Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : USA Stempel-"Forum"
petzlaff
14.07.2008, 18:11
Liebe USA-Freunde, und solche, die es werden wollen.
@Wanderer hat die Idee ins Spiel gebracht, einen separaten Thread über Stempelformen von USA-Marken zu schaffen. Diese Initiative greife ich gern auf.
Zur Einstimmung zwei völlig unterschiedliche Beispiele - es lohnt sich, die eigenen Bestände danach zu durchforsten.
Die schwarze 2c Jackson ("Black Jack") trägt einen San Francisco "Cog Wheel" Fancy - der ist sehr selten und dürfte kaum unter den normalen Tütenbeständen zu finden sein.
Anders verhält es sich mit dem grünen 1c "Bureau"-Franklin. Hier haben wir eine Bahnpost-Entwertung (RMS = Railway Mail Service). RMS findet sich als Killer neben dem Einlieferungs-Orts/Datumsstempel mit Kennzeichnung "R.P.O." = Railroad Post Office neben der Marke auf dem Cuvert. Manche Ausgaben sind mit RPO/RMS selten. Noch seltener sind HPO/RMS oder HPO Belege - "H.P.O." = Highway Post Office = Stationen zur Postabfertigung an einer Bahnstrecke ohne RPO.
Wer in dieser Rubrik mitmachen will sei herzlich willkommen :-)
LG
Stefan
Philator
21.04.2009, 13:56
Guten Tag,
da es schade wäre, wenn dieser schöne Thread in der Versenkung verschwinden würde, stelle ich einmal einen nicht sehr häufigen "Fancy" ein.
Diese Stempel wurden in New York, zur Entwertung der Auslandspost verwendet (1871 - 1877).
Zu den schönen Abschlägen von Stefan habe ich leider nichts gefunden.
LG
Torsten
PS: Dieser Stempel ist auch im Scott unter "POSTAL MARKINGS - New york City Foreign Mail " abgebildet.
petzlaff
21.04.2009, 14:22
@Torsten - danke für's Zeigen.
Zu den zitierten NYFMs (übrigens streng genommen keine Fancies, da in Form, Größe und Erscheinungsbild fast immer amtlich vorgeschrieben und nicht nach Gutdünken einzelner Postmeister hergestellt) ein schöner Link:
http://www.theclassiccancel.com/
Philator
22.04.2009, 12:42
@Torsten - danke für's Zeigen.
Zu den zitierten NYFMs (übrigens streng genommen keine Fancies, da in Form, Größe und Erscheinungsbild fast immer amtlich vorgeschrieben und nicht nach Gutdünken einzelner Postmeister hergestellt) ein schöner Link:
http://www.theclassiccancel.com/
Hallo,
der Stempel ist kein Fancy, da hast Du natürlich Recht, war ein Fehler meinerseits. Der Link ist Klasse und jetzt bei meinen Favoriten - vielen Dank!
LG
Torsten
petzlaff
22.04.2009, 14:46
Wer kann diesen wunderbaren Maschinenstempel zuordnen?
MS sind nicht unbedingt mein Thema, deswegen hoffe ich auf irgendjemand, der diese ungewöhnliche Stempeltype und ihren Verwendungszeitraum identifizieren kann.
Dank für eure Mühe.
Concordia CA
22.04.2009, 15:35
@ petlaff
Dieser Stempel stammt von der Columbia Postal Supply Company of Silver Creek, New York. Der Erfinder war Fred Ielfield. Die Columbia-Stempelmaschinen waren ab November 1900 im Einsatz. Es waren die ersten Hochgeschwindigkeits-Stempelmaschinen. Sie arbeiteten mittels Saugluftstrom und konnten von meheren Postbediensteten gleichzeitig beschickt werden. Das genaue Enddatum der Verwendung liegt mir nicht vor.
Die Columbia-Maschinen wurden noch in einigen weiteren Ländern verwendet. In Großbritannien hatten sie einigen Erfolg, in Deutschland konnten sie sich nicht durchsetzen.
In Anhang ein Exemplar von einer Maschine, die vom 24.04.1906 - 09.01.1907 in Hamburg eingesetzt wurde.
Mit besten Sammlergrüßen
Concordia CA
petzlaff
23.04.2009, 10:29
... @Concordia
Hier noch etwas: wer kann sich einen Reim zu dieser Tax in Centimes-Währung auf einer Postkarte nach Deutschland machen? An Porto war es zweifellos 1c zu wenig - aber wie kommt ein belgischer oder französischer Tax-Stempel ohne Weiterleitungsvermerke auf diese Postkarte?
