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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Grosstauschtag in Lübeck



Bernd HL
02.03.2008, 12:33
Am Sonntag, 9.3.2008 von 9 bis 16 Uhr, findet der Grosstauschtag in Lübeck-Blankensee statt. Genaue Anschrift: Am Flugplatz 4, Ausbildungspark Blankensee, Haus 26. Da ist immer etwas los, kommt vorbei!:)

atp50
03.03.2008, 13:31
wieviel Prozent der Anwesenden auf "Tauschtagen" tauschen eigentlich noch dort Briefmarke gegen Briefmarke?

mur
03.03.2008, 14:14
Wahrscheinlich mehr, als Briefmarkenhändler, die ihre Kunden korrekt über die Gefahren von PVC-Folien aufgeklären... :D

deckelmouk
03.03.2008, 14:35
@mur:

Dein Posting als Antwort auf Torstens Beitrag entbehrt nicht einer gewissen Ironie...

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Bernd HL
03.03.2008, 15:52
@ atp50

Da gibt es hier doch noch so einige von:D Zwar vielleicht nicht Marke gegen Marke aber Michelwert gegen Michelwert. Bislang habe ich auf den Lübeck-Tauschtagen immer gut tauschen können. Und wenn einer meint, mir gegenüber die Hand aufzuhalten und bares verlangt, lasse ich ihn mit seinen Marken sitzen und gehe. Kürzlich habe ich 2 Tauschtage besucht, da wurde fast nur getauscht und die wenigen anwesenden Händler sassen mit langen Gesichtern da.

andreas-machner
04.03.2008, 18:31
@atp50: Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt. Großtauschtag> NUR HÄNDLER; OK, war vielleicht ein Ausnahmefall, jedoch gäbe es ja auch die Bezeichnung "Börse", dann gäbe es keine Mißverständnisse.

Ich habe mal einen Thread hierüber eröffnet, jedoch gab es kaum Interesse.
http://www.bdph.de/forum/showthread.php?t=5657

Ich persönlich veranstalte eine Sammlerbörse, getrennt von unserem Tauschtag, wurde jedoch vom BDPh als Tauschtag deklariert. Hä? So denn, Anfragen für Tauschtische sind vorprogrammiert, ich vergebe auch gerne welche, doch wenn dann nur ganz wenige wirklich tauschen wollen, gibt´s auch hier lange Gesichter. Schade eigentlich.

Gruß,

Andreas

saeckingen
04.03.2008, 19:10
Meiner Meinung nach kann das Tauschen bei spezialisierten Sammlern fast nie funktionieren. Wer Stücke hat, die mich interessieren kann von mir in der Regel nichts brauchen und wer meine Doppelten brauchen kann, hat nichts für mich.

Daher tausche ich dann ganz einfach mit dem elementaren Tauschmittel: Geld!

Bernd HL
05.03.2008, 08:05
@ saeckingen

Tausche doch um die Ecke. Mich hat z. B. ein Schwedischer Sammler nach Bund gestempelt ab 1980 gefragt. Das Zeug liegt wie Blei im Buch und ich habe ihn reichlich bedient. Er hat mir dafür Schweden-Markenheftchen ** geschickt, die ich selber zwar nicht sammle. Diese habe ich aber kurze Zeit später auf einem Tauschtag an einen Sammlerfreund gegeben, der solche Stücke und deren Zusammendrucke sucht. Selber erhalten habe ich von ihm Zusammendrucke Posthorn und Heuss, also: Wo ist das Problem? Mittlerweile nehme ich alles Mögliche von Europa (Blöcke, ZDR, Heftchen...) im Tausch, irgendwer sucht immer irgendwas, und seien es Motive.

saeckingen
05.03.2008, 10:19
@Bernd HL

Warum so umständlich?


Geld – von ahd. gelt (= Zahlung, Vergütung) – ist ein Zwischentauschmittel, welches sich von anderen Tauschmitteln dadurch unterscheidet, dass es nicht unmittelbar den Bedarf eines Tauschpartners befriedigt, sondern aufgrund allgemeiner Anerkennung zum weiteren Tausch eingesetzt werden kann. Quelle: Wikipedia

PS: Ich habe noch keinen Tauschpartner erlebt, der mein Zwischentauschmittel nicht gerne angenommen hat. :D

Kontrollratjunkie
05.03.2008, 12:17
PS: Ich habe noch keinen Tauschpartner erlebt, der mein Zwischentauschmittel nicht gerne angenommen hat. :D

Alles richtig, das Problem ist nur, nicht jeder verfügt über viel Zwischentauschmittel. Wenn meinTauschpartner so etwas nicht hat, oder nicht einsetzen will stehe ich dumm da.
Weiteres Problem: Beim Einsatz dieser Lösung gehe ich immer als derjenige vom Platz, der vom Einsatz des Zwischentauschmittels leider zuviel Gebrauch gemacht hat......:o

Gruß vom mit Leidenschaft auch um sechs Ecken tauschenden Kontrollratjunkie

Bernd HL
05.03.2008, 12:36
...und man beachte den Begriff "Tauschtag". Da werden Marken getauscht, nicht gekauft:p Kaufen kann jeder. Tauschen ist schöner:)

saeckingen
05.03.2008, 12:40
@Kontrollratjunkie

Ich meine das übrigens durchaus auch ernst. Während meines Studiums habe ich streng Buch geführt über meine philatelistischen Transaktionen und die Ausgaben mussten immer im Rahmen der Einnahmen bleiben. Da war dieses Geld tatsächlich ein reines Tauschmittel für mich, dass ich getrennt von meinem sonstigen Geld zum Leben geführt habe.

Kontrollratjunkie
05.03.2008, 13:06
@ saeckingen

Mein Statement war ebenfalls keine Ironie ! Auch ich versuche noch heute die Ausgaben für Marken nicht in Uferlose gleiten zu lassen und könnte Dir noch heute den Auktionskauf von 1995 bescheinigen.....
Aber leider endet es mit den biblischen Worten "Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.....".

Natürlich setze ich Bargeld als Tauschmittel ein, es gibt da ja so ein Onlineauktionshaus, da geht das ganz gut.

Die von Dir beschriebenen Probleme des direkten Tausches erlebe ich auf jedem Tauschtag. Dafür gibt es immer etwas Neues für beide Seiten. Der persönliche Kontakt macht dann auch Spass.

Mit Tauschgruß
KJ

Manfred
11.03.2008, 22:17
Hier ist tauschen wichtiger als kaufen.
Großtauschtag in Wiesbaden/Erbenheim. Hunderte Teilnehmer. Kommt doch einmal vorbei, es ist für Jeden was dabei.

Der Großtauschtag in Wiesbaden findet am Sonntag den, 16.03.08 zwischen 9:00 Uhr und 15:00 Uhr im Bürgerhaus in 65205 Wiesbaden-Erbenheim, Am Bürgerhaus 5, statt.
Ich geh auf jeden Fall hin.

Manfred:) :)

atp50
04.04.2008, 07:36
Beim Wiesbadener Tauschtag wurde nach meiner Beobachtung zum überwiegenden Teil in barer Münze gehandelt!

Des weiteren bin ich von einem Kollegen in diesem Zusammenhang auf einen grundsätzlich zu begrüßenden Bericht in der örtlichen Presse zum Thema Briefmarken im Wiesbadener Sammlerverein hingewiesen worden:
http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/objekt.php3?artikel_id=3194599
Folgende Passage macht mich stutzig und betroffen: "Wir sind ein sehr aktiver Verein mit vielen neuen Mitgliedern auch aus Mainz und Bingen", erklärt Felix Bader. Zu den zweimal im Monat stattfindenden Tauschabenden kämen regelmäßig rund 50 Personen - dabei stünden jedoch nicht nur Tausch- und Handelsgeschäfte, sondern auch Referate und Lichtbildervorträge zu den Themen Reparatur und Pflege im Mittelpunkt." Wunderbar! Aber "Handelsgeschäfte"!

Muss das sein?

mur
04.04.2008, 21:46
@atp50: Irgendwie scheint es Sie zu nerven, daß in der Philatelie Geschäfte gemacht werden, Geld fließt und der vollprofessionelle Briefmarkenhandel hat da seine Finger nicht drin.;)
Warum sonst stänkern Sie gegen die GT der Vereine oder -an anderer Stelle gegen private Briefmarkenverkäufe(r) auf eBay? :D
In meinem kurzen Sammlerleben habe ich nur ganz selten mal den reinen Tausch vollziehen können. Das hat versch. Gründe.
Tatsache ist, daß Tausch- und Handelsgeschäfte heute unerläßlicher Bestandteil der Sammelkultur sind. Daran zu rütteln würde eine nicht unerhebliche Anzahl Sammler von der Philatelie ausschließen, und hätte unabsehbare Folgen für die gesamte Philatelie.
Ich glaube nicht, daß Sie und Ihresgleichen die auf lokaler/regionaler Ebene auftretende Lücke schließen können, die entstünde, wenn man den "Tausch gegen Geld" abschaffen würde. Mehr Umsatz bzw. Gewinn für den gewerblichen Handel wäre m.E. erst Recht nicht die Folge. Eher wird sich eine Großzahl Sammler von der Philatelie abwenden.
Also besser nicht rumpupeln. :D
Im Gegenteil sehe ich bei uns im Norden der BRD nicht nur ein friedliches Nebeneinander von gewerblichen Händlern und handelnden Sammlern und ein Erstarken der Briefmarkenbörsen.

deckelmouk
04.04.2008, 22:52
@mur:

Wenn ich @doktorstamp richtig verstanden habe, ist das Handeln bei Vereinsabenden des britischen Philatelistenverbandes untersagt. Damit zu werben halte ich auch nicht für zielführend. Andererseits bin ich auch nicht für ein Verbot, da es immer eine Chance ist, günstig an Marken zu kommen.

