Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Soll der BDPh-Vorstand zurücktreten?
Alexander Schonath
05.02.2008, 16:53
Ich bin der Auffassung, daß sich der BDPh-Vorstand endgültig lächerlich gemacht hat!
Einerseits wird mit dem Zugriff auf das BDPh-Forum Werbung gemacht („bdph-forum wieder beliebteste Seite”) andererseits knickt dieser Vorstand vor den angekündigten rechtlichen Schritten i. S. „Folienproblematik”ein.
Gerade eine gerichtliche Auseinandersetzung wäre doch sinnvoll gewesen, um zu einem Ergebnis zu gelangen und so die jahrelange Untätigkeit wieder wett zu machen. Die Sammler hätten dies verdient.
Aus Konsequenz sollte der BDPh-Vorstand zurücktreten!
Zuerst die Wertung für Borek und die mehr als zweifelhafte Rechtfertigung, nun das mit der Folienproblematik..., ich frage mich nur was als nächstes kommt.
hesselbach
05.02.2008, 17:10
Der Schritt wurde vom BDPh begründet: Es wurden rechtliche Schritte gegen einige Beiträge angekündigt.
Kann man zukünftig nur noch privat mit einander diskutieren? Offenbar ja.
Es ist auch offensichtlich, das Beiträge in einem offen zugänglichen Forum einfach zuviel Angriffsflächen bieten.
Gruß
Thomas
roteratte48
05.02.2008, 18:09
..irgendwo - so ganz weit hinten, fern aller Ratio - hatte ich ja gehofft, dass der BDPh sich [I]einmal[I] zu dem veranlasst sähe, was den Interessen seiner Mitglieder entspräche: sich zum Vorreiter und Sprachrohr zu machen, wenn die Interessen seiner Mitglieder in grober Weise verletzt werden. Dass dem nun einmal mehr nicht so ist, wird viele enttäuschen - warum also nicht die Forderung nach Konsequenzen (..von Seiten der Mitglieder) - und warum nicht solche Konsequenzen auch einmal ernsthaft in Betracht ziehen (..von Seiten des Vorstandes)???
Aber -*ModusGesunderMenschenverstandan* - geschehen wird natürlich NICHTS! Was UNS bleibt, ist die Arbeit an der Basis - kein Mensch kann mir juristisch an den Karren fahren, wenn ich meine ureigene Überzeugung vertrete.. gegenüber Sammlerfreunden Empfehlungen ausspreche.. ihnen von bestimmten Herstellern abrate.. oder bei manchen Herren menschliche Qualitäten in Zweifel stelle.. *ObenErwähnterModusAus*
Ich habe im Laufe meines Sammlerlebens nahezu ein Dutzend Argen aufgegeben - fast alle ungern und ausschliesslich aus Zeitmangel. Allein die Mitgliedschaft im DASV verbindet mich noch mit dem (..oder besser: kettet mich noch an den..) Dachverband - und wäre dieser Verein mir nicht so wichtig, so würde ich PF's Beispiel noch heute folgen.. :(
Der auslösende Thread ist gelöscht - na und..? Er hat Denkanstösse geliefert.. er hat Dinge in Bewegung gesetzt, die nicht mehr aufzuhalten sein werden.. er hat bei vielen die Wahrnehmung geschärft (.. auch im Hinblick auf manchen Namen dort oben) - vielleicht werden sich die Herren noch einmal messen lassen müssen an ihrem Verhalten heute - ein Vorstand kann nicht nur zurücktreten.. man kann ihm auch das Vertrauen entziehen :mad:
RR48
saeckingen
05.02.2008, 19:20
Hier geht es wieder weiter:
http://www.bdph.de/forum/showthread.php?p=56376#post56376
PS: Die Umfrage lasse ich offen, die Fragestellung ist ja denke ich noch aktuell.
Ein guter Vorschlag, wenn man mit dem
Vorstanden nicht zufrieden ist.
Nur?
Wer soll es besser machen?
Wer macht die ehrenamtliche Arbeit?
die von uns gewünscht wird?
Das könnte schwieriger werden..........
Beste Sammlergrüße
sodrei (harald)
ostfriese
05.02.2008, 21:35
Von jemanden, der laut nach Rücktritt ruft, erwarte ich schon, daß er selbst bereit ist, den Job zu machen. Ich erwarte ja nicht, daß er es besser macht, aber wer zu gar nichts bereit ist, sollte sich vielleicht etwas zurückhalten. Sonst scheint mir eine Rücktrittsforderung gar zu billig.
Da lobe ich mir die sonst soviel gescholtene Politik: wer da einen Rücktritt fordert, steht meist schon in den Startlöchern. In der ehrenamtlichen Vereinsarbeit heißt es dagegen immer nur: toll, ein anderer machts - und dann noch nicht einmal gut genug, pfui Teufel.
Vielleicht sollte mal nachgefragt werden, wer im Vorstand mitarbeiten will. Mal sehen, wieviele da mit "ja" stimmen.
Euer
ostfriese
Briefmarkensammler
05.02.2008, 22:31
Nachdem mein erster Beitrag durch Herrn Deckelmouk gelöscht wurde (ist die Wahrheit für Euch Funktionäre wirklich so schwer zu ertragen ?), dass ganze noch einmal in "politisch korrekt":
Die suboptimale Performance der werten Mitglieder des BDPH Vorstandes in Sachen "Schutz von Eigentum und Vermögen der BDPH Mitglieder " sollte diesem Anlaß sein, sein weiteres Wirken in dieser Funktion auf Sinnhaftigkeit zu überprüfen.
Fehldruck
05.02.2008, 22:46
Die suboptimale Performance der werten Mitglieder des BDPH Vorstandes in Sachen "Schutz von Eigentum und Vermögen der BDPH Mitglieder " sollte diesem Anlaß sein, sein weiteres Wirken in dieser Funktion auf Sinnhaftigkeit zu überprüfen.....eher wird das Forum auf unbestimmte Zeit geschlossen...
(Habe nach Löschung auch nochmal geändert...hoffentlich rischtisch)
Fehldruck
deckelmouk
05.02.2008, 22:55
Für heute hab ich die Nase gestrichen voll. Andererseits entgeht mir auch nicht die tiefe Ironie der Situation:
Durch das Forum wurde Druck ausgeübt, die entsprechenden Reaktionen kamen, wenn auch nicht unbedingt so, wie es sich einige Mitglieder erwartet haben. Jetzt beginnt hier (und in anderen Foren) eine Massenaustrittsankündigungswelle mit Rücktrittsforderungen an den Vorstand, um es "denen da oben" zu zeigen. Ich kann als Betroffener den Frust verstehen. Andererseits sind wir einen Schritt weiter. Und der Rücktritt des Vorstandes nützt niemandem.
Gute Nacht!
Lars
doktorstamp
06.02.2008, 01:32
Für heute hab ich die Nase gestrichen voll. Andererseits entgeht mir auch nicht die tiefe Ironie der Situation:
Durch das Forum wurde Druck ausgeübt, die entsprechenden Reaktionen kamen, wenn auch nicht unbedingt so, wie es sich einige Mitglieder erwartet haben. Jetzt beginnt hier (und in anderen Foren) eine Massenaustrittsankündigungswelle mit Rücktrittsforderungen an den Vorstand, um es "denen da oben" zu zeigen. Ich kann als Betroffener den Frust verstehen. Andererseits sind wir einen Schritt weiter. Und der Rücktritt des Vorstandes nützt niemandem.
Gute Nacht!
Lars
Lars da gebe ich dir in gewisser Hinsicht Recht. Allerdings sollten welche zurücktreten, oder zum Rücktritt gezwungen werden, und anderen sollte das Vertrauen entzogen werden.
Da sind auch zum Teil die Sachen verdreht worden, immerhin hatten mehrere aus dem Vorstand des BDPh hierzu auch ihre Stellungnahme bekanntgeben können. Ist was im Gange? Aus dem anscheinend Nichtstun des Vorstandes ist etwas ins Leben gerufen, gewollt oder ungewollt. Das Kind aus dem Brunnen geholt, war aber mal Zeit.
Leider werden wir uns dulden mussen. Hoffentlich kommt das ganze nicht ins Stocken.
Ich kann mir aber gutvorstellen, dass auf der Messe in München die betroffenen Firmen doch zur Stellungnahme aufgefordert werden. Hoffentlich kommt es zu keinen Handgreiflichkeiten, denn das Ladenpersonal trägt hierfür keine Verantwortung und sind garnicht in der Lage Stellung zu nehmen, so gerne man dies doch hätte.
Die Reihen der Hersteller sind nunmal nicht so geschlossen wie einst. Eine Firma, darf ich sie hier als Firma Feuerlampe nennen, hat es gewagt, und gewinnt dadurch vielleicht an Marktanteil.
Living in hope.
Nigel
Andreas Gminder
06.02.2008, 01:34
Hallo,
Von jemanden, der laut nach Rücktritt ruft, erwarte ich schon, daß er selbst bereit ist, den Job zu machen.
oh nein, das sehe ich allerdings anders. Darf nur derjenige Kritik üben, der den Job übernehmen würde? Ich habe doch als ganz normales Mitglied das Recht, über die Vereinsführung zu urteilen, ohne dass ich mich deshalb gleich zum Präsidenten wählen lassen möchte.
Das erinnert mich an einen anderen Verein, in dem ich (aktiver als im BDPh) zugange bin, wo etliche Vorstandsmitglieder tödlich beleidigt sind, wenn man etwas an ihrer Arbeit nicht so toll findet. Mit "Wir machen das alles ja auch nur ehrenamtlich" und "dann mach's doch besser" würgt man da sofort jede Kritik ab und so schmort dieser Verein seit Jahren in seinem eigenen Präsidumssaft fernab der Basis und wundert sich auch noch über stetig rückläufige Mitgleiderzahlen.
Den Mund verbieten, nur weil man den Posten nicht selbst bekleiden kann/möchte, das finde ich nicht gerechtfertigt.
Ich erwarte ja nicht, daß er es besser macht, [...]
Das würde ich aber schon erwarten. Welchen Sinn macht sonst eine Rücktrittsforderung? Das jemand anderes denselben Mist weitermacht? :confused:
Auch wenn ich mich aus zeitlichen Gründen und auch aus mangelnder Kompetenz sicherlich nicht bei BDPh engagieren kann/möchte/werde, erwarte ich trotzdem eine geregelte Vereinsführung im Interesse der deutschen Philatelisten.
Es fällt mir sehr schwer, dies beim derzeitigen Kurs des BDPh-Präsidiums zu erkennen. Statt sich für die Interessen seiner Mitglieder stark zu machen werden hier übergroße Sympathien mit anderen Verbänden wie dem APHV deutlich und deren Pflege scheint wesentlich wichtiger zu sein als die Pflege der eigenen Mitgliederinteressen. Erzähle mir bitte keiner, der BDPh-Vorstand ist wild dabei, Mitgliederinteressen bei den Verlagen etc. durchzusetzen, nur fehlt ihm oder jemanden den er beauftragen könnte die Zeit, hier alle paar Tage mal ein paar Zeilen über den Fortgang der Aktivitäten fallen zu lassen!
