Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fälschungserkennung (Falschstempel)
deckelmouk
28.12.2007, 18:10
http://briefmarken.delcampe.net/item.php?language=G&id=30918184 - weder Stadt noch Stempeltype kommen echt auf dieser Marke vor. Falschstempel finden sich auf jeder Ausgabe, leider sind sie nicht immer so einfach zu erkennen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
30.12.2007, 11:55
Ein Teil der Caritasmarken wurde mit einem Stempeltyp entwertet, der erst während der deutschen Besetzung eingeführt wurde. Der Abschlag ist teilweise violett. Selbst auf der Lokalsausgabe von 1875 ist dieser Falschstempel zu finden.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
04.04.2008, 23:00
Dieser Viererblock trägt einen zurückdatierten Abschlag des grossen Zweikreisstempels CAP. Das bekannte Frühdatum ist von 1889, in 1879 war noch kein Zweikreisstempel im Einsatz. Die Marke selbst ist nach Ablauf der Gültigkeit in grossen Mengen in den Handel gekommen. Gestempelt ist sie vergleichsweise teuer, ein Viererblock wird mit 550 Euro bewertet. Was lag näher, als einen befreundeten Postbeamten zu bitten, das Stempeldatum "richtig" einzustellen und loszulegen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
04.06.2008, 20:23
Den folgenden Stempel würde ich gerne zur Diskussion stellen. Im FSPL-Handbuch ist das Datum als "Letzttag" gemeldet. Wenn ich diesen Viererblock sehe, dann stellen sich mir alle Haare zu Berge. Die Dienstmarken mit einem Stempeltyp, der damals in der Regel beim Postamt Luxemburg nicht mehr im Einsatz war. Dazu der supersaubere Abschlag. Es kann natürlich sein, dass hier gefälligkeitsgestempelt wurde - oder nachträglich rumgepfuscht.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hallo Lars,
der Viererblock sieht auf den ersten Blick wunderschön aus, ich würde ihn allerdings nicht einmal mit der Feuerzange anfassen.
Gründe:
1. Die abgeschlagene Untertype des "petit francais" /Typ 05) habe ich bisher auf echt gelaufenen Briefen noch nicht gesehen. Da die Zeit der Type 05 Anfang der 70er bereits abgelaufen war, habe ich auch grundsätzliche Probleme mit diesem Stempel. Ist er überhaupt echt und wenn ja, wurde er vorher sorgfältig gereinigt?
2. Das von Dir gezeigte Stempeldatum tauchte in der Vergangenheit mehrfach und zwar meistens auf spektakulären Einheiten (z.B. Viererblock Mi.-Nr. 26) auf.
Fazit: Der von Dir gezeigte Viererblock ist reiner Bedarf und die Erde eine Scheibe :D :D :D .
Gruß
Ulli
deckelmouk
08.03.2010, 17:06
Bei Delcampe waren mehrere Briefe mit teuren Caritas-Serien zum Sofortkauf im Angebot. Die Marken waren alle mit der Stempeltype 41 gestempelt - die Stempeltype wurde erst während der Besatzungszeit und nach Ende der Kursgültigkeit der Marken eingeführt. Der Stempel selbst ist m.E. ebenfalls eine Fälschung. Für die Fälschung wurden Originalmarken und Originalumschläge verwendet.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Als Nebensache kommt noch hinzu, dass der Beleg als "kompletter Satz" angeboten wird.
Der Stempeltyp 41, von der Deutschen Reichspost ab 1.10.1940 eingeführt,
hatte als Ortsbezeichnung "natürlich" LUXEMBURG.
Wir freuen uns immer wieder über die offensichtliche Unkenntnis der Fälscher;
der "normale" Sammler jedoch sicher nicht.
Im Rahmen des HANDBUCHS ZUR PHILATELIE IN LUXEMBURG wird dem u.a. mit der Lieferung 8.3.1 Tagesstempel abgeholfen.
Lesen bildet
Schönen Gruß
DiDi
deckelmouk
01.04.2010, 14:57
Im neuen Soluphil-Katalog wird die unten abgebildete Mi. 12 zum Verkauf angeboten. Der Stempelabschlag "passt" von der Farbe und Konsistenz (zu flacher Abschlag, zu einheitlich eingefärbt) nicht zu den Stempeln aus der Zeit. Wie sehen das die Experten?
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Auch wenn wir bei einem "Viertelkreis" vorsichtig seien sollten:
1873 war das letzte bisher bekannte Einsatzjahr dieser Stempel
(es existieren vier Untertypen), deshalb ist es sehr unwahrscheinlich,
dass der Abdruck noch so klar ist.
Gruß
DiDi
deckelmouk
01.04.2010, 21:03
@didi:
Vielen Dank für Deine Antwort! Meine Stempelabschläge aus dem Jahr 1873 zeigen auch deutliche Abnutzungsspuren, vor allem der Innenkreis ist oft nur noch schwach abgeschlagen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Kennt jemand diese Prüfgesellschaft die solche Marken und Stempel für ECHT erklärt?
Ein e-bay-Los.
Schöne Schei ....:mad:
Gruß
DiDi
saeckingen
31.07.2010, 22:20
Ich habe den Namen zuvor gehört, aber mir sind die noch nicht oft untergekommen. Hier findest Du Informationen über die Philatelic Foundation:
http://www.philatelicfoundation.org/
@saeckingen
Dank für die Information. Der Klub besteht also ab 1945.
Zu diesem Attest (auf das hoffentlich keiner mehr reinfällt):
Die Luxemburg Mi.-Nr. 3, 1 C. hellbraun , wurde 1863 verausgabt.
Die im Attest abgebildete Marke ist eine Nr. 37 braun (Haarlemer Druck mit breiten Rändern), bei der die Zähnung entfernt wurde. Der Stempel vom Typ 32 (Großer Zweikreisstempel) passt auch genau zu dieser Ausgabe. Er wurde erst ab 1883 eingesetzt.
Welcher Typ von Experten:mad: saß,sitzt denn nun bei dieser Foundation?
Da sind bei anderen Expertisen dieser Firma doch auch große Zweifel angebracht.
Auch ein absoluter Laie erkennt den Farbunterschied.
Schönen Gruß
DiDi
deckelmouk
01.08.2010, 11:50
@didi:
Die Luxemburg-Atteste der PF, APEX und PSE sind höchstens zufällig richtig. Die drei Gesellschaften prüfen mit hoher Zuverlässigkeit USA (auch nicht immer bzw. es gibt zwischen den Gesellschaften unterschiedliche Ergenbisse - wobei es immer eine "Opinion" ist). Sie sollten aber nicht alle Welt prüfen, da wird es dann sehr hässlich.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
04.09.2010, 20:34
Vor dem luxemburger Anbieter "fiby02" sei ausdrücklich gewarnt: Er vertreibt mal wieder falsch gestempelte luxemburger Vorkriegsmarken. Der Stempel kann echt nicht auf den hier gezeigten Ausgaben vorkommen, da er anlassbezogen war und nur während der Ausstellungszeit verwendet wurde.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
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