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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : USA - so spannend ...



petzlaff
11.08.2008, 17:40
... können selbst aktuelle Emissionen dieses immer wieder faszinierenden Sammelgebiets sein.

Mal sehen, ob ihr die wesentlichen Unterschiede der gezeigten Marken erkennt. Ich bitte um Entschuldigung - die erste, beschädigte Marke wurde von einem Bedarfsbrief gescannt - habe leider kein besseres Exemplar zum Vorzeigen.

Und natürlich in der Hoffnung, das Interesse an der USA-Philatelie gestärkt zu haben.

LG
Stefan

heku49
11.08.2008, 18:44
Hallo Stefan,
dann versuch ich mal mein Glück, obwohl USA nicht mein Sammelgebiet ist.
Jeweils die erste Marke ist aus 2002 und die zweite aus 2001. Bei den beiden unteren sind (eventuell Feldnummer) die Vermerke V25 und B11.
Gruß Helmut

petzlaff
11.08.2008, 18:58
hi heku49,

das mit den Jahreszahlen ist ok.
die anderen Ziffern am unteren Rand sind Plattennummern.

Aber da ist noch etwas :-)

LG
Stefan

heku49
11.08.2008, 19:14
Tippe mal, die Marke mit B11 hat ein anderes Druckverfahren, da das Bild deutlicher ist als bei den anderen.
Gruß Helmut

petzlaff
11.08.2008, 22:23
Weniger ein anderes Druckverfahren als eine unterschiedliche Anzahl von verschiedenen Druckfarben.

Aber da ist noch etwas anderes, was ich bisher bei diesen Marken auch völlig übersehen habe.

(ist ziemlich klein).

LG
Stefan

argeve
11.08.2008, 22:29
Hallo,
dann versuche ich es ebenfalls einmal, obwohl ich nur:D die Vorausentwertungen der USA sammle. Bei den ersten beiden Marken kann ich leider nicht allzuviel erkennen, da die Zähnung nur schwach sichtbar ist.

Die beiden unteren Marken haben verschiedene Zähnungen, ersichtlich oben und unten bei den Marken. Dies gibt es auch bei Vorausentwertungen, siehe scan.

Die oberen und unteren Zähnungsecken sind bei der linken Marke abgerundet, bei der rechten deutlich spitzer.

Gruß Heinz

brfmhby
11.08.2008, 22:32
die erste marke hat einen balken auf dem schlüsselbein, ansonsten: wunderschöne algengrüntöne!

Wanderer
12.08.2008, 07:31
Moin @ all - es sind vier verschiedene Marken nach Michelkatalog die beiden Hauptnummern 3489 und 3490 jeweils in Type I und II identifiziert durch die Jahreszahl I=2001 bzw. II=2002.

# 3489 I ist vierseitig wellenförmig vom 20.9.2001 aus einem Folienbogen, 200 Mio Auflage
# 3489 II mit 500 Mio Auflage ist vom 7.6.2002 aus einem Folienblatt und/oder Markenheftchen in unterschiedlicher Kombination des wellenförmigen Schnitts. Diese beiden Marken sind im Offsettdruck hergestellt

# 3490 Type I = 2001 und Type II sind selbstklebend im RaTdr hergestellte Rollenmarken, senkrecht wellenförmig geschnitten

Schönen Dank an Petzlaff, dass er die vier Marken in seinem Fundus separieren und uns zeigen konnte.

In Farbe vergrößert sieht das alles informativ aus. Die hohe Stückzahl in Kiloware animiert leider bei oberflächlichem Sortieren, dass diese Unterschiede nicht wahrgenommen werden.

Meines Erachtens wären eigene HN Hauptnummern in verschiedenen Jahren 2001 und 2002 mit gegenseitiger Referenz berechtigt gewesen, das Vereinigen unter einer Michel HN mit UN Unternummer I und II ist für mich unbefriedigend. Durch die Lupe oder beim Scan sieht man/frau die 2002 eingedruckt deutlich und wundert sich bei den vielen emittierten US Marken in 2002, daß man den Washington nicht katalogisiert in 2002 wieder findet.

Beim Scott Katalog ist es Bild Nummer A2686 und die zugeordneten HN # sind in anno 2001: 3468 A, 3475 A, 3483 mit acht UN a-h, anno 2002: 3616, 3617, 3618 mit 3 UN a-c, 3619 mit 8UN a-h.
Anno 2002 taucht kein Bild im Scott auf, die HN sind nur über die identische Bild-Nr. A2682 zu identifizieren.

Beide Katalogsysteme sind im direkten Vergleich unzugänglich für Beginner. Hintergrund ist vermutlich immer nur der eine, nämlich Druckkosten zu sparen.

petzlaff
12.08.2008, 07:52
Es gibt neben den Jahreszahlen weitere Zeichnungsunterschiede (genau darauf wollte ich eigentlich hinaus):

die ersten beiden Marken tragen in Microschrift einen Copyrightvermerk "USPS" und zwar

Marke1 - vertikal in der linken unteren Ecke
Marke2 - horizontal rechts auf dem Schlüsselbein (das da etwas anders war, wurde ja schon erkannt). derartige Copyrights auf der Marke (zumindest Anfang der 2000er Jahre) selbst habe ich bisher noch bei keiner anderen USA-Marke gesehen.

@Jochen: kennst du weitere Beispiele?

