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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wie seriöse E-bay-Bfm-Anbieter erkennen?



schnonus1
10.02.2007, 19:27
Gibt es eigentlich eine Liste von Namen von e-bay-Anbietern die 100 % seriös sind?

Dürfen hier diese Namen veröffentlicht werden? Schwarze Schafe und natürlich auch die Guten?

Hab auch schon nachgeschaut bei den Bewertungen, selbst bei einigen (nicht alle) die da 100% positiv dastehen haben - kommen mir nicht immer ganz geheuer vor. Selbst wenn sie schon hunderte oder gar tausende Bewertungen dahingehend haben.

Wobei einige (hier auch nicht alle) die mit in den neunziger Prozent positiv sind, mir dazu manchmal seriös erscheinen.

Wie ist eine Antwort : "...das vorhandene Attest ist für den Verkauf massgeblich." zu werten? Seriös oder nicht?

Auf die Frage ob nachgeprüft werden kann und dann nach der Prüfzeit, die ja einige Wochen dauern kann und dann noch einige Tage danach Rückgaberecht besteht (falls nicht echt, Marke, Stempel etc.).

Gibt es hier eine Rubrik , wo konkrete Angebote mal zur Prüfung oder um die Meinung andere Forumsteilnehmer dazu zu erfahren, eingestellt werden können?

Danke für eure Antworten.

Schöne Briefmarken-Sammlergrüße

deckelmouk
10.02.2007, 19:50
@schonus:

Nein, es gibt keine Liste. Hier eine zu veröffentlichen halte ich wegen dem Werbeaspekt nicht für gut. Die Liste würde auch zu subjektiv sein. Aber warum nicht zu einem bestimmten Verkäufer eine konkrete Frage stellen?

Ein seriöser Verkäufer antwortet schnell auf Fragen, hat gute Scans, schickt bei Bedarf prompt welche hinterher, macht auf das Rückgaberecht aufmerksam und steht zu seinem Material. Ausserdem sind die Nebenkosten sauber angegeben. Abstriche sollte man da nicht machen. Dafür steht u.U. zuviel Geld auf dem Spiel.

"Vorhandene Atteste ... Altprüfungen ... etc., müssen anerkannt werden" - ist absolut unseriös und ein guter Grund, bei solchen Philoutelisten nicht zu bieten. Ich kaufe eine Marke, kein Attest und keine Prüfsignatur. Entweder die Marke ist echt und hält einer Nachprüfung stand, oder ich lasse das Stück wieder zurückgehen. Das muss ein Verkäufer akzeptieren.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Niklas
10.02.2007, 20:46
Wenn ich Marken verkaufe, gehe ich als Verkäufer soweit, jede Marke auch zurückzunehmen, wenn der Käufer es will. Ich hatte bisher einmal den Fall, das ein Käufer sich vertan hatte und eine gekaufte Marke im Nachhinein doch nicht wollte (er hatte sie schon und es übersehen). Ist zwar trantütig von einem Käufer, aber ich breche mir keinen Zacken aus der Krone, wenn ich dann eine Marke auch zurücknehme. Sollte eine Marke oder Stempel falsch oder verfälscht nehme ich sie auf jeden fall zurück (jedoch ohne Erstattung der Prüfkosten).

Max und Moritz
10.02.2007, 21:15
schau doch mal auf der website von erstlesen vorbei.

google: briefmarken-ag eingeben.

schnonus1
10.02.2007, 21:30
@all - danke euch für alle bisher eingegangenen Tipps
- evtl. kommen ja noch mehr-)

Schöne Grüße

Dietemann
11.02.2007, 01:47
Mehr Tipps??
Ich habe mir die anderen Themen durchgelesen, da wird immer wieder über weniger seriöse Verkäufer und deren Praktiken berichtet.
Sofern man nicht den Mut verliert überhaupt dort zu kaufen, kann man nur daraus lernen - auch wenn sich nicht jeder Verdacht bestätigt (aber auch das gehört zum Lernen).

Wie heißt es so schön: " ebay ist nicht besser als Tauschtage oder Auktionshäuser", aber auch nicht schlechter. Augen auf zum Briefmarkenkauf!
Viel Erfolg

1867
11.02.2007, 08:23
... und ich glaube, Lehrgeld haben wir alle schon bezahlt
niemand schützt dich vor einer Fehlinvestition, die eigene
Lernbereitschaft über's eigene Sammelgebiet ist m.E. der
beste Schutz, die Anschaffung von Literatur und auch
die Beschaffung von Fälschungen (um daraus zu lernen)
halte ich für unbedingt notwendig <-- ohne dem lööpt nix,
denn niemand hat ständig Mama an seiner Seite ... :rolleyes:

desweiteren lohnt sich auch das ständige Beobachten von
Anbietern deines Sammelgebietes
allein daran kann du schon erkennen, bei wem es knallt und
bei wem nicht
wenn ein Anbieter ständig die gleichen Bewerber seines
Angebotes hat, kommt entweder top Material zum Angebot,
oder er hat 1, 2, 3 - 10000 Zweitaccounts
man muß da mit ein wenig Fingerspitzengefühl dran gehen,
aber da es ja um echtes Geld geht, wirste das schon tun
für mein Sammelgebiet habe ich sogar persönliche Kontakte
aufgebaut, welche ihre Sachen vorher bei mir vorbeischicken
um die höchstmögliche Echtheit bestätigt zu wissen
das nenn ich seriös
Irrtümer oder Fehler (was ja am Ende auch in Unwissenheit
niederschlägt) kommt auch dem Besten mal vor
Fakt ist das Bestreben der Verkäufer nur gutes Material
anzubieten

