Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorphilatelie Luxemburg
Ich möchte heute einen neuen Threat zum Thema „Vorphilatelie Luxemburg“ aufmachen. Das Gebiet ist zwar nicht furchtbar spektakulär, was Leitwege und Destinationen anbetrifft (der größte Teil der Korrespondenz bis 1830 spielt sich zwischen Luxemburg und Belgien ab).
Es ist aber ausgesprochen schwierig, umfangreiches Material zusammenzutragen. Der Grund: Abgesehen von Behörden und Klerus konnten die wenigsten Menschen in der ländlichen Bevölkerunglesen und schreiben. Es war dies das Ergebnis von etlichen Kriegen oder zumindest Überfällen, die ständig neue Herrschaftsmächte und Amtssprachen zur Folge hatten.
Mein ältester Beleg stammt aus der Zeit der Zugehörigkeit des Herzogtums Luxemburg zur Österreichischen Niederlande (1714 – 1795). Es ist ein mit 4 Sols austaxierter Portobrief vom 9.Juli 1736 nach Brüssel - noch ohne Aufgabestempel, aber mit handschriftlichem Aufgabevermerk mit zur damaligen Zeit üblichen Abkürzung „luxemb“.
Herzliche Grüße
Ulli
erstlesen
04.01.2008, 00:58
Hallo Ulli,
wenn es interessiert, Heute am 4. 1. 2008 gibt es bis 18:00 Uhr noch einige schöne Bilder (http://www.soluphil.com/start_de.htm) zu sehen. Eventuell auch bis 5. 1. - zur Dokumentation.
deckelmouk
04.01.2008, 09:50
Hallo Jürgen,
vielen Dank für den Link! Mir war als eifriger Soluphil-Katalogleser vollkommen entgangen, dass endlich der Katalog im Internet veröffentlicht wurde. Als Luxemburg- und Frankreichsammler kommt man an Dr. Göbel nicht vorbei. Allerdings ist das Preisniveau schmerzlich hoch, wer hier mit einer Preisvorstellung von "25% vom Katalog" an die Sache herangeht, der wird sich wundern. Aber die hohe Qualität der Stücke ist in der Menge nicht zu überbieten.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
@ Jürgen
Herzlichen Dank für den Hinweis. Eine prima Quelle für Dokumentationszwecke.
@ Lars
Du hast völlig recht mit Deiner Einschätzung. Es sind tatsächlich fast alles Exquisite Stücke auf höchstem Preisniveau. Die Rücklosliste ist regelmäßig aber auch sehr umfangreich.
Ulli
Hier ein mit 3 Sols austaxierter Portobrief vom 26. Juni 1762 von Attert nach Brüssel mit handschriftlichem Aufgabevermerk d´attert.
Im Jahr 1680 wurde der Verlauf der Postroute von Flandern nach Italien nunmehr über Luxemburg und Trier teilweise verlegt. Im Zuge dieser Veränderung wurde die Poststation von Michamps (die am bisherigen Postkurs lag, der das heutige Großherzogtum lediglich im äußersten Norden „streifte“) nach Attert (nördlich von Arlon) verlegt.
Ulli
Als kleine Ergänzung hier noch die bildliche Darstellung der Postkurs-Verlegung von 1680.
Ulli
Hier noch ein paar vorphilatelistische Belege aus der Zeit der österreichischen Niederlande ...in der Hoffnung, das andere Luxemburg-Sammler auch einige Ihrer Schätze zeigen (ich werde doch wohl nicht allein sein?).
Die ersten Aufgabestempel von Luxemburg waren Holzstempel mit dem Ortsnamen in abgekürzter Form.
Der nachfolgende Portobrief nach Agrandeux datiert vom 30. Februar 1769, ist mit 3 Sols austaxiert und weist im Übrigen den handschriftlichen Leitvermerk "par Marche" auf.
Ab ca. 1785 kamen die ersten Stempel auf, die den Ortsnamen LUXEMBOURG ausschrieben - hier auf einem Dienstbrief vom 21. April 1793.
Ach ja .... das Wichtigste: Der Inhalt.
