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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tendenz des Briefmarkensammelns in den nächsten Jahren



schnonus1
24.02.2007, 12:25
Wird es in den den nächsten Jahren mehr oder weniger oder ca. genauso viele Briefmarkensammler bzw. Philatelisten geben, wie jetzt?

Die Frage der Wertentwicklung / des Wiederverkaufswertes einer Sammlung zu erörtern ist durchaus interessant. Und auch die Einschätzung in welchen Zeiträumen das geschieht.

Denn etwas rechnen müßen wohl die meisten - auch in Bezug auf die Markeninvestitionen.

Und selbst, wenn die Sammlung nicht verkauft wird, was bei uns "echten" Sammlern fast immer der Fall ist (zumindest nicht die Lieblingsteile bzw. wenn keine echte große finanzielle Notlage vorliegt), spielt es schon eine Rolle bei dem Zusammentragen. Ob z.B. die gleichen guten Stücke (in gleicher Qualität) viel. in 2-5 Jahren für die Hälfte zu haben sind.

Wie es aussieht, nimmt die Sammlerschaar quantitativ wohl ab in unseren Breitengraden. Einige wird es (sofern die Erde noch so besteht) in hundert Jahren wohl immer noch geben aber von der Tendenz her...

Wie seht ihr diese Entwicklung?

-- Weiß nicht ob ein entsprechener Thread schon existiert und wenn ja wo. --

Schöne Sammlergrüße und ein gutes Wochende Euch

Jörn

1867
24.02.2007, 13:13
"Das Leben ist schön und interessant."

Das haben sich die Sammler vor gut hundert Jahren auch schon gesagt und
sich die gleichen Fragen gestellt. Ich denke das es mit Einzug des Internets
zu einem vermehrten Sammlerverlust gekommen ist, aber die Intensität hat
um nichts nachgelassen. Der harte Kern hält die Treue und wird sie auch
weiterhin halten und wegvererben, wenn möglich.
Sicher wird es in den nächsten 20 -30 Jahren einen gewissen Schwund geben,
aber der sollte tollerierbar sein. Du darfst auch das zunehmende
Bevölkerungswachstum nicht vergessen und das dadurch erwachsende
Interessenpotential ... soviele Gesichtspunkte ... wer kann da schon genaue
Angaben machen ...

usul3
24.02.2007, 13:14
Hallo Jörn,
deine Frage kann beim besten Willen nicht beantwortet werden, denn der Preis von Marken hängt weniger von der Anzahl aller Sammler ab, sondern von der Atraktivität deines Sammelgebietes. Früher war in der BRD das Sammeln der Marken der DDR nicht schicklich, nach der Wende hat sich das geändert und die Marken sind auch im Wert angestiegen. Anders bei Jugoslawien, nach dem Zusammenbruch des Balkanstaates sind diese Marken sehr unattraktiv geworden. Bei der Sowjetunion ist im Moment zu beobachten, das noch vor wenigen Jahren bei Ebay die Marken für 10 Prozent und weniger zu haben waren, jetzt muss man schon um die 20 Prozent rechnen, bald werden sicherlich auch die Katalogpreise nachziehen.
Aber das ist alles nur eine Sache des Gefühls, andere sehen das vieleicht anders.

sodrei
24.02.2007, 15:25
@ schnonus1
deine Fragen wiederholen sich.
Willst du marken einkaufen und diese in 3 - 5 Jahren mit hohen Gewinn
verkaufen?
Lass es lieber sein. Bring dein Geld zur Bank.
Dort gibt es 2 - 3 % Zinsen - sicher-

Wenn du dich an den Marken erfreust und dann dieser nach 5 - 10 Jahren
wieder verkauft, kannst du vielleicht auch weniger verkraften (du hast sie
ja einige Jahren genossen).



Beste Sammlergrüße

argeve
24.02.2007, 16:19
Hallo Jörn,

ich glaube, dass das sammeln von Briefmarken immer geben wird. Ob allerdings die Sammler mehr oder weniger werden, kann wohl beim besten Willen niemand sagen. Zur Zeit sieht es wohl etwas leicht rückläufig aus. Dies kann man an den Mitgliedszahlen der Vereine und Arbeitsgemeinschaften sehen. Das ist aber nicht nur in Deutschland so, sondern wohl auf der ganzen Welt zu beobachten. Die PSS (Precancel Stamp Society) in USA hatte mal über 900 Mitglieder, Heute sind es "nur noch" 750.

Neben den oft zitierten, heute deutlich mehreren Hobbys unserer Jugend aber auch für ältere, dürfte die finanzielle Situation bei vielen Ausschlag gebend sein.

Das heute viel mehr gutes Material auf dem Markt ist als früher, hat für den Sammler natürlich auch vorteile. Es ist in der Regel günstiger zu kaufen als Früher. Marken und Belege die man Früher nicht bezahlen konnte oder wollte, sind Heute in vielen Fällen zu erschwinglichen Preisen zu bekommen. Dies mag auch in dem einen oder anderen Fall genau umgedreht sein und hängt natürlich ,wie schon usul3 anführt, auch mit der sich veränderten Sammeltätigkeit vieler Sammler zusammen.

So ist traditionell USA eins der beliebtesten Sammelgebiete. Doch nach der Ausgabenpolitik der letzten Jahre haben viele, zumindest die Neuheiten aufgegeben und sammeln nur noch bis zu bestimmten Jahrgängen oder spezielle Ausgaben.

Auch im Bereich der Vorphilatelie ist eine deutliche preiswertere Tendenz zu beobachten. Belege die noch vor 20 Jahren 100 € auf Auktionen plus Zuschlag ostetetn, sind in der Zwischenzeit bei Ebay oft für 10 bis 20 % zu bekommen. Allerdings sind absolute Spitzenmarken und Belege auch heute nicht billiger, eher teurer. Hier spielt wohl auch die Geldanlage eine gewichtige Rolle.

Aber für mich steht nicht unbedingt der eventuelle Wiederverkaufswert bei meinem Hobby an erster Stelle, obwohl ich versuche bei einem Kauf genau zu überlegen ob der Preis in der Zukunft aus heutiger Sicht wieder zu erzielen ist, sondern vor allen Dingen die Freude am sammeln unseres Hobbys.

schnonus1
24.02.2007, 17:17
@sodrei
also, Harald - ich habe nicht vor meine Marken in 3-5 Jahren wieder zu verkaufen, da ich auch zu denen zähle, die sich an den Marken erfreuen wollen. Und bin auch noch im Aufbau der Sammlung.

Mich interessiert diese Frage aber trotzdem (auch, wenn es ab und zu Themenüberschneidungen gibt), wie das andere Sammlerfreunde sehen (die finden evtl. auch andere Meinungen zu diesem Thema - wie auch zu anderen Themen interessant). Gegenseitiges Austauschen von Ansichten und Tipps geben halte ich für was durchaus Gutes.

Sehe darin nichts Schlimmes.

Vielen Dank an alle bisherigen Antworter.


Schöne Sammlergrüße

Jörn

Bill
24.02.2007, 19:27
@usul3
"Früher war in der BRD das Sammeln der Marken der DDR nicht schicklich ..."

Wer hat Dir denn dieses Märchen erzählt? Dass DDR-Marken einen schlechten Ruf hatten, lag an der Sperrwertepolitik und der Geldmacherei von VEB-Wermsdorf auf Westmessen.

@all zum Thema
Langfristig (200 Jahre) sehe ich Briefmarken als Intermezzo der Frankierung. Von der Barfreiung über die Briefmarke wieder zur Barfreimachung. In Holland bekommt man schon heute einen Preisnachlass von wenigen Cent bei PC-Frankierung.

Kurzfristig (50 Jahre): Ein kleiner Kern wird immer Freude an der Philatelie haben, wobei sich das Sammeln der Klassik von der Moderne ähnlich unterscheiden wird, wie das Sammeln von Antiquitäten von Kitsch und Trödel. Den Spaß am Briefmarkensammeln wird die Mehrheit im Trödelbereich (Massenware) haben.

Wie bringt man Kinder und Jugendliche zum Briefmarkensammeln? In dem man sie mit Briefmarken und dem Postbetrieb in Kontakt bringt! In den Spielzeugprospekten der Vorweihnachtszeit gab es "Handy & Co." zum Nachspielen, aber nicht eine einzige "Kinderpost". Wie wäre es, wenn man Sponsoren fände, die eine moderne "Kinderpost" kostenlos in der Grundschule verteilen würde. Früher wurden dort Spielzeugmappen von der Bundespost verteilt.

Gruß: Bill

usul3
24.02.2007, 20:55
Bill, das Märchen hast du selbst schon erklärt, die Sperrwertpolitik der Post der DDR war einer der Gründe, aber auch die Motive von Parteitagen, sozialistischen Themen und die Menge der Ausgaben bremsten die Sammelleidenschaft.

Briefmarkensammler
24.02.2007, 23:59
So ist traditionell USA eins der beliebtesten Sammelgebiete. Doch nach der Ausgabenpolitik der letzten Jahre haben viele, zumindest die Neuheiten aufgegeben und sammeln nur noch bis zu bestimmten Jahrgängen oder spezielle Ausgaben.

Möglicherweise ist das genau der entscheidende Grund sich die Neuheiten jetzt ins Lager zu legen. In 20 Jahren werden viele Sammler teuer nachkaufen müssen.



Aber für mich steht nicht unbedingt der eventuelle Wiederverkaufswert bei meinem Hobby an erster Stelle, ...

Ach so. Dann gehörst Du auch zur Fraktion der "freiwilligen Geldvernichter" :D ?
Ich kaufe nur, was einen entsprechenden Wert hat. Dies gilt im Supermarkt genauso wie bei einer Briefmarkenmesse. Mit Briefmarken habe ich noch keinen Euro verbrannt. Glaub mir, das geht :p

1867
25.02.2007, 06:53
@Briefmarkensammler
Kein Lehrgeld bezahlt?
*staun*.
Biste echt der erste den ich kenne.
Ich weiß nicht wie viele Dmse ich verheizt hab (ganz sicher
im mehrstelligen 4fachen Bereich), aber es war die Erfahrung wert.
Es hat sicher keinen Spaß gemacht, jedoch hat es mir geholfen.

Noeppes
25.02.2007, 11:43
Um mal wieder zur Frage zurück zukommen:

Also Briefmarkensammeln leidet natürlicherweise auch unter den jeweiligen 'zeitgemäßen' Trends. Statt Fußball wurde mehr Tennis heute Golf gespielt (so zeichnet sich der Zeitgeist bei uns ab). Auch unser Hobby leidet mit Sicherheit darunter aber es kann auch wieder besser werden. Also auf längere Sicht würde ich meinen das es einen 'harten Kern' immer geben wird und die 'normale Sammlerschaar' (zu der ich mich immer noch zähle) quantitativ schwankt.

Zur Preisentwicklung... eine extreme Frage da dort m.M. nach IMMER wirtschaftliche Gesichtspunkte (Angebot und Nachfrage) UND ideelle Aspekte zusammen treffen. Bei einer von mir seit ca. 6 Monaten beobachteten Marke liegen die Angebotspreise bei annähernd gleicher, Infla-geprüfter Qualität zwischen 1 € und 13,50 (eBay ist hier mal nicht berücksichtigt) und werden auch gezahlt. Als Wertanlage sind Marken nur in Ausnahmefällen zu betrachten und mit viel Glück findet man dann einen Käufer der diesen 'Wertzuwachs' auch honoriert. Werden Marken so betrachtet so sollte alles, ob Lagerung, Beschaffung (eben die Zeitaufwendung) etc., mal mit herkömmlichen Geldanlagemöglichkeiten gegenrechnen und man wird sich wundern.

Noeppes

Eins kann ich mir nicht verkneifen:
@Briefmarkensammler

Ach so. Dann gehörst Du auch zur Fraktion der "freiwilligen Geldvernichter" ?
Ich kaufe nur, was einen entsprechenden Wert hat. Dies gilt im Supermarkt genauso wie bei einer Briefmarkenmesse. Mit Briefmarken habe ich noch keinen Euro verbrannt. Glaub mir, das geht
JA und nochmals JA, auch ich gehöre zu den Sammlern die es aus Spaß am Sammeln tun und ich zahle Lehrgeld.
[Ironiemodus ein]Meine Hochachtung vor deinem perfekten wirtschaftlichen Wissen, deiner absolut fehlerfreien Marktkenntnis, deinem unbeschreibbarem Fachwissen sowie deinen fehlerfreien Entscheidungen beim Kauf deiner Marken. Kurz, vor deinem einzigartigem Perfektionismus.[Ironiemodus aus]

saeckingen
25.02.2007, 11:58
@schnonus1

Deine Frage ist so schwer zu beantworten.

Preise für hochwertige Bfm in den nächsten Jahren (Spitzen Bund, BLN, DDR incl.)

Wenn Du mit Deinem Zusatzt in Klammern die höherpreisige Standardware von Bund, Berlin und DDR meinst, bin ich der Überzeugung, dass die Preise dafür weiterhin nachgeben werden.

Wenn Du mit höherwertigen Briefmarken z.B. die Gebiete und Besonderheiten meinst, die heute schon stark nachgefragt werden, denke ich werden die Preise z.T. noch anziehen.

Als Grund sehe ich die Tendenz zum immer mehr Spezialisierung und die Jagd auf das Besondere. Standardware hingegen ist mehr als ausreichend auf dem Markt und das Angebot wird bei sinkender Nachfrage weiter steigen.

Grundsätzlich sehe ich Briefmarkensammeln als Hobby, als Geldanlage eignet es sich meiner Meinung nach nicht. Ein Hobby kostet in der Regel nunmal Geld und der Spass daran ist mir jeden Euro wert! Wenn ich zum Skifahren eine Woche in die Schweiz fahre, zahlt mir später auch keiner mehr etwas für den alten Skipass, schon gar nicht mehr, als die Reise gekostet hat, oder?

Briefmarkensammler
25.02.2007, 12:05
Eins kann ich mir nicht verkneifen:
@Briefmarkensammler

[COLOR="Blue"]JA und nochmals JA, auch ich gehöre zu den Sammlern die es aus Spaß am Sammeln tun und ich zahle Lehrgeld.

Ich gehöre auch zu den Sammlern die es aus Spaß am Sammeln tun. Allerdings versuche ich - wo immer möglich - mir das Zahlen von Lehrgeld zu verkneifen ;) Rezept: 1. Wahl (Luxus-Qualität) zum guten Preis kaufen, 1. Wahl zum guten Preis verkaufen. Funktioniert seltsamer Weise immer ;)

Edit: ich verstehe Sammler nicht, für die das Vernichten von Geld offensichtlich Bestandteil der eigenen Sammelleidenschaft ist. Muss dat denn so ? ;) Man kann auch Sammeln ohne Geld kaputtzumachen.

Helmut2006
25.02.2007, 12:41
Ich gehöre auch zu den Sammlern die es aus Spaß am Sammeln tun. Allerdings versuche ich - wo immer möglich - mir das Zahlen von Lehrgeld zu verkneifen ;) Rezept: 1. Wahl (Luxus-Qualität) zum guten Preis kaufen, 1. Wahl zum guten Preis verkaufen. Funktioniert seltsamer Weise immer ;)

Edit: ich verstehe Sammler nicht, für die das Vernichten von Geld offensichtlich Bestandteil der eigenen Sammelleidenschaft ist. Muss dat denn so ? ;) Man kann auch Sammeln ohne Geld kaputtzumachen.