Ich persönlich habe für mich den Eindruck gewonnen, man möchte sich da oben mit keinem der anderen Oberen verderben und man schaut nur nach Möglichkeiten, möglichst ungeschoren aus der Situaton zu kommen. An uns Fußvolk oder gar an Briefmarken ist da keiner interessiert. Ich erwarte einfach, dass ein Vorstand so eines mitgliederstarken Vereins den Verlagen gegenüber auf den Tisch haut und sich nicht bei jeder Androhung rechtlicher Schritte hinterm Schreibtisch versteckt. Ich erwarte, dass für die Interessen der Mitglieder etwas getan wird, dass gekämpft wird! Sollten da jemandem persönliche Freundschaften im Wegs stehen, dann möge derjenige bitte seinen Platz räumen, unverzüglich!
Ich habe den Eindruck, es müsste sich jemand angesprochen fühlen. Deshalb habe ich bei der Abstimmung hier ohne Zögern auf den "Bitte zurücktreten"-Knopf gedrückt. Auch wenn diese Umfrage beim Vorstand sicherlich noch nicht mal ein müdes Schulterzucken wecken wird.
beste Grüße,
Andreas
Hangover
06.02.2008, 08:29
Andererseits sind wir einen Schritt weiter.
Kann erstmal jeder erzählen. Die Renten sind sicher, keiner hat die Absicht eine Mauer zu bauen. Hatten wir alles schon.
der Rücktritt des Vorstandes nützt niemandem.
Nichtsdestotrotz muss sich der Vorstand fragen lassen, warum er fünf Jahre lang in Kenntnis der Sachlage völlig untätig war. Wenn man angesichts dieser unumstösslichen Tatsache zu der Überzeugung kommt, dass mit diesen Herren kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist, sollte man das auch ruhig öffentlich äußern dürfen.
Politiker, die derartige Skandale fünf Jahre tatenlos aussitzen, gehen normalerweise direkt in den Ruhestand...
-Hangover,
BDPh-Zwangsmitglied durch zwei Argen.
claus wentz
06.02.2008, 08:51
... nix Ruhestand - Aufsichtsratposten ohne Ende!
Für heute hab ich die Nase gestrichen voll. Andererseits entgeht mir auch nicht die tiefe Ironie der Situation:
Durch das Forum wurde Druck ausgeübt, die entsprechenden Reaktionen kamen, wenn auch nicht unbedingt so, wie es sich einige Mitglieder erwartet haben. Jetzt beginnt hier (und in anderen Foren) eine Massenaustrittsankündigungswelle mit Rücktrittsforderungen an den Vorstand, um es "denen da oben" zu zeigen. Ich kann als Betroffener den Frust verstehen. Andererseits sind wir einen Schritt weiter. Und der Rücktritt des Vorstandes nützt niemandem.
Gute Nacht!
Lars
du bist nun mal durch deine position in einer anderen lage, als das "normale" bdph mitglied, mich wundert deine erwartungshaltung an letztere, wo diesen doch jegliche informationen zu etwagen aktionen im hintergrund fehlen. einfach so rumsitzen und warten, dass alles besser wird, das befriedigt im moment nicht mehr viele.
b.
lippobay
06.02.2008, 16:31
Fünf Einwürfe:
:rolleyes:
1. Die wirkliche Interessenvertretung der Sammler ist der APHV
(Der APHV steht bei allen Unstimmigkeiten zwischen Sammlern und Verbandsmitgliedern als Mittler zur Verfügung.) = Zitat gem. APHV.de
2. Mitglieder des Forums sollten endlich die Kritiken am Präsidium einstellen und einen Blick in die Satzung werfen, gem. §4 haben sie weder das Recht auf Kritik noch ein Recht auf Information. Allenfalls könnten sie aus §2 (3) h) einen Anspruch auf Beratung ableiten, sofern sie Einzelmitglieder oder ein philatelatelistischer Verband sind (gem. §3 (1))
3. Jeder Funktionsträger, in Verband oder Verein, ist nur eine relativ kurze Episode der Geschichte, er realisiert das i.d.R. allerdings erst, wenn er Ehren-Funktionsträger geworden ist und kein Mensch mehr von ihm spricht. Was sind fünf Jahre (vermutete?) Untätigkeit in Relation zu 150 Jahren Philatelie ?
4. Die Zurückhaltung des Präsidiums kann sich durchaus als sehr sinnvolle Taktik erweisen, denn bei der vermuteten, verdächtigten, unterstellten oder tatsächlichen Gemengelage von Verbandspräsidien, Beziehungsgeflechten, Millionenschäden an Deutschem Kulturgut und tausenden Betroffenen könnte sehr leicht investigativer Journalismus auf die Idee kommen, eine Story zu stricken. Früher gab es da ein Magazin „Der Spiegel“.... Und dann wäre es der richtige Zeitpunkt, die Deckung zu verlassen.
5. Wie sollte denn, selbst wenn er wollte, der BDPh die Sammler informieren ? Etliche Sammler haben keinen Internetzugang, die Mitteilungen für Vereine wurden eingestellt, der offizielle Weg BDPh-LV-Regionalbeirat-Verein ist, zumindest in Bayern, blockiert. Bleibt nur noch die „philatelie“. Oder die Messe in München. Auf beides warten wir sehr gespannt.
Lippobay
deckelmouk
06.02.2008, 16:46
@brmhby:
Das Thema "dümpelt" jetzt seit fünf Jahren in der Öffentlichkeit. Ich erwarte nicht, dass es jetzt in fünf Wochen gelöst wird. In der "philatelie" und im Forum kann sich jeder Sammler informieren und so wie ich, seine Konsequenzen ziehen: Briefe und Briefmarken werden bzw. wurden aus den modernen Folienalben herausgenommen. Jetzt bleibt noch die Überzeugungsarbeit bei den Herstellern - die auch z.T., siehe Leuchtturm, in die Pötte kommen. Ich weiss, dass so etwas Zeit braucht, die sich nicht in Stunden und Tagen sondern in Wochen und Monaten misst.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
ostfriese
06.02.2008, 18:07
Hallo Gminder,
selbstverständlich darf jedes Mitglied fleissig Kritik am Vorstand üben, ohne gleich den Job übernehmen zu müssen. Das passiert hier im Forum ja auch eifrig. Eine Rücktrittsforderung ist aber etwas anderes, eigentlich das Ende der Kritik. Im Bundestag muß, wer ernsthaft einen Rücktritt des Kanzlers/der Kanzlerin durchsetzen will, einen konstruktiven Mißtrauensantrag stellen, mit Neuwahl des Nachfolgers, denn es muß ja weitergehen. Das Gegenteil ist dann wohl ein destruktives Mißtrauensvotum.
Auch wer nicht den gleichen Mist macht wie sein Vorgänger, macht es deshalb nicht gleich besser. Es gibt ja unzählige Möglichkeiten, Mist zu machen. So z.B. könnte ein neuen Vorstand das aktuelle Thema so abarbeiten:
- volle öffentliche Breitseite gegen die fiesen, briefmarkenvernichtenden Albenverleger (das ist man seinen Fans ja schuldig)
- als Reaktion eine heftige Schadenersatzforderung der Verleger
- bestürzte Feststellung, daß man nichts Gerichtsverwertbares in der Hand hat (upps)
- trotzdem Augen zu und durch und auf gar keinen Fall einen Vergleich (wie stünde man denn sonst da)
- ein heftiger Schadenersatz wird gerichtlich festgesetzt und vernichtet das Verbandsvermögen
Auf diese Weise hätte man keineswegs den gleichen und doch ziemlich großen Mist gemacht. Die Folgen wären wohl Kritik ohne Ende und Rücktrittsforderungen.
So könnt´s gehen
meint der
Ostfriese
Andreas Gminder
06.02.2008, 18:18
Das Thema "dümpelt" jetzt seit fünf Jahren in der Öffentlichkeit. Ich erwarte nicht, dass es jetzt in fünf Wochen gelöst wird.
[...]
Ich weiss, dass so etwas Zeit braucht, die sich nicht in Stunden und Tagen sondern in Wochen und Monaten misst.
Lars
Hallo Lars,
also zunächst mal muss ich doch auch mal bewundern zum Ausdruck bringen, dass ich es nicht für selbstverständlich erachte, dass Du hier immer und jederzeit deine Birne als Frustpuffer hinhältst, obwohl Du ja nun von all diesen Vorwürfen höchstens insofern betroffen bist, dass Du neuerdings (stimmt doch, oder?) mit im Vorstand des BDPh sitzt.
Das hindert mich natürlich nicht, gleich wieder draufzuhauen :D :p
Du selbst gibst doch zu, dass das Problem seit 5 jahren beim BDPh vor sich hindümpelt und nichts passiert ist. Gar nichts! Wie sollen wir Mitglieder denn jetzt auf einmal das vertrauen haben, dass der BDPH dieses Mal in die Pötte kommt? Zumal ja auch von dessen Seite hier nichts berichtet wird. Jedenfalls nichts was einen munterer in die Zukunft blicken lassen würde.
Daher scheint es mit JETZT an der Zeit, das aufgeflackerte Flämmchen ständig zu füttern, sprich dem BDPh ständig und täglich auf die Zehen zu treten. Sonst greift 2013 wieder jemand diesen dann 5 Jahre alten Thread auf und alles beginnt von vorne.
Fakt ist doch, dass der BDPh 5 Jahre (eigentlich viel mehr!) schlicht verpennt hat. Wenn Du ehrlich bist, dann kannst Du diesen Vorwurf nicht schönreden wollen. Wäre mir lieber Du äußerst Dich gar nicht erst dazu.
Natürlich erreicht der BDPh nur einen kleinen Teil seiner Mitglieder über das Forum. Aber warum deshalb lieber gar niemanden über Aktivitäten informieren? Zudem sind viele hier mitlesenden selbst Mitglieder in ARGEs oder Ortsvereinen, so dass sich Nachrichten recht schnell bei einem bestimmt zweistelligen Prozentsatz der Mitglieder herumsprechen könnten. KÖNNTEN - wenn's denn welche gäbe.
Nimm's nicht persönlich, aber der Vorstand hat meiner Ansicht nach seinen Vertrauensvorschuss verspielt und muss - so er plant im Amt zu bleiben - diesen nun zäh wieder zurückerobern. Davon ist nichts zu merken. Wenn er das wollen würde, wäre hier im Forum ein guter Anfang!
beste Grüße,
Andreas
Andreas Gminder
06.02.2008, 18:33
Hallo Gminder,
selbstverständlich darf jedes Mitglied fleissig Kritik am Vorstand üben, ohne gleich den Job übernehmen zu müssen. Das passiert hier im Forum ja auch eifrig. Eine Rücktrittsforderung ist aber etwas anderes, eigentlich das Ende der Kritik. Im Bundestag muß, wer ernsthaft einen Rücktritt des Kanzlers/der Kanzlerin durchsetzen will, einen konstruktiven Mißtrauensantrag stellen, mit Neuwahl des Nachfolgers, denn es muß ja weitergehen. [...]
Das wäre natürlich mit Sicherheit wünschenwerter, klar. Nun kann man die Situation in der Parteienlandschaft mit mehreren konkurrierenden Parteien und entsprechend nach Nachfolge lechzenden Politikern sicher nicht eins zu eins auf eine Vereinssituation übertragen.