Eine Verordnung des kaiserlichen Ministers für die Generalregierung der Niederlanden, Graf Metternich (genau - der Vater unseres "Wiener Kongreß-Fürsten"). Die Verordnung enthielt eine "Gebrauchsanweisung", wie man sich staatlicherseits gegenüber französischen Emigranten zu verhalten hatte. Die Grande Armee stand bereits kurz vor der Grenze und die Emigranten konnten tatsächlich Flüchtlinge sein, aber eben auch Konterrevolutionäre oder sogar Spione.
Hätten unsere Lehrer früher doch Geschichtsunterricht auch so spannend gestaltet ..
Ulli
Hallo Ulli,
ganz tolle Belege zeigst Du uns hier. Meine Sammlung beginnt leider erst 1890. Vielleicht gehts irgendwann auch mal weiter zurück. Danke für die Infos.
Gruß Helmut
Hallo Helmut,
dann ergänzen wir uns doch prächtig, da bei mir 1880 mehr oder weniger Schluss ist. Es müsste nur noch die Lücke der Allegorie-Ausgabe gefüllt werden.
Gruß
Ulli
Hallo Ulli,
die 12 Märkchen kriegen wir doch auch noch hin.:)
Sehen wir uns wieder dieses Jahr in Essen??
Gruß
Helmut
Logisch sehen wir uns in Essen - ich muss doch da sein, wenn alle Ihre Luxemburg-Schätze bei mir abliefern wollen. Als kleiner Anhalt, was Ihr mir so mitbringen dürfte :D :
Außer der Stadt Luxemburg gab es zur Zeit der österreichischen Niederlande nur von einer einzigen Poststation in den Grenzen des heutigen Großherzogtums Stempelabschläge - und zwar von Grevenmacher. Ich hoffe, den Trockenstempel GREVENMACHE kann man erkennen. Der Portobrief datiert vom 24. Februar 1772 und ist mit 6 Sols austaxiert.
Ulli
deckelmouk
07.04.2008, 19:18
Mit der belgischen Revolution von 1830 kam die Provinz Luxemburg postalisch zu Belgien. Erst mit dem Vertrag zw. Belgien und Holland von 1839 wurde die Verwaltung eigenständig(er). Der Faltbrief lief von Brüssel über Arlon nach Echternach, taxiert mit 30 Centimes.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
01.08.2008, 18:36
Helmut wird mir diesen eBay-Kauf hoffentlich verzeihen :) - Altbrief vom 07.XI.1849 aus Weiler, aufgegeben beim Postamt Clervaux, mit 10 Centimes als einfacher Brief mit dem Inlandstarif vom 01.01.1849 vorausbezahlt. Aufgabestempel mit einem Zweikreisstempel der belgischen Type, Ankunftsstempel die kleine französische Type. Da konnte ich nicht widerstehen...
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hallo Lars,
ist verziehen. Denke bei Dir ist er auch recht gut aufgehoben.
Gruß Helmut
deckelmouk
06.08.2009, 22:39
Mittlerweile hat sich meine Altbriefsammlung vermehrt. Faltbrief aus Luxemburg nach Brüssel von 1735 mit handschriftlichem Aufgabevermerk "Luxemb" - damals war Zeit auch schon Geld und man hat "Luxembourg" nicht ausgeschrieben. Der Brief ging nach Brüssel und wurde dort mit 4 Sols austaxiert (hat jemand Portotabellen aus der Zeit?).
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hallo Ulli,
mittlerweile habe ich etwas nachgerüstet und kann aus gleicher Korrespondenz auch einen Brief zeigen. Adresse ebenfalls an den Specialofficier in Wolsfeld aus dem Jahre 1771. Dieser Brief ist noch ohne Stempel, dafür aber auch portofrei (Service) befördert worden. Interessant ist noch das Trockensiegel auf der Rückseite. Sieht sehr nach dem luxemburger Löwen aus.
Zum Inhalt: er enthält eine Verordnung die Vorsichtmaßnahmen in Bezug auf Pocken und Pest wieder aufzunehmen, da in Polen und Moskau diese wieder ausgebreitet ist.
