Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Infla 330B Stempelfrage
Inflajäger
20.12.2007, 14:31
Hallo,
der Stempel RAUBLING ist im Infla Band 13 mit dem Buchstaben "b" aufgeführt,
auf der Marke fehlt aber der entsprechende Teil des Stempels.
Das Stempeldatum ist in Ordnung und die Stempelfarbe kommt auch hin,
lohnt eine Prüfung?
Gruß
Ralf
http://www.xn--rennwagenbrse-rmb.de/330B_1.JPG
http://www.xn--rennwagenbrse-rmb.de/330B_2.JPG
lehrling
20.12.2007, 21:14
Hallo,
habe leider kein Vergleichsstück gefunden,
bei dem Stempel würde ich mir schon Gewissheit durch einen Prüfer verschaffen
wollen,
Gruß lehrling
Andreas Gminder
20.12.2007, 22:38
Hallo,
der Stempel RAUBLING ist im Infla Band 13 mit dem Buchstaben "b" aufgeführt,
auf der Marke fehlt aber der entsprechende Teil des Stempels.
Das Stempeldatum ist in Ordnung und die Stempelfarbe kommt auch hin,
lohnt eine Prüfung?
Hallo,
der Stempel ist eigentlich komplett zu sehen, wenn auch in zwei Teilabschlägen. Mit Unterbuchstabe "b" dürfte der Buchstabe neben den beiden Sternen im unteren Segment gemeint sein. Der sieht bei Deinem Stempel gar nicht nach "b" aus, sondern sollte sehr wahrscheinlich "* * a" darstellen.
beste Grüße,
Andreas
Stempelort "Raubling" liegt in der OPD München in der Nähe von Rosenheim.
Raubling war zu jener Zeit ein kleines Dorf mit eine Post- Agentur.
Früheste Verwendung der Nr 330 B in der OPD München war meines Wissens erst ab Mitte Dezember 1923.
Wäre dann ein neues Frühdatum ( 26 November) in dieser OPD München, dazu noch von einer kleinen Post- Agentur.:D ;)
Schon sehr seltsam, wo doch die Erstverwendung dieser Marke ausserhalb Berlins der 29.11.1923 in Leipzig und Stuttgart war.
Fazit: Meiner Meinung nach eine nachträgliche Entwertung.
mfg
erron
Inflajäger
21.12.2007, 19:37
Früheste Verwendung der Nr 330 B in der OPD München war meines Wissens erst ab Mitte Dezember 1923.
Fazit: Meiner Meinung nach eine nachträgliche Entwertung.
@ Lehrling, Andreas, Erron, vielen Dank für eure Meinungen!
@ Erron
Einige Fragen bleiben offen, da die Marke ja offensichtlich noch keinem Prüfer
vorlag. Wenn du mit der nachträglichen Entwertung Recht hast, wie würde die
Marke vom Prüfer signiert: "Stempelfälschung Infla" oder Zettel dabei "nicht prüfbar"?
Gehe ich recht in der Annahme, dass ein neues Frühdatum sehr sehr unwahrscheinlich ist
aber auch nicht ganz ausgeschlossen werden kann? Berlin-Raubling sind doch nur schlappe 650 km :D
Jedenfalls werde ich mal prüfen lassen und danach hier berichten,
die Marke ist einfach zu schön;)
@all : Hat jemand Stempelabschläge "RAUBLING" aus 1922/23?
Gruß
Ralf
@ Lehrling, Andreas, Erron, vielen Dank für eure Meinungen!
@ Erron
Wenn du mit der nachträglichen Entwertung Recht hast, wie würde die
Marke vom Prüfer signiert: "Stempelfälschung Infla" oder Zettel dabei "nicht prüfbar"?
Gehe ich recht in der Annahme, dass ein neues Frühdatum sehr sehr unwahrscheinlich ist aber auch nicht ganz ausgeschlossen werden kann?
Berlin-Raubling sind doch nur schlappe 650 km
Gruß
Ralf
@ inflajäger
Zu deiner ersten Frage ob der Prüfer mit"Stempelfälschung Infla"oder"nicht prüfbar" signiert, kann ich dir keine Antwort geben.
Zu deiner zweiten Frage zu dem neuen Frühdatum.
