Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Altsignatur "Gilbert"
Wie ist heute mit der Signatur "Gilbert" umzugehen?
Früher war Herr Gilbert ein allseits bekannter Prüfer u.a. für Böhmen und Mähren Spezialitäten etc. Sind Marken mit seinem Signum generell als dubios anzusehen oder gar schon wieder als Fälschung ein zu stufen?
Oder muss jede Marke/Beleg eines sogenannten "Altprüfers" (auch Mahr, Pfenninger und Peschl sind heute als solche zu bezeichnen!) neu geprüft werden? Von "Geschmacksache" will ich hier nicht sprechen...
Freundliche Grüsse
katze52
(Karl)
deckelmouk
23.01.2008, 17:31
Hallo Karl,
das Signum "Gilbert" ist m.E. "verbrannt". Ich sehe es sehr oft auf falschen Theresienstadtmarken. Da hat jemand den vormals guten Namen missbraucht und jede Fälschung damit signiert.
Peschl würde ich heute noch trauen, Pfenninger mit Einschränkungen bezüglich Echtheit von Stempeln. Anders gesagt, blind auf ein Signum vertrauen ist gefährlich.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hallo Lars,
besten Dank. Im Prinzip ist also alles möglich...?!
Viele Grüsse
Karl
klassiker
23.01.2008, 18:57
Anders gesagt, blind auf ein Signum vertrauen ist gefährlich.
Was die Absurdität des Signierens auf das Trefflichste belegt!
Was machst Du denn, wenn der Prüfer Deines Gebiets aufhört oder das
Zeitliche segnet?
Alles zum Nachfolger schicken, damit es wieder eine "gute" Signatur gibt?
Und 10 oder 20 Jahre später ...?
Ein Fotoattest aus den Achtzigern ist mir immer noch lieber als eine
Signatur von heute.
Chris
deckelmouk
23.01.2008, 20:27
Hi Chris,
es kommt darauf an, was Du mit den Marken anfangen willst. Meine altdeutschen Staaten sind durchgeprüft, damit ich nachweislich echte Stücke für meine Vergleichssammlung habe bzw. signierte Fälschungen. Ich will nicht ausstellen, also ist das der günstigste Weg. Ich habe eine Reihe von Kurzbefunden für die besseren Stücke.
Bei dem Thema bin ich extrem leidenschaftslos. Ich kann gut verstehen, wenn man Wert auf unsignierte Marken legt.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Naja, die Problematik kann ja noch auf die Spitze getrieben werden. Ich habe beispielsweise postfrische Rot- und Schwarzaufdruckmarken von West-Berlin, die sind sage und schreibe von 4 "Prüfern" signiert, nämlich Ing. Becker, Dr. Dub, Lippschütz und Schlegel H.-D.!!
Was fängt man damit an? Sind die postfrischen Werte überhaupt noch "postfrisch", wenn die halbe Marke verstempelt ist....!?
Mein lievber Herr Gesangsverein!
Schöne Grüsse
Karl
Max und Moritz
23.01.2008, 21:22
Wäre schön, wenn sich Herr Geigle als Mitglied des BPP nochmal zu der Diskussion im Umfrageforum äußern könnte. Ist irgendwie eingeschlafen:
http://www.bdph.de/forum/showthread.php?t=3254&page=17
Da das nun wirklich nichts mit der Altsignatur "Gilbert" zu tun hat, bitte nächstes Mal in passender Stelle posten.
Aleks
erstlesen
23.01.2008, 23:43
Hallo,
es gibt von der Signatur "Gilbert" sehr gute Fälschungen. Besonders auf Theresienstadtmarken. Gilbert steht nicht in dem Ruf Fehlprüfungen produziert zu haben.
Kontrollratjunkie
23.01.2008, 23:47
@ Lars
Was hälst Du denn von der Signatur "Gilbert" auf Böhmen und Mähren Mi.Nr. 1 - 19 ?
Ein bekannter Auktionator, den ich persönlich sehr schätze, sagte mir vor einigen Jahren einmal scherzhaft, daß die Aufdruckserie schon mit dem Signum gedruckt wurde.....:D
Im Ernst: Sätze, die NICHT derartig signiert sind, müssen mittlerweile schon als selten gelten. Andererseits habe ich noch nicht gesehen, daß sich Gibertsigna bei der Nachprüfung als falsch herausgestellt haben.