(ich kann mir schon denken warum, aber eine Aufklärung für die geneigte Leserschaft aus berufenem Mund wäre nicht schlecht :-)
Concordia CA
23.04.2009, 11:44
@ petzlaff
Die Verrechnungseinheit der UPU-Staaten untereinander ist der Gold-Franc, respektive dessen kleinere Einheit Centime. Daher die Währungsbezeichnung im Stempel.
Auf meinem Beleg, der im Jahr 1898 von New Haven, Connetticut nach Gerbstädt in Sachsen gelaufen ist, prangt ein ähnlicher Stempel aus New York, dem Verschiffungshafen für Post Richtung Europa.
Man sollte meinen, dass die Karte mit 2 Cent ausreichend frankiert war, doch es fehlt das Zauberwort "Postcard". Daher wurde die Karte als Brief taxiert und bekam den Stempel für die Nachgebühr.
Der Flaggenstempel, der durch Fehlbedienung gleich zweimal auf der Karte prangt, stammt von der APMC (American Postal Machines Company). Dieser bei Sammlern sehr beliebte Stempeltyp war in seinen unzähligen Varianten von 1894 bis in die 1940er Jahre im Einsatz.
Mit besten Sammlergrüßen
Concordia CA
petzlaff
23.04.2009, 12:26
mit hoffentlich demselben, möglicherweise nur dem gleichen APMC-Stempel aus New Haven, CT kann ich auch dienen:
Philator
02.05.2009, 23:19
Liebe USA-Freunde, und solche, die es werden wollen.
@Wanderer hat die Idee ins Spiel gebracht, einen separaten Thread über Stempelformen von USA-Marken zu schaffen. Diese Initiative greife ich gern auf.
Zur Einstimmung zwei völlig unterschiedliche Beispiele - es lohnt sich, die eigenen Bestände danach zu durchforsten.
Die schwarze 2c Jackson ("Black Jack") trägt einen San Francisco "Cog Wheel" Fancy - der ist sehr selten und dürfte kaum unter den normalen Tütenbeständen zu finden sein.
Anders verhält es sich mit dem grünen 1c "Bureau"-Franklin. Hier haben wir eine Bahnpost-Entwertung (RMS = Railway Mail Service). RMS findet sich als Killer neben dem Einlieferungs-Orts/Datumsstempel mit Kennzeichnung "R.P.O." = Railroad Post Office neben der Marke auf dem Cuvert. Manche Ausgaben sind mit RPO/RMS selten. Noch seltener sind HPO/RMS oder HPO Belege - "H.P.O." = Highway Post Office = Stationen zur Postabfertigung an einer Bahnstrecke ohne RPO.
Wer in dieser Rubrik mitmachen will sei herzlich willkommen :-)
LG
Stefan
Hallo,
seit dem Lesen dieses Beitrages, habe ich durch Zufall in meiner Schrottkiste doch noch einen "Cog Wheel" Fancy gefunden, welchen ich den interessierten USA Sammlern gerne vorstellen möchte.
Liebe Grüße
Torsten
Wanderer
03.05.2009, 06:37
danke fürs zeigen - ist doch mal wieder etwas fürs Auge :)
Philator
03.05.2009, 13:30
danke fürs zeigen - ist doch mal wieder etwas fürs Auge :)
nichts zu danken, ich sehe mir Deine Bilder und Beiträge auch immer sehr gerne an. :)
Die schlechte Qualität der Marke wird nun durch den Stempel wieder wettgemacht. Hätte ich den Thread nicht gelesen, würde die Marke wohl immer noch im Tütchen liegen.
LG
Torsten
Wanderer
03.05.2009, 13:51
fürs Lob ... ich reiche es an Petzlaff weiter, der hat noch mehr auf'm und im Kasten :)
petzlaff
03.05.2009, 16:03
... aber danke für die Blumen.
Zur allgemeinen Ergötzung aus dem "Kasten" ein wunderschöner Killer aus Windham, CT (Connecticut)
Am schönsten finde ich die Anschrift - was mag wohl mit "case of L & O" gemeint sein?
deckelmouk
03.05.2009, 16:20
Hallo Stefan,
"Care of Lee & Osgood", eine klassiche "c/o"-Adressangabe. Entweder arbeite oder wohnte der Empfänger an dieser Adresse.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Concordia CA
03.05.2009, 16:28
jede Marke hat dieser Brief, der aus Cleveland, Ohio nach Berlin lief.