Jens
16.02.2007, 20:28
Hallo auch,

eine Liste mit Namen zu veröffentlichen ist rechtlich immer etwas problematisch. Da wäre ich vorsichtig.
Bewertungen können für´s erste sicher hilfreich sein. Prüfungen sind angesprochen worden. Sollten natürlich einer Nachprüfung standhalten - daher können diese nicht maßgeblich sein.
Die Beschreibung und Auskunftsfreude des Versteigerers ist sicher ein interessanter Aspekt: Ist das Produkt sachlich und treffend beschrieben? Manchmal hilft auch die Frage, ob man die Ware nach dem Zuschlag auch abholen könne oder vorher in Augenschein nehmen kann. Normalerweise ist das kein Problem.


Gruß

Jens

erstlesen
16.02.2007, 20:52
... Die Beschreibung und Auskunftsfreude des Versteigerers ist sicher ein interessanter Aspekt: Ist das Produkt sachlich und treffend beschrieben? Manchmal hilft auch die Frage, ob man die Ware nach dem Zuschlag auch abholen könne oder vorher in Augenschein nehmen kann. Normalerweise ist das kein Problem. Jens

Hallo Jens,

jeder Versteigerer in Deutschland gibt Auskunft und bei jedem Versteigerer kann man nach dem Zuschlag die Ware abholen. Wer als Versteigerer in Deutschland, seinen Pflichten nicht nachkommt, dem wird die Versteigerererlaubnis von der Industrie und Handelskammer entzogen.

Jens
17.02.2007, 21:07
@ Erstlesen

Hallo Jürgen,

nun, bei Auktionshäusern magst Du da sicher recht haben. Es geht sich hier aber um eBay. Wer da mal eben was los werden will, wird sich genau um die Beschreibung wahrscheinlich wenig kümmern. Und Abholen oder vorherige Inaugenscheinnahme geht schon mal garnicht. Ich fahre sicherlich auch nicht von Hamburg nach München, um einen angebotenen Artikel für 25.-Euro vor Ort zu begutachten. Aber die Frage ist um ihrer Antwort wegen von Interesse: Wenn alles sauber ist, steht dem nämlich absolut nichts im Wege!


Gruß

Jens

erstlesen
17.02.2007, 22:59
@ Erstlesen ... nun, bei Auktionshäusern magst Du da sicher recht haben. Es geht sich hier aber um eBay.

Hallo @Jens,

der gemeine Ebayer macht keine Versteigerungen und es gibt auch keinen Zuschlag. Deine Wortwahl kann nur Versteigerungen meinen.

Bei Ebay kann jeder Waren zum Verkauf anbieten. Dazu ist keinerlei Qualifizierung nötig und es gibt keine Eingangsbarrieren, außer der Anmeldung bei Ebay. Daraus resultiert fast zwangläufig, dass viele Artikel falsch beschrieben sind. Das ist meist keine Absicht der Anbieter, sondern quasi systembedingt, wenn auch nicht unabwendbar. Genau genommen ist das Risiko bei solventen Verkäufern in dem Fall sogar höher, als das Risiko des Käufers. Das relativiert sich wieder dadurch, dass der Käufer auch nichts merkt.

Zum Thema des Threads:

Eine Liste von Anbietern, die man meiden sollte, wäre problematisch, eine Liste von seriösen Anbietern gibt es auf meiner Seite http://briefmarken.ag, Link seriöse Anbieter.

Alle anderen Ratschläge dazu wurden schon gegeben. Ich fasse aber gerne noch einmal zusammen:

Kaufe nicht wenn:


Privatauktion (Bieter sollen nicht gewarnt werden können)
unscharfe Scans (um über den wahren Charakter des Angebots Unklarheit zu lassen)
Garantieausschluss (Der Verkäufer nimmt irrigerweise an, er könne die Erfüllungspflicht aushebeln, ist also vermutlich von der Fälschung selbst überzeugt und naiv dazu)
Geschwätz vom EU Recht bei Briefmarkenangeboten (Briefmarken sind keine Dampfmaschinen und die Funktionsgarantie macht keinen Sinn)
Dubiose Herkunftsreferenzen wie Dachboden, Sammler war Gerichtspräsident usw. (Der Briefmarke ist es egal, wo sie herkommt. Eine seriöse Referenz wäre, Los 234 der 108. Köhler-Auktion)


Falls die Punkte oben nicht zutrafen, dann stelle dem Verkäufer mindestens eine gute Frage. Bitte um einen größeren Scan, frage ob er von der Echtheit überzeugt ist oder ähnliches. Gerade der letzte Punkt ist nicht so schlecht. Oft gibt es verblüffende Antworten.

Antwortet der Verkäufer zügig und auch auf deine Fragen in deinem Sinne, ist das Risiko schon minimiert.

Hangover
18.02.2007, 12:24
Eine seriöse Referenz wäre, Los 234 der 108. Köhler-Auktion.

