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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Postfälschungen



Michael
31.01.2004, 16:32
In der philatelie sind die neuen Fälschungen der aktuellen Bund-Dauermarken dargestellt.
Mittlerweile gibt es von der Knef-Marke fünf gefälschte Varianten und von der 0,55 € SWK auch schon mindestens zwei.

Ich als Sammler finde das spannend. Ich hatte mal einen Brief mit einer gefälschten 100 Pf SWK gefunden und ihn in meine Sammlung aufgenommen.
Was meint ihr, gehören solche Marken in eine Bund-Sammlung?
Schaden sie dem Sammler?

Überhaupt, von den aktuellen Fälschungen habe ich selbst noch keine gesehen. Ist euch schon etwas unter gekommen?

andreabaum
31.01.2004, 19:23
kannst du uns die keine philatelie haben sagen oder zeigen woran wir diese erkennen:confused:

rolfnr
31.01.2004, 20:31
Hallo Michael
Ich würde diese "Fälschungen zum Schaden der Post" unbedingt in die Bundsammlung integrieren.
Eine gelaufene Fälschung in der Sammlung zu dokumentieren, zeigt doch nicht zuletzt, daß sich der Sammler innerhalb seines Sammelgebietes "auskennt"! Gut beschrieben, ist die Fälschung als Auflockerung nicht zu verachten.

Ich habe noch keine Fälschungen in der Post gesichtet, nun ist Bund auch nicht mein Sammelgebiet 1. Priorität.

Viele Grüße
Rolf

Michael
01.02.2004, 08:24
@Andrea
die Fälschungen lassen sich nicht so ohne weiteres Beschreiben. Häufig sind es Feinheiten, die man schon kennen muss. Bei einigen Stücken sieht man es allerdings sofort, nämlich bei denen, die eine deutlcih andere Zähnung aufweisen. So haben z.B. die 0,55€ SWK - Fälschungen eine ca. 11er-Linienzähnungen (anstelle einer 14er-Zähunug).
Bei anderen Fälschungen ist die Fluoreszenz oder das Papier ganz anders, so dass die Marke, vor allem im Vergleich mit den echten heraus sticht.

Dann gibt es sicher auch noch Fälschungen, die so gut sind, dass sie bisher keiner entdeckt hat.

Herbert
01.02.2004, 10:22
Hallo Michael,

wenn die Fälschungen so gut sind, dass sie keiner entdeckt, dann sind es keine Fälschungen mehr, sondern dann werden aus falschen Marken echte Marken. Ist doch eigentlich logisch, oder???:D :D

Denn nur was dem Spezialisten als falsch auffällt wird auch so behandelt - alles andere ist zwangsläufig echt.

Nicht ganz ernst zu nehmen!

@ Andrea:

Die "Philatelie" ist einer der Vorteile einer Vereinsmitgliedschaft. Alleine die Zeitschrift ist schon den gesamten Jahresbeitrag wert!

Mitglied werden kannst du im örtlichen Verein (die bessere Alternative) oder als Direktmitglied beim BDPh.
Infos auf der Homepage hier.


Grüße

Herbert

Kjell
01.02.2004, 10:23
Original geschrieben von Michael
Was meint ihr, gehören solche Marken in eine Bund-Sammlung?

Naja, wenn ich eine hätte, würde ich sie behalten. Ich betrachte sie als Kür.


Schaden sie dem Sammler?

Nein, solange nicht zu viele Sammler diese Dinger haben "müssen". Dann würde es auf einmal interessant werden, Fälschungen zum Schaden der Post auf einem zweiten Vertriebsweg an die Sammler zu verhökern, über kurz oder lang werden dann Fälschungen zum Schaden der Sammler daraus. Wenn ich Fälscher wäre, und sehen würde, dass bei eBay meine Werke für 10€ verkauft werden, wüsste ich, was ich tue!


Überhaupt, von den aktuellen Fälschungen habe ich selbst noch keine gesehen. Ist euch schon etwas unter gekommen?

Nein, aber ich habe auch noch nicht intensiv gesucht. Ich kenne aber jemanden, der eine gefunden hat.

CU
Kjell

Bill
01.02.2004, 16:10
Ich muss zugeben, dass ich bei Hildegard Knef, die heute vor 2 Jahren verstorben ist (R.I.P.), gar nicht auf Fälschungen achte, da die eingehenden Briefe mit der zzt. gebräulichen Dauermarke versehen sind. Die Taktik der Fälscher scheint also aufzugehen.