LG
Stefan

Wanderer
12.08.2008, 21:32
Lieber Stefan, also ich habe hier eine Folienmarke oder ein Stück aus einem Markenheft, - da ist bei mir die rechte Eckzähnung durch Werkzeug-Ausstanzung (engl. = die cut) anders als bei deiner Rollenmarke. Ich glaube dies ist eine Michel 3489 II BDL aus 2002. Bei Einzelmarken ist es mir noch nicht gelungen, die Unterschiede zwischen Folienblatt und Markenheftchen zu registrieren, falls es welche gibt.

Dann habe ich den USPS Vermerk auch per Scanner extrahiert - diese Mikroschrift ist mit dem normalen Auge sowie Standardlupe kleine Vergrößerung nicht sichtbar, ist wie ein Fliegenschiss zwischen den Stempeln angeordnet - postfrisch und weiteres Vergleichsmaterial habe ich nicht

Bei Deinem Beispiel oben habe ich auch zum ersten Mal die Plattennummern gesehen, diese Marken sind von meinen Vorgängern extrahiert/abgefischt worden.

USA ist für mich daher immer wieder für Überraschungen wie diese Mikroschrift gut - ich hoffe übrigens auch, das die anderen Leser sich hier im USA Thread ein wenig anstecken lassen.

Das Entlocken von "Geheimnissen" im Bereich der modernen Marken ist für mich jedenfalls genauso faszinierend wie die Geheimzeichen bei den alten USA Auflagen. Freue mich, daß hier das Forum als Archiv für nachfolgende Leser mit Wissen jenseits der Kataloge gefüllt & zur eigenen Entdeckungsreise - Stöbern im Fundus benutzt werden kann.

petzlaff
13.08.2008, 09:14
moin zusammen,

hier noch eine sehr schöne Website für alle die Interesse an USA Plattennummern haben:

http://www.apnss.org/index.htm

LG
Stefan

petzlaff
13.08.2008, 09:27
... über moderne USA-Rollenmarken:

http://www.pnc3.org/

besonders interessant der Button "PNC-Data"

LG
Stefan

Wanderer
13.08.2008, 19:54
N'Abend Stefan, die beiden links sind jut - da braucht man nicht dauernd den neusten Scott Cat USA kaufen
LG Jochen

deckelmouk
01.09.2008, 21:36
Der Umschlag flatterte heute in den Briefkasten. Die Internetbriefmarken sehen gar nicht sooo schlecht aus. Besser als die Labels sind sie auf jeden Fall.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Aleks
01.09.2008, 21:48
..oooch Lars, mit ein wenig Nachhilfe gehts auch....
10382

Aleks

phil-maddin
02.09.2008, 09:59
@Aleks, sehr schön - und vorallem 100% individuell

petzlaff
02.09.2008, 11:40
Die USA-Labels finde ich Klasse.

Die erinnern wenigstens sehr direkt an gewohnte Briefmarken und entsprechende Motive, wobei ich davon ausgehe, dass letztere in ihrer Vielfalt (im Gegensatz zu heimischen Adäquaten) auf ein sinnvolles Maß eingeschränkt sind (und hoffentlich auch bleiben). Im Fall USA habe ich da allerdings bisher noch keine Bedenken.

Die eile passen sehr gut in "Flags"-Motivsammlungen, die ja auch in USA sehr beliebt sind. Wobei ich nur immer wieder betonen kann, dass man man sich bei "fremden" Sammelgebieten den Gepflogenheiten des Herkunftslandes anpassen sollte.

Holzland-Sammler
17.09.2008, 20:32
Lieber Wanderer und petzlaf,

ich lese Eure Beiträge mit großem Interesse und schaue auch ab und zu in meine "Massenware-USA-Sammlung". Deshalb meine Frage:

3 x 654C (beispielhaft) mit Farbunterschied und verschiedenen Stempelformen.

Ist es für mich als "Normalsammler" eigentlich relevant so etwas als Unterschied in das Steckalbum zu bringen (insbesondere Stempel) oder ist das doch eher für den Spezialsammler, zumal ich keinen eigenen USA-Katalog besitze.

Dank Euch für die bisherigen Erkenntnisse

Holzland-Sammler

petzlaff
17.09.2008, 20:59
Howdy, Holzland-Sammler,

danke für dein Interesse.

Lieder sind die Scans etwas zu klein geraten, als dass man genaueres sagen kann.

Auf den ersten Blick sieht mir die mittlere Marke nach einem "feuchten", die anderen nach "trockenen" Drucken aus. Vermutlich ist das Papier der mittleren Marke nicht ganz so steif wie bei den beiden anderen.

Ursprünglich wurden die Stichtiefdrucke auf angefeuchtetem Papier, später auf trockenem Papier gedruckt. Letzteres diente dazu, die Marken nach dem Druck nicht schrumpfen zu lassen, was aber auch nur gewährleistet werden konnte, wenn das Papier zusätzlich etwas "steifer" ausfiel. Die "trockenen" gibt es auch mit Phosphor in der Papiermasse.

Die Bureau-Serie5 hat keine nennenswerten Farbunterschiede aufzuweisen. Saubere Stempel sind dagegen recht selten. Es wäre schön, wenn du vielleicht einen etwas größeren Scan einstellen könntest. Der rechte Wellenstempel ist als Normalentwertung zu betrachten. Saubere Wellenstempel sind durchaus sammelwürdig, während so etwas wie der extrem saubere "circled Date" selten sind. Möglicherweise handelt es sich hier sogar um eine besondere Versandform - kann man so aber nicht erkennen. Der mittlere ist vermutlich ein "handbedienter Maschinenstempel" (die sehen ähnlich aus und werden genauso bedient wie ein handelsüblicher Tacker - nur etwas größer.

