Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : USA: wer kann ...
petzlaff
13.06.2008, 17:40
... mir etwas zu diesem New Yorker (?) "D"-Auslandsstempel erzählen?
Dieser Stempeltyp ist mir bisher noch nie untergekommen.
Meint Folgendes: Der Killer ist ok, aber das große D auf dem Orts/Tagesstempel ist mir nicht geläufig. Um überflüssige Diskussionen von vornherein abzuwenden: jaaaaa - Tages- und Killerstempel gehören zu einem gemeinsamen Klischee und die Stempelqualität lässt sicherlich zu wünschen übrig, und die Marken sind auch nichts "wert".
Danke für das erhoffte Feedback.
LG
Stefan
Concordia CA
13.06.2008, 21:00
@ petzlaff
Interessanter Stempel, von dem ich annahm, ihn in dieser Form auch noch nicht gesehen zu haben. Nach Durchsicht meiner USA-Belege habe ich jedoch einen ähnlichen Stempel gefunden. Er ist ebenfalls aus New York, aus dem Jahr 1891 und trägt den den Buchstaben "P".
Ich vermute fast, es sind Kennbuchstaben für bestimmte Postämter.
Mit besten Sammlergrüßen
Concordia CA
petzlaff
14.06.2008, 06:52
@concordia
mein erster Gedanke war "D" für "delivered", also am Postschalter abgegeben, ähnlich wie bei den späteren Wellenstempel Insets. Aber dein "P"-Beispiel spricht wohl dagegen. Oder steht das "P" möglicherweise für "paid".
Hier ist noch einer mit "C" - üblicherweiser steht das später für "collected".
Aber was bedeutet das "H" auf dem nächsten Beleg ?
Ich glaube fast @concordia hat recht mit seiner Annahme. Trotzdem würde mich interessieren, was es mit den Buchstaben genau auf sich hat. Normal waren Killer mit Ziffern, die auch auf dem Tagesstempel identisch (allerdings kleiner als die Buchstaben) zu finden sind.
Stefan
deckelmouk
14.06.2008, 10:34
Hallo Stefan,
wie @concordia es schon sagt, sind das m.W. New Yorker Stationsbezeichnungen. Nicht mehr, nicht weniger. Boston hatte auch eine Menge an Buchstaben- und Zahlenkillern, die wiederum nichts mit den Postämtern zu tun hatten.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Concordia CA
14.06.2008, 20:51
Hallo Stefan,
nachdem Du hier eine Denksportaufgabe gestellt hast, habe ich bei meinem Besuch auf einer Briefmarkenbörse in Oberhausen auch Ausschau nach diesen ominösen Stempeln gehalten.
Da unten zu sehende Exemplar war meine einzige Ausbeute in dieser Richtung. Es bringt eine neue Variante ins Spiel. Im Jahr 1894 hat man bereits mit 2 Kennbuchstaben gearbeitet. Hier "P.O", wobei das O auch eine 0 sein könnte. Das spräche für die Theorie der Postamtsbezeichnung.
Mit besten Sammlergrüßen
Concordia CA.
petzlaff
15.06.2008, 07:37
@concordia
schöne Karte, die den Beweis erbringt: auf dem Brooklyner Ankunftstempel ist eindeutig zu erkennen: STA. G REC'D (für received). Denselben Buchstaben "G" habe ich in der gleichen Form auch auf Ausgangsstempeln Brooklyn gefunden.
Interessant ist der Zeitpunkt der Entwertung: 12 PM, also Mitternacht. Bis nach Brooklyn hat es dann noch einmal 16 Stunden benötigt.
"P.O" steht übrigens einfach nur für POST OFFICE - P.O-Killer sind relativ häufig und wurden offenbar nur von zentralen Hauptpostämtern benutzt (das könnte die Zeitangabe erklären). Seltener sind da schon die "R.P.O" (Railway Post Office) oder RMS-Killer (Railroad Mail Service - nur als Inlet des Killers), kleine Raritäten die "H.P.O"-Stempel (Hihgway Post Office des RMS - HPOs dienten als Streckenpostämter für Eisenbahnverbindungen, die keine fahrenden RPOs unterhielten).
Anbei noch ein relativ ungewühnlicher New York Flaggenstempel mit großem schlanken "P" in der Tageskrone.
Schönen Sonntag
Stefan
petzlaff
15.06.2008, 09:21
Hier noch ein schönes Beispiel für einen BROOKLYN B Stempel, wobei das B in der gleichen Schrifttype ausgeführt ist, wie das G auf @concordias Beleg.