Kann ich für diese spezielle Losnummer weder beweisen noch widerlegen, möchte aber zu bedenken geben, dass auch bei renommierten Häusern schon häufiger Fälschungen unerkannt angeboten und zugeschlagen worden sind. Insofern kann es "hundertprozig seriöse" Referenzen nicht geben - Irrtum ist immer möglich, neue Erkenntnisse auch. Einer durch unsachgemäße Lagerung verfärbten ex-Boker Marke nützt ihre Referenz auch nix mehr...

erstlesen
18.02.2007, 18:44
... Einer durch unsachgemäße Lagerung verfärbten ex-Boker Marke nützt ihre Referenz auch nix mehr...

Hallo @Hangover,

danke für die Unterstützung und Ergänzung. Du hast 100% Recht! Es stimmt ganz genau! Auch jedem auf der Positivliste kann ein Irrtum unterlaufen. Deshalb kann man trotzdem eine machen!

philfrank
19.02.2007, 19:56
Zur ursprünglichen Frage: Frage doch einfach den Anbieter, ob er mit einer BPP-Prüfung einverstanden ist und die Prüfkosten für den Fall übernimmt, dass das Ergebnis nicht mit der Losbeschreibung übereinstimmt. Und er das Rückgaberecht bis zum Vorliegen des Prüfbefundes verlängert. Wer dem zustimmt, sollte eigentlich seriös sein.

Philitus
19.02.2007, 23:19
zitat: "...die Prüfkosten für den Fall übernimmt,..."

das wäre aber schon mehr als nur seriös :D

wenn etwas als ungeprüft verkauft wird... dann spielt es ja weniger geld ein (da eben nicht geprüft - und das wissen ja beide seiten dann)
daran kann man sicher nicht seriösität festmachen, ich würde diese frage bei angeboten die auch ausdrücklich als nicht geprüfte ware verkauft werden verneinen (ausser es ist gerade eine marke wo man es mit 100%iger sicherheit weiss) und bin aber sicher nicht unseriös deswegen....

Kyantarodor
20.02.2007, 15:48
Hallo @Philitus,

... der Verkäufer müsse seine Erlaubnis zur Prüfung geben, Stichwort Nachprüfgarantie!

... Jeder kann prüfen lassen wann, wo und wie oft auch immer.



Bei der Prüfung von Marken, die man in z.B. in den USA erworben hat, gibt es gerade durch neu angebrachte Signaturen/Stempel immer wieder Probleme. Denn manche Anbieter haben mir schon die Rücknahme trotz Falschprüfung verweigert, weil die Marke sich durch den Falsch-Stempel ja nicht mehr in dem Zustand befand, in dem sie verkauft wurde.

Deshalb frage ich nunmehr immer vorher, ob Signaturen bei der Prüfung angebracht werden dürfen. Und wird die Erlaubnis nicht erteilt, kaufe ich auch nichts mehr bei diesem Anbieter. Denn der gerichtliche Weg in fremdem Rechtsraum und fremder Sprache ist mir denn doch zu mühsam.

deckelmouk
20.02.2007, 16:06
@kyantarodor:

Da die US-Prüfvereinigungen nicht signieren, kann ich verstehen, dass ein Amerikanier über ein Signum nicht begeistert ist. Allerdings sollte das einen guten Verkäufer nicht daran hindern, die Marke zurückzunehmen...

@helmut2006:

Dann kommt es unter Umständen auf die Überschrift an. Wenn da steht "Berlin 21/34 **" - dann muss ich als Verkäufer das auch liefern, der Beschreibungstext kann dann ruhig "siehe Scan" lauten. Wobei man bei solchen schreibfaulen Verkäufern auch nicht kaufen sollte... Ich seh dem Minipixelding ja nicht immer an, ob da irgendwo ein Fehler ist, der die Marke abwertet.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Kyantarodor
20.02.2007, 16:33
Allerdings sollte das einen guten Verkäufer nicht daran hindern, die Marke zurückzunehmen...


Leider habe ich da auch mit renomierten amerikanischen Auktionshäusern schon gegenteilige Erfahrungen gemacht. ... Selbst ein persönliches Gespräch in Sindelfingen half da nicht weiter. :mad:

claus wentz
20.02.2007, 16:46
@deckelmouk
Kleine Ergänzung - in früheren Jahrzehnten signierten die US-Prüfer sehr wohl.

erstlesen
21.02.2007, 21:41
Trifft einer der Punkte zu, muss der Anbieter nicht zwangsläufig unseriös sein. Der Anbieter könnte ja auch aus Unkenntnis gehandelt haben. Die einzelnen Punkte sind aber Indizien, die im Vergleich mit dem Scan des Angebots schon sehr hilfreich sein können.

Kaufe nicht wenn:

