Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 1940 - 1944 (Deutsche Besetzung)
Dann will ich mal mit einem Stempel von 1941 anfangen. Es ist ein sogenannter "Stummer Stempel" (ohne Ortsangabe) der deutschen Militärpost in Luxemburg abgeschlagen auf einer Ansichtskarte.
Gruß Helmut
.... war der korrekte Name, des Deutschen Postamts Luxemburg.
Bekannt sind bisher 6 Tagesstempel, die dort verwendet wurden. Näheres dazu ist nachzulesen in der Lieferung 8.3.1 Tagesstempel des Handbuchs zur Philatelie in Luxemburg. Der Anhang zeigt einen R-Brief dieses Postamtes, dass ausschließlich der Postversorgung des deutschen Militärs diente.
Gruß
DiDi
Am 10. Mai 1940 greift die Deutsche Wehrmacht an der ganzen Westfront an. Sie überrollt dabei auch, ohne Kriegserklärung und ohne Gegenwehr zu finden, das neutrale Großherzogtum Luxemburg.
Das Land wurde der deutschen Zivilverwaltung unterstellt. Diese übte der Gauleiter Gustav Simon (Gau Koblenz-Trier, später Moselland) mit Sitz in Koblenz aus. Am 21. Juli 1940 wurde Simon zum Chef der Zivilverwaltung in Luxemburg bestimmt. Luxemburg sollte so schnell wie möglich eingedeutscht werden.
Beispiel einer Feldpostkarte aus Luxemburg, die durch die Zensur eingedeutscht wurde.
Gruß Helmut
Ergänzung zur eben gezeigten Karte
Feldpostkarte aus Luxemburg vom 14.9.1942, hier wurden mit Blaustift auf die deutsche Schreibweise hingewiesen, französische Worte gestrichen (zensiert)
Gruß Helmut
Wie im Protektorat Böhmen und Mähren, in den besetzten Ostgebieten, in den Niederlanden und Elsaß-Lothringen wurde auch in Luxemburg eine „Deutsche Dienstpost“ eingerichtet.
Die Aufgabe dieser „Dienstpost“ sollte es sein, die Postversorgung der in Luxemburg eingesetzten deutschen Verwaltungsorgane durch zuverlässige deutsche Kräfte gegen jede unbefugte Einflußnahme sicherzustellen und einheitlich zu regeln.
Die Reichspostdirektion Trier, welcher die Aufsicht über das Postwesen in Luxemburg übertragen worden ist, richtete die Dienstpost ein und stellte dazu Personal aus ihrem Bereich ab.
Die Dienstpost nahm ihren Betrieb am 20. August 1940 auf.
Dienstbrief vom 25. November 1940 nach Leipzig, Dienstpoststempel und Stempel der Leitstelle Trier 2.
Gruß Helmut
Da die Deutsche Dienstpost der gesicherten Abfertigung durch deutsche Beamte unterlag, war Einschreibe-Dienstpost recht selten. Sie wurde nur dann benutzt, wenn besonders wichtige Akten und Urkunden zum Versand kamen.
Gruß Helmut
Mit dem 30.9.1940 verloren alle Luxemburger Briefmarken ihre Gültigkeit. Beleg vom 30.9.1940, dem letzten Verwendungstag Luxemburger Briefmarken. Mischfrankaturen vom 1.10.1940 und 2.10.1940 wurden nicht beanstandet.
Gruß Helmut
Der Große Zweikreisstempel (Typ 32) ARSDORF gehört zu den weniger häufig anzutreffenden dieses Typs. Laut der Lieferung Tagesstempel des Handbuchs zur Philatelie in Luxemburg wurde dieses Postrelais zuerst mit dem Stempel POSTES RELAIS N° 1 ausgestattet und gebrauchte den in der Abbildung gezeigten Stempel ununterbrochen von 1905 bis 1940.