Auch wer nicht den gleichen Mist macht wie sein Vorgänger, macht es deshalb nicht gleich besser. Es gibt ja unzählige Möglichkeiten, Mist zu machen. So z.B. könnte ein neuen Vorstand das aktuelle Thema so abarbeiten:
- volle öffentliche Breitseite gegen die fiesen, briefmarkenvernichtenden Albenverleger (das ist man seinen Fans ja schuldig)
- als Reaktion eine heftige Schadenersatzforderung der Verleger
- bestürzte Feststellung, daß man nichts Gerichtsverwertbares in der Hand hat (upps)
- trotzdem Augen zu und durch und auf gar keinen Fall einen Vergleich (wie stünde man denn sonst da)
- ein heftiger Schadenersatz wird gerichtlich festgesetzt und vernichtet das Verbandsvermögen
Auf diese Weise hätte man keineswegs den gleichen und doch ziemlich großen Mist gemacht. Die Folgen wären wohl Kritik ohne Ende und Rücktrittsforderungen.
So könnt´s gehen
meint der
Ostfriese
Ja, so könnt's gehen.
Aber zwischen diesem Szenario und jahrelangem Nichtstun gibt's vielleicht auch noch eine oder gar mehrere sinnvollere Szenarien. Einem Verein mit 100.000 Mitgliedern traue ich eine funktionierende Rechtsabteilung zu oder die Möglichkeit sich entsprechende Rechtsberatung geben zu lassen. Würde wohl ein Aufschrei durch die Mitgliederreihen gehen, wenn im Finanzplan ein Posten "Rechtsberatung bzgl. Stellungnahme gegenüber Zubehörfirmen" stünde? Kann ich mir nicht vorstellen. Und da käme garantiert nicht heraus, dass der BDPh GAR NICHTS tun darf. Sehr wahrscheinlich würde eine Breitseite wie oben erwähnt nicht für sinnvoll erachtet. Aber WIE der BDPh seine Mitglieder über die Folienproblematik aufklären kann OHNE gerichtlich belangt zu werden, das müsste eine entsprechende Rechtsberatung leisten können!
Man muss nur wollen!
betse Grüße,
Andreas
deckelmouk
06.02.2008, 19:50
Hallo Andreas,
1. bin ich nicht im Vorstand
2. hat @ostfriese ein sehr realistisches Szenario entworfen
3. hat es auch Dich fünf Jahre lang nicht interessiert (unterstellt, dass Du 2003 schon BDPh-Mitglied warst - ich z.B. nicht)
4. der BDPh hat ca. 60.000 Mitglieder - und allen gegenüber eine Verantwortung, sorgfältig mit dem Vereinsvermögen umzugehen
5. Du bekommst nicht in fünf Minuten eine rechtliche Meinung, das dauert Zeit. Und bevor man einen Rechtsstreit riskiert, dessen Ausgang ungewiss ist, versucht man alle anderen Möglichkeiten auszuschöpfen. Gerichtstermine sind nur die "ultima ratio".
Ich will die Situation nicht schön reden. Aber ich versuche fair zu bleiben. Anstatt einen Schuldigen zu suchen, möchte ich Lösungsvorschläge hören.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Man sollte eigentlich dem Verband zugestehen, dass er seine Rechtsberatung fragt und danach handelt. Bei der Masse der Rechtsexperten im Forum ist das allerdings schwer.
Ich würde mir wünschen, dass hier mehr Ehrlichkeit rübergebracht wird. Vermuten, ich weis was, ich denke mir, die lügen sowieso und ähnliche Auswüchse gegenüber dem Forum sind obermies. Wer unbedingt meint, er müsste mit Stimmungsmache jede Lösungsmöglichkeit abwürgen, darf sich nicht wundern, wenn etwas in die Hose geht.
Ich schlage mal vor, dass wir mal eben 10.000 € in den BDPh-Haushaltsplan für das nächste Jahr eingestellt, um bei Rechtsproblemen im Forum immer hart bleiben zu können. Es wäre mir manchmal wohler.
Aleks
Liebe Forumsteilnehmer,
ihr wollt, dass Vorstandsmitglieder hier teilnehmen, aber wenn sie etwas kundtun, dann ist das selbstverständlich gelogen oder eine Schutzbehauptung? Habt ihr Euch schon einmal ü-berlegt, wie es FKL dabei geht, wenn er so etwas liest. ER hat dieses Forum gegen heftige Widerstände ermöglicht, er verteidigt es noch heute. Er hat die meiste Arbeit damit. Aber hin-ter den Kulissen, das sieht natürlich keiner.
Selbstverständlich liegt eine Klageandrohung von Firmen gegen uns vor. Sonst hätte FKL das nicht geschrieben. Die Androhung geht sowohl gegen den BDPH als Forumsbetreiber als auch gegen einzelne Teilnehmer. Und selbstverständlich haben wir uns rechtlich beraten las-sen. Um dieses Forum und einzelne Teilnehmer zu schützen sind nicht alle postings wieder geöffnet worden. Uns ist juristisch geraten worden, auf weitere Einzelheiten öffentlich nicht näher einzugehen. Dann haben wir nämlich Morgen gleich wieder den Anwalt auf der Matte stehen. Wir haben selbstverständlich auch Klagemöglichkeiten prüfen lassen. Keine Chance.
Ihr wollt, dass wir alle paar Tage hier kundtun, was passiert? Glaubt ihr denn wirklich, dass die Firmen und die Vertreter des BDPh und der anderen Verbände sich alle paar Tage treffen und verhandeln? Da schlagen alle den Terminkalender auf gucken, wann sie einen Termin frei haben. Dabei geht schon etwas Zeit ins Land. Wenn man für die Sammler etwas erreichen will, muss man erst einmal die verhärteten Fronten aufweichen. Das geht nur vorsichtig und nicht öffentlich. Man kann natürlich draufhauen, wie einige es gerne möchten. Nur glaubt ihr wirklich, dass das etwas bringt?
Seid doch einmal realistisch. Die meisten Sammler kaufen ihr Zubehör weiter bei den Verla-gen. Die interessiert diese Diskussion nicht. Herr Feuser hat ja schon mehrfach darüber be-richtet, wie es ihm ergangen ist, als er Einzelaufklärung betrieben hat. Und nun überlegt ein-mal, in welcher Position der BDPh bei den Verhandlungen ist. Wenn wir behaupten, wir ver-treten alle Sammler, lachen sich die Albenverlage kaputt. Die sehen nur, dass weiter verkauft wird. Und deshalb ist es momentan einfach besser, zu verhandeln, als draufzuhauen.
Und wie FKL schon geschrieben hat: Wenn es wieder etwas zu berichten gibt, dann stellt er es hier ein.
Viele Grüße
flamme
Fehldruck
06.02.2008, 20:56
Hallo flamme,
vielen Dank für die Info.
Bitte prüft doch nocheinmal, ob es nicht möglich ist, wenigstens die Betroffenen über die Klageandrohung zu informieren. Mir würde der Name reichen.
Fehldruck
gomunkel
06.02.2008, 22:18
In der Regel bin ich sehr zurückhaltend mit Beiträgen in irgendwelchen Foren.
Diese Diskussion hier finde ich allerdings etwas merkwürdig.
Welcher Verlag oder welche Firma würde so dumm und größenwahnsinnig sein, den BDPh mit allen seinen tausenden Mitgliedern, also ihren Kunden, bei Strafe seines endgültigen wirtschaftlichen Untergangs wegen ein paar Wortmeldungen zu strittigen Fragen in einem öffentlichen Forum zu verklagen ??? Selbst wenn er obsiegen sollte, dürfte das ziemlich schlimm ausgehen.
Hoffentlich kehrt bald V E R N U N F T ein.
Ob die Zahlen und Vorwürfe von Herrn Feuser u.a. stimmen oder nicht, sollte, nach den bis jetzt geführten Diskussionen nicht nur in diesem Forum, Anlass genug sein, von Seiten der Hersteller diesen Dingen nachzugehen. Allerdings mit dem festen Willen, den - das - die wahren schuldigen Materialien ? an der Schädigung der Briefmarken herauszufinden. Und das geht nur gemeinsam und ohne weitere gegenseitige Anwürfe und Klageandrohungen.
Ich wünsche mir am besten hier im Forum eine öffentliche Terminabsprache zwischen den hauptsächlich Beteiligten unter Moderation des BDPH Vorsitzenden oder eines von ihm beauftragten Fachmannes. Die Treffen werden protokolliert und diese Protokolle veröffentlicht.
Das muss doch möglich sein ?
Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass kein Hersteller beabsichtigt, Produkte zu verkaufen, die das darin zu lagernde Gut schädigen. Wenn es dann doch passiert oder zu passieren scheint, muss alles getan werden, um Schaden zu verhindern. Im Zweifelsfall die verdächtigen Produkte zumindest mit den entsprechenden Hinweisen versehen. Bei Bestätigung der Zweifel sollten die entsprechenden Materialien ausgewechselt werden. Ich glaube Herrn Feuser dahingehend verstanden zu haben und meine, dass das keine übermäßigen Forderungen sind.
Im Übrigen ist es schwer, beim "Fußball gucken" hier rein zu texten.
Andreas Gminder
06.02.2008, 22:19
Hallo Andreas,
1. bin ich nicht im Vorstand
2. hat @ostfriese ein sehr realistisches Szenario entworfen
3. hat es auch Dich fünf Jahre lang nicht interessiert (unterstellt, dass Du 2003 schon BDPh-Mitglied warst - ich z.B. nicht)
4. der BDPh hat ca. 60.000 Mitglieder - und allen gegenüber eine Verantwortung, sorgfältig mit dem Vereinsvermögen umzugehen
5. Du bekommst nicht in fünf Minuten eine rechtliche Meinung, das dauert Zeit. Und bevor man einen Rechtsstreit riskiert, dessen Ausgang ungewiss ist, versucht man alle anderen Möglichkeiten auszuschöpfen. Gerichtstermine sind nur die "ultima ratio".
Ich will die Situation nicht schön reden. Aber ich versuche fair zu bleiben. Anstatt einen Schuldigen zu suchen, möchte ich Lösungsvorschläge hören.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hallo Lars,
Zu 1): o.k, da war ich nicht informiert, dachte Dein Job würde dich automatisch zum erweiterten Vorstand zählen lassen.
Zu 2): Realistisch in der Theorie ja, aber ich hatte (und tue es immer noch) dem Vorstand soviel Weisheit unterstellt, dass er sich VORHER rechtlich beraten lässt.
Offensichtlich tut er das ja, wie ich dem Beitrag von @flamme entnehme. Das hätte man (man = Vorstand) doch schon längst mal darlegen können. Ist das soviel verlangt?
Zu 3): ich bin seit 2005 im BDPh, durch Eintritt in ARGE Bauten.
Zu 4): versteht sich.
