Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aus dem Briefkasten ....
.... kam sicherlich auch diese Karte aus dem Senegal. Am 7.4.1902 in Faticx abgeschickt war sie am 27.4. des gleichen Jahres in REDANGE-sur-Attert im Großherzogtum. Als Leitweg wurde par Longwy gefordert. Longwy ist eine ostfranzösische Grenzstadt.
Eine Karte aus meiner Sammlung Exoten und Andere, mit Belegen die nach Luxemburg gesandt wurden.
deckelmouk
22.07.2008, 20:07
Incoming Mail nach Luxemburg ist, abgesehen von Belgien und Deutschland, nicht häufig. Die Post aus Asien um 1900 ist in der Regel den aktiven Philatelisten und Postkartensammlern zu verdanken. Die Karte wurde in Peking mit der französischen Post versandt, zum UPU-Tarif von 10 Centimes.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
.... ist dieser Faltbrief sicherlich nicht.
Am 19. Juli 1844 über den Postschalter eingeliefert, wurde er in Genua und Paris austaxiert.
Genua gehörte ab 1815 bis zur Einigung Italiens 1861 zum Königreich Sardinien.
Der Brief ist nach Enscherange im Canton Wiltz ... Belgique adressiert.
Auch heute noch wissen einige Leute nicht wo Luxemburg liegt.
Der Vermerk par Paris, der blaue Transitstempel PARIS vom 16. Juli, der rote Rayonstempel R·4 und der rückseitig abgeschlagene grüne Grenzübergangsstempel FRANCE PAR QUIEVERAIN (v.d. Linden Nr. 1386) belegt den Leitweg. Ankunftstempel WILTZ (Typ 04) vom 19. Juli 1844.
.... werden wohl kaum Dienstbriefe stammen. Der hier vorgestellte Beleg von der Pflanzenschutzstation der Landwirtschaftsabteilung der Luxemburger Regierung, mit Brückenstempel Luxembourg-Ville III (Typ 34) vom 11.4.1938 nach Belgien,ist mit 70 C. portogerecht frankiert.
Kleinere Dienststellen waren generell nicht mit Marken versorgt. Die Sendungen wurden deshalb, mit dem Dienstsiegel und einem Stempel S. P. (für Service Public [Staatsdienst]) versehen, der Post übergeben und von dieser mit Dienstmarken frankiert.
Der Brief ging an den Internationalen Ausschuss für Studien zur Kartoffelkäfer-Bekämpfung in Brüssel.
... kam aber nun bestimmt diese Ganzsachen-Postkarte aus dem Jahre 1912. In LOKVE, im kroatische Teil der ehemaligen österr.-ungarischen Doppelmonarchie gelegen, wurde die Karte mit Nachporto belegt und dann wegen Porto-Taxe in DIEKIRCH verweigert. Die am 18.2,1912 schon mit einer Luxemburger Nachportomarke versehene Karte wurde deshalb mit dem roten Ovalstempel Déboursé (entlastet) versehen und ging zurück nach LOKVE.
Dort wurden die geschuldeten 10 Filler mittels ungarischer Nachportomarke verklebt, am 27. Februar entwertet und der Betrag vom Absender eingezogen.
Eine schöne Nachporto-Mischfrankatur zweier Länder.
Gruß
DiDi
deckelmouk
26.07.2008, 16:20
@didi:
Klasse Karte! Sowas hab ich noch nicht gesehen. Ich bin schon froh, dass ich den ein oder anderen nachtaxierten Brief mit Deboursé-Stempel habe (kann ich an einer Hand abzählen).
Diese Postkarte wurde als Drucksache verschickt. Der Vermerk "Imprimé" fehlte, die Karte wurde mit 10 Centimes (3 Cent. Manko + 5 Cent. Strafe + 2 Cent. Aufrundung) taxiert. Der Schüler verweigerte die Annahme: "Refusé pour cause de la tax" und die Karte ging zurück. Die Nachgebühr wurde entlastet.
Die Karte hatte ich schon einmal gezeigt, sie passt aber m.E. schön zu dem vorherigen Exemplar.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Lieber Lars,
bei Deiner Karte kann ich den Déboursé-Stempel nicht nachvollziehen.