Andererseits wundert mich Dein Beitrag sehr. Normalerweise bist Du doch für die Kapitalismuskritik zuständig.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

mur
05.04.2008, 00:08
@deckelmouk: Wenn Du mein Posting sorgfältiger gelesen hättest, wäre Dir die Kritik am omnipotenten und omnipraesenten Anspruch von @atp50 aufgefallen und Du hättest sie richtig als Plädoyer gegen die Marktmacht verstehen können.:D
Ich befürworte wie immer nur die soziale Marktwirtschaft. Das mußt Du als Vertreter des Neoliberalismus aber nicht erkennen.:rolleyes:
Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten bestärken mich übrigens immer wieder in meiner Überzeugungen.:D
Die Postings von @atp50 richten sich übrigens gegen die Sitten und Gebräuche auf deutschen GTn - andere Länder andere Sitten.:)
Mit Sammlergruß mur

deckelmouk
05.04.2008, 10:30
@mur:

Dann lese bitte noch einmal den Beitrag von @atp50 ganz durch. Dort bezieht er sich explizit auf Vereinsabende, zu denen auch ich mich äussere. Ich kann zwar nicht für ihn sprechen, aber dass Grosstauschtage mit Privathändlern und Sammlern bestückt sind, die überwiegend verkaufen, wird ihn wenig überrascht bzw. geärgert haben. Wobei das Wort "Tauschtag" bei Anfängern und erstmaligen Besuchern öfters zu Irritationen führen kann. Da wäre das Wort "Börse" angemessener.

Beste Sammlergrüsse!

Lars - der sich immer halbtot lacht, wenn er als "neoliberal" bezeichnet wird

atp50
05.04.2008, 13:27
Als zahlendes Mitglied im Wiesbadener Briefmarkensammlerverein habe ich bislang u.a. auch Anfänger, Interessierte und diverse Verkäufer von kleineren Nachlässen meinen örtlichen Verein ans Herz gelegt. Kein Monat verging wo ich dies nicht mehrfach aktiv betrieben habe. Vorerst wird dies alles bis zur Klärung eingestellt!

Von Kollegen und Verbänden weiß ich, dass hier immer mal wieder das Fass überläuft. Tauschtage, also Verkaufsveanstaltungen, Vereinsauktionen und andere Handelstätigkeiten in Briefmarkensammlervereinen haben ein Ausmass erreicht, dass bundesweit unbestritten im Millionenbereich liegen dürfte! Es sind gemeinnützige Vereine, die steuerlich einen priviligierten Status haben! Mit den Handelsaktivitäten riskieren die Vereine und die im rechtlichen Sinne Verantwortlichen des Vorstandes und der Kassenprüfung diesen Status vehement! Nutzniesser von Veranstaltungen mit Handelscharakter im Verein sind mit Abstand die teilnehmenden Sammler und Semihändler und nicht der Verein bzw. die Vereinskasse, die wenn überhaupt einen marginalen Bruchteil der Umsätze einbehält! Davon unabhängig wird hier bereits seit Jahren der offizielle Handel gereizt. Veranstaltet beispielsweise der Anglerverein regelmäßig eine Fischauktion?

Es ist an der Zeit, dass in einem schrumpfenden Markt, denn das ist der Briefmarkenmarkt in Deutschland zweifelsohne, Verständnis und Solidarität mit und für den Handel aufgebracht wird! Ganz unabhängig davon herrscht in Deutschland verbreitet immer noch die Auffassung, dass derjenige der Steuern zahlt bescheuert ist! Auch hier wäre ein Umdenken an der Zeit! Aber das mögen andere richten!

Ich veröffentliche zum besseren Verständnis meine E-Mail an den Verantwortlichen im Wiesbadener Sammlerverein:

"ich nehme den Bericht im Wiesbadener Tagblatt vom 10.03.2008 zum Anlass meinen Unmut über einen Sachverhalt zum Ausdruck zu bringen, der in dieser Form bitte zukünftig nicht mehr Fakt sein sollte. Es steht u.a. folgendes im Bericht: „"Zu den zweimal im Monat stattfindenden Tauschabenden kämen regelmäßig rund 50 Personen - dabei stünden jedoch nicht nur Tausch- und Handelsgeschäfte, sondern auch Referate und Lichtbildervorträge zu den Themen Reparatur und Pflege im Mittelpunkt.“

Es ist inakzeptabel, dass im Briefmarkensammlerverein Handelstätigkeiten stattfinden! Ohne wenn und aber!

Mit dieser Forderung stehe ich nicht alleine da. Ich bitte Euch entsprechende Maßnahme zu ergreifen, dass dies in der bestehenden Form nicht mehr vorkommt. Davon betroffen sehe ich auch die Tauschtage und Vereinsauktionen, die schon lange nicht den Namen verdient haben. Bei den Tauschtagen handelt es sich um Börsen, an denen der Handel im Vordergrund steht und bei dem Bares als Basis dient.

Ich habe innerhalb der ersten 3 Monate dieses Jahres einen hohen 5-stelligen Betrag an Steuern abgeführt! Alle, auch Ihr kommt indirekt in den Genuss unserer (Steuer-)Erfolge! Meine Kunden kommen zudem in den Genuss von den gesetzlichen Bestimmungen (Rückgabe etc.), denen ich als Händler verpflichtet bin. Sollte ich Hinweise erlangen, die weiterhin ein Handelstreiben im Briefmarkenverein bestätigen werde ich auch im Interesse meiner Mitarbeiter, deren Familien und auch meiner Familie rechtliche Maßnahmen ergreifen.

Des weiteren stehe ich für Euch, d.h. für die Vereinsmitglieder, zu einem Vortrag zur Verfügung. Thema und Titel: „Privat-Verkauf von Briefmarken u.a. Sammelobjekten auf eBay und anderswo“. Hier werde ich keine Rechtsberatung durchführen, jedoch langjährige Erfahrungsberichte aus diversen Blickwinkeln liefern."

Soweit mein Schreiben.

andreas-machner
05.04.2008, 14:24
Wow! Dieser Brief an den Verein hat es in sich...

Auch in unserem Verein finden Handelstätigkeiten statt, sicherlich auch im steuerlich interessanten Bereich. Jedoch sehe ich keine Notwendigkeit, erst recht keinen Rechtsanspruch von irgendjemandem dieses zu beenden. Oder sehe ich das falsch? Sollten wir z.B. alle Flohmärkte abschaffen, schließlich finden hier doch an jedem Wochenende Millionenumsätze statt? Ich denke mal der Fiskus hat gar kein Interesse an diesen Steuerausfällen, viel zu aufwändig und kaum nachvollziehbar.

Andreas

deckelmouk
05.04.2008, 16:27
@andreas-machner:

Mit der Begründung könnte sich eBay eine Vereinssatzung geben und sich sämtlichen Steuerverpflichtungen entziehen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

mur
05.04.2008, 18:52
----------

andreas-machner
05.04.2008, 20:21
@deckelmouk: Nicht falschverstehen, der Privatverkäufer auf Ebay sowie auf dem Flohmarkt zahlt keine Steuern, jedoch die Veranstalter führen diese ab. Und auch Vereine unterliegen der Steuerpflicht, die Gemeinnütigkeit bekommt wohl (kaum) ein Briefmarkensammlerverein:rolleyes:

@atp50: ich verkaufe auf unseren Vereinsabenden, werde dies auch weiterhin tun. Gerne schicke ich Dir meine Gewerbeanmeldung und USt-ID:D . Warum sollte ich meine Verkäufe nicht steuerlich angeben? Ich zahle eh keine Umsatzsteuer, da Kleingewerbe. Der Gewinn wird versteuert, doch die etwa drei Euros kann ich verschmerzen.;) Ein Verein ist doch nicht an den Ladenhandel gebunden?! Auf unserer letzten Veranstaltung waren übrigens 15 gewerbliche Händler, meiner Kenntnis nach haben nur drei einen Ladenhandel, wo agieren die anderen? Doch nicht in den Vereinen?:eek:

Gruß,

Andreas

deckelmouk
05.04.2008, 20:26
@andreas-machner:

Auf dem Flohmarkt hier sehe ich in der Regel Profis, bei den (Gross-)Tauschtagen sind es mehr Amateure, aber Bargeld fliesst überall. Bei Vereinsabenden wird ab und zu durch das 5-Cents-Album gekuckt, dafür geworben wird nicht. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass in der Vereinssatzung etwas von "Förderung von Handelsgeschäften" steht. Ein Briefmarkenverein ist nicht gewinnorientiert.