Zu 5:) versteht sich ebenfalls. Aber Zeit ist viel verstrichen. Und es ging mir auch nicht darum, auf Teufel komm raus Gerichtsstreits anzuzetteln. Und wenn die Verlage ihre für mich klare Schuld nicht wahrhaben wollen, bitte schön. Aber der BDPh sollte dennoch soweit wie möglich versuchen, die Erkenntnisse von PF unter seine Mitglieder zu bringen. Das tat er nicht und tut es nicht. Wenn man wollte, könnte man die PF gerichtlich zugestandenen Formulierungen bei jeder Gelegenheit den Mitgliedern auf die Nase binden. Man könnte auf jeder Veranstaltung jedem Teilnehmer entsprechende Zettel in die Hand drücken etc. etc. Man könnte - soweit der rechtliche Rahmen es zulässt natürlich immer - diese Informationen so gut wie möglich verbreiten oder man kann sie unterm Tisch halten .....
Anstatt einen Schuldigen zu suchen, möchte ich Lösungsvorschläge hören.
Lösungsvorschläge für was? Für die Briefmarken? Die Vorschläge gibt's seit mindestens Jahren, wenn nicht Jahrzehnten. Für die armen Verlage? Muss von Seitens des BDPh für die nach Lösungen gesucht werden?
Warum sollte man nicht auch nach dem/den Schuldigen suchen? Warum muss man die Verantwortlichen für die Informationspolitik der Verlage mit Samthandschuhen anfassen? Warum muss das der BDPh??? (Selbstredend immer im Rahmen des rechtlich Möglichen natürlich.)
Warum um alles in der Welt müssen diese Verlage, denen doch ganz offensichtlich nur ihre verkauften Folien wichtig sind, nicht aber was damit passiert, warum müssen die auch noch vom Dachverband der von diesem unmöglichen Gebaren betroffenen Sammler noch geschützt werden?
Manchmal glaube ich, wir Sammler sind die Bösen, weil wir unbedingt orangene statt schwarzbraunen Briefmarken haben wollen. Ich versteh echt die Welt nicht mehr - auf wessen Seite steht der BDPh denn eigentlich? :confused: :confused:
beste Grüße,
Andreas
saeckingen
06.02.2008, 22:37
@Andreas Gminder
Und wenn die Verlage ihre für mich klare Schuld nicht wahrhaben wollen, bitte schön.
Es spielt keine Rolle was Du oder sonst wer wahrhaben möchte, vermutet oder glaubt zu wissen - vor Gericht zählen nur eindeutige Beweise. Es müssen nicht die Verlag beweisen, dass Ihre Produkte unschädlich sind, sondern wer das Gegenteil behauptet, muss das belegen können.
Peter Feuser hat es mit viel persönlichem und finanziellen Einsatz versucht, aber trotz all der von ihm zitierten Gutachten hat er vor Gericht nicht gewonnen, sondern hat einen Vergleich geschlossen.
Hat eigentlich mal jemand die Frage gestellt was ein derartiges Gutachten, das sicherlich umfassender sein muss als die bereits vorliegenden unzulänglichen Arbeiten, kostet? Und auch dann wird wieder ein Gegengutachten versuchen, Zweifel an der Aussagefähigkeit zu erwecken. Wir haben in der Firma einen vergleichbaren Rechtstreit in den letzten Jahren geführt - die Kosten für Anwälte, Gutachten, Gerichtsgebühren ..... auf unserer Seite lagen bei über 1.000.000 Euro - Streitwert waren 10.000.000.
Wie hoch wohl hier der Streitwert ist? Ich denke die Größenordnung könnte stimmen!
Fehldruck
06.02.2008, 23:10
Warum denn gleich klagen...
Anstatt eine Borek-Vorstellung, hätte der Präsident einfach mal gute schützende Produkte und Hersteller öffentlich gelobt. Oder mal eine der vielen Medaillen wäre für ein innovatives Produkt übergeben worden. Dazu ein Artikel in der philatelie...
Manche Firmen haben doch gehandelt und sind bereit, schneller auf Sammleransprüche einzugehen.
Meinen Vorschlag kann man ja auch jetzt noch verwirklichen.
(@saeckingen Ich gehe mal davon aus, daß Deine Firma nicht flammes Kampfgeist hatte "Wenn wir behaupten, wir ver-treten alle Sammler, lachen sich die Albenverlage kaputt." und gewonnen hat.)
Fehldruck
Andreas Gminder
07.02.2008, 02:29
@Andreas Gminder
Es spielt keine Rolle was Du oder sonst wer wahrhaben möchte, vermutet oder glaubt zu wissen - vor Gericht zählen nur eindeutige Beweise. Es müssen nicht die Verlag beweisen, dass Ihre Produkte unschädlich sind, sondern wer das Gegenteil behauptet, muss das belegen können.
Hallo Säckingen,
ich will doch gar nicht, dass der BDPh die Hersteller der entsprechenden Folien vor Gericht zerrt. Aber es gab ja nun ein entsprechendes Urteil Peter Feuser gegenüber, was er behaupten darf und was er als seine Meinung gekennzeichnet darstellen darf. Und das hätte der BDPh doch ebenfalls verkünden können. Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit. Wenn Peter Feuser in Sindelfingen entsprechende Zettel verteilen durfte, dann hätte das der BDPh mit Sicherheit auch gedurft. Oder liege ich da falsch?
Was ich die ganze Zeit meine, ist, dass der BDPh klar die Meinung Peter Feusers zu diesen Folie hätte mitvertreten können (in meinen Augen sogar müssen!), wenn er denn gewollt hätte. Und viele Sammler erreicht hätte.
Aber der BDPh tut das nicht. Im Gegenteil, diese Folien sind für Ausstellungen immer noch sogar Pflicht!
Warum strengt der BDPh nicht einen eigenen Verusch an, unter notarieller Aufsicht? Einige dieser sulfidgefährdeten Marken in 4 Teile teilen. Je ein Teil in besagte böse Folien zweier Hersteller, das dritte in Hawidtasche, das vierte lose oder in ein Pergaminstreifenalbum. Alles in ne Box, ordentlich beschweren, Box versiegeln, und in zwei Jahren mal nachgucken. Wäre sowas nicht ein Beweis, wenn man entsprechend viele Marken nehmen würde und die Ergebnisse eindeutig ausfielen? Kostet auch nicht die Welt, denke ich mir.
Ist es nicht auch so, dass wenn die Schädlichkeit dieser Folien eines Tages gerichtskräftig bewiesen wäre, dann entsprechend auch Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden könnten? Gegen die Hersteller natürlich, aber vielleicht auch gegen den BDPh mit seiner Vorschrift der Blattschutzhüllen? O.k., keiner ist gezwungen auszustellen. Aber trotzdem, ich sehe da eine Gefahr für den BDPh!
beste Grüße,
Andreas
Wenn also die Folien beim Ausstellen Pflicht sind, dann ist doch zumindest der Gedanke nicht abwegig, daß der BDPh dadurch bei denjenigen die ausgestellt haben und durch die Folien evtl. Schäden erhielten auch in der Pflicht!
Gruß Hesse
@Andreas Gminder
Darf ich fragen, wann Du das letzte Mal mit deutschen Gerichten zu tun gehabt hast?
Warum strengt der BDPh nicht einen eigenen Verusch an
Amateur- oder Hobbyexperimente haben keinerlei rechtsrelevante Ansicht oder Beweiskraft. Selbst Fachleute und Experten haben es schwer, wenn man die Ausführungen von Peter Feuser sieht. Eigene Versuche, die nicht nachweisbare und eineindeutig bestimmte Ursachen als Übeltäter eingrenzen sind kaum gerichtsverwertbar, wenn es immer noch andere nicht ausschließbare Möglichkeiten und Kombinationen als Ursache gibt.
Es ist leider einfach so, wer nicht zu 100% nachweisen kann, dass er Recht hat, hat ein Problem Recht zu bekommen.
Aleks
Wie lange gibt es denn eigentlich den Vorstand in seiner jetzigen Form schon?
Andreas Gminder
08.02.2008, 00:42
@Andreas Gminder
Darf ich fragen, wann Du das letzte Mal mit deutschen Gerichten zu tun gehabt hast?
Amateur- oder Hobbyexperimente haben keinerlei rechtsrelevante Ansicht oder Beweiskraft. Selbst Fachleute und Experten haben es schwer, wenn man die Ausführungen von Peter Feuser sieht. Eigene Versuche, die nicht nachweisbare und eineindeutig bestimmte Ursachen als Übeltäter eingrenzen sind kaum gerichtsverwertbar, wenn es immer noch andere nicht ausschließbare Möglichkeiten und Kombinationen als Ursache gibt.
Es ist leider einfach so, wer nicht zu 100% nachweisen kann, dass er Recht hat, hat ein Problem Recht zu bekommen.
Aleks
Hallo Aleks,
Du darfst fragen: Noch nie.
Was Du da erzählst von wegen der Beweislast ist mir auch klar.
Nur, so wie Du hier immer wieder tönst könnte man meinen, es sei überhaupt nicht möglich irgendetwas gerichtsverwertbar zu beweisen, egal wie man's anfängt. Also muss man auch gar nicht erst darüber nachdenken.
Prima, dann können wir ja jetzt alle beruhigt schlafen gehen. Sich irgendwelche Möglichkeit zu überlegen, die Folien gerichtsverwertbar als Übeltäter zu entlarven gibt es also nicht, muss man sich keine weiteren Gedanken machen. Wäre außerdem eh schwer und wir wollen doch nicht irgendwelche armen Gutachter mit schwer lösbaren Aufgaben nerven, nicht wahr?:confused:
kopfschüttelnde Grüße,
Andreas
deckelmouk
08.02.2008, 08:42
Wenn also die Folien beim Ausstellen Pflicht sind, dann ist doch zumindest der Gedanke nicht abwegig, daß der BDPh dadurch bei denjenigen die ausgestellt haben und durch die Folien evtl. Schäden erhielten auch in der Pflicht!
Gruß Hesse
Hallo Hesse,
Du meinst die FIP, nicht den BDPh. M.W. beschliesst die FIP die Ausstellungsordnung (also auch die Schutzblätter) und die angeschlossenen Länderverbände müssen sich daran halten.
Als Aussteller habe ich die Schutzhüllen sofort entfernt bzw. die Belege von den Seiten genommen. Es geht jetzt natürlich darum, eine Alternative zu den Schutzhüllen zu finden. Dass sie Sinn machen, steht ausser Zweifel.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Peter Feuser
08.02.2008, 09:23
Beitrag vorsorglich gelöscht. P.F.
@Andreas Gminder
Gerade weil man mächtig darüber nachdenken muss, sind manche der geforderten Schnellschüsse bedenklich. Ein Verband, der nach dem Motto "No risk, no fun" vorgeht, arbeitet nicht unbedingt im Sinne seiner Mitglieder.
Wenn ich in einer Urteilsbegründung lese:
Ein deliktsrechtlicher Anspruch besteht nur dann, wenn das Integritätsinteresse und das Nutzungs- und Äquivalenzinteresse nicht “stoffgleich” sind.
dann wundert es mich nicht, dass manche ein gestörtes Verhältnis zur Rechtsfindung haben. Das ist aber die Ebene, auf der man sein Recht durchsetzen muss und nicht durch "irgendwelche Möglichkeit".
Aleks
Was würde der Rücktritt des Vorstands bringen?
Das Problem ist wohl, dass die (Damen? und) Herren wohl auch alle Amateure sind und den Job nebenher machen.