* Privatauktion (Bieter sollen nicht gewarnt werden können)
* unscharfe Scans (um über den wahren Charakter des Angebots Unklarheit zu lassen)
* Garantieausschluss (Der Verkäufer nimmt irrigerweise an, er könne die Erfüllungspflicht aushebeln, ist also vermutlich von der Fälschung selbst überzeugt und naiv dazu)
* Geschwätz vom EU Recht bei Briefmarkenangeboten (Briefmarken sind keine Dampfmaschinen und die Funktionsgarantie macht keinen Sinn)
* Dubiose Herkunftsreferenzen wie Dachboden, Sammler war Gerichtspräsident usw.
* "Originalgummi ohne Falz", würde eigentlich postfrisch bedeuten, wird aber gerne für "verfälschten Gummi" benutzt
* Verkäufer gibt "Prüfgarantie", die jeder hat = Verstoß gegen Wettbewerbsrecht. Ist ein Privater beteiligt, ist die Verjährung aus dem Kaufvertrag 4 Jahre. Wird ein versteckter Mangel durch eine Prüfung erst kurz davor erkannt und dann unverzüglich gerügt, kann der Käufer noch auf Erfüllung bestehen. Die "Prüfgarantie" wird von Verkäufern gerne zeitlich kürzer begrenzt. 3 Monate, 6 Monate usw. auch die angeblichen Rechte daraus werden begrenzt: "Geld zurück". All diese Formulierungen sind 1. Wettbewerbswidrig und 2. NICHTIG!
* Widersprechen sich Titel, Beschreibung und Bild, kann auch ein Irrtum vorliegen. Immer den Verkäufer fragen, was nun richtig sein soll.

Zur Sicherheit, stelle dem Verkäufer mindestens eine gute Frage. Bitte um einen größeren Scan, frage ob er von der Echtheit überzeugt ist oder ähnliches. Gerade der letzte Punkt ist nicht so schlecht. Oft gibt es verblüffende Antworten.

gramoceras
21.02.2007, 22:13
@erstlesen

Dann muss ich mich im Sinne der oben geschriebenen Punkte als teilschuldig sehen; da ich für fast alle meine Marken die gescholtene Prüfgarantie über 6 Monate gebe.
Warum? Erstens möchte ich dem geneigten Käufer darlegen, dass er es mit einem ehrlichen Verkäufer zu tun hat (klingt jetzt leider etwas schwülstig :cool: ). Heißt, ich stehe zu meinen Beschreibungen, habe nix zu verbergen, er kann die Marke wieder zurückschicken usw. usf. Ich verstehe diese Prüfgarantie auch als Contrapunkt zu den ganzen Verkäufern, welche privat, unter Ausschluss von Gewähr, EU-Recht und den ganzen Käse verkaufen. Und das ist leider die Mehrheit.
6 Monate halte ich persönlich für einen fairen Zeitraum, in dem selbst Bund Marken in Berlin geprüft werden können. 1-2 mal im Jahr räume ich meine Homepage mit den scans auf, da dieser Platz nicht endlos ist. Meine scans mit 300 dpi produzieren entsprechenden Bedarf. Ansonsten würde ich auch ein Marke auch nach 6 Monaten noch zurücknehmen, ist aber zum Glück noch nicht vorgekommen; die Rückläufer kann ich an einer Hand abzählen.

Was also den Begriff Prüfgarantie betrifft bin ich für Verbesserungsvorschläge absolut offen!

Gruss Erwin Stefan

Fehldruck
21.02.2007, 22:16
Ergänzung:

-Gewerbliche Verkäufer sollten Impressum und Widerrufsrecht deutlich im Angebotstext haben.

-Der Verkäufer sollte klare Angaben zum Porto machen...möglichst gleich im Angebot, aber wenigstens konkret auf Nachfrage per mail. Bei privaten Anbietern sollte generell mindestens eine versicherte Versandvariante angeboten werden. (mindestens auf Nachfrage)

Fehldruck

erstlesen
21.02.2007, 22:58
... da ich für fast alle meine Marken die gescholtene Prüfgarantie über 6 Monate gebe.

Hallo @gramoceras,

hier kommt der Vorschlag. Philfrank macht es vor. Philfrank ist ein vom Volumen her bedeutender Ebay-Verkäufer und sein Verhalten 100% vorbildlich und steht aus gutem Grund auf meiner Positivliste der seriösen Verkäufer. Er schreibt sinngemäß:

Stellt sich bei einer neuen Prüfung heraus, dass meine Beschreibung wesentlich abweicht, ersetze ich Kaufpreis, Portokosten und Prüfgebühr.

Dazu würde ich noch ergänzen: Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.

Ich gebe keine Garantie für die Wirksamkeit, aber ich denke, damit die Risiken der Erfüllungspflicht auf die oben genannten Kosten zu beschränken - zu deren Übernahme, vom Betrag her - man ohnehin verurteilt würde. Zumindest würde ich hoffen, dass bei den, scheinbar kulanten, nach Rechtslage aber selbstverständlichen Zusagen, die Klagelust der Käufer gegen Null tendieren dürfte.

Mit einer solchen (sinngemäßen) Beschreibung, würde man sich von den bauernschlauen Naiven, deutlich abheben.

Cubitus
26.04.2007, 12:58
Hier mal das Gegenteil, die GRAUZONE, von der man tunlichst die Finger weg lassen sollte:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=280105530584&indexURL=0&photoDisplayType=2#ebayphotohosting
Es handelt sich hier um einen markenlosen (echt)gelaufenen Brief, auf dem ein Nachdruck gepappt wurde. Der Ausdruck 'Nachlassfund' soll ablenken. Gemäss den EBAY AGBs wird der Brief als NACHDRUCK angeboten wie auch in den vielen anderen Auktionen dieses Anbieters alles den Regeln entspricht:
http://cgi6.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewListedItems&include=0&userid=jenie24&sort=3&MfcISAPICommand=ViewListedItems&completed=1&rows=50&since=30
Wer hier kauft, bezahlt Lehrgeld. Dennoch sollten solche Sachen bei EBAY in eine extra Rubrik 'Fälschungen' reingestellt werden, dann hätte der Spuk ein Ende.
Wer lesen kann, ist auf jeden Fall klar im Vorteil.:rolleyes:

bayern klassisch
26.04.2007, 13:39
Also ich halte einen venezianischen Portobrief mit Oldenburger Teilfranktur für 8 Decimes nach Frankreich für ein glattes Schnäppchen. Da ist der angegebene Michelwert von 25.000 Euro (sind da die beiden Ganzsachen schon mit drin?) schon schwieriger nachzuvollziehen. Dass die Gebrüder Rothschild den damals hergegeben haben ...