Warum nicht?
Die ersten Luxemburger Nachportomarken wurden erst rund eine Woche später, am 15. Juni 1907, ausgegeben. Der Briefträger konnte als noch keine Tax-Marke verkleben – deren Belastung er dann (bei Nichtannahme der Sendung) zurück erhielt.
Wie da jetzt das Abrechnungsverfahren lief, müssten wir noch herausfinden.
Gruß
DiDi
Erst lesen – dann schreiben!
Bei Poos, Seite 403, ist zu lesen:
"Vor dem Bestehen dieser (timbre-taxe) Marken musste der Taxbetrag als Bareinnahme in der Buchführung verrechnet werden."
Nach Verweigerung der Zahlung musste also dieser Betrag mit Déboursé wieder dem Briefträger erstattet werden.
Pardon:o
DiDi
.... kam dieser austaxierte Faltbrief vom 3.1.1841 mit zweizeiligem Langstempel BREKERFELD sicher nicht. Die Ortschaft (heute Breckerfeld) liegt im ehemaligen Fürstentum Lippe-Detmold, wo die Taxis-Post bis zur Übernahme durch Preußen (1867) den Postdienst besorgte.
Gruß
DiDi
.... ist auch dieser R-Brief vom 31. Juli 1906 der französischen Post in China, mit Abgangstempel Shanghai nicht. Die französische Post unterhielt von 1867 bis zum 31. Dezember 1922 eigene Postämter in China, mit eigenen Markenausgaben ab 1894. Rückseitig ist ein (leider nicht komplett lesbarer) achteckiger Paqueboot-Stempel und der Ankunftstempel Luxembourg Ville V (Typ 33.01) vom 5.9.1906 abgeschlagen. Die Portorichtigkeit des mit 1 Fr. frankierten Briefes kann ich leider nicht kontrollieren. Wer kann helfen?
Gruß
DiDi
deckelmouk
25.08.2008, 11:46
@didi:
Sehr schöner Brief! Ohne eine Gewichtsangabe lässt sich die Portorichtigkeit nicht zu 100% bestimmen. Aus der Lameng würde ich sagen 25 Centimes UPU-Auslandsbrief + 25 Centimes für das Einschreiben. Da der Umschlag gross ist, kann es eine höhere Progressionsstufe sein.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
.... ist auch die Ganzsachen-Postkarte von Gibraltar mit schwarzem Überdruck Morocco Agencies entwertet am 18. Jan 02 mit Einkreisstempel der britischen Postagentur in TANGER und zusätzlicher Entwertung mit Roststempel A26 von Gibraltar. Die Karte (deren Abb. ich im MICHEL nicht finden konnte) erhielt den Transitstempel GIBRALTAR C vom 20. Januar und als Ankunftstempel den Großen Zweikreisstempel LUXEMBOURG-VILLE B (Typ 32) vom 24. 1. 1902.
.... ist auch die Ganzsachen-Postkarte von Gibraltar mit schwarzem Überdruck Morocco Agencies entwertet am 18. Jan 02 mit Einkreisstempel der britischen Postagentur in TANGER und zusätzlicher Entwertung mit Roststempel A26 von Gibraltar. Die Karte (deren Abb. ich im MICHEL nicht finden konnte) erhielt den Transitstempel GIBRALTAR C vom 20. Januar und als Ankunftstempel den Großen Zweikreisstempel LUXEMBOURG-VILLE B (Typ 32) vom 24. 1. 1902.
Hallo DiDi!
Die GS-Karte findest du im MICHEL Ganzsachen-Katalog Europa West im Anhang an Großbritannien - Britische Postanstalten im Ausland - I. Allgemeine Ausgaben für Marokko; dort katalogisiert als P2. KW rund 8 Euros.
