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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Halbkreisstempel MARKTBREIT



erstlesen
14.07.2007, 03:26
Hallo,

ist dieser "verdächtige" Stempel echt?

http://stampsx.com/0/a121.jpg

bayern klassisch
14.07.2007, 07:48
Von Marktbreit sind 3 Typen der Winkler-Type 11b, also hoher Halbkreisstempel, bekannt, die noch bis 1875 verwendet wurden.

Von daher würde der Stempel zeitlich passen. Markant ist eine Unterbrechung unten in der Sehne und das scheinbare Fehlen des Bogens oben.

Die Stempelfarbe scheint sehr rußig - schwarz zu sein, was bei Marktbreit eher ein Echtheitsmerkmal darstellt.

Leider habe ich aus dieser Zeit kein Vergleichsmaterial, sonst könnte ich dir genaueres sagen.

Ich denke, es gibt einen Heimatsammler, der dir mehr dazu sagen kann, wenn er sich hierzu äussern möchte.

Beste Grüsse von bayern klassisch

erstlesen
14.07.2007, 18:02
Hallo,

vielen Dank erst einmal. Unten ist noch ein seltsamer Abklatsch eines Stempels, der viel jünger aussieht. Daher mein Misstrauen, es könnte ein Stück Brief, von einem neueren Brief, zur Herstellung dieses Briefstücks verwendet worden sein. Die Marke ist wohl als stempelfälschungsgefährdet anzusehen.

bayern klassisch
14.07.2007, 18:30
Zeig doch mal einen Scan der Rückseite - oft sieht man da deutlicher als vorne, was es mit dem Stück auf sich hat.

Das Fragment eines Stempels in Grotesk spricht gegen die Authentizität - Portomarken durften nur im Orts- oder Lokalverkehr verwendet werden - ein anderer Stempel hat auf Poststücken mit Portomarken nichts zu suchen, zumindest nicht bei einem kleinen Ort wie Marktbreit.

Eine Ausnahme wäre z. B. ein Ortsbrief von Augsburg, der den Stempel der Hauptbriefpostexpedition im Bahnhof Augsburg hätte, und der dann in der Stadt ausgeliefert wurde, wodurch er hinten einen Zweikreisstempel vom Filialpostamt Augsburg (Stadt) bekäme oder hätte bekommen sollen.

Beste Grüsse von bayern klassisch