Darf man fragen was für Ware (Bund Viererblock?) zu welchem Preis
(% nach Michel) ?

Stan
25.02.2007, 12:50
@ Briefmarkensammler ich freue mich endlich einen Briefmarkensammler zu kennen, der kein Lehrgeld gezahlt hat! Herzlichen Glückwunsch Du bist sicherlich der einzige auf der Welt!

Der Ausdruck "Geldvernichten" finde ich etwas unglücklich gewählt. Es ist doch so, dass ich als Sammler doch etwas fürs Geld bekomme! Freude, Entspannung, Glücksmomente usw. bei dem schönsten Hobby der Welt, oder sehe ich das Falsch? Soetwas ist unbezahlbar!

Dis meint Stan, der sicherlich auch schon viel Geld vernichtet hat!:eek:

Edit: Preise für hochwertige Bfm in den nächsten Jahren (Spitzen Bund, BLN, DDR incl.) sind mir egal, da nicht mein Sammelgebiet!

ThomasK_7
26.02.2007, 11:05
Ich habe ein Problem mit der Umfrage. Die 3 Antwortmöglichkeiten stehen in einem wenig sinnvollen Verhältnis zur Fragestellung.

Bernd HL
26.02.2007, 11:12
Und mir fehlt noch die Möglichkeit "kann ich nicht beurteilen, will mich auch nicht festlegen", sprich Enthaltung. Ich behaupte mal, das ist reinste Spekulatius, ob´s nun fällt, steigt oder bleibt... Ist mir auch egal, ich freue mich an dem, was bei mir in den Alben liegt und jage nach weiterem mit möglichst wenig finanziellem Aufwand, sprich Tausch. :)

saeckingen
30.03.2007, 06:31
Sachen gibt es!

Da lese ich doch gestern Abend kurz die neue DBZ quer und lese auf Seite 15 einen Beitrag bei dem es um die Werthaltigkeit von Marken geht. Der Schreiber dort sprach mir aus der Seele und ich denke nur "Ganz meine Worte". :) Also lese ich noch ein paar Sätze weiter und dann merke ich, das sind ganz meine Worte. :eek: Es sind genau die Worte, die ich in #12 in dieser Umfrage von mir gab. :eek:

Beim weiteren Lesen fällt mir auf, dass auf den Seiten 14 und 15 (DBZ / SE 7/2007) quasi dieser gesammte Thread wiedergegeben wird - inklusive eines Homer Simpson Zitates. :D

Ntürlich wird das BDPh Forum als Quelle genannt.

Andreas Gminder
30.03.2007, 07:54
Hallo,

kann leider auf die Frage mit den vorgegebenen Antwortmöglichkeiten auch nicht abstimmen.
Sind mit "Spitzen" nur die von Bund, Berlin etc. gemeint? Und was sind denn da überhaupt für Spitzen? Bei Berlin o.k., die Rot- und Schwarzaufdrucke und der Block. Aber bei BRD? Der Posthornsatz postfrisch vielleicht? Teuer aber problemlos zu erhalten und meiner Meinung nach nicht das, was ich unter "Spitzenwerte" verstehe. Dazu gehört auch eine gewisse Nachfrage und dass sich Interessenten darum kloppen wenn sowas mal auf den Markt kommt. Kann man vom Posthornsatz nicht gerade behaupten ....

Spitzenwerte sehe ich mit ganz wenigen Ausnahmen nur in anderen Gebieten, aber nicht nach 1949.

beste Grüße,
Andreas

Bill
30.03.2007, 09:52
Beim weiteren Lesen fällt mir auf, dass auf den Seiten 14 und 15 (DBZ / SE 7/2007) quasi dieser gesammte Thread wiedergegeben wird - inklusive eines Homer Simpson Zitates. :D


Dir auch? :) Jetzt sollte sich die Fachpresse nur noch anmelden und mitdiskutieren. Dass das Forum als Fundus für Artikel dient, ist mir schon seit einiger Zeit aufgefallen.

Gruß: Bill

Spargummi
30.03.2007, 11:25
Hallo,

ich spekuliere so, die Zahl der Sammler wird sich unbedeutend verringern. Aber eine Gefahr sehe darin, daß die Zahl der Philatelisten stark abnehmen wird, also diejenigen Sammler die Literatur lesen und herausbringen. Also diejenigen die das Briefmarkensammeln spannend machen. Sehe ich mich in Vereinen und ArGes um (zugegeben habe ich nur eine sehr beschränkte Einsicht) wird der Großteil der philatelistischen Forschung von den Älteren erledigt, währen die Jüngeren, wenn sie denn überhaupt organisiert sind, eher dieses Wissen konsumieren. Dies liegt aber auch daran, daß wirklich interessante Stücke eines Sammelgebietes oft zwischen 100 und 1000 Euro kosten, und sich diese Stücke halt nur ein kleiner Kreis leisten kann.

Gruß

Ralf

Bernd HL
30.03.2007, 12:00
Sachen gibt es!

Da lese ich doch gestern Abend kurz die neue DBZ quer und lese auf Seite 15 einen Beitrag bei dem es um die Werthaltigkeit von Marken geht. Der Schreiber dort sprach mir aus der Seele und ich denke nur "Ganz meine Worte". :) Also lese ich noch ein paar Sätze weiter und dann merke ich, das sind ganz meine Worte. :eek: Es sind genau die Worte, die ich in #12 in dieser Umfrage von mir gab. :eek:

Beim weiteren Lesen fällt mir auf, dass auf den Seiten 14 und 15 (DBZ / SE 7/2007) quasi dieser gesammte Thread wiedergegeben wird - inklusive eines Homer Simpson Zitates. :D

Ntürlich wird das BDPh Forum als Quelle genannt.



...und wie sieht das hier mit dem Urheberrecht aus??? Dürfen die das so einfach drucken, ohne uns zu fragen???:eek:

Ich BINS NUR
30.03.2007, 19:28
Hallo Bernd HL !

Ja , ich denke das dürfen die !
Ein Abschreiben oder Zitieren immer mit dem Hinweis des Autoren ist rein juristisch gesehen in Ordung.
Hättest Du nun nicht unter Deinem Usernamen geschrieben, sondern dem realem hätten die sicherlich Deinen Namen erwähnt. :rolleyes: :rolleyes:
Schade, da strengst Du Dich an, gibts voll Gas und Andere machen sich dieses zu Nutzen :cool: :cool: :cool:
Es ist wie auf der Arbeit, du reisst Dir den A...... auf und die dicke Kohle macht der Chef :D :D :D :D

Schönen Abend noch
Franz

Rookie
04.04.2007, 16:39
Hallo,

... wird der Großteil der philatelistischen Forschung von den Älteren erledigt, währen die Jüngeren, wenn sie denn überhaupt organisiert sind, eher dieses Wissen konsumieren. Dies liegt aber auch daran, daß wirklich interessante Stücke eines Sammelgebietes oft zwischen 100 und 1000 Euro kosten, und sich diese Stücke halt nur ein kleiner Kreis leisten kann.

Ralf

Das mit dem konsumieren stimmt in meinem Fall unbedingt!
Wie ist das aber nun in meinem Fall,da kommt man "aus heiterem Himmel" zu Marken - für "0" !!! Euro und hat einfach spaß daran, diese zu ordnen, zu klassifizieren und natürlich auch zu bewerten
- muss ich mich nun schlecht fühlen?

An Sammeln (das heisst für mich auch: zu vervollständigen) ist bei mir ja noch nicht zu denken (siehe Thread An-sammlung weiterführen) insofern mache ich im moment (hoffentlich) noch keine teuren fehler:confused:

Fazit: Mir ist es noch egal wie die Preisentwicklung der Marken sein wird, mir ist in der Tat nicht egal, wie sich die preise für zubehör entwickeln:(

gomunkel
11.04.2007, 23:16
Grundsätzlich sehe ich Briefmarkensammeln als Hobby, als Geldanlage eignet es sich meiner Meinung nach nicht. Ein Hobby kostet in der Regel nunmal Geld und der Spass daran ist mir jeden Euro wert! Wenn ich zum Skifahren eine Woche in die Schweiz fahre, zahlt mir später auch keiner mehr etwas für den alten Skipass, schon gar nicht mehr, als die Reise gekostet hat, oder?


Wer weiß, wer weiß..............

Da fällt mir eine ebola Auktion ein, bei der meine Glubschaugen am Bildschirm kleben blieben. Es wurde ein Schöpflin Katalog von 1994 für eine Riesensumme versteigert. Die Dinger habe ich reihenweise *postfrisch* ins Altpapier gedonnert. Die Moral von der Geschicht: Vernichte Deinen Skipass nicht ! ;)

Bei der heutigen Abstinenz an den Neuausgaben der Briefmarken, sollte man sich damit ruhig mal beschäftigen ( wurde weiter oben ja schon drauf hingewiesen) zumal ich von der künstlerischen Qualität der deutschen Marken seit Anfang der neunziger Jahre recht angetan bin.

Briefmarkensammler
12.04.2007, 09:06
Wer weiß, wer weiß..............

Da fällt mir eine ebola Auktion ein, bei der meine Glubschaugen am Bildschirm kleben blieben. Es wurde ein Schöpflin Katalog von 1994 für eine Riesensumme versteigert. Die Dinger habe ich reihenweise *postfrisch* ins Altpapier gedonnert. Die Moral von der Geschicht: Vernichte Deinen Skipass nicht ! ;)

Bei der heutigen Abstinenz an den Neuausgaben der Briefmarken, sollte man sich damit ruhig mal beschäftigen ( wurde weiter oben ja schon drauf hingewiesen) zumal ich von der künstlerischen Qualität der deutschen Marken seit Anfang der neunziger Jahre recht angetan bin.

Gutes Beispiel ;)

Das was heute keiner will, könnte morgen bereits gesucht und nicht ausreichend verfügbar sein. Von der Auflagenhöhe nähern wir uns beim Sammelgebiet Bund ja mit großen Schritten den Auflagen der 50er Jahre.

Tipp aus langjähriger Tätigkeit im Aktienhandel: Kaufen sollte man dann, wenn die Stimmung schlecht ist (ist sie, wie die o.a. Umfrage beweist) und die Preise im Keller sind ;)

mur
12.04.2007, 21:38
@Briefmarkensammler: Erlaubst Du, daß ich den Tonarm abnehme? Die Platte hat `nen Sprung. Da leiert immer wieder das gleiche Lied.:rolleyes:

erstlesen
13.04.2007, 00:49
Hallo,

dieser Umfragethread sollte nicht überbewertet werden. Die zukünftige Preisentwicklung wird nicht davon abhängen. Ich habe diverse Briefmarkenkonjunkturzyklen mitgemacht und kann aus Erfahrung sagen, niemand kann hellsehen. Nur hinterher wussten es dann jeweils alle ganz genau.

Was die Zukunft bringen wird, hängt von vielen Faktoren ab. Auf keinen haben wir Einfluss.

Der Thread könnte einen genaueren Namen haben: "Wie schätze ich selbst die Zukunft des Briefmarkenmarktes ein". Das kann man dann noch einschränken auf Deutschland oder nur bessere Werte ab 100 Euro oder was auch immer.

Hier gibt es also kein richtig oder falsch und eine Umfrage soll ja Meinungen einfangen und keine Tatsachen.

Briefmarkensammler
13.04.2007, 21:32
@Briefmarkensammler: Erlaubst Du, daß ich den Tonarm abnehme? Die Platte hat `nen Sprung. Da leiert immer wieder das gleiche Lied.:rolleyes:

Bist Du eigentlich gerne Pessimist ? :rolleyes:

mur
13.04.2007, 23:23
@Briefmarkensammler: Nein ich bin überhaupt kein Pessimist, eher Realist.
Als meine Frau und ich `99 angefangen haben zu sammeln, waren wir Optimisten und haben brav unsere Steckbücher vollgesammelt und alles geglaubt was man uns erzählt hat. Glücklicherweise sind wir aber schnell hinter die Wirklichkeit gestiegen, als ich mir nämlich meinen ersten Katalog von Schwanke habe zuschicken lassen. Da wurde unsere Traumsammlung (Bund, gest.) für 750,-DM ausgerufen. :(
Wir haben dann umgestellt. Wir haben Bund-Slg.n zum Portopreis gekauft und verklebt und unsere eigenen Sammlungen (Bund bis `69** und Berlin, jeweils ** und gest. in besten Lindner T-Alben aus dem mitgekauftem "Beiwerk" fast vollständig zusammengekriegt. So nebenbei türmt sich bei uns hochwertiges Zubehör und eine Doublette z.B. Bund** vor `69 bis zu 15fach. und dazu ein rappelvolles Steckbuch mit Plf. Alles als Lohn für die "Leichenfledderei".
In den Vereinen habe ich dann die reale Seite des Optimismus als Erben kennengelernt. Denen hatte "Vati" jahrzehntelang was vorgeschwärmt von "Aktie des kleinen Mannes", und jetzt war "Essig". Da sind Tränen geflossen. Ein Bruchteil der Investition kommt wieder rein.
Spätestens seit im Jahr 2002 auf der letzten Boker Auktion der "Rotenburg-Brief" (aus unserer Kreisstadt) mit einem einmaligen, traumhaften waagerechten 5-Streifen AD-Hannover Nr.1 unter reger Anteilnahme der Lokalpresse für den Gegenwert eines soliden 1 Familienhauses mit Grundstück, an Herrn "Tengelmann" versteigert wurde, ist für die Mehrheit hier klar, wer und was Briefmarkensammler sind.
Die Tränen fließen munter weiter.
Inzwischen verbrenne ich mein Geld u.a. in einer Heimatslg. - mit viel Freude. Meine Frau weiß genau, daß die Knete nie wieder reinkommt und freut sich mit mir.
Magst Du jetzt verstehen, daß mir die Galle hochkommt, wenn ich Sammler über Briefmarken und Geldanlage, Wertsteigerung usw. fabulieren höre?
Alles Lug und Betrug, wobei die Ausnahme nur die Regel bestätigt.
Diese Sammler, die Freude scheinbar nur in Zusammenhang mit Geld empfinden können, verleiden mir mitunter die Freude an der Philatelie.

