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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 1919 - 1940 (Großherzogin Charlotte)



deckelmouk
15.11.2007, 19:56
Einer meiner sammlerischen Nebenkriegsschauplätze sind Nachnahmesendungen. Das hier gezeigte Stück habe ich heute bei einem der letzten Briefmarkenhändler in Luxemburg ertstanden.

Die Nachnahmesendung vom 20.05.1926 über 163 Franken ist mit 1,30 Franken freigemacht. Davon waren 20 Centimes für die Postkarte, 50 Centimes für das Einschreiben und wohl 60 Centimes für die Nachnahme (hier fehlen mir noch die genauen Unterlagen).

Die Postkarte ist für mich aus zwei Gründen interessant:

1. Ab 1926 wurden m.W. Einschreibezettel in Luxemburg eingeführt, der Zettel von Differdange stammt also aus dem ersten Verwenundgsjahr
2. Die Nachnahmesendung hat einerseits einen "Retour"-Vermerk, andererseits wurde auch ein Briefmarkenrand aufgeklebt, auf dem mit Bleistift "Excécuté - Facteur ... 21.5." steht. Das würde ich im ersten Augenblick als "Ausgeführt - Briefträger XY, 21.05" interpretieren.

Da aber die Karte zurückging, ist das wohl eher ein als Vermerk für den Versuch zu deuten, das Geld einzuziehen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

heku49
15.11.2007, 20:14
Auch von mir ein Beitrag zur Großherzogin Charlotte.
Die Postkarte zeigt als Zusatzfrankatur fürs Ausland den ersten Wert der Serie Charlotte vom 6.1.1921, entwertet am 2. Gültigkeitstag. Diese Marke stammt aus dem Bogen mit 5 Werten (anläßlich der Geburt von Prinz Jean). Unklar ist die Karte selbst. Im Prifix ist nur eine Karte geführt mit dem Zusatz Weltpostverein als oberste Zeile. Diese Zeile fehlt hier. Ein Druckfehler scheidet aus, da der Schriftzug zu weit oben ist. Weiß jemand da näheres??
Gruß Helmut

Ulli D.
15.11.2007, 20:20
Hallo Lars, einen tollen Beleg hast Du da erworben.

Die R-Zettel sind genau am 15. Mai 1926 eingeführt worden.Quelle: "Etude chronologique sur la recommandation postale au Luxembourg" aus dem LIVRE D´OR zum 100jährigen Bestehen der UTL. Soweit ich weiß, wird das Buch noch häufig genug angeboten. Es enthält - und das macht es erst richtig "wertvoll" die oben genannte, über 100 Seiten starke Studie über die Geschichte der Einschreiben in Luxemburg. Sehr spannende Lektüre. Der leider viel zu früh verstorbene Autor Guy Thein verfügte über alle einschlägigen internen Dienstanweisungen der Post, die Quelle dürfte daher verlässlich sein.

Ulli

deckelmouk
15.11.2007, 20:22
Hallo Helmut,

das ist die Prifix Nr. 68, 10 Centimes, ohne N.B. und ohne den Vermerk zur UPU.

Beste Grüsse!

Lars

heku49
15.11.2007, 20:24
Danke Lars,
das N.B. bezog ich mehr auf den restlichen Text der Karte.
Gruß Helmut

heku49
15.11.2007, 20:26
Noch ein Stück der Sammlung.
Ansichtskarte nach Amsterdam von 1921. Da der Stempelabschlag aus Luxemburg sehr schwach ist, wurde die Frankatur durch holländische Briefträgerstempel entwertet.
Gruß Helmut

heku49
15.11.2007, 20:31
Ansichtskarte aus Mondorf nach Esch vom 22.9.1922 mit sehr frühem Werbestempel für Mondorf entwertet.
Gruß Helmut

heku49
15.11.2007, 20:37
und noch ein Portogerechter Brief nach Schweden mit Marken der ersten Serie Großherzogin Charlotte von 1921/1922.
Gruß Helmut

Ulli D.
15.11.2007, 20:49
Hallo Helmut,

schöne Stücke, wobei mir die in Holland mit dem Briefträgerstempel nachträglich entwertete Karte ganz besonders gefällt.