Derzeit erst 9 Gebote, und das bei einer Rarität mit blauer Entwertung und schwarzem Ortsaufgabestempel ...

Cubitus
26.04.2007, 17:02
Es ist die angeschwollene Gierdrüse, die die Blutzufuhr zum normalen Menschenverstand unterbricht. Ansonsten ist das einfach nicht nicht nachvollziehbar.
Auch unser spanischer Freund (dragondo_es) hat sich beim einschlägigen Handel wieder mit div. 'Fanartikeln' eingedeckt:
http://cgi6.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewListedItems&include=0&userid=cartman1268&sort=3&MfcISAPICommand=ViewListedItems&completed=1&rows=50&since=30
Wahrscheinlich kauft er einmal und handelt dann für 100 aus, angesichts der Tatsache, dass er alle 3 Tage mit solchen Auktionen aufwartet:
http://cgi6.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewListedItems&include=0&userid=negromurs&sort=3&MfcISAPICommand=ViewListedItems&completed=1&rows=50&since=30
Vor 1-2 Jahren hat der mal für so etwas im Schnitt fast 1000 € kassiert, heute in I, F, NL, und GB weniger, aber die Opfer sterben nie aus.

fricke
27.04.2007, 10:13
Was für eine Liste soll denn das geben? Da müssten ja Hunderte oder gar tausende von Anbietern drauf. Und wer entscheidet wer da drauf kommt? Und rechtlich ist das sicher nicht sauber. Einige, die sich für seriös halten und nicht auf die Liste kommen - und vielleicht auch nicht gehören - werden mächtig Ärger machen.
Lug und Trug wird sich nie ausrotten lassen - und so auch nicht.
Wenn ich Mist kaufe und ein Anbieter Zicken macht, schreibe ich mir den Namen auf und kaufe dort eben nichts mehr. Den Analphabeten kann ohnehin nichts abverlangen. Denen mit bösem Willen kommt man sowieso nicht bei. Wer klagt schon für Kleinbeträge - und was kommt raus? Streiten ist sinnlos.

Wenn einer meiner Käufer unzufrieden ist, bekommt er sein Geld und Porto zurück. Bei einem 2€ Los kann ers auch noch behalten. Das kam bei mir bei etwa 3000 verkauften Losen 2 Mal vor - und das auch noch ungerechtfertigt.
Was stört mich das? Die paar Euro halte ich aus. Fehler habe ich natürlich auch schon gemacht. Dann wird es eben bereinigt.
Ich will mir auch meine postiven Bewertungen nicht gefährden und ebay als hervorragendes Werkzeug - quasi als Bartauschbörse nutzen und hier auch nicht auktionsfähiges Material zu handeln.

Wenn man die Wertungen aufmerksam liest merkt man meist sehr schnell mit wem man es zu tun hat.

*MGS*
28.04.2007, 01:47
Dem gesagten von Fricke kann ich mich hier voll und ganz anschließen.

Cubitus
28.04.2007, 08:29
@fricke
Ich meine keine Liste, sondern eine extra Section EBAY z.B. den Briefmarken angegliedert, in denen alles reingestellt werden muss, was als falsch, als Nachdruck usw. angeboten wird.
Vielleicht vor dem Einstellen der Auktion noch in der VK-Maske zwei Wahlbuttons zur Auswahl, in der der Verkäufer dann VERKAUFE als ECHT oder FALSCH anklicken kann.
Landen solche Sachen in der FÄLSCHUNGEN Rubrik, dann werden diese Auktionen irgendwann aufhören, mangels Schnäppchenjäger / Käufer, die für Altpapier hunderte ausgeben.

fricke
29.04.2007, 12:37
@fricke
Ich meine keine Liste, sondern eine extra Section EBAY z.B. den Briefmarken angegliedert, in denen alles reingestellt werden muss, was als falsch, als Nachdruck usw. angeboten wird.
Vielleicht vor dem Einstellen der Auktion noch in der VK-Maske zwei Wahlbuttons zur Auswahl, in der der Verkäufer dann VERKAUFE als ECHT oder FALSCH anklicken kann.
Landen solche Sachen in der FÄLSCHUNGEN Rubrik, dann werden diese Auktionen irgendwann aufhören, mangels Schnäppchenjäger / Käufer, die für Altpapier hunderte ausgeben.


Ich schätze, dass über die Hälfte der Anbieter - mindestens alle Laien - nicht einmal weiß, ob alle angebotenen Marken echt sind. Was sollen die ankreuzen?

Gerade bei Sammlungen und Konvoluten ist wohl eine Garantie wohl auch für Profis nicht möglich. Ein großes Konvolut oder eine Sammlung würde ich als Anbieter auch vom Umtausch ausschließen. Auch ein Käufer kann vertauschen oder "entnehmen" ohne dass ich das bei Hunderten oder Tausenden von Marken nachprüfen kann.