Mit Sammlergruß mur

Briefmarkensammler
14.04.2007, 11:40
@Briefmarkensammler: Nein ich bin überhaupt kein Pessimist, eher Realist.
Als meine Frau und ich `99 angefangen haben zu sammeln, waren wir Optimisten und haben brav unsere Steckbücher vollgesammelt und alles geglaubt was man uns erzählt hat. Glücklicherweise sind wir aber schnell hinter die Wirklichkeit gestiegen, als ich mir nämlich meinen ersten Katalog von Schwanke habe zuschicken lassen. Da wurde unsere Traumsammlung (Bund, gest.) für 750,-DM ausgerufen. :(
Wir haben dann umgestellt. Wir haben Bund-Slg.n zum Portopreis gekauft und verklebt und unsere eigenen Sammlungen (Bund bis `69** und Berlin, jeweils ** und gest. in besten Lindner T-Alben aus dem mitgekauftem "Beiwerk" fast vollständig zusammengekriegt. So nebenbei türmt sich bei uns hochwertiges Zubehör und eine Doublette z.B. Bund** vor `69 bis zu 15fach. und dazu ein rappelvolles Steckbuch mit Plf. Alles als Lohn für die "Leichenfledderei".
In den Vereinen habe ich dann die reale Seite des Optimismus als Erben kennengelernt. Denen hatte "Vati" jahrzehntelang was vorgeschwärmt von "Aktie des kleinen Mannes", und jetzt war "Essig". Da sind Tränen geflossen. Ein Bruchteil der Investition kommt wieder rein.
Spätestens seit im Jahr 2002 auf der letzten Boker Auktion der "Rotenburg-Brief" (aus unserer Kreisstadt) mit einem einmaligen, traumhaften waagerechten 5-Streifen AD-Hannover Nr.1 unter reger Anteilnahme der Lokalpresse für den Gegenwert eines soliden 1 Familienhauses mit Grundstück, an Herrn "Tengelmann" versteigert wurde, ist für die Mehrheit hier klar, wer und was Briefmarkensammler sind.
Die Tränen fließen munter weiter.
Inzwischen verbrenne ich mein Geld u.a. in einer Heimatslg. - mit viel Freude. Meine Frau weiß genau, daß die Knete nie wieder reinkommt und freut sich mit mir.
Magst Du jetzt verstehen, daß mir die Galle hochkommt, wenn ich Sammler über Briefmarken und Geldanlage, Wertsteigerung usw. fabulieren höre?
Alles Lug und Betrug, wobei die Ausnahme nur die Regel bestätigt.
Diese Sammler, die Freude scheinbar nur in Zusammenhang mit Geld empfinden können, verleiden mir mitunter die Freude an der Philatelie.

Mit Sammlergruß mur


Hallo Mur,

ich stelle fest, dass wir argumentativ eigntlich vollkommen beisammen sind.:) Nur unsere Folgerungen sind verschieden.

Genauso wie Du haben - ich sag mal - 95% der deutschen Sammler über Jahrzehnte ihr Geld verbrannt. Wenn Du meine Beiträge verfolgt hast, wirst Du feststellen, dass auch ich in meiner Jugendzeit das berühmte Lindner T gefüllt habe, um dann festzustellen, dass das keiner haben möchte. Das sich dieser "Frust" auf die Preise (unten) und das Angebot (hoch, jeder will das Zeug weghaben) auswirkt ist klar. Das diese "Sammlungen" auch in Zukunft eher ein Fall für das Altpapier sind, denn für den Banktresor, ist eingentlich auch klar. Es gibt einfach zu viele davon.
Ich habe mir daher die Frage gestellt, wie man heute (!) eine wertstabile BUND Sammlung aufbauen kann. Manche sammeln BUND nun auf Brief (IMHO eine gute Idee, da lange vernachlässigt), ich habe mich daher dafür entscheiden BUND ** und gest. (nur aus dem Bedarf) im Viererblock zu sammeln, Versandstellenstempel zu vermeiden und qualitativ nur auf 1a Ware zu setzen. Mühsam, nicht ganz billig, aber mit riesigem Spaß- und Überraschungspotential.
Dabei durfte ich feststellen, dass Marktlage und "Stimmung im BDPH Forum" nicht wirklich deckungsgleich sind. Während hier ständig das Liedchen gesungen wird, dass BUND eh keiner haben will und das Sammelgebiet sowieso bereits tot sei, stelle ich nach über 400 Kauftransaktionen im letzten halben Jahr fest, dass gerade gestempelte VB irre Preise erzielen. Z.B. durfte ich für Europa Mi.Nr. 241/242 im gest. VB bei EBAY den 3-fachen Michel zahlen. Mein Mitsteigerer war im übrigen kein Pusher, sondern selbst ein mir bekannter Viererblock-Sammlerkollege;) Selbst saubere 4er aus den 60er und 70er Jahren erzielen fast ausnahmslos Preise deutlich über Michel, von einer blitzeblank gestempelten Marienkirche im VB träume ich derzeitig nur. Ich habe diese das letzte Jahr nirgends auch nur im Angebot gesehen. Hier ist es also völlig unerheblich, dass ich dafür wirklich jeden Preis (!) zahlen würde.

Was ich damit sagen möchte, ist das diese Marken, die heute gutes Geld erzielen (!!!) vor vielen Jahren ja auch von irgendjemand gekauft bzw. gesammelt worden sind. Und hier sind wir jetzt beim springenden Punkt. Diese Sammler haben damals "richtig" gekauft und gesammelt und ihr Geld eben nicht in einem Lindner T Album verbrannt (wie Du und ich ;) ).

Stellt sich also die Frage wie man heute - unter Wertaspekten - "richtig" eine BUND Sammlung aufbaut ? Meine Antwort dazu habe ich oben ja bereits gegeben !

Ein kleiner weiterer Exkurs:
Interessanterweise setzen sich diese Markterfahrungen auch bei neuerem - in den hiesigen Kreisen oftmals verpönnten - BUND Marken fort.
Ich stelle dazu einfach mal die Frage in die Runde, wer denn von Euch eine MiNr. 2034 (Sporthilfe 1999) auf einem bedarfsgestempelten und echt gelaufenen Brief besitzt ? Die Frage nach einem bedarfsgestempelten und echt gelaufenen Brief mit Mi.Nr. 2034 im Viererblock spare ich mir. Ich gehe davon aus, dass es weltweit davon keine 100 Stück gibt.
BTW: Sollte jemand von Euch doch eine 2034 auf Brief besitzen und sich von ihr trennen wollen bitte PN ;)

mur
14.04.2007, 16:56
@Briefmarkensammler: Du hast mein Posting nicht einmal gelesen, sonst wäre Dir aufgefallen, daß wir eben nicht in für viel Geld erstandenen T-Alben gesammelt haben und kein wesentliches Geld für Bund ausgegeben haben. Geschweige hast Du zaghafte Zwischentöne wahrgenommen.
Deswegen hier nochmal langsam für die Hektiker:
...daß mir die Galle hochkommt, wenn ich Sammler über Briefmarken und Geldanlage, Wertsteigerung usw. fabulieren höre?
Auf Hochdeutsch formuliert versuche ich zum Ausdruck zu bringen, daß ich Agressionen gegenüber den Sammlern entwickel, die im Zusammenhang mit Briefmarken über Geldanlage, Wertsteigerung usw. fabulieren.
...Alles Lug und Betrug, wobei die Ausnahme nur die Regel bestätigt....
Menschen, die Sammlern weißmachen wollen, das bei (ihren) philatelistischen Produkten als Geldanlage eine Wertkonstanz, eine Wertsteigerung o.ä. zu erzielen sei, halte ich für Lügner und Verbrecher. Die wenigen bekannten Ausnahmen gestätigen hier nur die Regel, das mit Philatelie nur in waghalsiger Weise spekuliert werden kann, das Geld in fast allen Fällen verloren ist.
...Diese Sammler, die Freude scheinbar nur in Zusammenhang mit Geld empfinden können, verleiden mir mitunter die Freude an der Philatelie....
Menschen, für die, wie für Dich, Philatelie untrennbar mit dem €-Zeichen in der Pupille verbunden ist, sind für mich die Totengräber der Philatelie. Sie sind es, die mit Ihrer Einstellung und Ihren unsinnigen Reden die Philatelie in ein falsches Licht rücken. Es ist fast unmöglich gegen diese von ihnen verbreiteten Lügen, neue Sammler von einer realistischen und vernünftigen Sichtweise auf die Philatelie zu überzeugen. Anstatt die Vorzüge eines Steckenpferdes, das eine große Freude und innere Zufriedenheit bereiten kann, wahrzunehmen, wenden sich die meisten ganz schnell wieder von der Philatelie ab, wenn sie merken, daß sie auch in der Philatelie nur ausgenommen werden sollen.
Für mich bleibt es dabei, mein (Taschen-)Geld wird in der Philatelie verbraucht. Was vielleicht zurückfließt, ist für meine Erben ein willkommenes und nicht eingeplantes Geschenk.
Mit Sammlergruß mur

deckelmouk
14.04.2007, 19:43
@mur:

Du hast Deinen Standpunkt sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Allerdings musst Du auch akzeptieren, dass man mit einem anderen Blickwinkel bzw. Ansatz an die Philatelie herangehen kann.

Seit bald 100 Jahren predigen die Sammlergrössen den Kauf von qualitativ hochwertigen Marken. Wer sich den amerikanischen Markt anschaut, wo für erstklassige Marken, die entsprechend "gegraded" sind, sehr hohe Summen bezahlt werden, dann ist da offensichtlich auch ein Bedarf da - und seit Jahrzehnten eine Kundschaft.

Dass grundsätzlich Spass an erster Stelle steht, dürfte aber bei allen Forenmitgliedern selbstverständlich sein. Dass der Werterhalt bei Einsätzen in Höhe von Sportwagen schwäbischer Provenienz für eine Sammlung durchaus ein Thema ist, muss man akzeptieren. Ich glaube, dass das auch für Neueinsteiger hier verständlich behandelt wird.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

P.S. Es wird immer sog. "grosse Sammler" geben, heissen Sie nun Tengelmann, Ishikawa, Boker, Gross, etc., die für Millionenbeträge Marken und Belege kaufen. Aber auch die haben ihren Spass und die machen das auch nicht ohne philatelistischen Sachverstand. Egal aus welchem Blickwinkel man unser Hobby betrachtet, Wissen muss man immer mitbringen, Geld dagegen nicht unbedingt. Aber es hilft...

mur
14.04.2007, 20:31
@deckelmouk: Ich möchte Dich an das Thema dieses Threads erinnern. Dort ist die Rede von den Spitzen der deutschen Nachkriegsphilatelie. Von den Ligen darüber wollen wir hier nicht reden.
Oder nehmen wir hier noch die Hepburnmarke rein. Die erste Teure wurde vom Verwalter eines Fonds für einen Fond erworben. Willst Du den spekulativen Charakter dieses Kaufes in Abrede stellen? Schon die zweite versteigerte Marke brachte einen deutlich geringeren Erlös. Wird die erste Marke je mit Gewinn wieder verkauft werden können? Ist Vermögensverwaltung für einen Fond Glücksspiel mit dem Geld anderer Menschen?
Ansonsten ist die Rede von den Aufdruckwerten Berlins, dem Währungsgeschädigtenblock und dem **Posthornsatz. Das ist ist eigentlich noch von 90% der Normalsammler zu wuppen und es wird ja jeden Tag einfacher und leichter.:D
Auf @Briefmarkensammlers Leidenschaft für Viererblocks gehe ich bewußt nicht ein und rechne sie zu günstigstenfalls den Ausnahmen von der Regel.:D Es ist jedenfalls nicht unbedingt ein Fall vornehmen Understatements, wenn er sie hier als das Mittel der Wahl eines Bundsammlers anpreist.
Da halte ich es mit dem Wahlspruch: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil!
Ansonsten bleibts dabei: Im 90%Bereich der Philatelie schadet der Gedanke an den möglichen Profit der Sammelei nur dieser.
P.S.:Und was die großen Sammler treiben, ist für mich eh jenseits von Gut und Böse und völlig egal.

Briefmarkensammler
14.04.2007, 20:58
... Agressionen ... Alles Lug und Betrug ... Lügner und Verbrecher ... Totengräber ... Lügen ...

Du scheinst durch Deine negativen "philatelistischen Erlebnisse" tief traumatisiert worden zu sein. Anders kann ich Deinen in Wortwahl und Inhalt völlig inakzeptablen Beitrag nicht deuten. Dass Dich andere Menschen, die nicht so sind wie Du, und nicht so sammeln wie Du, aggressiv machen, macht nachdenklich. Vielleicht solltest Du Dir ein anderes Hobby suchen.

Möglicherweise bist Du vielleicht aber auch nur neidisch auf die, die sich Ihre gezackten Träume mit (Achtung, jetzt kommt ein böses Wort) Geld erfüllen.

phil-maddin
14.04.2007, 23:34
@Briefmarkensammler
deine schlussfolgerung ist nicht ganz plausibel.
warum sollte man jetzt schon kaufen ?
laut umfrage werden die preise ja noch fallen und der kellerboden ist noch nicht erreicht.

der sinn von 4er blöcken ist mir auch noch nicht so ganz ersichtlich.
bedarfsbelege portogerecht mit mehrfach-einheiten echtlaufen kann ich noch nachvollziehen, obwohl ich dafür keine verwendung habe.
aber wer interessiert sich für 4er-blöcke postfrisch ?
warum nicht gleich ganze bögen ?!?



Tipp aus langjähriger Tätigkeit im Aktienhandel: Kaufen sollte man dann, wenn die Stimmung schlecht ist (ist sie, wie die o.a. Umfrage beweist) und die Preise im Keller sind ;)

Kontrollratjunkie
15.04.2007, 00:02
Mein Kommentar ist zwar schon fast off topic, aber ich meine einmal vor Urzeiten gelesen zu haben, daß einer der größten jemals lebender Sammler ALLE Neuausgaben im postfischen Viererblock gekauft hat. Dieser gewisse Baron Ferrari hat dann auch eine nette "kleine" Sammlung zusammengetragen, die wohl ordentlich zur Gutschrift auf dem Reparationskonto des Deutschen Reiches beigetragen hat...;)
Will sagen, er hat es genossen, alle Neuheiten vierfach zu dokumentieren. Vermutlich genauso wie @briefmarkensammler. Gönnen wir es ihm doch !

Andere sammeln anders, schön für sie. Ich persönlich mag Viererblocks auch, weil sie die Farbbestimmung erleichtern.....

"Sarkasmusmodus an " Darf ich das ???? Sarkasmusmodus aus". :D

Briefmarkensammler
15.04.2007, 00:17
@Briefmarkensammler
deine schlussfolgerung ist nicht ganz plausibel.
warum sollte man jetzt schon kaufen ?
laut umfrage werden die preise ja noch fallen und der kellerboden ist noch nicht erreicht.

der sinn von 4er blöcken ist mir auch noch nicht so ganz ersichtlich.
bedarfsbelege portogerecht mit mehrfach-einheiten echtlaufen kann ich noch nachvollziehen, obwohl ich dafür keine verwendung habe.
aber wer interessiert sich für 4er-blöcke postfrisch ?
warum nicht gleich ganze bögen ?!?