Mit besten Sammlergrüßen
Concordia CA
Philator
05.05.2009, 11:23
Guten Tag,
Eure Briefe sind sehr schön anzusehen - Danke fürs Zeigen! Die Killer sind natürlich auf Brief mit dazugehörigem Ortsstempel leicht zuzuordnen.
Mit Briefen aus der Zeit, gehts mir wie Wanderer, - habe ich leider nichts.
Es geht bei mir erst etwa bei Columbus an.
Anbei möchte ich Euch gerne meinen leider einzigen grünen Killer vorstellen.
Schöne Grüße
Torsten
petzlaff
09.05.2009, 08:28
@Philator
diesen "grünen" würde ich mir an deiner Stelle sehr gut aufheben - ein Superding!
Ich habe einen viel weniger spektakulären Stempel anzubieten, den ich bisher allerdings noch nirgendwo gesehen habe. Hat irgendjemand ein anderes Beispiel oder kann mir einer sagen, wo dieser Typ zu welchem Zweck verwendet wurde? Aufgrund des Randmusters neige ich dazu anzunehmen, dass es sich um eine Entwertung für eine spezielle Zustellungsform handelt, möglicherweise Einschreiben oder Supplementary Mail.
Bin dankbar für jeden Hinweis.
Philator
09.05.2009, 16:38
@Philator
diesen "grünen" würde ich mir an deiner Stelle sehr gut aufheben - ein Superding!
Ich habe einen viel weniger spektakulären Stempel anzubieten, den ich bisher allerdings noch nirgendwo gesehen habe. Hat irgendjemand ein anderes Beispiel oder kann mir einer sagen, wo dieser Typ zu welchem Zweck verwendet wurde? Aufgrund des Randmusters neige ich dazu anzunehmen, dass es sich um eine Entwertung für eine spezielle Zustellungsform handelt, möglicherweise Einschreiben oder Supplementary Mail.
Bin dankbar für jeden Hinweis.
@Pezlaff
der "grüne" hat natürlich schon einen Ehrenplatz.
Deinen Stempel finde durchaus spektakulär, da ich und noch ein Ex-USA Sammelkollege aus meinem Umkreis diesen Abschlag noch nie gesehen hat.
Bei der Suche auf einschlägigen Seiten bin ich auf einen ähnlichen gestoßen.
http://www.theclassiccancel.com/n3776.jpg
Viell. hilft es Dir ein bisschen weiter.
http://www.theclassiccancel.com/classic_cancel_officials_1.htm
(Die 7e von oben)
LG u. schönes Restwochenende
Torsten
petzlaff
09.05.2009, 16:50
Lieber Thorsten,
den aus Cincinnati hatte ich natürlich auch schon im Visier, aber der passt nicht. Ich denke eher an Boston - von dort kommen manchmal die ungewöhnlichsten Kreis-Nummernstempel während der Banknotes Era. Der zitierte aus Cincinnati ist mit Sicherheit ein älteres Semester als meiner.
Dein Franklin ist übrigens eine Platte 4 (Scott #24). Der Aufschlag für das grüne Grid dürfte übrigens bei ca. dem 8-10fachen der normal entwerteten Marke liegen. Noch einmal - Glückwunsch.
Wanderer
09.05.2009, 18:25
und Augenschmaus :) nenne ich das vorgeführte Material. Danke fürs Zeigen.
Holzland-Sammler
09.05.2009, 22:11
Hallo liebe Freunde,
ich habe einmal kurz herein geschaut. Über die bisherigen Beiträge - insbesondere der "grüne" Killer von Philator (sei gegrüßt und auch von mir herzlich willkommen geheißen) - bin ich sehr positiv überrascht. (Wieso eigentlich "überrascht", das Thema "NA" hatte ja schon immer Niveau!).
"Grüne" hatte ich bisher auch noch nicht gesehen, geschweige denn besitze ich ihn.
Irgendwann bin ich aber auch wieder aktiv dabei.
petzlaff
10.05.2009, 08:13
Noch so ein Ding:
negatives (in diesem Fall auf dem Rücken liegendes) "E" im segmentierten Kreis auf einer Scott #146 (NBN ohne Grill) - schon mal gesehen?