Ich bin inzwischen über 50 Jahre Mitglied und war noch selten begeistert von den Aktivitäten der Oberen, wenn ich überhaupt etwas davon bemerkt habe.
Auch ich war über das Schreiben schockiert, das unser Herr Hartig an Borek schickte - und noch mehr über seine Uneinsichtigkeit auf die berechtigte Kritik.
Auch mit dem (un)fachlichen Ausdruck "Unikat" für eine Händler-Pauschal-Sammlung von der Stange, die doch sicher wenigstens ein paar hundert mal verkauft werden soll, habe ich erhebliche Probleme. Ich habe von Unikat eine deutlich abweichende Vorstellung.
In den meisten Bereichen BdPh wird anscheinend herumlaviert und es werden Probleme ausgesessen wie in der Politik. Ich erwarte nicht, dass Herr Hartig chemische Formeln studiert, aber ich meine, dass der BdPh unbedingt hier eine Arbeitsgruppe mit Fachleuten bilden müsste, die sich mit der Chemie der Druckfarben und Folien und den möglichen Wechselwirkungen auskennt und sich mit den Herstellern auseinandersetzt.
Langzeitwirkungen sind immer schwer abzuschätzen und die Hersteller von Folien und Hüllen wollten sicher keine Schäden verursachen - haben aber offensichtlich zu wenig (oder auch keine) Langzeitversuche durchgeführt - oder sich auch nur verschätzt.
Ich erwarte vom BdPh, dass hier entsprechende Forschungen veranlasst werden, damit ich in absehbarer Zeit (1-2 Jahren) weiß, in welchem Material ich meine Pretiosen gefahrlos unterbringen kann.
Ich fürchte, meine Erwartungen bleiben wieder einmal unerfüllt.
Ich wünsche allen aktiven Experten wie Feuser, Geigle usw. Erfolg bei ihren weiteren Bemühungen um Schadenersatz und um Erfolge in Richtung der Erforschung der geigneten Unterbringungsmaterialien.
Peter Feuser
08.02.2008, 19:18
@ fricke
Es ging uns noch nie um Schadensersatz! Es ging immer nur um die Vermeidung zukünftiger Schäden!
@ fricke
Es ging uns noch nie um Schadensersatz! Es ging immer nur um die Vermeidung zukünftiger Schäden!
Das ist sicher der richtige Weg und man kann Ihnen nur Erfolg wünschen - in unser aller Interesse!
ThomasK_7
09.02.2008, 13:49
Der von mir vor dem Landgericht ausgehandelte Vergleich muss doch in Wirklichkeit als Niederlage für die Albenhersteller gewertet werden!
Ich darf nämlich behaupten, dass nach meiner Überzeugung die PVC-Folien zu einer Schwarzfärbung bzw. Beschädigung von klassischen Briefmarken führen (mit der Einschränkung, dass es hierfür keinen gesicherten wissenschaftlichen Nachweis gibt).
Na aber sicher doch ... gerade unter Beachtung des Klammertextes.
Ich darf zum Beispiel behaupten, dass nach meiner Überzeugung
a) Funkmasten von Mobilfunkern im Bereich von 400m die Zeugungsfähigkeit von Menschen stark negativ beinflusst, oder
b) die öftere Einnahme von Kopfschmerzabletten der Firma Y die Gefahr von Darmkrebs um 10% erhöht, oder
c) die Ausbringung von Genmais der Firma X bei Menschen zu negativen genetischen Veränderungen führen wird, oder irgend etwas anderes.
All das darf man zum Beispiel behaupten und ist vom Artikel der Meinungsfreiheit (Grundgesetz) für jederman gedeckt.
Jedermann kann auch vor Gericht ziehen und das Gericht kann auf Kosten des Klägers (Kostenvorschuss) Gutachten in Auftrag geben, nichts neues für den Kenner der Materie. In jedem der obigen Musterfälle wird das Gutachten/die Gutachten zu dem Ergebnis kommen, dass aktuell kein eindeutiger kausaler Zusammenhang gefunden werden konnte, man es aber auch nicht ausschließen kann.
Wie immer wird im Laufe der Verhandlung das Gericht den Vorschlag bringen, sich auf einen Vergleich zu einigen. Die gefundene Kostenregelung ist allgemein übliche Praxis.
Alle Firmen werden ihr Produkt weiter produzieren und verkaufen dürfen.
Solange dies der Fall ist, wird keiner in einer Verbandsorganisation etwas gegen die Hersteller unternehmen können, da diese ja selber Mitglied sind - eine Pattsituation.
Es mag ja sein dass du dich wie ein Schneekönig über den Vergleich freust, aber ich muss dir sagen, so etwas hätte jeder von uns mit dem nötigen Geld auch hinbekommen können.
So lobenswert dein Einsatz für die Sammlerschaft ist, der jetzt eingeschlagene Weg ist meines Erachtens nicht der beste.
Christian E. Geigle
10.02.2008, 13:57
Es mag ja sein dass du dich wie ein Schneekönig über den Vergleich freust, aber ich muss dir sagen, so etwas hätte jeder von uns mit dem nötigen Geld auch hinbekommen können.
So lobenswert dein Einsatz für die Sammlerschaft ist, der jetzt eingeschlagene Weg ist meines Erachtens nicht der beste.
Jetzt ist es aber gut, mein Lieber! Wenn ich Ihr Posting lese, gerade die letzten beiden zitierten Absätze, könnte man glatt denken, Sie stehen auf der Payroll der Gegenseite :mad: .
Es ist AUSSCHLIESSLICH dem unermüdlichen, persönlichen und kostenintensiven Einsatz von PF zu verdanken, daß nach vielen Jahren endlich der Stein "Folienschäden bei Briefmarken" ins Rollen gekommen ist. Darüber herrscht allgemein (von Ihrer bedeutsamen Meinung abgesehen :cool: ) kein Zweifel, und das ist gut so.
Also bitte ich darum,
- die Verunglimpfung von PF zu unterlassen
- seine positive, federführende Rolle in dem Skandal (ja, das ist wirklich einer!!) anzuerkennen
- seinen finanziellen Einsatz (kennen Sie die Größenordnung, lieber ThomasK_7 ?) nicht zu bagatellisieren (ich weiß aus eigener Erfahrung in einer anderen Sache, wie schwer sich Menschen und Verbände tun, für eine richtige, aber schwer zu beweisende Behauptung Geld und Unterstützung rauszulegen...)
- und zuguterletzt Ihre Identität offenzulegen, wenn Sie von der Seite der Verleger in diese Diskussion eingreifen. PF kämpft auch mit offenem Visier und hat es nicht nötig, sich hinter einem kindischen Nickname zu verstecken.
Ich bin über diesen Ihren Beitrag ernsthaft sauer und kann ihn weder tolerieren noch als ironisch, witzig, sarkastisch oder sonstwie entschuldbar abtun... er ist einfach nur Sch.... !!
Christian E. Geigle, der stolz auf den Mut von PF ist und das auch gerne öffentlich kundtut!!
Peter Feuser
10.02.2008, 15:54
# 40 thomasK_7, # 41 Christian Geigle
Danke, Christian.
Wir können offen reden und deshalb hier mal ein grober Kassensturz in Sachen Folienangelegenheit:
Auslagen PF:
Anwalts- und Gerichtskosten Einstweilige Verfügung SAFE/Lindner ./. PF 2003 (Vergleich, Streitwert 50.000,- €), ca. 2.000,- €
Für den APHV verauslagte, aber nicht zurückerhaltene Gutachterkosten PTS: 1.000,- €
Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten Negative Feststellungsklage PF ./ Lindner /SAFE (Streitwert 100.00,- €): ca. 12.000,- €
Kosten Satz, Druck und Vertrieb des Flyers (2 Auflagen): ca. 4.000,- €
Von mir übernommene Kosten für einen Kunden, der meinen Rechtsanwalt in der Foliensache betraut hatte, aber dann kein Honorar zahlen wollte: ca. 800,- €
Kosten Info Verbände BDB, BPP, APHV, BDPh (Versand von Gutachten, Erstellen von Farbkopien, Eingaben): ca. 1.000,-
Allgemeine Kosten, unzählige Telefonate, Porto, Fahrtkosten usw.: ca. 2.000,-
Ergibt summa summarum ca. 22.800,- €.
Hinzu kommen, ohne Berechnung, ca. 1.000 bis 2.000 Arbeitsstunden, die jeweils mit ca. 50,- € zu Buche schlagen, würde man sie berechnen. Weiters der Verlust einiger guter Kunden, die mit Sammeln aufhörten und als Käufer ausfielen, nachdem ich sie auf Folienschäden aufmerksam gemacht hatte, sowie der Verlust von Kunden, die beleidigt waren, nachdem ich wegen offensichtlicher Folienschäden alternative Unterbringungsmöglichkeiten empfohlen hatte. Daneben muss mit weiteren Kosten für jetzt drohende juristische Auseinandersetzungen mit den Herstellern gerechnet werden.
Einnahmen P.F.:
Zuschuss BDB: 2.500,- €
Avisierter Zuschuss BPP: 1.000,- €
Zuschuss Atp50: 100,- €
Beitragsersparnis durch APHV-Austritt: ca. 2.000,- €
Kostenerstattung Gericht/Gegenseite durch Vergleich 2:1: ca. 2.000,- €
Ergibt summa summarum: ca. 7.600,- €
erstlesen
10.02.2008, 16:12
... Ich darf zum Beispiel behaupten, dass nach meiner Überzeugung
a) Funkmasten von Mobilfunkern im Bereich von 400m die Zeugungsfähigkeit von Menschen stark negativ beinflusst, oder
b) die öftere Einnahme von Kopfschmerzabletten der Firma Y die Gefahr von Darmkrebs um 10% erhöht, oder
c) die Ausbringung von Genmais der Firma X bei Menschen zu negativen genetischen Veränderungen führen wird, oder irgend etwas anderes. ...
Hallo ThomasK_7,
die von dir gewählten Beispiele, die gut geeignet sind, Peter Feuser zu verunglimpfen, unterscheiden sich in einem Punkt ganz extrem von der "Folienproblematik".
Bei deinen Beispielen wird kein Einzelner einfach einen Test für sich machen können, um sie selbst zu überprüfen.
Die Folienproblematik kann jeder selbst testen, bzw. unzählige Sammler haben bei dem Test bereits unfreiwillig mitgemacht. Ich habe einen Test (http://stampsx.com/forum/topic.php?id=186&page=4έ) gemacht, der 10 Minuten dauert und den jeder, mit vertretbarem Aufwand, selbst nachvollziehen kann.
Helmut2006
12.02.2008, 09:41
Die Frage der Beweislast wurde hier mehrfach u.a. von Herrn Feuser angesprochen. Auch wenn ich den genauen prozessualen Gang der Verfahren von Herrn Feuser nur grob kenne, kann ich hierzu folgendes sagen:
Beweislast
Die Beweislast ist das Risiko des Prozeßverlustes für den Fall der Nichtbeweisbarkeit.
