Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auslandsbrief 1868 PD
andreas-machner
23.12.2007, 11:59
Hallo!
Billig im Posten erworben kam dieser Beleg zum Vorschein. Warum die Nachtaxe "9". In meinem Schweiz-Spezial stehen zwar nur die Inlandsporti vor 1875, jedoch müßten die 40 Cent nach meinem Verständnis der damaligen Postgebühren reichen.
Der Beleg weißt auf der linken Rückseite eine Klebespur über die gesamte Breite auf, Bedeutungslos? Ebenso ist auf der RS die Zahl 146. mit demselben blau wie die "9" auf der VS. Reco?
Macht mich schlau!
Fröhliche Weihnachten!
Andreas
Hallo Andreas,
die 40 Rappen/Cts. entsprachen 12 Kreuzer, davon waren 9 Kreuzer Postverein und 3 Kreuzer schweizer Taxe. Die Schweiz musste 9 Kreuzer an Thurn und Taxis (wg.Frankfurt) vergüten, dies wurde links unten vermerkt.
Zu Deinen anderen Fragen fällt mir nichts zu ein:confused:
Schöne Weihnachten
Christian
bayern klassisch
23.12.2007, 16:36
Hallo Christian,
kleine Korrektur:
Richtig ist, dass die CH 3 Kr. behalten durfte. Taxis gab es aber 1868 schon lange nicht mehr. Jetzt heisst es auf die Rückseite schauen, ob der Brief über Baden oder Württemberg instradiert wurde. Je nachdem welche Postverwaltung es war, die erhielt auch die 9 Kr. von der CH kreditiert.
Also Andreas, ist hinten ein Stempel der badischen Bahnpost oder der württembergischen Fahrpost drauf?
Die rückseitigen Kleber oder Ziffern sind unerheblich für die postgeschichtliche Bedeutung des Briefes.
Eine Rekommandation ist ebenfalls auszuschliessen - nichts deutet darauf hin.
Grüsse von bayern klassisch
andreas-machner
24.12.2007, 08:29
Hallo!
Hinten ist kein weiterer Stempel, außer dem Ankunftsstempel Frankfurt. Doch noch mal dumm gefragt, wuden die 9 Kreuzer vom Empfänger entrichtet?
Fröhliche Weihnachnten und Danke!
Andreas
deckelmouk
24.12.2007, 09:06
Doch noch mal dumm gefragt, wuden die 9 Kreuzer vom Empfänger entrichtet?
Hallo Andreas,
nein, die 9 Kreuzer hatte der Absender schon im voraus entrichtet (=30 Rappen). Die Postverwaltung der Schweiz schuldete aber diesen Betrag dem NDP. Darum wurde er auf dem Brief vermerkt. So liess sich der Kartenschluss nachrechnen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
bayern klassisch
24.12.2007, 09:07
Hallo Andreas,
der Absender frankierte mit 40 Rappen = 12 Kreuzer alles. Teilfranko war ab dem 1.10.1852 nicht mehr möglich.
Hätte der Empfänger noch Gebühren bezahlen müssen, hätten diese in blau vorne notiert sein müssen.
Dein Brief wog unter 1 Loth und war völlig korrekt frankiert.
Wenn hinten kein weiterer Stempel vorhanden ist, dann lief er im geschlossenen Transit durch Baden, zumindest ist das mein Forschungsstand.
Beste Grüsse von bayern klassisch
andreas-machner
24.12.2007, 09:18
Danke!!!!:)
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