Sammlungen bei ebay ohne Möglichkeit der Besichtigung ist ohnehin ein Problem und reine Lotterie. Es kann ja sein, dass ein Sammler die teuren Bereiche mit Fälschungen oder Knochen (Lückenfüllern) besetzt hat - auch ohne böse Absicht, vielleicht nur aus Geldmangel. Die Laien-Erben bieten das dann an.

Ich würde bei ebay nie eine teure Sammlung kaufen, wenn ich den Anbieter nicht als kompetent und seriös kenne würde.

Es gibt solche guten professionellen Anbieter. Aber auch eine Positivliste halte ich rechtlich für fragwürdig.

Augen auf, Verstand einschalten - dann wird sich das Lehrgeld in Grenzen halten.

Aleks
29.04.2007, 18:54
Ich würde bei ebay nie eine teure Sammlung kaufen, wenn ich den Anbieter nicht als kompetent und seriös kenne würde.
Man sollte einen Schritt weiter gehen. Man sollte nie etwas teures kaufen, ohne faire Garantie.

Vor einigen Wochen wurde von einem sehr renommierten deutschen Auktionshaus ein Konvolut/Sammlung von polnischen Aufdruckmarken aus 1919 angeboten. Schöngeredet, aber keine Hinweise auf Prüfungen, warum wohl? Der Ausruf war mit über 500 Euro nicht gerade im Fälschungsbereich. Wer da zuschlägt - man kann ja kaum vorher prüfen - der setzt mit 95% Sicherheit 95% seines Einsatzes in den Sand und kann auf Grund der Geschäftsbedingungen noch nicht mal reklamieren. Schon bedenklich, wenn das Auktionshaus auf einen Hinweis noch nicht mal reagiert. Glücklicherweise ist niemand darauf reingefallen.

Der anderer Fall ist eine Sammlung, die bei eBay von einem alten Bekannten mit einem Aufreißer, der 70-80% des Werte darstellt, angeboten wird. Was ist, wenn der groß dargestellte und eindeutig identifizierbare Aufreißer falsch ist, aber die Geschäftsbedingungen eine Reklamation ausschließen? Typische Antwort auf entsprechende Nachfragen: "Dann bieten Sie doch nicht."

Mike

Ich BINS NUR
30.04.2007, 18:58
Man sollte einen Schritt weiter gehen. Man sollte nie etwas teures kaufen, ohne faire Garantie.



Typische Antwort auf entsprechende Nachfragen: "Dann bieten Sie doch nicht."

Mike

Hallo, warum nicht auch bei Ebay teure Marken kaufen ???

Ich habe im vergangenen Jahr bei Ebay Deutschland eine teure Sammlung Berlin postfrisch alles gute Werte Schlegel geprüft gekauft.
Der Anbieter war wohnhaft in Berlin, das ist nicht gerade um die Ecke jedoch sind 280 Kilometer auch nicht die Welt.
Mit dem Anbieter hatte ich im Vorfeld abgesprochen das ich die Sammlung, falls ich der Höchsbietende bliebe, persönlich abhole und vor Ort bar bezahle.
Da der Anbieter in seinem Angebot ein Rückgaberecht, Prüfgarantie angeboten hatte, war er auch bereit, bei einem Missfallen meinerseits, den Kauf rückgängig zu machen.
Was soll ich sagen, ich habe eine tolle Sammlung zu einem fairen Preis erstanden und freue mich diese erworben zu haben.

Meine Meinung, wer bereit ist einen Betrag von 1000,00 Euro und mehr für eine Ware ausgeben , kann doch auch eine persönliche Abholung vereinbaren. Wohnt der Anbieter jedoch in unerreichbarer Ferne, muss man nicht unbedingt kaufen.
Natürlich sagen Antworten wie: Dann bieten Sie doch nicht, eigentlich alles

Wenn ein Anbieter in der Artikelbeschreibung oder auf Anfrage kundtut, Abholung leider nicht möglich ! :mad: :mad: :mad:
Da gibts nur eins FINGER VON DEN DINGERN :confused: :confused:

Allen ein schönen 1. Maifeiertag

erstlesen
12.05.2007, 22:06
Hallo,

ein großes Problem sind auch die verschwiegenen Mängel bei Briefmarken. Die Qualität ist genauso entscheidend, wie der Katalogwert.

Ich bekam heute Artikel "1872 Small Shield Mi 8 Fine Used (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=270114528290)", angeboten bei ebay.de zugeschickt. Als Bild gab es das hier zu sehen:
http://i15.ebayimg.com/06/i/000/9b/ac/5a66_1_b.JPG

Was ich erhielt ist das hier:

http://stampsx.com/0/moz-screenshot-60.jpg

Zu sehen ist eine gut zentrierte, zentrisch gestempelte Marke in normaler Zähnung. Tatsächlich ist es eine tief eingerissene und stockfleckige Marke II. Wahl.

Von Beileidsbekundungen bitte ich abzusehen. Mir wird schon kein Schaden entstehen. Die Arbeit, die mit der Reklamation verbunden ist, natürlich ärgerlich. Die Chance für den Verkäufer, dass jemand die Marke einfach so behalten hätte, war doch gleich Null. Warum schreibt er nicht: Riss? Auf jedem 300 DPI Scan wäre der Riss zu sehen gewesen.

