erstlesen
29.03.2007, 17:31
Aktuell angeboten wird eine Braunschweig Marke mit Falschstempel 36 von Salder. Der blumige Text: BRAUNSCHWEIG 18 1Gr NS 36II Salder (dünne Striche), signiert Altsignatur , Michel 65,-Euro + Feuser 250,- Stempelaufschlag
Dazu der unvermeidliche Spruch vom bösen EU-Recht. Viele Verkäufer schreiben den Spruch, der in Bezug auf Briefmarken keinen Sinn ergibt, weil ihnen wähnt, damit auch falsche Marken anbieten zu dürfen. Die Erfüllungspflicht kann man jedoch nicht ausschließen. Da eine Briefmarke keine Funktionen hat, wirkt auf mich der Ausschluss der Funktionsgarantie für gebrauchte Waren, nur als Käuferverkasperung.
Hier die nichtigen "Geschäftsbedingungen": Gemäß neuem EU – Recht verweise ich ausdrücklich darauf, dass es sich hierbei um einen Privatverkauf handelt und Umtausch, sowie Gewährleistung, Garantie, Rücknahme und Geldrückzahlung grundsätzlich ausgeschlossen sind.
Das ist nur eines! Nämlich grundsätzlich nichtig. Letztlich soll es bedeuten: ich schließe die Anwendung des BGB auf mich aus.
Hier die Marke mit dem falschen Stempel:
http://stampsx.com/0/36-fuppes.jpg
↑ Hier oben, die Marke mit dem falschen Stempel ↑
Wie es sich gehört, habe ich bereits Gestern an den Watchdog gemeldet und den Verkäufer angeschrieben. Passiert ist nichts. Der Käufer denkt sicher, ich würde irren. Ergänzung vom 29.3.2007 22:00 Uhr MESZ: der Verkäufer hat das Angebot beendet.
Mit liegen jedoch 5 Vergleichsstücke des Stempels vor.
Um sich die echten Braunschweignummernstempel besser vorstellen zu können, denke man an ein Rechteck aus Strichen, in dem sich schräg und in der Mitte des Rechteckes eine Zahl befindet. So betrachtet, ist die obige Fälschung nur lächerlicher Mist.
Hier ein Original:
http://stampsx.com/0/36-salder.jpg
Wer noch glaubt, die Stempel wären doch alle gleich, der achte bitte auf die "3" aus der Stempelnummer. Die echte "3" ist in der Mitte, links, mit der Spitze nach unten geneigt. Die Spitze bildet mit dem unteren Bogen fast einen Kreis. Der Stempelfälscher hat die "3" jedoch sauber vermittelt. Das ist zwar hübsch, aber doch ziemlich blöd.
Da das auch nicht jeder verstehen muss, noch ein Bild, auf dem das Detail besser zu sehen ist:
-------------Echte Marke zum Vergleich--------------
http://stampsx.com/0/36-salder2.jpg
-------------Echte Marke zum Vergleich--------------
Noch ein Detail will ich erwähnen: die echten Striche enden alle abgewinkelt. Die falschen Striche enden alle stumpf. Die Fälscher betrachten die Stempel immer von der Zahl aus. Die Striche wirken dann wie Waagrechte. Tatsächlich sind es aber Diagonale!
Eine Marke mit drei Seiten Scherentrennung und falschem Stempel wertet nichts. Mülltonne auf, Marke rein, Mülltonne zu. Auch als Beleg für den Falschstempel taugt die Marke nicht. Jedes Strichende, die drei, die Strichdicke, die Stempelfarbe, nichts passt. Fälschungen in der Art gibt es reichlich.
Dazu der unvermeidliche Spruch vom bösen EU-Recht. Viele Verkäufer schreiben den Spruch, der in Bezug auf Briefmarken keinen Sinn ergibt, weil ihnen wähnt, damit auch falsche Marken anbieten zu dürfen. Die Erfüllungspflicht kann man jedoch nicht ausschließen. Da eine Briefmarke keine Funktionen hat, wirkt auf mich der Ausschluss der Funktionsgarantie für gebrauchte Waren, nur als Käuferverkasperung.
Hier die nichtigen "Geschäftsbedingungen": Gemäß neuem EU – Recht verweise ich ausdrücklich darauf, dass es sich hierbei um einen Privatverkauf handelt und Umtausch, sowie Gewährleistung, Garantie, Rücknahme und Geldrückzahlung grundsätzlich ausgeschlossen sind.
Das ist nur eines! Nämlich grundsätzlich nichtig. Letztlich soll es bedeuten: ich schließe die Anwendung des BGB auf mich aus.
Hier die Marke mit dem falschen Stempel:
http://stampsx.com/0/36-fuppes.jpg
↑ Hier oben, die Marke mit dem falschen Stempel ↑
Wie es sich gehört, habe ich bereits Gestern an den Watchdog gemeldet und den Verkäufer angeschrieben. Passiert ist nichts. Der Käufer denkt sicher, ich würde irren. Ergänzung vom 29.3.2007 22:00 Uhr MESZ: der Verkäufer hat das Angebot beendet.
Mit liegen jedoch 5 Vergleichsstücke des Stempels vor.
Um sich die echten Braunschweignummernstempel besser vorstellen zu können, denke man an ein Rechteck aus Strichen, in dem sich schräg und in der Mitte des Rechteckes eine Zahl befindet. So betrachtet, ist die obige Fälschung nur lächerlicher Mist.
Hier ein Original:
http://stampsx.com/0/36-salder.jpg
Wer noch glaubt, die Stempel wären doch alle gleich, der achte bitte auf die "3" aus der Stempelnummer. Die echte "3" ist in der Mitte, links, mit der Spitze nach unten geneigt. Die Spitze bildet mit dem unteren Bogen fast einen Kreis. Der Stempelfälscher hat die "3" jedoch sauber vermittelt. Das ist zwar hübsch, aber doch ziemlich blöd.
Da das auch nicht jeder verstehen muss, noch ein Bild, auf dem das Detail besser zu sehen ist:
-------------Echte Marke zum Vergleich--------------
http://stampsx.com/0/36-salder2.jpg
-------------Echte Marke zum Vergleich--------------
Noch ein Detail will ich erwähnen: die echten Striche enden alle abgewinkelt. Die falschen Striche enden alle stumpf. Die Fälscher betrachten die Stempel immer von der Zahl aus. Die Striche wirken dann wie Waagrechte. Tatsächlich sind es aber Diagonale!
Eine Marke mit drei Seiten Scherentrennung und falschem Stempel wertet nichts. Mülltonne auf, Marke rein, Mülltonne zu. Auch als Beleg für den Falschstempel taugt die Marke nicht. Jedes Strichende, die drei, die Strichdicke, die Stempelfarbe, nichts passt. Fälschungen in der Art gibt es reichlich.