Ein mit 24 Rpf. (Doppelbrief) portogerecht frankierter Beleg vom Beginn der Gültigkeit der Marken der Besatzungszeit ist auch nicht häufig – besonders mit diesem Stempel.
Gruß
DiDi
... war im besetzten Luxemburg als Einzelfrankatur gemäß Mitteilung Nr. 376 nur in der Zeit zwischen dem 30. November und dem 31. Dezember 1940 möglich. Nachzulesen im Handbuch von Marcel Staar auf Seite 54. Dies war die Reaktion auf Einwendungen der Zeitungsverleger, deren Verträge mit der Post (vor der Umstellung auf Reichsmark) einen Tarif von 10 Centimes für Streifbänder bis 50g vorsahen. Eine sehr, sehr seltene Portostufe also, wenn man weiß, wie Zeitungsstreifbänder vom Empfänger im Allgemeinen behandelt werden.
... als Einzelfrankatur nach New York? Der Luftpostbrief vom 27.3.1941 wurde kurz vor Einstellung der Luftpostdienste nach Nordamerika abgesandt. Leider sind uns die Luftpostzuschläge dieser Periode dorthin nicht bekannt.
Wer weiß mehr?
Gruß
DiDi
Am 1.10.1940 erschien die erste Serie der Überdruckmarken. Aufdruck Luxemburg auf Hindenburg-Ausgabe. Hier ein portorichtiger Ersttagsbeleg auf eingeschriebener Karte. Poststempel noch luxemburger Art, E-Zettel schon eingedeutscht.
Gruß Helmut
Portorichtiger Einschreibebrief vom 31.12.1941, dem letzten Gültigkeitstag der Überdruckmarken. Hier die Marken aus Luxemburg, Lothringen, Elsaß und des Deutschen Reichs gemeinsam verklebt.
Gruß Helmut
Mit den Überdruckmarken Hindenburg erschienen auch 2 Postkarten mit Überdruck, eine für Ortsporto 5 Pfennig und eine für Fernverkehrsporto 6 Pfennig. Karte mit dem Ortsporto nach Bielefeld wurde irrtümlich nicht mit Nachgebühr belegt.
Gruß Helmut
Kontrollratjunkie
03.09.2008, 22:53
Natürlich ist mein Beleg, den ich heute vorzeigen möchte, nicht für den Posthistoriker geeignet, auch nicht für den Puristen der Bedarfspost.
Mir gefällt er aber trotzdem :D .
Gruß
KJ
Aus einem geschichtlichen Standpunkt finde ich diesen Beleg höchst interessant: Luxemburg Stadt wurde am 10. September 1944 befreit. Die Allierten gerieten dann im Norden des Landes ins Stocken - die Ardennenoffensive hatte noch nicht stattgefunden - und Luxemburg hatte noch keine Nachkriegsmarken in Umlauf gebracht (dies geschah erst am 6.11.44).
Das Leben musste aber weitergehen, und so benutzen die Leute die Briefmarken, die sie noch hatten, was den Postbeamten wohl nicht gefiel ...
deckelmouk
11.09.2008, 13:59
@pasbal:
Die Verwendung von deutschen Marken war ab Ende September 1944 verboten. Sie durften nicht verwendet und nicht entwertet werden. Die aufgetauchten Stücke mit Schwärzungen haben sich m.W. (siehe Marcel Staar über die Besetzung Luxemburgs im 2. Weltkrieg) alle als Mache entpuppt.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
@ Deckelmouk:
Was war dann im Oktober 44 erlaubt? Deutsche Marken waren verboten, und luxemburgische Nachkriegsmarken gab es noch keine.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Luxemburger noch Vorkriegsmarken auf Vorrat hatten!
