Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 1852 - 1859 (Wilhelm III - Markenausgabe)
deckelmouk
19.12.2007, 20:13
Der "Schwarze" und "Roude Kopp" wird spezialisiert gesammelt:
- Farben
- Stempel
- Wasserzeichen
- Retouchen
Farbige Stempel sind auf der Ausgabe selten anzutreffen. Der "Neuf Barres" von Luxemburg ist in der Regel schwarz, deutlich seltener blau und ganz selten grün. Die Aufschläge auf den normalen Katalogpreis sind sehr hoch. Da habe ich auch die mangelhafte Qualität der Marke in Kauf genommen, um das Stück in die Stempelsammlung zu bekommen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hallo Lars,
hier zwei normale Marken. Jedoch bei der Nr. 2 bin ich mir nicht sicher wie viele Balken der Stempel hat.
Gruß Helmut
Es dürfte sich bei den beiden Stempeln um 9 Balken-Stempel von Luxemburg handeln. Eine minimale Restwahrscheinlichkeit besteht noch für den sehr seltenen 9 Balken-Stempel von Bascharage, der 1/2 Millimeter im Durchmesser kleiner ist und nur bei klaren Abschlägen eindeutig zuzuordnen ist, was leider selten passierte.
Hier sind die beiden Stempel einmal nebeneinander dargestellt, links Bascharage und rechts Luxembourg. Bascharage ist nur über die PD-Type zu erkennen, weil diese Form nicht in Luxembourg geführt wurde.
Ulli
Hier noch 3 farbige Stempel. Von links:
3 Kreis-Stempel in grün von CLERVAUX und LUXEMBOURG (1852-1853), 9 Balken-Stempel in blau von Luxembourg (1858).
Ulli
deckelmouk
29.12.2007, 12:25
Diese kleine aber interessante Zeitungsnotiz habe ich beim Stöbern auf der Homepage der Nationalbibliothek gefunden.
"Briefmarken über der Adresse befestigen"
"Briefmarken, die Abfallen, können nur mit Mühe zugeordnet werden"
"Teilfranko wird im Inland anerkannt, im Verkehr mit dem Ausland gelten die Briefe als unfrankiert"
"Briefträger haben während ihrer Ausgänge Briefmarken verkauft"
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
19.05.2008, 22:13
Briefe in die belgische Provinz Luxembourg kosteten 20 Centimes. Hier mit einem Päarchen des letzten schwarzgrauen Druckes dargestellt. Rückseitig erhielt der Brief den Transitstempel "Luxembourg par Arlon".
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
12.08.2008, 20:14
1906 wurden je eine Teilplatte der 10 Centimes und der 1 Silbergroschen von dem Sammler F.G. Majerus entdeckt. Die Platten waren stark verrostet und durch Einkerbungen unbrauchbar. In der Druckerei Hugen Peten, Stuttgart, gelang es, einige Clichees wieder brauchbar zu machen.
Originalpapier war noch vorhanden und wurde z.T. für den Druck verwendet: So entstanden 9500 ND der 10 Centimes und 4500 ND der 1 Silbergroschen. Die Marken wurden für 7,50 Franc das Paar abgegeben. Die Neudrucke wurden überarbeitet und unterscheiden sich in Details von dem Original. Da ungebrauchte Originale sehr teuer sind, hilft nur eine Plattierung, um ganz sicher zu sein, keinen Neudruck zu besitzen.
Das hier gezeigte Exemplar der 1 Silbergroschen stammt m.E. von einer Druckprobe, die mit der verrosteten Platte gemacht wurde.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Teil eines Blattes meiner Ausstellungssammlung "Die Post in Capellen".
Die ab gebildete Nr. 2 ist (soviel ich weiss) das zweite Exemplar in unserem Kreis.
Gruß
DiDi
....so isses.....:D :D
Herzliche Grüße
Ulli
Phantastische Sachen zeigt Ihr wieder hier, vielen Dank.
Aber die Balkenstempel und 3-Ring-Stempel werde ich wohl nie auseinander halten können.
