Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 1875 - 1882 (Ende Wappenausgaben)
Hallo Ulli,
dann will ich mal loslegen. Die ganz großen Kracher sind leider noch nicht in meiner Sammlung, aber vielleicht kommt ja noch was im Laufe der Zeit.
Hier nun Postkarte Nr. 28 ausgegeben am 4.2.1879, gestempelt 1.7.1879.
Verwendung innerhalb Luxemburgs.
Gruß Helmut
deckelmouk
19.11.2007, 22:40
Der Steuerzettel ist mit einer farbig durchstochenen 1 Centime-Marke frankiert (Prifix 16/Mi. 24). Farbe m.E. rotbraun. Auch wenn der Beleg jetzt nicht höchsten Ansprüchen genügt, so hat mich der schöne blaue Stempel von Remich gereizt.
Diese frankierten Steuerzettel sind m.W. eine luxemburger Besonderheit. Ich habe sie zumindest aus altdeutschen Staaten bzw. dem Deutschen Reich noch nicht gesehen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Eines der zahlreichen und bis heute ungeklärten Rätsel der Luxemburg-Philatelie ist der Grund für die Ausgabe der nachfolgend abgebildeten Ganzsache P 31. Ausgegeben wurde sie am 6.März 1879 und deckte das allgemeine Auslandsporto von 12,5 Centimes ab (lediglich für Belgien gab es ein vermindertes Porto von 10 Centimes).
Das Problem:
Bereits mit Datum vom 1.April 1879 wurde ein allgemeines Auslandsporto für den gesamten Geltungsbereich des Weltpostvereins in Höhe von 10 Centimes eingeführt. Die Karte, die ohnehin nur eine Auflage von 4.111 Exemplaren aufwies, konnte mithin lediglich rund 3 Wochen portogerecht verwendet werden.
Ulli
bayern klassisch
20.11.2007, 19:54
@Ulli
Wieviele portogerechte Verwendungen dieser Karte gibt es denn überhaupt?
Das ist ja dann ein heimlicher Kracher, der noch irgendwo schlummern könnte, oder?
Gruss von bayern klassisch
Hier die P 15, verwendet von Luxemburg nach Aachen am 11.4.79.
Jedoch habe die den handschriftlichen Zusatzvermerk (R12/12??) noch nicht entschlüsseln können.
Gruß Helmut
bayern klassisch
20.11.2007, 21:19
Also ich lese da:
R 12. ldM = Beantwortet 12. laufenden Monats. Das könnte doch hinkommen, oder?
Gruss von bayern klassisch
@ bayern klassisch
Wie Du an der Karte sehen kannst, gibst es von dem A in Postkarte zwei Typen, also in der Summe vier Kombinationen. Nach rund 10 Jahren Suche habe ich 3 zusammengetragen. Weiterhin kenne ich in Luxemburg einen Sammler, der alle 4 Typen besitzt, desweiteren noch 3 andere Sammler mit je einem Exemplar - alles natürlich gestempelt. Alles in allem würde ich auf maximal 50 portogerecht gelaufene, noch vorhandene Exemplare tippen. Angesichts der vielen ungebraucht bestehenden Postkarten ist diese Schätzung möglicherweise sogar noch zu hoch gegriffen.
Ulli
bayern klassisch
20.11.2007, 21:29
Hallo Ulli,
ohne Katalogkenntnisse Luxemburgs zu besitzen, was kostet eine Karte gestempelt denn so?
Bei einem Weltbestand von max. 50 Stück kann solch ein Stück doch nicht ganz billig sein.
Gruss von bayern klassisch
Einerseits: Ich habe alle drei spottbillig für rund 50 - 75 Prozent der Michel-Bewertung (aktuell 70,- EURO) erworben. Andererseits: Ich kenne Sammler, die ohne zu Zucken 500 EURO ausgeben würden.