Holzland-Sammler
17.09.2008, 21:40
Danke petzlaf, es ist eingescannt. Jetzt bräuchte ich über PN nur Deine email-ADR weil der große Scann nicht in das Forum passt.

Es ging mir ja auch um den "Rundstempel", der mir so auch erst aufgefallen ist. Von den beiden anderen habe ich hier und da den einen oder anderen (auch die ovalen "Spiegeleier":) ) auf gleichen Marken doppelt.

Mit den Farben (Naß / Trocken) ist interessant. Jetzt verstehe ich - dank Deiner Erläuterung - auch einiges von der Diskussion mit Wanderer besser.

Holzland-Sammler

petzlaff
18.09.2008, 18:10
@Holzland_Sammler,

danke für die größeren Scans.
Definitiv ist nun folgendes zu sagen:

Marke 1) Mi 654Cyb - trockener Druck mit Phosphoraufdruck (Verwendung in 1974) - Stempel "U.S. Postal Service", Herkunft leider nicht erkennbar - möglicherweise eine Nachentwertung (???) - mit Sicherheit aufhebenswert. Ich selbst habe in meinen ganzen Beständen keinen solchen Stempel gefunden. Vielleicht eine nachträgliche Entwertung, die auf einem Dampfer ohne Postamt oder in einem Hotel zur Beförderung abgegeben wurde (das, was du mir PN erzählt hast, könnte darauf schliessen lassen).

Marke 2) Mi 654Cw - feuchter Druck auf normalem Papier - Stempel "New York Grand Central Station" - sicher häufig, aber interessant für den N.Y. Stempelsammler. Schade, dass die Marke abgelöst ist. Der Rest des Stempels wäre schon interessant.

Marke 3) Mi 654Cx - trockener Druck auf normalem Papier - normaler Maschinenwellenstempel

Holzland-Sammler
18.09.2008, 21:26
@ petzlaff

Danke, danke, danke für Deine aufgewendete Zeit und die entsprechende Antwort.

Nun werde ich doch Tausch- und Sammelalbum noch einmal durcharbeiten. Die hier im Forum gewonnenen Erkenntnisse führen vielleicht doch noch dazu das die eine oder andere Marke das Album wechselt.

Hast Du noch Erkenntnisse wie die "Mind Set of ...." einzuordnen sind?

Holzland-Sammler

Holzland-Sammler
10.11.2008, 16:12
Wenn ich recht gehe, ist das "Konförderierte Staaten von Amerika / Jefferson Davis", 1863, Type I (ohne Umrahmungslinien), MI 10 I B x.

Man staunt doch, wie viel Marken aus dieser Zeit noch existent sind.

Frage: Der violette Fleck, nur Farbe oder soll das einmal geprüft gewesen sein. Ich denke, es ist nur Farbe.

Holzland-Sammler

petzlaff
14.11.2008, 20:43
@Holzland

sorry, ich war die ganze Woche beruflich in Süddeutschland unterwegs und komme gerade erst nach Hause - deswegen die späte Antwort.

Mit deiner Bestimmung liegst du vollkommen richtig.
Die Marke ist sehr häufig, auch in ungebrauchter Erhaltung, wobei es leider viele Nachgummierungen gibt. Da ist mir der "vergurkte" Originalgummi auf deinem Exemplar sehr sympatisch. Der violette Fleck ist aus meiner Sicht wohl eher kein Prüfzeichen, sondern, wie du schon vermutest eine Verfärbung (wodurch auch immer verursacht).

Mir gefallen die meisten Confederates stilistisch sehr gut, insbesondere die mit dem Bild des charismatischen Präsidenten J.Davis.
Der gute Mann wird in seiner Heimat verehrt wie ein Heiliger - er wurde von den Siegern des Bürgerkrieges bis zu seinem Lebensende wie einer "der ihren" geachtet.

Vor seinem Wohnhaus im "Garden District" von New Orleans steht ein schlichter symbolischer Grabstein aus Carrara-Marmor vor dem täglich etliche frische Blumengestecke niedergelegt werden. Ich habe selbst davor gestanden und einfach nur über den Lauf der Geschichte nachgedacht.

Das ehemalige allererste "Weiße Haus" der Konföderation in Mobile, Mississippi wurde leider durch den Hurricane Kathrina stark in Leidenschaft gezogen. Es diente als Museum und Veteranenheim.

Wanderer
15.11.2008, 02:32
Moin @ Petzlaff und Holzland

Habe keine "Konförderierten Marken", da ist es gut, daß Petzlaff aktiv mit seinem Wissen helfen konnte.

Also ich vermisse hier im Thread nach rund einem halben Jahr ganz mächtig die aktive Beteiligung aus der ARGE Nordamerika USA & Kanada mit Ausnahme von ARGEVE-Beiträgen - der Rest hat wohl keinen Internet-Anschluss - das riecht nach Überalterung und/oder Desinteresse .... jetzt duckundwech

petzlaff
15.11.2008, 13:48
@USAfans

Hier sind einfach nur Kommentare erwünscht.
Bitte keine Belehrungen - ich weiss genau worum es geht :-))
Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Später (aber erst nach eurem Feedback) mehr :-))

Holzland-Sammler
15.11.2008, 19:32
@petzlaff

Mir liegt leider kein Vergleichsstück vor, aber ist das eine von den "Tönungen" in grün der MI 31, 1869, S. S. Adriatic nach dem Gemälde von Charls Parsons?

