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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Soweit zum Attest



1867
02.06.2007, 18:24
http://cgi.ebay.de/Helgoland-R-Brief-mit-Mi-13b-14e-15-1890-mit-Befund_W0QQitemZ300115521525QQihZ020QQcategoryZ352 71QQrdZ1QQcmdZViewItem
Ok ist nur ein Befund aber trotzdem so aussagekräftig wie ein 1 Euroschein ...

abrixas
02.06.2007, 18:45
Vielleicht kannst Du dem VK klarmachen, dass Du auch die anderen 4 Briefe dazu haben möchtest.:rolleyes:

helgophil
02.06.2007, 19:25
Da hab ich schon einige sehr merkwürdige (schlimme !!) Sachen gesehen ... :mad:


Warum wird so etwas nicht allgemein publik gemacht ?!
Oder ist das in der 'Briefmarken-Szene' allseits bekannt ? :rolleyes:

helgophil

1867
02.06.2007, 19:25
Warum sollte ich, ich kann ja drüber :D

http://bdph.thoki.net/dreuber1.jpg

ne helgophil
ich bin jetzt nur seit ungefähr 3 Wochen nicht ins I-Net gekommen
auf dem Sektor Helgoland bessert sich das bald wieder

helgophil
03.06.2007, 09:33
@1867


Arbeit für Dich.

Bei EBAY heute einige 'nette' neue Helgoland-Angebote.
Das meiste kannst Du gleich 'rauskillen'.


Viele Grüße

Helgophil

deckelmouk
03.06.2007, 10:48
@helgophil:

Bitte gehe doch den normalen Weg über ebay.watchdog@gmail.com - sonst muss die Arbeit zweimal gemacht werden.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

helgophil
03.06.2007, 11:08
@deckelmouk

Wegen meiner Homepage habe ich vorsichtshalber ein Gewerbe angemeldet - obwohl ich in meinem ganzen Leben noch keine Briefmarke verkauft habe. :)

Mit angemeldetem Gewerbe kann ich wohl kaum andere hypothetische Mitwettbewerber bei EBAY 'anschwärzen'. :confused:
Deshalb für mich lieber kein 'Watchdog'.

1867 wird's schon richten.


Viele Grüße

helgophil

helgophil
21.06.2007, 11:33
@1867

Was hälst Du denn von dem ?

EBAY: 170122052942

Ich war immer der Meinung, daß dieser Stempel sehr oft falsch auf dieser Marke vorkommt und nur von absoluten Helgolandkennern geprüft werden kann. :rolleyes:

Das die Prüfstelle Basel dazu gehört, ist gut zu wissen ... :D


Ist die EBAY-Fälschungsbekämpfung schon im Urlaub ??

Falls nicht: Falsche Bremen-Marken (auch Stempel) mit saftigen Geboten im bei EBAY zu bewundern. (Beispiel: EBAY 270133172539 ... Ich habe dem Verkäufer eine Nachricht geschickt. Keine Reaktion :p )

So sieht die echte Marke aus:

http://www.kordsachia.com/BREE07.JPG

helgophil

wuerttemberger
21.06.2007, 11:45
EBAY: 170122052942

Ich war immer der Meinung, daß dieser Stempel sehr oft falsch auf dieser Marke vorkommt und nur von absoluten Helgolandkennern geprüft werden kann. :rolleyes:

Das die Prüfstelle Basel dazu gehört, ist gut zu wissen ... :D




Nunja, wer das "Attest" richtig liest wird bemerken, dass nur die Echtheit der Marke bestätigt wird. :p
Die Nomenklatur für den Stempel - Balkenstempel :confused: - ist mir so nicht geläufig, aber vielleicht ist das in der Schweiz ja auch etwas anders:rolleyes:
Laut "Attest"-nummer (oben rechts) war das die Premiere für die Helgoland 8b. Vielleicht bekommt es die "Briefmarkenprüfstelle Basel" jetzt auch noch besser hin. :rolleyes:

Gruß

wuerttemberger

Jurek
21.06.2007, 15:07
Und warum kann der Auktionator Echtheits- bzw. PRÜFUNGSbefund überhaupt ausstellen?
Welche Befugnis und Qualifikationen (Prüfungen…) muss wer (z.B. ein Händler?) ablegen, um solche Befunde auszustellen?

erron
21.06.2007, 15:38
Auszug aus Zitat von jurek



Welche Befugnis und Qualifikationen (Prüfungen…) muss wer (z.B. ein Händler?) ablegen, um solche Befunde auszustellen?