Es ist möglich, dass es neue Frühdaten von anderen OPD gibt.
Aber ich habe noch keine Nr B 330 mit Frühdatum von München 24, 25 oder 26.11.23 gesehen.
Zu deiner dritten Frage ( Berlin-Raublin 650 km)
Frühdatum dieser Marke war in Berlin der 24.11.
Am 24.11.23 oder 25.11.23 hat nun eine Person in Berlin diese Marken erworben, sich schnell in den Zug nach München begeben, das Postamt in München links liegen gelassen; da ja der Anschlusszug nach Rosenheim schon wartete.
In Rosenheim musste es auch ganz schnell gehen, der Zug nach Raubling stand schon unter Dampf.
Nun endlich in Raubling angekommen, ging dann diese Person mit der 50 Milliarden Marke (oder auch mehrere) am 26.11.23 Nachmittags zur Poststelle,legte diese Marke (oder aufgeklebt auf Brief) dem freundlichen Postbeamten vor mit der Bitte um Abstempelung.
inflajäger, so könnte es gewesen sein, und deine Marke ist nun echt und zeitgerecht abgeschlagen.:D :D
mfg
erron
PS: als Scann eine Nr 307 mit einem Falschstempel aus der Nachbargemeinde von Raubling
(Au bei Aibling) Abstempelung am 7 OKT 23
Inflajäger
21.12.2007, 21:25
@ inflajäger
Zu deiner dritten Frage ( Berlin-Raublin 650 km)
Frühdatum dieser Marke war in Berlin der 24.11.
Am 24.11.23 oder 25.11.23 hat nun eine Person in Berlin diese Marken erworben, sich schnell in den Zug nach München begeben, das Postamt in München links liegen gelassen; da ja der Anschlusszug nach Rosenheim schon wartete.
In Rosenheim musste es auch ganz schnell gehen, der Zug nach Raubling stand schon unter Dampf.
Nun endlich in Raubling angekommen, ging dann diese Person mit der 50 Milliarden Marke (oder auch mehrere) am 26.11.23 Nachmittags zur Poststelle,legte diese Marke (oder aufgeklebt auf Brief) dem freundlichen Postbeamten vor mit der Bitte um Abstempelung.
inflajäger, so könnte es gewesen sein, und deine Marke ist nun echt und zeitgerecht abgeschlagen.:D :D
Die Person fuhr natürlich einen Mercedes Sport Phaeton 6/20 und war nicht
auf den Zug angewiesen :p
Udo Korte
22.12.2007, 03:02
Ich halte den Stempel unabhängig von der Sache des FD´s nicht für echt - und / oder zeitgemäß.
Die erste "1" im Novemberteil des Stempels wirkt auf mich innerhalb des Stempelabdrucks unstimmig ( Rand, Farbverlauf , breite der Fahne, Schärfe / Unschärfe ) .
Vielleicht kennt jemand das Gefühl, wenn an einem Detail gelogen oder um etwas herumgelogen wird. wird - also dieses Gefühl stellt sich bei mir an genau dieser Stelle ein...
erstlesen
22.12.2007, 04:52
Hallo Udo,
du hast das Gefühl, der Stempel müsse auf jeden Fall falsch sein, weil die 1 dick und krumm ist und untermalst das Gefühl mit starken Aussagen wie "herumgelogen".
Nimm einmal an, der Stempel wäre echt. Alt, abgenutzt und auf die "1" gefallen, sieht er genau so aus. Es ist zwar nicht 1923, aber das Datum kann man schon soweit zurück drehen. Was also, wenn der Abschlag nur nicht zeitgerecht wäre?
Es helfen keine starken Gefühle, es hilft nur Vergleichsmaterial. Ich halte den Abschlag für rückdatiert und von einem echten Poststempel. Einen zeitgerechten Abschlag auf einer gestempelt teureren Marke würdest du ja mit der selben Begründung als FALSCH identifizieren.
Was wäre hier zu bemerken:
http://stampsx.com/0/echt-oder-falsch-lin-ch.jpg
Andreas Gminder
22.12.2007, 09:32
Ich halte den Stempel unabhängig von der Sache des FD´s nicht für echt - und / oder zeitgemäß.