Holzland-Sammler

Nachtrag: Geht es um die "Waffeleinpressung"?

petzlaff
15.11.2008, 22:36
Nein - darum geht es nicht (ansonsten schon gut bestimmt).

Wanderer
16.11.2008, 05:26
Moin - mein Album hat ein der Stelle auch ein Loch - ist ein Gefühl wie Karies beim Zahnarzt, der bohrt und frägt "ob's weh tut?"

Also ich seh nur einen schönen Korkstempel und die Preisklasse

Wanderer
16.11.2008, 06:15
Bildmaterial zur Mi # 31 also Scott # 117 und 128 von meiner FP zum vergleichenden Auswerten für die Farbvariationen :)

petzlaff
16.11.2008, 07:46
Nun, ich will euch nicht auf die Folter spannen:

diese Marke war der Aufreisser für ein USA Klassik-Lot bei einem bekannten Online-Auktionshaus. Ich habe das Lot wegen einer anderen Marke für einen hohen Preis erstanden, zugegebenermaßen mit ein wenig Vorfreude auf Beifang (so z.B. diese 12 Cent "Pictoral").

Was ist nun mit der Marke?

Es ist eine perfekt zentrierte, sauber gestempelte Marke vom linken ungezähnten Bogenrand. Hätte irgendein Vorbesitzer nicht den linken Rand durch eine von hinten aufgeklebte Perforation "verschönt", wäre sie trotz eines ebenfalls "reparierten" Zahnfehlers rechts (vierter Zahn von oben) ein Superding mit hohem Wert geblieben. So ist sie leider nur noch ein "Hingucker". Ich denke, ich werde, wenn möglich die "Reparatur" sorgfältig rückgängig machen.

Ironie des Schicksals: im selben Lot befand sich die noch seltenere 6 Cent "Pictoral" mit dem Konterfei Washingtons, zwar dezentriert, aber ansonsten in fast perfekter Erhaltung.

Mein Tipp: wenn bei Online-Lots einzelne hochwertige Marken in separaten Klemmtaschen gezeigt werden ist absolute Vorsicht geboten. Auf diese Weise wird häufig versucht, etwas ganz Besonderes vorzugaukeln, was sich dann letztendlich als minderwertig entpuppt.

Ich gehe davon aus, dass der Anbieter dies hier liest - ich werde aber nicht verraten, auf welche Marke ich eigentlich geboten habe (habe ich aber an anderer Stelle hier schon vorgestellt) :)

Hier die anderen "Pictorals" aus demselben Lot - ganz unten die "reparierte" 12 Cent von der Rückseite.

Schönen Sonntag wünsche ich euch.

Holzland-Sammler
16.11.2008, 10:34
@petzlaff

Jetzt wo ich es weiß, sehe ich den Rand auch :o. Man muß eben mit der Nase darauf gestoßen werden um Erkenntnisse zu bekommen. Hier wenigstens "kostenfrei".:).

Danke für die neuen Erkenntnisse.

Holzland-Sammler

Wanderer
16.11.2008, 11:21
Auf dem ersten Scan sieht man es von der Vorderseite nicht, daß die Marke repariert ist.
Danke fürs zeigen - die Trixxer haben zu allen Zeiten zugeschlagen :mad: - es bleibt das Problem, wenn man/frau/du/ich ein ganzes Vordruckalbum egal ob online oder in einem klassischen Auktionshaus erwirbt, da rutscht das schnell durch - alle Marken zu prüfen ist unmöglich. Das wissen die Brüder von der Trixxer-Kompanie.

deckelmouk
16.11.2008, 11:40
Auf dem ersten Scan sieht man es von der Vorderseite nicht, daß die Marke repariert ist.
Danke fürs zeigen - die Trixxer haben zu allen Zeiten zugeschlagen :mad: - es bleibt das Problem, wenn man/frau/du/ich ein ganzes Vordruckalbum egal ob online oder in einem klassischen Auktionshaus erwirbt, da rutscht das schnell durch - alle Marken zu prüfen ist unmöglich. Das wissen die Brüder von der Trixxer-Kompanie.

@wanderer:

Man sieht das, wenn man weiss, worauf man zu achten hat. Das ist der Trick bei der Beurteilung von Sammlungen: Konzentriere Dich auf die teuersten Marken (die den Wert bestimmen) bzw. die Stücke, die man leicht manipulieren kann.

Bei USA-Klassik schau ich mir als erstes die Erstausgabe an (echt - falsch - handschriftliche Entwertung entfernt), die Pictorials (nachgezähnt, Waffel-Manipulation) und schlussendlich die hohen Nominalwerte der Serie von 1857, 1861 und der grossen und kleinen Banknotes (Reparaturen, Nachzähnungen von Randstücken).

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Holzland-Sammler
16.11.2008, 12:41
@ wanderer

Ich denke doch das man es sieht. Man muß nur "in die richtige Richtung" denken / suchen. Ich z. B. hatte in eine andere Richtung geschaut weil ich mich mehr auf die Einordnung - und nicht auf die Manipulation - der gezeigten Marke orientiert habe.