Gruß

Ulli

deckelmouk
15.11.2007, 22:14
@ulli:

Vielen Dank für den Hinweis! Das Buch befindet sich jetzt auf meiner "Kaufliste" :)

Hier noch ein Einschreibebrief von 1925 mit dem typischen "R-Stempel", die bei den Luxemburger Postämtern im Gebrauch waren. Das Porto setzt sich aus 25 Centimes für einen Brief bis 20 Gramm und 50 Centimes für das Einschreiben zusammen.

Die Luxemburger Stempelnomenklatur weicht von der deutschen z.T. deutlich ab. Der Stempel von Esch/Alzette ist ein sog. Brückenbarrenstempel (deutlich zu sehen die Beschädigung an der oberen Sehne), oder kurz "Type 33".

Beste Sammlergrüsse!

Lars

wuerttemberger
15.11.2007, 23:00
Was hat es mit der Zustellungsurkunde auf sich?

deckelmouk
17.11.2007, 14:22
@wuerttemberger:

Verdammt gute Frage! Im Augenblick gehe ich davon aus, dass es ein privater Aufdruck ist, der hier postalisch nicht zum Tragen kommt. Aber mir fehlt dazu das Hintergrundwissen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

olikli
17.11.2007, 16:25
Wenn der Aufdruck "Zustellungsurkunde" ohne Belang ist, hätte der Absender doch sicher nicht die "No. 270" vergeben. Warum sollte es denn keine Zustellungsurkunde sein?

Viele Grüße,
Oliver

ligneN
17.11.2007, 17:00
Wenn der Aufdruck "Zustellungsurkunde" ohne Belang ist, hätte der Absender doch sicher nicht die "No. 270" vergeben. Warum sollte es denn keine Zustellungsurkunde sein?

Viele Grüße,
Oliver

Also jetzt mal meine reine Mutmaßung: ich habe keine Ahng von lux-Zustellurkunden. Aber beim dt. System schlüsselt sich das Porto immer auf durch: Briefporto Hinsendung, Zusatzleistung R-Zustellurkunde (die war teurer als normales R), Briefporto Rücksendung.
Hier sind 75c bezahlt, d.h. nach Deckelmouks Aufschlüsselung nur Brief + Einschreiben. Nicht aber die doch eigentlich höhere Gebühr für Be-Urkundung und Rücksendung.
Allerdings könnten die Gebühren auch anderst als durch Marken bezahlt worden sein?
Harrt des deckelmoukschen Kommentars:
ligneN

deckelmouk
17.11.2007, 17:01
Hi Oliver,

in Deutschland hast Du m.W. unterschiedliche Portosätze für Postzustellungsurkunden. Wie gesagt, mir fehlt hier das postgeschichtliche Wissen bzw. die Portosätze. Gut möglich, dass das Porto hier ausreichend ist bzw. beim Absender "Friedensgericht" ist eine Postzustellungsurkunde sehr wahrscheinlich. Die Nummer "270" hätte ich jetzt als Einschreibenummer interpretiert.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

deckelmouk
29.11.2007, 19:25
Bei Robert A. Siegel wird ein Brief mit dem Luxemburger Vorkriegsschlüsselsatz versteigert: http://www.siegelauctions.com/2007/949/y94924.htm - Echt gestempelt ist das eine allererste Rarität, die sich auch im Preis widerspiegelt - 6.250 Euro im Prifix-Katalog.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Ulli D.
29.11.2007, 20:48
....und nur geringfügig überfrankiert ( genau 1.317 Prozent) :D

Ulli

wuerttemberger
29.11.2007, 21:14
Also jetzt mal meine reine Mutmaßung: ich habe keine Ahng von lux-Zustellurkunden. Aber beim dt. System schlüsselt sich das Porto immer auf durch: Briefporto Hinsendung, Zusatzleistung R-Zustellurkunde (die war teurer als normales R), Briefporto Rücksendung.
......