Grüße von einem staunenden
Helmut
Alle guten Dinger sind 3
Hier nun das dritte Exemplar, zentral gestempelt
Grüsse
@olilux: Gestatten?
http://freenet-homepage.de/buzones/bdph/Cap2.jpg
Besser ging's leider nicht...
deckelmouk
28.08.2008, 21:57
Diesen Dreierstreifen habe ich vor ein paar Tagen bei eBay gekauft. Der Preis war 102 Euro, vielmehr hätte ich nicht bezahlen wollen. Und das aus guten Grund... Als ich das Stück in den Händen hielt, waren meine Gefühle gemischt:
- Starker Knick (auf dem Scan nur sehr schemenhaft zu sehen) - wahrscheinlich hat jemand die Marken von einem Brief gezogen
- Papier gelblich verfärbt, da die Gummierung noch vollständig vorhanden war (wenn jemand meint, er müsste unbedingt klassische Marken postfrisch sammeln... Naja...)
- Höchstwahrscheinlich a-Farbe: Sehr schwarz, sehr feiner Druck, Dreiringstempel hinterliess ein Loch in der Marke (m.W. ein Hinweis auf die erste Ausgabe)
Der letzte Punkt rettet das Stück. Auf dem eBay-Bild sieht es eher nach einer der späten billigeren Farben aus. Damit hab ich nicht zuviel ausgegeben, aber auch kein Schnäppchen gemacht. Die Lehre aus dem Beitrag: Verkäufer, die sich keine Mühe mit der Beschreibung und den Bildern machen, müssen sich nicht wundern, wenn man davon ausgeht, dass man eh über das Ohr gehauen wird und entsprechend wenig bietet. Das heisst nicht, dass die Markenpreise durch eBay gesunken sind, sondern dass die Erfahrung einen lehrt, nicht zu aggressiv heran zu gehen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Lieber Deckelmouk:) ,
auch in dem "Zustand":rolleyes: ist dieser Dreierstreifen (aus dem Jahre 1852 oder 1853)
seinen Preis wert.
Wieviele davon sind wohl noch erhalten?
Gruß
DiDi
auch in dem "Zustand" ist dieser Dreierstreifen (aus dem Jahre 1852 oder 1853) seinen Preis wert.
Wieviele davon sind wohl noch erhalten?
Gruß
DiDi
Einen gibt davon gibt es hier (leider habe ich den nicht für 102 Euro bekommen ;)
....und dann wäre da noch dieser Brief – allerdings nicht mit einem Dreierstreifen, sondern links mit einem Paar (rechts angeschnitten) und rechts einer Einzelmarke (unten und rechts angeschnitten). Den Zustand der Marken könnte man sich zwar wesentlich besser vorstellen, er hat mich aber nicht wirklich weiter interessiert.
Die Gründe:
Mit Einzelmarken der ersten Ausgabe 1852 konnte man bis 1859 lediglich einfache Inlandsbriefe (10 Centimes) und einfache Auslandsbriefe bis 10 Meilen in das Gebiet des deutsch-österreichischen Postvereins darstellen. Für alle anderen Sendungsarten und Destinationen waren bereits Mehrfachfrankaturen notwendig. 1853 kam man beim Postamt der Stadt Luxemburg daher auf den Gedanken, Stempel zu fertigen, die mit einem Abschlag mehrere Marken entwerten konnten. Diese Stempel mit 26, 30 bzw. 46 Balken wurden „Colosse“ genannt und überstanden das Versuchsstadium nicht. Sie sind in der Literatur bislang nur aus den Monaten März/April 1853 bekannt gewesen.
Hinzu kommt nun noch dieser Brief vom 13. Dezember 1853, entwertet mit dem 46 Balken-Stempel (Porto: 30 Centimes für einfache Briefe nach Belgien außerhalb der Provinz Luxemburg). Er lief also 8 Monate später – entweder wurde der Stempel noch einmal aus der Schublade geholt oder es sind bisher aus den Monaten Mai – November 1853 keine Briefe gefunden worden.
Fazit: Erhaltung der Marken ist nicht alles.
Herzliche Grüße
Ulli
Spitzenmäßig Ulli, Glückwunsch.:)
Zu meinem Geburtstag erhielt ich den folgenden Brief von meiner Frau (frage mich nur wo sie den her hat) mit einer Nr. 1 gestempelt 1. August 1857. Laut Angabe sollte es die Farbe "J" sein. Im Handbuch steht jedoch als Ausgabedatum für die Farbe erst der Dezember. Für die Farbe "I" ist er mir zu dunkel. Laut meinem Farbenführer (mit dem ich nicht besonders zurecht komme) tendiere ich zur Farbe "G" von 1856. Können so lange noch Bestände, gerade in Luxemburg, vorhanden gewesen sein? Was ist Eure Meinung dazu. Farbbestimmung am PC bestimmt nicht gut möglich.