Könnte möglicherweise auch ein stilisiertes "Shield" sein, wie es während der Banknotes-Era häufiger vorkam.
Philator
10.05.2009, 14:50
Gute Tag,
vielen Dank für Eure Antworten. Wenn die Marke wirklich eine Platte 4 mit dieser Entwertung ist, wäre es eine kleine Rarität. Die Marke war auf einer Steckkarte mit 10 anderen USA Marken und hat mich 70,00 DM gekostet (also jede 7,00 DM) :) (Zu meiner Schande muß ich gestehen, das diese Marke immer bei Pl. 5 eingeordnet war, danke für die Bestimmung)
@ Pezlaff: Deine zwei Stempel sind ganz schön harte Nüsse, trotzdem werde ich weiter suchen. Der erste gezeigte könnte auch ein "Postage Due" Abschlag sein, bei welchem sich das "Due" außerhalb des Kreises befindet. Durch die Machart schließe ich eine Fremdentwertung fast gänzlich aus.
Ich glaube das jeder USA Sammler ein Paar dieser Fragezeichen in seiner Sammlung hat (mich mit eingeschlossen).
LG
Torsten
petzlaff
10.05.2009, 15:35
@Philator.
ich habe nochmal genau nachgeschaut - du hast recht, ist wohl doch eine Platte 5.
Sorry
Hier ein Vergleich (linkks Platte 4, rechts 5) - am besten zu erkennen am rechten Rand durch die abgeschnittenen Rocaillen rechts oben und unten.
(ex Siegel)
Philator
11.05.2009, 10:32
@Philator.
ich habe nochmal genau nachgeschaut - du hast recht, ist wohl doch eine Platte 5.
Sorry
Hier ein Vergleich (linkks Platte 4, rechts 5) - am besten zu erkennen am rechten Rand durch die abgeschnittenen Rocaillen rechts oben und unten.
(ex Siegel)
@Petzlaff,
kein Problem, sie behält trotzdem Ihren Ehrenplatz. Danke für die Vergleichsbilder, nach diesen ist meine sicher eine Pl. 5.
Zu Deiner zweiten Marke habe ich evtl. etwas gefunden.
http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=370091614878&ru=http%3A%2F%2Fsearch.ebay.com%3A80%2Fsearch%2Fse arch.dll%3Ffrom%3DR40%26_trksid%3Dp3907.m37.l1313% 26satitle%3D370091614878%26category0%3D%26fvi%3D1
Bei der Rechten ist fast die gleiche Abstempelung zu erkennen. Der Anbieter ordnet sie den "shields" zu.
Auf dieser Händlerseite habe ich übrigens schon einige meiner "Fancys" identifizieren können. (Bin nicht verschwägert o. verwandt mit ihm)
LG
Philator
petzlaff
16.05.2009, 08:24
@philator
danke - könnte passen. Ich hatte ja die Möglichkeit "shield" auch schon in Betracht gezogen.
Aber hier habe ich noch einen interessanten Hochoval-Duplex, der anstelle der üblichen Ziffer eine Wertangabe "1C" im Killerteil zeigt (US-Militärverwaltung auf Cuba, Mi #1A). Kennt jemand Sinn und Zweck dieser Entwertung? - mir ist die bisher noch nicht über den Weg gelaufen, weder in USA selbst, noch in den abhängigen Gebieten.
Eventuell die Dokumentation einer Zusatzgebühr, die nicht in Form von Marken aufgeklebt war?
willem tel
16.05.2009, 09:12
ich denk das kan sein weil guantánamo bay war gegrundet in 1898
also haben sie im ersten instan die marken vom cuba gebraugt !!!!!
gratuliere Petzlaff
petzlaff
16.05.2009, 09:34
Hallo Willem,
DANKE.
Mir geht es um den Stempel, nicht um die Marke.