Das richtige Timing ist sicher ein Problem (wie so oft im Leben;) ) Kaufen sollte man meiner Meinung nach selektiv, z.B. da wo man preisgünstig Lücken in der Sammlung auf hohem qualitativen Niveau schließen kann, oder bewußt (Achtung - böses Wort !)Spekulationsposten aufbauen will. Wann der Boden erreicht ist, wird man wahrscheinlich erst feststellen, wenn die Preise wieder steigen. Wobei ich eine einheitiche Marktentwicklung in Zukunft nicht sehe. Interessantes Material wird vergleichsweise teuer bleiben und tendenziell eher steigen. Standardware bleibt wohl auf alle Zeiten billig.
4er Blöcke postfrisch sind eigentlich nicht besonders schwierig zu bekommen. Für mich haben sie aber zumindest als Eckrandvierer mehr Reiz wie eine Einzelmarke. Bei gestempelten 4er Blöcken sieht das ganz anders aus. Ein gestempelter Vierer ist einfach sexy. Mein gestempelter Posthornsatz als 4er ist Erotik pur (hoffentlich liest das meine Frau nicht;) ) !
Aufgrund der niedrigen verfügbaren Stückzahlen sehe ich bei den 4ern allgemein wenig, speziell aber bei den 4ern in gestempelt auf Grundlage der aktuellen Preise praktisch kein Potential mehr nach unten.
Vielleicht irre ich aber auch - das ist meine ganz persönliche Meinung :rolleyes:

mur
15.04.2007, 07:13
Zitat @Briefmarkensammler:Ein gestempelter Vierer ist einfach sexy. Mein gestempelter Posthornsatz als 4er ist Erotik pur.
Dazu eine Frage, die mich in meinem tiefsten Inneren aufwühlt: Wie lange noch bleibt das BDPh-Forum noch jugendfrei?:rolleyes:
Oder ist die Bund-Slg ein teurer, aber wertstabiler Ersatz für den Playboy?:rolleyes:
Mit besorgtem Sammlergruß mur

phil-maddin
16.04.2007, 08:46
nachts um 00:17 macht sich ein mann sorgen, dass sich seine frau sorgen machen könnte, wenn er bestimmte marken sexy finden könnte.
da würde ich mich doch eher fragen was um diese uhrzeit diese frau macht. :D

erstlesen
17.04.2007, 01:20
Hallo,

In Beitrag Nr. 28 habe ich meine Meinung zu diesem Thread schon gesagt. Wer nicht zurückblättern will, gerne nochmals:

Da ich kein Hellseher bin, kann ich die Zukunft nicht vorhersagen. Das betrifft auch Briefmarkenpreise.

Amüsiert verfolge ich, wie die eigenen Methoden zu sammeln, mit scheinbaren Argumenten untermauert werden sollen und was noch wichtiger ist, alles andere zu verdammen.

Schon vor 100 Jahren wurde empfohlen, die Briefmarken lieber auf Belegen zu sammeln. Die Empfehlung war immer richtig, wurde aber von den neu Hinzugekommenen nicht befolgt, weil sie denen nicht bekannt war.

Der Anfänger beginnt logischerweise mit Einzelmarken. Man sammelt die Hauptnummer, vorzugsweise im Vordruckalbum. Weit Fortgeschrittene
entdecken auch Viererblocks und Briefe.

Zwischendurch gab es noch FDC, ETB und Maximumkarten. Damit war Schluss, als die Sammler merkten, dass man die Schrankwand nicht mehr weiter anbauen kann. Mir gefällt Bund Wohlfahrt 1951 auf Maximumkarte trotzdem. Die besitze ich zwar nicht, aber wenn ich sie billig angeboten bekäme würde ich nicht nein sagen.

Mein Sammelgebiet ist breit gestreut. Im Kern sammle ich jeden Stempel. Von verschiedenen Jahren habe ich zum Beispiel von Bundesrepublik jeden Stempel einmal. Aus Platzgründen sind das alles Briefstücke mit vollständigen Stempeln. Bei Brustschild sind die Stempel natürlich nach Alphabet geordnet, Thurn und Taxis habe ich nach den Nummernstempeln geordnet, auch die Ortsstempel und die Nachverwendungen. Eben danach, was sich als Sortierbegriff anbietet. Meist zahle ich nach Stück. Einen Katalog brauche ich fast nie. Stempelsammler zählen keinen Micheleuro, sondern in hunderttausender Einheiten die Stückzahl.

Wenn man dann schon vieles hat, sammelt man natürlich auch nach Gebieten. Da ich nicht alles sammeln kann, liegt der Schwerpunkt auf auf den kleinen Gebieten. Das sind für mich erst einmal Bergedorf und Helgoland.

Will man so ein Gebiet intensiv pflegen, beantwortet sich die Frage nach den Einheiten wie von selbst. Wo es möglich ist, sammelt man Originalbogen. Was sonst? Einheiten, auch gerne Viererblocks, sammle ich um daraus wieder Bogen zu rekonstruieren. Das macht man auch mit GB Nr. 1 oder Spanien Nr. 1.

Marken die sich nicht unterscheiden, sammle ich als Einzelmarke, einfach aus Kosten- oder auch Platzgründen.

Wenn man sich auf ein modernes Gebiet beschränkt, ist es eine sehr schöne Auflockerung, gerade von den Dauerserien, dekorativ gestempelte Viererblocks zu sammeln.

Von der 80 Pf. Posthorn besitze ich die größte bekannte gestempelte Einheit (selbstverständlich auf Beleg :) ) Sicher nicht die schönste und auch nicht den Beleg auf dem die meisten 80 Pf. Marken kleben, aber eben die größte zusammenhängende Einheit. Von der 90 Pf. habe ich nur einen maroden Viererblock. Gute Qualität ist selten.

Zu DM Zeiten gab es einen Katalog für die Posthorneinheiten. Gibt es den aktuell? Nicht wegen der Umrechnung, sondern wegen der Nennung der größten bekannten gestempelten Einheiten. Postfrisch ist klar, da sind es immer komplette Bogen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, gefällt @Briefmarkensammler der gestempelte Viererblocksatz am besten.

Damit ist er für mich ganz klar, als Philatelist zu erkennen :)

1867
06.05.2007, 17:01
.......................

saeckingen
06.05.2007, 17:25
@1867

Siehe die Beiträge ab #18 zu diesem Thema.

1867
06.05.2007, 21:35
............

Briefmarkensammler
07.05.2007, 00:39
:eek: Die haben ja Formulierungen von mir 1:1 kopiert. Ich verlange Schutzgebühren und eine angemessene Umsatzbeteiligung :D

1867
07.05.2007, 09:55
........................

Lacplesis
07.05.2007, 12:24
...
Da gibt es eine philatelistische Gesellschaft in den USA, die hatten bis vor wenigen Tagen knapp 100 Nummern ihrer Zeitschrift zur öffentlichen Einsicht auf einem Universitätsserver abgelegt.
Ungünstiger Weise haben die Kollegen einen Mann zu Präsidenten gewählt, der im Forum der Gesellschaft oft sogar noch unseren Werten Freund und Kollegen "erstlesen" übertrifft, was die humorvollen Bemerkungen angeht.

Einmal dem falschen (hochqualifizeriten Autor) an's Bein gepisst und derjenige hat beim Universitätsserver-Betreiber wegen Benutzung seiner Artikel, ohne sein Einverständniss zur Internet-Verwertung, protestiert.
Ergebniss: Alle Ausgaben ab der ersten, in der ein Beitrag dieses Auftauchte, wurden offline genommen.

Ich hoffe wir bringen hier genug gesunden Menschverstand auf, um uns nicht über Kleinigkeiten aufzuregen. Eine breite Leserschaft über die Ergebnisse von so mancher Diskussion in unseren Foren zu informieren ist doch gut für alle Philatelisten.

Natürlich sollte man sich gründlich überlegen ob man Texte, die gut genug sind um Geld dafür zu verlangen, einfach so ins Web stellt.

1867
07.05.2007, 12:31
..................................

brfmhby
07.05.2007, 13:00
das sind für mich 2 verschiedene dinge

wenn ich im forum schreibe, heißt dass, ich publiziere meine meinung. was publik ist, ist publik, dass kann ich nicht hinterher wieder zurücknehmen. das wäre widersinnig.

wenn ich eine fachliche ausarbeitung erstelle, erwarte ich, dass entsprechend zitiert wird - mit quellenangabe. ist mir auch das zu frei, muss ich mir einen weg suchen, wie ich die verwendung einschränken kann. am sichersten ist natürlich, geheimhalten. im allgemeinen gehe ich aber davon aus, dass wir an der verbreitung von wissen interesse haben. das ist schließlich mein hobby und nicht mein beruf.

offensichtlich fand der journalist die geäußerten meinungen hier interessant. das ist eine art der wertschätzung (wie z.b. auch neid).

b.

1867
07.05.2007, 13:36
..........................................

1867
07.05.2007, 17:26
.................................

1867
07.05.2007, 17:42
..........................

helgophil
07.05.2007, 18:04
Ich habe viele meiner Goellner-Helgoland-ND meinem Briefmarkenhändler geschenkt. Und dieser verschenkt die ND's an Kinder/Jugendliche um sie zum Briefmarkensammeln zu animieren.

Helgoland-ND (Goellner) sind aus meiner Sicht keine Briefmarken.:mad:

helgophil

PS.: Mit meinen restlichen ND könnte ich glatt ein Zimmer tapezieren.
Mein Briemarkenhändler meinte, er hätte für's erste genug Vorrat ...:)

bm-franz
07.05.2007, 20:12
@ 1867

Ich frage mich nur, wie man sich über Copyright Verletzungen so aufregen kann, ohne es selbst besser zu machen.

Siehe dazu dein Posting #42 und deine Signatur.
Wie sieht es da mit Copyright aus?

bm-franz

heku49
07.05.2007, 20:15
Hallo Helgophil,
nehme Dir gerne ein paar Neudrucke ab.
Gruß Helmut

1867
07.05.2007, 20:32
.....................................

saeckingen
07.05.2007, 21:01
@1867

Findest Du nicht, dass Du die Sache etwas überbewertest und dramatisierst?

Wenn man in einem öffentlichen Forum eine Aussage macht und die unter Angabe der Quelle zitiert wird, ist das doch nichts ungewöhnliches. Ich muss sagen, dass mich persönlich es gefreut hat, dass das BDPh Forum in der DBZ zitiert wird, immerhin doch kostenlose Werbung für uns! Wenn meine öffentlich gemachte Aussage auf diese Art noch weitere Leser findet, kann ich das auch nicht als negativ empfinden.

Mich hat es persönlich nur überrascht meine Aussage dort zu lesen und es hat mich ehrlich gesagt sogar etwas gefreut zitiert zu werden.

Es handelt sich bei dem wiedergegebenen Text ja nicht um eine fachliche Abhandlung, sondern nur um einige persönliche Meinungen.

1867
07.05.2007, 21:11
Meine Meinung steht.

deckelmouk
07.05.2007, 21:59
Hallo Harald,

sehe es ähnlich wie @1867. "Öffentlich" sind weite Teile des Internets, aber trotzdem sind die eigenen Beiträge urheberrechtlich geschützt. Sonst bräuchten wir uns nicht über Bilder oder Texte von anderen Seiten unterhalten. Es hätte m.E. keiner seine Zustimmung zur Veröffentlichung verweigert.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Briefmarkensammler
07.05.2007, 22:20
... und was jetzt mit meiner Umsatzbeteiligung am Verkauf der Auflage der DBZ ? :D

Noeppes
07.05.2007, 22:32
Ich kann 1867 und Briefmarkensammler nur zustimmen. So etwas macht man nicht.

Die Umsatzbeteiligung könnte ja in Form einer Unterstützung z.B. für die Jugendarbeit 'gezahlt' werden.

Solche Zeitschriften werde ich auf jeden Fall nicht mehr durch einen Kauf derselben unterstützen. Den Inhalt finde ich vielleicht ja zum größten Teil hier im Forum:)

1867
08.05.2007, 12:24
Ich hatte da etwas vorschnell gehandelt und alle meine Beiträge gelöscht.
Daher möchte ich hier nochmal meinen Standpunkt darlegen.

Ich bin der Meinung das ein Forumsbeitrag ins Forum gehört und nicht kopiert
werden darf, solange der Verfasser nicht gefragt wurde, ob er mit dieser
Aktion einverstanden ist. Immerhin handelt es sich um geistiges Eigentum,
an welchem sich nicht jeder bedienen darf, wenn er es kommerziel verwendet.
Dagegen hab ich was. Ich finde das nicht rechtens. Ganz einfach. Mehr nicht!
Wen es interessiert, der kann sich gerne hier einloggen und lesen oder auch
anmelden (wie gewünscht) aber wir sind ja wohl keine
Infobeschaffungszentrale für gewerbliche Briefmarkenzeitschriften.
Sie hätten nur fragen brauchen und niemand hätte nein gesagt.
Aber das war mir einfach eine Spur an mir vorbei und damit kann ich gar nicht
einverstanden sein!

1867 <-- ist seiner Zeit vielleicht ein wenig hinterher :D

transylvanier
16.05.2007, 23:12
Hallo allerseits und vor allem mein lieber Fragesteller ,

meine Antwort ist klar und realistisch,schon öfters habe ich diese hier abgegeben und sie ist traurig.
Briefmarkensammeln ist ein wunderbares Hobby , nur leider keines mehr das im Kontext zum Inflationsausgleich steht , nein genau im Gegenteil !
Sammle nur Marken die Dich nichts kosten , denn da wird nichts mehr zurückkommen,da leider der Nachwuchs gleich gegen "Null" geht !
Jeder ehrliche Sammler wird Dir z.B. bestätigen das eine komplette postfrische Bund Sammlung ohne den Posthornsatz bis zur Euro Einführung mehr oder weniger wertlos ist , das heißt : keiner will sie haben , daß ist Fakt !!!
Echte Werte wird es auch weiterhin geben , doch das sind Exoten auf Ganzsachen oder Zeppelinsachen und die sind schon im Einkauf weit oben angesiedelt.
Ich habe glücklicherweise schon vor etlichen Jahren die Reißleine gezogen und trotzdem viel Federn gelassen !

Beste Grüße .

abrixas
17.05.2007, 08:08
Mich verwirrt die Frage bzw. das Thema dieses Threads. Geht es jetzt um die Tendenz des Briefmarkensammels oder um die Preisentwicklung auf dem Briefmarkenmarkt? Die Umfrage lässt nur drei Optionen zu, und alle zielen auf den Geldwert ab. Die grundlegende Entwicklung zu bestimmten Sammelgebieten hin und von anderen weg spiegelt diese Umfrage nicht wider. Wer schon lange genug sammelt, wird sein Sammelspektrum im Laufe der Jahre geändert haben (z.B. Spezialisierung). Und ich wiederhole mich: Die Freude ist für mich das ausschlaggebende, nicht der Mammon. Als junger Spund haben mich die Motive begeistert, heute das Forschen, was hinter den Markenausgaben steckt. Das Forschungsergebnis wird um so aussagekräftiger, je mehr Belegstücke (Briefe, Stempel) ich besitze. Komplett wird so eine Sammlung nie, und so währt die Freude sammlerlebenslang.:D :) :D

woma
20.05.2007, 14:34
Ich hatte da etwas vorschnell gehandelt und alle meine Beiträge gelöscht.
Daher möchte ich hier nochmal meinen Standpunkt darlegen.

