Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : BERLIN-Aufdrucke auf Kontrollratmarken mit gebrochenem R
Dirk Bake
13.07.2007, 14:18
In der Michel-Rundschau wurde jüngst der auf Bogenfeld 45 vorkommende gebrochene Kopf des R in BERLIN des Aufdrucks diskutiert. Wie können SammlerInnen, die ihre Bestände auf dieses Merkmal hin durchsehen möchten, die Spreu vom Weizen trennen? Die Abbildung zeigt einen Schwarzaufdruck auf einer 24-Pfennig-Marke, wo innerhalb des Aufdrucks etliche kleine Flächen keine schwarze Farbe abbekommen haben, u.a. auch dort, wo der Kopf des R gebrochen sein könnte. Kann jemand eine Abbildung des kompletten Aufdrucks einer Marke zur Verfügung stellen, die nur das gebrochene R, aber sonst keine Aufdruck-Unregelmäßigkeiten aufweist?
erstlesen
13.07.2007, 15:41
Hallo,
sieh hier. Kommt wenn man auf meiner Homepage «Fuß in "R" gebrochen» (ohne die Sonderzeichen) in die Textsuche eingibt. Das ist allerdings Feld 5. Deine Marke ist kein Plattenfehler, sondern «trockener Druck»
http://stampsx.com/user/u_5524/20017781c.jpg
Vielleicht hilft es dir weiter
charly-engel
13.07.2007, 16:42
erstlesen frage
Deine Marke ist kein Plattenfehler, sondern «trockener Druck»
nach meiner meinung ist das eine (fälschung)da Poststempel
unter Berlin aufdruck liegt ??
saeckingen
13.07.2007, 17:52
@charly-engel
Wie erkennst Du das auf dem Scan? Das ein schwarzer Stempel unter einem schwarzen Aufdruck liegt ist selbst an einem Original sehr schwer zu erkennen - auf einem Scan meine ich eigentlich fast unmöglich. Ich habe diesbezüglich am Prüferstand auf einer Messe schon tolle Sachen unter dem Mikoskop zu sehen bekommen - selbst da ist diese Festlegung oft nicht einfach möglich.
Dirk Bake
13.07.2007, 18:34
Danke für die ersten Stellungnahmen und die Abbildung.
Da habe ich wieder einen Fachausdruck gelernt: "Trockener Druck" war mir zuvor nicht bekannt.
Ich habe die Kreuzungspartien von Aufdruck und Abstempelung mit einer Lupe aus mehreren Richtungen und bei unterschiedlichem schrägen Lichteinfall betrachtet: Es sieht unter allen Umständen so aus, als läge die Stempelfarbe über dem Aufdruck. (Ich muss zugeben, dass es auf dem Scan den Anschein haben könnte, es sei andersherum.)
Der knapp unterhalb der Mitte gebrochene senkrechte Balken des R wirkt beeindruckend. In der Michel-Rundschau war allerdings von einem gebrochenen Kopf die Rede. Es geht um die obere waagerechte und nach rechts in einen Bogen übergehende Linie des R.
erstlesen
13.07.2007, 18:50
erstlesen frage
Deine Marke ist kein Plattenfehler, sondern «trockener Druck»
nach meiner meinung ist das eine (fälschung)da Poststempel
unter Berlin aufdruck liegt ??
Hallo,
1. der Aufdruck ist echt
2. der Stempel liegt über dem Aufdruck. Am Scan sichtbar an der Spitze des "I"
Zum trockenen Druck:
Druckfarbe besteht aus Trägermaterial und Pigmenten. Trägermaterial kann z. B. Öl oder ähnliches sein. Gibt es zu wenig Trägermaterial und zuviel Pigmente, fehlt Flüssiges, wird der Druck trocken. Die Pigmente sind nicht überall aufgetragen, weil sie keine Flüssigkeit dorthin verteilt hat. Das gibt es bei vielen Altdeutschland Marken als Erkennungsmerkmal für bestimmte Typen. Zum Beispiel bei Helgoland. Gegensätze dazu sind z. B. "glatter Druck". Da wurden meist kleine Pigmente, durch ausreichend Flüssigkeit sehr gleichmäßig verteilt. Wipa macht die Begriffe ins Lexikon, ich ergänze später mit Bildern.
http://stampsx.com/0/trocken.jpg
Es geht noch trockener, sozusagen fu**trocken:) Kommt später ...
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