Wo die Wahrheit liegt, kann ich zwar auch nicht sagen - realistisch ist der Michel-Katalog in der Bewertung aber sicher nicht. Übrigens ist die Karte im luxemburgischen Prifix sogar nur mit 37,50 EURO bewertet.:eek:
Ulli
deckelmouk
20.11.2007, 21:55
Hallo Bayern Klassisch,
wenn Du die Erstausgabe und die Wappenausgabe bis 1875 weglässt, dann ist Luxemburg ein relativ preiswertes Gebiet, dass sich spezialisert sammeln lässt - gerade wenn man postgeschichtlich interessiert ist.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
bayern klassisch
20.11.2007, 21:59
@Ulli und deckelmouk
Das sehe ich genauso. Also kann man mit kleiner Münze wahre Schätze heben.
Wenn ich nicht zu tief in Bayern drin wäre, wer weiss, was ich sammeln würde...
Jedenfalls machen eure Schätze Lust auf mehr. Das war eine Aufforderung.
Grüsse von bayern klassisch
wuerttemberger
20.11.2007, 22:05
Einerseits: Ich habe alle drei spottbillig für rund 50 - 75 Prozent der Michel-Bewertung (aktuell 70,- EURO) erworben. Andererseits: Ich kenne Sammler, die ohne zu Zucken 500 EURO ausgeben würden.
Wo die Wahrheit liegt, kann ich zwar auch nicht sagen - realistisch ist der Michel-Katalog in der Bewertung aber sicher nicht. Übrigens ist die Karte im luxemburgischen Prifix sogar nur mit 37,50 EURO bewertet.:eek:
Ulli
@Ulli D
Ich kenne Sammelgebiete, da gibt es höchstens 5 ernsthafte Sammler, die das Gebiet komplett haben wollen. Sind dann von einer Ganzsache nur 3 Stück bekannt, dann gehen die Preise extrem nach oben. Pro Stück zahlt man dann schon mal zwischen 300.- und 500.- Euro oder auch mehr. Gibt es davon 10 bekannte Stücke, dann geht der Preis rapide in den Keller, obwohl die Dinger auch noch selten sind.
Bei Stückzahlen von 30 bekannten Stücken und mehr kann man dann getrost von Massenware sprechen und die Preise liegen bei ca 20.- bis 40.- Euro.
Gruß
wuerttemberger
@ Württemberger
Ich bin mit Dir grundsätzlich völlig einig.
Was man allerdings nicht unterschätzen sollte, ist die für hiesige Verhältnisse schier unfassbare "Sammlerdichte" in Luxemburg (36 Vereine in der FSPL) und - aus welchen Gründen auch immer - ein ungewöhnliches Interesse in den USA für dieses Sammelgebiet, was sich regelmäßig in bemerkenswerten Bietergefechten widerspiegelt. Mit 10 Karten ist die Nachfrage jedenfalls bei weitem nicht zu befriedigen.
Gruß
Ulli
Heute noch einmal ein – wie ich finde – postgeschichtlich recht interessanter Beleg.
Zum Hintergrund:
Aufgrund der Zugehörigkeit zum Zollverein und zum deutsch-österreichischen Postverein war Luxemburg in der Mitte des 19.Jahrhunderts stark östlich orientiert und gab deshalb in der Folge bis zum 20. April 1876 nur Postkarten zu 5 Centimes für das Inland und zu 6 Centimes (= ½ Silbergroschen) für das Deutsche Reich heraus. Jedoch waren bereits ab 1875 auch Postkarten in das übrige Ausland (Belgien sogar schon 1871) zugelassen. Entsprechende Postkarten mit dem entsprechenden Porto von 12½ Centimes fehlten – es hieß also, entweder Postkarten zu 5 und 6 Centimes „auffrankieren“ oder nach anderen Lösungen suchen.
Im vorliegenden Fall wurde am 1. April 1876 ein Probedruck eines alten Korrespondenz-Formulars von Anfang 1874 verwendet, mit einer 12½ Centimes versehen und nach England – einer damals durchaus nicht alltäglichen Destination – geschickt.