Gruß Helmut
Hallo,
Sind eigentlich von den Nachdrücken gestempelte Exemplare bekannt? Lars hat zwar von 1906 als Nachdruckdatum gesprochen, aber R. Goebel spricht von 1904. Da die Marken ja erst am 1.1.1906 ausser Kurs waren, könnte es doch real gestempelte Nachdrücke geben ... oder?
Hallo Pasbal,
echt gestempelte Neudrucke kann es nicht geben. Die Neudrucke sind erst 1906 angefertigt worden und dies aus gutem Grund: Nachdem die erste Narkenausgabe mit Wirkung vom 31.12.1905 ungültig geworden war, konnte Majerus (der für die Neudrucke verantwortlich zeichnete) nämlich nicht mehr wegen Nachmachung von Staatspapieren und Banknoten belangt worden.
Gruß
Ulli
Besten Dank Ulli!
Weiss man, was mit den Druckplatten geschah?
echt gestempelte Neudrucke kann es nicht geben.
Ich schätze dass diese Marke ein Nachdruck 1.1 ist (das S von POSTES ist nicht sehr deutlich, das IM von CENTIMES ist nicht sehr deutlich, das erste Bein vom N ist zu dick).
Der Ettelbrück-Stempel müsste dann wohl falsch sein.
Pascal
Hallo Pasbal,
also ich vermag keine Merkmale eines Neudrucks zu erkennen, es dürfte sich aller Wahrscheinlichkeit eher um ein Exemplar der letzten Auflage von bereits stark abgenutzter Platte handeln.
Was die Druckplatten anbetrifft, ist im Handbuch zur luxemburgischen Philatelie folgende kurze Abfassung zur Geschichte der Neudrucke zu finden (die hoffentlich Deine Frage beantwortet):
"Nachdem im Jahr 1858 der Druck der 1. Ausgabe eingestellt worden war, wurden die Druckplatten durch Meisselhiebe und Feilenstriche unbrauchbar gemacht.
Im Jahre 1863 wurden die Druckplatten an Félix Koster aus Diekirch verkauft, welcher sie später an einen Alteisenhändler aus derselben Ortschaft weiterveräußerte.
Im Jahre 1906 entdeckte sie dort der Briefmarkensammler F.G. Majerus und stellte bei näherem Hinsehen fest, dass noch einige Klischees in brauchbarem Zustand waren, wenngleich der Rost den Platten bereits in den 43 Jahren seit Druckende erheblich zugesetzt hatte. Majerus beauftragte die deutsche Druckerei Hugo Peters in Stuttgart mit der gründlichen Reinigung der beiden Platten. Auf diesem Wege konnten 13 Klischees der 10 Centimes-Platte und 3 Klischees der 1 Silbergros-Platte soweit restauriert werden, dass mit ihnen Neudrucke hergestellt werden konnten.
Nachdem die erste Markenausgabe mit Wirkung vom 31.12.1905 ungültig geworden war, bestand nunmehr im Jahr 1906 keine Gefahr mehr, wegen Nachmachung von Staatspapieren und Banknoten strafrechtlich belangt zu werden. So stand der Herstellung von Neudrucken nichts mehr im Wege.
Verwendet wurde hierfür Original - Wasserzeichenpapier der ersten Ausgabe. Aufgrund des Umstandes, dass die Markenausgaben ab 1859 nur auf Papier ohne Wasserzeichen gedruckt worden waren, existierten bei der Post noch problemlos beschaffbare Restbestände an Wasserzeichenpapier. Sehr viel seltener findet man auch Neudrucke auf dünnem Kartonpapier ohne Wasserzeichen.