Von 1857 bis 31.12.1885 wurden von den britischen Postämtern in Marokko die „normalen” Marken/Ganzsachen Großbritanniens benutzt. Die Post wurde nach Gibraltar weitergeleitet und dort mit dem bekannten A26-Stempel entwertet. Der 1872 eingeführte Einkreis-Stempel TANGIER wurde immer neben den Marken/Wertstempeln abgeschlagen. Bis 31.12.1906 standen die britischen Postämter in Marokko unter der Verwaltung der Post von Gibraltar und benutze auch die Marken Gibraltars; allerdings nur bis 31.5.1898. Danach kamen Marken und Ganzsachen in spanischer Währung mit Aufdruck Morocco Agencies zur Verwendung.
Glückwunsch zu dieser seltenen Destination! :-)
ist diese Ansichtskarte aus Dortmund vom 19.6.1940 nach Luxemburg. Zusatzstempel "Aus dem Briefkasten" und Zensurstempel.
Gruß Helmut
..... vielleicht. Auf jeden Fall stammt der kleine Umschlag aus einer Flohmarktkiste – und wurde für 5 € mitgenommen:) . Abgegangen in WIEN am 20.11.1876, war die Sendung am 23. des gleichen Monats in Luxemburg. Nur dort wurde rückseitig der Durchgangstempel LUXEMBOURG (Typ 31.02) abgeschlagen.
DiDi
..... vielleicht. Das kleine Zeitungsstreifband an die Gesellschaft für medizinische Wissenschaften in Luxemburg ist gerade ‚mal 11 x 8 cm groß und wurde am 26. Oktober 1893 als Imbresos ab Buenos Aires nach Luxemburg gesandt. Es entstammt der gleichen Flohmarktkiste und kostete nur 3 €:D . Ich hätte sehr viel mehr bezahlt.
DiDi
Wo ist denn diese Flohmarktkiste grade stationiert, du Glückspilz?? Da würde ich auch mal gerne drin wühlen! ;)
Übrigens: Es heißt Impresos (= Drucksachen); das kursive „p” hat reichlich Oberlänge, so dass ein des Spanischen nicht mächtiger Leser leicht ein „b” lesen kann. :cool:
Weiter so (mit den Kisten!)
Danke Ralf.
Die Kiste stand am Sonntag hier in Luxemburg auf der Place d'armes.
Vielleicht schaust Du mal vorbei:rolleyes: .
Viel Glück
DiDi
.... über Sibirien nach Luxemburg-Hollerich. Wer weiß denn auf Anhieb wo STRAITS SETTLEMENT liegt (lag)?
In der ehemalige britische Kronkolonie (1867-1946) an der Malakkastraße (Malakka, Penang, Singapur) gab es seit 1867 eigene Markenausgaben. Die hier gezeigte Ansichtskarte wurde am 28.5.1911 ab TAROJONGPAIOK (?) mit Leitweg Europa via Sibirien nach Luxemburg auf den Weg gebracht. Dieser Leitweg war (nach Fertigstellung der Transsib) nicht ungewöhnlich für Sendungen ab Ostasien. Die Dampfer, die oft viele Häfen anlaufen mussten, waren sehr viel langsamer.
Bis gleich – mit ´ner Frage.
DiDi
.... wird diese Karte aus Niederländisch Indien, deren Entwertungstempel vom 23.9.1903 ich leider nicht entziffern kann, wohl stammen. Sie trägt Durchgangstempel von SOERAKARTA und WELTEVREDEN und fand ihren Weg nach über vier Wochen zum Gastwirt Steffen in Luxemburg – eine Straße mit diesem Namen ist heute jedoch nicht mehr zu finden. AK LUXEMBOURG-VILLE (Typ 32) vom 27.10.1903.
Wer kann denn sagen, weshalb in den Straits Settlements (englisch) und in Niederländisch Indien Poststempel mit gleichem Aussehen gebraucht wurden?
Ist die erstgenannte Karte vielleicht von den Holländern entwertet worden?
Schönen Gruß
DiDi
Concordia CA
14.09.2008, 22:46
@ DiDi
Es handelt sich um "Squared Circle Postmarks". Sie stammen aus Großbritannien, wurden aber auch in Italien und vielen britischen und niederländischen Kolonien verwendet.
Dieses Thema wird gerade hier diskutiert:
http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?F=1&ST=841&CP=0&page=0
Du findest neben anderen Informationenen auch eine Liste von Ländern, in denen diese Stempel zur Anwendung kamen.