@mur:

Bitte die Contenance bewahren!

Beste Sammlergrüsse!

Lars

mur
05.04.2008, 20:42
Na, habe ich es nicht gepostet?
Neidhammelei, übelste Mißgunst was @atp50 offenbart!
Wenn ich alleine die unterschwellige, bösartige und unbewiesene Unterstellung sehe, daß alle oder die Mehrheit der Anbieter auf Vereins(groß)tauschtagen außerhalb eines Gewerbes agieren.
Ganz übel Herr Hornung! .... und hoffentlich ein Schnellschuß, der mit Zurückhaltung bei Ihnen an der Ladentheke nach hinten losgeht.
Informieren Sie die Mitglieder des Wiesbadener Vereins doch bitte auch über ihre Recht gegenüber den Händlern, die Ihnen den PVC-Giftschrott verkauft haben.
Erst vor der eigenen Tür den Dreck fegen und dann die Nase woanders hinhalten.
...durch @deckelmouk beanstandet... mur
P.S.: @atp50: Wenn Sie selber nicht drauf kommen: Das Geld, was ein Sammler oder Händler auf Veranstaltungen von philatelistischen Vereinen erarbeitet, ist - nach Abzug der Kosten und wahrscheinlichen/eventuellen Steuern, ganz hart erarbeitetes Geld. Ich gehe wohl schon deswegen davon aus, daß Sie sich mit solcher Arbeit an der philatelistischen Basis die Finger nicht schmutzig machen. Am Wochenende und nach Feierabend macht man da lieber in Familie...
...und bevor irgendjemand auf dumme Ideen kommt: Weder in der Gegenwart, noch in der Vergangenheit habe ich auf eBay oder auf einer philatelistischen Veranstaltung nennenswerte Verkäufe getätigt.

andreas-machner
05.04.2008, 22:00
@deckelmouk: Bei Groß-Tauschtagen werden, zumindest bei uns, Tische gegen Gebühr angeboten, ob hier eine Gewinnorientierung vorliegt ist belanglos, es werden im Verein Umsätze getätigt. Außerdem spreche ich nicht von Vereinen, sondern von den dort agierenden Personen, wie verhält es sich denn z.B. mit der im Verein angebotenen Sammlung eines Erben, bar bezahlt, oder der gelegentlichen Händlerbesuche? Das müssen keine Mitglieder sein, welche irgendeiner Satzung unterliegen, auch haben nicht alle Vereine eine Satzung. Nur 5-Cent-Marken? Welch öder Verein...:rolleyes: Nur ein Scherz...

Nichtsdestotrotz geht es mir nur um Leben und Leben lassen, was soll das, den Vereinen in Ihre Vereinsarbeit zu pfuschen und Ihre internen Handelsgeschäfte verbieten zu wollen.

Schon mal was von Ansichtssendungen gehört, hier werben die Händler sogar Vereine in den gängigen Fachzeitschriften an, möchte atp50 dies auch verbieten? Handelsgeschäfte sind nun einmal üblich und in keinster Weise verwerflich. Den steuerlichen Aspekt muß doch jeder für sich als Individium verantworten.

Fröhliches Sammeln!

Andreas

Manfred
05.04.2008, 22:24
Hallo Torsten

Ich bin Mitglied im Wiesbadener Briefmarken Sammlerverein. Hier werden an den Vereinsabenden vorwiegend Briefmarken und Belege getauscht. Der Markenlose Tausch d.h. Geld gegen Briefmarken kommt nur bei fehlendem Tauschmaterial zur Anwendung und ist die Ausnahme. Das eingenommene Geld wird dann von den Sammlern meistens bei anderen Sammlern wieder gegen Marken eingetauscht. Auch auf dem Tauschtag in Erbenheim ist meines Erachtens der Tausch die Normalität. Die Vereinsabende sind auf keinen Fall Einkaufs oder Verkaufstreffen. Wenn Du nicht nur Mitglied im Verein wärst, sondern auch am Vereinsleben teilnehmen würdest, könntest Du dies selbst feststellen.
Manfred:) :)

mur
05.04.2008, 22:48
Die Sonderstempelbelege zu den verschiedensten Anlässen von den Vereinen produziert und anschließend von den Vereinen mit Gewinn verkauft, fallen mir noch ein. Über den philatelistischen Sinn solcher Erinnerungs- oder Gedenkganzsachen kann man geteilter Meinung sein, daß diese Verkaufstätigkeit zur Finanzierung der Vereinsarbeit aber nötig sind wird sicher nicht bestritten...
Man darf gespannt sein.:cool:
mur

22028
06.04.2008, 09:01
Also ich suche auch Tauschpartner für meine Sammelgebiete, gerne auch Quertausch, Sammelgebiete habe ich ja reichlich...
Nein, Spass beiseide..., ein Ladenhändler sollte sich schon im klaren sein dass Sammler lieber für 25-35 % Michel an andere Sammler verkaufen als für 10-15 % an einen Händler der die Sachen unter Umständen gar nicht ankaufen möchte.
Was soll der Sammler also mit seinen Dubletten machen? Wegwerfen?
Ein nicht unerheblicher Teil des durch diesen "Tausch gegen Geld" dürfte mit Sicherheit in den Ladenhandel fliesen da das Geld meist dafür hergenommen wird bessere Sachen / Zubehör zu kaufen, sei es beim Ladenhandel oder auf Auktionen.

atp50
06.04.2008, 10:42
Ich lade sehr gerne mur zu einen Tag bei uns in das Büro nach Wiesbaden ein. Mein gesamtes Team und ich gewähren ihm Einblick in den Einzel- und Versandhandel von heute. mur hat die Gelegenheit offen mit meinen Mitarbeitern zu sprechen; des weiteren zeigen wir ihm anhand von Fallbeispielen den Einkauf, die Aufbereitung der Ware, Angebotsgestaltung, Kalkulation, nationale und internationale Kundenkontakte, Mitbewerbersituation, sowie Einblicke in unsere Verpflichtungen zum Finanzamt. Das Ganze wird nicht zwischen Tür und Angel geschehen! Selbstverständlich gewähren wir mur inklusive seiner Partnerin Kost und Logis in einem schönen Wiesbadener Hotel!

Für wann dürfen wir reservieren?

Altsax
06.04.2008, 11:40
Das Finanzamt einer Nachbarstadt hat kürzlich bei gemeinnützigen Vereinen in großem Umfange Umsatzsteuerprüfungen vorgenommen, weil sich offenbar Wirte darüber beschwert hatten, daß zur Aufbesserung der Vereinskassen Tanzveranstaltungen etc. durchgeführt worden sind.

Die Ergebnisse haben nicht nur zu verblüffend hohen Steuernachzahlungen, sondern auch zu Strafen für die Vereinsverantwortlichen geführt.

Das mag mit Tauschtagen nicht vergleichbar sein, beweist aber, daß man nicht nur auf die Zumwinkels schimpfen sollte, sondern auch auf die Kretis und Pletis.

Niemand hat etwas gegen gelegentliches Verkaufen von Briefmarken. Wenn ein Veranstalter aber ohne Kontrolle einer Gewerbeerlaubnis Verkauf in großem Umfange zuläßt (sog. Schwarzhandel), darf er sich nicht wundern, wenn das als "Beihilfe zur Steuerhinterziehung" betrachtet wird.

Altsax

hesselbach
06.04.2008, 12:52
Das Problem ist wohl nicht die steuerlicher Erfassung. Die meisten dieser Tätigkeiten dürften wohl unter die Rubrik "Liebhaberei" fallen. Diese "Schwarzhändler" legen eigentlich Geld drauf. Sie müssen nicht wie der Handel alle Fixkosten einkalkulieren (und auch noch davon leben).

Die Finanzverwaltung erkennt solche Unternehmen Einkommensteuerlich in der Regel nicht an, da diese unter Berücksichtigung aller Kosten nur Verluste erwirtschaften. Die Finanzverwaltung hat kein Interesse, diese negativen Einkünfte mit anderen positiven Einkünften zu verrechnen. Mit dem Einkommenssteuerrecht kann dem Handel nicht geholfen werden. (Für den Bereich der Umsatzsteuer gilt wohl das gleiche, Stichwort: Kleinunternehmerregelung Grenze 17.500 Euro etc. pp.)