Und wie war die Lage im Norden des Landes? Interessant wären vor allem Belege aus der Zeit 14. Dezember 44 bis ca. 1. Januar 1945 aus den Städten Diekirch, Ettelbrück, Clervaux, ...
deckelmouk
11.09.2008, 16:26
@pasbal:
Aus der Zeit habe ich nur luxemburger Dienstpost. M.W. war private Korrespondenz nicht erlaubt. Ich sehe zu, dass ich heute Abend einen entsprechenden Beleg von Eischen einscanne.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
@pasbal,
willkommen hier im Forum.
Wie Lars schon anmerkt, war Privatpost nicht zulässig. Lediglich zwischen der Regierung und den Stadtverwaltungen gab es einen Postverkehr (Dienstpost) dreimal wöchendlich.
Briefe mit geschwärzten Marken tragen entweder den Stempel Luxemburg (b), den Rollenstempel Luxemburg-Stadt (b) oder den Barrenstempel Luxembourg-Ville (t). Daten zwischen dem 21. und 26. Oktober. Diese Briefe wurden nie von der Post angenommen oder befördert.
Gruß Helmut
Ein interessantes Thema, dass zur Forschung geradezu einlädt, nicht nur, weil ich gerade versuche, eine „Einrahmen-Sammlung“ zur Periode 1.9. – 31.12.1944 aufzubauen. In den hier folgenden vier Beiträgen
möchte ich dabei auch kurz auf die „Schwärzungen“ von Hitlermarken eingehen.
Der Text im Kasten unten entstammt dem HANDBUCH ZUR PHILATELIE IN LUXEMBURG, Lieferung 1.2 Markenausgaben der Besatzungszeit:
Belege mit „geschwärzten“ Hitlermarken sind zumeist philatelistisch beeinflusste Machwerke.
Bei einigen Belegen mag aber auch die unverhohlene Wut auf das Markenbild des Aggressors
Grund für die Unkenntlichmachung der Marke gewesen sein.
Bezüglich der „Schwärzungen“, die auch in blauer oder violetter Farbe vorkommen , existieren keinerlei Dienstanweisungen der Post. Auch wenn die Belege postalisch gelaufen erscheinen und sogar durch die Postzensur gingen, ist damit in den weitaus überwiegenden Fällen nicht bewiesen, wann die Unkenntlich-machung der Frankatur erfolgte.
Zu empfehlen Marcel Staar: Das Postwesen in Luxemburg während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg
Der unten abgebildete Beleg der Gemeindeverwaltung HACHIVILLE (Helzingen) wurde mit handschriftlichem Vermerk S.P. (service public, Gemeindedienst) ohne Frankierung am 6.11.1944 mit Handstempel ULFLINGEN a (Troisvierges) nach Wiltz (AK) befördert. Ab 16. Dezember war die Ortschaft im Verlauf der Ardennenoffensive wieder Kriegsgebiet. Bis zu der am 6. November 1944 erfolgten Ausgabe von Freimarken (und auch noch danach) war dies der normale Postdienst zwischen, an und auch von Verwaltungen, Banken, Betrieben. Korrespondenz zwischen Privatpersonen (es war ja noch oder wieder Krieg) war untersagt.
DiDi
@ Deckelmouk:
Was war dann im Oktober 44 erlaubt? Deutsche Marken waren verboten, und luxemburgische Nachkriegsmarken gab es noch keine.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Luxemburger noch Vorkriegsmarken auf Vorrat hatten!
Und wie war die Lage im Norden des Landes? Interessant wären vor allem Belege aus der Zeit 14. Dezember 44 bis ca. 1. Januar 1945 aus den Städten Diekirch, Ettelbrück, Clervaux, ...
Wie wohl sollte ein Postverkehr stattfinden? Es war Krieg!! Granaten heulten, Panzer fuhren durch die Straßen, die SS war wieder da!!!) Die Leute dort hatten (nach der 1. Befreiung und nun erneuter Lebensgefahr) anderes im Sinn als den Postverkehr anzukurbeln.