Die erste "1" im Novemberteil des Stempels wirkt auf mich innerhalb des Stempelabdrucks unstimmig ( Rand, Farbverlauf , breite der Fahne, Schärfe / Unschärfe ) .
Vielleicht kennt jemand das Gefühl, wenn an einem Detail gelogen oder um etwas herumgelogen wird. wird - also dieses Gefühl stellt sich bei mir an genau dieser Stelle ein...
Hallo Udo,
kenn ich, und meist trügt es einen auch nicht.
In diesem Fall könnte ich mir aber auch einfach eine Abnutzung dieses Stempelteils vorstellen. Warum gerade selektiv diese 1, keine Ahnung, Aber möglich wäre es meiner Meinung nach. Und ich finde auch nicht, dass sie anders aussieht als die 1 daneben. Wenn Du die Breite der Fahne am linken Rand des senkrechten Striches der 1 misst, dann ist sie genauso lang wie bei der anderen.
Im übrigen könnte das Tagesdatum auch 28.11. lauten, die zweite Ziffer also keine 6 sondern eine verquetschte 8 sein. Vielleicht ein weiteres Indiz, dass der Stempel an dieser Stelle merklich gelitten hat?
beste Grüße,
Andreas
Meiner Ansicht kommt die Abnutzung der ersten Ziffer 1 von deren häufigeren Benutzung. Die erste 1 wird wenn ich richtig gerechnet habe an 92 Tagen benutzt. Die zweite 1 nur an 61 Tagen. Die erste Ziffer wird in den Monaten Oktober, November und Dezember eingesetzt. Die zweite 1 in den Monaten Januar und November. Das Verhältnis der zeitlichen Inanspruchnahme ist 1/3 zu 2/3. Der Monat Dezember der von der 1. Ziffer benutzt wird, ist der Monat mit dem größten Postaufkommen. Durch diesen Umstand kann sich die Zahl der zahlenmäßigen Inanspruchnahme leicht in ein Verhältnis 1/5 zu 4/5 verändern.
Ob das Datum der 26.11.1923 sein muss? Es könnte auch wie Andreas Gminder meint, eine beschädigte 8 von 28.11.1923 sein. Hier kommt wieder die Meinung von erstlesen zum Zuge: Vergleichsmaterial ist alles.
Manfred :) :)
erstlesen
22.12.2007, 17:51
Hallo,
immer wieder kommt es vor, dass beim Stempeln etwas hartes getroffen wird, das im Umschlag oder darunter liegt. Da verbiegt sich der Kreis oder die Buchstaben und Zahlen werden beschädigt. Das ist völlig alltäglich. Lange benutze Stempel in "neuwertigem" Zustand gibt es fast gar nicht.
Zusätzlich kann schon der nächste Abschlag des selben Stempels etwas anders ausgesehen haben. Gut sehen kann man dieses Phänomen bei Belegen die mehrere Abschläge vom selben Gerät zeigen. Ein Beispiel (http://stampsx.com/forum/topic.php?id=76&highlight=Viererblock&) zeigt es in der Vergrößerung der 18 Uhr.
Toll wäre es, wenn hier noch andere Abschläge des Raubingstempels gezeigt werden könnten.
Sehr schön ist auch die Erklärung von Manfred, wie es zu der unterschiedlichen Abnutzung einzelner Ziffern im Stempel kommt.
Inflajäger
22.12.2007, 22:11
Hier kommt wieder die Meinung von erstlesen zum Zuge: Vergleichsmaterial ist alles.
Toll wäre es, wenn hier noch andere Abschläge des Raubingstempels gezeigt werden könnten.
Woher nehmen:(
Haben die Inflaprüfer eigentlich Abschläge aus allen kleinen Orten:confused:
Udo Korte
23.12.2007, 22:49
Hallo Udo,
du hast das Gefühl, der Stempel müsse auf jeden Fall falsch sein, weil die 1 dick und krumm ist und untermalst das Gefühl mit starken Aussagen wie "herumgelogen".
Nimm einmal an, der Stempel wäre echt. Alt, abgenutzt und auf die "1" gefallen, sieht er genau so aus. Es ist zwar nicht 1923, aber das Datum kann man schon soweit zurück drehen. Was also, wenn der Abschlag nur nicht zeitgerecht wäre?
