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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leichtgläubige (=gierige?) Schnäppchenjäger



wuerttemberger
19.07.2007, 21:12
Heute Abend ist eine vermeintliche Württemberg 211 bei einem online-Auktionshaus für sage und schreibe EURO 69,76 verkauft worden.

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Als ich das Bild zum ersten mal sah, dachte ich mir, na da wird wohl niemand anbeißen - viel zu dunkel.

Irrtum, der Preis stieg bis an die üblichen 25% Katalogwert heran. Da haben Leute geboten, die noch nie eine 211 gesehen haben und werfen das Geld einfach so zum Fenster hinaus. :eek:

Die falsche Zuordnung ist auch eindeutig am ausgefallenen Zahnloch oben rechts zu erkennen, das erst ca. 1904 und dann wieder sehr selten um 1912 auftaucht. Die 211 wurde zusammen mit der Michel-Nr. 58 im Jahre 1890 gedruckt und gezähnt!

Im Anhang habe ich mal einen scan mit einer richtigen 211 hinzugefügt. Die Reihenfolge ist: 211 - 213 - 235. Wenn man das Original noch nie gesehen hat, dann könnte man die 211 mit einer 235a mit hohem Rotanteil verwechseln. Aber die 235a hat immerhin ein Wasserzeichen (wenn auch manchmal schwer zu erkennen).

OlliG
21.07.2007, 10:50
Die 211 erkennt man auch (im Vergleich) am viel schärferen Druckbild.

wuerttemberger
21.07.2007, 11:24
Die 211 erkennt man auch (im Vergleich) am viel schärferen Druckbild.

Im Allgemeinen stimmt das schon, denn mit derselben Platte wurden von 1881 bis 1920 alle 50 Pfennig Werte gedruckt. Das ist der jetzige Stand der Forschung. Bei einer Gebrauchszeit von fast 40 Jahren :eek: wird die Platte natürlich zunehmend abgenutzt und das Druckbild unschärfer.
Nur am linken Bogenrand ist der Druck bei allen Ausgaben etwas unschärfer geraten. Insbesondere erscheint die linke Randlinie oft doppelt gedruckt. Eine genaue Ursache dafür kenne ich nicht.

Aber nach wie vor ist die Farbe so markant und ohne Übergänge zu den folgenden Ausgaben, dass eine Verwechslung kaum möglich ist.

Gruß

wuerttemberger