Prinzipiell ist das so richtig, nur was meinst Du mit R-Zustellurkunde?
Ein Brief mit Zustellurkunde wurde bei der Beförderung, wie ein normaler Brief behandelt. Die Sonderbehandlung wie bei den R-Briefe auf den Briefkarten gab es nicht. Es war keine nachweispflichtige Sendung. Man konnte die Zusatzleistung "Einschreiben" bis zum 31.12.1901 zwar in Anspruch nehmen, was aber kaum geschah. Amtliche Briefe wurden in das Briefabgangsregister der Behörde eingetragen und das genügte als Aufgabenachweis.

Es war auch für Privatleute und Firmen möglich diese Sendungsart zu wählen, aber es gibt nur sehr wenig Belege. Ein Brief mit Einschreiben-Rückschein war indessen teurer (50 Pfennig im Fernverkehr 1879-1916!), als ein Brief mit PZU (40 Pfennig im Fernverkehr).

Vorsicht bei der Rücksendung! Zeitweise war die Rücksendung im Ortsverkehr portofrei.

Es wäre schon interessant zu wissen, was es mit der Luxemburger Postzustellungsurkunde auf sich hat, zumal ich jetzt Briefe mit Postzustellungsurkunde aus dem französischen Elsass-Lothringen erworben habe.


Gruß

wuerttemberger

deckelmouk
29.11.2007, 23:20
@wuerttemberger:

Momentan werte ich den "Memorial A" aus, bin allerdings erst bei 1850. Ich hoffe, dass ich in den Folgejahren mehr Informationen bekomme und das Rätsel lösen kann.

@ulli d.: Überfrankiert? Petitessen! :) OK, der Portostufensammler wendet sich erschüttert ab :p

Beste Sammlergrüsse!

Lars

deckelmouk
13.12.2007, 22:30
Während andere Städte bzw. Länder kleine Zettelchen verwendet haben, gab es in Luxemburg-Stadt folgenden Stempel: "Inconnu à Luxembourg - Unbekannt in Luxemburg" - er wurde bei nicht zustellbaren Sendungen angebracht. Die Karte ist natürlich rein philatelistisch, von einem Sammlerfreund zum anderen, aber es wundert mich schon, dass Othon Faber nicht gefunden wurde.

Diese Stempel sind m.E. selten. Mir ist noch ein weiterer Stempel bekannt, allerdings aus dem 19. Jahrhundert, ebenfalls nur ein Abschlag. Mich würde interessieren, ob noch es noch andere Stempel gibt.

heku49
23.01.2008, 20:51
Heute mal wieder ein Beleg mit Frankatur Großherzogin Charlotte.
Als Einschreiben vom 20.10.1926 zähle ich ihn mit zu den frühen Belegen mit dem roten Einschreibezettel (auch wenn der von Lars noch ein paar Monate älter ist).
Gruß Helmut

heku49
31.01.2008, 21:06
Frisch eingetroffen:
Beleg vom 2.11.1929 von Luxemburg nach Berlin. Frankiert mit einem 4er-Streifen vom linken Bogenrand. Portostufe 3 Franc jedoch erst ab 1.12.1929 gültig. Zu diesem Zeitpunkt also überfrankiert.
Gruß Helmut

heku49
31.01.2008, 21:23
Aptierter Stempel vom 8.8.1946 aus Mondorf. Deutsche Postleitzahl 22 entfernt (dadurch unsymetrisch).
Gruß Helmut

claus wentz
01.02.2008, 08:12
Nur so am Rande: Da meine Frau Charlotte heißt, habe ich ihr vor etlichen Jahren die gesamte Serie in postfrischen 4er-Blocks zum Geburtstag geschenkt.

Manfred
01.02.2008, 18:21
...........und hat Sie sich gefreut?
Manfred :rolleyes: :cool:

Ulli D.
01.02.2008, 22:39
Hier noch ein Beleg, der eigentlich in den Threat über unsere Messe-Errungenschaften in Sindelfingen 2007 gehört hätte (denn dort konnte ich eifach an der nachfolgenden Paketkarte nicht vorbeilaufen).