Das Problem der "Quer"-Subventionierung für den Handel klang hier im Forum in einer zitierten Antwort der Michel Redaktion erst vor kurzen an.

mur
06.04.2008, 14:01
@atp50: Herzlichen Dank für Ihre Einladung, ich muß jedoch absagen.
Meine berufliche Bildung und Erfahrung, mein über Sozialkontakte zum Thema erworbenes Allgemeinwissen reichen aus, um die Probleme eines mittelständigen Briefmarkenhandelshauses angemessen bewerten zu können. Persönlich habe ich nicht ohne Grund versucht, mich von jeder selbstständigen Tätigkeit fernzuhalten.
Die Konkurrenzsituation zwischen dem "ambulanten Handel" bei philatelistischen Veranstaltungen von Vereinen und einem soliden Briefmarkenhaus sehe ich nicht so drastisch, weil versch. Zielgruppen von Käufern angepeilt werden. Es steht Ihnen übrigens frei, sich dem Wettbewerb auch auf GT und Börsen zu stellen.
Andererseits wird es Ihnen nicht gelingen die Käuferschichten und freiwerdenden Geldströme in die Richtung Ladengeschäfte und/oder Versandhandel umzuleiten, auch wenn es Ihnen gelingt einen "ambulanten" Handel zu unterbinden.
Es bleibt also Ihr Geheimnis, warum Sie sich ohne Aussicht auf einen wirklichen Erfolg unbeliebt machen.
Das praktizierte Miteinander von GT und Börsen ist ein organisch gewachsenes, sich am Bedarf orientierendes und sich weiterentwickelndes Gebilde von dem alle Beteiligten profitieren (können). Wer daran rüttelt läuft Gefahr, daß die Philatelie in ihrer Gesamtheit Schaden, auch im Sinne eines fühlbaren Schrumpfprozesses für den Handel allgemein, erleidet.
Mit Sammlergruß mur

22028
06.04.2008, 14:13
Ist die Einladung übertragbar?

War schon lange nicht mehr in Wiesbaden... und das Hornung Lager schau ich mir gerne mal an..., evtl. gibt es ja einige unentdeckte Schätze für meine Sammlungen...

Bernd HL
06.04.2008, 16:53
Oh Gott, was habe ich da mit meinem Terminhinweis bloss angerichtet? Ich hatte nur die Hoffnung, dass eventuell zu dem Termin interessierte Sammler aus Norddeutschland kommen würden und nun diese Ausschweifungen...:eek: :confused: Weitere Terminhinweise werde ich mir wohl verkneifen müssen...:(

deckelmouk
06.04.2008, 18:33
@bernd:

Bitte nicht! Ich finde die Diskussion interessant und hilfreich.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Bernd HL
06.04.2008, 19:25
@ Lars

Diskussion immer gerne, ja, ...aber unter einem Tauschtaghinweis? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, einen eigenen Thread dafür aufzumachen anstatt hier einen längst vergangenen Termin immer wieder hochzuholen?

atp50
07.04.2008, 07:53
Die Entwicklung der Tauschtage ist unverkennbar: anfänglich als wörtlich genommene Veranstaltungen, auf denen im überschaubarem Rahmen Stücktausch bzw. Tausch auf der Basis von Michel durchgeführt wurde. Zwischenzeitlich mutieren diese Tauschtage zum größten Teil zu Verkaufsveranstaltungen wo Bares im erheblichem Umfang fließt. Abgesehen von Teilnehmern die unregelmäßig dort ihre Ware anbieten und die teilweise auch auf Tauschbasis agieren, nimmt die überwiegende Mehrheit dort regelmäßig teil, um letztendlich auch Profit daraus zu schlagen. Ganz abgesehen von den Verkäufern, die nicht nur die örtlichen "Tauschtage" besuchen, sondern vielmehr mit ihrem Bauchladen durch die Republik tingeln. Der Warencharakter hat sich auch stark erweitert! Heute wird das gesamte Spektrum des philatelistischen Handels auf derartigen Verkaufsveranstaltungen offeriert: selbst Neuheiten, Zubehörartikel mit Katalogen, die neben anderen preisgebundenen Artikeln sehr oft zu Diskountpreisen angeboten werden!

Darum geht es:
Tauschtage sind entweder wieder Tauschtage oder es sind Verkaufsveranstaltungen!
Vereinsauktionen sind genehmigungspflichtige Veranstaltungen!
Handelsgeschäfte haben in Briefmarkenvereinen nichts zu suchen!
Wenn im Verlauf dieser Diskussion einige Teilnehmer direkt oder indirekt die Tatsache des Handelns in Briefmarkenvereinen nicht nur dulden, sondern gar polemisch verteidigen, dann empfinde ich das einseitig egoistisch! Wenn die Vereine auch die Möglichkeit des Handels nunmehr einnehmen möchten dann bitte schön auch mit allen Pflichten!

Es erinnert mich an die Situation in Teilen des Leistungssport. Der Großteil trainiert täglich hart und stellt sich mit fairen Mitteln dem Wettbewerb, um sowohl für sich, als auch teilweise für die Gemeinschaft lobenswerte Leistungen zu erbringen; andere wiederum dopen und agieren unfair! Ihre Leistungen werden im egoistischen Stil eingefahren und im Falle des Ertappens wird unnachvollziehbar argumentiert und vor allen Dingen gelogen, das sich die Balken biegen!

olikli
07.04.2008, 11:17
@atp50:

Ich finde, man sollte die Kirche mal im Dorf lassen. Auch ich betreibe den Handel gewerblich und zahle brav meine Steuern. Aber den Verkauf von Briefmarken bei Vereinsveranstaltungen verbieten zu wollen, halte ich für absurd. Tatsache ist doch, dass nicht wenige Sammler vor allem dorthin kommen, weil sie neues Material suchen. Und denen ist es völlig egal, ob sie von einem Sammler oder einem Händler kaufen. Natürlich ist jeder Handel steuerlich von Belang, aber das ist meiner Meinung nach nicht Sache des Vereins sondern der einzelnen Personen. Wenn sich die Vereinsmitglieder a, b, c, x, y und z in der Kneipe treffen und einander Briefmarken verkaufen, ist das jetzt eine Vereinsveranstaltung oder nicht?

Es ist unbstritten, dass in der "Briefmarken-Szene" nicht jeder das Einkommen versteuert, das er auch wirklich erzielt hat, sei es privat oder gewerblich. Das Problem ist, dass weil so viel in bar abgewickelt wird, es keine vernünftge Kontrollmöglichkeit gibt. Und ich bin der festen Überzeugung, dass der Betrag, der von Profi-Händlern an der Steuer vorbei verdient wird, sich durchaus mit dem Hinterziehungsvolumen bei Privat-Verkäufern messen lassen kann.

Viele Grüße,
Oliver Klimek

atp50
07.04.2008, 11:56
Auch wenn olikli hier als erster sachliche Diskussionsansätze bietet und ich heute eine große Anzahl bestätigender E-Mails (und Anrufe) von Händlerkollegen erreiche, sehe ich mich aufgrund folgender Ereignisse in dieser Sache veranlasst vorerst in diesem Forum nicht mehr zu posten:
1. ein annonymer Anruf mit unflätigen Äußerungen, Beschimpfungen und Drohungen, die ich sehr ernst nehme!
2. Äußerungen hier http://www.briefmarkencafe.de vom u.a. BDPh-Mitglied saeckingen: "@mur - Nicht immer alles überdramatisieren! Es wird alles so bleiben wie es ist.
Was stört es die Eiche, wenn sich das Schwein an ihr scheuert?", sowie von mur: "Ab wann man wohl ungestraft jemanden einen "Blockwart" nennen darf, würde mich brennend interessieren."
3. Dinge zu meiner Person und zu meinem Geschäft, die in dieser diskussionswürdigen Sache nichts zu tun haben, werden mit dem aktuellem Thema falsch darstellend vermengt dargestellt.

Es ist abstossend, erschreckend und vor allen Dingen beängstigend!

mur
07.04.2008, 13:26
Sollte ich Hinweise erlangen, die weiterhin ein Handelstreiben im Briefmarkenverein bestätigen, werde ich rechtliche Maßnahmen ergreifen.
@atp50: Ich werde mir überlegen, ob ich Sie hier im Forum vermissen werde.
Mit Sammlergruß mur

Altsax
07.04.2008, 14:22
Jede Diskussion lebt von Zuspitzungen und Übertreibungen. Wer damit nicht umgehen kann, sollte sich nicht beteiligen.

Wenn einige Zeitgenossen sich zu "unflätigen Äußerungen" hinreißen lassen, wird bei ihnen die Hirnmasse und /oder Erziehung nicht ausreichend sein für eine qualifizierte Argumentation.

Das sollte niemanden daran hindern, weiterhin seinen Standpunkt zu vertreten. Man bildet sich kein fundiertes Urteil, wenn man Argumente ausblendet, die den eigenen Überzeugungen widersprechen.

In diesem Sinne: Lassen Sie uns weitermachen!!

Altsax

Bayernsammler
07.04.2008, 16:34
wie atp50 hier die Axt schwingt:


Sollte ich Hinweise erlangen, die weiterhin ein Handelstreiben im Briefmarkenverein bestätigen werde ich auch im Interesse meiner Mitarbeiter, deren Familien und auch meiner Familie rechtliche Maßnahmen ergreifen.