Grundsätzlich gilt im Zivilprozess die allgemeine Beweislastregel, die besagt, dass derjeneige, der einen Anspruch gegen einen anderen geltend macht, die dazugehörigen Tatsachen darlegen und wenn Sie von der Gegenseite bestritten werden, beweisen muss. D.h. es ist die Aufgabe einer Prozesspartei im Zivilprozess, die Tatsachen notfalls zu beweisen, die Ihr Vorbringen tragen (So Bundesgerichtshof).
Produkthaftung
Für die Folienproblematik bedeutet dies, dass ein Geschädigter, der also durch Folien beschädigte Marken hat, (durch ein Gutachten) nachweisen muss, dass die Marken durch die Folien beschädigt wurden.
Richtig ist, dass es im Bereich der Produkthaftung auch Beweiserleichterungen gibt, die bis zur Umkehr der Beweislast gehen können. Ein Beispiel von etlichen: Beweiserleichterung bis zur Umkehr der Beweislast für Fehlerfreiheit des Produkts bei Inverkehrbringen des Produkts. D.h. Unternehmen behauptet bei Verkauf war des Produkt noch in Ordnung. Dann muss es dies auch beweisen. Im Falle der Folienproblematik liegt bei Geltendmachung einer Produkthaftung meiner Meinung nach jedoch kein Fall einer Beweiserleichterung vor.
Unterlassungsanspruch
Etwas anderes gilt, wenn Herr Feuser behauptet, dass die Folien......
Und nun die Hersteller auf Unterlassung der Behauptung klagen. Dann machen Sie ja einen Anspruch gegen Herrn Feuser geltend und tragen nun grundsätzlich die Beweislast dafür, dass die Behauptung von Herrn Feuser falsch ist (Leugnende Unterlassungsfeststellungsklage).
Beste Samlergrüsse
RA FA Dr. HK
Praxistipp:
Produkthaftungsansprüche sollten vor Gericht erst nach Vorliegen eines Sachverständigengutachten eingeklagt werden. Zur Unterbrechung der Verjährung bzw. zur Benennung eines gerichtsfesten Gutachters bietet sich das Selbständige Beweisverfahren an. Dies hält die Kosten etwas in Grenzen.
Oder anders Formuliert: Erst mal die Truppenstärke bestimmen und dann den Streit anfangen.
Briefmarkensammler
13.02.2008, 22:07
Ich habe heute einen sehr überraschenden Anruf von Herrn Hartig erhalten. Nach anfänglicher Skepsis habe ich mich über die Verbindungsaufnahme des BDPH Vorstand sehr gefreut. Herr Hartig erkundete sich nach den Gründen für meine Austritt aus dem BDPH und legte mir in sachlicher und recht überzeugender Art und Weise die Haltung und das weitere Vorgehen des BDPH in Sachen Hart-PVC Folien dar. Ich möchte nicht behaupten, dass ich mit Herrn Hartig in allen Punkten restlos übereingestimmt habe, muss jedoch meine harsche Vorstandsschelte zurücknehmen und mich für meine teils sicherlich zu emotionale Kritik bei Herrn Hartig und seinen Mitarbeitern entschuldigen. Allein die Tatsache, dass Herr Hartig offensichtlich um jedes Mitglied kämpft verdient Anerkennung und Respekt ! Offenbar hat man auch inhaltlich die Zeichen der Zeit erkannt und möchte mit allen Sammlern an einem Strang ziehen. Ich freue mich über diese Entwicklung und werde noch morgen meinen BDPH-Austritt zurücknehmen. Der Verband und der Vorstand hat alle Unterstützung von unserer Seite verdient !
Briefmarkensammler schreibt:
"und legte mir in sachlicher und recht überzeugender Art und Weise die Haltung und das weitere Vorgehen des BDPH in Sachen Hart-PVC Folien dar."
Das würde uns aber alle interessieren wie der BdPh jetzt vorgehen will - und wann?
und man muss austreten, um diese fakten kennen zu lernen? oO
Hangover
14.02.2008, 10:02
Mich würden vor allem die "überzeugenden" Argumente dafür interessieren, dass der BDPh in der Foliensache die vergangenen fünf Jahre auf Tauchstation war...
Ansonsten bitte Butter bei die Fische, wie man hier im Norden sagt. Oder ist das alles streng vertrauliches Geheimwissen?
-Hangover
P.S.: Kannst mir ja auch eine PN schicken...
Ex-BDPhler
14.02.2008, 23:20
Mann muß austreten um die Hintergründe zu erfahren??? Der Rest der Welt bleibt dumm !!
Der Vorstand des BDPh würde sich als Politiker auf Landesebene sehr gut machen, Qualifiziert ist er dazu auf jeden Fall :o
@Oisch
Du hast nicht gerade eine faire Meinung von Leuten, die bereit sind sachlich über etwas zu reden und ggf. auch überzeugt werden. Stimmung machen ist anscheinend in.:( Man kann eben nicht mit jedem sachlich reden.
Aleks
@Aleks
Sorry, aber in der Sachdiskussion stehen wir doch genau dort, wo wir vor 5 Jahren schon einmal waren.
Die beiden damals schon involvierten Albenhersteller streiten nach wie vor einen ursächlichen Zusammenhang zwischen ihren Folien und den Bleisulfidschäden ab.
Über Maßnahmen des BDPh und Ergebnissen von Gesprächen mit seinen "befreundeten" Verbänden (der Ausdruck "befreundet" stammt aus einer Rede des BDPh-Präsidenten und nicht von mir) ist bis heute nichts Konkretes bekannt.
Abbildungen bleisulfidgeschädigter Marken werden von einem BDPh-Funktionär gelöscht.
Sachargumente liegen doch wohl genügend auf dem Tisch. Ich befürchte man will das Thema erneut aussitzen, beschwichtigen und bagatellisieren, in der Hoffnung das langsam wieder Gras über die Sache wächst.
In 5 Jahren kommt vielleicht wieder ein "Kamel" und frisst das Gras wieder weg und das bekannte Spiel beginnt von vorne
@Oisch
Ich weis nichts genaues, Du weist nichts genaues. Was derzeit hinter den Kulissen läuft, wissen wenige, aber Du weist, dass Du alles besser weist.
Du bist vielleicht beleidigt, dass Dich niemand angerufen hat, aber was soll das? Glaubst Du wirklich, dass das Problem dadurch zu lösen ist, dass man allen vorher sagt, was man als nächstes macht? Sei doch bitte nicht so naiv.
Aleks
Soweit ich mich erinnern kann, ist die Problematik ein wenig älter als
5 Jahre. Ein wenig sehr viel älter! 15 Jahre kommen da schon eher hin.
Trotzdem habe ich niemals das Vertrauen in den BDPH Vorstand verloren,
warum auch? Sind es doch nicht meine Schutzbefohlenen und haben sie mir
nicht Rede und Antwort zu stehen, nur weil ich Mitglied des BDPH bin.
Trotzdem kann ich ihnen vertrauen und ich mache das gerne!
Es gleicht einer Hetzjagd was einige hier veranstalten und ich finde das nicht
gut. Sicher ist die Bewegung seitens BDPH in dem angesprochenen Punkte
ins stocken geraten, aber deswegen gleich den Rausschmiss des Vorstandes
fordern, finde ich zu heftig bis vermessen. Generell würde ich mal denken, daß
der Vorstand des BDPH noch andere Sachen zu tun hat, als sich um die ollen
Folien zu kümmern ... auch wenn es (einschließlich mich) viele Betroffene gibt.
Dann lagere ich eben die entsprechenden Marken anders und verzichte auf die
Klemmtaschen o.ä.
Kaufen brauche ich sie dann auch nicht mehr und schon wird der Hersteller
erkennen, das da was faul ist. Wo also ist das Problem?
Bestimmt nicht beim Vorstand des BDPH.
Wir werden sehen ...
und komm mir jetzt keiner mit
Wie sie sehen, sehen sie nichts und warum sie nichts sehen, werden sie gleich
sehen. ;)
" Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, daß es keinen Sinn hat, sich aufzuregen. (Ambrose Bierce) "
mal drüber nachgedacht ???
1867
Es sind zwar nicht Deine Schutzbefohlenen aber laut Eigenverständnis und entsprechend den Statuten des BDPh unsere (gewählten) Interessensvertreter und somit haben wir als Mitglieder sehr wohl das Recht diese Interessensvertretung einzufordern und zu hinterfragen
Hinterfragen heißt nicht gleich abwählen, soweit kann ich schon noch
unterscheiden. ich finde diese Forderung echt fett und bin damit keineswegs
einverstanden! Ich finde das eher anmassend bis unpassend!
Weil die Moderatoren @deckelmouk, @1867 und @aleks den Thread mit ihren Löschungen und sachlichen (?) Kommentaren etwas zu zerfleddern drohen, möchte ich meine, natürlich subjektive, Meinung kurz zusammenfassen:
Der BDPh-Vorstand hat in der PVC-Folienproblematik umfassend nicht nur versagt, er hat gegen die Sammlerinteressen, die er eigentlich zu vertreten hat, verstoßen:
Seit vielen Jahren wußte das BDPh-Präsidium davon, daß die PVC-Folien wahrscheinlich bestimmte Marken unwiderruflich zerstören. Hier meine ich nicht alleine die Bleisulfidschäden, sondern ich meine auch die (noch) sogenannte "Fluoreszenzwanderung" bei modernen Marken und ich meine auch z.B. die durchfettenden frühen SK-Markenheftchen. An einer Problemlösung im Sinne der Sammler hat der BDPh nicht gearbeitet, obwohl es seine ureigendste Pflicht gewesen wäre!
Im Gegenteil, der BDPh-Vorstand hat es in der Vergangenheit an jeder elementaren Distanz gegenüber allen Institutionen fehlen lassen, die den Sammlerinteressen zuwiderhandeln können.
Auch bei einer - durch die Stiftung - gegebenen wirtschaftlichen Abhängigkeit des BDPh von der DPAG, mußte der Präsident sich nicht die Argumente der DPAG zueigen machen und die sammlerfeindliche Umtauschfrist noch verteidigen. Wenn überhaupt eine Stellungnahme als BDPh-Präsident notwendig war, so hätte diese für eine Fristverlängerung abgegeben werden müssen.
Die Ausgabepolitik der DPAG ist selbst für Herrn Hartig nicht immer nachvollziehbar. Warum er aber immer noch Mitglied im Kunstbeirat ist, bleibt sein ureigenstes Geheimnis. Wo man keinen sichtbaren Einfluß ausüben kann, muß man ein Gremium nicht durch seine Präsenz aufwerten und bleibt logischerweise in der Versenkung.
Die öffentlichen Äußerungen von Herrn Hartig über die Philatelie und Privatpost sind grenzwertig. Herr Hartig hat übersehen, daß es eine große Zahl Sammler auch von Privatpost gibt. Diese organisieren sich nicht nur in einer Arge im BDPh, sondern auch schon außerhalb des BDPh.
Zusammen mit dem APHV ist der BDPh der Träger des BPP. Mit Sicherheit ist diese enge Zusammenarbeit einmal vereinbart worden, um dem Sammler zum Vorteil zu gereichen. Das ist scheinbar heute nicht mehr unbedingt die Realität. Ich frage mich, ob der BDPh seinen Einfluß immer im notwendigen Umfang und zum Wohle der Sammler genutzt hat. Mir fehlen die lange überfälligen klaren Definitionen zur Prüfung der durchfettenden SK-Marken genauso, wie die Stellungnahmen und Festlegungen zur "Fluoreszenzwanderung". Schon heute gibt es nachweisbare Schädigungen in astronomischer Höhe, aber keine Festlegung zur Beurteilung dieser Schädigungen.