Ganz am Rande, als Porto wurden 3 Euro verlangt, siehe auch in der Beschreibung. Erhalten habe ich einen Normalbrief mit 48 Pence frankiert. Das alles wirkt auf mich unseriös.

Jurek
26.06.2007, 21:18
„Lücke im System“?

Wohl die neue eBay-Bieter-Masche, wie man ein Höchstgebot erzielt (?):

eBay dazu:
___________________
„Herzlichen Glückwunsch! Der folgende eBay-Artikel, für den Sie am XX.XX.XX um XX:XX:XX MESZ ein Gebot in Höhe von EUR XXXX,XX abgegeben haben, kann jetzt gekauft werden:

Ihr Preis: EUR XXXX,XX

Angebotsende: XX.XX.XX (HEUTE) XX:XX:XX MESZ

================================================== ====================
Dieses Angebot sollten Sie nicht verpassen! Sofort-Kaufen!
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXX
================================================== =====================

Angebot an unterlegene Bieter --------------------------------------- Der Verkäufer (XXXXXXXX) verwendet die Option "Angebot an unterlegene Bieter" entweder, weil der Höchstbietende nicht in der Lage war, die Transaktion abzuschließen, oder weil der Verkäufer über einen zweiten identischen Artikel verfügt.

Der Verkauf dieses Artikels unter Verwendung der Option "Angebot an unterlegene Bieter" steht in Einklang mit den eBay-Grundsätzen. Sie können nach Abschluss der Transaktion mit dem Verkäufer Bewertungen austauschen. Es stehen Ihnen auch alle eBay-Services zur Verfügung, wie z.B. Käuferschutz.
----------------------------------------------------------------------
Handeln Sie schnell - dieses Angebot gilt nur für kurze Zeit! --------------------------------------- Wenn Sie sich diese Chance nicht entgehen lassen möchten, sollten Sie schnell handeln. Das Angebot verliert seine Gültigkeit am XX.XX.XX XX:XX:XX MESZ.

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXX

Vielen Dank,
eBay“
___________________

Und so wird es (vielleicht) gemacht:
Der Verkäufer engagiert Komplizen, der für diesen den Preis nach oben treibt. Steigt der zweithöchste Bieter aus, dann folgt dieser Plan 2 und das geht an den MEHR-„Zweithöchstbieter“, der sonst nicht so weit gegangen wäre, wenn nicht 'künstlich' beigeführt …

FRAGE: Könnte es nicht so ablaufen?

Andreas Gminder
26.06.2007, 21:39
Hallo,

ein großes Problem sind auch die verschwiegenen Mängel bei Briefmarken. Die Qualität ist genauso entscheidend, wie der Katalogwert.

Ich bekam heute Artikel "1872 Small Shield Mi 8 Fine Used (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=270114528290)", angeboten bei ebay.de zugeschickt. Als Bild gab es das hier zu sehen:
http://i15.ebayimg.com/06/i/000/9b/ac/5a66_1_b.JPG

Was ich erhielt ist das hier:

http://stampsx.com/0/moz-screenshot-60.jpg

Zu sehen ist eine gut zentrierte, zentrisch gestempelte Marke in normaler Zähnung. Tatsächlich ist es eine tief eingerissene und stockfleckige Marke II. Wahl.

Von Beileidsbekundungen bitte ich abzusehen. Mir wird schon kein Schaden entstehen. Die Arbeit, die mit der Reklamation verbunden ist, natürlich ärgerlich. Die Chance für den Verkäufer, dass jemand die Marke einfach so behalten hätte, war doch gleich Null. Warum schreibt er nicht: Riss? Auf jedem 300 DPI Scan wäre der Riss zu sehen gewesen.

Ganz am Rande, als Porto wurden 3 Euro verlangt, siehe auch in der Beschreibung. Erhalten habe ich einen Normalbrief mit 48 Pence frankiert. Das alles wirkt auf mich unseriös.

Hallo,

warum dann eine positive Bewertung mit "Alles Bestens, gerne wieder" und so weiter? Warum nicht negativ mit "Marke defekt, Porto zu hoch"?

beste Grüße,
Andreas

dorok_rsv
26.06.2007, 21:50
... könnte, könnte ... so ein Quatsch. Die Möglichkeit habe ich selber schon mal genutzt.
1.) Jedes Mitglied kann sein Profil so einstellen, dass er solche Angebote nicht wünscht.
2.) Ausser Einstellgebühren spare ich mir als Verkäufer nichts, dafür muss ich dem nächst darunter liegenden ein Festpreisangebot anbieten. Um meinen Artikel nicht zu lange zu blockieren, gebe ich maximal 1Tag ein, also kurzfristig oder gar nicht, das reicht m.E. für den Käufer aus, denn er beschäftigt sich ja schon länger mit den Artikel.
3.) Den alles entscheiden Zuschlag gibt immer noch der (potentielle) Käufer ab. Er kann das Angebot ablehnen.
4.) manchmal ist diese Funktion ganz nützlich um weitere Artikel kurzfristig Interessenten zum Festpreis anzubieten.
5.) Ich wähle diese Möglichkeit nur, wenn ich den Artikel mehrfach habe, was nicht selten ist, aber nur dann, wenn der VK den EK+Gebühr keineswegs unterschreiten wird - oftmals bei geringen Preisen lohnt es sich aber gar nicht bei geringen Geboten dem Unterbietenen auch noch ein Angebot zu unterbreiten.