Ist denn Ihrer Meinung nach ein Fußballspiel heute noch ein Spiel;
NEIN, es ist purer Kommerz.
Früher standen der Bergmann und der Generaldirektor noch gemeinsam
auf der Tribüne, Heute hat der Generaldirektor seine eigene VIP-Lounge
mit Kaviar und Champagner.
Warum wird also der Ausdruck "Tauschtag" so wörtlich genommen?
Nur wenige konnten sich vor xxx Jahren Marken kaufen; Also tauschte
man.
Nennen Sie mir bitte einen Tauschpartner, bei dem ich meine
Bund-Dubletten (ab 1954) gegen einen Sachsen-Dreier eintauschen
kann!
Der Begriff Tauschtag blieb auch im Wandel der Zeit so erhalten.

Wenn ein Verein einen Tauschtag organisiert, dann sind in der Regel
eigene Vereinsmitglieder diejenigen, die mit einer Tischmiete den
Verein auch neben dem Jahresbeitrag finanzieren.
Dass auch Händler Tische anmieten bleibt nicht aus.
Muss der Verein hier Sorge tragen, dass der Händler auch brav seine
Steuern bezahlt?
Muss der Verein seine Mitglieder darauf hinweisen, dass sie als
Kleinunternehmer zu sehen sind und sich beim Finanzamt melden
müssen?
Der Verein bietet lediglich eine Plattform; Was der einzelne daraus
macht sollte doch für Sie kein großes Problem darstellen.

z.B. die etwas ältere Dame, die jeden Sonntag ihre Wühlkisten
(Marke zu 5 Cent) ausbreitet und mit 3.-€ nach Hause fährt
(Benzinkosten nicht gerechnet)
-soll dieser soziale Kontakt nicht mehr möglich sein, da es Händlern
nicht passt?

oder der kleine Junge mit 9 Jahren, der bei unseren Tauschtagen von
mir immer wieder mal ein paar Bayernmarken geschenkt bekommt
-muss dieser Junge den Geldwerten Vorteil nicht versteuern?

Ich schliesse mich gerne Oliver Klimek an:

HERR HORNUNG, LASSEN SIE DIE KIRCHE IM DORF !

Jörg
07.04.2008, 20:40
Genau, die Kirche im Dorf lassen:

beim @Bayernsammler hinken mehrere Beispiele:
natürlich kann auch ich bei niemandem meine Bund-Doubletten nach 1954 (das ist nämlich alles Massenware) gegen Sachsen-Dreier (die sind nämlich gesucht und in entsprechender Qualität Einiges wert) tauschen - denn aus gutem Grund tausche ich ja auch eine wertvolle Briefmarke nur gegen eine ungefähr gleichwertige und nicht gegen einen Karton voll 10-Cent-Marken, die rein rechnerisch das Gleiche wert sind.
Aber ich würde vermutlich - ich habe es noch nicht ausprobiert - auch beim Verkaufen meiner Bund-Doubletten nach 1954 einiges an Eifer an den Tag legen müssen, bis ich damit einen Betrag erlöst hätte, von dem ich dann einen qualitativ hochwertigen und entsprechend teuren Sachsen-Dreier kaufen könnte. Im übrigen würde ich den Sachsen-Dreier, wenn ich denn das Geld dafür und das Interesse daran hätte, im gutbeleumundeten Fachgeschäft oder beim entsprechenden Auktionator kaufen - und nicht auf einem schummrigen Tauschtag, auch wenn der Börse hieße.

Und wenn ich Torsten richtig verstehe, hat er weder mit der 5-Cent-Dame sein Problem noch mit den Geschenken an den 9jährigen.
Denn die 5-Cent-Dame kommt bei 3,-- € pro Sonntag Einnahme, wenn sie denn keinen Urlaub macht, nie krank wird und jede Woche einen "Tauschtag" findet, auf 156,-- € Einnahme pro Jahr - das fällt unter die Steuerfreigrenze bei Einnahmen aus Verkäufen, selbst wenn sie denn nicht einen Cent Kosten davon absetzen könnte. Und das 5-Cent-Material ist nicht das klassische Handels-Material des Hauses Hornung.
Und die Geschenke an den 9jährigen - das sind doch realistisch betrachtet Doubletten, die man so reichlich hat, das man gerne eine oder auch mehrere davon verschenkt. Und das ist auch gut so, ich habe mich als Kind und auch Jugendlicher über manche solche Marke gefreut - und dann selber auch manche solche Marke verschenkt. Klar, der 9jährige unterliegt der Schenkungssteuer - aber da sind die Freibeträge so hoch, da brauche ich nicht zu rechnen, um die Behauptung zu wagen: da bleibt der Junge drunter, auch wenn da einige sehr großzügige Mitglieder in dem Verein sind.

Worum es Torsten Hornung geht, wenn ich ihn denn recht verstehe, das sind die "fliegende Händler", die ohne Gewerbeanmeldung aber tatsächlich gewerblich tätig sind. Und die hinterziehen Steuern - von denen unser Staat, also wir alle, lebt. Und die bieten nicht die Gewährleistung, die ein gewerblicher Händler qua Gesetz bieten muss - da bin ich als Käufer auf dem Tauschtag dann vielleicht der Gelackmeierte, weil mir einer im Halbdunkel vermeintlich günstig dann doch eine Fälschung angedreht hat.
Und ganz zu recht beklagt Torsten Hornung, dass hier der Wettbewerb zwischen gewerblich angemeldeten und tatsächlich gewerblich tätigen, aber eben auf Tauschtagen unter dem Label "privat" agierenden Händlern verzerrt ist.
Die Aufgabe der Vereine kann hier kaum eine Kontrolle sein - wie sollte denn ein Verkäufer auf dem Tauschtag dem Verein beweisen, dass er unter einem gewissen Umsatz bleibt, also nicht gewerblich tätig ist? Aber die Aufgabe der Vereine kann und sollte hier auch sein, alle Verkäufer auf Tauschtagen darauf hinzuweisen, dass die Grenze zur Gewerblichkeit meist schneller überschritten ist als man selber glaubt.

Es ist in Deutschland leider inzwischen modern geworden, bei jeder Gelegenheit sich um das Zahlen von Steuern zu drücken.
Ich zahle gerne Steuern, denn der Staat bietet mir ja auch entsprechende Gegenleistungen. Ich erwarte dann aber auch, dass alle Steuerpflichtigen gleich behandelt werden (und bei Lohnsteuer und Umsatzsteuer geschieht das im Wesentlichen hinlänglich durch den obligatorischen Vorabzug), damit nicht ich der Dumme bin, der zahlt, während mein Nachbar ein kreatives oder gar kriminelles Schlupfloch nutzt.
Und dies Anliegen sehe ich auch bei Torsten Hornung: er bietet viel Service als Händler, er bietet Arbeitsplätze und er zahlt Steuern auf seinen Umsatz und seinen Gewinn - und ich glaube mal, er tut das alles gerne. Aber er kann und darf dann auch erwarten, dass alle, die gewerblich mit Briefmarken handeln, gleich behandelt werden.
Auf dem Tauschtag/der Börse aber stehen gleichberechtigt nebeneinander:

die 5-Cent-Dame, (für Torsten kein Problem)
der 9jährige, der beschenkt wird, (für Torsten kein Problem)
die Vereinsmitglieder, die den 9jährigen beschenken, (für Torsten kein Problem)
die Vereinsmitglieder, die gelegentlich mal ein paar Marken verkaufen, weil sie keinen direkten Tauschpartner für ihr Material finden, dabei aber unter der Freigrenze beim Erlös bleiben, (für Torsten kein Problem)
und eben auch gewerblich-private Verkäufer, die im Schummrigen aus Unwissen und Geldgier oder gar wider besseres Wissen aus Geldgier Fälschungen verkaufen - oder lassen wir mal die Geldgier und die Fälschungen weg: die Umsatz und Gewinn in einem Umfang machen, der manchem Briefmarkenhändler mit Ladengeschäft Tränen in die Augen treibt, die aber keine Kosten für ein geheiztes und zu Öffnungszeiten besetztes Ladengeschäft haben. Und die ihren Gewinn nicht versteuern und nicht in Arbeitsplätze umsetzen. Und die keiner Gewährleistungspflicht unterliegen.


Bei den letztgenannten liegt das Problem - und ich denke, unsere Diskussion hier sollte in die Richtung gehen: wie erkenne ich als veranstaltender Verein diese Klientel - und was kann ich als veranstaltender Verein tun, damit die gewerblich Agierenden das Gewerbe auch anmelden?

Habe ich Dein Problem richtig erkannt, Torsten?