Mit besten Sammlergrüßen
Concordia CA
Besten Dank für den Tippppp.
Ich habe dort gern ´rein geschaut und Interessantes gefunden.
Gruß
DiDi
... vielleicht - weil ich nicht sicher bin, ob die diversen fremdem Postämter rund um´s Mittelmeer alle Briefkästen hatten. Die Marke dieser Karte (Französischen Post in der Levante) wurde am 18. Mai 1903 in SMYRNE (Smyrna, das heutige Izmir) in der asiatischen Türkei entwertet. Dieses Postamt bestand schon seit 1835 und wurde, mit all den anderen fremden Postanstalten, im Juli 1923 geschlossen. Der AK ETTELBRUCK B (Typ 32) ist vom 24.5.1903.
Alles „Ausgefallene“ in dieser Richtung bitte bei mir abliefern.
Schönen Gruß
DiDi
Portogerecht frankierter, am 10. März 1898 mit Bahnpost GM .....- SAARBR. beförderter Brief ab Zweibrücken nach Differdingen in Luxemburg, AK vom gleichem Tag. Die Marke ist mit D.M. (Briefkopf) gelocht.
Hilfreich wäre die Auflösung der Bahnpoststrecke.
Schöne Grüße
DiDi
wuerttemberger
18.09.2008, 16:51
Wie wär`s denn mit Germersheim-Saarbrücken?
10511
Gruß
wuerttemberger
Dies ist eine erfreulichen Seiten des Forums, man bekommt Antworten,
auch von Leuten die mit Luxemburg direkt nichts am Hut haben (wie ich glaube).
Ganz herzlichen Dank.
Der nächste Beitrag "Aus dem Briefkasten" gehört dann zu Württemberg.
DiDi
....ausgehoben wurde diese Ganzsachen-Postkarte am 4. März 1886 in STUTTGART. Der Vorstand des Schuhmacher-Rohstoff-Vereins erbittet dringend die Lieferung von 10 Bürden (!) Kuhleder. Den Ausdruck „er hat eine schwere Bürde zu tragen“ kenne ich – aber wie schwer war den nun die Bürde? Da hilft nun hoffentlich das Lexikon.
Die Karte jedenfalls war schon um etwa 3 Uhr nachmittag des folgenden Tages in WILTZ, im Großherzogtum.
Schönen Abend noch
DiDi
..... in JERUSALEM?
Die österreichische Post hatte (laut MICHEL) 82 Postämter in der Levante – davon auch eines in Jerusalem. Von dort, aus Palästina also, stammt diese, am 8. Oktober 1900 abgesandte Postkarte, die schon am 11. des gleichen Monats in BASCHARAGE eintraf.
„Es ist fürchterlich heiß bei Tag“ steht rückseitig geschrieben.
Schönen Gruß
von
DiDi
....vielleicht:
Eine Ganzsache (Zeitungsstreifband) mit Zusatzfrankatur vom 3. Oktober 1903 nach Luxemburg. Leider kann ich das Abgangspostamt nicht entziffern. Der rückseitig abgeschlagene Ankunftstempel LUXEMBOURG-VILLE B (Typ 32) vom 24.11.03 zeigt an, dass die Sendung sieben Wochen unterwegs war.
Wer kennt denn Katalog-Nr. und Wert des Belegs?
Besten Gruß von
DiDi
.... stammt diese Ansichtskarte vom 21. Juni 1907 aus TORREÓN (Coah.) in Mexico, für die der Leitweg via Nueva York ! (New York) verlangt wurde, die einen Transitstempel von EAGLE PASS, Texas vom 22. Juni 1907 trägt und am 5.7.1907 in LAROCHETTE (Typ 33.01) beim Vorsteher des Steueramtes eintraf. Unsere Urlaubskarten aus Mexiko haben, einhundert Jahre später, auch etwa zwei Wochen gebraucht. Vielleicht hilft die Angabe des Leitwegs ja doch, damit´s schneller geht.
Das wär’s für heute – wer hat denn noch „Exoten“ zu zeigen?
DiDi
.... sicherlich, oder?