Ich bin der Meinung das ein Forumsbeitrag ins Forum gehört und nicht kopiert
werden darf, solange der Verfasser nicht gefragt wurde, ob er mit dieser
Aktion einverstanden ist. Immerhin handelt es sich um geistiges Eigentum,
an welchem sich nicht jeder bedienen darf, wenn er es kommerziel verwendet.
Dagegen hab ich was. Ich finde das nicht rechtens. Ganz einfach. Mehr nicht!
Wen es interessiert, der kann sich gerne hier einloggen und lesen oder auch
anmelden (wie gewünscht) aber wir sind ja wohl keine
Infobeschaffungszentrale für gewerbliche Briefmarkenzeitschriften.
Sie hätten nur fragen brauchen und niemand hätte nein gesagt.
Aber das war mir einfach eine Spur an mir vorbei und damit kann ich gar nicht
einverstanden sein!

1867 <-- ist seiner Zeit vielleicht ein wenig hinterher :D


Als jemand, der bekanntlich ja auch eine Fachzeitschrift betreut, selbst viel schreibt und außerdem als "oberster Hansel" einem internationalen Journalistenverband vorsteht, möchte ich hierzu gerne meinen "Senf" verbreiten. Denn mir erscheinen mehrere Aspekte hierzu relevant:

1. Es steht außer Zweifel, dass in einem Forum im Internet gemachte Äußerungen öffentlich einzusehen sind.

2. Damit sind sie grundsätzlich zitierfähig, es sei denn, der Urheber des Forums schließt dies ausdrücklich aus. Im konkreten Fall kann solch ein Ausschluss auch vom Einzelnen für seine Aussage erfolgen.

3. Zitate sind JEWEILS namentlich und mit Angabe der Quelle zu kennzeichnen. Die pauschale Angabe (aus dem BDPh-Forum reicht nicht, weil dies keine personalisiert konkrete Quellenangabe ist.

4. Zitatansammlungen sind etwas völlig anderes als Einzelzitate. Bezogen auf das Forum sind sie sog. "Großzitaten" aus einzelnen Werken zu vergleichen und diese sind - rechtlich gesehen - nur mit Erlaubnis der Verfasser wiederzugeben.

5. Etwas anderes ist es, seine Meinungsbildung durch genaues Studium solcher Forumsbeiträge zu betreiben und dann mit eigenen Worten Tendenzen und Aussagen zusammenzufassen. Dies kann durchaus mit Blick auf eine Beitragsrubrik im Forum geschehen, stellt dann aber die geistige Urheberschaft des Autors dar, der in diesem Fall das Forum als Quelle auch pauschalisiert nennen darf.

6. Mit etwas Unbehagen verfolge auch ich, wie einzelne Profi-Autoren hier die Grenzen zwischen Copyright als recht auf eigenes geistiges Eigentum und gestatteter Zitat-Möglichkeit verwischen. Insofern hat "1867" schon Recht, denn es kommt auf die Nutzung eines Zitates an. Ist es ein Beleg für Aussagen, die ich als Autor mache oder bringe ich hier Zitatsammlungen. Diese sind nicht durch die Zitierfreiheit des Einzelzitates freigegeben.

Generell: Ich persönlich frage mich auch, warum man das macht. Um Seiten schnell und billig zu füllen? Man mag es ja einerseits als Werbung fürs Forum verstehen, aber der Zweck heiligt auch künftig nicht alle Mittel. Moral im Journalismus ist auch künftig - gerade in Zeiten hemmungslosem PR-Journalismus - aufgegeben.

Übrigens: Einzelne Sätze dieses Statements dürfen frei bei genauer Quellenangabe (das ist mehr als www.bdph.de!) zitiert werden. Der gesamte Text aber nicht, dies wäre ein Großzitat und hierfür müsste der Autor (Urheber) vorher um Genehmigung angefragt werden.

Sollte ich dies fachlich falsch sehen, bin ich an für mich weiterführenden Hinweisen jederzeit interessiert.

Beste Grüße an alle,
woma

Lacplesis
20.05.2007, 15:15
Genau so habe ich das in meiner Zeit, in der Redaktion eines Magazins für Abenteuerspiele, auch gelernt.

philatus
28.05.2007, 14:38
Guten Tag,
Wie schön, dass ich mich nun nach x-fachen Versuchen und Mails endlich einloggen und melden kann ! Nicht schlecht, wenn die Diskussion auf diese Weise grundsätzliche Fragen aufwerfen konnte ...
Ich fand diese Abstimmung so wichtig und interessant, dass ich sie als Gegengewicht von Sammlerseite in das Titelthema DBZ 7/07 "Zeit und Zeichen für den Aufschwung?! - Positives zum Briefmarkenmarkt" einbauen wollte, um auf die Website zur weiterführenden Diskussion hinzuweisen und einzelne bemerkenswerte Standpunkte auch dem Nicht-Internet-Publikum mitzuteilen. Natürlich habe ich im Vorfeld mehrfach versucht, Kontakt zu den Verfassern aufzunehmen (um o.k. zu erhalten und auch um nachzufragen, ob die Nennung des Pseudonyms oder Namens gewünscht wird), was aus technischen Gründen leider nicht gelang.

Die Auswahl und Zusammenstellung der Zitate entspricht allerdings nicht der Originaldiskussion. Es handelt sich damit nicht um ein einzelnes "Groß-Zitat" - aber die redaktionelle Umarbeitung jedes Einzelbeitrags (xyz meinte, für ihn sei das Sammeln ...) kam mir doch unangemessen vor ...
Ich habe die Diskussion dann außerhalb des Forums mit dem Webmaster besprochen und "Absolution" für mein Vorgehen erhalten. Es liegt durchaus auch im Interesse des BDPh, wenn seine so gut und interessant gemachte Web-Präsenz über die bestehenden Kreise hinaus publiziert wird und in aktuellen Beiträgen vertreten ist. Künftig kann und werde ich gerne die Autoren bei Zitaten wegen Zustimmung fragen! (nur beim Homer-Simpson-Zitat wird es schwierig; ich hoffe der Verwender hat das o.k. von Matt Groening dafür?)

Ein großes DANKE nun wenigstens nochmal nachträglich an alle, die auf diese Weise einige Zeilen zu unserem Titelthema beigetragen haben! Wer ein Zeilenhonorar (rund 20 Cent) in Form von Briefmarken oder aktuellen DBZ-Ausgaben möchte, kann gerne Namen + Adresse mitteilen.

Michael Burzan
DBZ Chefredakteur

Briefmarkensammler
28.05.2007, 14:43
@philatus

Vielen Dank das Du die Gelegenheit ergriffen hast und "Athomspärisches" aus dem Forum in die DBZ getragen hast. Für mich persönlich war das der Grund nach langer Abstinenz mal wieder ein Exemplar zu kaufen. Ich würde mir iim übrigen in der DBZ viel mehr Artikel wünschen, die Meinungen, Stimmungen oder Perspektiven des Briefmarkensammelns zum Anlaß haben.

22028
28.05.2007, 15:18
@philatus, anstelle von 20 Cent Zeilenhonorar, spendiert doch einfach einige Literatur/DBZ's an Jugendgruppen, die haben für sowas immer Verwendung..., Kiloware aus der Tagespost wird auch immer gerne angenommen....

1867
28.05.2007, 15:36
ich war ja nun eine längere Zeit offline, freue mich aber, einen solchen Beitrag
wie den von woma zu finden, dafür bedanke ich mich recht herzlichst !

Noeppes
28.05.2007, 18:11
@philatus

Ist ja sehr schön geschrieben und finde ich ja toll das schon Absolution erteilt wurde. Eine Rechtfertigung im Nachhinein ist ja wohl... Kontakt konnte nicht hergestellt werden, bei allen zitierten Verfassern? Wohl eher unglaubwürdig. Und das Angebot mit 20 Cent je Zeile?
Also verar...... kann ich mich selber.
Als Absolution mach(t) mal etwas für die Jugendarbeit wie hier schon vorgeschlagen.
Falls ich wieder einmal zitiert werden sollte so bitte ich einfach um einen Hinweis darauf VOR einer Veröffentlichung. Nicht mehr und nicht weniger.
Aber lassen wir dies hier einmal so stehen und treten dies nicht weiter breit auch wenn dein Vorgehen rechtlich nicht in Ordnung ist.

Noeppes

phil-maddin
28.05.2007, 21:09
sollten sich die technischen probleme überschlagen, kann man doch hier posten und direkt nachfragen


Natürlich habe ich im Vorfeld mehrfach versucht, Kontakt zu den Verfassern aufzunehmen (um o.k. zu erhalten und auch um nachzufragen, ob die Nennung des Pseudonyms oder Namens gewünscht wird), was aus technischen Gründen leider nicht gelang.

philatus
03.06.2007, 11:12
- aber "posten" und kontakten kann man leider erst, wenn es mit der Anmeldung geklappt hat ... :( - aber nun wird ja alles besser ... :)

philatus
07.06.2007, 16:53
Das mit der Spende an Jugendgruppen ist ein guter Vorschlag, wird gemacht! Die ca. 20 Ct. pro Zeile waren übrigens nur heruntergerechnet (die Druckzeilen vierspaltig sind ja viel kürzer als hier im Forum...); pro Druckseite sind das um die 60 Eumel, mehr gibt's bei den anderen Fachblättern m.W. normalerweise auch nicht ...

erstlesen
19.06.2007, 23:33
Hallo,

um die Frage einmal konkreter zu beleuchten, hier ein paar Ergebnisse DDR Spitzen. Ebay Artikel 290104265925, DDR Pappchinese gestempelt, Mi. 60,- VK 1,99. Das sind 3,3% vom Michel und damit ein absolutes Topp Ergebnis!

Ebay Artikel 200118155359, DDR Köpfe 1953, für ca. 550,- Michel BPP geprüft (nur tiefst) + 400,- ungeprüft. Die Auktion wurde abgebrochen nachdem nach 9 Tagen der sagenhafte Betrag von 7,- Euro erreicht war. Nun kommt ein Ebay Mitglied mit über 500 Punkten (der weiß wo es lang geht!) und bietet der Verkäuferin 12,- Euro für die Marken an. Die Prüfgebühren waren ca. 28,50 Euro und so hätte man schon einmal fast die halben Prüfgebühren raus. Unabhängig davon, stelle ich fest, für geprüfte DDR Spitzenwerte gibt es am Marktplatz Ebay fast 2,2% Vom Michel.

Wenn man solche Ausreißer, wie den Pappchinesen nicht so ernst nimmt, ist es sicher sehr realistisch anzunehmen, DDR Spitzen bringen fast 3% Michel. Wir reden dabei nur von einwandfreier Ware.

Weniger problematisch ist es mit Fälschungen und defekter Ware. Dafür interessiert sich ein anderes Klientel. Dieses bewilligt leicht 5% - 15%.

Briefmarkensammler
19.06.2007, 23:56
um die Frage einmal konkreter zu beleuchten, hier ein paar Ergebnisse DDR Spitzen.

Ich hoffe Deine Erfahrungen im Bereich DDR Spitzen haben Dich nicht traumatisiert ;)

Es geht nämlich auch anders: Beispiel Bund Viererblöcke gestempelt:

Bsp. 1: EBAY Auktionsnummer 320125956947 - Wert nach Michel 16,- Zuschlag für 7,60 EUR zzgl. Porto

Bsp. 2: EBAY Auktionsnummer 320125954245 - Wert nach Michel 48,-
Zuschlag für 24,00 EUR zzgl. Porto

Bsp. 3: EBAY Auktionsnummer 270127877869 - Wert nach Michel 16,-
Zuschlag für 10,19 EUR zzgl. Porto

Bsp. 4: EBAY Auktionsnummer 270127878636 - Wert nach Michel 1,20,-
Zuschlag für 2,16 EUR zzgl. Porto (die Marke aus dem Ausgabejahr 1989 -Einsatz 10,51 Cent, Erlös nach 18 Jahren 2,16 EUR - schlägt übrigens auch unter Renditeaspekten jede BlueChip Aktie um Längen;) )

usw.usw.

Vielleicht sollte man einfach nur die "richtigen Briefmarken" verkaufen, dann kann man sich die ewige Jammerei nämlich sparen.

Bernd HL
20.06.2007, 08:34
Bei "Spezialausgaben" wie komplette Heftchenblätter oder deren Zusammendrucke gestempelt Bund/Berlin ab Nr. 1 bis Unfall oder Oberrandstücke Dauerserien gestempelt beobachte ich eigentlich ständig "marktgerechte" Preise bei ebay, da sind Schnäppchen eher selten zu machen. Ebenso Druckereizeichen und Hausauftragsnumern gestempelt gehen zu ordentlichen Preisen weg. Ebenso von mir beobachtetes Bund-Spitzenmaterial (WoFa 50´er Jahre, Marienkriche usw.)Von daher kann man nicht sagen, dass generell keine vernünftigen Erlöse mehr erzielt werden können.

Hangover
20.06.2007, 11:23
Ebay Artikel 200118155359, DDR Köpfe 1953, für ca. 550,- Michel BPP geprüft (nur tiefst) + 400,- ungeprüft. Die Auktion wurde abgebrochen nachdem nach 9 Tagen der sagenhafte Betrag von 7,- Euro erreicht war.

Vielleicht wollten die ernsthaften Interessenten ja auch alle nur "snipen" - oder hatten keine Lust, sich mit dem "Mindestpreissicherungsgebot" von 100 Euro herumzuschlagen.

Aus Einzelfällen eine Regel abzuleiten ist m.E. fahrlässig. Das "Gebot" über 12 Euro ist allerdings unanständig.

jorore
20.06.2007, 13:45
Vielleicht sollte man einfach nur die "richtigen Briefmarken" verkaufen, dann kann man sich die ewige Jammerei nämlich sparen.

Was sind die "richtigen Briefmarken"? :confused:

Spezialitäten, die z.Z. grad gefragt sind und für die zufällig mindestens 2 Mitgleider bei eBay bereit sind, einen guten Preis zu zahlen? Das kann sich sehr schnell ändern.

Was ist mit den ganzen anderen Marken/Belege, sei es nun Standardware (auch bessere) oder Spezialitäten, für die z.Z. bei eBay kein so guter Markt besteht? Soll man die in die Tonne kloppen?
Ich beobachte auch, dass in vielen Bereichen bei eBay die Preise stetig sinken. Selbst für besere, tiefst geprüfte Ware.



Weniger problematisch ist es mit Fälschungen und defekter Ware. Dafür interessiert sich ein anderes Klientel. Dieses bewilligt leicht 5% - 15%.

Dass mangelhafte (und als solche beschriebene) Ware teilweise bessere Preise erzielt werden, als für einwandfreie Ware, habe ich auch schon öfters beobachtet, bzw. es bei eigenen Auktionen erlebt. Möglicherweise haben einige bei als einwandfrei angebotener Ware so oft Schrott bekommen (bzw. zu viel negatives bzgl. eBay gehört), dass sie lieber gleich Marken bebieten, die als 2. Wahl offeriert werden. Dann auch zu für die Erhaltung angemessenen Preisen von 5-15%. Eine andere logische Erklärung für dieses Phänomen habe ich nicht.

mggrossi
20.06.2007, 14:35
Gut ich bin zwar neu hier, bin auch beim Thema Briefmarken kein Exoerte, da ich mich bisher kaum damit befasst habe, und auch recht wenig Ahnung habe, aber die Marken haben mich schon immer Fasziniert.