Wir dürfen davon ausgehen, daß der BDPh-Vorstand schon seit Jahren immer genauestens über den Stand der PVC-Folienproblematik informiert gewesen ist. Sehe ich von der Veröffentlichung im Mai 2003 in der "philatelie" ab, hat dieser den Infomationsvorsprung aber überhaupt nicht zum Vorteil der Sammler genutzt.
Im Gegenteil, der BDPh-Vorstand hat entgegen den Sammlerinteressen gegen Herrn Feuser gearbeitet, indem er dessen Erkenntnisse ignoriert und dessen Engagement zum Sammlerwohl ...(Kopfschere!).
Erst als die Veröffentlichung des Skandals wegen des nimmermüden Herrn Peter Feuser und der Versendung seines Flyers an seine Kundschaft und der Verteilung z.B. in Sindelfingen nicht mehr aufzuhalten war, hat der BDPh notgedrungen wieder ein Mindestmaß an Aktivität gezeigt. Eigentlich muß man wohl sagen: Aktivität zugelassen! Dem kritischen Betrachter drängt sich die Frage auf, welche Rolle der BDPh in den vergangenen Jahren gespielt hat. Warum hat er sich nicht auf die Seite von Peter Feuser geschlagen? Welche Rolle hat der BDPh gespielt, als der BPP, dessen Vorsitzender ja den Aktivitäten von PF mal eher wohlwollend gegenübergestanden hat, sich ebenso in bisher ungebrochenes Schweigen gehüllt hat. Man hat den Eindruck gewinnen müssen, daß sich der BDPh unter eine Meinungsführerschaft des, von den Albenverlagen dominierten APHV, geduckt hat.
Für den außenstehenden Betrachter hat es, dokumentiert durch das jahrelange Schweigen, die nicht erfolgte Reaktion auf die direkt an den BDPH gerichteten Anliegen (Prozeßkostenhilfe etc.) eine de facto Mißachtung der Sammlerinteressen durch den BDPh gegeben.
Mögen auch einzelne Meinungsäußerungen von @woma und einzelne Handlungsweisen, wie z.B. das Wiedereröffnen des Threads und die Ausschreibung einer Stelle für einen Pressereferenten, vereinzelt Hoffnungen auf einen Richtungswechsel bei der Führung des BDPh genährt haben, so bleibt doch festzustellen, daß nach wie vor viele Fragen offen sind:
1. Noch immer steht eine Warnung an die Aussteller aus, deren Sammlungen, wegen der dauerhaften Lagerung in den für Ausstellungen vorgeschriebenen Blattschutzhüllen mit Sicherheit noch vor sich hingammeln.
2. Noch immer fehlt jegliche Mitteilung über erzielte Verhandlungsergebnisse aus der "Elefantenrunde". Im Gegenteil: Die Tatsache, daß zwischenzeitlich zwei betroffene Albenverlage erneut Peter Feuser vor Gericht zerren, läßt erahnen, daß es keine Ergebnisse - nicht einmal die Warnzettel für neuverkaufte PVC-Produkte - gegeben hat.
3. Außer einer Verlautbarung von Herrn Lang, dem Vizepräsidenten des APHV, hier im Forum, haben wir absolut keine Veranlassung zu hoffen, daß es einen Meinungsumschwung in der Führung des APHV gegeben haben könnte. Nach wie vor muß man nicht zuletzt wegen der erneuten Klage gegen P.F. fürchten, daß die (zwei) Albenverlage den APHV beherrschen.
4. Nach wie vor kneift der BDPh und bezieht immer noch nicht für Peter Feuser Stellung.
Mir fehlt schlicht das kleinste Zeichen dafür, daß der BDPh-Vorstand sich für die Sammlerinteressen und gegen die Interessen der Philatelieindustrie positionieren will, wo diese dem Sammlerinteresse entgegenlaufen. Der BDPh ist die Veinigung der Sammler und diese stellen die Finanzmittel zur Verfügung von denen alle anderen Philatelieverbände und, in geringerem Umfang, die Versandstelle abhängig sind. Statt mit diesem Pfund zu wuchern, muß man den Eindruck gewinnen, daß der BDPh weiterhin immer nur defensiv reagiert, auch da, wo offensives Handeln und offensive Informationspolitik angeraten scheinen.
Zur Zeit herrscht unter den verbandsgebundenen Philatelisten ein bis tief in die Vereinsebene hineinreichendes tiefes Mißtrauen gegenüber der Verbandsführung, weil, wie @oisch richtig geschrieben hat, alle Zeichen auf Aussitzen und Warten, daß sich alles wieder beruhigt, stehen. Diesen Eindruck sollte die Verbandsführung aber tunlichst vermeiden, und das geht eben nicht mit nur "amikalen" Gesprächen, die von der Basis gerne als "Kungelei" unter "Leistungsträgern" wahrgenommen werden.
Wenn unter den gegebenen Umständen der BDPh-Vorstand zum Rücktritt aufgefordert wird, kann ich das nachvollziehen. Es ist, weil letztendlich völlig ohne Konsequenzen, ein Mittel des Protestes und deswegen weder unpassend, noch anmaßend.
Mit Sammlergruß mur
phil-maddin
16.02.2008, 22:00
...mußte der Präsident sich nicht die Argumente der DPAG zueigen machen und die sammlerfeindliche Umtauschfrist noch verteidigen. Wenn überhaupt eine Stellungnahme als BDPh-Präsident notwendig war, so hätte diese für eine Fristverlängerung abgegeben werden müssen.
das habe ich auch nie verstanden, einfach unglaublich.
das ist ja so als wenn arbeitnehmer den mindestlohn auf 1 eur reduzieren würden !
oder sind damals gelder nach liechtenstein geflossen ?
Christian E. Geigle
16.02.2008, 22:03
3. Außer einer Verlautbarung von Herrn Lang, dem Vizepräsidenten des APHV, hier im Forum, haben wir absolut keine Veranlassung zu hoffen, daß es einen Meinungsumschwung in der Führung des APHV gegeben haben könnte. Nach wie vor muß man nicht zuletzt wegen der erneuten Klage gegen P.F. fürchten, daß die (zwei) Albenverlage den APHV beherrschen.
Den Meinungsumschwung in der Vorstandschaft des APHV hat es bereits gegeben. Es gibt eine neue Stellungsnahme, die in den nächsten Folgen der Fachmedien publiziert werden wird. (Das dauert nun mal ein bißchen, weil der jeweilige Redaktionsschluß immer schon einige Wochen vor Erscheinen liegt. Dadurch kann der Eindruck der Untätigkeit erscheinen. Das ist aber nicht so, denn schon unmittelbar nach Erscheinen der ersten (schlechten) Stellungnahme des APHV in seinem Verbandsmagazin haben sehr viele (!) Mitglieder darauf gedrängt, diese zu korrigieren und zu widerrufen. Das wird geschehen, seien Sie unbesorgt!)
Ich vermute, daß die beiden hauptbetroffenen Hersteller, Safe und Lindner, im Anschluß an die Kehrtwende des APHV-Präsidenten ihre Mitgliedschaft im APHV kündigen werden. Ich weiß aber auch, daß nicht nur ich diesen Schritt sehr gelassen sehen und sogar begrüße, weil dann endlich ordentliche Verbandsarbeit im Sinne der Philatelie möglich wird, ohne daß man auf zwei unkooperative Mitglieder Rücksicht nehmen müßte.
Es ist auch keinesfalls so, daß die beiden Hersteller den APHV beherrschen. Sie sind mit einem einstelligen Prozentsatz an den Mitgliedsbeiträgen beteiligt und üben ansonsten keinerlei tragende Funktion aus.
Inwieweit sich die Hersteller in den vergangenen Jahren bei den anderen Mitgliedern des APHV, namentlich den Ladenhändlern, unbeliebt gemacht haben, steht noch auf einem anderen Blatt. War früher der Vertrieb der Produkte eine partnerschaftliche Angelegenheit, von der Hersteller und Handel gleichermaßen profitiert haben, haben die Hersteller angesichts rückläufiger Umsätze neue Absatzwege beschritten. Direktmarketing oder auch das Internet (wohl mehr über Dritte, die Großposten zu Dumpingpreisen bekommen) nehmen dem Ladenhandel die Zubehörschiene weg. Das ist nicht sehr schön für diesen... wenn jetzt auch noch die Wut der Sammler über die Zerstörung wertvoller Briefmarken durch PVC-Folien (um es mal ganz grob zu umschreiben, damit ich nicht auch noch eine Einstweilige Verfügung bekomme :D ) bei den Ladenhändlern einschlägt, die vor Jahren diesen Mist in gutem Glauben zu horrenden Preisen verkauft haben, wird die Lust auf bestimmte Mit-Mitglieder ohnehin dahin sein.
Christian E. Geigle, der im APHV eine äußerst starke Sympathie für PF feststellen kann ;)
Christian E. Geigle
16.02.2008, 22:11
... mußte der Präsident sich nicht die Argumente der DPAG zueigen machen und die sammlerfeindliche Umtauschfrist noch verteidigen. Wenn überhaupt eine Stellungnahme als BDPh-Präsident notwendig war, so hätte diese für eine Fristverlängerung abgegeben werden müssen.
Das Versagen ALLER Verbände (BDPh, APHV und BDB) bei dieser Frage hat die Sammler und den Handel einen dreistelligen Millionenbetrag gekostet. Aber um mit den Verantwortlichen der Post AG auf Augenhöhe verhandeln zu können, muß man nicht nur die Länge, sondern auch die Größe des Gegenüber haben, sonst wird man nicht ernst genommen. Klassische Lobbyistenarbeit eben. Und in den genannten Verbänden damals leider nicht verfügbar :( .
phil-maddin
16.02.2008, 22:29
Aber um mit den Verantwortlichen der Post AG auf Augenhöhe verhandeln zu können, muß man nicht nur die Länge, sondern auch die Größe des Gegenüber haben, sonst wird man nicht ernst genommen.
das verstehe ich nicht.
wenn man der meinung ist verhandeln bringt nichts, dann verhandelt man eben nicht. immer noch besser als der frist zu zustimmen.
dm-briefmarken kann ich nicht umtauschen, aber dm-geld und sogar dm-telefonkarten kann ich umtauschen. ich kann mir nicht vorstellen, dass hier ein telefonkartensammlerverband verhandelt hat.
deckelmouk
16.02.2008, 23:26
Wenn ich SAFE oder Lindner wäre, mich würde der Thread hier tierisch freuen. Selbstzerfleischung des Gegners nennt man sowas. Stimmungsmache, öffentlich zelebrierte Austritte und nicht belegbare Verschwörungstheorien spielen ihnen in die Karten.