DiDi
Die Leute dort hatten (nach der 1. Befreiung und nun erneuter Lebensgefahr) anderes im Sinn als den Postverkehr anzukurbeln.
DiDi
"Krieg" wird von der Nachkriegsgeneration immer wieder gerne mit Filmen wie "Saving Private Ryan" oder so verglichen - doch so schwarz-weiss kann man das nicht sehen! Ich habe keine detaillierten Zeitberichte aus der Ardennenoffensive (wäre villeicht eine interessante Lektüre für die nächsten Ferien), aber es beeindruckt mich immer wieder, wie schnell die Leute zur "Normalität" zurückkehren. Auf der einen Seite kämpfen noch Soldaten, und nur einige hundert Meter entfernt nimmt das "normale" Leben seinen Lauf. Es gibt da einige sehr interessante Fotos von Haiti oder von der Belagerung von Sarajevo ... aber das gehört wohl in ein anderes Forum!
deckelmouk
12.09.2008, 20:04
@pasbal:
Hier ein Scan eines Dienstbriefes aus Hobscheid, aufgegeben in Eischen und abgestempelt mit dem deutschen Stempel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass während der Ardennenoffensive ein regelmässiger Postverkehr mit dem Norden des Landes bestand. Mir ist kein Beleg bekannt, aber ich sammel das Gebiet nicht intensiv.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Ein Brief einer Verwaltung an die Schulkommission der Stadt Luxemburg vom 24.10.1944. Der Umschlag des Chefs der Zivilverwaltung mit dem Vermerk Frei durch Ablösung Reich wurde weiterverwendet; andere standen noch nicht zur Verfügung. Der gebrauchte Handrollstempel LUXEMBURG-STADT b (Typ 41) vom 24.10.1944 ist nicht so oft zu finden.
DiDi
Ortsbrief (als dieser mit 12 Rpf überfrankiert) mit Handstempel Typ 41 LUXEMBURG 1 b vom 20.9.1944 und Verschlussstreifen der Postzensur, die am 6. Dezember 1944 ihre Arbeit aufnahm. Die Entwertung der Hitlerfrankatur wurde also vor dem am 29. September 1944 erfolgten Verbot des Verkaufs und der Abstempelung von deutschen Marken vorgenommen. Dieser Brief sieht nicht nach Mache aus, obwohl eine Zustellung wohl erst nach Freigabe des privaten und amtlichen Korrespondenzaustausches am 26. März 1945 erfolgte.
DiDi
Briefe dieser Art, obwohl mit Briefkopf und amtlichem Stempel versehen, riechen nach Mache, auch wenn der Poststempel LUXEMBOURG-VILLE d (Typ 34) vom 4.11.1944 (eines der neun noch vorhandenen Vorkriegsstempelgeräte) den Anweisungen folgend, neben die Marke gesetzt wurde. Willige Postbedienstete werden Hilfestellung bei der Fabrikation solcher Belege geleistet haben.
DiDi
"Krieg" wird von der Nachkriegsgeneration immer wieder gerne mit Filmen wie "Saving Private Ryan" oder so verglichen - doch so schwarz-weiss kann man das nicht sehen! Ich habe keine detaillierten Zeitberichte aus der Ardennenoffensive (wäre villeicht eine interessante Lektüre für die nächsten Ferien), aber es beeindruckt mich immer wieder, wie schnell die Leute zur "Normalität" zurückkehren. Auf der einen Seite kämpfen noch Soldaten, und nur einige hundert Meter entfernt nimmt das "normale" Leben seinen Lauf. Es gibt da einige sehr interessante Fotos von Haiti oder von der Belagerung von Sarajevo ... aber das gehört wohl in ein anderes Forum!
"Leider" gehöre ich nicht zur Nachkriegsgeneration, obwohl ich die Bomben aus nächster Nähe mitbekommen habe. - Meine geschichtlichen Kenntnisse zur Ardennenoffensive kommen aus Büchern und und stammen von Erzählungen der betroffenen Leute.