Gruß
KJ
Also alles "Falsch" was so herumläuft mit Stempel "Gilbert"? Das Problem ist doch aus meiner Sicht einfach anders:
Man kann diese Ware nicht erwerben ohne auf "Nachprüfgarantie" zu pochen!?
Ein Erwerb von Ware, die nur im entferntesten "fälschungsgefährdet" ist, muss in jedem Fall abgelehnt werden, weil kein "aktuelles" Attest(Prüfung, Signum)!?
Dazu die Frage mithin: Gibt es ein Verfallsdatum von Prüfzeichen oder reicht der einfache "gute Ruf" des BPP-Prüfers, dieses zu verhindern oder auf Lebenszeit zu verlängern?!
Irren auch Prüfer oder sind sie letztlich doch "allmächtig" ("Schlegelomanie")!?
Vielleicht übertreibe ich ein wenig, aber die Wahrheit sitzt doch irgendwo dazwischen und als "einfacher" Sammler hat man sich den "Modeerscheinungen" zu unterwerfen ("so etwas muss einfach mit aktuellem Attest versehen sein").
Als Sammler bin ich relativ ratlos und ob der manchmal etwas "merkwürdigen" Prüfung (z.B. für Inflamarken) doch nicht sicher, ob auch Lobbyinteressen vertreten werden.
Schöne Grüsse
Karl
deckelmouk
24.01.2008, 06:43
Dazu die Frage mithin: Gibt es ein Verfallsdatum von Prüfzeichen oder reicht der einfache "gute Ruf" des BPP-Prüfers, dieses zu verhindern oder auf Lebenszeit zu verlängern?!
Irren auch Prüfer oder sind sie letztlich doch "allmächtig" ("Schlegelomanie")!?
Hallo Karl,
ein Prüfzeichen ist für Dich nur dann interessant, wenn Du die Marke selbst zum Prüfen geschickt hast. Ansonsten gilt, dass in die Marke alle Echtheitsmerkmale haben muss. Das Prüfzeichen ist dann unwichtig.
Die Krux liegt bei den Prüfzeichenfälschungen. Da keiner diese Fälschungen hinreichend identifizieren kann, musst Du immer bei der Marke ansetzen. Der beste Schutz vor Reinfall ist das eigene Wissen, nicht der Stempel auf der Rückseite einer Marke.
Prüfer können sich irren bzw. die Forschung und technische Entwicklung geht weiter. Was vor 30 Jahren echt und einwandfrei war, ist heute u.U. nicht mal mehr im Michel...
Das sollte man immer im Hinterkopf haben, wenn man geprüfte Marken kauft. Die Unsicherheit kann Dir keiner nehmen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
P.S. Bitte erläutere den Satz mit den "merkwürdigen Inflaprüfungen". Das klingt stark nach Verschwörungstheorie...
Hallo Lars,
besten Dank für Deine Einschätzung. Im Prinzip bin ich als "Laie" (wenn auch stark fortgeschritten) doch auf Prüfungen angewiesen, es sei denn es ist mir die "Echtheit" der Marken egal...
"Merkwürdige" Inflaprüfungen sind für mich dann gegeben, wenn auf gestempelten Inflawerten nur geringe Stempelfragmente (ohne Ort und Datum!) abgeschlagen sind und diese Marken letztlich doch als "sauber" und "prüfbar" durchgehen. Jeder Luxusabschlag ist nach meinen Erfahrungen automatisch falsch (wahrscheinlich gabe es zur Inflazeit keine sorgfältigen Postbeamte). Es ist meine Einschätzung auf Grund der von mir in der Vergangenheit gemachten Erlebnisse. Schon vor 20 Jahren hat man in Fachkreisen eine genaue Einschätzung verbreitet, welcher Prüfer denn nun für die Marken der "Bessere" im Sinne des Einlieferers sei. Die Namen und deren Einschätzung durch die Sammlerschar (ich war seinerzeit im Verein aktiv) will ich nicht nennen. Natürlich geht das in keiner Weise gegen die Integrität aktueller Prüfer!
Beste Grüsse
Karl
Christian E. Geigle
24.01.2008, 10:28
Dazu die Frage mithin: Gibt es ein Verfallsdatum von Prüfzeichen oder reicht der einfache "gute Ruf" des BPP-Prüfers, dieses zu verhindern oder auf Lebenszeit zu verlängern?!
Irren auch Prüfer oder sind sie letztlich doch "allmächtig" ("Schlegelomanie")!?