@jurek

KEINE

Jeder, der halbwegs Ahnung hat von Briefmarken; kann ein Befund ausstellen.

Also du und ich können ein Befund ausstellen. Ob alles stimmt, was wir dann in diesen Befund geschrieben haben, steht auf einem anderen Blatt.

Darum gibt es ja in Deutschland den BPP der für seine eventuellen Fehlprüfungen 5 Jahre haftet.

MfG
erron

claus wentz
21.06.2007, 16:16
Dieses Thema ist doch wohl schon oft genug behandelt worden.

Jurek
21.06.2007, 17:50
@Mod: Sorry, war bei mir nicht so angekommen, da ich danach nicht gesucht habe, sondern aus der Aussage von hier heraus fragte ich, wie so was überhaupt rechtlich möglich ist? …

@erron - DANKE! ;)

saeckingen
22.06.2007, 08:37
@Jurek

Der Begriff "Prüfer" oder "Experte" sind keine geschützten Begriffe. Du und ich und jeder andere kann sich so nennen und "Atteste", "Befunde" etc. ausstellen. Der BPP und andere vergleichbare Stellen definieren für sich selbst Anforderungen an Prüfer, die an solche Vereinigungen angeschlossen sein möchten. Daher gibt es oft die grundsätzliche Kritik an "freien" Prüfern, da sich da achc viele graue und schwarze Schafe tummeln.

Es gibt selbstverständlich auch viele echte Experten die als freie Prüfer tätig sind, vor allem im Ausland, da es nicht viele dem BPP entprechende Organisationen international gibt. Wer allerdings meint, als Einzelperson bzw. mit ein bis zwei Partnern die ganze Welt kompetent prüfen zu können erregt bei mir massive Zweifel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand das Wissen, Vergleichsmaterial und die Unterlagen für die ganze Welt hat, wenn der BPP mit weit über 100 Experten nur einen kleinen Teil der Sammelgebiete abdeckt.

Aleks
22.06.2007, 10:33
Es gibt überall geniale Experten. Sismondo Stamps (http://www.sismondostamps.com/)

Classic stamps and covers from any countries accepted, prior inquiries are suggested.
http://www.sismondostamps.com/exp/form3.gif
Wenn man die Mitgliedschaft in philatelistischen Organisationen oder den Kontakt zu Mitgliedern solcher Organisationen als Qualifikation betrachtet....

Mike

Jurek
22.06.2007, 13:50
Danke @saeckingen,

denn wie ich weiß (oder meine das nur), gibt es doch auch Befunde und Atteste (?) von „Kontrollrat“-Ausgaben und andere von ArGe geprüften Stücke. Also außer (vereideten) BP-Prüfern, gibt es andere Gutachter, die berechtigst sind auch Signatur an Marken vorzunehmen.

Wenn ich dürfte euch mal wieder belästigen (zumindest Richtung des Mods), so gibt es doch auch auf dem Gebiet der DDR solche Möchtegern-Prüfer, die wohl keiner kennt (außer die sich selber)… -(zumindest mir völlig unbekannt! Kennt den wer?).
Rein rechtlich, dürfte (z.B.) ICH mir entsprechende Stempel anfertigen lassen und bei sicherer Analyse hinten selber signieren (aber ohne dem Namen, wie dieses untere Beispiel der Doppelprüfung zeigt, oft m.E. z.T. unkompetent!) – (denn von einigen Sachen aus meinem Gebiet verstehe ich auch was, wie z.B. Wz. und z.T. Farben… - in eindeutigen Fällen)? Dann in eBay verkaufen als „SIGNIERT“ ??? Wo sind da die Grenzen?

(Ggf. bitte das Thema verschieben).

http://img356.imageshack.us/img356/7218/prfzeichenam3.th.jpg (http://img356.imageshack.us/my.php?image=prfzeichenam3.jpg)

erstlesen
22.06.2007, 14:18
Hallo Jurek,

außer ein paar vereidigten Sachverständigen BPP Mitgliedern, hat keiner amtliche Weihen. Niemand macht eine staatliche Prüfung. Der BPP ist ein privater Verein. Damit kann man sich auch die Antwort geben. Jeder kann signieren, Atteste schreiben oder Befunde. Jeder kann solche Stücke als "signiert", "mit Attest" oder wie auch immer, anbieten.