Erst-Richtig-Lesen , dann interpretieren ! Meine Aussage :
Die erste "1" im Novemberteil des Stempels wirkt auf mich innerhalb des Stempelabdrucks unstimmig ( Rand, Farbverlauf , breite der Fahne, Schärfe / Unschärfe ) .
Da wir hier locker unsere Meinungen austauschen, halte ich mich mit Aussagen zur grundsätzlichen Echtheit der Details ohne eine Marke im original vor mir zu haben, zurück. Selbst eine Softwaremäßige vermessung würde ich nur mit eigenen Scanns machen.
Du hälst den Stempel für umdatiert, ich halte den Stempel für umdatiert - Nur zusätzlich halte ich die betreffende 1 für handgemalt. Da ich die Marke nicht im original hier habe, kann ich auch nur von einem Eindruck ( = Gefühl ) sprechen.
Gründe warum ein Buchstabe merkwürdig ausfallen kann , oder eine Zahl oder ein Stempelfragment gibt es genügend - auch da sind wir uns sicher alle einig.
Wenn an einer Marke herumgespielt wird, hat das meiner Erfahrung nach den Grund etwas herauszuarbeiten, - oder etwas zu verbergen. Das stellt zunächst jede solche Marke in meinen Augen in frage.
Kannst Du anhand dieser Abbildung meinen Eindruck beweisen, oder besser noch widerlegen ?
Es helfen keine starken Gefühle, es hilft nur Vergleichsmaterial. Ich halte den Abschlag für rückdatiert und von einem echten Poststempel. Einen zeitgerechten Abschlag auf einer gestempelt teureren Marke würdest du ja mit der selben Begründung als FALSCH identifizieren.
Was ich "würde" und was ich tatsächlich mache entscheide ich dann doch lieber und immer noch selbst, und auf das jeweilige Objekt bezogen.
Was man zu Deinem Bild bemerken kann :
Du hast einen Berlin-Charlottenburgstempelteil eingescannt. Der ist wässrig und unscharf und kann sogar echt sein . Lass den doch einfach mal prüfen :)
Ich hoffe ich konnte helfen .
Frohes Weihnachtsfest !
erstlesen
24.12.2007, 00:50
Hallo Udo,
das an der besagten "1" etwas handgemalt sein könnte ist völlig abwegig. Trägermaterial und Farbpigmente der Stempelfarbe sind vollkommen stimmig auf dem Abschlag. Ich erkenne Nachmalungen wirklich gut. Das ist keine Nachmalung. Das ist 100% sicher die Stempelfarbe die auch auf dem Rest des Abschlages zu sehen ist. Dafür brauche ich auch keinen größeren Scan.
Mein Muster, das viel eher für falsch gehalten werden kann, ist ein Ausschnitt vom echten ESST zur ERP Marke. Das ich hier keinen Falschstempel zeige, war natürlich zu erwarten. Ich bin darauf auch nur eingegangen, damit kein Laie meint, man könne falsche Stempel an krummen Teilen erkennen.
Was ist denn hier mit der hinteren "1"?
http://stampsx.com/0/8711-detail.jpg
Da war der Stempel etwas über ein Jahr in Benutzung.
Zur Frage von Inflajäger: Ja, Prüfer haben von jedem Stempel den sie prüfen ein Vergleichsstück. Sonst lehnen sie die Prüfung ab. In der Regel liegen auch von kleinen Orten viele Stempel vor.
Nimm beispielsweise Stempel nach Einführung der vierstelligen Postleitzahlen. Davon habe ich sicher um 99% aller vorhandenen Stempel als Abschlag. Nicht jeden mit einem Frühdatum aus 1963, aber doch sicher 90% von verschiedenen Tagen. Leider habe ich diese Stempel noch nicht in meiner Datenbank, aber einmal zwei die ich gerade greifbar hatte, gesannt und hochgeladen. Das sind zwei kleine Orte (Neuses a. Berg und Castell) mit PLZ 8711. Hast du einen Teilabschlag zum Prüfen und siehst nur die 8711 (http://stampsx.com/ratgeber/stempel-datenbank.php?stempelsuche=8711), musst du jeden Stempel den es mit der PLZ gab, als Vergleichsstück haben.
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