Philatelistisch: Mir sind aus dieser Zeit und aus dieser Gegend keine Belege bekannt - auch nach 40 Jahren Sammlertätigkeit in Luxemburg nicht.
Gruß
DiDi
Leider finde ich zu dem Zensurstempel weder im Handbuch Besatzungszeit, noch bei Marcel Staar etwas. Dort wird nur der Typ 1 beschrieben (mit Krone und nicht so schlank). Stempeldatum der Marken 19.4.46, Zensurstempel 23.4.46. Auch finde ich nichts, wie lange der Stempel eingesetzt wurde.
Für die Auskünfte im voraus schon mal herzlichen Dank.
Gruß Helmut
@heku
Ich versuche Deine Frage zu beantworten:
Das durch großherzoglichen Beschluss vom 17. November 1944 geschaffene Kontrollamt für Presse und Nachrichten nahm am 6. Dezember 1944 seine Arbeit auf (siehe Staar S. 242).
Bisher sind drei Haupttypen der dabei gebrauchten Zensurstempel bekannt, die ich im Anhang vorstelle. Als Stempelfarbe war violett vorgeschrieben. Im Verkehr mit Deutschland und Österreich wurde die Zensur (laut Rundschreiben der P&T) erst zum 4. April 1947 abgeschafft. Eine Bearbeitung, welcher Stempeltyp in welchem Zeitraum eingesetzt war, steht noch aus.
Mit schönen Grüßen
DiDi
Pardon,
leider habe ich oben nicht die richtigen Typen eingefügt.
DiDi
Hallo DiDi,
Danke für die Auskunft und die Abbildung.
Gruß Helmut
Ob dies wohl ein "Letzttagstempel" ist?
Ob dies wohl ein "Letzttagstempel" ist?
Hallo Pasbal,
Marcel Staar schreibt zwar, das am 9.9.1944 die Deutschen Luxemburg verlassen haben, aber eine Verfügung vom 29.9.1944 verbietet erst das stempeln deutscher Marken. Stempel nach deutscher Norm sind jedoch bis 1947 auf luxemburger Marken bekannt.
Siehe Beispiel aus Rumelange, Stempel nach deutscher Norm, R-Zettel nach luxemburger Norm.
Gruß Helmut
Hallo,
heute war in meinem Briefkasten folgender Beleg:
Portogerechter Brief von Luxemburg in die Schweiz mit 25 Rpf. frankiert.
Zusätzlich mit Zensurstempel Ae (e=7,5 mm hoch) der Zensurstelle in Frankfurt, die für die Schweiz zuständig war.
Bei Marcel Staar ist dieser Stempel bisher nur in Rot bekannt. Hier vorliegend jedoch in Blau.
Kennt jemand den Stempel in Blau oder ist das eine Neuentdeckung?
Gruß Helmut
gerhard.heinrich
29.01.2009, 21:47
Ich muß Sie leider enttäuschen. Den Durchlaufstempel (nicht Zensuratempel) gibt es in einer Reihe von Farben und Tönungen. Dazu gehören auch schwarzblau, violettblau und ein verwaschenes graublau. Werterhöhend ist nach meiner Meinung keine davon.
Gruß
gerhard.heinrich
deckelmouk
29.01.2009, 21:56
@gerhard.heinrich:
Kennst Du den Zensurstempel auch auf Post aus Luxemburg in dieser Farbe? Das ist die entscheidende Frage.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
In der aktuellen Philatelie (Ausgabe 380, Febr. 2009) ist ein Bericht über die Auslandsprüfstelle von Frankfurt/Main (Seite 42 bis 45).
Hierin ist auch beschrieben: ..der Prüfstempel (Durchlaufstempel) ist immer in rot abgeschlagen worden und zeigt ein großes "A" mit einem kleinen "e" im Kreis für die Briefprüfstelle Frankfurt am Main.