Ulli
deckelmouk
22.11.2007, 22:12
Salut Ulli,
Wahnsinnsbeleg! Du hast nur vergessen zu erwähnen, dass klare Abschläge des "Petit Francais" vom "Gare de Luxembourg" auch zu den selteneren Entwertungen gehören.
Beste Sammlergrüsse!
Lars (:D - Grün vor Neid!)
deckelmouk
30.11.2007, 18:56
Bei dem folgenden Stück war Ulli D. nicht ganz glücklich mit mir... ;) - Die Ganzsache wurde mit einer Vier-Centimes-Marke der sog. Lokalausgabe auffrankiert und damit das Porto von 10 Centimes nach Belgien dargestellt. Das Porto für Inlandspostkarten betrug 5 Centimes, das Sonderporto nach Deutschland 6 Centimes.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Eine kleine Spielerei mit der Entwicklung des Ganzsachen-Portos zwischen Luxemburg und dem Deutschen Reich - dargestellt mit Postkarten, die allesamt nach Metz im deutsch besetzten Teil von Lothringen gelaufen sind.
Seit Einführung der Korrespondenz-Karten in 1870 belief sich das Porto aufgrund 6 Centimes, was ½ Silbergroschen entsprach.
Hier eine Karte vom 4. August 1877 von Wasserbillig nach Metz, mit violettem Ankunftstempel „IN METZ EINGEGANGEN“.
Hier eine Karte vom 17. Februar 1878 von Remich nach Metz mit dem gleichen Ankunftstempel, jetzt aber in schwarz.
Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits seit längerem Irritationen zwischen Luxemburg und dem Deutschen Reich im Zusammenhang mit der Auslegung und Anwendung des Postvertrages vom 19. Juni 1872. Einer der Gründe war der, dass das Deutsche Reich bei Doppelkarten (die zu 1 Silbergroschen = 12½ Centimes verkauft wurden) 6½ Centimes zustanden und Luxemburg lediglich 6 Centimes.
Am 1. Mai 1878 traten mit dem neuen deutsch-luxemburgischen Postvertrag auch die Bestimmungen des Weltpostvertrages in Kraft, nach der jedes Land die von ihm erhobenen Gebühren behält.
Luxemburg nutzte in diesem Zusammenhang auch gleich die Gelegenheit, und erhöhte das alte Präferenzporto für das Deutsche Reich von 6 Centimes auf das UPU-Porto von 12½ Centimes.
Hier eine Karte vom 24. März 1879 von Esch-sur-Alzette nach Metz, wieder gleicher Ankunftstempel.
Bereits am 1.April 1879 wurde das Porto von 12½ auf ein allgemeines Auslandsporto in Höhe von 10 Centimes reduziert. Man beachte, dass die Auslandskarten ab 1879 ein neues Kopf-Muster mit „UNION POSTALE UNIVERSELLE. (WELTPOSTVEREIN)“ aufweisen.
Die nachfolgende Karte ist gelaufen am 11. März 1881 von Luxemburg-Stadt nach Metz, altbekannter Ankunftstempel.
Alles in allem war es zwar nur eine nette Spielerei, diese Karten zusammenzutragen, aber dann alle zu haben, war auch ein „mörderisches“ Vergnügen.
Herzliche Grüße
Ulli
deckelmouk
06.12.2007, 20:49
Nachtaxierte Postkarten und Briefe haben es mir ja schon immer angetan: Diese Inlandspostkarte wurde 1880 von Luxemburg nach Antwerpen/Belgien nachgesandt. Der Inlandstarif von 5 Centimes wurde um 5 Centimes aufgestockt. Besonders interessant wird die Postkarte durch den Transitstempel "Pays-Bas par Anvers" (Niederlande über Antwerpen), den ich so auf einem luxemburger Beleg noch nicht gesehen habe.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
13.12.2007, 22:26
Dies ist einer der selteneren Bahnpoststempel mit Luxemburg-Bezug. Eigentlich kein "richtiger" Luxemburger-Stempel, sondern aus Belgien, führt er doch die Landesbezeichnung im Text.