Holzland-Sammler

Wanderer
16.11.2008, 13:49
:) Lieber Lars, :) danke für die ergänzende Bemerkung zum routinierten Blick, wobei ich ohne Probleme zugeben kann, daß diese Marken im Prinzip nicht meine Preisklasse ist und definitiv auch auf überschaubare Zeiten nicht sein wird, weil ich instinktiv wegen der ganzen Trixxerei & Fälscherei einen Bogen um diese Katalogschlager mache ... egal in welchem Sammelgebiet - aber es macht Freude, dazuzulernen und auch Deinen Ausführungen zu folgen

-> Diese Notizen können auch für die anderen Leser dieses Threads und Gäste nach unserer aktuellen Diskussion nicht verkehrt sein.

LG Jochen

petzlaff
16.11.2008, 16:14
Hatte ich doch noch nicht reingestellt:

hier ist das Teil, welches mich veranlasst hat, einen hohen Preis für das besagte Lot zu bezahlen - leider am unteren Rand etwas vergurkt - aber was macht das schon:

(NBN-Druck, grüner Stempel)

Holzland-Sammler
16.11.2008, 16:29
45 oder 45 W ?

Holzland-Sammler

petzlaff
16.11.2008, 16:30
45 - keine Waffel

Die 45W kann ich mir bei meinem bescheidenen Gehalt nicht leisten :eek:

Holzland-Sammler
16.11.2008, 16:33
Trotzdem: Herzlichen Glückwunsch, "w" wäre auch zuviel Glück gewesen. :) :) :)

Holzland-Sammler
18.11.2008, 23:45
@ petzlaff und @ alle

Eine (für mich) neue Farbvariante bei MI 886, 1965, R. Fulton.

Die Marken liegen mir in quasi 3 Farbvarianten vor:

- blauschwarz / blau wie im MI (gewaschen, weil gestempelt) 2 Stck.
- dkl.violettbraun, postfrisch 1 Stck.
- und als Zwischenton ins braunschwarz gehend, gestempelt 2 Stck.

Wenn ich nur die postfrische in der Farbvariante hätte, würde ich es auf gewaschen/ungewaschen schieben. Da aber Zwischentöne existieren kann es das ja nicht sein. An dem Markenscann bin ich gescheitert, weil alle 3 Varianten ohne eingestellte Farbverfälschung im Endergebnis eigentlich gleich aussehen. Deshalb hier nur die 2 Extreme als Ausschnitt mit hohen dpi.

Der Michel ist mir hier keine Hilfe mehr.

Holzland-Sammler

petzlaff
19.11.2008, 08:25
@Holzland,

wie bei vielen anderen modernen USA-Marken im Stichtiefdruck wird der Farbton durch Schichtung mehrerer Druckfarben erzielt. Dadurch ergeben sich mehr oder weniger stark ausgeprägte Verschiebungen der einzelnen Farben zueinander, die dann optisch Farbvarianten vorgaukeln. Oft kann man diese Verschiebung gut an den Bildrändern erkennen. Der linke Markenausschnitt sieht mir sehr nach einer solchen "Passerverschiebung" bei gleichzeitiger Farbübersättigung aus, während die Marke rechts so gedruckt ist, wie es sein sollte.

Aus meiner Sicht keine Besonderheit, sondern eine Druckzufälligkeit.

Es sei denn, es fehlt ein komplettre Druckgang (rechts) - aber das kann man eigentlich nur an Randbogenstücken mit Plattennummern nachweisen.

Verschiebungen ab einem Millimeter werden in USA gern gesammelt, da sie optisch einiges hergeben. Trotzdem sind sie nichts Besonderes. Interessanter sind da schon verkehrte Druckgände wie z.B. bei der Dag Hammarskjöld-Marke (Mi 833II) oder fehlende Druckgänge wie bei dem 1 Dollar "Americana" (Mi 1391F) Dauerserienwert. Ganz zu schweigen von den Klassikern 132I,133I,134I oder gar die "Jenny" 250I.

Holzland-Sammler
19.11.2008, 17:10
@ petzlaff

Ich bin immer wieder erfreut und erstaunt, das Du noch soviel zu der Anfrage "drum herum" beisteuern kannst. Da sollte sich die "Nordseeinsel" einmal ein Beispiel nehmen!

Holzland-Sammler

Wanderer
19.11.2008, 21:02
@ all
Damit die nicht so USA vertrauten wissen, was mit Jenny gemeint ist - hier gleich vier Bilder im Anhang dazu.

Wanderer
19.11.2008, 21:13
Und hier die verkehrten Druckgänge als Beispiel-scan

Wanderer
19.11.2008, 21:33
@ Holzland and @all
Bei den modernen Marken kannst Du & kann man/frau echte Farbvarianten finden - im Michel bleibst du da "hängen", da schwarz-weiß gedruckt - hier zwei Exemplare aus meinem Fundus im direkten Vergleich für deine/eure FP

Da die Marke(n) in verschiedenen Jahren 1938 und 1954 gedruckt sind, hätte ich als Redakteur eigene HN mit Querreferenz eingeführt - dieses "reinquetschen" mit Subnummern hier Aa und Ab finde ich fürchterlich - ähnliches gilt auch für die Scottnomenklatur an diversen Stellen.

In diversen Zeitabschnitten hätte ich das Nummernsysteme redaktionell gründlich aufgeräumt, besser gegliedert, umgestellt und entschlackt .... aber Blättern soll ja auch Spaß machen!:)

petzlaff
20.11.2008, 15:51
Lieber Jochen,

danke für die "Woodrow Wilson" Scans. Man sollte noch ergänzen, dass es noch eine Ausgabe von 1951 mit Wasserzeichen "USIR" auf Stempelmarkenpaper gibt.

