olikli
25.11.2007, 07:56
Hallo zusammen,
wie ich schon in vielen Sammlungen und Dublettenbüchern gesehen habe, bereitet es manchem Sammler offenbar Schwierigkeiten, die einzelnen Ausgaben der Stehenden Helvetia zu unterscheiden. Klar, bis auf die weite Zähnung (Zumstein B, Michel XB) sehen sich die Marken alle sehr ähnlich. Aber es gibt eindeutige Merkmale der verschiedenen Ausgaben, die mit bloßem Auge eine eindeutige Einordnung erlauben. Bis auf die Erkennung einer einzelnen sehr seltenen Variante braucht man noch nicht einmal einen Zähnunsschlüssel. Das ist anders als beispielweise bei den Strubel-Ausgaben, wo die Unterscheidung zu weiten Teilen auf einer eher subjektiven Einschätzung von Papier- und Druckqualität beruht. Selbst die Farbe des Seidenfadens ist dort nicht immer klar erkennbar.
Ich verzichte absichtlich auf Bilder, eben weil die Merkmale klar definiert sind. Die Unterscheidungskritereien sind:
Wasserzeichen bzw. Kontollzeichen
Weisses oder Faserpapier
Anzahl der senkrechten Zähne
Einzig die die Unterscheidung zwischen den zwei Formen des Kontrollzeichens (A: schlankes Kreuz, B: breites Kreuz) kann bei manchen Marken schwierig sein, da es manchmal nur schwach ausgeprägt ist. Hier kann aber auch das Stempeldatum weiterhelfen, da sich die Verwendung der Ausgaben recht gut in Zeitperioden einteilen läßt, wenn man von den seltenen Spätverwendungen einmal absieht.
Hier eine Übersicht:
Ausgaben mit Kontrollzeichen:
Zumstein A - Michel XA: 14 Zähne, Kontrollzeichen A, 1882-1893
Eng gezähne Marken mit Stempel vor 1891 sind immer A !
Zumstein B - Michel XB: 11 Zähne, Kontrollzeichen A, 1888-1889
Zumstein C - Michel XC: 13 Zähne, Kontrollzeichen A, 1891-1898
Zumstein D - Michel YC: 13 Zähne, Kontrollzeichen B, 1894-1900
Zumstein E - Michel YD: 14 Zähne, Kontrollzeichen B, 1900-1903
Zumstein F - Michel 68 A und 64 YA. 14 Zähne, Kontrollzeichen B, 1900-1903
Das Zähnungsmaß ist nicht 11 1/2:12 wie bei E/YD, sondern 11 3/4
40 Rp: Unterscheidung über geändertes Markenbild mit kleiner Werziffer trivial
3 Fr: Hier hilft nur Zähnung nachmessen. Eine der großen Seltenheiten (KW gestempelt Sfr. 9000)
Ausgaben mit Wasserzeichen und Weissem Papier:
Zumstein A - Michel C : 13 Zähne
Zumstein B/C - Michel 81A, 77A, Rest D: 14 Zähne
Hier wieder die Unterscheidung zwischen 11 1/2:12 und 11 3/4, es gibt aber keine Wertstufen mit beiden Zähnungen, also erledigt sich das Problem von selbst.
Ausgaben mit Wasserzeichen und Faserpapier:
Zumstein A - Michel D : 14 Zähne
Zumstein B - Michel C : 13 Zähne
Bei den Ausgaben mit Wasserzeichen liegen die Ausgabedaten so eng beieinander, daß ein Einteilung in Verwendungszeiträume wenig Sinn hat. Außerdem ist die Zuordnung problemlos.
Die Bestimmung über die Anzahl der senkrechten Zähne ist bis auf die seltene 72 F (Mi 64 XA) viel einfacher als mit einem Zähnungsschlüssel. Im Gegensatz zum Michel ist in den Schweizer Katalogen dies für jede Ausgabe angegeben. Und mit etwas Erfahrung kann man auch ohne zu Zählen erkennen, ob die Marke 13 oder 14 Zähne senkrecht hat.
Ich hoffe, dieser Beitrag hilft allen, die sich mit der Bestimmung noch etwas schwer tun.