PS. die hochwertigen Doubletten bei denen sich ein paar Euros weniger auch gut rechnen würde, habe ich selten mehrfach. Um welche Angebotssummen geht es denn hier wieder worüber man/frau sich aufregt

erstlesen
26.06.2007, 22:00
Hallo, warum dann eine positive Bewertung mit "Alles Bestens, gerne wieder" und so weiter? Warum nicht negativ mit "Marke defekt, Porto zu hoch"? beste Grüße, Andreas

Hallo Andreas,

ich habe den Scan an den Verkäufer geschickt. Der hat mir sofort und ohne Diskussion fast den vollen Kaufpreis erstattet. Er beruft sich auf ein Versehen. Das muss ich ihm glauben. Kann doch auch wirklich sein. Wer verkaufen will, sieht nicht so genau hin. Weshalb nach Mängeln suchen?

bayernsammler
26.06.2007, 22:03
Der Riss ist auf dem Scan klar erkennbar :rolleyes:
Fazit:
Auch ein "Papst" geht mal baden....:D

Andreas Gminder
26.06.2007, 22:06
Hallo Andreas,

ich habe den Scan an den Verkäufer geschickt. Der hat mir sofort und ohne Diskussion fast den vollen Kaufpreis erstattet. Er beruft sich auf ein Versehen. Das muss ich ihm glauben. Kann doch auch wirklich sein. Wer verkaufen will, sieht nicht so genau hin. Weshalb nach Mängeln suchen?

Hallo,

ja klar, ist einleuchtend. Kulanz sehe ich durchaus auch als positiv zu bewertende Eigenschaft - gerade bei ebay.

beste Grüße,
Andreas

Dagmar
27.06.2007, 11:47
...Kaufe nicht wenn:


Privatauktion (Bieter sollen nicht gewarnt werden können)
unscharfe Scans (um über den wahren Charakter des Angebots Unklarheit zu lassen)
Garantieausschluss (Der Verkäufer nimmt irrigerweise an, er könne die Erfüllungspflicht aushebeln, ist also vermutlich von der Fälschung selbst überzeugt und naiv dazu)
Geschwätz vom EU Recht bei Briefmarkenangeboten (Briefmarken sind keine Dampfmaschinen und die Funktionsgarantie macht keinen Sinn)
Dubiose Herkunftsreferenzen wie Dachboden, Sammler war Gerichtspräsident usw. (Der Briefmarke ist es egal, wo sie herkommt. Eine seriöse Referenz wäre, Los 234 der 108. Köhler-Auktion)


Ich habe hierzu eine Frage. Ich selbst habe bald einiges zu verkaufen. Nehmen wir mal die DDR-Sammlung, komplett in Vordruckalben. Ich gehe davon aus, dass alles postfrisch ist, kann es aber nicht mit Sicherheit sagen. Prüfen lassen rentiert sich wohl kaum? Wenn ich das jetzt verkaufe, bei Ebay, tendiere ich dazu, kein Rückgaberecht zu gewähren, WEIL ich zu wenig Ahnung habe. Es könnte ja jetzt jemand kaufen, der sich die guten Stücke rauspickt, durch gute Fälschungen oder schlechtere Originale ersetzt und es mir zurückschickt, aus welchem Grund auch immer. Und ich würde es nicht mal merken. Wie soll man sich hier als ahnungsloser Verkäufer verhalten? Denn die Käufer sind sicher nicht seriöser als die Verkäufer - es gibt solche und solche... ???

erstlesen
27.06.2007, 12:38
Hallo @dagmar,

die Argumente, die du nennst, kann man schreiben (kein Umtausch, weil Sammlung). Das ist nachvollziehbar. Im Gegenzug würde ich alle teuren Marken auch gut (groß genug) von der Rückseite abbilden. Gratisbilderdienste gibt es genug.

Unseriös ist es, zu schreiben "wie besehen" und es gibt nichts zu sehen. Zusätzlich würde ich auf die Möglichkeit hinweisen, die Sammlung vorher zu besichtigen oder nachher abzuholen. Das ist seriös.

Dagmar
27.06.2007, 12:48
Danke für die Antwort, dann werde ich es so machen.

Was die "besseren" Marken angeht, wo kann man da die Grenze ziehen? Ich wollte bei dieser Sammlung ungern den Michel zu Rate ziehen, weil es einfach so viele Marken sind (DDR von Anfang bis Ende), bis ich da jede überprüft habe, sitze ich ja Stunden um Stunden. Vielleicht für eingefleischte Sammler nicht nachvollziehbar, aber für mich ist es einfach ein Wertgegenstand, den ich bestmöglich, aber ohne zu großen Aufwand verkaufen will.

(Sorry, dass dieser Post nicht ganz zum Thema passt)

erstlesen
27.06.2007, 13:46
Hallo nochmal,

eine einfach Maßnahme ist, man geht zum Briefmarkenhändler und fragt, was der bezahlen würde. Im Normalfall sieht der sich die besseren Werte an und wird Mängel die er findet gleich erwähnen.

Dann sagt man vielen Dank und geht wieder. Was man auch fragen kann, ob die Sammlung wirklich komplett ist.

Für teuer würde ich hier einmal > 50,- Euro sagen. Zeig einfach einmal einen Scan Rückseite der teuren 1953 Köpfe. Dann kann man schon einmal sehen, ob das Wasserzeichen richtig ist.