Gruß: Bill

sodrei
01.02.2004, 20:38
klar die Fälschungen auf Brief und echt gelaufen ( oder gar beantandet und mit
Nachporto erhoben - was es habe bei unserer Dt. Post wohl immer weniger gibt,)
sind woll Sammlungwürdig.

In anderen Gebieten z.b. Deutsches Reich sind diese Ausgaben ja auch
sogar sehr, sehr hoch bezahlt und gesucht.

Für bei den alten Gebieten sammlungswürdig ist, sollte auch für die neuen gelten.

Für ungebrauchte würde ich vermutlich kein Geld ausgeben.

aber selber auf Brief entdeckt oder günstig getauscht -
was will man als Sammler mehr!!!


Wünsche viel Spaß mit unserem Hobby.

Harald aus Stuttgart.

Cubitus
10.01.2007, 09:43
Der Junge hat aktuelle Frankaturware in mehreren Auktionen...
http://cgi6.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewListedItems&include=0&userid=Tommisladen&sort=3&MfcISAPICommand=ViewListedItems&completed=1&rows=50&since=30
...und hat ebenfalls Fälschungen, die er als solche anbietet...
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=7833&item=200061407345
Allerdings veralbert er teilweise die EBAYer mit einer kleinen Märchengeschichte...
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=7870&item=200063269083
...und versteigert 'sicherheitshalber' als falsch - was die teuren Stücke auch ohne Zweifel sind (siehe Scan). Sicherheitshalber deswegen, weil er sich vor lästigen Zivilprozessen seiner Opfer schützen will. Wer als falsch angeboten kauft, wird auch zu 99% Ramsch + Altpapier bekommen. Die Bieter sind entweder Nach Accounts von dem Verkäufer oder Leute mit der Gierbrille.
Wäre also mal interessant, was es mit der aktuellen Frankaturware auf sich hat. Die Geschichte dazu kann er jmd. erzählen, der sich die Hose mit der langen Kneifzange anzieht.

Jens
10.01.2007, 17:35
Hallo auch,

... Die Taktik der Fälscher scheint also aufzugehen.

... Womit dann auch aus (zweifelhafter) Massenware Raritäten werden. Klar, wer macht sich als Sammler die Mühe, Fälschungen zum Schaden der Post herauszususchen? Wohl die wenigsten. Man kann über die Auflagen sicherlich herrlich spekulieren: Für 0,55 Euro macht sich keiner die Arbeit einer Fälschung.

Dennoch dokumentieren solche Stücke unbedingt ein Stück Postgeschichte. Einfach nur Kür?


Gruß

Jens

Jens
10.01.2007, 17:36
Hallo auch,

... Die Taktik der Fälscher scheint also aufzugehen.

... Womit dann auch aus (zweifelhafter) Massenware Raritäten werden. Klar, wer macht sich als Sammler die Mühe, Fälschungen zum Schaden der Post herauszusuchen? Wohl die wenigsten. Man kann über die Auflagen sicherlich herrlich spekulieren: Für 0,55 Euro macht sich keiner die Arbeit einer Fälschung.

Dennoch dokumentieren solche Stücke unbedingt ein Stück Postgeschichte. Einfach nur Kür?


Gruß

Jens

ThomasK_7
11.01.2007, 12:42
Vor kurzem stand in unserer Tagespresse, dass sie bei einem gefälschte Briefmarken im Wert von rund 16.000 Euro gefunden haben. Das war aber nur ein kleiner Endverteiler für die 0,55 Dinger.

fricke
02.04.2007, 10:14
Ich sammle u.a. Fälschungen und Verfälschungen aller Art
-zum Schaden der Post
-zum Schaden der Sammler
-Propaganda, z.B. auch KgU

Bei den modernen Fälschungen sammle ich nur gebrauchtes Material oder besser Ganzstücke. Bei ungebrauchten muss man wohl aufpassen, dass man keinen Ärger mit der Post bekommt. Hier ist wohl schon der Besitz strafbar, sicher aber die Benutzung. Die Post verfolgt solche - wenn auch kleinen Delikte wohl unnachsichtig strafrechtlich.
Viel Geld für solches modernes Falsch-Material sollte man nicht ausgeben.
Bei der vorkommenden Masse erwischt man sicher einmal etwas günstig, wenn man es nicht gar selbst findet.