Eine Ansichtskarte mit der Nr. 13A der k. u. k. Militärpost in Bosnien Herzegowina nach Luxemburg. Der Stempel von Sarajevo ist vom 21.9.1905. Ankunftstempel Luxembourg-Ville I (Typ 32.15) vom 24.9. Die Annahme der Karte wurde von Herrn Albert Müller wegen Porto-Nachzahlung verweigert (links, handschriftlich: refusé à cause de la taxe). In Luxemburg gab es 1905 noch keine Portomarken. Die vom Briefträger schon vorbezahlten 10 Centimes wurden ihm mittels ovalem rotem DÉBOURSÉ-Stempel wieder gutgeschrieben und die Karte ging zurück.
Der in Sarajevo am 28.9. ermittelte Absender zahlte dann die geschuldeten 10 Heller, die mittels einer Militärpost-Portomarke verklebt wurden.
Besten Gruß von
DiDi
Nur mit 2 Centimes (statt 5 C. für Drucksachen im Umschlag frankiertes) Trauerbriefchen vom 2. 1. 1910 ab Luxembourg-Ville nach Brüssel. Die Sendung wurde mit einem T-Stempel versehen, der Nachportobetrag 10 mit Blaustift vermerkt. In Brüssel schon einer Portomarke beklebt, wurde die Annahme (laut rückseitigem, handschriftlichem Vermerk) wegen des Nachportos verweigert. Der Zusteller in Brüssel erhielt (Rahmenstempel REBUT) den ausgelegten Betrag zurück und drückte den zweisprachigen Rahmenstempel RETOUR A L’ENVOYEUR / Terug aan afzender auf. In Luxemburg wurde das fällige Nachporto dann eingezogen und der Betrag mittels Portomarke verklebt.
So ein kleiner Umschlag, 97 x 62 mm: Und ein ähnlicher beschreibender Text sollte (wenigstens!) auf dem Albumblatt untergebracht werden, wenn man daran denkt den Beleg innerhalb einer Sammlung einer Jury vorzustellen.
Viel Spaß
DiDi
bayern klassisch
19.10.2008, 07:09
Hallo Didi,
Der Zusteller in Brüssel erhielt (Rahmenstempel REBUT) den ausgelegten Betrag zurück
Auch wenn es nicht ganz mein Gebiet ist, aber wie kommst du darauf, dass der Zusteller den Betrag auslegen musste, noch ehe er den Brief austragen und das Nachporto kassieren konnte?
Gruß von bayern klassisch
Hallo Didi,
Auch wenn es nicht ganz mein Gebiet ist, aber wie kommst du darauf, dass der Zusteller den Betrag auslegen musste, noch ehe er den Brief austragen und das Nachporto kassieren konnte?
Gruß von bayern klassisch
Hallo zurück bayern klassisch,
der Zusteller musste die Portomarke ja vorher aufkleben und abstempeln.Marken und Stempel;) konnte er nicht mit herum tragen.
Gruß
DiDi
bayern klassisch
20.10.2008, 07:45
Hallo DiDi,
ich hatte deinen Satz dahin gehend interpretiert, dass der Zusteller den Betrag für das geklebte Nachporto hätte vorschliessen müssen.
Diesen von mir angesprochenen modus gab es früher bei Privatboten, aber nicht bei den Postboten.
Alles klar und liebe Grüsse von bayern klassisch
.... sicherlich nicht, aber eine ungewöhnliche Portostufe. 55 Pfennig (Mi.- Nr. 56/58A wie ich glaube) für Geschäftspapiere. Der Umschlag ist 32 x 15 cm groß und passte somit auch nicht ganz auf meinen Scanner. Portozusammensetzung dieser Sendung vom 8.4.1910 aus Zweibrücken nach Luxemburg: 35 Pfennig Porto (7 x 0,05 Pfennig, je 50g) + 20 Pfennig Einschreiben). Für 350 Gramm musste es wohl schon ein etwas größerer Umschlag sein.
Mit schönen Grüßen
DiDi
bayern klassisch
26.10.2008, 21:38
Hallo DiDi,
für "aus dem Briefkasten" spricht hier wahrlich nichts.
