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erstlesen
30.07.2007, 00:53
Kann der Brief echt sein?

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bayern klassisch
30.07.2007, 08:18
Auch wenn ich kein Baden - Experte bin, gebe ich mal meinen Senf dazu ab:

Von der Entfernung her war 3 Kr. das korrekte Franko. Der Brief trägt eine 3 Kr. Marke der ersten Ausgabe Badens, von daher käme es also hin.

Er hat einen Frey - Vermerk, war also frankiert. Wäre es ein Brief der Zeit bis 30.4.1851, so müsste er die bezahlte Gebühr siegelseitig tragen. Ein solcher Frankovermerk fehlt aber, so dass eine Marke zur Verwendung gekommen sein muss.

Dass der Ringnummernstempel von Eppingen nicht übergeht, ist kein Kriterium für echt oder falsch.

Der Ortsstempel hätte nach der Vorschrift angebracht werden müssen. Wie ich in einem Beitrag hier im Forum über Bayern mehrfach gesagt habe, kam es aber vor, dass die Aufgabepost dies vergass.

Der Brief hat einen Ankunftsstempel, der zeitlich in direktem Zusammenhang zu dem datierten Text im Inneren des Briefes steht, nämlich
1) Schreibdatum Inhalt 1.5.1851,
2) Ankunft in Sinsheim am 2.5.1851.

Der Brief lief aber nicht nach Sinsheim, sondern nach Weiler bei Sinsheim, so dass es eigentlich ein Brief in den Landpostzustellungsbezirk war.

Möglichkeiten:
1) Die Landpostgebühr von 2 Kr. wurde nicht erhoben, weil der Empfänger seine Briefe selbst in Sinsheim abholte,
2) zwischen den beiden Orten Eppingen und Sinsheim hätte eine moderierte Taxe von nur 1 Kr. bestanden, zu der die 2 Kr. für die Landpostbestellung gekommen wären. Dann hätten wir auch 3 Kr. total.

Vielleicht ist er aber auch am 2.5.1851 aufgegeben worden, dann wäre es kein Ersttagsbrief mehr. Ohne Aufgabestempel ist das nicht zu klären.

Sicher wissen die Baden - Experten mehr über diesen potentiellen Ersttagsbrief und befriedigen unseren Wissensdurst.

Beste Grüsse von bayern klassisch