Dein gezeigtes Beispiel ist für mich ein schwerer Fall von Briefmarkenschändung. Damit Kaufinteressenten darauf hingewiesen sind, würde ich bei Angeboten im Titel immer "signiert" als Mängelbeschreibung empfehlen.

Positiv wäre BPP sign. oder ähnlich.

Hallo @Aleks,

Zum gezeigten Attest "Sismondo" würde mich interessieren, liegt da eine Fehlprüfung vor? Kennt jemand Fehlprüfungen Sismondo? Ich sammle Fehlprüfungen und habe von Sismondo noch keine.

Andreas Gminder
22.06.2007, 14:29
Zum gezeigten Attest "Sismondo" würde mich interessieren, liegt da eine Fehlprüfung vor?

Hallo,

wohl kaum, denn es wird als Beispiel für ein Zertifikat auf den Seiten von Sismondo gezeigt :D http://www.sismondostamps.com/exp/form3.gif

beste Grüße,
Andreas

Aleks
22.06.2007, 15:21
@erstlesen
Das Beispiel ist nur ein Link zur Seite von Sismondo selbst.
Lustig sind die aufgeführen Organisationen auf dem Attest, die wohl Qualifikation demonstrieren sollen. Auf seiner Homepage spricht er nur von Kontakten zu Mitgliedern dieser Organisationen.

We are supporting members of the following Philatelic Organizations...

Ich bin auf ihn gestoßen, weil eines seiner Atteste bei einer Ebay-Auktion eines Anbieters auftauchte, der mir für suspektes Material bekannt ist. Das Attest war für eine polnische Marke, bei der man einiges an KnowHow und Vergleichsmaterial braucht (Plattierung). Ich habe sie für falsch gehalten, aber für einen Test war es zu teuer und die Prüfung musste anerkannt werden. War mir zu suspekt.

Mike

erstlesen
22.06.2007, 15:35
Vielen Dank @Aleks, hast du noch die Artikelnummer für die polnische Marke?

Jurek
22.06.2007, 15:50
@Mike, hast du Infos zu dem polnischen PC-Programm für Briefmarken (Farben)? …

Aleks
22.06.2007, 17:18
@jurek
Ich habe versucht Kontakt zu bekommen. Hat bisher leider nicht geklappt.

Mike

Andreas Gminder
22.06.2007, 19:29
@erstlesen

Lustig sind die aufgeführen Organisationen auf dem Attest, die wohl Qualifikation demonstrieren sollen. Auf seiner Homepage spricht er nur von Kontakten zu Mitgliedern dieser Organisationen.

Zitat:
We are supporting members of the following Philatelic Organizations...


Hallo Aleks,

meiner Meinung nach heißt der Satz aber übersetzt "Wir sind unterstützende Mitglieder der nachfolgenden philatelistischen Organisationen ...." und nicht etwa "Wir unterstützen Mitglieder der nachfolgenden ....."

Kleiner aber ziemlich essentieller Unterschied ;)

Ich gebe Dir recht, dass man diesen Satz wohl so oder so übersetzen kann, aber ich denke mal, da Sismondo ja nun wirklich eine anerkannte Größe ist und es auch mehr Sinn macht, dass meine Version zutrifft.

beste Grüße,
Andreas

Walkmühle
28.06.2007, 12:58
Der Begriff "Briefmarkenprüfer" oder "Prüfer für Briefmarken" ist kein gesetzlich geschützer Begriff! Praktisch kann sich jeder zum "Prüfer" ernennen. Als Philatelist sollte man daher nur Prüfungen international anerkannter Kenner, z.B. Prüfer im BPP oder im AIEP bzw. anderer anerkannter Organisationen der nationalen Sammlerverbände bevorzugen, um sich vor Schaden und Enttäuschung zu schützen.

Jurek
28.06.2007, 18:38
Vielen Dank @Walkmühle für die Antwort und Willkommen im Forum! :)

Mit anderen Worten: Es gibt (habe genug davon) entsprechende Prüfungen der Prüfer im BPP-Verein. =(Verein?).
Die vollständige Prüfung besteht aus allen nötigen zu prüfenden Angaben (ggf. Wz., Stempel, Druck- u. Farbtype…, mit den Namen des Prüfers, mit dem Zusatz „BPP“.
Dann gibt es sog. „signierte“ Briefmarken von BPP-Prüfer, OHNE seinen Namenstempel und dann auch vom BPP (also es hängt ja vom Auftrag des Kunden an) NUR mit einem (oder mehr) winzigen Buchstaben… =(Farbprüfung), sonst nix!