Zum einen weil Briefmarken natürlich eine gewisse Art Geldanlage darstellen.
Weil sie Zeitzeugen sind. Die wege die eine Marke von ihrer Entstehung bis in ein Ablum gemacht hat. Und vor allem die Motive.

Ich weiss noch, das ich vor Jahren in einem Briefmarkenladen war, und mir dort eine Marke aus Spanien gekauft habe, nur wegen des Motivs. Auch wenn sie nix wert ist. Aber das Motiv ist sagenhaft. eine Halle mit Säulen, in Grün Schwarzer Strichoptik. Wenn man die mit der Lupe bertrachtet, hat man das gefühl, man wäre in dieser Halle.

Tja doch wie siehts mit der Zukunft der Sammler aus? Ich denke nicht so gut.
Es gibt zwar viele Möglichkeiten Briefmarken zu Kaufen, doch kaum zum Verkaufen. Die Sammler haben schon alles, oder es werden immer weniger Sammler. Denn alle werden älter, und müssen irgendwann das Zeitliche segnen? Also sterben nach und nach die Sammler aus, da heute die Intressen doch wohl meistens wo anders liegen.

Was mich am meisten stört. Ich wohne in einem kleinen Ort, mit vielen älteren Menschen. Die werden wahrscheinlich alle noch irgendwelche Briefe im Keller oder auf dem Dachboden haben. Und wissen gar nicht, was sie da haben.
Irgendwann, wenn diese Menschen nicht mehr sind, kommen Die Kinder, Enkel, oder ein entrümpler, und wer weiss was dann mit den Briefen oder Marken passiert. Mit etwas glück, finden ja diese Schaen den Weg in den Handel, und dann hoffentlich zu einem Sammler. Aber wenn ich mir vorstelle, sie Landen auf dem Müll. Da blutet mir schon das Herz. das hat ein Brief, oder eine Marke nicht verdient. Doch befürchte ich, das genau aus diesem Grund, aus unwissenheit, jedes Jahr viel verloren geht. Und was passiert mit meinen Marken wenn ich mal nicht mehr bin? schon schade so was.

erstlesen
20.06.2007, 14:44
... "Mindestpreissicherungsgebot" von 100 Euro herumzuschlagen... Das "Gebot" über 12 Euro ist allerdings unanständig.

Lieber @hangover,

ein Mindestpreissicherungsgebot wurde sicher nicht abgegeben. Was sollte das für einen Sinn haben, 5 Sekunden bevor die Veranstaltung beendet wurde?

Solltest du oder ein anderer Leser dieses Forum, je ein Angebot nach ebayähnlichen Bedingungen beenden wollen, denkt alle daran, es ist immer ein rechtsgültiger Kaufvertrag mit dem letzten Höchstbieter zustande gekommen. Der klagt dann unter Umständen auf Erfüllung des Kaufvertrages erfolgreich, selbst wenn euch nur ein Glas Rotwein über die Marken gefallen ist und ihr deshalb beenden müsst!

Ich biete kostenlos meine Hilfe an. Wollt ihr eine Auktion beenden, schreibt mir eine Nachricht. Ich biete einen absurd hohen Betrag und wenn ich Höchstbieter bin, könnt ihr eine Sekunde später, in Ruhe beenden. Ich erkläre selbstverständlich vor Abgabe des Gebotes, dass ich auf meine Rechte aus dem Gebot verzichte. Falls nun jemand glaubt, ich würde dazu aufrufen gegen Ebaybedingungen zu verstoßen (die ich im übrigen alleine auf Grund ihres Umfangs und der damit verbundenen Undurchschaubarkeit, für komplett nichtig halte), Irrtum! Ich spreche von Veranstaltungen die eben ebayähnliche, eventuell sogar gültige Bedingungen haben und die keine Passagen enthalten, die ein solches Gebot verbieten würden. Vielleicht ist das ja auch bei Ebay erlaubt? Ich werde mir deshalb die Bedingungen nicht durchlesen.

Habt Ihr interessante Briefmarken bei Ebay angeboten und niemand will bieten? Schreibt mir eine Nachricht. Es sehe mir den Artikel an und gebe gerne ein Gebot ab. Das mache ich nicht als Puscher! Ich mache das um billig schöne Briefmarken zu ergattern! In dem Fall werde ich auch auf Lieferung bestehen!

erstlesen
20.06.2007, 14:56
Ich hoffe Deine Erfahrungen im Bereich DDR Spitzen haben Dich nicht traumatisiert ;) Es geht nämlich auch anders: Beispiel Bund Viererblöcke gestempelt: Bsp. 1: EBAY Auktionsnummer 320125956947 - Wert nach Michel 16,- Zuschlag für 7,60 EUR zzgl. Porto

Hallo lieber @Briefmarkensammler,

die Ursache für das von dir gezeigt Phänomen ist doch einfach nur, dass im Michel keine Preise für zentrisch gestempelte Viererblocks (ist "Viererblöcke" neu mit der Rechtschreibreform eingeführt worden?) stehen.

Das ist eine nicht häufige Erhaltung, die völlig aus der verfügbaren Massenware heraus sticht. Ich zahle für eine wirklich perfekt gestempelte DR Nr. 19 in Luxuserhaltung auf Briefstück 5fachen bis 20fachen Katalogwert. Die wenigen Kataloge, die Viererblocks bewerten (es gibt einen für Posthorn), zeigen Preise, die ein vielfaches der losen Marke werten.

Ein Spezialkatalog würde die Marken aus dem oben zitierten Los mit über 100,- Euro bewerten. Das würde dann auch wieder die 7,60 relativieren.

Jedem deiner Beispiele fehlt ein Katalogwert für die tatsächliche Bewertung des angebotenen Materials.

Briefmarkensammler
20.06.2007, 16:46
Hallo lieber @Briefmarkensammler,

die Ursache für das von dir gezeigt Phänomen ist doch einfach nur, dass im Michel keine Preise für zentrisch gestempelte Viererblocks (ist "Viererblöcke" neu mit der Rechtschreibreform eingeführt worden?) stehen.

Das ist eine nicht häufige Erhaltung, die völlig aus der verfügbaren Massenware heraus sticht. Ich zahle für eine wirklich perfekt gestempelte DR Nr. 19 in Luxuserhaltung auf Briefstück 5fachen bis 20fachen Katalogwert. Die wenigen Kataloge, die Viererblocks bewerten (es gibt einen für Posthorn), zeigen Preise, die ein vielfaches der losen Marke werten.

Ein Spezialkatalog würde die Marken aus dem oben zitierten Los mit über 100,- Euro bewerten. Das würde dann auch wieder die 7,60 relativieren.

Jedem deiner Beispiele fehlt ein Katalogwert für die tatsächliche Bewertung des angebotenen Materials.

Wie gesagt Jürgen, man muss eben nur "das Richtige" bei EBAY anbieten ;)
Viererblocks speziell in gestempelt sind und bleiben rar. Das gilt übrigens auch für Viererblocks der letzten Jahre.

abrixas
20.06.2007, 16:50
...aber die Marken haben mich schon immer fasziniert.

Schon ein sehr guter Ansatz. Ich würde behaupten: "Die beste Grundlage, um ein Philatelist zu werden.:)


...Zum einen, weil Briefmarken natürlich eine gewisse Art Geldanlage darstellen.
Weil sie Zeitzeugen sind. Die Wege, die eine Marke von ihrer Entstehung bis in ein Album gemacht hat. Und vor allem die Motive.

Geldanlage ist OK, aber das sollte m.E. nicht der Primärgrund sein. Der Aspekt mit den Zeitzeugen gefällt mir ausgesprochen gut. Siehe zum Beispiel (Ganz frisch herein gekommen!):

http://www.bdph.de/forum/showthread.php?t=4395


...Ich weiss noch, das ich vor Jahren in einem Briefmarkenladen war, und mir dort eine Marke aus Spanien gekauft habe, nur wegen des Motivs. Auch wenn sie nix wert ist. Aber das Motiv ist sagenhaft. eine Halle mit Säulen, in Grün Schwarzer Strichoptik. Wenn man die mit der Lupe bertrachtet, hat man das gefühl, man wäre in dieser Halle.

Volle Zustimmung! Briefmarken sind "kleine" Kunstwerke. Einige weniger, aber das ist ein anderes Thema. Die Fettecke von Joseph Beuys , zum Beispiel, hätte es da schon etwas schwerer. Die schafft der altehrwürdige Kunstbeirat nie! Auch wenn er sich als Maxime gesetzt hat, dass die Briefmarken Deutschlands das "aktuelle künstlerische Schaffen des Landes repräsentieren" sollen.:D :rolleyes: :D


...Tja, doch wie siehts mit der Zukunft der Sammler aus? Ich denke nicht so gut.
Es gibt zwar viele Möglichkeiten Briefmarken zu kaufen, doch kaum zum Verkaufen. Die Sammler haben schon alles, oder es werden immer weniger Sammler. Denn alle werden älter, und müssen irgendwann das Zeitliche segnen? Also sterben nach und nach die Sammler aus, da heute die Interessen doch wohl meistens wo anders liegen.

Mach der keine Sorgen um das 'Morgen'. Du lebst heute! Die Sammler werden älter, und sterben unweigerlich auch! Und in vielen Fällen kommen deren Sammlungen wieder in den Umlauf. (Ist zwar knallhart, aber wahr.) Dann kannst Du kaufen, sofern das Geld reicht.:p


...Aber wenn ich mir vorstelle, sie landen auf dem Müll. Da blutet mir schon das Herz. Das hat ein Brief, oder eine Marke nicht verdient. Doch befürchte ich, dass genau aus diesem Grund, aus Unwissenheit, jedes Jahr viel verloren geht

Das war schon immer so! Frag doch mal Antiquitätenhändler, was diese so berichten. Als amüsante Lektüre empfehle ich Dir: Roald Dahl; Des Pfarrers Freude (Kurzgeschichte aus "Küsschen Küsschen!"; Rowohlt Taschenbuch Verlag).;)

Briefmarkensammler
25.06.2007, 12:05
Zum Thema "für Bundmarken bekomme ich eh kein Geld mehr raus"

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=230144058499&ssPageName=STRK:MEWA:IT&ih=013

Katalogpreis nach Michel 39,- EUR
Verkaufspreis bei EBAY 46,50 EUR

Man muss nur die richtigen Marken verkaufen ;)

jorore
25.06.2007, 14:32
Zum Thema "für Bundmarken bekomme ich eh kein Geld mehr raus"

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=230144058499&ssPageName=STRK:MEWA:IT&ih=013

Katalogpreis nach Michel 39,- EUR
Verkaufspreis bei EBAY 46,50 EUR

Man muss nur die richtigen Marken verkaufen ;)

In meinem Spezial von 2003 ist allein die HAN mit O 75,- bewertet. Plus 5 weitere 211er à 6,50. Macht zusammen EUR 107,50, ohne Berücksichtigung von Zuschlägen für die Einheit oder den zusätzlichen Seitenrand. Wobei sich die Notierung m. E. für bedarfsgestempelt versteht und in dem Fall wohl zu niedrig ist. Diese einhait ist ja offensichtlich gefälligkeitsgestempelt.

Außerdem ist es ein unseriöses Angebot. Ehrlich wäre gewesen, wenn der Verkäufer geschrieben hätte, dass es sich allenfalls um Gefälligkeitsstempel handelt, was man schon an der vorhandenen Gummierung erkennt. Statt dessen hebt er die Gummierung sogar noch klar hervor, als wäre sie was besonderes. Für mich ist das einfach nur Dummenfang.:mad:
Ich weiß, dass viele VK anbieten "gestempelt MIT GUMMI!!!", aber das macht es nicht seriöser. Bei Danzig, Kolonien usw. würde man darüber nur den Kopf schütteln, bei moderner Ware dagegen gibt es tatsächlich Sammler, die darauf verfallen "gestempelt mit Gummi" zu sammeln und auch noch meinen, es sei eine besondere Erhaltungsform. Solche Anbietern ziehen durch Betonung der Gummiereung dieser Sorte Samler dann das Geld aus der Tasche. Ich hab selbst mal experimentiert. Einmal Eckränder Berlin angeboten als "zwar schön, aber nur minderwertig gefälligkeitsgstempelt (von der Versandstelle), was schon die vorhandenen Gummierung beweist." Das andere Mal ganz ähnliches schlicht als "... Versandstellenstempel, rückseitig gummiert" Bei ersten Mal bekam ich 1,-, beim anderen über 3,- EUR. Fast soviel wie die "gestempelt MIT GUMMI!!!"-Anbieter

Ich habe übrigens wunderschöne Einheiten DP in Marokko mit literaturbekanntem Gefälligkeitsstempel. Auch selten, aber im Gegensatz zu Bund/Berlin-VBs mit Gefälligkeitsstempeln sind die - zurecht! - nicht sehr gefragt. Hab mal einen VB Marokko mit Gefälligkeitsstempel eingestellt - brachte die erwarteten (und angemessenen) 3-4 Euro.

Andreas Gminder
25.06.2007, 15:21
Außerdem ist es ein unseriöses Angebot. Ehrlich wäre gewesen, wenn der Verkäufer geschrieben hätte, dass es sich allenfalls um Gefälligkeitsstempel handelt, was man schon an der vorhandenen Gummierung erkennt. Statt dessen hebt er die Gummierung sogar noch klar hervor, als wäre sie was besonderes. Für mich ist das einfach nur Dummenfang.:mad:


Hallo,

da bin ich etwas anderer Meinung, was die Seriosität betrifft. Ich finde der Anbieter hat den Artikel korrekt beschrieben. Dass Du (wie ich natürlich auch) die rückseitige Gummierung als minderwertig empfindest, weil dadurch die Gefälligkeitsabstempelung offensichtlich wird, ist ja deine persönliche Meinung. Anderer finden das möglicherweise, wie du ja selbst schreibst, als werterhöhend. Hätte der Anbieter den Gummi runtergewaschen und das Stück als bedarfsgestempelt angeboten - ich hätt's geglaubt. Wobei ich kein BRD sammle. Insofern ist für mich persönlich das Angebot klar und ehrlich formuliert. Auch wenn er versucht, den Mangel durch entsprechende Formulierung ins Positive zu kehren.

beste Grüße,
Andreas

Kontrollratjunkie
25.06.2007, 15:36
Hallo,

da bin ich etwas anderer Meinung, was die Seriosität betrifft. Ich finde der Anbieter hat den Artikel korrekt beschrieben. Auch wenn er versucht, den Mangel durch entsprechende Formulierung ins Positive zu kehren.



Lieber @jorore, auch meine Meinung geht in eine andere Richtung. Und warum wird hier immer von einem Mangel gesprochen ? Dieser Terminus passt hier wohl nicht. Der Sechserblock, m.E. ein schönes Stück..., ist eben in der Erhaltung "Gestempelt mit echtem OT-Stempel für Sammlerzwecke". Was ist daran ein Mangel ? Es gibt auch noch Bedarfsstempel UND Falschstempel, und nur dieser letztere ist ein Mangel. Oder ist der Block beschädigt ? Oder eingerissen ? Oder mit Stempelfarbe verschmiert ?
Solange es im Michel keine Unterscheidung zwischen den Stempeln wie bei DDR gibt, kann man nach Geschmack über die Erhaltungen streiten, aber mängelbehaftet sieht anders aus.