Gruß Helmut
Hallo Helmut,
das scheint für uns Philatelisten eine sehr ertragreiche Korrespondenz gewesen zu sein. In meiner Sammlung schlummert noch ein weiteres Exemplar und zwar aus 1775 - nur habe ich das Glück, dass darauf der Einzeiler LUXEMB. (Goebel AL14) abgeschlagen ist. Inhalt: Eine Verordnung in Bezug auf den Anbau von Ginster in den Ardennen! Nach den französischen Emigranten und den Vorsichtsmaßnahmen gegen Pocken und Pest nun schon das dritte hochspannende Thema, das das Zeug zur Verfilmung in Hollywood hat :D
Herzliche Grüße
Ulli
Hallo Ulli,
auch ein sehr schöner Beleg. Vielleicht war bei meinem Beleg der Stempel gerade in Urlaub.
Kannst Du eventuell was zu dem Siegel sagen??
Gruß Helmut
Nur so viel:
Das Trockensiegel auf meinem Beleg ist identisch. Besser abzubilden ist es auch nicht.
Dargestellt ist auf jeden Fall das luxemburgische Wappen der damaligen Zeit, das bis auf geringfügige Abweichungen (z.B. beim Kopf des Löwen) bereits dem heutigen entspricht.
Herzliche Grüße
Ulli
Bei Japhila ist ein weiterer Brief aus dieser Korrespondenz auf Seite 2.
http://www.japhila.cz/hof/0486/index0486a.htm
Gruß Helmut
Bisweilen ist die Rückseite spannender als die Vorderseite. Hier einmal ein Beispiel:
Bis 1815 gehörte ein kleiner Zipfel des heutigen Rheinland-Pfalz zum DEPARTEMENT DES FORETS (No 98) und zwar zum ARRONDISSEMENT DE DIEKIRCH. In dem heute deutschen Teil des Departements existierte kein Postamt. Der vorliegende Brief an den Unterpräfekten des Arrondissements von Diekirch weist rückseitig den Franchise-Stempel MAIRIE DE SCHANCKWEILER / ARRt. DE DIEKIRCH (FORETS) auf (Schankweiler liegt ungefähr 10 km südwestlich von Bitburg).
Ich denke, so furchtbar viele Möglichkeiten gibt es nicht, die ehemalige Zugehörigkeit dieses Gebietes zu Luxemburg postgeschichtlich zu dokumentieren - daher auch einer meiner Lieblingsbelege.
Herzliche Grüße
Ulli
Mein Stück aus der französischen Zeit findet sich hier:
http://www.bdph.de/forum/showthread.php?t=7995&page=2
Vielleicht können die Moderatoren die beiden Themen zusammenlegen.
Gruß Helmut
Ich möchte heute einen neuen Threat zum Thema „Vorphilatelie Luxemburg“ aufmachen. Das Gebiet ist zwar nicht furchtbar spektakulär, ...
Herzliche Grüße
Ulli
... aber dafür haben wir schon einige schöne Stücke zusammengetragen.
Gruß Helmut
Guten Abend!
Könnte jemand erklären, weshalb dieser Faltbrief nach Luxemburg, mit rotem Einzeiler AACHEN (1816?) nicht taxiert ist, was die Abkürzung links von zu und der Text unter Luxemburg bedeutet?
1816 (in Klammern) deshalb, weil dieser rote Einzeiler scheinbar nur vor 1816 bekannt ist.
Mit Dank im Voraus
und Freundlichen Grüßen
DiDi
bayern klassisch
19.01.2010, 06:34
Hallo DiDi,
er war portofrei zu belassen, weil er als H.D.S. links von Luxemburg gekennzeichnet worden war (Herrschaftliche Dienst Sache).
Liebe Grüsse von bayern klassisch
deckelmouk
19.01.2010, 09:57
Hallo Dieter,
meinst Du das Wort "citissime"? Lateinisch für "schnellstmöglich" (gerne auch in der Form "cito" - teilweise mehrmals wiederholt.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
an Bayern klassisch und Deckelmouk
für die Antworten
Wozu hat man aber auch Freunde und Mitstreiter?;)
DiDi
deckelmouk
02.04.2010, 19:50
Anbei ein kleiner Brief mit Fingerhutstempel von Aubange. Rückseitig Ankunftsstempel von Luxembourg in rot. Der Brief ist vom August 1849. Die Taxierung bereitet mir Schwierigkeiten: Wenn ich es richtig sehe, dann sind dort 1 Franc 30 Centimes vermerkt - notwendig gewesen wären m.W. 30 Centimes - wo mache ich einen Denkfehler?