Nun aber, wenn der entsprechende Auftrag an Prüfer im BPP nur auf Farb- oder nur Wz. beschränkt ist, wird es m.W. nicht mit Namen des Prüfers signiert, obwohl das bei dem BPP-Prüfer war.

Und wenn ICH z.B., mir entsprechende Metall-Stempel (bis 1,5 mm) anfertigen lasse und auch ohne den Namen signiere – was ich ja dann (wie ich dich verstehe) dürfte (!?), dann wenn das professionell gemacht wird, wer merkt dann nachher schon, ob das bei einem echten vereideten Prüfer-BPP war oder nicht?

Selbst ist der Mann? :o

Phileicht
28.06.2007, 18:51
@aleks
@jurek

Ihr schriebt von einem polnischen Prgramm zur Briefmarkenerkennung, -prüfung, -farbbestimmung. Gibt es da einen Link oder nähere Angaben?

Viele Grüßle

Rainer

jorore
28.06.2007, 19:00
(...)
Dann gibt es sog. „signierte“ Briefmarken von BPP-Prüfer, OHNE seinen Namenstempel und dann auch vom BPP (also es hängt ja vom Auftrag des Kunden an) NUR mit einem (oder mehr) winzigen Buchstaben… =(Farbprüfung), sonst nix!

Nun aber, wenn der entsprechende Auftrag an Prüfer im BPP nur auf Farb- oder nur Wz. beschränkt ist, wird es m.W. nicht mit Namen des Prüfers signiert, obwohl das bei dem BPP-Prüfer war.
(..)


So meines Wissens nicht ganz korrekt. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass das nur vom auftraggeber abhängt. Nomerlerweise werden bessere Farben, Wasserzeichen etc. immer zusätzlich mit Namenszug signiert. Nur billige Varianten meist nicht. Sehr teure Varianten werden sogar doppelt mit Namenszug singniert, wenn Gefahr besteht, dass das Kürzel, das die Variante angibt, manipuliert werden kann (z.B. durch Hinzufügen eines weiteren Buchstabens a -> aa). Z. B. bei den sehr teuren Farben der Krone-Adler-Ausgaben oder auch bei Steil-/Diagonal-Aufdrucken Dt. Post in China usw. usf.



MfG
jorore

Jurek
28.06.2007, 19:36
MIR geht es aber konkret um was Spezielles:
Es werden Marken von Prüfer signiert, auch OHNE Namenstempel. Und wenn man selber das darf (…), dann wie erkennt ein Laie da ein Unterschied, ob das vom BPP ist, ohne genau die Formen der Stempel genauerst zu untersuchen, ob sie einem bekannten Prüfer zuzuordnen wären -(auch wenn der auch mal neue machen lassen könnte die noch diesem Sammler nicht bekannt wären)…

crantsch
28.06.2007, 19:38
Jeder kann einen Stempel machen, den auf Briefmarken setzen (hinten) und sogar ein Attest dazuheften. Das ist alles zulässig, solange du dich nicht z.B. als "vereidigter Sachverständiger" ausgibst. Solange du das als "Briefmarkenprüfer" machst - dann machst du das eben. Und wenn dir dafür einer Geld gibt...

Die Spielregeln zum Sachverständigen findest du hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Sachverst%C3%A4ndiger)

Und DAS würde ich als einzigen Grund akzeptieren, warum einige gegen die Stempelung o.ä. bei den Prüfern sind: Wenn schon, dann von anerkannten Prüfern (was die BPP ja wohl sind)

deckelmouk
28.06.2007, 19:59
MIR geht es aber konkret um was Spezielles:
Es werden Marken von Prüfer signiert, auch OHNE Namenstempel. Und wenn man selber das darf (…), dann wie erkennt ein Laie da ein Unterschied, ob das vom BPP ist, ohne genau die Formen der Stempel genauerst zu untersuchen, ob sie einem bekannten Prüfer zuzuordnen wären -(auch wenn der auch mal neue machen lassen könnte die noch diesem Sammler nicht bekannt wären)…

Hallo Jurek,

kaufst Du eine echte Marke oder eine Signatur? Wenn ein "Laie" auf Nummer sicher gehen will, dann muss er bei einem Fachhändler mit Rückgaberecht kaufen und im Zweifelsfall wieder den Weg zum Prüfer gehen. Alles andere führt zu nichts.

