Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neuheitenabonnements und Gefälligkeitsentwertungen
aratagar6
30.03.2004, 21:39
Hallo,
die folgende Frage beschäftigt mich zur Zeit:
Im Rahmen von Neuheitenabonnements gestempelter Briefmarken werden ja meist (?) deutlich erkennbar gefälligkeitsentwertete (z. B. mit speziellem Ersttagsstempel) Marken geliefert. Inwieweit schmälert das nun den Wert einer derartig angelegten bzw. aktuell gehaltenen Sammlung? Nicht nur in finanzieller Hinsicht, auch bezogen auf das "Ansehen" unter anderen Sammlern?
Ist ganz generell von solchen Abonnements abzuraten?
Und ganz unabhängig davon: ist es nicht so, daß größere Blockausgaben oder gar Kleinbögen nur äußerst selten wirklich bedarfsentwertet werden? Wie soll man hier als Sammler gestempelter Marken verfahren?
Um Meinungen und Ratschläge erfahrerener Sammler wird gebeten :)
"Gestempelt-Abonnent" hat eine ähnliche Bedeutung wie "Warmduscher". ;)
Also das Ansehen unter Philatelisten tendiert gegen Null.
Ansonsten hast du natürlich Recht mit der Häufigkeit von Bedarfsstempeln. Aber ein Gefälligkeitsstempel vom örtlichen Postamt ist viiiiel besser als einer aus Berlin 12 oder Weiden, will heißen eigentlich mit einem Bedarfsstempel gleich zu setzen.
CU
Kjell
aratagar6
30.03.2004, 22:57
Hallo,
> Aber ein Gefälligkeitsstempel vom örtlichen Postamt ist viiiiel besser als einer aus Berlin 12 oder Weiden, will
> heißen eigentlich mit einem Bedarfsstempel gleich zu setzen
Das wäre eine gute Lösung, nur: eine kroatische Marke/Block/Bogen mit Stempel vom hiesigen Postamt wäre wohl noch schlimmer als ein Gestempelt-Abo ;)
SaschJohn
31.03.2004, 07:41
Achso Kroatien. Ich hab das mit meinen Bund Marken so gemacht. Postfrisch Abo und dann gegen Bedarfgestempelte ausgetauscht. (so kann man die postfrischen als Frankatur benutzen) Meine Blöcke sind postfrisch und es gibt immer mal wieder Bedarfspost mit Blöcken. Hmm hast du in Kroatien Bekannte oder Freunde? Vielleicht können die für dich die Blöcke Stempeln und an Dich schicken. Auf alle Fälle mag ich Versandstellen Stempel auch nicht sieht dann alles so gleich aus=langweilig!
california
31.03.2004, 08:18
Hallo!
Ich finde gelaufene gestempelte viel interessanter als postfrische.
aratagar6
31.03.2004, 11:35
Hallo,
> Auf alle Fälle mag ich Versandstellen Stempel auch nicht sieht dann alles so gleich aus=langweilig!
Also gleich sieht es nicht unbedingt aus; schließlich handelt es sich um einen Ersttagsstempel mit immer anderem Motiv ;)
Aber vielleicht wäre es ehrlicher und philatelistisch gesehen korrekter, wenn man bspw. einen Kleinbogen oder etwas anderes, das nun mal kaum oder nicht zur Frankatur von Bedarfspost verwendet wird, auch ungestempelt in eine ansonsten gestempelte Sammlung aufnimmt.
Andererseits eignen sich Briefmarken alleine ja nur bedingt zur Dokumentation des Postverkehrs. Ich denke, daß man hier mit einer kleineren oder größeren Auswahl echt gelaufener Briefe (Portostufen, "Zusatzleistungen" usw.) in der Sammlung mehr erreicht. Wie sehen das andere?
SaschJohn
31.03.2004, 11:50
Belege sind das Salz in der Suppe einer Sammlung. Mit den postfrischen Stücken in deiner gestempelten Sammlung kannst du auch ein bischen Postgeschichte dokumentieren...nämlich welche Marken nur sehr selten im normalen Postverkehr gebraucht wurden
aratagar6
31.03.2004, 13:11
Hallo,
> nämlich welche Marken nur sehr selten im normalen Postverkehr gebraucht wurden
Genau. Und der eigentliche postalische Sinn und Zweck eines Kleinbogens ist ja wohl der, die Marken herauszutrennen und zur Frankatur zu verwenden. Also ist eigentlich nur ein postfrischer Kleinbogen wirklich zur Dokumentation geeignet.
Wenn man es auf die Spitze treiben will kann man vielleicht auch so argumentieren: wäre ein Block als solcher zum Freimachen von Sendungen gedacht, dann wäre die eigentliche Briefmarke ja nicht durch eine Perforation leicht herauszutrennen, ja dazu bestände überhaupt keine Notwendigkeit. In diesem Sinne wären dann nur die Einzelmarken aus Blocks gestempelt sammelwürdig, der Block jedoch nur postfrisch.
Nur eine Überlegung, nicht meine Meinung. :)
ATM-Fuzzi
31.03.2004, 13:15
Ersttagsstempel und Versandstellenstempel sind zwei Paar Schuhe!
Der Ersttagsstempel wird anläßlich der Herausgabe einer Briefmarke 4 (?) Wochen lang immer mit dem Datum des Ersttags einer Briefmarke bei den Versandstellen abgeschlagen. Das dargestellte Motiv bezieht sich regelmäßig auf die Marke. Der ESST, also richtiger "Ersttagssonderstempel", ist auch größer als.... und er darf nur auf der passenden Briefmarke abgeschlagen werden.