deckelmouk
18.12.2007, 21:09
Hier ein weiterer belgischer Bahnpoststempel auf einer luxemburger Ganzsache, allerdings mit der Bezeichnung "Deutschland über Brüssel". Der Stempel ist mir so noch nie begegnet und trifft die Herkunftsbezeichnung nicht ganz. Ob es sich hier um einen falsch sortierten Beleg handelt, oder ob das Usus war, würde mich sehr interessieren.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Da ist definitiv etwas verkehrt gelaufen, Usus war das ganz sicher nicht.
Normal wäre es gewesen, wenn die Karte per Eisenbahn über Bastogne nach Brüssel gereist wäre. Deutsches Gebiet hätte sie dann nicht berührt.
Alternativ hätte die Karte per Eisenbahn noch Richtig Norden über Troisvierges und Gouvy nach Lüttich und von dort weiter nach Brüssel gelaufen sein können. Dies ist sehr unwahrscheinlich und deutsches Gebiet wäre wieder nicht berührt worden. Letzteres hätte nur passieren können im Falle einer Zuleitung über St.Vith und das macht überhaupt keinen Sinn.
Lange Rede, kurzer Sinn - sehr mysteriös!
Ulli
deckelmouk
28.12.2007, 18:05
Diese herrliche Karte wird seit Jahren wie sauer Bier angeboten: http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=120202876297&fromMakeTrack=true#ebayphotohosting - mir gefällt an dem Stück nicht, dass der breite Ausgleichszahn der Lokalsausgabe nicht sichtbar ist und der Verwendungszeitraum viel besser zur Haarlemer-Ausgabe passt.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
11.04.2008, 22:15
Ein schöner Rücken kann auch entzücken... Glasklarer Einkreisstempel "Vianden", rückseitig nachverwendeter Preussenstempel "Obersgegen" als Grenzeingangsstempel. Obersgegen ist nur 4 KM von Vianden entfernt, es fand ein Postaustausch statt.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
bayern klassisch
12.04.2008, 10:53
Hallo Lars,
sehr schöne Karte und, da ich die Gegend kenne, sicher sehr selten (Obersgegen ist heute noch ein Kaff, von dem ich noch nie einen Stempel gesehen habe!).
Da wundert es schon, dass man sich nicht verbal ausgetauscht hat (über die Zollstraße bei Roth gibt und gab es ja die direkte Verbindung).
Danke fürs zeigen sagt bayern klassisch
deckelmouk
13.04.2008, 15:11
Hallo Bayern Klassisch,
vielen Dank für das Kompliment! Der nachverwendete Preussen-Stempel "Obersgegen" ist m.W. nicht sehr selten (seit 1857 im Einsatz).
Auf das Stück habe ich aus einem Grund geachtet: Der Viandener Postkutschenvorfall von 1870. Nach einer gewonnenen Schlacht im 1870/71er-Krieg fuhr ein preussischer Postillon mit fähnchengeschmückter Postkutsche in Vianden ein. Das fanden die oft französisch gesinnten Viandener nicht so lustig und verprügelten ihn und sperrten ihn ein. Ausländische Flaggen zu hissen ist in Luxemburg bis heute verboten, wenn die Nationalflagge nicht daneben hängt.
Das ganze kochte bis zu Bismarck hoch, der sehr sauer wurde. Ende vom Lied, der Postillon wurde freigelassen, aber die Postverbindung erst einmal unterbrochen. Eine Entschädigung wurde gefördert, die Übernahme der Post und der Eisenbahn. Die Eisenbahnen kamen nach dem Krieg tatsächlich unter preussische Regie.
Erst sechs Jahre später wurde die Postkutschenverbindung Vianden - Obersgegen - Neuerburg wieder aufgenommen, vorher gab es nur einen Fussboten.