Wir drehen uns bei der Diskussion im Kreis: Jeder kann einen Stempel anfertigen lassen, jeder darf ihn überall draufhauen und jeder darf ein Stück Papier beschreiben. Wenn ich Geld für Briefmarken ausgebe, dann muss ich entweder selbst die Echtheit oder Farbe genau bestimmen können und brauche keinen Prüfer, oder s.o.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

P.S. Ich verstehe überhaupt nicht, worüber Ihr nachgrübelt!? :mad: Das ist aus meiner Sicht alles unglaublich einfach!

Jurek
28.06.2007, 20:06
Hallo Lars,


im Zweifelsfall wieder den Weg zum Prüfer gehen. Alles andere führt zu nichts.
…wobei diese auch nur Menschen sind … GUT, wenn man auch was dazu weiß…


…dann muss ich entweder selbst die Echtheit oder Farbe genau bestimmen können und brauche keinen Prüfer, oder s.o.
Der Sinn davon wäre diese dann als solche weiter zu veräußern (nicht für sich).

Gruß! ;)

jorore
28.06.2007, 22:11
MIR geht es aber konkret um was Spezielles:
Es werden Marken von Prüfer signiert, auch OHNE Namenstempel. Und wenn man selber das darf (…), dann wie erkennt ein Laie da ein Unterschied, ob das vom BPP ist, ohne genau die Formen der Stempel genauerst zu untersuchen, ob sie einem bekannten Prüfer zuzuordnen wären -(auch wenn der auch mal neue machen lassen könnte die noch diesem Sammler nicht bekannt wären)…

Ich denke, es macht relativ wenig Sinn, Prüfstempel für Marken im Handelswert von einigen Cent bis ganz wenigen Euro nachzuahmen. Ok, Kleinvieh macht auch Mist. Aber das Risiko, dass jemand mit einem nachgeahmten Stempel 3 Pfg.-Werte Krone-Adler als billige b- oder c-Farbe "signiert" kann hingenommen werden bzw. wird (bewußt oder unbewußt) hingenommen. :)

MfG
jorore

wi.kr
29.06.2007, 08:14
Vielleicht darf man aus der Prüfordnung in Erinnerung rufen:
"6.6. Geringwertige Prüfstücke erhalten in der Regel kein Prüfzeichen. Ein Prüfzeichen wird keinesfalls angebracht, wenn das geringwertige Prüfstück mit höherwertigen Marken verwechselt werden kann. Solche Prüfstücke können durch Typen-Stempel ohne namentliches Signum des Prüfers klassifiziert werden."

Jurek
29.06.2007, 11:39
Ich denke, es macht relativ wenig Sinn, Prüfstempel für Marken im Handelswert von einigen Cent bis ganz wenigen Euro nachzuahmen. Ok, Kleinvieh macht auch Mist.
Das geht m.E. in die falsche Richtung!
Es geht zumind. MIR nicht um MATERIELLEN WERT!
Um was es MIR geht, sind z.B. bei SBZ/DDR Briefmarken zwar billigere Werte bis oft ganz billig, aber da sind zu unterscheiden verschiedene Wasserzeichen, dann Papier (beschichtet oder nicht) und für mich belegbare eindeutige Farben… Viele einfache Sammler können die Unterschiede oft nicht, nicht einmal die Wz.! = „Handreichung“!
Damit könnte man die Klassifizierung aller (billigen) Marken erstellen.
Daher denke ich, dass das alleine macht schon ausreichend Sinn.
Denn teu(e)re Briefmarken werden entweder nicht signiert (dazu gibt es BPP-Befunde und Atteste), oder werden zusätzlich mit dem Namen des Prüfers (doppelt) versehen…
ICH schreibe hier davon, nicht mit den Stempel Unfug zu betreiben und zur „a“ des Prüfers, noch ein „a“ o.ä. zu stempeln und damit zu fälschen, was nach meinen Begriffen, straffrechtliche Folgen hat (siehe die Diskussion im Forum wegen einem Auktionator…)!
Wenn ICH mal signieren WÜRDE (! = ist für mich hier nur rein theoretisch, um das zu verstehen), dann nur etwas, worüber ich mir 100% sicher bin.