Wenn man etwas gesunden Menschenverstand hat, dann hält man sich in so einer heiklen Phase zurück und walzt das Thema nicht in einem öffentlichen Forum tot. Ich verstehe diese destruktiven Beiträge nicht. Jeder hat ein Recht auf eine eigene Meinung, aber ab und zu schadet es nicht, diese für sich zu behalten.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
P.S. Meine Belegsammlung ist jetzt zu 90% in garantiert PVC-freien Kunststoff-, Papp- und Holzkisten.
phil-maddin
16.02.2008, 23:40
ich glaube eher s&l können sich nur noch über totschweigen freuen ;)
ergänzend zu phil-maddin
"ich glaube eher s&l können sich nur noch über totschweigen freuen" ....
und ganz sicherlich über das Verhalten des BDPh
@deckelmouk
"Meine Belegsammlung ist jetzt zu 90% in garantiert PVC-freien Kunststoff-, Papp- und Holzkisten"
... und wäre die Problematik der schwefelhaltigen PVC-Stabilisatoren bereits vor Jahren mit der gebotenen Sorgfalt und Intensität verfolgt worden, hättest Du unter Umständen unnütze Ausgaben für PVC-Material gespart
deckelmouk
17.02.2008, 11:59
@oisch:
Meine ersten Alben von SAFE habe ich mir vor etwa 20 Jahren gekauft. Da war das Thema bestenfalls einer kleinen Gruppe von Sammlern und den Verlagen bekannt. Selbst vor fünf-sechs Jahren, als ich angefangen haben, mich intensiv für Postgeschichte zu interessieren, gab es ausser Hinweisen und Vermutungen nichts. Nur das ungute Gefühl, wenn ich einen Brief in mein Leuchtturm-Optima-Album oder unter SAFE-Schutzhüllen gesteckt habe. Dann kam 2003 der erste Artikel in der "philatelie" und das Aha!-Erlebnis - allerdings mit wenig Konsequenzen, nur das Gefühl wurde schlechter.
Als Sammler bin ich für meine Briefmarken und Belege verantwortlich. Die Konsequenzen aus der Folien-Diskussion habe ich für mich gezogen.
"Hädde, kennde, dade, ware" - Ich kann mich in den Schmollwinkel setzen und mit den Fingern auf alle Verbände zeigen. Klar hätte man das Thema früher auf die Agenda setzen können. Und noch weitere Themen. Hilft aber jetzt nichts mehr. Der Verband hat die Brisanz erkannt, die Hersteller auch. Dass so ein Prozess Zeit braucht, wurde schon oft geschrieben und dass man nicht stündlich im Forum darüber berichtet, sollte klar sein.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Wie Dante vor nahezu 700 Jahren schon richtig erkannte (Die Göttliche Komödie Inferno III)
Philatelisten: "Lasst, die Ihr eintretet, alle Hoffnung fahren" (dass vom BDPh eure Interessen vertreten werden)
Peter Feuser
22.03.2008, 11:54
Am 18.2.2008 habe ich in einem persönlichen Schreiben an Präsident Dieter Hartig wegen der Haltung des BDPh-Vorstandes in der Folienangelegenheit meinen Austritt aus dem BDPh erklärt.
In seinem Antwortbrief vom 19.3.2008 schreibt Dieter Hartig, dass der gesamte BDPh-Vorstand einstimmig die Auffassung vertritt, "seine Mitglieder in obiger Angelegenheit nach bestem Wissen, zeitnah und ausführlich informiert zu haben". Es wird auf die Veröffentlichungen in der PHILATELIE und die Presseerklärung betr. Blattschutzhüllen vom Januar 2008 verwiesen.
Der Vorwurf des Nichtstuns und der Verletzung elementarer Regeln der Höflichkeit gegenüber meiner Person wird entschieden zurückgewiesen.
Nach wie vor bietet der BDPh-Vorstand eine irgendwie geartete direkte Unterstützung meiner Bemühungen in der Folienangelegenheit nicht an.
ostfriese
22.03.2008, 14:26
Sehr geehrter Herr Feuser,
an anderer Stelle haben Sie hier im Forum erklärt, daß Sie die Bemühungen in der Folienangelegenheit nicht für die allgemeine Sammlerschaft unternehmen, sondern aus persönlichem Geschäftsinteresse, weil Sie mit den gefährdeten klassischen Marken handeln und auch in Zukunft handeln wollen.
Warum sollte Sie ein gemeinnütziger Verband, z.B. finanziell durch den Einsatz von Mitgliedsbeiträgen, dabei unterstützen, daß Sie Ihre persönlichen Geschäftsinteressen, vor Gericht oder anderswo, verfolgen. Dies könnte vielleicht Aufgabe des APhV sein, der schließlich ein Verband von Geschäftsleuten ist, aber keineswegs Aufgabe eines allgemeinen Sammler-Dachverbandes. Im Gegenteil, der BDPh darf die Geschäftsinteressen einen Einzelnen überhaupt nicht einseitig unterstützen.
Sie können natürlich Gott und der Welt mangelnde Unterstützung vorwerfen, aber Sinn macht es nicht.
Das meint der
Ostfriese
erstlesen
22.03.2008, 14:50
Bitte den vorherigen Beitrag von Ostfriese löschen
doktorstamp
22.03.2008, 15:36
Sehr geehrter Herr Feuser,
an anderer Stelle haben Sie hier im Forum erklärt, daß Sie die Bemühungen in der Folienangelegenheit nicht für die allgemeine Sammlerschaft unternehmen, sondern aus persönlichem Geschäftsinteresse, weil Sie mit den gefährdeten klassischen Marken handeln und auch in Zukunft handeln wollen.
Warum sollte Sie ein gemeinnütziger Verband, z.B. finanziell durch den Einsatz von Mitgliedsbeiträgen, dabei unterstützen, daß Sie Ihre persönlichen Geschäftsinteressen, vor Gericht oder anderswo, verfolgen. Dies könnte vielleicht Aufgabe des APhV sein, der schließlich ein Verband von Geschäftsleuten ist, aber keineswegs Aufgabe eines allgemeinen Sammler-Dachverbandes. Im Gegenteil, der BDPh darf die Geschäftsinteressen einen Einzelnen überhaupt nicht einseitig unterstützen.
Sie können natürlich Gott und der Welt mangelnde Unterstützung vorwerfen, aber Sinn macht es nicht.
Das meint der
Ostfriese
Hallo Ostfriese,
Zu verbergen hat Harr Feuser nichts, er ist durchaus in dieser Sache ehrlich gewesen und will erst garnichts was verheimlichen. Genausogut hatte ein gut bemittelter und betuchter Sammler diese Vorwürfe bringen können. Wo gewiss keine Unterstützung seitens der APHV oder BDB zu erwarten wäre.
Ich habe Ihrem letzten Satz hervogehoben.
Was nennen Sie denn das Handeln des Herrn Hartwig in der Sache Borek?
M.M. nach sieht das genau wie eigenhändiges Handeln aus.
Weitaus wichtiger ist es die Kulturgut und Erbe für die Zukunft zu schützen.
Darum gehts!
mfG
Nigel Chandler
MBE FRPSL
gomunkel
22.03.2008, 15:41
Wieso löschen? Das passt doch zum Anfang dieses Themas ganz prima, was Ostfriese da von sich gibt.
Warum soll der BDPh ausgerechnet Herrn Feuser nicht unterstützen, wenn unser Vorsitzender mir persönlich Briefe schickt und mich auf super Produkte eines Briefmarkenversandhauses in aller Deutlichkeit hinweist. Da ist es doch nur folgerichtig, dafür zu sorgen, dass ich die mir empfohlenen und dann gekauften Produkte ordentlich unterbringen kann. Zumal es auch im Schreiben um "klassische Briefmarken" ging.
Da muss nicht gleich Gott und die ganze Welt helfen, ein bischen Unterstützung vom BDPh, insbesondere Herrn Hartig, genügt da doch, oder nicht ??? ;)
PS: Ich bin kein Kunde bei Lindner und Co. Und die empfohlenen Briefmarken habe ich auch nicht erstanden. Klassische Briefmarken sammel ich nicht und bin Mitglied im BDPh.
Briefmarkensammler
22.03.2008, 16:09
Bitte den vorherigen Beitrag von Ostfriese löschen
Wieso löschen ? Ein offenes Forum sollte auch mit Meinungen zurecht kommen, die nicht die Deine oder meine ist.
Fehldruck
22.03.2008, 17:54
In welchen Albensystemen bringt Borek eigentlich seine Abo- Sammlungen unter? Ich hatte vor zig Jahren mal ein Berlin-Album, daß in PVC-Ausführung war.
Nach soviel Fehlleistungen, kann ich dem BDPh und den Sammlern nur wünschen, daß sich bald ein kompetenter neuer Präsident einfindet.
Über die Ergebnisse der Gespräche mit den Albenverlagen zum Thema hat uns bisher der BDPh-Vorstand weder hier noch in der philatelie informiert.
Positiv überrascht, bin ich von den Statements der drei anderen Verbände. Besonders die Forderung des BPP gefällt mir.
Fehldruck
Peter Feuser
23.03.2008, 08:00
Es fehlt nach wie vor die offizielle Stellungnahme des BDPh-Vorstands zur Gesamtproblematik, die eindeutige Empfehlungen bzw. Aufforderungen an Sammler und Hersteller enthält. Was BDB, BPP und sogar der APHV geschafft haben, müsste doch erst recht der Interessenvertretung der Sammler möglich sein.
Die wenig aussagekräftige Stellungnahme des BDPh-Vorstandes zur bindenden Verwendung von Blattschutzhüllen bei Ausstellungssammlungen ist erst erfolgt, nachdem ich ein halbes Dutzend Mal dazu aufgefordert hatte.
Peter Feuser
26.06.2008, 15:55
In PHILATELIE 6/2008, Seite 52, findet sich ein Foto, das im Jahre 2003 entstand und neben dem ehemaligen APHV-Präsidenten Carl-Heinz Schulz die Repräsentanten der bedeutenden deutschen Albenhersteller und des Schwaneberger Verlages zeigt. Die Verlegerrunde tagte, um über die Folienproblematik zu diskutieren.
Zu diesem Zeitpunkt dauerten meine Bemühungen zur Verhinderung weiterer Bleisulfidschäden bereits rund drei Jahre an. Auch lag das PTS-Gutachten aus dem Jahre 2002 vor, das eine mögliche Erklärung für die Farbveränderungen an Marken, Poststempeln usw. lieferte.
Dieses Foto stammt ausweislich der Bildunterschrift vom ehemaligen BDPh-Vorstand Wilhelm van Loo.
In diesem Zusammenhang dürfte die über die Folienproblematik informierten BDPh-Mitglieder die Beantwortung der folgenden Fragen interessieren:
1.) Waren neben Wilhelm van Loo noch weitere BDPh-Vertreter bei diesem Treffen anwesend?
2.) Wurden vom BDPh nachdrücklich die Sammlerinteressen gegenüber dem APHV und den Albenherstellern wahrgenommen, nachdem alle Beteiligten (auch BDPh-Präsident Dieter Hartig) ausführlich über die Bleisulfidproblematik informiert worden waren?
3.) Wurde von den Teilnehmern des Treffens Übereinstimmung über das weitere Vorgehen in dieser Sache erzielt?
4.) Was war der Grundtenor einer derartigen Vereinbarung?
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