Stefan
Concordia CA
15.06.2008, 11:29
@ petzlaff
Wenn das Rätsel geklärt ist und du einen schönen New Yorker Flaggenstempel gezeigt hast, konnte ich nicht umhin, ein Vergleichsstück zu suchen.
Mein Beispiel aus dem Jahr 1897 hat den Buchstaben P in der Schrifttype Antiqua (mit Serifen). Der Datumsstempel weist nur die Jahreszahl auf. Datum und Uhrzeit fehlen, wie es bei Third Class Mail üblich war. Der Ankunftstempel von Flensburg auf der Rückseite ist vom 24.3.97 3-4V.
Beide Flaggenstempel sind übrigens Maschinenstempel vom Typ American. Aber das ist wieder ein völlig anders Thema.
Mit besten Sammlergrüßen
Concordi CA
petzlaff
15.06.2008, 11:55
Klasse Beleg,
ist eigentlich irgendwo online nachzulesen, wo überall die "American"-Flaggenstempel im Einsatz waren?
Ich besitze Belege hauptsächlich aus den Staaten New York, Maine, Massachusetts und Virginia.
LG
Stefan
Dieses Positing hatte ich vor einiger Zeit (http://www.bdph.de/forum/showpost.php?p=53662&postcount=1) schon mal hier eingestellt, da aber dam Thema USA gerade in ist..., hier nochmal:
Der gezeigte Brief aus dem Jahr 1926 von San Antonio, Texas in den Irak trägt 2 mir unbekannte Handstempel. Die beiden Handstempel sind recht schlecht abgeschlagen, daher hier der Text:
Auf der Vorderseite des Briefes:
Dispatched By Ordinary Route / Fee Not Fully Paid / Baghdad – Haifa Motor Route / P.O. New York, USA”
Auf der Rückseite des Briefes:
This letter insufficiently prepaid for the route indicated on the envelope / Haifa – Baghdad Motor Route / Cairo – Baghdad Air… / … be prepaid 6 cents per ounce in addition to the regular foreign postage. (Post Office, New York, USA).
Gibt es einen Platz wo man die Amerikanischen Postverordnungen solche Gebühren betreffend nachlesen kann? (Vorzugsweise online) Nachtrag: Auf der Internet Seite des Auxiliary Markings Club (www.postal-markings.org) ist der Handstempel nicht aufgeführt. Mit den Leuten dort war ich aber schon in Verbindung.
Gibt es einen Katalog welcher diese Handstempel aufführt?
Concordia CA
15.06.2008, 13:34
...ist eigentlich irgendwo online nachzulesen, wo überall die "American"-Flaggenstempel im Einsatz waren?...
Mir ist keine Stelle bekannt. Das Literatur-Standardwerk für amerikanische Flaggenstempel ist wohl:
Frederick Langford, Standard Flag Cancel Encyclopedia, 3. Edition 1976
Ich selbst besitze es nicht und kann auch über die Verfügbarkeit nichts sagen.
Mit besten Sammlergrüßen
Concordia CA
petzlaff
15.06.2008, 13:44
@concordia
was ich bisher herausgefunden habe: die "P"-Station dürfte eine der beiden heute noch existierenden Battery/S Manhattan Post Stations gewesen sein. Diese liegen beide in unmittelbarer Nachbarschaft der "90 Broad St", welche auf der einen gezeigten Absender Firmenadresse gleich nebenan zu finden sind.
@22028
Mir ist auch nur das 6 Cent Porto bekannt. Literaturhinweise kenne ich ausser deinen eigenen ( :-) ) keine - ist auch nicht mein Gebiet. Aber vielleicht findet sich ja jemand, der mehr weiss - die Wahrscheinlichkeit steigt, seitdem im BDPH-Forum USA nicht mehr so stiefmütterlich behandelt wird wie früher.
USA boomt Gott sei Dank immer noch ungebrochen (im Gegensatz zu anderen Sammelgebieten). Da muss doch irgendetwas dran sein.
LG
Stefan
claus wentz
15.06.2008, 18:19
... hier zwei Auktionsergebnisse vom Mai:
MiNr. 125 x unzentriert und mit Zahnfehler = 420 € + Aufgeld etc.
MiNr. 125 o (kräftiger Killerstempel) und Zahnfehler = 185 € + Aufgeld.
Schönen Abend noch
Claus Wentz
Powered by vBulletin™ Version 4.1.1 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.