Der Artikel erschien u.a. in den Heften der ArGe NDP. Es lohnt sich also, als Postgeschichtler über die Ländergrenzen hinaus zu schauen und sich "fremdes" Wissen einzuverleiben.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
19.04.2008, 14:08
Die 10 Centimes-Auslandspostkarte war das postalische "Arbeitspferd" von 1880. Die Rückseiten der Karten nach Belgien sind wegen der Bahnpoststempel interessant. Die deutschen Bahnpoststempel mit Luxemburg-Bezug aus dieser Zeit sind weitaus seltener. Der Einkreisstempel "LUXEMBURG" war zu der Zeit schon erkennbar abgenutzt.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
bayern klassisch
19.04.2008, 14:40
Hallo Lars,
"Es lohnt sich also, als Postgeschichtler über die Ländergrenzen hinaus zu schauen und sich "fremdes" Wissen einzuverleiben."
Meine Rede.
Gut, dass du die tollen Hintergrundinfos hast; das macht die Sache noch spannender.
Bei dem kleinen Ort obersgegen (und nichts bedeutenden drum herum) kann ich mir aber kaum vorstellen, dass Stempel nicht selten sein sollen.
Wenn es in einem Katalog anders stehen sollte, dann trau ihm nicht!
Danke fürs zeigen der prima Stücke sagt bayern klassisch
Eine kleine Ergänzung hätte ich noch:
Laut P. Watrain, der Einde des 19.Jahrhunderts als Postbeamter in Trier tätig war und mehrer hochinteressante Aufsätze über die Luxemburger Philatelie verfasste, war der Postkutschenvorfall in Vianden auch Anlass dafür, dass am 16.Oktober 1870 die preussische Postagentur in Vianden aufgelöst wurde.
Leider kann ich nur mit einer mehr als hundertjährigen Kopie eines Stempels der Postagentur aufwarten (stammt aus dem entsprechenden Aufsatz von Watrain).
Wenngleich die Einstufung als extrem rar wohl noch untertrieben ist, hat ja vielleicht doch einer unserer Freunde aus den "Preussen-" oder "Norddeutscher Postbezirk"-Fraktionen eine bessere Abbildung für uns?
Gruß
Ulli
Hallo Ulli,
im Rundbrief 69 (III/2005) der ARGE NDP ist ein Berichtt über die preußische Postagentur Vianden. Vielleicht kann Dir jemand diesen besorgen.
Gruß Helmut
Hallo Helmut,
herzlichen Dank für den Hinweis. Ich werde dann mal Kontakt mit dem Redakteur aufnehmen.
Gruß
Ulli
Hier ein Stempel der wohl auch nicht sehr lange im Gebrauch war. Schreibweise "LUXEMBURG" statt üblich "LUXEMBOURG"
Gruß Helmut
Bei dieser Marke ist mit ein Detail aufgefallen. Centimes mit doppel i geschrieben, statt ti. Meiner Meinung nach könnte es eine Nr. 17 sein, bin mir jedoch nicht sicher.
Gruß Helmut
Hier ein weiterer belgischer Bahnpoststempel auf einer luxemburger Ganzsache, allerdings mit der Bezeichnung "Deutschland über Brüssel". Der Stempel ist mir so noch nie begegnet und trifft die Herkunftsbezeichnung nicht ganz. Ob es sich hier um einen falsch sortierten Beleg handelt, oder ob das Usus war, würde mich sehr interessieren.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Dieser und auch ähnliche Stempel sind (auch wenn die Abkürzung AMBT. , für Ambulant: Bahnpost) auftaucht, Grenzübergangstempel. Nachzulesen bei James Van der Linden: Postvertragsstempel z.B. S. 170.
Schönen Abend noch
DiDi
Bei dieser Marke ist mit ein Detail aufgefallen. Centimes mit doppel i geschrieben, statt ti.