Zwar bin ich gegenwärtig noch weit davon entfernt, die Paketkarte tariflich exakt erklären zu können. Ich möchte sie Euch trotzdem nicht vorenthalten.

Das dazugehörende Paket ist am 31.10.1921 in Bonn aufgegeben worden, konnte in Redange-sur-Attert im Großherzogtum nicht zugestellt werden und wurde am 5.11.1921 nach Lausanne in der Schweiz weitergeschickt.

Ulli D.
01.02.2008, 22:41
... und eine Rückseite hat die Paketkarte auch.

Ulli

claus wentz
02.02.2008, 08:47
@Manfred: Sie hat sich sehr gefreut.

deckelmouk
17.02.2008, 16:40
Das Luxemburg eine Nation mit bedeutendem philatelistischem Erbe ist, lässt sich nicht nur am "1. Kleinbogen" und dem "1. Markenheft" und "1. Block" festmachen. Sehr viele Sammler und Händler sind seit dem 19. Jahrhundert im Grossherzogtum tätig und haben mannigfaltige Spuren hinterlassen.

"PAX" und "CCC" hatten sich das bessere Verständnis der weltweiten Sammler auf die Fahnen geschrieben. Etwas, das heute im Zeitalter des Internents selbstverständlich sein sollte...

Beste Sammlergrüsse!

Lars

deckelmouk
17.03.2008, 20:10
In München habe ich zwei weitere Belege mit unterschiedlichen Zudrucken erwerben können. Mal sehen, wieviele ich noch finde. Die Frankatur ist mit 15 Centimes nicht sonderlich spektakulär, der Maschinenstempel einer der häufigsten.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

deckelmouk
17.03.2008, 20:16
Bei dem Stück viel mir zuerst die hohe Frankatur ins Auge. Aber auch die Adresse ist interessant: http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Wehrer - Albert Wehrer hat den Brief als luxemburger Abgesandter beim Völkerbund erhalten. Die Marken wurden mit einem sauberen Handrollenstempel entwertet. Der Brief passt nicht auf meinen DIN-A4-Scanner...

Beste Sammlergrüsse!

Lars

deckelmouk
25.03.2008, 06:43
Zur Abwechslung mal zwei Plattenfehler des Dauernserienwertes "Vianden". Beide Fehler kommen auf den zwei Farben vor. Die PF sind mit dem blossen Auge zu erkennen. Der Katalogwert für die PF bewegt sich zw. 3 und 5 Euro, allerdings musste ich einige hundert Marken durchsehen, bis ich sie hatte.

Beste PF-Sammlergrüsse!

Lars

deckelmouk
13.04.2008, 16:19
Vierfarbenfrankatur der Dienstmarkenserie "Charlotte", Überdruck "Officiel" nach München v. 1927. Frankiert sind 2,25 Franc, 1,50 Franc für das Einschreiben, 75 Centimes für den Brief nach Deutschland.

Dienstmarken und -briefe sind m.E. ein relativ stark vernachlässigtes Sammelgebiet. Bei eBay bringen Dienstbriefe sehr gute Ergebnisse. Das Handicap sind die vielen Fälschungen, die gerade die frühen Ausgaben zu einem unkalkulierbaren Risiko machen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

deckelmouk
21.04.2008, 06:50
Diese Dreifarbenfrankatur sieht von vorne nicht besonders interessant aus, aber mit dem Dienstsiegel auf der Rückseite hab ich den Brief doch gerne mitgenommen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

heku49
26.04.2008, 20:13
Hier die Verwendung von Dienstmarken mit Marken der Ausgabe 100 Jahre Unabhängigkeit von 1939. Besonderes Sahnebonbon an dem Beleg, die Marken der Unabhägigkeitsserie haben Ersttagsstempel.
Gruß Helmut

deckelmouk
01.05.2008, 11:49
Die folgende Marke fiel mir beim durchsuchen eines Luxemburg-Konvoluts auf. Der Stempeltyp ist mir erst aus der Besatzungszeit bekannt - allerdings ohne Sternchen. Stempelort könnte "Consdorf" sein. Stempeldatum ist aus 1939, vor der Besatzungszeit. Was übersehe ich bei dem Stempel? Fremdentwertung aus Deutschland halte ich für unwahrscheinlich, da bei diesem Typ keine Sternchen vorgesehen waren. Stempelfälschung? Möglich, aber bei dieser sehr billigen Marke unwahrscheinlich.