Die Auflagezahlen der Neudrucke sollen nach Jos. Koetz (vgl. Moniteur de collectionneur 4/1961 S. 89) betragen haben :
Nr. 1 (10 Centimes): 9.500 Exemplare
Nr. 2 (1 Silbergros): 4.500 Exemplare
Die luxemburgische Postverwaltung versuchte zwar, die Herstellung und den Verkauf der Neudrucke zu verhindern, was mangels Rechtsgrundlage aber nicht gelang. Es blieb der Postverwaltung lediglich, die restaurierten Platten von Majerus zurückzukaufen und so die Herstellung weiterer Neudrucke zu verhindern."
Gruß
Ulli
Besten Dank Ulli!
Jeder spricht hier vom "Handbuch" - welches Buch ist das genau? Gibt es noch Exemplare irgendwo?
Ich habe die obenstehende Marke als "Neudruck" geglaubt klassieren zu müssen (ist das Deutsch???) da das erste Bein des "N" einfach viel breiter ist, als das normalerweise der Fall ist!
deckelmouk
15.09.2008, 16:09
Hallo Pascal,
kontaktiere wg. FSPL-Luxemburg-Handbuch am besten @DiDi. Er kann Dir sicher ein Exemplar besorgen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hat vielleicht jemand eine Idee, was das sein könnte?
Diese Marke macht mir Kopfzerbrechen ... ich habe wohl eine kleine Idee, werde sie hier aber (noch) nicht preisgeben, um eventuelle alternative Meinungen nicht zu beeinträchtigen:
http://www.ballinger.lu/images/no2.jpg
deckelmouk
10.06.2010, 09:44
Zu dem folgenden Brief habe ich eine Frage: Bei Rauhut steht er aktuell im Online-Katalog als Los 5115 mit 200 € - zugeschlagen wurde er mir für 150 €. Hat einer der Sammlerkollegen einen Rauhut-Katalog von der 127. Auktion? Wenn ja, wie wird der Brief da ausgerufen?
Vielen Dank und beste Grüsse!
Lars
Concordia CA
10.06.2010, 09:57
@deckelmouk
10 C. grauschwarz auf Kabinettbriefchen von Ettelbruck 1859 nach Luxemburg, Mi. 550,- , Brief, MiNr. 1d, 200,-
Mit besten Sammlergrüßen
Concordia CA
Hallo Lars,
in der Ergebnisliste von Rauhut steht Zuschlag 240 Euro.
Gruß Helmut
deckelmouk
10.06.2010, 10:55
@heku49 und @concordia:
Vielen Dank für Eure Antworten! Ich bin verwirrt, meine Rechnung zeigt mir die Lose mit anderen Beträgen. Jetzt bin ich gespannt, was ich erhalte...
Beste Sammlergrüsse!
Lars
@Lars
Gratulation:D! Ein wunderschöner Brief, der auch für 500 € nicht zu teuer wäre.
Enthalte uns aber bitte nicht die Auflösung.
Gruß
DiDi
Hallo Lars,
hast Du diesen Beleg bekommen?
Gruß Helmut
deckelmouk
03.07.2010, 09:21
Hallo Helmut,
nein, noch nicht... Mein Brief mit den Zahlungsanweisungen scheint bei Rauhut nie angekommen zu sein. Nächster Brief... Kann sich alles nur noch um Wochen handeln. Falls der Brief überhaupt noch da ist :D
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
11.07.2010, 06:08
Hurra! Der Brief ist da. Hat alles doch geklappt, auch zu dem Preis von 150 € plus Aufgeld.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
bayern klassisch
11.07.2010, 11:04
Hall Lars,
ich freue mich für dich - ein Schnäppchen und gleichzeitig eine Traumoptik!
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Haben sich also auch meine Bedenken zerstreut.
Glückwünschel!
:)
deckelmouk
08.01.2011, 09:51
Trotz "Millionenauflage" findet man Briefe mit Mi. 1 von Luxemburg nicht an jeder Ecke. Darum war ich froh, dass ich kurz vor Weihnachten das Stück im Anhang bekommen habe. Die Marke ist angeschnitten, das Briefpapier etwas wellig und an zwei Stellen eingerissen. Absender ist die Generalkasse der "Domaines Privés Royaux" in Berg.
Aufgegeben wurde der Brief beim Postamt in Mersch. Die Marke wurde mit dem Balkenstempel entwertet. Die sechs Balken sind im Vergleich zu den anderen Balkenstempel sehr dick und lassen sich daher recht leicht unterscheiden. Rückseitig befindet sich der Ankunftsstempel von Larochette.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
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