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hallo deckelmouk,
Leider kann ich nicht helfen, weil ich nicht weis, wie ein Brief nach Luxemburg aus Belgien behandelt wurde. Am 1. Juli 1849 trat in Belgien das neue Gesetz über die Reform der Postverwaltung mit neuen innerbelgischen Gebühren in Kraft und 3 Monate später folgte ein neuer Postvertrag mit Frankreich. Ich lese auf dem Brief eine Taxe von 190 centimes, was wohl nicht zu erklären ist. Wobei der Abstand zwischen der 1 und der 9 groß ist.
Beste Grüsse Bernd
deckelmouk
06.04.2010, 11:12
Hallo Bernd,
vielen Dank für Deine Antwort! Die "9" ist eine "3" nach französischer Taxschreibweise.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Aha, Sachen gibt es.
Zu beachten wäre, das ab 1.7.1849 eine Strafgebühr von 10 centimes für unfrankiert galt. Der einfache Brief in Belgien war bis 10 gramm, ins Ausland bis 7 1/2 gramm. Das ist nicht viel. Ein Beleg nach Frankreich mit einem Gewicht von 23 gramm kostete, wenn über der ermässigten 30 km-Grenzverkehrs-Zone lag, 120 centimes frankiert! Innerbelgisch musste ein Brief unfrankiert schon 60-100 gramm wiegen, um die 130 centimes zu erreichen. Auch hier war allerdings bei einem Abstand von unter 30 km zwischen Abgangs-und Bestimmungsort das Porto halbiert.
Beste Grüsse Bernd
deckelmouk
06.04.2010, 12:31
Hallo Bernd,
die direkte Entfernung zwischen Aubange und Luxembourg-Stadt ist weniger als 30 KM, das spräche für die Halbierung des Portos. Und so schwer kann der Brief gar nicht sein. Eine mögliche Erklärung wäre, dass auf der Briefvorderseite das Porto für mehrere Briefe vermerkt wurde. Das hab ich aber bei Luxemburg bisher noch nicht gesehen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hallo Lars,
die Möglichkeit, das der Brief an einem größeren angebracht war, ist auch nicht auszuschließen. Aber es gibt keine Anhaltspunkte dafür,leider.
Da ich mich durch den Brief mit Belgien beschäftigt habe, ist mir aufgefallen, das die Postbehörde sehr schnell reagierte.
1.10.1849 Postvertrag mit Frankreich, meist 40 centimes Frankatur.
Enormer Verbrauch der 20 centimes-Marken.
Am 9.10. Verfügung, eine 40 centimes-Marke bis zum 15.!!!!10.1849 herzustellen.
Ziel leicht verfehlt, aber siehe unten. Superleistung!
Die Marken waren nur innerbelgisch, nach Frankreich und ab 15.Februar 1850 nach Großbritannien zu verwenden.
Verzeiht die Abschweifung im Luxemburg-Thema.
Beste Grüsse Bernd
bayern klassisch
06.04.2010, 14:11
Hallo in die Runde,
ich halte die "1" für die Gewichtsangabe "Premier Port", also 1. Gewichtsstufe, und die "30", wie schon genannt, für 30 Centimes Taxe.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo,
vielleicht findet sich ein Kenner der französischen Sprache, der die Höhe der Gebühr eines Briefes nach Luxemburg aus Belgien aus dem zur Zeit des Briefes gültigen Postvertrag herauslesen kann.http://www.dasv-postgeschichte.de/PDF/966.pdf
Beste Grüsse Bernd
johelbig
11.04.2010, 09:10
Da mir vor einiger Zeit vier Vorphila Briefe Österreich-Luxemburg v.v. in die Hände gefallen sind - habe ich einen Artikel darüber für die DBZ geschrieben, der
aber noch nicht erschienen ist. Bin erst jetzt auf eure Rubrik aufmerksam geworden.