Viele Grüße,
Oliver
wie ich schon in vielen Sammlungen und Dublettenbüchern gesehen habe, bereitet es manchem Sammler offenbar Schwierigkeiten, die einzelnen Ausgaben der Stehenden Helvetia zu unterscheiden. Klar, bis auf die weite Zähnung (Zumstein B, Michel XB) sehen sich die Marken alle sehr ähnlich. Aber es gibt eindeutige Merkmale der verschiedenen Ausgaben, die mit bloßem Auge eine eindeutige Einordnung erlauben. Bis auf die Erkennung einer einzelnen sehr seltenen Variante braucht man noch nicht einmal einen Zähnunsschlüssel. Das ist anders als beispielweise bei den Strubel-Ausgaben, wo die Unterscheidung zu weiten Teilen auf einer eher subjektiven Einschätzung von Papier- und Druckqualität beruht. Selbst die Farbe des Seidenfadens ist dort nicht immer klar erkennbar.
Ich verzichte absichtlich auf Bilder, eben weil die Merkmale klar definiert sind. Die Unterscheidungskritereien sind:
Wasserzeichen bzw. Kontollzeichen
Weisses oder Faserpapier
Anzahl der senkrechten Zähne
Einzig die die Unterscheidung zwischen den zwei Formen des Kontrollzeichens (A: schlankes Kreuz, B: breites Kreuz) kann bei manchen Marken schwierig sein, da es manchmal nur schwach ausgeprägt ist. Hier kann aber auch das Stempeldatum weiterhelfen, da sich die Verwendung der Ausgaben recht gut in Zeitperioden einteilen läßt, wenn man von den seltenen Spätverwendungen einmal absieht.
Hier eine Übersicht:
Ausgaben mit Kontrollzeichen:
Zumstein A - Michel XA: 14 Zähne, Kontrollzeichen A, 1882-1893
Eng gezähne Marken mit Stempel vor 1891 sind immer A !
Zumstein B - Michel XB: 11 Zähne, Kontrollzeichen A, 1888-1889
Zumstein C - Michel XC: 13 Zähne, Kontrollzeichen A, 1891-1898
Zumstein D - Michel YC: 13 Zähne, Kontrollzeichen B, 1894-1900
Zumstein E - Michel YD: 14 Zähne, Kontrollzeichen B, 1900-1903
Zumstein F - Michel 68 A und 64 YA. 14 Zähne, Kontrollzeichen B, 1900-1903
Das Zähnungsmaß ist nicht 11 1/2:12 wie bei E/YD, sondern 11 3/4
40 Rp: Unterscheidung über geändertes Markenbild mit kleiner Werziffer trivial
3 Fr: Hier hilft nur Zähnung nachmessen. Eine der großen Seltenheiten (KW gestempelt Sfr. 9000)
Ausgaben mit Wasserzeichen und Weissem Papier:
Zumstein A - Michel C : 13 Zähne
Zumstein B/C - Michel 81A, 77A, Rest D: 14 Zähne
Hier wieder die Unterscheidung zwischen 11 1/2:12 und 11 3/4, es gibt aber keine Wertstufen mit beiden Zähnungen, also erledigt sich das Problem von selbst.
Ausgaben mit Wasserzeichen und Faserpapier:
Zumstein A - Michel D : 14 Zähne
Zumstein B - Michel C : 13 Zähne
Bei den Ausgaben mit Wasserzeichen liegen die Ausgabedaten so eng beieinander, daß ein Einteilung in Verwendungszeiträume wenig Sinn hat. Außerdem ist die Zuordnung problemlos.
Die Bestimmung über die Anzahl der senkrechten Zähne ist bis auf die seltene 72 F (Mi 64 XA) viel einfacher als mit einem Zähnungsschlüssel. Im Gegensatz zum Michel ist in den Schweizer Katalogen dies für jede Ausgabe angegeben. Und mit etwas Erfahrung kann man auch ohne zu Zählen erkennen, ob die Marke 13 oder 14 Zähne senkrecht hat.
Ich hoffe, dieser Beitrag hilft allen, die sich mit der Bestimmung noch etwas schwer tun.
Viele Grüße,
Oliver