Diese Art von Fehler ist (zumindest in meiner Sammlung) extrem häufig - ich habe die Herkunft aber (noch) nicht bestimmt!
deckelmouk
15.09.2008, 16:19
@heku + @pasbal:
Das ist eine Nr. 17, Durchstich weitgehend abgeschnitten, rechts noch deutlich zu sehen. Das "ii" in "Centimes" findet man sehr häufig. Die Druckstöcke waren sehr filigran, das zähle ich nicht zu den Plattenfehlern, eher zu den Druckstockmerkmalen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Schade, Mercedes wieder abbestellen.
Danke für die Erklärungen.
Gruß Helmut
Hier ein Stempel der wohl auch nicht sehr lange im Gebrauch war. Schreibweise "LUXEMBURG" statt üblich "LUXEMBOURG"
Gruß Helmut
Hallo Helmut,
nach den bisherigen Datenmeldungen war diese Stempelgerät, Typ 31.04 der
Lieferung 8.3.1 Tagesstempel des Handbuchs zur Philatelie in Luxemburg, vom 24.12.1877 bis zum 28.07.1883 im Einsatz.
Gruß
DiDi
Hallo DiDi,
Danke für den Hinweis. Das Handbuch habe ich erst nach dem Einstellen des Belegs erhalten.
Gruß Helmut
Frage an die Experten:
ist links die Nr. 31 Druck Bruck, Luxemburg und rechts die Nr. 40 Haarlemer Druck?
Danke im voraus.
Gruß Helmut
Du liegst richtig. Wenn man sich einmal die unterschiedlichen Druckqualitäten, die breiteren Haarlemer Ränder und den seitlichen, obersten etwas breiteren Ausgleichszahn bei der Lokalausgabe eingeprägt hat, kann man sie eigentlich recht einfach auseinanderhalten - aich ohne Zähnungsmesshilfe.
Gruß
Ulli
Danke Ulli,
hab ich doch in der Zeit was gelernt.
Danke auch für Bettborn.
Gruß Helmut
Hallo,
bei der Restaurierung dieser Marke hatte der Restaurateur wohl einen in der Krone. Siehe Ecke oben links.
Rein ins Giftbuch damit.
Gruß Helmut
deckelmouk
08.04.2009, 20:50
Hallo Helmut,
diese Art der Reparatur ist gar nicht so ungewöhnlich, warum man sich die Mühe für eine Hamburger Fälschung macht, ist allerdings die Frage. Unsere Altvorderen haben sich die Sachen einfach ins Album gesteckt.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Heute mal wieder eine Karte aus meiner Sammlung:
Inlandskarte zu 5 Centimes aus dem Jahre 1876 mit 1 Centimes Zusatzfrankatur in das Elsass, das zu dieser Zeit Teil des Deutschen Kaiserreichs war und demzufolge das Porto nach Deutschland galt. Das Porto von 6 Centimes nach Deutschland galt vom 1.1.1875 bis zum 30.4.1878 Stempel: Luxemburg 20.7.1876, rückseitig Eingangsstempel Strassburg . Elsass 21.7.1876
Gruß Helmut
bayern klassisch
10.07.2009, 20:39
Hallo heku49,
kannst du etwas zum Transportweg der Karte sagen?
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo bayern klassisch,
leider nein, da bin ich doch noch zu sehr der Luxemburglehrling.
Gruß Helmut
bayern klassisch
10.07.2009, 21:21
Hallo heku49,
vielleicht weiß es dann einer der anderen aus der starken Luxemburg - Franktion?
Liebe Grüsse von bayern klassisch
deckelmouk
12.07.2009, 11:29
@bayern klassisch:
Der logische Weg wäre Luxemburg - Metz - Strassburg. Allerdings fehlt mir eine zeitgenössische Eisenbahnkarte, um das zu verifizieren.
@heku49:
Sehr schöner Beleg! Mir gefällt besonders die 1 Centime mit dem mitgedruckten Keil unten.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
bayern klassisch
12.07.2009, 17:29
Hallo Lars,
das wäre auch meine Vermutung gewesen. Danke für die Bestätigung.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Lars,
hier nochmal der Keil im Detail.