Die 1c Marke ist die Nr.1 der Republik Cuba, die noch unter amerikanischer Militärverwaltung ausgegeben wurde. Mit Guantanamo hat das direkt nichts zu tun. Kuba wurde erst am 20.Mai 1902 selbständig.
willem tel
16.05.2009, 09:47
De basis Guantánamo Bay werd gevestigd in 1898, toen de V.S. aan het eind van de Spaans-Amerikaanse Oorlog Cuba op Spanje veroverden door de invasie van Guantánamo Bay. De regering van de V.S. pacht het gebied sindsdien van Cuba.
diesen ist vom Wikipedia
es sagt das die amerikan seit 1898 das gebiet mieten vom Cuba
ich habe nog was gefunden ein marke von 1c bekomt ein stempel von 1c von 2 cent bkomt ein vom 2 cent aber bei einen vom 20 cent ?
ich kan das night good sehn wie das funktioniert habe sie vielicht ein vorbild ?
petzlaff
16.05.2009, 09:52
Nr2 und Nr3 sind normale Duplexkiller (einfache Ziffer im Kreis),
Nr1 (die oberste) ist interessant - da haben wir im Kreis die Wertangabe "2C".
Die Marke ist eine Michel #2, ebenfalls Cuba unter US Militärverwaltung (erkennbar an den Blättern links und rechts neben der "2").
Das ist wie bei meiner 1c Marke. Beide sind von 1899.
Die USA-Ausgabe für Cuba hat übrigens das Wasserzeichen "USC" = United States / Cuba.
Die späteren Ausgaben der unabhängigne Republik Cuba haben kein Wasserzeichen.
Die blaue Marke hat mit USA gar nichts mehr zu tun, ausser dass mit einem alten amerikanischen Stempel entwertet wurde.
Das ist normal.
petzlaff
21.05.2009, 19:00
MPP = Mailer's Postmark Permit
Eine spezielle Art der Vorausentwertung, die es dem Absender erlaubt, Postsendungen vor ser Aufgabe im Postamt selbst abzustempeln.
MPP bildet ein eigenständiges Sammelgebiet, für das in USA sogar eine eigene Arbeitsgemeinschaft gibt. Sehr beliebt sind niedrige "Permit-Nummern" im gezeigten Beispiel die No. 003, die an eine bekannte Briefmarkenhandlung vergeben wurde. Absolute Raritäten sind frühe MPP-Stempel der amerikanischen Pfadfinderorganisation mit der Permit-Nummer 001.
Ursprünglich durften nur Ganzsachen mit (wie hier gezeigt) Wertstempel für reduzierte Tarife gemäß MPP entwertet werden. Inzwischen sind MPPs auch auf normalen Wertzeichen gestattet. Entsprechende Stempel müssen nach genau definierte Normen gestaltet sein, sind aber im freien Handel erhältlich.
Der Stempel muß den Aufgabeort, das Aufgabedatum, den ZIP-Code (Postleitzahl) sowie den Hinweis auf MPP und die Permit-Nummer enthalten.
Gesucht sind neben den Permits mit niedriger Nummer auch Stempel mit Bildzusatz.
Hier noch ein spannender offizieller Link zum Thema MPP: http://pe.usps.com/cpim/ftp/manuals/qsg300/Q604b.pdf
Es lohnt sich, die eigene USA-Korrespondenz nach MPPs zu durchsuchen - aus meiner Sicht ein wirklicher kaum bekannter Überflieger unter den vielfältigen US-Teilsammelgebieten.
Wanderer
22.05.2009, 03:14
@ Petzlaff - für die Information & das sieht gut aus und ich habe das bisher nicht beachtet. Leider sind bei mir die abgelösten Marken in der Überzahl und kann mangels Belegen wenig Stempelkundliches beisteuern - finde den Hinweis und Link von Dir aber super - da liest man/frau sonst schnell drüber weg!
petzlaff
22.05.2009, 08:20
MPPs gigt es übrigens seit 1930 (bis 09.1978 nur auf Ganzsachen, ab 1978 auch auf anderen Postsendungen inkl. Paketen).
Hier noch ein weiteres Beispiel:
petzlaff
22.05.2009, 17:56
Hier ein Antragsformular für ein MPP.
Interessant sind die detailliert beschriebenen einzuhaltenden Normen, wobei das Formular auch schon etwas älter ist und inzwischen wie vorher gezeigt auch andere Stempelformen akzeptiert werden:
Philator
22.05.2009, 22:21
Hallo Petzlaff,
auch ich bedanke mich recht herzlich für die Info. Nach langem Stöbern konnte ich leider keinen MPP Stempel in meinen Beständen finden.
Trotz Mißerfolg, weiß ich nun worauf ich achten muß.
Grüße vom Augenoffenhaltenden
Philator
petzlaff
23.05.2009, 13:10
... ein ergötzliches Brieflein frisch aus dem Postkasten:
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