Bin für Hinweise sehr dankbar!

Beste Sammlergrüsse!

Lars

P.S. Bei meinen Nachforschungen bin ich auf den Stempeltyp 39 gestossen. Diese Sonderform gab es schon vor dem Krieg, ist bisher nur vom Luxemburger Scheckamt bekannt.

deckelmouk
02.06.2008, 20:30
Ein Nachnahmebeleg von 1957, mit einem seit über 30 Jahren eigentlich nicht mehr verwendetem Einschreibestempel... Ein guter Beleg dafür, dass die Postbeamten nichts weggeschmissen haben.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

deckelmouk
21.07.2008, 22:29
...meinte Sammlerfreund Allan Wichelman, als ich ihm gestern die Karte zum fünfzigjährigen Jubiläum der "Union Timbrophiles Luxembourg" von 1940 zeigte. Ich gebe es gerne zu, ich stehe auf die bunten Souvenirkarten, die es in grosser Zahl von Luxemburg gibt. Gerade in den Jahren vor und nach dem 2. Weltkrieg entstanden kleine bunte Bonbons, die nicht nach jedermanns Geschmack sind, aber immer Spass machen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

DiDi
22.07.2008, 19:05
Hi Oliver,

in Deutschland hast Du m.W. unterschiedliche Portosätze für Postzustellungsurkunden. Wie gesagt, mir fehlt hier das postgeschichtliche Wissen bzw. die Portosätze. Gut möglich, dass das Porto hier ausreichend ist bzw. beim Absender "Friedensgericht" ist eine Postzustellungsurkunde sehr wahrscheinlich. Die Nummer "270" hätte ich jetzt als Einschreibenummer interpretiert.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Die Nr. 270 ist die Nr. des Einschreibens. Innerhalb des rechteckigen R-Stempels hatte diese Nummer nicht ausreichend Platz. Die eigendliche Zustellungsurkunde wurde portofrei zurück gesandt.
Eine dieser Urkunden ist im Anhang zu bewundern; sie sind selten, weil sie eigendlich zu den Gerichtsakten gehörten und vernichtet werden sollten.

DiDi
22.07.2008, 19:10
Die folgende Marke fiel mir beim durchsuchen eines Luxemburg-Konvoluts auf. Der Stempeltyp ist mir erst aus der Besatzungszeit bekannt - allerdings ohne Sternchen. Stempelort könnte "Consdorf" sein. Stempeldatum ist aus 1939, vor der Besatzungszeit. Was übersehe ich bei dem Stempel? Fremdentwertung aus Deutschland halte ich für unwahrscheinlich, da bei diesem Typ keine Sternchen vorgesehen waren. Stempelfälschung? Möglich, aber bei dieser sehr billigen Marke unwahrscheinlich.

Bin für Hinweise sehr dankbar!

Beste Sammlergrüsse!

Lars

P.S. Bei meinen Nachforschungen bin ich auf den Stempeltyp 39 gestossen. Diese Sonderform gab es schon vor dem Krieg, ist bisher nur vom Luxemburger Scheckamt bekannt.

Aber, aber Lars: Das ist das Datumstempelteil des Ortswerbestempels CONSDORF; Katalog-Nr. 2

DiDi
23.07.2008, 23:38
Aptierter Stempel vom 8.8.1946 aus Mondorf. Deutsche Postleitzahl 22 entfernt (dadurch unsymetrisch).
Gruß Helmut

.... war die Postamtsbezeichnung - nicht 22 MONDORF.
Die ab Anfang 1944 geforderte Einbindung der Postleitzahl 22 konnte bis zum September 1944 nur noch bei 4 Stempel verwirklicht werden.

heku49
24.07.2008, 20:04
Hallo DiDi,
hast recht. Blick ins Handbuch genügt, lag mir aber beim Einstellen des Bildes noch nicht vor.
Gruß Helmut