Habe ich bisher bei keinen anderen Marken gefunden. Auch im Handbuch habe ich nichts darüber gefunden.
Gruß Helmut
PS: Danke für die Leitwegerklärung, bzw an bayern klassisch für die Frage, gibt auch mir wieder neue Informationen.
Laut einer Netzkarte aus dem Jahrte 1870
(Deutsches Eisenbahnnetz)
könnte die Karte den Weg
LUXEMBURG-METZ-NANCY-STRASSBURG
genommen haben.
Der "Keil" auf der Marke war mir bisher nicht bekannt.
Um nun aber eine Druckzufälligkeit (es sieht nicht so aus)
völlig auszuschließen, bräuchten wir ein zweites Exemplar.
Gruß
DiDi
deckelmouk
13.07.2009, 12:31
@didi:
Diese "Keile" sind auf der durchstochenen Wappenausgabe häufiger anzutreffen. Ich habe eine Reihe dieser Marken unterschiedlicher Wertstufen. Naumann hat m.E. diese Keile zwischen die Klischees und die farbigen Durchstichleisten eingesetzt. Durch den Druckvorgang lockerten sich diese Keile und druckten z.T. mit. Soweit meine Theorie.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hallo Lars,
klingt sehr plausibel Deine Erklärung.
Kannst Du mal ein Vergleichsstück einstellen?
Gruß Helmut
deckelmouk
14.07.2009, 23:19
Anbei ein paar Marken mit mitgedruckten "Keilen".
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Respekt Lars:cool:.
Ich muss gestehen, dass ich darauf bisher nicht geachtet habe,
Gruß
DiDi
deckelmouk
15.07.2009, 07:17
@didi:
Die durchstochene Wappenausgabe ist für mich wegen der "Keile" und der unterschiedlichen Formate der Marken mit die interessanteste der klassischen Ausgaben. Die "Keile" findet man gelegentlich, aber man muss schon gezielt danach schauen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hallo Lars,
Deinem Adlerauge entgeht aber auch nichts. Künftig werde ich auch mal auf die kleinen Keile achten.
Gruß Helmut
@ Lars
Hallo,
besten Dank für das Zeigen deiner "Keil"marken,
interessant zu bemerken ist, dass ich auch einige in meiner Sammlung habe, mit "Keilen" auf genau der gleichen Stelle in gleicher Grösse. Also doch nicht als Druckzufälligkeit einzuordnen!
Unterschiedliche Formate (Grösse?) habe ich bei dieser Ausgabe doch noch nicht vorgefunden,
kannst du mir bitte einige Exemplare zeigen?
beste Sammlergrüsse
deckelmouk
16.07.2009, 22:46
@olilux:
Wie man an dem Scan erkennen kann, sind manche Teilauflagen (gut erkennbar am Farbunterschied) breiter und höher geraten. Der weisse Rand ist breiter. Der Unterschied liegt etwa bei einem halben Milimeter.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
deckelmouk
23.12.2009, 20:28
Bei der 142. Pumpenmeierauktion wird der anhängende Einschreibebrief von 1880 nach Deutschland für 640 € angeboten. M.E. ein stolzer Preis, immerhin ist die Marke zu 20 Centimes nicht lokal gedruckt worden, da noch ausreichend Marken vorrätig waren. Andererseits sind Einschreibebriefe nach Deutschland auch nicht an jeder Ecke zu haben. Ich bin gespannt, ob der Brief verkauft wird.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hier zeige ich mal einen Ausschnitt einer Ganzsache mit Relaisstempel.
Diese Stempel wurden in Luxemburg von 1881 bis 1891 eingesetzt. Der abgebildete Stempel Relais No. 5 gehört zu Mamer.
Gruß Helmut
Nach den Keilen hier eine Marke mit ganzem Zwischenstück.
Gruß Helmut
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