Wird wohl in den nächsten Wochen erscheinen:).
H
deckelmouk
12.04.2010, 10:47
@johelbig:
Da ich die DBZ nicht beziehe, würde ich mich über einen Hinweis, wann der Artikel erscheint, sehr freuen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
saeckingen
12.04.2010, 12:55
Hallo Lars,
wenn ich daran denke, werde ich das Heft für Dich zurücklegen.
Grüße
Harald
Heute benötige ich nochmals Hilfe.
Der Brief stammt aus der belgischen Provinz Luxemburg und geht in die Stadt Luxembourg. Vorderseitig der Stempel von Arlon, vom 19. Juni 1833, rückseitig Eingangsstempel Eich vom belgischen Typ 04.
Die Taxierung von 10 decimes verstehe ich nicht. Die Entfernung Arlon - Luxembourg war nicht so groß (ca. 60 km) und das Gewicht ist auch nicht groß. Normal hätten da 3 decimes gereicht.
Habe ich was übersehen?
Gruß Helmut
@ Helmut
Ein schöner Beleg:), und dann noch mit Ankunftstempel EICH.
Der Tarif von 3 déc. (Arlon - Luxemburg ~40 km) galt erst seit 1836.
Die Taxziffer 10 entsprach genau den 10 Centimes, die auch für einen Brief ab Luxemburg nach Arlon zu bezahlen waren.
Gruß
DiDi
@ DiDi,
herzlichen Dank für die Info. Ich wußte, ich habe was übersehen.
Gruß Helmut
zockerpeppi
16.05.2011, 22:51
Ich erwecke dieses Thema aus seinem Dornröschen Schlaf.
Hier ein Brief ( nur noch eine Seite übrig) von Luxemburg nach Barcelona adressiert an den maréchal des logis Pescatore der 6 Kompanie, 4 Regiment der Husaren, 2 Division der Armee von Arragon
Die Stempel :
der P98P Luxembourg – département des forêts.
der rechteckige P.P.P.P (port payé passe Paris).
Das Porto : auf der Rückseite : 25 cent, ein einheitlicher Tarif
décret du 9.2.1810 Militaires, pour sous-officiers et soldats uniquement, lettre simple, toutes destinations à l’intérieur ou aux armée quelque soit la distance
gemäss dem Dekret vom 9.2.1810 für Militärpost, an Unteroffiziere und Soldaten, alle Destinationen egal welche Distanz, innerhalb oder ausserhalb der Armee.
Nicht datiert, wurde von dem Auktionshaus mit 1811 angegeben. Dies ist nicht korrekt. Das sehr private Schreiben wurde nach dem September 1813 und vor Februar 1814 verfasst:
1. erster Hinweis: Antoine, der Schreiber und Bruder sendet Grüsse von seiner Ehefrau die er am 12.7.1813 geheiratet hat.
2. zweiter Hinweis: der Brief geht an den maréchal des logis. Dieser Titel wurde Pescatore erst am 24.9.1813 verliehen.
3. dritter Hinweis: Pescatore kam nach der verloren Schlacht um Vittoria und nach der Kapitulation von Napoleon im Februar 1814 nach Luxemburg zurück
Quellen : Les tarifs postaux français de 1627-1969, 1982 Editions Loisirs et Culture
Catalogue des estampilles de France, Blot Henri
Chronique de la Famille Pescatore, Wehenkel Antoine 2002
Grüsse
Glückwunsch, ein toller Beleg.
Ganz klasse auch recherchiert.
Gruß Helmut
deckelmouk
17.01.2012, 19:53
Auf der Seite von Phila-Dudelange (www.phila-dudelange.lu) ist das folgende schöne Exponat von Roland Schneider über die Luxemburger Vorphilatelie zu sehen: http://www.phila-dudelange.lu/index.php?option=com_content&view=article&id=296%3Aprephilatelie-du-luxembourg&catid=98%3Aexponate&Itemid=121&lang=de
Auszugsweise werden Briefe aus den verschiedenen (Post-)Perioden vorgestellt, von der österreichischen über die französische, holländische, belgische bis hin zur luxemburger Zeit.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Powered by vBulletin™ Version 4.1.1 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.