Im Übrigen sehe ich es wie @Andreas Gminder, wenn der Gummi abgewaschen wäre, sähe der Block wie ein blitzsauberes Bedarfsstück aus. Wird er dadurch mangelfrei ? Oder beraubt man ihn eigentlich nur der papierstrukturstützenden Beschichtung :rolleyes: ?

@jorore
Das gilt für mich persönlich aber nur für Gebiete ab 1949. Für die Kolonien, Danzig und ähnliche Gebiete, die nicht in massenhafter Form vorliegen, ist wohl aus posthistorischer Sicht ein anderer Maßstab anzulegen. Ich denke dabei z.B. an die Besetzungsausgaben im II. Weltkrieg. Versuche da einmal, bedarfsgestempeltes Material zu bekommen, prüfbar gestempelt........Viel Spaß......

erstlesen
25.06.2007, 15:46
... einfach nur Dummenfang.:mad: ...

Hallo @jorore,

man muss nicht aus philatelistischen Gesichtspunkten sammeln. Weshalb willst du bewerten, was andere Sammeln dürfen?

Im Briefmarken-Einzelhandel wurden und werden vermutlich auch noch, Marken gesucht, die denen ähnlich sind, die bei der Versandstelle abonniert werden können und die in der Sammlung noch fehlen. Es hat also sicher nichts mit der Intelligenz der Käufer zu tun, sondern mit dem Trend, den die Versandstellen der Post gesetzt haben.

Tatsächlich ist es auch so, das eine gestempelte Mio. Auflagen Briefmarke für praktisch Null zu haben war. Für die Versandstellenmarke musste der volle Postpreis, bzw. noch mit Sonderwunschaufschlag, bezahlt werden. Das wird bis heute honoriert. Was soll daran dumm sein?

Ich sammle solche Marken nicht, ich will keine kaufen und keine verkaufen. Anbieter als unseriös zu bezeichnen oder ein einzelnes Angebot, weil einfach Tatsachen beschrieben werden, scheint mir nicht angebracht.

Es ist identisch mit Ferrari. Er will keine Signaturen, du willst keinen Gummi auf gestempelten Marken. Das ist völlig in Ordnung. Anderer Meinung zu sein ist aber auch völlig in Ordnung.

jorore
25.06.2007, 16:02
Da habe ich wohl in ein Wespennest gestochen. ;)

Ob jemand Versandstellenstempel oder Tagesstemepel oder nur nachweisbare bedarfsgestempeltes sammelt, ist seine Sache. Kann jeder selbst entscheiden und will da niemandem Vorschriften machen. :) Mir ging es doch nur darum, dass in dem Angebot - wie leider, leider bei so vielen im Bereich modernes Material - so sehr betont wird, dass die Marken Gummierung haben. Was soll das? Marken, die versandstellengestempelt sind oder die ich selbst bei der Post entwerten lasse (und damit Porto verschenke) haben nunmal Gummierung. Diese Verkäufer tun so, als seien sie mit Gummierung mehr wert, was definitiv nicht der Fall ist. DAS ist der Punkt. Nicht was jemand sammelt - jeder kann ruhig sammeln, was er will (wobei mir schwer fällt den "Zwitter" gestempelt mit Gummi zu verstehen. Bei ETBs usw. fällt mir das viel leichter).

@erstlesen: klar waren sie früher bei der Versandstelle teurer. Ich habe aber schon als Jugendlicher nicht verstanden, wieso man sich normale Dauer- oder Sondermarken abstempeln lassen, bzw. bei der Versandstelle gestempelt bestellen sollte.:) ETBs waren sogar noch teurer. Soll man ETBs nur deshalb hoch bewerten? :confused:

An alle, die nicht wahrhaben wollen, dass auch bei moderner Ware Gefälligkeits/Versandsstellenstempel minderwertig sind, empfehle ich, die Michelberwertungen bei Berlin anzusehen. Ist leider nur indirekt angegeben, aber Gefälligkeitsstempel werten da heute schon weniger.


EDIT:
@kontrollratjunkie: auch bei Kolonien, 1. WK ist viel auf Vorlage gestempelt worden. Mir genügt es daher, wenn Marken nicht offensichtlich gefälligkeitsgestempelt sind. Ob bedarfs- oder gefälligkeitsgestempelt läßt sich bei Marken ohne Gummi oft nicht entscheiden. Beim 2. WK gibt es doch relativ viele gelaufene Satzbriefe. Kommt man damit nicht an einen guten Grundstock gestempelter Marken?

Bernd HL
25.06.2007, 18:37
Also, ich verstehe hier die Aufregung nicht. Fakt ist, hier ist ein schönes, gestempeltes Randstück erhalten geblieben, dass auch noch eine HAN aufzuweisen hat. Wenn man nun mal bedenkt, dass damals viele Sammler die Ränder einfach abgerissen haben, sind solche Stücke (egal ob mit oder ohne Gummi) schon kleine Raritäten. Ich selber habe auf Tausachtagen noch nie so ein schönes Stück gesehen und würde es (sofern es mir denn mal einer anbietet) sofort versuchen, einzutauschen. Koste es an Tauschmaterial, was es wolle. Bei ebay habe ich in letzter Zeit nur noch steigende Preise für z. B. Oberrandstücke oder Bogensignaturen / HAN gestempelt beobachtet (gut, zwar jetzt nur bei Dauerserien, aber das sollte wohl auch für Sondermarken gelten). Und lasst doch jeden sammeln und ausgeben, was er lustig ist. Ich lasse mir in meine Sammlung auch nicht reinreden...:)

erstlesen
25.06.2007, 19:16
@erstlesen: klar waren sie früher bei der Versandstelle teurer. Ich habe aber schon als Jugendlicher nicht verstanden, wieso man sich normale Dauer- oder Sondermarken abstempeln lassen, bzw. bei der Versandstelle gestempelt bestellen sollte.:) ETBs waren sogar noch teurer. Soll man ETBs nur deshalb hoch bewerten? :confused:
An alle, die nicht wahrhaben wollen, dass auch bei moderner Ware Gefälligkeits/Versandsstellenstempel minderwertig sind, empfehle ich, die Michelberwertungen bei Berlin anzusehen. Ist leider nur indirekt angegeben, aber Gefälligkeitsstempel werten da heute schon weniger.

Hallo @jorore,

du widersprichst dir selbst. Richtig ist nur: jeder soll sammeln was er möchte.

ETB waren out nach dem 1 Meter Regalbreite nicht mehr zur Unterbringung ausreichte.

Deine Aussagen zu Werten, können sich nur auf Heute beziehen, es muss also nicht so sein, dass die Versandstellenstempel in 10 Jahren weniger wert sind. Die Frage wird sein, wie viele Sammler suchen dann solche Stempel. Ich kann es nicht sagen, denn ich bin kein Hellseher.

Ich würde für einen Satz Schwarzaufdruck (modern, nach 1945) mit Versandstellenstempel (Charlottenburg "as" oder "ax") gleichmäßig zentrisch auf jeder Marke, einen ordentlichen Aufschlag bewilligen. Das gilt mindestens bis 1965. Insbesondere "Bundesrepublik" Marken mit diesen Stempel bringen locker 200% Michel.

Jugend 1972 gibt es vielleicht mit Versandstellenstempel häufiger, als mit Tagesstempel. Ich führe keine Statistik.

Max und Moritz
25.06.2007, 20:20
Und ich kann mich noch an den Thread erinnern (leider weiß ich nicht mehr welcher), wo erwähnt wurde, daß Posthörner MIT GUMMI und Gefälligkeitsentwertung (natürlich schön zentrisch) auf einer Auktion das vielfache
gegenüber der postfrischen oder bedarfsgestempelten Erhaltung erbracht haben. Die Begründung ist ja ganz einfach: Damals hatte kaum einer Geld für solche Scherze.
Insofern ist eine solche Erhaltung WIRKLICH selten.
Und das gilt auch für den hier vorgestellten Sechserblock mit HAN. Ein wirklich schönes Stück.

Jorore: Wenn man, auch heute, aus dem normalen Postaufkommen z. B. echt gelaufene gestempelte Eckvierer sammeln will, wie das z. B. Briefmarkensammler tut, kannst du schwarz werden, bis du mal einen bekommst. Also, was bleibt übrig???
Entweder du schickst sie dir selber oder hast Glück, einen Philatelistenfreund zu haben, der dir den Gefallen tut oder du gehst zur Post und lässt sie dir abstempeln und behälst sie mit Gummi.
Wo ist denn da der Unterschied?

Auch bei Besetzung II. WK gibt es bei den meisten Gebieten eigentlich NUR Gefälligkeitsabstempelung, z. B. die von dir erwähnten Satzbriefe (Grund: Bedarf für echten Postlauf nicht vorhanden, auch die Marken an sich waren nur aus philatelistischen Gründen hergestellt, keinesfalls aus Bedarf, da gibt es echt lustige Geschichten).

Wir lernen daraus: Philatelistische Gefälligkeit und Spielerei hat es schon immer gegeben, in jeder denkbaren Form und das bei jedem Gebiet. Wenn du das alles verteufeln willst, viel Spaß beim Sammeln.

jorore
25.06.2007, 20:40
Hallo @jorore,

du widersprichst dir selbst. Richtig ist nur: jeder soll sammeln was er möchte.

ETB waren out nach dem 1 Meter Regalbreite nicht mehr zur Unterbringung ausreichte.

Deine Aussagen zu Werten, können sich nur auf Heute beziehen, es muss also nicht so sein, dass die Versandstellenstempel in 10 Jahren weniger wert sind. Die Frage wird sein, wie viele Sammler suchen dann solche Stempel. Ich kann es nicht sagen, denn ich bin kein Hellseher.

Ich würde für einen Satz Schwarzaufdruck (modern, nach 1945) mit Versandstellenstempel (Charlottenburg "as" oder "ax") gleichmäßig zentrisch auf jeder Marke, einen ordentlichen Aufschlag bewilligen. Das gilt mindestens bis 1965. Insbesondere "Bundesrepublik" Marken mit diesen Stempel bringen locker 200% Michel.

Jugend 1972 gibt es vielleicht mit Versandstellenstempel häufiger, als mit Tagesstempel. Ich führe keine Statistik.


Hallo erstlesen!

Vielleicht bin ich schwer von Bergiff, aber für mich ist es unlogisch, dass ein eindeutiger Gefälligkeitsstempel genauso viel wert oder gar wertvoller sein kann, als ein Bedarfsstempel. Die Zahl der verfügbaren Stücke spielt m. E. doch gar keine Rolle. Ein Gefälligkeitsstempel ist doch immer minderwertig?! :confused: Ich habe vor ca. 12 Jahren sogar mal einen zentrisch gestempelten Satz Marienwerder 1-14 (oder war es 30-43) bei meinem damals bevorzugtem Fach-Versandhändler zurückgegeben, weil ich dachte: kann auf keinen Fall bedarfsgestempelt sein, daher minderwertig. Mir ist schon klar, dass einige viel für zentrische Stempel mit Gummi zahlen. Ich will auch keinem diees Sammelgebiet vermiesen, nur ist es doch unlogisch, für einen eindeutigen Gefälligkeitsstempel mehr zu zahlen als für einen Bedarfsstempel, bzw. für einen, bei dem nicht nachgewiesen werden kann, das er bei der Marke als Gefälligkeitsstempel fungierte.

Normal bedeutet gestempelt doch, dass man Marken haben will, die ihrem Zweck - Beförderung eines Poststücks - dienten. Ideal, wenn man am stempel auch erkennen kann, wann und wo das war. Gefälligkeitsstempel sehe ich dagegen als Lückenfüller an, denn Marken, die mit diesen entwertet sind, haben eben nicht auf einem Poststück geklebt, hatten also auch kein Transportrisiko zu überstehen. Etwas überspitzt könnte ich auch sagen: eine Marke bei der Post abstempeln zu lassen ist wie eine Fahrkarte zu kaufen und sie ohne eine Bahn zu besteigen zu entwerten.

Eines kann ich dagegen gut verstehen: dass man sich Sonderstempel o.ä. abschlagen läßt. Doch dazu genügt auch ein ganz niedrieger Nennwert. In den Fällen in denen Stempel und Ausgabeanlass der Marken zusammenpassen, läßt man diese stempeln und "produziert" damit etwas, was Heimat-, Motiv-, Thematiksammler vielleicht begehren. Auch logisch. Aber irgendein nichtssagender Versandstellenstempel auf beliebigen Marken? M. E. sammelwürdig, aber eben nicht vollwertig gegenüber bedarfs- (also "richtig"- ;) ) gestempelt.

Bei gewöhnlichen Tagesstempeln, die nicht einer Versandstelle o.ä. zuzuornden sind, ist es bei einer losen Marke ohne Gummi mit klarem Abschlag ohne zusätzliche Wellen o.ä. natürlich kaum zu entscheiden, ob Gefälligkeit oder Bedarf. Im Zweifel dürfte sie wohl als vollwertig gelten. Gummierung entlarvt in diesen Fällen natürlich den Gefäligkeitsstempel. Die könnte man abwaschen, um zu suggerieren, es könnte ein Bedarfsstempel sein. Mit allen Mühen und Risiken, die damit verbunden sind. Bei dem o. g. 6er-Block mit HAN - ein sehr schönes Stück, für mich aber wegen des Gefälligkeitsstempel nicht wie ein echtgestempelter (OO), sondern eher ungefähr im Beriech eines **-Stück zu bewerten - dürfte es ein Spiel mit dem Feuer werden, das Gummi abzuwaschen. Zu leicht könnten die Ränder angetrennt, das Stück wellig werden etc. Gelänge dies ohne Beeinträchtigung und der Stempel ist nicht als Gefälligkeitsstempel klar bestimmbar: OK - dann vergesse ich, dass ich das Stück mal mit Gummi gesehen habe - versprochen! ;)

jorore
25.06.2007, 21:05
Entweder du schickst sie dir selber oder hast Glück, einen Philatelistenfreund zu haben, der dir den Gefallen tut oder du gehst zur Post und lässt sie dir abstempeln und behälst sie mit Gummi.
Wo ist denn da der Unterschied?

Ganz einfach: das Transportrisiko. Im ersten Fall sind sie wenigsten echt gelaufen. :)


Auch bei Besetzung II. WK gibt es bei den meisten Gebieten eigentlich NUR Gefälligkeitsabstempelung, z. B. die von dir erwähnten Satzbriefe (Grund: Bedarf für echten Postlauf nicht vorhanden, auch die Marken an sich waren nur aus philatelistischen Gründen hergestellt, keinesfalls aus Bedarf, da gibt es echt lustige Geschichten).

Mit Satzbrief meinte ich solche, die auch befördert wurden (z.B. R-Briefe mit Ankunfstempel). Sie sind in jedem Fall mit Stempeln versehen, die für den Bedarf waren.

Briefmarkensammler
25.06.2007, 22:37
Ich würde für einen Satz Schwarzaufdruck (modern, nach 1945) mit Versandstellenstempel (Charlottenburg "as" oder "ax") gleichmäßig zentrisch auf jeder Marke, einen ordentlichen Aufschlag bewilligen. Das gilt mindestens bis 1965. Insbesondere "Bundesrepublik" Marken mit diesen Stempel bringen locker 200% Michel.