Die rotviolette Variante von 1954 gehörte eigentlich ganz offiziell für kurze Zeit (August 1954 bis August 1955) zu der "Liberty"-Serie von 1954 bevor sie dann durch "Patrick Henry" (Mi Nr.674) ersetzt wurde.

Noch eine Anmerkung zu der zitierten Luftpostausgabe:

Die "Jenny" ist der Curtiss JN-4 Doppeldecker auf den zweifarbigen Marken. "Jenny" gehört zu der Franklin-Washington Dauerserie 1908-1922.

Die einfarbige 24 Cent Marke gehört zur Dauerserie 1922-1934 und zeigt nicht die "Jenny", sondern einen DeHavilland Doppeldecker.

(nur für die Puristen :) )

Wanderer
20.11.2008, 17:08
:) Danke für die Ergänzungen, die Air Mail marken sehen sich verdammt ähnlich, sind aber aus verschiedenen Serien :)

petzlaff
20.11.2008, 19:01
... und sogar namentlich getauft wird:

Links ein "Fast Train", rechts ein "Slow Train", unten die "Normalausgabe" dieser Mi 133 von 1901.

Die ersten beiden sind Druckzufälligkeiten, werden in USA aber überdurchschnittlich hoch bezahlt.

Der zur selben Serie gehörende 1 Cent Wert (Mi 132) kennt "Fast Ship", Slow Ship", "Sinking Ship" und Floating Ship" - demnächst ein paar Scans :)

Holzland-Sammler
20.11.2008, 22:05
1974, Mi 1162, Weihnachtsmarke:

Es geht um das Trägerpapier der SK-Marke. Gibt es neben dem mir vorliegenden "hellblau" (Vorderseite der Marke mit Rand) und dem "weiß" der anderen Marke (knapp geschnitten, deshalb nur Ansicht der Rückseite) noch andere Trägerfolien? Der Michel sagt dazu nichts, er nennt überhaupt keine Trägerfolienfarbe.

Holzland-Sammler

petzlaff
21.11.2008, 06:49
@Holzland,

ist das weiße Papier denn überhaupt Trägerfolie oder ein Briefausschnitt mit aufgeklebter Marke. Denk bitte daran, dass diese Marke vorausentwertet ist und deshalb meist nicht abgestempelt wurde.

Ich kenne eigentlich nur die hellblaue Trägerfolie.

Die einzige Besonderheit, die mir bekannt ist: die kreuzförmige Sicherheitsstanzung auf der Taube stammt von 2 unterschiedlichen Maschinen und fällt deswegen unterschiedlich aus.

Holzland-Sammler
21.11.2008, 13:43
@ petzlaff

1. Natürlich ist es ein knapp geschnittenes "Briefstück". Daran hätte ich eigentlich selbst denken müssen :mad: (In meiner "Gier" etwas besonderes gefunden zu haben konnte ich einfach nicht mehr klar denken! ;) :o )

2. Beide Stanzkreuze scheinen gleich zu sein. Worin besteht eigentlich da der "Maschinenunterschied"? Kannst Du - oder ein anderer - etwas unterschiedliches zeigen bzw. erläutern?

3. Gleich noch ein "Wissensproblem" bei mir:

MI 1194, 1975, FM "Flagge" - hier die unterschiedlichen Phosphoraufdrucke.

a.) Postfrisch, Rand mit Nummer 36180, 4-seitig gez. ---> nur oberhalb des Daches zur Flagge hin

b.) dito , ohne Rand ---> oberhalb des Daches und unterhalb der Bodenlinie im Schriftzug "US 13C"

c.) alle anderen Marken (unabh. von der Zähnung und Nutzung) vollflächig über des gesamte Druckbild (Normalfall denke ich).

Sind das einfach nur in der Höhe verschobene Phosphoraufdrucke? Ich bin gespannt auf die - sicherlich - umfangreich Antwort. Vielen Dank im voraus.

Holzland-Sammler

petzlaff
21.11.2008, 17:17
Hallo Holzland,

die Marke gibt es mit unterschiedlichen Block-Phosphoraufdrucken, (small oder large block tagging). Beide Aufdrucktypen lassen normalerweise die Ränder frei. Bei deinen Marken handelt es sich vielleicht um verschobene Aufdrucke, ist i.a. nicht ganz so häufig, aber keine Seltenheit. Andererseits kann deine Marke a) auch ein "small tagging" sein - s.die weiteren Ausführungen.

Die beiden Typen wurden auf unterschiedlichen Druckmaschinen hergestellt und lassen sich am Gummi und an der Zähnung identifizieren:

small tagging: gez. 11x11, glatter Gummi ohne mehrerer parallele Glättungsprofillinien - gedruckt auf einer "Huck" Presse (Scott 1622c) - selten

large tagging: gez. 11X10 1/2, glatter Gummi mit Glättungsprofil - gedruckt auf einer "Combination Press" (Scott 1622) - Normalerhaltung

Weiteres Unterscheidungsmerkmal:
Bogennummer am oben oder unteren Rand: "Combination Press"
Bogennummer am linken oder rechten Rand: "Huck Press"

Und dann gibt es die Marke noch ohne Phosphoraufdruck (Scott 1622f - vierseitig gezähnt bzw. Scott 1625 - vertikal gez. 10 - aus Markenrollen)

Hoffe, dir geholfen zu haben.