Ich gehe bei meinem Beleg nicht von einer Fälschung aus. Hat niemand einen Abschlag in Blauschwarz oder Blau aus Luxemburg?
Laut Marcel Staar sind von Frankfurt 4 verschiedene Stempelausführungen (Größe des Buchstaben "e" verschieden, bzw. offener und geschlossener Kreis) bekannt.
Gruß Helmut
Aus der Serie „Lernt Deutschland kennen“ gab die Reichspost fünf Bildpostkarten mit Bezug auf den eingegliederten „Bezirk“ von Luxemburg heraus. Diese wurden jedoch nicht in Luxemburg verkauft. 2 Motive von Mondorf, 2 Motive von Luxemburg (Stadt) und 1 Motiv Klerf.
Karte abgestempelt in Leipzig am 6.7.1942, verschickt nach Oberbayern.
Gruß Helmut
Heute möchte ich einen Karte vorstellen, die eigentlich nur indirekt mit Luxemburg zu tun hat.
Diese Karten wurden im Bereich des Luftgaukommandos Brüssel an belgische und holländische Zivilarbeiter für den Verkehr mit ihren Angehörigen ausgegeben.
Restbestände wurden 1943 in Frage- und Antwortteil getrennt, mit neuem Wertaufdruck versehen und als Inlandskarten im Deutschen Reich aufgebraucht.
Verwendungen in Luxemburg kommen nicht sehr häufig vor. Hier mit dem Sonderstempel für die Fremdenwerbung von Wasserbillig, eingesetzt 1942 bis 1944.
Gruß Helmut
Wanderer
05.08.2009, 07:15
Moin @heku und @all
Lieber Helmut, Dein Wasserbillig - Stempel ist im Julius Bochmann-Katalog Heft 21 von April 1956 Seite 748 für die Jahre 1942-1944 als Hd (wohl Handstempel gemeint) nachgewiesen, aber nicht abgebildet.
Insofern ist Dein bebilderter Beitrag eine schöne Ergänzung zum Bochmann Katalog. Vielen Dank fürs Zeigen. :)
gerhard.heinrich
05.08.2009, 11:53
Ich habe leider nur einen Beleg aus Luxemburg mit dem Zensur-Durchlaufstempel von Frankfurt auf einem Brief nach Dt. Gallen in verwaschener blauer Farbe.
Hallo gerhard.heinrich,
könntest Du den mal zeigen?
Gruß Helmut
Hallo Jochen,
dann will ich mal noch ein paar Stempel zeigen:
Grevenmacher (Weinbau an der Obermosel), eingesetzt 1943 und 1944, sowie Echternach (Erholung im Echternacher Felsenland), eingesetzt von 1942 bis 1944
Dann haben wir hier noch Düdelingen (im Moselland) eingesetzt 1943 und 1944.
Dieser Stempel wurde erst im März 1943 geliefert, die ersten Abstempelungen sollen Anfang April erfolgt sein. Es gibt zwar frühere Abschläge auf nicht gelaufenen Belegen, diese sollen allerdings rückdatiert sein.
Gruß Helmut
Zum Schluß noch die Stempel von Diekirch (Ausgangspunkt zum burgengeschmücktem Ösling) und Remich ( rebenumkränzte Wein- und Winzerstadt).
Diekirch eingesetzt von 1942 bis 1944, Remich 1943 und 1944.
Gruß Helmut
@heku
Lieber Helmut, den seltensten der in Luxemburg während der Besatzungszeit gebrauchten
Ortswerbestempel hast Du uns vorenthalten;): Ettelbrück – den mit der 22.
Diese Postbereichszahl wurde in Luxemburg erst zu Beginn des Jahres 1944 eingeführt.