Jörg

administrator
08.04.2008, 16:53
Im Namen von Thorsten folgendes Statement bzgl. der vorrübergehenden Deaktivierung des Threads:


Hallo,
die von mir vor wenigen Tagen offensiv betriebene Diskussion zu den Themen Handelstätigkeit der Briefmarkenvereine, Tauschtage und Vereinsauktionen geriet leider sehr schnell in eine für alle Beteiligten unbefriedigende Situation, die für mich gestern nach anfänglichen Beschimpfungen hier und im Briefmarken-Cafe in mehreren anonymen persönlichen Drohanrufen mündeten. Ich nehme diese persönlichen Drohungen ernst! Bis auf eine MURrende Person, die noch heute unsachlich nachtritt, habe ich ansonsten Entschuldigungen erhalten, die ich selbstverständlich akzeptiere.

Ich feiere in diesem Jahr mein 25-jähriges Berufsjahr. Philatelist ist mein Beruf und mein Hobby! Mit meinem guten Team arbeite ich täglich mit wahrer Freude erfolgreich zusammen. Wir wollen etwas bewegen: für uns und für alle. Wir wollen uns einbringen und tun dies u.a. auch indem wir u.a. das BDPh-Forum besuchen, hier Fragen stellen (wer gibt die schönsten Auktionskataloge heraus), Mißstände aufzeigen (Fälscher und Fälschungen im Netz und insbesondere bei eBay), Solidarität beweisen (Peter Feuser bei der Folienproblematik), Hilfe anbieten (Gutachten von Forumsteilnehmer für eBay-Fehlkäufe zu Pro-forma-Konditionen), finanzielle Unterstützung zu teil werden lassen (Peter Feuser, der das ja so auch gar nicht wollte ;-)), sowie weiterer finanzieller Unterstützung eines mir bislang persönlich noch unbekannten, aber netten Sammlers in einem schwebenden Gerichtsverfahren!

Beim Thema "Handelstätigkeit der Briefmarkenvereine" räume ich den Fehler ein, dass ich den Wiesbadener Briefmarkensammlerverein direkt damit hätte konfrontieren müssen, um in einem separatem Thread hier die Problematik zu erörtern. Mit dem Wiesbadener Sammlerverein bin ich nunmehr in Gesprächen! Ich bin und bleibe auch weiterhin Mitglied im Wiesbadener Briefmarkensammlerverein. Ich habe ein Interesse, dass jung und alt dort, wie auch in allen anderen Vereinen unterhaltsam und lehrreich ihrem Hobby nachgehen.

Die heftigen Reaktionen hier im Forum und auch zeitgleich in Vereinen und im Handel sollten jedoch ein Signal für alle sein sich in den Vereinen und im BDPh über mögliche Fehlentwicklungen zulasten des Handels nachzudenken. Fehlendes Wissen und Halbwissen der Vorstandsmitglieder, der Vereinsmitglieder und der "Tauschtagbesucher" zum Thema Vereins-Rundsendedienste, Vereins-Neuheitenbeschaffung, Katalog- und Zubehörverkauf im Verein etc. müssen durch klare Regeln in verständlicher Form ersetzt werden. Ich wünsche mir einen gemeinsamen konstruktiven Gedankenaustausch der philatelistischen Verbände mit Resultaten!

Ich bitte um Verständnis, wenn ich unter den eingangs geschiderten Umständen persönlich nicht mehr an dieser Diskussion im Forum teilnehmen möchte.

Viele Grüße aus Wiesbaden und bleiben Sie alle gesund!
Torsten Hornung

Bayernsammler
08.04.2008, 18:00
Hallo Jörg,

ich entnehme aus IHREM Beitrag IHRE Meinung.
Ich hätte eigentlich Herrn Hornung`s eigene und
persönliche Meinung erwartet.
Da er hier nicht mehr posten will, kann er das gerne
per PN erledigen.

Das soziale Kontakte und das Heranziehen von Sammlernachwuchs
auch in Ihrem Sinne und auf Tauschtagen ausdrücklich erwünscht ist,
freut mich sehr.

Hier dürfte allerdings doch der eigentliche Kern liegen:

Hr. Hornung:

Die heftigen Reaktionen hier im Forum und auch zeitgleich in Vereinen und im Handel sollten jedoch ein Signal für alle sein sich in den Vereinen und im BDPh über mögliche Fehlentwicklungen zulasten des Handels nachzudenken.

und Jörg

und eben auch gewerblich-private Verkäufer, die im Schummrigen aus Unwissen und Geldgier oder gar wider besseres Wissen aus Geldgier Fälschungen verkaufen - oder lassen wir mal die Geldgier und die Fälschungen weg: die Umsatz und Gewinn in einem Umfang machen, der manchem Briefmarkenhändler mit Ladengeschäft Tränen in die Augen treibt, die aber keine Kosten für ein geheiztes und zu Öffnungszeiten besetztes Ladengeschäft haben. Und die ihren Gewinn nicht versteuern und nicht in Arbeitsplätze umsetzen. Und die keiner Gewährleistungspflicht unterliegen

Was halten Sie BEIDE denn von Verkäufern in einer Internetplattform,
die weit über 1000 Verkäufe getätigt haben, als POWER-SELLER
eingestuft sind und den STATUS "Privater Verkäufer" haben?

Hier sollten Sie ansetzen und nicht unbedingt bei einem "kleinen"
privaten Verkäufer, der seine Dubletten auf einem "TAUSCHTAG"
loswerden will -sei es in Wiesbaden oder sonst irgendwo-.

Bayernsammler

andreas-machner
08.04.2008, 19:59
@atp50: Auch wenn Sie hier nicht mehr posten möchten, lesen werden Sie diesen Thread sicherlich noch. Unser Tauschtag in Memmingen wurde ordnungsgemäß als Verkaufsveranstaltung angemeldet und abgewickelt, war nicht ganz billig, auch Vereine haben Unkosten und können Steuern zahlen, welche Pflichten sollten wir noch erfüllen? Auflage des Ordnungsamtes: Mindestens 12 gewerbliche Händler, keine Neuware. Der gewerblicheHandel wurde seitens der Stadt eingefordert, was wollen Sie also unterbinden? Der Name Tauschtag ist etwas unglücklich, gebe ich zu, jedoch rechtlich einwandfrei.

Just for Info: Bei uns gibt es keinen Ladenhandel, ist bereits ausgestorben... Interesse?:D

Gruß,

Andreas

Altsax
08.04.2008, 21:24
Handwerksbetriebe und alle Dienstleister beklagen sich seit Jahrzehnten über die Konkurrenz durch Schwarzarbeit.

Offensichtlich gelingt es dem Staat nicht nachhaltig, sie zu beseitigen, weil ein Bedarf an preisgünsterigen Arbeiten besteht, oftmals deshalb, weil sich viele die notwendigerweise höheren Preise der regulären Anbieter nicht leisten können.

Derart bedrängte Handwerker und Dienstleister können nicht alleine von den gesetzestreuen Kunden leben. Sie müssen auch Leistungen in Bezug auf Fachkunde, Garantie etc. anbieten, die die "Grenzgänger" veranlassen, für den "Zusatznutzen" einen höheren Preis zu bewilligen.

Ähnlich verhält es sich auch beim Briefmarkenhandel. Bei vergleichbaren Gegenleistungen unterliegt man leicht der Versuchung, den billigeren Weg zu gehen. Bietet ein Händler einen echten Zusatznutzen (s.o.), findet er seine Käufer. Alle kann er nicht erreichen, und den Schwarz- und Grauhandel beseitigen kann er auch nicht!

Wer oft genug hereingefallen ist, wird die "Versicherungsprämie" beim seriösen Fachhandel gerne entrichten. Wer auch beim (unseriösen) Händler mit Gewerbeanmeldung ähnliches erleben mußte, wird vom Nutzen des Handels kaum zu überzeugen sein.

Es mag unbefriedigend sein, sich der illegal arbeitenden Konkurrenz stellen zu müssen. Der einzig gangbare Weg scheint mir aber zu sein, sich nicht dem Preiswettbewerb,den man als seriöser Händler nicht gewinnen kann, sondern dem Leistungswettbewerb zu stellen.

Altsax

olikli
09.04.2008, 06:47
Bei den letztgenannten liegt das Problem - und ich denke, unsere Diskussion hier sollte in die Richtung gehen: wie erkenne ich als veranstaltender Verein diese Klientel - und was kann ich als veranstaltender Verein tun, damit die gewerblich Agierenden das Gewerbe auch anmelden?

Vereine können überhaupt keinen Einfluss darauf nehmen, ob ein Verkäufer Steuern zahlt oder nicht, egal ob gewerblich oder privat. Und die Gewerbeanmeldung ist nur für die Stadt bzw. Gemeinde wichtig wegen der Gewerbesteuer. Aber die fällt erst bei Gewinnen an, die den Rahmen der allermeisten Privatverkäufer übersteigen würden. Das Finanzamt interessiert die Gewerbeanmeldung überhaupt nicht.

Das Problem, das ich und viele andere mit Herrn Hornung haben, ist diese Aussage:


Sollte ich Hinweise erlangen, die weiterhin ein Handelstreiben im Briefmarkenverein bestätigen werde ich auch im Interesse meiner Mitarbeiter, deren Familien und auch meiner Familie rechtliche Maßnahmen ergreifen.