Holzland-Sammler
21.11.2008, 18:01
@ petzlaff

Es ist (natürlich) die large tagging, SC 1622, alle Merkmale stimmen (Nr. unten). Danke für die Hilfe. Bei der Phosphoreszenz-Sortierung waren sie mir eben aufgefallen.

Zwischenzeitlich bin ich bei MI 1288 a angekommen. Hier sind mir die 2 aus der Reihe fallenden Zähnungslöcher (untere Reihe) aufgefallen (verbogene Lochnadeln?). Darf ich wegen diesem "Problemchen" noch einmal um Deine Hilfe bitten?

Holzland-Sammler

petzlaff
21.11.2008, 18:29
Darfst du immer, lieber Holzland

ist einfach nur ein überdeutliches Indiz für die bei USA-Marken bis in die 80er Jahre übliche Linienzähnung, wo nacheinander die beiden Perforationen durch separate Arbeitsgänge ausgeführt werden. Hier wurde ein eindeutig beschädigtes Perforationsinstrument verwendet.

Interessant ist das Stück schon.

Deine Marke ist aber keine Mi 1288, sondern eine Mi 1161.

Da du aber gerade bei der 1288 bist - die gibt es in zwei Varianten, die sich nicht nur in der Farbe des Schlittens, sondern auch im Format des Phosphorüberdrucks unterscheiden - und die 1288 hat Kammzähnung (es kommen also auch keine so verqueren Zähnungsecken vor). Die 1161 ist auf normalem papier gedruckt.

Zurück zu deiner "Schlittenmarke" - hier gibt es eine seltene Variante, bei der Druckgang "ocker" ausgefallen ist (Scott 1551a). Ich traue mir aber aufgrund des Scans nicht zu, dies zu identifizieren.

Anbei noch die beiden farblich unterschiedlichen Auflagen der Mi 1288:

Holzland-Sammler
21.11.2008, 20:07
@ petzlaff

Habe meinen "Schlamperfehler" wegen der MI-Nr. noch selbst bemerkt, wollte noch schnell korrigieren. Da war Dein Beitrag aber schon da. Gerade weil ich die Marken 1288 nach a und b sortiert habe ist mir die Nummer da beim Schreiben rein gerutscht. :mad:

Zu Deiner Information: Alle MI 1161 sind mit komplettem Druck

An Hand der MI-Nummern kannst Du erkennen wie ich mich durch meine Massen an USA-Marken "durch arbeite". :rolleyes:

Bis zur nächsten Frage einen schönen Abend noch

Holzland-Sammler

petzlaff
21.11.2008, 20:53
@Holzland

du hast dich doch nur verständlicherweise bei dem brutalen Wintereinbruch auf das Schlittenfahren konzentriert - verziehen :)

Schöne Rutschpartie noch - ich muss am Montag mit dem Auto nach Stuttgart :mad:

petzlaff
22.11.2008, 08:06
Die USA-Weihnachtsmarken sind ziemlich interessant, da es aufgrund der riesigen Stückzahlen sehr häufig den Bedarf nach mehreren Auflagen oder paralleler Herstellung von unterschiedlichen Maschinen gab, die sich meist sehr gut unterscheiden lassen.

In diesem Zusammenhang zurück zu @Holzlands Frage nach den unterschiedlichen Kreuzprägungen der Weihnachtsmarke Mi 1162.

Die Marke war vorausentwertet. Um einen mehrfachen Gebrauch zu vereiteln, wurden zwei Techniken gleichzeitig eingesetzt. Ersteinmal wasserunlöslicher Gummi und dann eine kreuzförmige Stanzung, die beim Abreissen vom Papier (nicht von der Trägerfolie) die Marke zerstören sollte.

Auf letzteres bezieht sich @Holzland (Message #51)

Ist schwer zu scannen, daher habe ich versucht, die Unterschiede mit einer grauen Nachzeichnung zu verdeutlichen. Der dünne weisse Strich unter/neben dem Kreuzbalken ist die Stanzung im Scan - horizontal (und darum geht es) am besten zu erkennen.

oben: die horizontale Schnittlinie, die den Druck des Kreuzbalkens überlagert weist im Kreuzzentrum eine breite Lücke auf.

unten: schmale Lücke

Die vertikale Lücke ist bei beiden Typen gleich. Die Typen stammen von zwei unterschiedlichen Maschinen. Man erkennt die Stanzung am besten, wenn man die Marke schräg vor eine Lichtquelle hält.

Holzland-Sammler
22.11.2008, 16:19
@ petzlaff

Hier meine Details. Ich würde sagen: alles eine Maschine (schmale Lücke).

Und weiter geht es in der Suche nach "Besonderheiten" ohne Hintergedanken über den Preis!!!

Holzland-Sammler

Holzland-Sammler
22.11.2008, 20:13
@ petzlaff

Den hier gezeigten Rest an Marken konnte ich nicht zuordnen, evtl. auch weil sie nur im "Spezial" aufgelistet sind. Es geht ausdrücklich nicht um den Zustand der Marken, sondern nur um die Zuordnung.

Ich denke, es sind Nebenfelder. Aber zu welcher MI-Nr.?

"ZIP" konnte ich finden/zuordnen. Was ich noch nicht gesehen habe sind "MAIL EARLY....". Handelt es sich ggfl. bei meinen um solche? Ist es zuviel verlangt wenn Du freundlicherweise für mich - und andere interessierte Mitleser - einmal beispielhaft etwas zeigen könntest?