Dieser Stempel blieb dann auch der einzige seiner Art. Ein erstes Datum kennen wir mit dem
1. März 1944. Ich selbst kenne nur eine Bedarfsverwendung als AK auf einer Paketkarte. Alle
anderen wenigen Belege sind (wie der hier gezeigte) Gefälligkeit, oft erst nach der Befreiung
gemacht.
Freundliche Grüße
DiDi
@ DiDi,
von diesem Stempel habe ich nur ein unschönes Brieffragment (hattest Du ja in Echternach gesehen) und das wollte ich hier nicht vorstellen. Werde aber weiter nach einem besseren Abschlag Ausschau halten.
Gruß Helmut
Hoffentlich fällt keiner d'rauf rein.
In Luxemburg hat es (auch während der Besatzungszeit), außer auf den Hüttenwerken, nie eine Rohrpost gegeben.
Gruß
DiDi
Hallo DiDi,
ist für 10,14 Euro weggegangen (aber nicht zu mir).
Gruß Helmut
Die luxemburgischen Bahnpoststempel, die von jeher eine rechteckige Form hatten, wurden gegen Ende Oktober 1940 durch den deutschen Bahnpoststempeltyp ersetzt.
Hier ein Abschlag von der Strecke Rodange - Luxemburg vom 26.10.1940 vor der Umstellung.
Gruß Helmut
Hier möchte ich eine Paketkarte aus der Besatzungszeit zeigen, entwertet mit dem Poststellenstempel von Wahl (Moselland) Typ 49.02. Rückseitig Ankunftstempel von Differdingen vom22.6.1943.
Wahl hat heute ca 750 Einwohner und liegt im Kanton Redingen. 1943 wird das Post- und Paketaufkommen nicht sehr groß gewesen sein.
Gruß Helmut
Vom Letzttag der luxemburger Marken am 30.9.1940 kennt man viele Belege. Meistens von Händlern erstellte und an Händler adressierte, oder aber auch überfrankierte Belege.
Der Brief aus Luxemburg nach Lüneburg ist jedoch portogerecht mit 1.25 Franc freigemacht. Gestempelt am letzten Gültigkeitstag der luxemburger Marken mit dem Stempel Luxemburg Ville (Typ 34)
Gruß Helmut
deckelmouk
23.06.2010, 10:15
Der Verkäufer "chanpa3", der mir immer wieder mit Fälschungsangeboten auffällt, hat eine relativ selten zu findende Fälschung im Angebot: Hindenburgmarken mit Aufdruck "Luxemburg". Diese Serie aus den deutschen Besetzungsausgaben ist nicht besonders hoch im Katalog notiert. Deswegen erstaunt es mich schon, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, sie zu fälschen. Die Fälschung erkennt man sehr leicht an den Stempelorten und Stempeldaten, die aus dem Reichsgebiet stammen und vor der Besetzung am 10.05.1940 liegen. Auch bei vermeintlich billigen Marken gilt es, die Augen auf zu halten!
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
03.07.2010, 09:41
Das Lot mit den Aufdruckfälschungen kam an. Die falschen Aufdrucke sind nicht schlecht gemacht. Der Vergleich mit echten Marken (12 Pfg. - untere Reihe) offenbart die Unterschiede. Teilweise ist der Aufdruck auch schwach in der Druckfarbe. Die Stempel aus der Zeit vor der Besatzung und von Orten im Reichsgebiet sind der einfachste Hinweis auf die Fälschungen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
petzlaff
03.07.2010, 11:27
Teilweise ist der Aufdruck auch schwach in der Druckfarbe. Die Stempel aus der Zeit vor der Besatzung und von Orten im Reichsgebiet sind der einfachste Hinweis auf die Fälschungen.