Was bedeutet im Konkreten:

"6.6. Geringwertige Prüfstücke erhalten in der Regel kein Prüfzeichen. Ein Prüfzeichen wird keinesfalls angebracht, wenn das geringwertige Prüfstück mit höherwertigen Marken verwechselt werden kann. Solche Prüfstücke können durch Typen-Stempel ohne namentliches Signum des Prüfers klassifiziert werden."
Zur Erinnerung: Ab wann gilt ein Stück als Geringwertig? –(bei wandelbarem Preis).

Ich müsste jetzt nachschauen, aber ich habe Marken von rel. gleichem Wert aus einer Serie (wo es schon Farben und Papiersorten gibt, aber nicht in hohen Bereichen…), wo ** sie einmal mit, dann einmal ohne Prüfernahmen vorkommen.
Wenn ich im Auftrag gebe: NUR DIE FARBEN PRÜFEN!, dann wird m.W. keine (?) davon mit Namen, sondern nur mit Buchstaben signiert –(weil keine davon ist auch bes. teuer). …

Gruß – Jurek

ligneN
19.09.2007, 17:00
Auszug aus Zitat von jurek

(...)

Darum gibt es ja in Deutschland den BPP der für seine eventuellen Fehlprüfungen 5 Jahre haftet.

MfG
erron

Hallo,
kleine Berichtigung: die erweiterte 5-jährige Haftung, eingeführt vom BPP ca. ?1998?, wurde zum 1.6.2002 wieder abgeschafft. Grund: die Haftung nach BGB beträgt nur 2 Jahre. Eine über BGB hinausgehende Haftungszeit kann man zwar freiwillig anbieten (hatte der BPP damals gemacht), nur: haben da die Haftpflichtversicherungen des BPP nicht mehr mitgespielt.
Aber was solls, nicht-BPP-Prüfer bieten i. d. R. nur ihre "Meinung/opinion", da wird nicht gehaftet und ist nichts einklagbar.
Dafür sehen dann die zB Büttenpapierurkunden von Peter Holcombe janz doll aus. Fast* so doll wie die Garantieurkunden, die in den Blechkisten von Lebkuchenanbietern eingeklebt sind :p
Und zur Erhaltung sagt der gute Holcombe in der Regel *nie* etwas, das freut den Versteigerer (meistens in der Schweiz ansässig) ganz besonders.
*Jetzt will ich den Lebkuchenherstellern nicht unrecht tun, ihre Produkte kann man selbstverständlich reklamieren.

Aleks
19.09.2007, 17:08
Ich möchte mal den Prüfer sehen, der eine Fehlprüfung nicht vom Markt nimmt.
Wer will sich denn die Blöße geben?

Michael

martin hosselmann
19.09.2007, 18:02
Hallo Michael
wie soll das gehen?
Ich habe zwar schon einige "Papierurkunden" entsorgt weil sie nicht das
(Bütten)Papier wert waren, aber das ein (oder mehrere) Allerweltsprüfer
aus der Schweiz den USA oder auch dem V. Königreich (die Royal ist nicht gemeint)
Geld zurück erstattet haben ?????

beste Grüße

Martin

Aleks
19.09.2007, 18:10
OK, es gibt mit Sicherheit Prüfer die lässt sowas kalt, insbesondere wenn es selbsternannte Prüfer aus dem Ausland sind. Ich habe aber mehrfach erlebt, dass deutsche Prüfer sehr großen Wert darauf legten, dass ihre Fehlprüfungen verschwinden. Es macht sich nicht gut für das eigene Image.

Michael

wi.kr
20.09.2007, 09:01
@Aleks: Zustimmung! Habe ich selbst erlebt.

Aleks
23.10.2007, 00:20
Ich greife den Thread mal wieder auf, da ich bei Delcampe ein Attest von Sismondo gefunden habe, das meiner Ansicht nach falsch ist.

Erstlesen sammelt falsche Atteste (http://www.bdph.de/forum/showpost.php?p=43052&postcount=17), hier ist eines.