Sehe ich absolut identisch. Ich selber sammle die Versandstellenstempel auch (ja, Schande über mich. Ich bin ein reuiger Sünder ;) ), aber nur bis ca. 1971/1972. Bis dahin waren die Versandstellenstempel noch echte Handstempel. Danach leider nur noch Aufdrucke. So etwas ist m.E. dann definitiv nicht sammelwürdig. Wo ich mir einen Versandstellemstempel als Viererblock ins Album lege, stecke ich aber immer mindestens einen bedarfsgestempelten Viererblock daneben (beruhigt das Gewissen ungemein :D )
Für einen kompletten gestempelten Posthornsatz mit Gummi und Versandstellenstempel würde ich praktisch jeden Geldbetrag locker machen. Ich behaupte mal, dass es so einen Satz weltweit vielleicht 10x gibt. Gesehen habe ich davon jedoch noch keinen (*schluchz*:( )

Max und Moritz
25.06.2007, 22:56
du hast mich falsch verstanden, jorore.

Wo du von "Bedarf" sprichst:

Nehmen wir als Extrembeispiel die Marken Besetzung II. WK aus der Festung Lorient (Es gibt weitere, dies ist besonders schön). Es handelt sich um ein komplettes Sammelgebiet. Was ich jetzt sage, betrifft jede, aber wirklich jede Marke dieses Gebietes, egal ob postfrisch oder gestempelt.
Enstanden sind sie auf Initiative des örtlichen Briefmarkenvereins im Jahre 1945, als noch scharf geschossen wurde. Naja, scharf geschossen kaum, da in Lorient die Front unter Einverständnis des belagernden amerikanischen Kommandeurs und des deutschen Festungskommandanten ruhig gehalten wurde. In dieser "stillen, ruhigen" Atmosphäre wurde von französischer Seite (eben dieser Briefmarkenverein verquickt mit der örtlichen Post) die Bitte an einen deutschen Offizier herangetragen, "zur Sicherstellung" des Briefverkehrs der eingeschlossenen Franzosen mit Restfrankreich eigene Marken herauszugeben. Der deutsche Offizier, offensichtlich selber Philatelist, ließ sich nicht lumpen und nahm Kontakt mit einem amerikanischen Offizier auf. Auch dieser offensichtlich ein Philatelist, hatte ebenfalls kein Problem damit, entsprechenden französischen Briefverkehr zuzulassen.
Nein, es wurde wegen evtl. Markenmangels keine Barfrankierung, wie es auch die Regularien der franz. Post vorgesehen hätten, durchgeführt. Es wurden auch keine französischen Marken genommen, wie es innerhalb Frankreichs ja vielleicht normal gewesen wäre.
Nein, plötzlich vorhandene Markenbestände wurden mit "Festung Lorient" überdruckt und benutzt. Komischerweise wurden eine Menge "Briefe" an einen Ort schräg gegenüber adressiert.

Bei Zara ist es auch sehr seltsam. Offensichtlich 1943 einer der wenigen Orte in Jugoslawien, die plötzlich einen dringenden Bedarf nach einem Postwesen mit Briefmarken verspürten. Nur schade, daß im Rest von Zara neben den deutschen Soldaten gerade mal 6000 Einheimische übriggeblieben waren, die möglicherweise andere Sorgen als ein funktionierendes Postamt hatten.

Danzig, auch so ein schönes Thema. Es ist kein Geheimnis, daß die dortigen Druckmaschinen nicht unbedingt "zufällig" Doppeldrucke, Dreifachdrucke, ungezähnte Stücke und wer weiß nicht was ausgestoßen haben. Auch scheint die Menge der erschienenen Danzig-Marken gemessen am Bedarfszeitraum verdächtig groß. Seltsam sind die dort häufig bis teilweise bei einigen Stücken und Abgangspostämtern einzig vorkommenden Sammlerbriefe. Auch die Tatsache, daß einige Ausgaben (Mundpropaganda) bereits nach wenigen Stunden ausverkauft waren, läßt einen nachdenken.

Vergessen wir in diesem Zusammenhang nicht auch noch einige philatelistische Lokalausgaben 1945?

So, nach deiner Deutung sind die Satzbriefe von Zara und die "gelaufenen" Poststücke von Lorient und die Danzigbriefe vollwertig, weil "echt" gestempelt und damit sammelfähig, obwohl die ganzen kompletten Gebiete per Definition schon reine philatelistische Spielerei sind (Danzig vielleicht nicht vollständig, aber im Ausmaß schon).

Trozdem sammeln wir diese Gebiete gerne und haben auch unseren Spaß damit.

Und ein echt am Schalter gestempelter (unterstellen wir jetzt mal) Sechserblock mit HAN ist für dich nicht vollwertig, weil nicht echt gelaufen?

Bei deiner Definition von echt gelaufen und insbesondere des Wortes "Bedarf" sollten wir mal ganz schnell ungefähr 50 % aller deutschen Sammelgebiete nur noch naserümpfend anschauen. Sammelfähig wären heute nur gelabelte Stücke und die Sammlung von Briefmarkensammler, soweit nachweisbar echt gelaufen, wäre Millionen wert :D .

Bitte verstehe mich nicht falsch. Ich will nicht der Mache das Wort reden. Aber Tatsache ist, daß vieles in der Philatelie historisch gewachsen ist. Sachen, deren bedarfsmäßigen und nutzvollen (Aktuelles Beispiel: Ausgabe von 10er-Bogen) Charakter wir zur Zt. anzweifeln und auch nicht gerne sammeln, werden zukünftige Generationen besonders schön finden, wie wir heute die Marken von Lorient, Zara und Danzig.

mur
25.06.2007, 23:17
Was im Forum in letzter Zeit allgemein, in diesem Thread aber besonders auffällt, daß ist die fehlende Toleranz, erstrecht der fehlende Respekt vor den Sammelgewohnheiten/Sammlungen der Sammlerkollegen. Über ein inhaltsleeres Beteuern, daß jeder das sammeln soll, was ihm gefällt, kommt hier niemand heraus. Jederman ist redlich bemüht die gedankliche Konstruktion zu basteln, die ihn über den anderen Sammler erhebt.
Auch wenn ich gerade einem Altpapierlappen hinterherjage, weil ich den Stempel darauf haben will, so kann mich doch ein gefälligkeitsgestempelter Posthornsatz mit Gummi nicht kalt lassen, sondern er macht mich staunen. ich freue mich über den Anblick dieses seltenen Objekts und über die Ästhetik.
Vor diesem Hintergrund erscheint die Diskussion, die hier gerade geführt wird, nur dümlich. Die Argumente kenne ich schon, seit ich ein halbes Jahr nach meinem Briefmarkensammlerstart einer langweiligen Diskussion auf einem monatlichen Tauschtag beiwohnen mußte.
Mit Sammlergruß mur

Max und Moritz
25.06.2007, 23:31
Lieber mur,

hast du dir schon mal überlegt, daß es uns bei aller Gegensätzlichkeit (wohl auch jorore) Spaß macht, über diese Thematik zu schreiben? Und wenn man dies im höflichen Ton macht, ist auch nichts dagegen zu sagen.
Ich finde nichts "dümmliches" an diesem Thread.

jorore
25.06.2007, 23:56
Vor diesem Hintergrund erscheint die Diskussion, die hier gerade geführt wird, nur dümlich. Die Argumente kenne ich schon, seit ich ein halbes Jahr nach meinem Briefmarkensammlerstart einer langweiligen Diskussion auf einem monatlichen Tauschtag beiwohnen mußte.
Mit Sammlergruß mur

Hallo mur,
Dir mag die Diskussion dümmlich, müßig und langweilig erscheinen. Dich zwingt auch keiner, sie zu verfolgen. Dein Statement ist daher nicht nur hochnäsig sondern auch überflüssig. Denn ich bin nicht in einem Briefmarkenverein oder einer Briefmarkenhochburg oder einer Philatelistenfamilie geboren! Ich hatte nicht das Glück, bereits nach einem halben Jahr Sammelns solch interessanten Diskussionen beiwohnen zu können, keine "alten Hasen", die mich begleiteten usw. Lediglich mein Vater hatte mal ernsthaft gesammlet, dass war da aber schon Jahrzehnte her. Die ersten 15 Jahre, die ich ernsthafter sammelte, habe ich mir fast alles ganz allein erarbeitet, auch meine Meinungen. Wobei mir Anfangs kaum Literatur zur Verfügung stand (die lernte ich erst durchs Internet kennen). Erst allmählich finde ich Gelegenheit, mich mit anderen auszutauschen und gleichzeitig meine fast nur durch eigene Überlegungen gewonnene Meinung zur Diskussion zu stellen. Im Briefmarken-Cafè ist zwar über vieles sehr gut zu diskutieren, nicht aber über das Thema Gefälligkeitsstempel. Habe schon mahrfach dazu angesetzt, aber es kam nichts bei raus.

Deshalb bin ich sehr froh, dass sich hier eine Diskussion entwickelt hat und ich habe dadurch auch schon einiges gelernt. Vielleicht ist mein Standpunkt zu dogmatisch. Ich wußte jedenfalls nicht, dass Gefälligkeitsstempel aus der zeit vor 1970 so selten sind, wie hier anklingt. Da sind sie ja im III. Reich viel, viel häufiger. Wenn Dir, mur, die Diskussion nicht passt, weil für Dich sowieso schon alles bekannt ist, halt Dich doch bitte einfach raus, statt solche Bemerkungen zu machen. Mir bringt die Diskussion jedenfals viel und mir macht sie auch Spaß.:)

jorore
26.06.2007, 00:23
@max und moritz; mit Festung Lorient und Zara kenn ich mich leider kaum aus. Das was Du schreibst, klingt in der Tat sehr nach Marken- und Belegproduktion ohne wirkliche Notwendigkeit. Das erinnert schon an einige Lokalausgaben, obwohl die auch nicht mein Sammelgebiet sind. Solche Gebiete, die mehr oder weniger durch kommerzielle Interessen entstanden sind, sind normalerweise nicht mein Fall, abgesehen davon vom Preislichen eine Nummer zu groß für mich sind. Allerdings mache ich auch Ausnahmen - einen Weltkrieg früher... ;)

Bei Danzig müsstest Du konkreter werden. Sicher, die Ausgabepolitik wurde schon damals beklagt, noch extremer war aber Memel. Immerhin dürfte bei Danzig so zimlich alles auch bedarfsmäßig vorkommen. Aber hier gibt es Experten, die sicher genaueres sagen können. :)

Satzbriefe, Sammlerbriefe usw.: Für mich alle Briefe die von A nach B gingen (und auch wirklich befördert wurden), überfrankiert oder auch nicht, die (auch) philatelistisch beeinflußt waren. Reine Bedarfsbriefe sind zwar wesentlich reizvoller, aber hier ging es ja nur um das Beschaffen echt gestempelter Marken. Nicht darum Belege zu sammeln und auch nicht, für welche Markenausgaben tatsächlich eine Notwendigkeit bestand und für welche nicht. ;)

Ich sehe trotz allem einen Unterschied, ob ich Marken aus der Tagespost/Kiloware nehme bzw. sie mir auf Brief zuschicken lasse oder ob ich gestempelte "produzieren" lasse, die nie auf einem Poststück geklebt haben.

Und was ich immer noch nicht verstehe: wieso kann Gummi eine gestempelte Marke (die doch eigendlich kein Gummi haben sollte) wertvoller machen?

erstlesen
26.06.2007, 02:02
Hallo,

die Fragen zu dem Thema sind reine Rhetorik. Ihr kennt die Antwort alle. Die von der Versandstelle gestempelten Marken wurden mit Gummi verkauft. Ist der Gummi weg, fragt sich der Kaufinteressent zurecht, "hat da jemand Rotwein drüber geschüttet". Zu den unveränderten, wie verkauften, ausgegebenen, verbreiteten, gestempelten Versandstellenmarken, gehört der Gummi. Die Beschreibung desselben belegt den ursprünglichen Zustand. Das ist einfach eine Zustandsbeschreibung. Was habt ihr für ein Problem damit? Ich sammele diese Marken nicht! Ich verbiete es keinem und vermiese es keinem, solche Marken zu sammeln. Woraus schließt ihr, dass die Marken mit Gummi wertvoller sein sollen? Weil der Gummi erwähnt wird?

jorore
26.06.2007, 09:47
Hallo,

Zu den unveränderten, wie verkauften, ausgegebenen, verbreiteten, gestempelten Versandstellenmarken, gehört der Gummi. Die Beschreibung desselben belegt den ursprünglichen Zustand. Das ist einfach eine Zustandsbeschreibung. Was habt ihr für ein Problem damit?

Nur am Rande: alle versandstellengestempelte Marken mit Gummi? Ich bin mir sicher, schon einiges ohne Gummi gesehen zu haben. Oder irr ich mich da so gewaltig? :confused: Ob mit oder ohne Gummi ist auch einerlei.


Woraus schließt ihr, dass die Marken mit Gummi wertvoller sein sollen? Weil der Gummi erwähnt wird?

Erwähnen kann/sollte man die Gummierung schon! Wenn ich z. B. bei kleinem Scan lese, dass gestempelten Marken gummiert sind, weiß ich, dass ich nicht bieten brauche (andere können das gerne tun).

Etwas anderes ist es aber, wenn man überbetont, dass die Marken Gummi haben. Das tut z.B. der Anbieter der HAN. Es tun auch viele, die modernstes Material von Berlin anbieten, zuweilen schon im Titel, z.B. "MIT GUMMI!!!". Das soll wohl suggerieren, dass die Marken mit Gummi etwas ganz besonderes sind?! :( Und genau DAS finde ich unseriös und bringt mich immer auf die Palme! Genauso wie Angebote "BERLIN-STEMPEL!!!" (teilweise sogar noch mit der hervorhebung des Gummis gepaart), wenn die Marken Berlin-12- oder Berlin-Sonderstempel tragen (wohlgemerkt Marken aus den 70er und 80er!). Das bringt mich wirklich immer, immer, immer wieder zur Weißglut :mad: :mad: :mad: Und ganau DAS ist für mich versuchte Bauernfängerei.

Die Preise im Michel für Berlin gelten für Bund-Tagesstempel (wenn sie nicht Tagesstempel von den Versandstellen sind). Berliner Bedarfs-Tagesstempel Werten laut Fußnoten bis 20-25% mehr. Was Gefälligkeits/Versandstellenstempel werten, kann man ungefähr der ETB-Notierung entnehmen, falls diese, was die Regel ist, nicht höher als O. Wobei lose gestempelte natürlich etwas niedriger als komplette ETBs anzusetzen sind. Analogien zu Bund sind da wohl erlaubt, abgesehen dass Beliner Bedarfstempel dort m. W. keinen Aufschlag bekommen.

Briefmarkensammler
26.06.2007, 12:51
... und die Sammlung von Briefmarkensammler, soweit nachweisbar echt gelaufen, wäre Millionen wert :D .


:eek:

... ich geh mir schon mal einen Porsche bestellen :D