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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : USA - tagged bzw. untagged



Wanderer
16.01.2008, 11:19
1. Im Scott USA Katalog finde ich immer z.B. bei 1$ Nominale Eugene O'Neill (1888-1953)Sc 1294 auch die Unternummer Sc #1294a den Zusatz tagged - ich vermute mal im Vergleich zu Michel HN 934 entspricht dies Mi 934 xA Normalpapier und tagged = Mi 934yA also Phosphoraufdruck.
Die Michel Nummer 934 yC (Coil stamp) entspricht die Scott # 1305C.

Ist "tagged" immer als Lumogen-Tinten-Zusatz (Aufdruck oder im Papier enthalten) zu verstehen, oder kann das auch andere Bedeutung haben?

2. Löst sich im Wasserbad beim Ablösen gebrauchten Marken der Phosphor-Auftrag ab, oder ist das für immer und ewig deutlich mit UV zu sehen?
Ich habe so ca. 30 Marken O'Neill, aber da ist nur ein 3-Streifen richtig kräftig leuchtend, die anderen sind obladi&oblada.

Mit Phila-Gruß Wanderer

petzlaff
18.03.2008, 10:17
Howdy Wanderer,

erst einmal GUTEN TAG - ich bin neu hier im Forum

"Tagging" wird wie folgt interpretiert:

"solid tagging" = prephosphored coated paper
"mottled tagging" = prephosphored uncoated paper

Früher gabe es noch die Bezeichnungen

"surface tagged" = prephosphored
"embedded taggant" = ganzflächiger Phosphor-Überdruck

Leider gibt es keinen expliziten Begriff für das - ich nenne es mal - "Rahmen-Tagging", bei dem nur der Markenrand mit Phosphorüberdruck versehen ist.

Um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen: "Tagging" bedeutet leider nichts anderes als "phosphored", egal in welcher Form auch immer.

Lieben Gruß
petzlaff

Wanderer
25.03.2008, 08:36
Danke Petzlaff :) , da habe ich wieder etwas dazugelernt.

Der Sinn ist ja wohl die maschinelle Sortierung des Briefes d.h gegebenenfalls Drehen & Wenden des Briefes inkl. Positionierung der Marke zur Entwertung. Da reicht wohl die schmale Markenrand-Kennzeichnung schon.

Die Frage zur Löslichkeit im Wasserbad - gibt es da noch Erkenntnisse?

doktorstamp
25.03.2008, 08:52
Aus Erfahrung mit Marken der GB Machin Serie ist vielleicht Vorsicht geboten.

Wenn sie zu langer im Wasserbad liegen kann die Zusammensetzung des Phosphors leicht ändern, bzw. die Wirkung unter UV Licht wird schwach.

Ferner ist es ratsam das Wasser ständig auszutauschen, ansonsten besteht die Gefahr andere Marken zu kontaminieren.

Machins die zu langer im Bad waren weisen oft eine leicht anscheinend überzogene Beschichtung in weiss auf. Ich kann mir gut vorstellen bei anderen Marken wird es ähnlich vorkommen.

Obiges gilt sowohl für Fluoresierenz als auch für Phosphoresenz.

mfG

Nigel

petzlaff
25.03.2008, 17:24
Anfang bis Mitte der 80er Jahre gab es eine Form des Taggings, welches einen Phosphoraufdruck nur auf das Markenbild setzte und den Rand frei liess Michel Unternummern ya bis ca. 1985/86). Typisch hierfür ist die Mi1676 (Truman 20c Definitive). Bei derart "tagged" Marken wurde der Aufdruck meist in sehr dicken Schichten vorgenommen. Erstaulicherweise lösen diese sich nicht im Wasserbad (zumindest ist das meine Erfahrung), sondern bewahren sogar noch einen deutlichen Glanz.

Freundlichen Gruß
Stefan

Wanderer
25.03.2008, 19:18
Hallo Nigel und Stefan, Danke für die Ergänzungen!:)

Ich habe mir meine paar Truman-Marken gerade unter UV angesehen, da gibt es ganz schöne Unterschiede in der Leuchtkraft, wohl je nachdem wann uund wie hergestellt. Also bei Tageslicht sieht man garnix, bis auf eine, die weißes statt gelbliches Papier hat.

Um die unterschiedliche Leuchtkraft mal für alle zu dokumentieren, mit welchen Belichtungszeiten bzw. Blenden und Freihand funktioniert das:( ?