Holzland-Sammler

petzlaff
22.11.2008, 20:42
Keine Nebenfelder, sondern Spendenmarken ohne jegliche postalische Bedeutung. Die Amerikaner sammeln so etwas halt gern, deswegen stehen sie im Scott-Spezial.

Verwendet wurden/werden sie meist als Verschlußvignetten auf Briefumschlagslaschen. Schön anzusehen sind sie, und manche davon sind auch recht selten.

Wanderer
16.12.2008, 15:29
Hallo Holzland und @ all
Die katalogisierten Sonderpreise für MAIL EARLA und ZIP CODE und Bogennummer sind auf Nebenfeldern am Bogenrand zu finden. Bei dem abgebildeten BOGEN aus meinem Archivmaterial findest du die drei Felder wieder also je 50 Briefmarken hat es nur je eine Anhangsmöglichkeit - daher der Sonderpreis.
Bitte schaut selber auf die scans - wer einen kompletten Bogen mit 50 Marken postfrisch (entweder diesen oder einen anderen) für sein Archiv als Musterstück für eine Austellung oder Sammlung haben will, kann sich bei mir per PN melden

Wanderer
19.12.2008, 11:40
habe ich gerade in einem Tütenposten gefunden, möchte mit Euch den Anblick teilen und vielleicht weiß jemand mehr dazu, warum die z.B. so riesig sind?

deckelmouk
19.12.2008, 13:30
Hallo Jochen,

die Grossformate waren für Fiskalmarken nicht ungewöhnlich: http://alphabetilately.com/P.html - bei Wikipedia gibt es einen kleinen Artikel zu den "Newspaper Stamps", aber über die Gründe für die Grösse wird nichts gesagt. Ansonsten fällt mir nur ein, dass die Zeitungsmarken gerne und oft gefälscht wurden.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Holzland-Sammler
19.12.2008, 14:06
@ wanderer

Auch andere Länder haben bei Postversicherung-Zuschlagsmarken u. ä. diese Langformate. Z. B. Mexico 1935 ff. Im kleineren Querformat in Europa z. B Gerichtszustellmarken von Östereich 1898. Es gibt sicher noch mehr. Auf Anhieb fällt mir aber nichts ein.

deckelmouk war schneller, nur ist sein Link in einer (für mich) nicht lesbaren Sprache geschrieben:rolleyes::). Zumindest die Bilder konnte ich lesen:). Für Dich aber sicher kein Problem.

Ein plausibler Grund könnte sein, das dieses auffällige Format gegenüber den sonst üblichen Marken deutlich erkennbar aus dem Rahmen fällt und damit sofort erkennbar ist (Gedankenspekulation).

petzlaff
20.12.2008, 18:21
Liebe Freunde,

wenn wir schon einmal bei den "Randgebieten" sind (jetzt beziehe ich mich auf Wanderes Zeitungsmarkenbeitrag) möchte ich auch etwas zum besten geben.

Erstens: Zeitungsmarken sind KEINE Fiskalmarken, wie irgedwo vorher in den Raum gestellt, sondern Postwertzeichen.

Zweitens: Fiskalmarken werden in USA sehr gern gesammelt, da sie unglaublich schöne handwerkliche Arbeit zeigen und oft, wie bereits erwähnt durch ihr Format optisch bestechen.

Hier ein Beispiel: Scott #R248 von 1917 - leider mit einer Beschädigung, aber darüber wollen wir einmal großzügig hinwegsehen. Trotz der niedrigen Katalogpreise ist es unglaublich schwer, an solche Marken heran zu kommen.

saeckingen
20.12.2008, 18:51
@petzlaff

Wie wäre es analog zu dem Thread von abrixas "Plädoyer für die Fiskalphilatelie" mit einem extra Thread "Fiskalphilatelie der USA"? Ich denke die Fiskalphilatelie hat viel Interessantes zu bieten und wird in Deutschland sehr vernachlässigt.

Wanderer
20.12.2008, 21:54
habe ich auch einige, aber scheue mich zu viele Parallelstränge gleichzeitig im Forum anzulegen - da kann man sich dann nicht vernünftig drum kümmern. Schlage vor, erst mal die Klassik und Semiklassik so gut wie möglich zu bearbeiten und dann gemeinsam die hochinteressanten "Nebengebiete" systematisch anzugehen - wir verzetteln uns sonst im Riesengebiet USA - das ist suboptimal.

Wanderer
20.12.2008, 22:12
sind nachdem ich nochmal ein wenig recherchiert habe, zum Aufkleben auf Postsäcken und Zeitungsballen verwendet worden - daher auch so groß. Durch die Art der Verwendung und Entwertung durch dicke Pinselstriche sind die Marken fast alle für Sammler unbrauchbar gewesen. Deswegen sind gebrauchte Stücke in besserer Erhaltung sehr selten.

Bei meiner präsentierten Marke ist rückseitig die Prägung gut zu sehen, daher halte ich das Stück für echt. Für das BDPh Archiv füge ich einen Scan dazu, das erleichtert nachfolgenden Lesern die Identifizierung von billigen Reproduktionen, die keine Prägung haben.

Im Michel fehlt übrigens der Hinweis auf die Prägung völlig, die sprechen nur von Bdr. - ich halte das für ein wesentliches und erwähnenswertes Sicherheitsmerkmal