Prüfzeichen haben kein "Verfallsdatum". Man kann aus ihnen aber auch nicht den Zeitpunkt der Prüfung herauslesen. Prüfer wechseln immer mal ihr Prüfzeichen, so daß sie zumindest die Zeiträume einer Signierung eingrenzen können.
Ob ein Prüfzeichen "gut" oder "schlecht" ist, entscheidet bei jedem Prüfer die Zeit, oft erst lange nach seinem Tod, wenn sein Renommé unverändert anhält (etwa Bothe bei deutschen Kolonien) oder wenn es "den Bach runtergeht" (wie bei Zierer, ehemals BPP für SBZ und Lokalausgaben).
GEFÄHRLICH sind immer die Fälschungen von Prüfzeichen, die es MASSENHAFT gibt. Blüm war nicht der einzige Fall in der jüngsten Zeit. Bei einem bekannten Hamburger Versandhändler gibt es günstige (eigentlich "zu günstige") Angebote "Schlegel"-geprüfter Aufdruckwerte. Zumindest in einem Fall waren alle Aufdrucke und Prüfzeichen falsch. Eigentlich ein Fall für den Staatsanwalt. Im jüngsten Katalog ist das gleiche Los wieder aufgeführt. Da könnte man glatt auf schlechte Gedanken kommen...
Deshalb sind Prüfzeichen alleine nicht sehr aussagekräftig. Merke: "Wer Stempel oder Aufdrucke fälscht, fälscht die Prüfzeichen gleich mit!".
Bei besseren Werten sind KB/FB/FA unerläßlich. Sie sind fälschungssicher und geben gleichzeitig die Qualitätsbeschreibung, eventuelle Mängel und das Datum der Prüfung wieder.
Prüfer können irren. Natürlich. Sie sind auch nur Menschen, und sie machen Fehler. Wer das nicht zugibt, macht sich selbst etwas vor. Entscheidend ist aber, daß ein Prüfer eine möglichst geringe Fehlerquote hat, und daß er, wenn denn mal ein Fehler auftaucht, diesen sofort, ohne große Diskussionen und natürlich für den Betroffenen kostenneutral aus dem Verkehr zieht.
Und zu guterletzt: "Schlegel" ist nicht allmächtig. Vater Schlegel war und ist einer der größten Kenner der deutschen und internationalen Philatelie, und wir hätten ohne seine jahrzehntelange Arbeit nicht das Prüfwesen und die Sicherheit beim Handeln und Sammeln, die wir heute haben und um die uns der Rest der philatelistischen Welt ein bißchen beneidet.
Heute prüfen die beiden Söhne, Hans-Dieter und Andreas Schlegel, im Sinne und mit den Unterlagen ihres Vaters weiter. Zum Glück, muß man sagen, denn es dürfte heute kaum noch möglich sein, für ein derart großes und wichtiges Prüfgebiet wie das der Schlegel´s einen geeigneten Prüfer zu finden. Die Zerschlagung in viele kleine Einzelgebiete würde ein Vielfaches an Prüfsendungen zu vielen verschiedenen Prüfern bedeuten. Ich glaube, daran kann niemandem gelegen sein.
Auch für die Familie Schlegel gilt die Prüfordnung, alle anderen Regularien des BPP und sein Verhaltenskodex. Sie sind eine wichtige Säule im BPP, für viele Kollegen eine Anlaufstelle bei fachlichen Fragen und absolut integer. Insofern bekomme ich immer ein bißchen Bauchschmerzen, wenn ich Worte wie "Schlegelomanie" lese.
Christian Geigle, der von H.-G. Schlegel schon viele Unterlagen über sein Prüfgebiet geschenkt (!) bekommen hat :)
Der Ausgangspunkt meiner Betrachtung war das Signum "Gilbert" über dessen Werthaftigkeit sich gar trefflich streiten lässt!
Wie aber sinnvollerweise zu beachten ist, ist es gar nicht so einfach, Patentrezepte für An- und Verkauf auf zu stellen. Das Thema ist höchst komplex. Ich neige zu dem Standpunkt, nicht alles, was angeboten wird, auch automatisch schlecht zu reden. Wenn ich mir aber die Situation auf dem Markt ansehe, wo einfache Massen- Marken wie Bund 222/5 nur geprüft vernünftige Preise abliefern, dann ist mein Einwand mit der "Schlegelomanie" durchaus berechtigt.