Dies ist eine unverhohlene öffentliche Drohung an den Wiebadener Verein. Dass Herr Hornung sie veröffentlicht hat zeigt, dass er diese Drohung pars pro toto auf alle Vereine überträgt.

Die "politisch inkorrekte" Polemisierung von @mur war der Diskussion zwar nicht dienlich, da sie nur vom Kern der Sache ablenkt. Im Prinzip gebe ich ihm aber recht. Mich würde brennend interessieren, auf welcher Rechtsgrundlage diese Drohung ausgesprochen wurde.

Gegen welches Gesetz verstößt ein Verein, wenn bei einem Tauschabend Briefmarken verkauft werden?

Viele Grüße,
Oliver Klimek

atp50
09.04.2008, 07:56
@Jörg: Ja, mit der Ergänzung, dass es mir auch noch um:
- Neuheiten(ver)dienst
- Rundsende(ver)dienst und
- Katalog- und Zubehör(ver)dienst, vielfach unter verlagsgebunden Preisen geht, in Briefmarkenvereinen geht!

22028
09.04.2008, 09:41
All diese Zuverdienste der Vereine, wenn ich dies mal so nennen darf, dient doch im allgemeinen nur dem Überleben des Vereins. Das Vereinswesen dient dem Allgemeinwohl und nicht der Bereicherung einzelner, und wie viel Gewinn machen kleine Ortsvereine mit diesen Sachen und sind örtlich Händler überhaut willens diese Serviceleistungen mit zu übernehmen? Das ist ein relativ hoher Arbeitseinsatz mit viel Enthusiasmus einzelner, aber geringen Margen..

Ohne Vereine keine organisierte Philatelie, ergo auch keine Händler die benötigt werden...

brfmhby
09.04.2008, 09:56
Handwerksbetriebe und alle Dienstleister beklagen sich seit Jahrzehnten über die Konkurrenz durch Schwarzarbeit.

Offensichtlich gelingt es dem Staat nicht nachhaltig, sie zu beseitigen, weil ein Bedarf an preisgünsterigen Arbeiten besteht, oftmals deshalb, weil sich viele die notwendigerweise höheren Preise der regulären Anbieter nicht leisten können.

Derart bedrängte Handwerker und Dienstleister können nicht alleine von den gesetzestreuen Kunden leben. Sie müssen auch Leistungen in Bezug auf Fachkunde, Garantie etc. anbieten, die die "Grenzgänger" veranlassen, für den "Zusatznutzen" einen höheren Preis zu bewilligen.

Ähnlich verhält es sich auch beim Briefmarkenhandel. Bei vergleichbaren Gegenleistungen unterliegt man leicht der Versuchung, den billigeren Weg zu gehen. Bietet ein Händler einen echten Zusatznutzen (s.o.), findet er seine Käufer. Alle kann er nicht erreichen, und den Schwarz- und Grauhandel beseitigen kann er auch nicht!

Wer oft genug hereingefallen ist, wird die "Versicherungsprämie" beim seriösen Fachhandel gerne entrichten. Wer auch beim (unseriösen) Händler mit Gewerbeanmeldung ähnliches erleben mußte, wird vom Nutzen des Handels kaum zu überzeugen sein.

Es mag unbefriedigend sein, sich der illegal arbeitenden Konkurrenz stellen zu müssen. Der einzig gangbare Weg scheint mir aber zu sein, sich nicht dem Preiswettbewerb,den man als seriöser Händler nicht gewinnen kann, sondern dem Leistungswettbewerb zu stellen.

Altsax

mehr muss man zum thema nicht sagen - ausser vielleicht: richtig gute händler gibt es sehr selten!
wer auf tauschtagen von "fliegenden händlern" kauft, muss genau wissen, was er tut. das bessere material dürfte häufiger falsch als echt sein.

olikli
09.04.2008, 09:59
@atp50:

Da Sie offenbar jetzt doch weiter an der Diskussion teilnehmen wollen, darf ich Sie um die Beantwortung meiner Frage aus #50 bitten:

Welche gesetzliche Grundlage gibt es, rechtlich gegen Vereine vorzugehen, die Handelstätigkeiten bei Ihren Veranstaltungen dulden?

Viele Grüße,
Oliver Klimek

olikli
09.04.2008, 10:05
Wer oft genug hereingefallen ist, wird die "Versicherungsprämie" beim seriösen Fachhandel gerne entrichten. Wer auch beim (unseriösen) Händler mit Gewerbeanmeldung ähnliches erleben mußte, wird vom Nutzen des Handels kaum zu überzeugen sein.

Ich habe mich des Eindruckes nicht erwehren können, dass Herr Hornung das Rückgaberecht bei gewerblichen Händlern als Belastung empfindet und das Fehlen desselben als Vorteil für die Privaten wertet.

Aber umgekehrt wird doch ein Schuh daraus! Ein Sammler, der bereit ist, auch etwas mehr Geld für ein gutes Stück auszugeben, wird doch lieber bei einem Händler kaufen, der ihm ein Rückgaberecht einräumt. Da dies für ihn das Risiko minimiert, faule Eier zu kaufen wird er durchaus auch bereit sein, etwas mehr zu bezahlen. Ich sehe das wirklich als Wettbewerbsvorteil an

Bayernsammler
10.04.2008, 15:35
keine Antworten auf #47 und #50 sind auch Antworten:confused:

Bayernsammler

andreas-machner
10.04.2008, 15:42
@olikli: Es gibt keine rechtliche Grundlage! Darum ist atp50 ja auch so böse auf die Vereine (absichtlich im plural), weil ihm die Hände gebunden sind! Vielleicht wäre es besser die Vereine zu hofieren, anstatt sie zu kritisieren.:rolleyes: . Neuheiten, Rundsendungen, Kataloge und Zubehör vor Ort anbieten. Das Ladengeschäft ist (weitgehend) am Aussterben, neue Wege sucht der Vorausschauende, sonst machts ein Anderer.;)

Gruß,

Andreas

olikli
11.04.2008, 08:50
@olikli: Es gibt keine rechtliche Grundlage!

Da ich eben dieser Ansicht bin, habe ich die Frage auch gestellt. Als juristischer Laie könnte ich ja etwas übersehen haben... ;)

Viele Grüße,
Oliver

abrixas
15.04.2008, 22:37
@mur
Ich habe mich ein paar mal in Dein Briefmarkencafe eingewählt. Thema Briefmarken??:confused: So gut wie nichts! Auch Constanzes Beiträge: Kalter Kaffee! :rolleyes:
N.B. Ich bin kein Fussballfan, und für'n FCB schon garnicht. ! Aber dieses platte 'moin', 'gudn morgen', 'tach, Nabend', u.s,Ä. Hältst Du das für eine echte Alternative zu unserem Forum?:eek: :confused: :eek: :confused: :eek:
Tut mir leid!:mad: Ich nicht!:mad:

Ich habe die Pubertät meiner drei Töchter mehr oder weniger einfühlsam, schicksalsergeben und einsichtsvoll durchgestanden, aber diese Platitüden in diesem Café lassen jeden Kaffeelöffel beim Umrühren erweichen - Dagegen ist Uri Geller ein Weichei!:rolleyes:

Tut mir leid! Aber das ist mir zu platt! Dagegen hat "Ick snack Platt" hohes Niveau!:D

mur
15.04.2008, 23:40
Wie so häufig, Dein Posting ist unvollständig!
Damit auch andere User Deine völlig korrekten Aussagen überprüfen und einordnen können, hier nochmal -zum schnellen Finden- der Link:
http://www.briefmarkencafe.de/
Mit Sammlergruß mur

22028
16.04.2008, 05:22
Abirxas,

nix für ungut, Dein mit Smilies verseuchtes Posting könnte auch von Deinen pubertären Töchtern stammen...

abrixas_töchterlein
16.04.2008, 08:11
Das "pubertäre"-Töchterlein http://images.neopets.com/template_images/kau_baby_giggle.gifwird in 3 Wochen 27 :D ;) :p ;) :D

und beherrscht die Kunst des Smilens weit über die Väterlichen-Horizonte hinaus...

http://images.neopets.com/neoboards/smilies/clap.gif http://images.neopets.com/neoboards/smilies/complain.gifhttp://images.neopets.com/neoboards/smilies/clap.gif

http://images.neopets.com/neoboards/smilies/lol.gif http://images.neopets.com/neoboards/smilies/violin.gif http://images.neopets.com/neoboards/smilies/lol.gif

Jawoll ja

http://images.neopets.com/template_images/jubjub_green_bounce.gif http://images.neopets.com/template_images/jubjub_red_bounce.gif http://images.neopets.com/template_images/jubjub_blue_bounce.gif http://images.neopets.com/template_images/jubjub_yellow_bounce.gif

und jetzt noch was um nicht ganz vom Thema abzuweichen...
http://images.neopets.com/template_images/xweetok_stamps.gif

und die Bonusrunde
http://images.neopets.com/images/buddy/aim_altachuck.gifhttp://images.neopets.com/images/buddy/aim_dungmote.gifhttp://images.neopets.com/images/buddy/aim_jubjub_jumping.gifhttp://images.neopets.com/images/buddy/aim_robot.gifhttp://images.neopets.com/images/buddy/aim_desert_horus.gifhttp://images.neopets.com/images/buddy/florg_image.gif

Bayernsammler
16.04.2008, 20:48
Anfangs gehe ich mal kurz auf die letzten Postings von
abrixas, mur und 22028 ein:

ob jemand ein pubertierender, werbetreibender, mit Smiles verseuchter
FCB - moin,moin - n8 -Fan oder sonst was ist, hat mit der eigentlichen
Diskussion nichts zu tun.
Mir persönlich fehlen hier immer noch Antworten von atp50 auf gestellte
Fragen (auch per PN möglich).

