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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verpackungssammeln?!



Remmow
28.01.2004, 21:43
Hallo liebe Forumer,

ich habe eine Frage!

In wie weit sollen Verpackungen bzw. Umverpackungen in Katalogen bewertet werden.

Hier zwei Bespiele:

In der letzten Zeit sind einige PWZ und Markenheftchen in Klarsichtfolien einzeln eingeschweißt worden und zusätzlich mit einem Einlegezettel versehen worden.

Jetzt wird vom BBP in seiner letzten Mitteilung das "Rosengruß" Markenheftchen in Klarsichtverpackung mit der Nummer MH 51ab versehen.

Das Markenheftchen wurde ursprünglich mit einem EAN-Code (Strichcode zur Erfassung per Scanner) auf der letzten Deckelseite versehen. Da die DPAG dem Heftchen einen neuen EAN-Code zugewiesen hat wurden die Restbestände in Klarsichtfolien eingeschweißt. Zusätzliche wurde ein Zettel mi dem neuen EAN-Code eingelegt.

Mittlerweile wurde eine Nachauflage dieses Heftchens produziert (mit neuem EAN-Code auf dem Heftchen aufgedruckt) und z.Z. über die Postfilialen verkauft (lt. BBP MH 51b).

Bei den selbstklebenden Rollenmarken der Serie Sehenswürdigkeien zu 55c sind Rollen mit aufwärts lesender Nummernfolge auf der Trägerfolie aufgetaucht - ursprünglich waren diese abwärts lesend.

Bei beiden Fällen sind die Marken selbst nicht von den Ursprungsmarken unterscheidbar aber für mich handelt es sich doch um "zwei Paar Schuhe".

Beim Markenheftchen läßt sich im dem Moment in dem ich die Umverpackung entferne nicht mehr unterscheiden ob es sich um ein MH 51 a oder MH 51 ab lt. BBP handelt.

Hier ist meine Meinung: Eine Katalogisierung ist fehl am Platze - eine Fußnote bzw. Hinweis auf verschiedene Verpackunge sollte jedoch erfolgen.

Anders verhält es sich meiner Meinung nach bei den Rollenmarken auf selbstklebender Folie. Bei den "normalen" Rollenmarken wird auch zwischen aufgespritzter sowie aufgedruckter Nummer unterschieden.
Bei den "Normalen" sind die Nummern und die Marke "Eins". Bei den selbstklebenden Marken befindet sich ja die Nummer auf der Trägerfolie.
Hier wäre es zwar möglich die Marke von diese zu entfernen und verkehrt herauf wieder auf die Trägerfolie aufzubringen. Dies ist aber durch die Kleberzusammensetzung nicht möglich - egal wie ich es anstelle (Druck, Tempertur) die Marke löst sich nach ein paar Sekunden wieder von der Trägerfolie.
Manipulationen hier nur durch das Aufbringen eines anderen Klebers.
Hier sind dann sozusagen wieder Marke und Trägerfolie "Eins" und hier sollte eine Katalogisierung in den Spezialkatalogen erfolgen.

Grundsätzlich habe ich nichts gegen das Sammeln und Erfassen von Verpackungsmaterialen (tue dies auch selber), da sich später noch für Rückschlüsse auf ggf. auftretende Teilauflagen ziehen lassen. Ist es aber im Interesse des Sammlers verschieden Verpackungsarten als eigenständige "Nummer" in einen Katalog aufzunehmen?

:rolleyes: :confused:

Jetzt bin ich auf Eure Meinungen gespannt.

Michael
28.01.2004, 21:56
Es stellt sich doch wohl die Frage in was für einen Katalog Verpackungsmaterialien aufgenommen werden sollten. Da das Sammelgebiet sicherlich nur eine Minderheit direkt interessiert, wäre eine Aufnahme in einen Standard-Katalog verfehlt. Da sollte der Platz besser für andere Information, die eine größere Zahl Sammler interessiert, genutzt werden.
Wenn aber jemand ein Spezialwerk heraus gibt, bei dem es in erster Linie um solche Materialen geht: umso besser! Die philatelistische Forschung dankt es.

Die Unterscheidung, die Du machst erscheint mir sinnvoll. Wenn Marke und Merkmal eine quasi untrennbare Einheit bilden, macht eine Katalogisierung bei der Marke durchaus Sinn. Die Nummern von Rollenmarken werden durchaus von einigen Sammlern beachtet.

spessart
29.01.2004, 09:49
Hallo,

sicherlich ist es richtig, die Daten über das angesprochene Verpackungsmaterial nicht in einem normalen Katalog darzustellen. Dies wird auch in Zukunft nur eine kleine Gruppe interessieren.

Aber da gibt es ja Arbeitsgemeinschaften, die sich mit solchen Sachen befassen:

- Arbeitskreis MH (akmh)

- RSV (Rollenmarkensammlerverein)

- AGF (Forschung Deutsche Bundespost)

Da wird sicherlich schon mit dieser Materie gearbeitet.

Ein Kontaktaufnahme mit den zuständigen Personen ist sicherlich sinnvoll. Die entsprechenden Informationen gibt es ja auf der Seite des BDPh unter der Rubrik "Mitgliederverbände" (Arbeitsgemeinschaften).

Beim RSV aber bitte die angegebene email-Adresse nicht benutzen, da der Vorsitzende, der sich hinter dieser Adresse verbirgt, vor kurzem verstoben ist.

spessart

Remmow
29.01.2004, 10:14
@spessart,

vielen Dank für Deine Info - war lange Jahre Mitglied im RSV, bin Mitglied in der AGF und habe auch guten Kontakt zum akmh.

Meine Frage zielte zur Katalogisierung von verpackten Marken und Heftchen im Michel-Spezial-Katalog und ob dieses Sinn oder keinen Sinn macht.

Remmow:)

ATM-Fuzzi
29.01.2004, 12:42
Die Homepage des RSV ist natürlich auf dem neuesten Stand !!!
Hier der Link : http://www.philaweb.com/rsv/

Innerhalb des RSV ist der für Rollenmarken der zuständige Sammelgebietssachbearbeiter

Hans-Jürgen Willmann, Bissenmoorweg 49, 24576 Bad Bramstedt

Die Telefonnr. und die E-mail Adresse kann bei mir erfragt werden.

Gruß Ralf :) :) :p

Bent
29.01.2004, 22:12
Hallo miteinander!

Ich bin der Meinung das man das Verpackungsmaterial, wenn es von Belang ist,
mit in den Katalogen als Anhang aufnehmen sollte. Siehe Michel Rollenmarkenkatalog
wo als letzes im Katalog Daten des Verpackungsmaterials aufgelisten sind.
Bei den Markenheftchen könnte man dies genau so machen, nur sollte man vielleicht
den Markenheftchenteil im Deutschland Special herausnehmen und einen Marken-
heftchenkatalog herausgeben.

Schöne Grüße
Bent

:) :) :) :) :)

Schmadder
30.01.2004, 09:00
Mal ne dumme Frage:

Was wird denn generell in diesem Bereich so alles gesammelt?
Welche Verpackungen werden berücksichtigt?
Worauf kommt es dabei an?