Mich würde interessieren, warum sich jemand die Mühe gamcht hat, so etwas relativ Alltägliches zu fälschen :confused:
deckelmouk
03.07.2010, 12:58
Hallo Stefan,
frag mich etwas leichteres! Die Motive der Fälscher sind oft nicht begreiflich - ich kann nur vermuten, dass es die Marken und die Gelegenheit gab. Einen grossen Gewinn kann man mit der Serie nicht erzielen. Aber das gilt für viele (Stempel-)Fälschungen, wo der Katalogwert eine Fälschung wenig lukrativ macht. Andererseits tappen viele Sammler in die Falle "billig = echt".
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hier verstehe ich mal wieder die Portostufe nicht (wahrscheinlich Brett vor dem Kopf),
Brief in der 2. Gewichtsstufe 24 Rfg., Einschreiben 30 Rfg. und Nachnahme 20 Rfg.
Meine Frage: wofür die zusätzlichen 3 Rfg. Frankatur?
Vielen Dank im voraus.
Gruß Helmut
@heku49
MICHEL: "Die Nr. 830 war in erster Linien zum Abdruck von Sonderstempeln bestimmt ..."
Der Absender Johann (Jean) Cordier in Eischen war im Nebenberuf Händler und hat die Marke wohl als kleine "Zugabe" für den Käufer aufgeklebt:).
Die Portoberechnung ist sonst ok.
Schönen Gruß
DiDi
@ DiDi,
Danke dann lag ich ja nicht so falsch. Die Marke als Beigabe war auch meine Vermutung.
Gruß Helmut
Kontrollratjunkie
09.09.2010, 23:38
Heute habe ich eine Frage an die Luxemburg - Experten.
Hier habe ich den zweiten Satz aus Luxemburg, Mi.Nr. 17 - 32 auf einem Blatt mit Tagesstempeln vom 16.12.1940.
Ist dieser Stempel als Gefälligkeitsentwertung bekannt ? Gar als Falschstempel ?
Gruß
KJ
@Kontrollratjunkie
Der Stempel ist mir nicht als Falschstempel bekannt.
Er wurde meines Wissens von der Briefmarken-Versandstelle verwendet.
Schönen Gruß
DiDi
Kontrollratjunkie
10.09.2010, 13:20
@Kontrollratjunkie
Der Stempel ist mir nicht als Falschstempel bekannt.
Er wurde meines Wissens von der Briefmarken-Versandstelle verwendet.
Schönen Gruß
DiDi
Hallo DiDi,
vielen Dank für die Information.
Die ganze Aufmachung des Blattes spricht auch für die Erstellung zu Sammlerzwecken.
Gruß
KJ
PS: Vielen Dank auch an die Verbesserung meiner Scans an @1867, sieht viel besser aus. :)
deckelmouk
19.09.2010, 14:51
Es muss nicht immer eBay sein. Für kleines Geld gab es gestern auf der Trödelmesse in Luxemburg den anhängenden Umschlag zur Abrechenung von Telefongebühren aus Wiltz von 1944. Der Name von Wiltz wurde von den deutschen Besatzern in "Wilz" eingedeutscht.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
hallo an alle!
kann mir einer der profis hier sagen um was für einen beleg es sich dabei handelt,ist das eine gefälligkeits abstempelung....? laut dem forum hier müsste der stempel von der briefmarkenversandstelle stammen.....
stimmt das!
nun gut, bezahlt habe ich 3.- euro.
dank im vorraus
freecan
Hallo freecan,
der Stempel stammt von der Versandstelle, den die führte den Unterscheidungsbuchstabe "O".
Der Brief ist ein Sammlerbelg, da er nicht portogerecht ist. Belege mit diesem Teilsatz gibt es häufig.
Gruß Helmut
Hallo,
bei dieser Paketkarte benötige ich nochmals Hilfe.
Ist das ein Paketpostagenturstempel aus Ulfingen?
Wurde hier ein Aufkleber aus Schimpach (ca. 20 Km entfernt) aufgebraucht und überstempelt? Aufgabe erfolgte laut Poststempel in Ulfingen (Troisvierges).
Rückseitig 75 Rpfg verklebt.
Gruß Helmut
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