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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : gezähnte Berliner Ganzsachen



Michael
04.01.2004, 19:32
Von einigen Ganzsachen der Berlin-Bauten sind im Michel so genannte gezähnte Ausgaben verzeichnet. Ich habe selbst auch ein solches Stück, weiß aber eigentlich nichts weiter darüber.
Offensichtlich sind die Auflagen klein, wie es die hohen Katalognotierungen nahe legen.

Was hat es mit diesen Ausgaben auf sich?
Wozu diente die Zähnung?
Wer kann mehr über sie berichten?

Bodo A.v.Kutzleben
04.01.2004, 21:54
Diese Karten sind sogenannte Frage und Antwortkarten. Man/frau verschickte diese zwei Karten als eine "EINHEIT" und als Antwort konnte man/frau die zweite Karte benutzen. Deshalb auch die Perforationen, damit die Karte sich von der andern leichter abtrennen ließ.

Bodo :) :p :D :p :)

PS: Diese "Frage und Antwort"-Karten gab es meiner Meinung nach
nur zu 8 + 8 u. 10 + 10 u. 20 + 20 Pfg.

Kjell
04.01.2004, 22:02
Bodo widersprechen? Ja, ich muss. ;)

Also meiner Ansicht nach waren mehrere Karten untereinander angeordnet, um sie ökonomisch mit der Schreibmaschine beschriften zu können. Man klapperte dann mit einmal einlegen gleich fünf Adressen oder so rein. Bei Antwortkarten wäre eine der Zähnungsreihen überflüssig.

CU
Kjell

Micha
04.01.2004, 22:12
Hallo Namensvetter,
diese gezähnten Karten gibt es schon seit 1913. Sie wurden von der Reichspost zunächst in Streifen und später in Bögen angeboten und deshalb eingeführt ( Bodo aufgemerkt ! ), weil sie sich auf den immer mehr verbreiteten Schreibmaschinen besser und schneller beschriften ließen. Mit Frage/Antwortkarten haben sie nichts zu tun.
Aus meiner Sammlung hänge ich mal eine solche 1922 verwendete Postkarte im sog. Postreiter- Muster an.
Gruß Micha

Micha
04.01.2004, 22:15
Na bevor ich mich mit der Technik durchklamüsert hatte, war Kjell schneller. Was soll´s.....

Michael
05.01.2004, 20:27
Die gezähnten Ausgaben gibt es von den Michel-Nrn. (Berlin) P12, P13, P18, P19 als Ortskarten bzw. Inlandskarten. Die Antwortkarten sind P14, P15, P20 und P21. Von denen gibt es keine gezähnten Ausgaben.

Für Schreibmaschinen wurden sie also hergestellt!
Wahrscheinlich war das wohl nur ein Test, denn die Auflagenverteilung muss sehr ungleich sein?! Die gezähnten Ausgaben werten nämlich das 60 bis 100fache der geschnittenen Ausgaben.

Weiß jemand etwas über die Auflagenverteilung?
War es vielleicht nur ein Testprojekt?
Obwohl später bei den P35 und P36 gab es noch einmal solche Ausgaben.

Bodo A.v.Kutzleben
05.01.2004, 21:36
Ich habe mich geirrt, als ich dachte, die Antwortkarten wären Perforiert. Ich habe die Karten nochmal angeschaut, die sind nur "GEFALZT". Also hintereinander durch Knick (siehe Bild) miteinander verbunden.
Nix für ungut !!!!

Bodo :) :p :D :p :)

PS: Hier nun eine "Frage"-Postkarte, die Antwortkarte ist dahinter verborgen.

jothar
27.12.2007, 13:53
Hallo,
könnte man diese Ganzsache erwerben?
Habe mir erlaubt, das Bild auf unsere Homepage zu stellen. OK ? :)

http://www.berlinerbautenl.com/

Grüße jothar


Von einigen Ganzsachen der Berlin-Bauten sind im Michel so genannte gezähnte Ausgaben verzeichnet. Ich habe selbst auch ein solches Stück, weiß aber eigentlich nichts weiter darüber.
Offensichtlich sind die Auflagen klein, wie es die hohen Katalognotierungen nahe legen.

Was hat es mit diesen Ausgaben auf sich?
Wozu diente die Zähnung?
Wer kann mehr über sie berichten?