Der Versandstellenstempel ist der Tagesstempel , ein Hand (faust) stempel, der Versandstellen, der eigentlich immer taggenau abgeschlagen werden soll. Heute gibt es nur noch den VS-Stempel in Bonn und Berlin. Früher gab es ihn noch aus Frankfurt, Weiden und ???.
Gibst Du eine ESST -Stempelung einer Marke auf zuadressiertem Brief bei der VS in Auftrag, und läßt Dir den Beleg als echtgelaufen über den normalen Postweg wieder zuschicken, solltest Du einmal eine weitere BM (natürlich nur bis zur Portorichtigkeit) dazu kleben. Der Beleg erhält zwei verschiedene Stempel: 1. den ESST und 2. den VS-Stempel. Ein solcher Beleg hat was!
Gruß Ralf Ahlers :) :) :)
Hallo zusammen, einen wunderschönen Guten Tag,
vielleicht kann ich aus meiner Sicht die Dinge ein wenig "beleuchten"..
Zunächst einmal bedeutet "gestempelt", dass eine authoristierte Stelle, in der Regel die Deutsche Post, dieses "Wertzeichen" mittels Hand- oder Maschinenstempel "entwertet" (unbefugte Falschstempelung ausgenommen!).
Um zu diesem "gestempelt" Ergebnis zu kommen gibt es seitens der Sammler unterschiedliche Möglichkeiten:
Persönliche Vorlage der Marken in der Postfiliale
Beförderung von Poststücken durch die Deutsche Post zum Zwecke der "Entwertung"
Inanspruchnahme des "Sammlerservices"
Tausch oder Kauf
Entnahme aus persönlichem Posteingang usw...
Zu einer Zeit, als ich mich noch mit Neuheiten der Bundesrepublik beschäftigte ,bin ich so vorgegangen:
Zuschlagsmarken habe ich prinzipiell am Postschalter am Erstausgabetag gekauft und (Voll)stempeln lassen.
"Normale" Sondermarken und Dauermarken habe ich der Tagespost entnommen, sofern dies möglich war.
Erfahrungsgemäss bekommt man kaum Zuschlagsmarken in sammelwürdiger Qualität aus dem Postverkehr. Seit einigen Jahren ist es auch schwierig unbeschädigte "normale" Sondermarken auch aus Kiloware zu erhalten . Da bleibt letzlich nur der Weg über Tausch oder Kauf auf Börsen, wenn die Qualität stimmen soll.
Die Deutsche Post bietet da einen entsprechenden Service. So kann man seit jeher alle Neuerscheinungen mit Tages- oder Ersttagsstempel erhalten. Diese Stempel halte ich auf Grund der von der Post geübten Praxis, diese auch zu Massen-Werbe-Sendungen zu "missbrauchen" für minderwertig.
Tagesstempel vom Ersttag jeglicher Postfilialen werden auf Neuerscheinungen nach meiner Erfahrung durchaus gesucht und sind im Bezug auf Qualität vollwertig und den "echt" gelaufenen Marken gleichzusetzen.
Schliesslich muss jeder selbst entscheiden, welche Variante er bevorzugt, wobei unter dem Aspekt einer Wiederverkäuflichkeit Neuheiten in der Regel ohnehin nicht sonderlich dazu geeignet sind.
Freundliche Grüsse
Karl
aratagar6
31.03.2004, 19:08
Hallo,
da mein Sammelgebiet Kroatien ist und ich leider keinen Kontakt in dem Land habe werde ich wohl mein Glück mit Kiloware (wobei es schon Glück ist, solche aus Kroatien zu finden) bzw. dem Einzelkauf versuchen müssen. Wobei der Versandhandel dann eher wegfällt, denn sicher kann ich da auch nicht sein, was für ein Stempel letztendlich auf der Marke ist.
Ich bin ja noch jung und habe somit noch viel Zeit... ;)
crantsch
31.03.2004, 20:08
da mein Sammelgebiet Kroatien ist und ich leider keinen Kontakt in dem Land habe
Na - wenn du doch im Internet rumsurfst und leidlich englisch sprichst, solltest du sicher ein kroatisches Forum finden, wo du Tauschpartner oder Kontakte finden kannst?! Oder such doch nach Schulen - da findet sich doch immer einer der gerne Brieffreundschaften sucht - also Initiative ergreifen!
apholzer
31.03.2004, 22:01
Hallo aratagar6
Wenn Du auf Dauer wirklich kroatische Briefmarken sammeln willst, solltest Du Kontakte in dieses Land suchen. Wenn Du die Sammlerei ernsthaft betreiben willst, solltest Du Dich auch daran machen, die kroatische Sprache zu erlernen.
Gruss
apholzer (habe wegen den Briefmarken italienisch gelernt).
aratagar6
31.03.2004, 22:37
Hallo,
solltest Du Dich auch daran machen, die kroatische Sprache zu erlernen
Ob Du es jetzt glaubst oder nicht, ein entsprechendes Buch steht bereits im Bücherregal :)
Allerdings wird es da noch eine Weile stehen bleiben - im Moment bin ich mehr mit dem Erlernen von Sprachen beschäftigt, deren Sprecher garantiert noch keine Briefmarken benutzt haben. ;)
Original geschrieben von aratagar6
... im Moment bin ich mehr mit dem Erlernen von Sprachen beschäftigt, deren Sprecher garantiert noch keine Briefmarken benutzt haben. ;)
Mein Beileid! :cool:
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