Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zu 29.2.1840
Habe heute nachstehendes Stück erhalten, Coburg nach Frankenberg.
Abgestempelt mit einem zweizeiligen roten Stempel "COBURG . 29 FEB 18 " (im Brief steht "29. Febr. 1840".
Kann mir jemand nähere Auskunft darüber geben. Was bedeuten die handschriftliche rote 2 und die blaue 6 auf dem Brief. Wieso lief der Brief über Nürnberg und Post "Sachsenheim" (vielleicht kann das jemand entziffern), wenn doch Frankenberg meiner Kenntnis nach in Hessen liegt? Danke im voraus!
Frankenberg gibts auch in Sachsen.
Gruß Klaus
nur wieso läuft dann der Brief über Nürnberg ??
Sachsen liegt vom Absender aus gesehen im Nordosten und Nürnberg ca. 100 km (heute) damals ggf. 200 km (wegen fehlender Autobahn ;) ) im Süden. :rolleyes:
bayern klassisch
07.04.2008, 12:35
Hallo Cophila,
dein Brief lief von Coburg (Thurn und Taxis) über den Paketschluss Nürnberg, wo für die Strecke von Coburg bis zur bayer. Grenze 2 Kreuzer in Auslage genommen wurden (die bekam Taxis von Bayern später überwiesen).
Ab der bayer. Grenze bis Possenheim, der letzten Poststation, kostete es weitere 6 Kr., so dass der Empfänger in Frankenberg total 8 Kr. für diesen Portobrief zu zahlen hatte.
Beste Grüsse von bayern klassisch
@bayernklassisch! Wußte du würdest mich gut beraten! Freundliche Grüße!
Vielleicht kann Herr Peter Feuser, der sich auch hier mitunter umhersieht, noch was dazu bemerken. Übrigens in meinem Verein ist ein gewisser Herr Oppel, der spricht immer ausgezeichnet von ihm. Und er kennt ihn auch persönlich.
wende ich nochmals an dich, nachdem du öfters hier bist.
Der Brief ging von Coburg (Thurn & Taxis) an die bayerische Grenze in Gleussen. Von dort über die Poststationen per Postkutsche nach Nürnberg. Du schreibst, dort war ein "Paketschluss". Dann wurde der Brief umverteilt und ging weiter über "Possenheim". Dieser Ort war bayerische Grenzstation bis 1806 (m. K. nach). Danach ging das Bistum Würzburg an das Königreich Bayern. Also müsste 1840 Aschaffenburg oder Dettingen die letzte bayerische Grenzpoststation gewesen sein.
Es könnte dann gewesen sein, das der Brief nach Frankfurt (Thurn & Taxis - Gebiet) lief und rauf nach Frankenberg im Kurfürstentum Hessen (ebenfalls Thurn & Taxis).
Die nachstehende Postroutenkarte stammt aus dem Jahr 1829 (Nachdruck).
johelbig
08.04.2008, 06:47
wen ich mich nicht irre, handelt es sich bei Frankenberg um den Familiensitz der Pöllnitz in der Nähe von Possenheim, also nicht in Hessen.
Damit ist dann wohl alles klar.
Gruss H.
danke. Das stimmt, vgl.:
http://www.schloss-frankenberg.de
Googelt man weiter, findet man mehr, auch die von Pöllnitz.
Possenheim und nicht: Post "Sachsenheim"! Es ist halt in Frakturschrift geschrieben, da gibt es ein langes-s und ein Schluß-s. . .
Gruß Hesse
Wenn dem so sein sollte, dann müsste auf der Rückseite des Briefes der Grenzübergangsstempel von Dettingen abgeschlagen sein. Dieser Stempel ist extrem selten.
Schon möglich. Nur der Brief lief nicht über Dettingen.
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