Das Prüfbüro Schlegel z.B. profitiert auch von einer gewissen "Hysterie" die sich zeitweise breit macht. Was die Monopolstellung eines Unternehmens betrifft, so war es noch nie auf Dauer von Vorteil, wenn ein solches alleine diktieren konnte.
Mein ursprüngliches "Problem" lässt sich nach dem Willen der Vernunft nur so lösen, dass einfach weiter geprüft werden muss. Denn "Gilbert" ist offenbar so oft gefälscht worden..vielleicht "Mahr" auch oder weniger und was ist mit Herrn Paetow? Alles nicht so leicht meint
Karl
erstlesen
24.01.2008, 15:12
Hallo Katze,
poste doch einen großen Scan der Marke, über die du Gewissheit haben möchtest. Bei Theresienstadt reicht in der Regel ein 600 DPI Scan um die vielen Fälschungen zweifelsfrei erkennen zu können. Zeig uns doch einfach die Marke und eventuell die Signatur als kleines Detailbild
Christian E. Geigle
24.01.2008, 21:50
@ Katze:
:confused: :confused: :confused:
Tut mir leid, daß ich mir eine halbe Stunde Zeit für eine aufwändige Antwort auf Ihre Frage genommen habe. Zwar umsonst, aber leider auch vergebens :o .
Gilbert war nie BPP-Prüfer. Von ihm sind höchstens noch Knochen übrig. Sein Prüfzeichen zu fälschen kostet vielleicht 20 Euro. Wir können über die Werthaftigkeit (!!!) dieses Prüfzeichens nicht streiten, weil es nix zu streiten gibt. Punkt.
Schicken Sie Ihre "Theresienstadt" zum zuständigen, quicklebendigen BPP-Prüfer, und Ihnen wird geholfen werden. Ich kann´s ned gut haben, wenn Prüfer madig gemacht werden, weil Sie für eine gute Dienstleistung eine angemessene Bezahlung verlangen. Daß die geprüften Marken dann auch die "richtigen", nämlich höhere Preise bringen, ist doch selbst für Lieschen Müller durchschaubar.
Und immer wieder auf der vermeintlichen "Monopolstellung" der Familie Schlegel herumzureiten, ist einfach langweilig und dazu noch falsch, denn es gibt ja für die meisten Schlegel-Gebiete auch noch andere BPP-Kollegen:
Deutsches Reich 1923 - 1945: Dr. Oechsner
Französische Zone: Straub
Bizone Nr. 1 - 35: Hettler
Berlin: Eliades
"Monopolistisch" besetzt sind lediglich Bizone 36/72, 101/110 und Bundesrepublik.
Natürlich bekommt Schlegel die meisten Prüfsendungen aus seinen Gebieten, aber vor allem auch, weil der Prüfkunde nur EINE Sendung fertig machen muß und weil die Prüfungen von Schlegel unbestritten sehr hochwertig sind.
So, das muß jetzt aber wirklich reichen. Ich muß nämlich noch eine Prüfsendung für einen Kunden fertig machen, und es ist kurz vor 22 Uhr. Danach ist Feierabend, der Tag im Büro war lang genug.
Christian Geigle
Herr Geigle,
tut mir leid - es war auch meine Zeit und reiten ist nicht mein Ding im Leben. Aber warum sollte ich ein "Prüfzeichen" Gilbert denn "fälschen" lassen. Das macht doch keinen Sinn - nicht einmal für 20 Euro. Die sind dann für die Katz`! Das Foto habe ich nur eingestellt, weil ein anderes Mitglied des Forums wünschte und ich auf kollegiale Zusammenarbeit durchaus Wert lege....
So das hat nun nicht eine halbe Stunde gedauert und wird Sie beim Lesen auch nicht weiter behindern.
Alles Gute!
Max und Moritz
24.01.2008, 22:35
Das Prüfbüro Schlegel z.B. profitiert auch von einer gewissen "Hysterie" die sich zeitweise breit macht. Was die Monopolstellung eines Unternehmens betrifft, so war es noch nie auf Dauer von Vorteil, wenn ein solches alleine diktieren konnte.
Was meinst du mit Monopol????
Etwa die Preise? Die Preise der Schlegels sind sehr moderat und bewegen sich im allgemeinen BPP-Preisgefüge sehr weit unten.