Eine ganz besondere Versendungsart ist es aber auf alle Fälle - Glückwunsch!
Das dürften 99,9% der Bayern - Sammler nicht kennen.
Leider muss ich die katalogwertmässig etwas enttäuschen - eine A - Zähung sieht anders aus; das wäre ja auch zuviel des Guten gewesen. Schau mal, von den Zähnen abgesehen, auf das Jahr - da war die A - Zähnung schon lange Historie ...
Beste Grüsse von bayern klassisch
... ich bin nicht enttäuscht, gestehe aber gern ein, dass ich hier "die erste beste"-Katalognummer genommen habe, ohne länger zu suchen:o .
Pardon
DiDi
.... mal was Schönes aus der Pfalz nach Luxemburg.
Gruß
DiDi
deckelmouk
14.11.2008, 07:44
Die Korrespondenz aus Godramstein an Victor Clement kann man bei vielen Händlern in der Grabbelkiste finden. In der Regel wurde mit 10 Pfg. portorichtig frankiert. In diesem Fall hat der Absender nur eine 5-Pfg.-Ganzsache verwendet. Sie wurde mit 15 Centimes nachtaxiert: 5 Pfg. Fehl + 5 Pfg. Aufschlag (100%) = 10 Pfg. -> umgerechnet 12 1/2 Centimes, aufgerundet auf 15 Centimes.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
... und aus dem Briefkasten(?) stammt
dieses entzückendes sogenanntes Damenbriefchen, gestempelt LUXEMBOURG I. AVRIL 1844 (Typ 04), der Stempel (bekannt aus den Jahren 1842 bis 1847) wurde immer in rot abgeschlagen. Der taxierte Brief ging nach Neufchâteau, in die belgische Province de Luxembourg und erhielt den Rahmenstempel Après les départ (nach Abgang der Post) ebenfalls in rot. Neufchâteau hatte noch bis 1839 zu Luxemburg gehört.
Die Abbildung entstammt einem Auktionskatalog. Ich kann deshalb die Rückseite des Briefes nicht beschreiben.
Gruß
DiDi
... kam diese Karte und fand den Weg nach Luxemburg.
Neusüdwales gilt als älteste britische Kronkolonie in Australien, mit voller Selbstverwaltung seit 1855. Ab 1901 Teil des Australischen Bundes mit der Hauptstadt Sydney. Nach Gründung dieses Bundes wurden die Marken der sechs ehemaligen Einzelstaaten bis 25. Mai 1903 gemeinsam aufgebraucht. Diese Ansichtskarte eines Auswanderers wurde am 27. Dezember 1909 geschrieben - man war also nicht so „pingelig“. Abgangsstempel EDGECLIFF bei Sydney und leider ohne Ankunftstempel in Luxemburg.
DiDi
.... vielleicht. Das Ganzsachen-Streifband aus Chile wurde am 6.4.1904 in VALPARAISO entwertet und erreichte WILTZ (AK vom Typ 32.04) in Luxemburg am 30.5.1904. Auch hier wurde der Landweg gewählt - VIA ARJENTINA (über Argentinien) ging’s schneller, der Panamakanal war noch nicht gebaut.
Wer sammelt denn noch so ´was „Ausgefallenes“? Gewöhnlich werden doch Destinationen gesammelt. Ich selbst kenne (außer meiner) nur zwei Sammler hier in Luxemburg, die versuchen incomming mail zusammen zu tragen.
Gruß
DiDi
deckelmouk
17.12.2008, 22:57
...Briefkastenstempel "W", gem. Poos wurde der in Arsdorf verwendet. Leider ist das bisher mein einziger Beleg mit einem Briefkastenstempel.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Der Briefkastenstempel W wurde nach meinen Aufzeichnungen auch in RUMLANGE verwendet; mit Tagesstempel CLERVAUX. Bei mir ist ARSDORF bisher nicht verzeichnet. Könnte ich bitte die Rückseite der Karte sehen?