@abrixas
welches Forum/Cafe das Beste ist, sei m. M. nach dahingestellt

@22028
in vielen Foren/Cafes unterwegs, doch nirgends heimisch

@mur
hast du dich schon mal gefragt, warum ebay das Cafe "zerschossen" hat?
Hat es an Schreibern wie dir gelegen?
Ich hatte mich ganz am Anfang in "deinem" Cafe angemeldet.
Nach der ersten kritischen Frage war ich "Out"
(du weißt schon die Sache mit @erstlesen: "den möchte ich...)
"Werbung ist unerwünscht" (siehe Zitat),
was machst du hier in Beitrag #60??

Nur zur Erinnerung, die Einleitung "deines" Cafes:


Liebe eBayer aus dem guten alten eBay-Briefmarkencafe und liebe Briefmarkensammler, die Ihr von wer weiß woher hierher gefunden habt
Nachdem eBay.de unser Cafe sinnlos zerschossen und aufgegeben hat, haben wir hier ein Ersatz-Cafe ins www gestellt. Es ist - auch wegen der Kosten - ausgesprochen einfach gehalten. Es soll versuchen die aufregende und gemischte Atmosphäre des alten Cafe wieder heraufzubeschwören.
Nachdem Ihr Euch - gewünscht ist Euer eBay-Name- registriert habt, braucht Ihr nur noch den Nick im Mail an Eure Emailadresse aktivieren und Euch anmelden. Dann kann es gleich losgehen.
Im Cafe gilt, dass bitte die allgemeinen Umgangsformen aus dem Leben und dem www eingehalten werden. Werbung ist absolut unerwünscht. Es brauchen dann auch nur Beiträge mit ungesetzlichem Inhalt zensiert werden.
Viel Spaß in unserem Briefmarkencafe.

Für mich lautet die Frage immer noch:
Wann erhalten die Fragesteller Antwort von Herrn Hornung?

Bayernsammler

22028
17.04.2008, 05:13
@22028
in vielen Foren/Cafes unterwegs, doch nirgends heimisch


Wherever I lay my had, that’s my home…

el-zet
17.04.2008, 09:27
Das kann man aber viel schöner sagen:
Home is made for comin’ from
For dreams of goin’ to
Which with any luck will never come true

reichswolf
17.04.2008, 11:39
@el-zet
Danke für den Ohrwurm, der mich jetzt den ganzen Tag nicht mehr verlassen wird... :)
Grüße,
Christoph

Fehldruck
17.04.2008, 22:01
...nach 65 Beiträgen nehme ich mal allen Mut zusammen:eek: .

@BerndHl wie war eigentlich der Tauschtag in Lübeck? Und wann ist der nächste Tauschtag (Die Antwort kannst Du vielleicht in ein neues Thema einbringen...)?

:)

Fehldruck

abrixas
17.04.2008, 22:29
Wherever I lay my had, that’s my home…

Und dieses Zitat ganz ohne Emoticons!:p

22028
08.04.2009, 19:51
Als zahlendes Mitglied im Wiesbadener Briefmarkensammlerverein habe ich bislang u.a. auch Anfänger, Interessierte und diverse Verkäufer von kleineren Nachlässen meinen örtlichen Verein ans Herz gelegt. Kein Monat verging wo ich dies nicht mehrfach aktiv betrieben habe. Vorerst wird dies alles bis zur Klärung eingestellt!

Von Kollegen und Verbänden weiß ich, dass hier immer mal wieder das Fass überläuft. Tauschtage, also Verkaufsveanstaltungen, Vereinsauktionen und andere Handelstätigkeiten in Briefmarkensammlervereinen haben ein Ausmass erreicht, dass bundesweit unbestritten im Millionenbereich liegen dürfte! Es sind gemeinnützige Vereine, die steuerlich einen priviligierten Status haben! Mit den Handelsaktivitäten riskieren die Vereine und die im rechtlichen Sinne Verantwortlichen des Vorstandes und der Kassenprüfung diesen Status vehement! Nutzniesser von Veranstaltungen mit Handelscharakter im Verein sind mit Abstand die teilnehmenden Sammler und Semihändler und nicht der Verein bzw. die Vereinskasse, die wenn überhaupt einen marginalen Bruchteil der Umsätze einbehält! Davon unabhängig wird hier bereits seit Jahren der offizielle Handel gereizt. Veranstaltet beispielsweise der Anglerverein regelmäßig eine Fischauktion?

Es ist an der Zeit, dass in einem schrumpfenden Markt, denn das ist der Briefmarkenmarkt in Deutschland zweifelsohne, Verständnis und Solidarität mit und für den Handel aufgebracht wird! Ganz unabhängig davon herrscht in Deutschland verbreitet immer noch die Auffassung, dass derjenige der Steuern zahlt bescheuert ist! Auch hier wäre ein Umdenken an der Zeit! Aber das mögen andere richten!

Ich veröffentliche zum besseren Verständnis meine E-Mail an den Verantwortlichen im Wiesbadener Sammlerverein:

"ich nehme den Bericht im Wiesbadener Tagblatt vom 10.03.2008 zum Anlass meinen Unmut über einen Sachverhalt zum Ausdruck zu bringen, der in dieser Form bitte zukünftig nicht mehr Fakt sein sollte. Es steht u.a. folgendes im Bericht: „"Zu den zweimal im Monat stattfindenden Tauschabenden kämen regelmäßig rund 50 Personen - dabei stünden jedoch nicht nur Tausch- und Handelsgeschäfte, sondern auch Referate und Lichtbildervorträge zu den Themen Reparatur und Pflege im Mittelpunkt.“

Es ist inakzeptabel, dass im Briefmarkensammlerverein Handelstätigkeiten stattfinden! Ohne wenn und aber!

Mit dieser Forderung stehe ich nicht alleine da. Ich bitte Euch entsprechende Maßnahme zu ergreifen, dass dies in der bestehenden Form nicht mehr vorkommt. Davon betroffen sehe ich auch die Tauschtage und Vereinsauktionen, die schon lange nicht den Namen verdient haben. Bei den Tauschtagen handelt es sich um Börsen, an denen der Handel im Vordergrund steht und bei dem Bares als Basis dient.

Ich habe innerhalb der ersten 3 Monate dieses Jahres einen hohen 5-stelligen Betrag an Steuern abgeführt! Alle, auch Ihr kommt indirekt in den Genuss unserer (Steuer-)Erfolge! Meine Kunden kommen zudem in den Genuss von den gesetzlichen Bestimmungen (Rückgabe etc.), denen ich als Händler verpflichtet bin. Sollte ich Hinweise erlangen, die weiterhin ein Handelstreiben im Briefmarkenverein bestätigen werde ich auch im Interesse meiner Mitarbeiter, deren Familien und auch meiner Familie rechtliche Maßnahmen ergreifen.

Des weiteren stehe ich für Euch, d.h. für die Vereinsmitglieder, zu einem Vortrag zur Verfügung. Thema und Titel: „Privat-Verkauf von Briefmarken u.a. Sammelobjekten auf eBay und anderswo“. Hier werde ich keine Rechtsberatung durchführen, jedoch langjährige Erfahrungsberichte aus diversen Blickwinkeln liefern."

Soweit mein Schreiben.

Mal das alte Thema wieder mal ausgraben. In der neuen Philatelie 04-2009 ist ja ein Artikel zu rechtlichen Seite von Vereinsauktionen. Ist das Thema nun vom Tisch?

atp50
09.10.2010, 11:36
..........

22028
09.10.2010, 12:40
Warum sind Sie mit keinem Verkaufsstand auf der Rang 2 Ausstellung in Wiesbaden vertreten? Wäre sicher eine Spitzen Gelegenheit gewesen dort Umsatz zu machen.
Ich werde am Sonntag die Ausstellung besuchen und auch den wenigen vorhandenen Händlern meine Aufwartung machen. Leider ist es mir nicht möglich zu Ihren Ladenöffnungszeiten bei Ihnen ins Geschäft zu kommen..., auch ein Händler muss mit der Zeit gehen und zum Kunden gehen.