Wenn du das nicht meinst, bitte Butter bei die Fische. Was meinst du ist schlecht an der "Monopolstellung" ?
Welche Hysterie meinst du konkret??
Christian E. Geigle
24.01.2008, 22:41
Aber warum sollte ich ein "Prüfzeichen" Gilbert denn "fälschen" lassen.
Das Prüfzeichen (= PRÜFSTEMPEL, der wo GILBERT hinten auf die Marke druckt...) wird gefälscht, um damit die bekannten und weit verbreiteten Nachdrucke der Theresienstadt-Marke zu signieren und den Anschein der Echtheit zu erwecken.
Isch geb´s uff :confused:
Ach Gottchen, wenn es ohnehin bekannt ist, dass jede Theresienmarke falsch ist, wozu dann alte Signierstempel anbringen (lassen)...so doof ist doch wirklich keiner...welchen "Wert" hätte es mithin....??????
Monopol ist dann, wenn einige wenige Dank ihres Einflusses (egal ob Philatelie oder etwas anderes) auf einem Markt beherrschend unterwegs sind. Das berührt alle Monopolisten (wie z.B. Mineralölkonzerne, politische Parteien oder eben auch Briefmarkenhändler). Wer bespielsweise, wie in der Vergangenheit öfters geschehen, grosse Mengen einer Briefmarke aufkauft um sie dann irgendwann spekulativ wieder dem Markt vorzusetzen, ist nicht nur Sopekulant sondern im gleichen Atemzug auch Monpolist. Die Qualität der Arbeit durch den(die) Monopolisten wird davon nicht berührt. Das Faktum ist entscheidend. Man stelle sich vor, die Bundesregierung bestehe nur aus Frau Merkel, die dann auch noch das Bundespräsidialamt übernimmt!
Ich glaube, seitdem Herr Geigle den BPP hier stark machen möchte, reden wir ständig aneinander vorbei, weil keine Partei sich den kompletten Sachverhalt dieser schwierigen Materie betrachten will. Jeder sitzt auf seinem Stuhl und wartet, dass das Kissen nicht auskühlt....
Aber ich will diese Diskussion schliessen. Immerhin war es nicht möglich, mir auf die riesigen Fotos hier auch eine halbwegs gesicherte Einschätzung abzuliefern. Ist ja wohl auch nicht die Aufgabe eines Forums?
Es wird sich zeigen, dass noch genügend über Echt und Falsch diskutiert werden muss und die Prüfer im Besonderen eine gewichtige Rolle dabei spielen.
Aber es muss dem einfachen langjährigen Sammler auch gestattet sein, seine Meinung zu den Dingen kund zu tun. Es geht schliesslich um Qualitätsmerkmale und nicht, wie man den Eindruck gewinnen könnte, die Eitelkeiten von Funktionären, dernen Vergütung ich im übrigen für ihre Dienstleistungen angemessen erachte.
Schöne Grüsse zur Nacht
Kontrollratjunkie
24.01.2008, 23:43
Ach Gottchen, wenn es ohnehin bekannt ist, dass jede Theresienmarke falsch ist, wozu dann alte Signierstempel anbringen (lassen)...so doof ist doch wirklich keiner...welchen "Wert" hätte es mithin....??????
Schöne Grüsse zur Nacht
Das Problem ist, daß es Lischen Müller eben NICHT einschätzen kann, ob die Z 1 echt ist oder nicht. Die Signatur "Gilbert" an sich ist ja nicht schlecht. Nur wird diese eben häufig gefälscht, weil sie leicht zu imitieren ist und sich Herr Gilbert nicht mehr wehren kann.
Deshalb das Prüfsystem per se infrage zu stellen, halte ich für "etwas mutig".
Auch wenn Herr Geigle (übrigens schön, Sie hier lesen zu können :)) es nicht mehr hören kann, die Prüfer sind eben unterschiedlich, auch in der Preisgestaltung den Sammlern gegenüber. Bei mir überwiegen die positiven Erfahrungen, auch in der Kostenhinsicht. Es soll sogar BPP - Mitglieder geben, die unterhalten sich telefonisch und auch schriftlich gerne und stundenlang mit "uns kleinen Sammlern".........
