempel rechts unten.
Wanderer
24.10.2008, 20:44
@ all
Schaut man sich die fünf Marken noch mal unter den rein farblichen Gesichtspunkten an, dann ist die Marke mit dem verschobenen Linienpaar komplett bläulich im Hintergrund, wo die anderen Marken weiß sind.
Dem Farbspektrum widme ich alsbald noch einen Beitrag, da die beiden Katalogwerke Scott special und Michel special hier nix an Erkenntnissen bringen.
Bei unseren deutschen Marken hätten wir da bestimmt schon zig weitere Unternummern.
Wanderer
24.10.2008, 21:17
Hier der erste Übersichts-Scan zu Farbvariationen und vier Einzelmarken
Holzland-Sammler
24.10.2008, 21:18
@petzlaff und @ wanderer
Ihr beide macht mir richtig Sorgen:) :) :). Nun muß ich meine eingetüteten vielen (bisher für mich "gleichen") Marken bei schlechtem Wetter komplett durchsehen. Was habt Ihr Euch nur dabei gedacht, so viele Varianten zu zeigen. :rolleyes:
Für was braucht man einen Katalog (seit 1 Woche habe ich nun auch MI-Nordamerika), wenn es Euch gibt!
Danke und weiter so.
Holzland-Sammler
petzlaff
25.10.2008, 08:45
Noch eine Anmerkung zu den Linienpaaren:
Diese sind herstellungsbedingt und entstehen an der Stelle auf der Druckrolle, wo die gegenüberliegenden Seiten der rechteckigen Druckplatte auf der Rolle aneinanderstoßen bzw. auf der Rolle eingespannt sind. Sie entsprechen dem unvermeidbaren Abdruck der Einspannvorrichtung, die natürlich wie die Markenklischees selbst auch Druckfarbe aufnimmt.
Die Verschiebung der Linien ist absolut normal und entsteht bei der Zähnung der aus dem Bogen getrennten Markenstreifen.
Linienpaare werden (wie der Name sagt) immer als Paare gesammelt. Einzelmarken mit Linie werten aus Katalogsicht genauso wie Marken ohne Balken. Wieder so ein Katalogparadoxon - sind doch Marken mit Linie wesentlich seltener als solche ohne (aber in der amerikanischen Sammlergunst halt nicht so beliebt).
Linienpaare gibt es nur bei Rollenmarken. Die großen rechteckigen Farbfelder auf der einen gezeigten Marke sind Bogenrandmarkierungen und stammen nicht von Linienpaaren.
Wanderer
25.10.2008, 18:50
@ Holzland-Sammler
Danke für die :rolleyes: Anmerkung(en) und Mitlesen.
Das Nordamerika-Gebiet ist faszinierend, falls Du den 2008er Katalog erworben hast, der berücksichtigt bereits partiell fallende Dollar-Kurse seit 2003, dem letzten US-Spezial - da war: "die Finanz- & Philatelie-Welt noch in Ordnung".
Die Michelpreise 2008 sind gegenüber dem aktuellen Scott immer bzw manchmal um ein mehrfaches zu hoch. Das werden die Auktionshäuser im Staate D irgendwann auch noch merken, das ihre Ausrufpreise bei besseren Einzel-Stücken einfach immer noch unattraktiv = zu hoch sind. Wer verkaufen will, wird sich dort umgekehrt mit dem Hebel der Währungsverschiebung immer wieder erschrecken.
Die besseren (also niedrigeren) tagesaktuellen US-Preise findest Du unter http://www.stamps2go.com/Listing.aspx und da brauchst Du die Scott # oder machst die Suche über die Jahreszahl und "kombinierst" die Michel-Datumsangaben.
Der Dollar steigt ja in den zwei letzten Wochen wieder, das läßt irgendwann wenn der Trend anhält auch wieder einen Verkauf über diese Plattform zu.
Eine Konkordanzliste und bearbeiten von Nordamerika oder generell Übersee mit Scott macht daher viel Sinn. Bei ebay.de sind für die gering älteren Scott-Kataloge auch niedrige Preise zu finden.
Wanderer
25.10.2008, 19:05
@ Petzlaff and @ all
Hier ist ist ein joint line pair scott 1304C hinter dem link für 2 US-$ zu sehen / zu haben.
http://www.stamps2go.com/Item.aspx?SellerID=DYEISLEY3&Ref=1304Clpf
Der einzelne Washi Scott 1304 ohne Linien wird mehrfach ab wenigen cents gebraucht ab drei mint never hinged (postfrisch) ab 7 cents angeboten, mit Linien als Paar also rund ein Faktor 30-40 teurer. Soweit zur Seltenheit.
@ Holzland
Dat Schietwedder is jut zum Sortieren, Fernsehprogramm auch.
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