Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Memelgebiet - Stempel HEYDEKRUG
erstlesen
28.06.2007, 18:57
Hallo,
kann jemand sagen, ob der Stempel zeitgerecht ist?
http://stampsx.com/0/heydekrug1.jpg
http://stampsx.com/0/heydekrug2.jpg
bayernsammler
28.06.2007, 21:02
Hilft das weiter...?
@erstlesen
Laut Stempelhandbuch von Infla Prüfer Herrn Tworek ist der Stempel:
Heydekrug * 1 a Stempeltyp 4 als Falschstempel aufgeführt.
MfG
erron
erstlesen
29.06.2007, 13:17
Hallo Erron,
vielen Dank! Ich hatte es befürchtet.
Kleine-antillen
04.07.2007, 17:02
@erstlesen,
hatte erst kürzlich den gleichen Stempel bei Prof. Klein und er kam als echt geprüft zurück (Heydenkrug 15.10.1920). Müsste aber heute Abend noch mal einen genaueren Blick auf den geprüften Stempel werfen, soweit ich mich erinnere war der jedoch identisch.
beste Grüße
kleine-antillen
Kleine-antillen
05.07.2007, 20:52
@erstlesen,
nachdem ich nun endlich dazu gekommen bin, einen Blick in die Sammlung zu werfen, hier die beiden Marken, die ich dieses Jahr bei Prof. Klein hatte. Die Stempel gingen durch. Ich selbst hatte jedoch auch Bedenken hinsichtlich der Echtheit des Stempels, insbesondere, da dieser in großer Stückzahl im Umlauf ist. Ich habe hier um die 150 Memelmarken Germania mit identischem Stempel Heydenkrug 15.10.1920 4-5 N. entsprechend den Scans :confused: .
Ob hier jemand mit breiterem Wissensspektrum als ich hiezu noch was sagen kann. Interessant allemal, wie der Stempel nun zu beurteilen ist.
Beste Grüße
kleine-antillen
erstlesen
05.07.2007, 21:12
Hallo,
ich denke, der Stempel wurde intensiv für Gefälligkeitsstempel benutzt. Vielleicht hat an dem Tag ein Händler sein Lager durchstempeln lassen. Ich habe den Stempel immer wieder gesehen und es ist schon eine Menge, die man in einer Stunde Stempeln kann.
Oder war der Stempel so heiß gelaufen, dass man die Uhrzeit nicht umstellen konnte?:)
Vielleicht gibt es ja auch bei Memel einmal eine Spalte für Gefälligkeitsstempel, wie bei Danzig.
Vielleicht gibt es ja auch bei Memel einmal eine Spalte für Gefälligkeitsstempel, wie bei Danzig.
In meinem 2006er Spezial finde ich zwar nichts dergleichen, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass früher im Michel stand, dass es sehr viele Gefälligkeitsstempel gibt. Preise für nachweisbare Bedarfsstempel seinen (20%?) höher als die angegebenen anzusetzen. Dunkel in Erinnerung habe ich auch noch, dass auf Stempel mit unmöglichen Daten etc. hingewiesen wurde, die vor allem bei der litauischen Besetzung massenweise auftreten.
Schade, dass der Michel hier - aber nicht nur hier! - nicht mehr so ausführlich ist. :(
Ich will mal sehen, ob ich irgendwo hinten im Schrank einen Michel habe, in dem die Informationen noch stehen. Eben diese Passagen habe ich zufällig die Tage selbst schon vergeblich gesucht.
Hangover
06.07.2007, 09:13
Ein bisschen Info...
...Heydekrug a: Der Stempel wurde postalisch verwendet, auf Briefen kenne ich ihn vorzugsweise von Einschreiben. Normale Post wurde mit einem Kreisstegstempel mit Bögen (ohne Gitterlinien) Heydekrug **b entwertet. Dazu dann die angesprochenen Massenentwertungen - solange hier kein Nachweis einer Rückdatierung oder Verwendung ausserhalb der Gültigkeitszeit der Marken vorliegt, wird der Stempel als echt anerkannt.
Allerdings gibt es noch einen nachgemachten Stempel Heydekrug a, der schon von Herrn Becker ("der" Ing. Becker) dokumentiert wurde.
...Gefälligkeitsstempel: Die Bezeichnung bei Danzig ist irreführend, es handelt sich hier um Stempel, bei denen ein Nachweis zeitgerechter Entwertung an losen Marken nicht möglich ist, da nachweisbar manipuliertes Material (Rückdatierungen mit echten Stempeln) im Umlauf ist und belastbare Unterscheidungskriterien fehlen. Gefälligkeitsweise abgestempelte Sätze werden auch bei Danzig mit einem "Infla"-Signum versehen, wenn die richtigen Stempelgeräte verwendet wurden.
In meinem 2006er Spezial finde ich zwar nichts dergleichen, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass früher im Michel stand, dass es sehr viele Gefälligkeitsstempel gibt. Preise für nachweisbare Bedarfsstempel seinen (20%?) höher als die angegebenen anzusetzen. Dunkel in Erinnerung habe ich auch noch, dass auf Stempel mit unmöglichen Daten etc. hingewiesen wurde, die vor allem bei der litauischen Besetzung massenweise auftreten.
Schade, dass der Michel hier - aber nicht nur hier! - nicht mehr so ausführlich ist. :(
Ich will mal sehen, ob ich irgendwo hinten im Schrank einen Michel habe, in dem die Informationen noch stehen. Eben diese Passagen habe ich zufällig die Tage selbst schon vergeblich gesucht.
Im Michel Spezial Ausgabe 1981/82 bzw. 1992 ist zu lesen:
Infolge der politischen Ereignisse im Memelgebiet sowie der Inflation folgten die Ausgaben rasch aufeinander, so dass postalisch gebrauchte Marken selten sind.
Die Preise gelten für philatelistische Massenentwertungen. Postalisch echt gebrauchte Marken mindestens 25% Aufschlag. Auf Brief gesucht.Seit 1936 tauchen aber Gefälligkeitsstempel mit ganz unmöglichen Daten, Phantasie und Falschabstempelungen auf.
Preise für bessere Werte gelten für geprüfte Marken.
Mfg
erron
Infolge der politischen Ereignisse im Memelgebiet sowie der Inflation folgten die Ausgaben rasch aufeinander, so dass postalisch gebrauchte Marken selten sind.
Die Preise gelten für philatelistische Massenentwertungen. Postalisch echt gebrauchte Marken mindestens 25% Aufschlag. Auf Brief gesucht.Seit 1936 tauchen aber Gefälligkeitsstempel mit ganz unmöglichen Daten, Phantasie und Falschabstempelungen auf.
@erron: Genau diese Passagen meinte ich.
DANKE! :)
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