Gruß
DiDi
deckelmouk
18.12.2008, 23:22
@didi:
Voilà! Scan der Rückseite, allerdings tue ich mich mit dem Entziffern des Ortsnamens schwer.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hallo Lars,
könnte das Bondorf (Bigonville) sein? Oder kommt das zur Entfernung zu Clervaux nicht hin?
Gruß Helmut
@didi:
Voilà! Scan der Rückseite, allerdings tue ich mich mit dem Entziffern des Ortsnamens schwer.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
RODER - liegt etwa 6 km östlich von Clervaux
Dieser Flecken war bisher nicht registriert.
ARSDORF oder auch BIGONVILLE kann es nicht sein, die liegen zu weit weg
und sind sicherlich nicht mit diesem Rundgang des Briefträgers (ab Clervaux)
bedient worden:).
Gruß
DiDi
.... könnte dieser Ganzsachenumschlag vom 1. September 1875 ab BASELan die Brüder Henri in Enscherange im Großherzogtum Luxemburg stammen. Die Brüder Henri waren bekannte Gerbsäure-Produzenten und lieferten (wie man sieht) auch in die Schweiz. Der Beleg trägt leider keinen Ankunftstempel.
Gruß
DiDi
Aus dem Briefkasten ....
.... und aus WIEN stammt dieser mit 5 Kr. portogerecht frankierte Brief an Fräulein Caroline Schleck im luxemburgischen MONDORF, dem heutigen Mondorf-les-Bains. Am 20.11.1876 abgesand, war er laut rückseitigem Durchgangstempel schon am 23. des gleichen Monats in Luxemburg. Ob die Jungfrau Schleck von damals mit den heutigen, radfahrenden Brüdern Andy und Frank Schleck verwandt ist, bleibt noch heraus zu finden.
Gruß
DiDi
.... wird dieses Einschreiben ja wohl nicht herkommen. Der Brief, vom 1.9.1920, kommt aus ZABORZE in Oberschlesien, einem der in Folge des 1. Weltkriegs entstandenen Abstimmungsgebiete mit vom 12.2.1920 bis zum 14.6.1922 eigener Posthoheit und eigenen Markenausgaben. Ein noch nicht so alter, aber sicherlich nicht alltäglicher Beleg nach Luxemburg.
Mit besten Neujahrsgrüßen und guten Wünschen fürs Neue Jahr 2009
DiDi
deckelmouk
27.01.2009, 21:48
Wahrscheinlich hat ein deutscher Tourist (die Rückseite zeigt ein Trierer Denkmal) die vorfrankierte Karte einfach in einen Briefmarken geworfen. Den Luxemburger Postbeamten fiel der Lapsus auf, die Marke wurde zwar vorschriftswidrig entwertet, aber dann umrandet und die Karte mit 5 Centimes Nachporto belegt.
Beste Sammlergrüssse!
Lars
Mal was Schönes aus Württemberg nach Luxemburg.
Vom 24.8.1889 ab Stuttgart an eine bekannte Adresse in Rümelingen.
Freundlichen Gruß an alle Mitstreiter
DiDi
deckelmouk
14.02.2009, 16:34
@didi:
Sehr schönes Stück!
Im Anhang ein neuer Beleg für meine Dienstmarkensammlung. Einen DR-Sammler wird ein Brief in der zweiten Gewichtsstufe in die Niederlande nicht vom Hocker reissen. Für einen Luxemburg-Sammler ist es schon eine kleine Rarität, insbesondere wenn eine Dienstmarke verwendet wurde. Die Allegorie-Serie mit "S.P."-Aufdruck (Service Public) findet man auf Brief nicht besonders oft.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Aus einer Grabbelkiste auf dem Flohmarkt.
Nicht mehr taufrisch, aber doch schon eine etwas seltenere Absender-Adresse.
Ein Brief vom 2. Juni 1911 ab Freetown in Sierra Leone, das seit 1808 britische Kronkolonie war, nach Remich in Luxemburg.
Der Brief wurde mit dem Paqueboot BRUXELLES VILLE der Compagnie Belge Maritim du Congo befördert und erreichte REMICH am 19.6.1911 (AK).
