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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rätselhaftes Nachporto Schweiz



olikli
02.11.2007, 20:55
Hallo zusammen,

in Sindelfingen habe ich zwei Postkarten von 1924 bzw. 1925 in die Schweiz gefunden, die mir etwas Kopfzerbrechen bereiten. Es handelt sich um Bestellungen für Emmentaler Käse an den gleichen Empfänger. Sie sind für die jeweilige Portoperiode mit dem korrekten Auslandsporto frankiert, in der Schweiz wurde aber trotzdem ein Nachporto erhoben. Die Karten wurden in Deutschland aber nicht taxiert. Interessanterweise wurden für die mit 15 Pf frankierte Karte 25 Rappen erhoben, für die mit 20 frankierte nur 20 Rappen. Auch meine in SiFi anwesenden Kollgen von der Arge Schweiz wußten keine Erklärung dafür.

Könnte es etwas damit zu tun haben, daß beide Karten aus dem besetzten Rheinland stammen ? Eine andere Erklärung will mir partout nicht einfallen. Oder stehe ich einfach nur auf dem Schlauch? :confused:

Vielen Dank,
Oliver

Micha
02.11.2007, 23:25
Hallo Oli,

mir fällt nur eine Erklärung dazu ein: Die Postkarten sind größer als "normal", das spielte im Reich selbst wohl keine Rolle. Einige Länder, darunter die Schweiz, verlangten für solche Karten Briefporto. ( Im Michel-Postgebührenhandbuch findet man folgende Angaben: Postkarten ins sonstige Ausland: mindestens 10cm x 7cm, höchstens 15 cmx10,5 cm , miß doch mal nach... ) Bei der ersten Karte wäre das also 30 Pf statt 20, der doppelte Fehlbetrag wäre 2x10=20, bei der zweiten Karte hätten es dann aber auch nur 20 sein dürfen: 25 statt 15 -> 2x10=20 . Ob der Nachportosatz angehoben wurde ?

Gruß Micha

abrixas
02.11.2007, 23:45
...........
Könnte es etwas damit zu tun haben, daß beide Karten aus dem besetzten Rheinland stammen ? Eine andere Erklärung will mir partout nicht einfallen.

Ist zwar nicht mein Sammelgebiet, aber ich denke, damit liegst Du richtig. Nur - es gab doch keine speziellen Marken, oder doch?

olikli
03.11.2007, 10:54
Hallo Oli,

mir fällt nur eine Erklärung dazu ein: Die Postkarten sind größer als "normal", das spielte im Reich selbst wohl keine Rolle. Einige Länder, darunter die Schweiz, verlangten für solche Karten Briefporto. ( Im Michel-Postgebührenhandbuch findet man folgende Angaben: Postkarten ins sonstige Ausland: mindestens 10cm x 7cm, höchstens 15 cmx10,5 cm

Die Karten sind minimal größer als DIN A 6, das könnte es also durchaus gewesen sein. Die Schweizer nahmen es ja schon immer sehr genau ;-)

Vielen Dank für den Tip,
Oliver