Gruß
KJ
Max und Moritz
25.01.2008, 00:01
Und im übrigen habe ich mir schon gedacht, daß auf meine Aufforderung nur heiße Luft kommt, wie üblich.... :rolleyes:
Und im übrigen habe ich mir schon gedacht, daß auf meine Aufforderung nur heiße Luft kommt, wie üblich.... :rolleyes:
Über den Wert von heisser Luft brauchen wir nicht streiten. Die kann dann entstehen wenn etwas Überflüssiges abgelassen wird. Wer mit Max und Moritz anbiedert braucht sich nicht zu wundern, wenn die katze das weite sucht....
Max und Moritz
25.01.2008, 00:31
Naja, zunächst würde es richtig heißen: Wer WIE Max und Moritz.....
Tut mir so leid für dich, daß ich bisher weitgehend gute Erfahrungen mit dem BPP gemacht habe.
Ich bin ergriffen und entsetzt, daß ich deine bösen Erfahrungen nicht teilen kann....:eek:
Verdammt, da muß doch irgendein böses Komplott zum Nachteil von irgendwem im Gange sein....(Kopfkratz...:confused: )
Mein Kater schüttelt nur den Kopf über so viel Verbiestertheit.....
erstlesen
25.01.2008, 01:03
Hallo Katze,
danke für die Scans, Der Rückseitenscan reicht aus. Die Signatur ist falsch. Gilbert hat nie in Königsblau signiert, Das Bild der Vorderseite reicht nicht aus. Es ist zu unscharf. Eventuell hilft dir auch mein Ratgeber (http://testberichte.ebay.de/Theresienstadt-Falsch_W0QQugidZ10000000001420498).
Es ist leider ein Elend, dass fast alle Z 1 bei Ebay falsch sind. Ich habe eben geschaut. Gib "Theresienstadt" ein, sieh auf die Angebote. Mir wird schlecht davon. Ich werde meinen Ratgeber noch etwas erweitern. Das Problem ist fast immer, dass die Anbieter nur schlechte Bilder zeigen. Warum wohl?
Was Herrn Geigle sicher freuen wird, fast nur die BPP geprüften sind echt. Wo er vielleicht skeptisch sein wird, ich prüfe die Marke (Z1) an Hand eines guten Scans kostenlos. Dabei gibt es zwei mögliche Ergebnisse: entweder FALSCH oder ein Einsenden zum BPP Prüfer lohnt. 100% sicher auf Echt kann man am Scan nicht prüfen, da man nicht sicher sein kann, ob nicht ein Foto gesannt wurde oder eine virtuell hergestellte Marke. So ab 1200 DPI auf einem modernen Scanner, kann man das dann doch mit sehr hoher Sicherheit, wenn man Vorder- und Rückseite sehen kann und der Scanner mit Schräglicht arbeitet (Epson 4490 oder die neue V Serie). Dafür gibt es aber weder Signatur noch Befunde. Es dient nur zur Information für den Markenbesitzer.
Hallo Jürgen (erstlesen),
vielen Dank für eine kompetente Auskunft! Mir ist die Problematik, die mit dieser Marke verbunden ist, durchaus bekannt. Nur wenn man kein Fachkundiger für diese Spezialitäten ist, bleibt nur eine neueste Prüfung. Der eine ohne andere hier im Forum hat versucht, meine "Hilflosigkeit" aus welchen Gründen auch immer, etwas anders zu deuten.
Deshalb ist es eine besondere Freude, dass Du mir fachspezifisch(!) weiter geholfen hast.
Nochmals meinen besten Dank. Vielleicht komme ich auf Dein Angebot noch zurück und überlasse Dir die Marke im Original zur Ansicht (falls gewünscht).
Karl
Naja, zunächst würde es richtig heißen: Wer WIE Max und Moritz.....
Tut mir so leid für dich, daß ich bisher weitgehend gute Erfahrungen mit dem BPP gemacht habe.
Ich bin ergriffen und entsetzt, daß ich deine bösen Erfahrungen nicht teilen kann....:eek:
Verdammt, da muß doch irgendein böses Komplott zum Nachteil von irgendwem im Gange sein....(Kopfkratz...:confused: )
Mein Kater schüttelt nur den Kopf über so viel Verbiestertheit.....
nein, es ist schon richtig ausgedrückt: M i t Max und Moritz!