In dieser Auktion Poland 1919 post. due Cracow issue 40h, used, SC no. J7, Michel no. 7, 2007 Sismondo certificate (http://www.delcampe.net/page/item/id,26767609,var,Poland-1919-post-due-Cracow-issue-40h-used-SC-no-J7-Michel-2007-Sismondo-certificate,language,G.html) wird eine 40 H. Portomarke der Krakauer Ausgabe mit Sismondo-Attest angeboten. Sismondo schreibt in seinem Attest, dass es sich um die Position 75 handelt. Die 40 H. wurde mit der Platte IIA überdruckt. Die Plattenfehler der Platte II tauchen vergleichbar auf II A,B,C, etc. auf.
Hier die angebotene Marke:
6283
Das Attest:
6284
Jetzt zu einigen Detailscans der Position 75 von echten Marken:
6288
Es ist eindeutig zu erkennen, dass der Rombus einen typischen Fehler über den gesamten Druckprozess hatte. Es ist ohne genauere Prüfung nicht sicher ob die Marke falsch ist, es ist allerdings sicher, dass das Attest nicht korrekt ist. Wenn allerdings schon die Positionsbestimmung nicht passt, dann ist die Echtheit der Marke sehr fragwürdig.

Michael
Member of Krakau-Connection:cool:

Aleks
24.10.2007, 09:49
Nach einigen Diskussionen innerhalb des harten Kerns der Krakau-Connection:cool: kann ich jetzt feststellen, dass diese Marke eine Fälschung ist. Der Aufdruck ist nicht mit den Originalplatten erfolgt.

Das etwas höher stehende A in Polska ist nur in der Form I bekannt. Die leichte Delle im T rechts und die Kerbe im A von POCZTA sind nicht als Aufdruckfehler bekannt. Am CZ ist bei einer Vergrößerung auf 200% eine Art Doppeldruck erkennbar. So etwas hat es bei diesen Überdrucken (IIA) nicht gegeben.

Die umgerechneten Maße der Marke könnten auf die Position 75 weisen, aber es gibt noch 5-6 weitere Positionen, die im Tolleranzbereich zutreffen.
Eine endgültige Beurteilung ist immer nur unter Berücksichtigung der Aufdruckfehler möglich. Dazu benötigt man allerdings Referenzmaterial, was in diesem Fall aber auch eine Sammlung von Detailscans in hoher Auflösung sein kann.

Hier wurde eine Marke kräftig aufgewertet, was aber spätestens bei einer kompetenten Nachprüfung zu Tränen führen wird.

Michael
Member of Krakau-Connection:cool:

Max und Moritz
30.10.2007, 23:57
Kein falsches Attest, kein irreführendes Attest ala Briefmarkenprüfstelle Lesab, läßt aber doch übles erwarten
(Falls der Link nicht funktioniert, hier die epay-Artikelnummer: 280166336622):

http://cgi.ebay.de/SBZ-1-Attest-von-Block-3-B-ya-F-I-FEHLFARBE_W0QQitemZ280166336622QQihZ018QQcategoryZ 7852QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem

Aleks
31.10.2007, 00:04
Zur Auktion steht nur das Attest nicht der Block.
Wenn Du irgendwo einen passenden Block findest...

Aleks

Kontrollratjunkie
31.10.2007, 00:12
Also ab in den Keller und einen schönen Block drucken oder besser noch kopieren..............:mad:

Aleks
31.10.2007, 00:21
@Kontrollratjunkie
Du bist aber ne fiese Möp - oder wie sagen die das? Was ist Attest, wenn Müll?

Aleks

Kontrollratjunkie
31.10.2007, 00:32
Ein Attest, vor allem für einen SBZ - Block, ist IMMER so eindeutig, daß es nur auf das entsprechende Stück passt.
Wenn also der Verkäufer den Block verbummelt hat, reicht das Attest noch genau für den Präsentationsrahmen auf dem Besucherklo......

Oder was möchtest Du damit anstellen ?

Aleks
31.10.2007, 00:37
sag ich doch, Attest für nicht aktuellen Block = Müll.
Aleks

Kontrollratjunkie
31.10.2007, 00:43
Alles klar, stelle fest Euer Ehren, daß Sie auch kein Altpapiersammler sind........:D

Nun stellt sich nur noch die Frage, wieviele Euronen der Fetzen wohl erzielen wird ? Über 10 ? :eek:

Aleks
31.10.2007, 01:00
schieb mal ein Bild rüber, damit wir wissen, wer auf der nächsten Messe ein Bier ausgeben muss,,,,,

Aleks

1867
31.10.2007, 12:50
Ich sollte gestern ein Attest überprüfen, die Marke dazu kam aus einem ganz
anderem altdeutschem Lande ... fällt mir auch nix mehr ein zu ... :D