Freundliche Grüße
DiDi
deckelmouk
03.05.2010, 16:24
Aus der Nachporto-Kiste: Die belgische Briefmarke war in Luxemburg nicht gültig, entsprechend wurde die Karte in Luxemburg mit dem T-Stempel gekennzeichnet und in Belgien mit 20 Centimes belastet.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
21.06.2010, 21:34
Igitt - moderne Postgeschichte... Das Label stammt aus einem luxemburgischen Postshop aus einer der grössten luxemburgischen Kaufhausketten "Cactus". Es dürfte heute schon sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich sein, alle Labels des Landes zu bekommen. Viele könnten unerkannt weggeschmissen worden sein, weil Poststellen nur kurze Zeit existierten bzw. Maschinen ausgetauscht wurden.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Diese Karte hatte mir einfach nur gut gefallen.
In Caterham Valley am 28. Aug. 1900 abgestempalt (frankiert mit One Penny), nach Redange Eingangsstempel 29.8.1900.
Vielleicht kann mir jemand was zum Tarif und zum Stempel sagen.
Gruß Helmut
asmodeus
14.08.2010, 10:12
Zum Tarif: Normale 1 Penny Porto für Postkarten in das europäische Ausland.
... vielleicht.
Auf jeden Fall ein Schnäppchen. Der Händler hatte die Karte bei Frankreich eingeordnet und hat einen Euro dafür verlangt;).
Die Karte ist am 12. November 1900 vom Agenten der französischen Post mit Stempel CONSTANTINOPLE GALATA an einen Briefmarkenhändler versand worden und war schon am 15. November in Luxemburg.
Rückseitig ist von einem Angebot an Briefmarken zu lesen.
Heute dauert's oft sehr viel länger.
Schönen Gruß
DiDi
... ist dieser schöne Brief vom August 1901 ab Prag postlagernd nach Luxemburg. Da Prag zur KK-Monarchie gehörte, ist denn auch ein Viererblock der Nr. 72 aufgeklebt.
Der Punkt auf dem i ist denn aber die mit einem Blaustift vermerkte Taxierung T und 10 sowie die rückseitig angebrachte 10 C.-Marke für den Dienst poste restante.Was könnte denn so ein Viererblock auf Brief wert sein?
@Deckelmouk
Sicher weniger als die überteuerte Karte von Gärtner
Schönen Gruß
DiDi
deckelmouk
05.12.2010, 14:57
Auf Flohmärkten findet man oft für kleines Geld postgeschichtlich interessante Stücke. Dieser Anhänger hat sich an einem Postsack aus Deutschland nach Luxemburg befunden. Rückseitig ist er mit einem Bahnpoststempel der Strecke Trier-Koblenz von 1974 gestempelt. Das macht auch Sinn, da Trier direkt in Grenznähe zu Luxemburg liegt.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
14.12.2010, 20:14
Gestern trudelte ein Brief bei mir ein, abgestempelt mit Tagestempel FISCHBACH-CD. Bisher kannte ich den Stempel noch nicht, kann mir bitte einer der Experten etwas dazu sagen? Vielen Dank!
Beste Sammlergrüsse!
Lars
:D@deckelmouk
Das regionale Briefzentrum Fischbach wurde am 18.3.2009 in Betrieb genommen. Bisher sind vier Tagesstempel mit der Ortsbezeichnung 9700 FISCHBACH - CD eingesetzt.
Lesen bildet. Im Mitteilungsblatt Nr. 72, 2/2009 der ArGe BELUX wurde dieses Briefzentrum ausführlich in Wort und Bild beschrieben. Dabei sind alle Stempel abgebildet:p.
Schönen Gruß
DiDi
deckelmouk
15.12.2010, 06:55
@didi:
Vielen Dank für den Hinweis! Ich wusste, dass ich mal etwas über den Stempel gelesen hatte, aber nicht mehr wo.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Leider ist es mir nicht gelungen diese Karte zu bekommen.
Für den ursprünglichen Preis (33 DM) hätte ich die Karte sehr gern übernommen.
Trotzdem möchte ich das Stück hier vorstellen.
Ist jemand unter den Lesern, der behaupten könnte, dass dies nicht eine außergewöhnlich seltene Destination ist?
Schönen Gruß
DiDi
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