Wer sagt Dir denn, dass ich schlechte Erfahrungen mit dem BPP oder jemand anderen gemacht hätte? Ganz im Gegenteil! Ich wehre mich aber, wenn mir ausschliesslich Brocken vorgeworfen werden und diese mit persönlichen Bemerkungen verknüpft sind. So jetzt kannste die gute deutsche Sprache wieder in Dir suchen. Viel Spass!
jetzt habe ich den thread 2 mal durchgelesen und bin mir immer noch nicht im klaren darüber, was der threadersteller eigentlich will
die felinen aussagen sind so schwammig und unscharf wie die scans
am anfang steht die frage nach der signatur gilbert, die von lars konkret beantwortet wird, aber bereits hier eine undeutliche anspielung "geschmackssache", ohne erklärung oder genauen bezug
nach dem die frage offensichtlich beantwortet ist, wird sie wiederholt "Im Prinzip ist also alles möglich...?!" - man fragt sich, was will er denn jetzt noch? die antwort nochmal bekommen??? oder ging es ums stänkern und das ziel war noch nicht erreicht?
danach folgt eine abschweifung richtung ferrari, die mit der ursprünglichen frage nichts zu tun hat
jetzt wiederholt jürgen die antwort, die lars bereits gegeben hat, schön dass sich die zwei einig sind
nun wird es komisch: es folgt eine unlogische schlussfolgerung "Also alles "Falsch" was so herumläuft mit Stempel "Gilbert"", das hat so niemand gesagt und das kann man aus den antworten auch nicht schliessen
dafür zwei logische folgerungen, die aber aus irgendeinem nicht nachvollziehbaren grund als fragen formuliert sind:
"Man kann diese Ware nicht erwerben ohne auf "Nachprüfgarantie" zu pochen!? Ein Erwerb von Ware, die nur im entferntesten "fälschungsgefährdet" ist, muss in jedem Fall abgelehnt werden, weil kein "aktuelles" Attest(Prüfung, Signum)!?"
jetzt kommen rhetorische fragen (narzismus?):
"Dazu die Frage mithin: Gibt es ein Verfallsdatum von Prüfzeichen oder reicht der einfache "gute Ruf" des BPP-Prüfers, dieses zu verhindern oder auf Lebenszeit zu verlängern?!
Irren auch Prüfer oder sind sie letztlich doch "allmächtig" ("Schlegelomanie")!?"
und als sahnehäubchen etwas unausgegorenes in unklarer formulierung:
"Vielleicht übertreibe ich ein wenig, aber die Wahrheit sitzt doch irgendwo dazwischen und als "einfacher" Sammler hat man sich den "Modeerscheinungen" zu unterwerfen ("so etwas muss einfach mit aktuellem Attest versehen sein").
Als Sammler bin ich relativ ratlos und ob der manchmal etwas "merkwürdigen" Prüfung (z.B. für Inflamarken) doch nicht sicher, ob auch Lobbyinteressen vertreten werden."
wieder antwortet lars sachlich und auf den punkt und wieder werden unlogische schlüsse gezogen, das spiel beginnt von neuem
also irgenwie schon wie katz und maus...
Andreas Gminder
25.01.2008, 10:46
hallo,
wie äußerte sich doch letzthin Peter Feuser in einem anderen Thread:
"don't feed the trolls" :rolleyes:
in diesem Sinne,
Andreas
Kontrollratjunkie
25.01.2008, 11:19
nein, es ist schon richtig ausgedrückt: M i t Max und Moritz!
Wer sagt Dir denn, dass ich schlechte Erfahrungen mit dem BPP oder jemand anderen gemacht hätte? Ganz im Gegenteil! Ich wehre mich aber, wenn mir ausschliesslich Brocken vorgeworfen werden und diese mit persönlichen Bemerkungen verknüpft sind. So jetzt kannste die gute deutsche Sprache wieder in Dir suchen. Viel Spass!
Im Grunde ist schon alles gesagt, vgl. die beiden letzten Antworten.
Trotzdem möchte ich gerne einmal wissen, wie Du das mit dem Anbiedern meinst. Meiner Meinung nach haben wir alle Deine Thematik erschöpfend behandelt, inzwischen hast Du sogar eine vernünftige Einschätzung zu Deiner Z 1 erhalten. Da ich diese Marke bisher zwar öfter in der Hand hatte, aber derzeit kein Exemplar besitze, habe ich mich eines Kommentars enthalten.....
Da Du nach Deiner Aussage mit dem BPP auch kein Problem hast, eher im Gegenteil, wer biedert sich denn Deiner Meinung nach irgendwo an, und warum sollte er das tun ?
Rein argumentativ kann ich da nicht mehr folgen......:confused:
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