Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berlin 1948 / 49 - 1954
schnonus1
04.02.2007, 03:33
Hallo,
wie ist eure Einschätzung der Preisentwicklung für den Erwerb der "guten" Werte für Berlin - Rot/Schwarz-Aufdruck , Währungsgeschädigte etc.? Werden sie noch weiter fallen oder eher nicht in den nächsten Jahren?
Die Marktpreise dafür sind in jüngster Vergangenheit ja schon gefallen - und nun ist die Frage ob das für die Sammlungsvervollständigung in diesem Gebiet ein guter Zeitpunkt ist.
Sind Preise ca. 50 - 60 % Michel dafür fair oder etwas überzogen (meine für geprüft mit FA-Schlegel). Denn für diesen Preis kann man diese ja oft auch schon direkt bei Schlegel im "Laden" erwerben und hat dann fast 100% Gewähr , daß Attest und die dazugehörigen Marken bzw. Block(s) auch ohne Nachprüfung echt sind, weil aus erster Hand.
Danke im Voraus.
Schöne Grüße
@schonus: Der Verkaufspreis der besseren Bund- und Berlinwerte wird nach meiner Einschätzung auch in der Zukunft kontinuierlich, aber gering sinken. Das Angebot steigt und die Nachfrage sinkt, das ist eine einfache Sache.
Wenn Du das Geld hast und es Dir nichr leid tut um das Geld, solltest Du kaufen und Dich an den Marken erfreuen. :) Das Leben ist vielleicht schön und interessant, aber auch kurz. :D
Die Idee bei Schlegel zu kaufen, finde ich gut, aber Du solltest über die Zähnung prüfen, daß Marken und Attest zusammengehören und vielleicht ist es auch schön, wenn das Attest zeitnah ist. Die Quittung würde ich in einem Anhang zur Sammlung aufheben.
Mit Sammlergruß mur
Hallo schonus
50-60 % bei den postfrischen Anfangsjahren Berlin finde ich schon ein hohe Hausnummer. Die würde ich zu diesen Preisen in der heutigen Zeit nur kaufen wenn eine Besonderheit dabei ist (Eckrand/ Rand/ Dz. ähnliches).
Was den Preisverfall inbesondere bei gestempelten Briefmarken angeht, möchte ich zu @ mur noch ergänzen, dass dies bei gestempelten Marken nur mit 08/15 Eckstempel, leichten Rundstempel, Wellenstempel gilt. Selbst wenn sie tiefstgeprüft sind. Briefmarken aus den Anfangsjahren mit wirklich richtigen Vollstempel kosten auch richtiges Geld, werden selten angeboten und das wird auch so bleiben. Das ist auch gut so.
Christian
@schnonus1
Hallo, ich denke die Preise werden in den nächsten Jarhen für
Attestware nicht sehr stark weiter nachgeben.
Attestware ist doch im Gegensatz zu Signum (besonders bei postfrisch)
anderes gefragt und eine andere Qualtitätsstufe.
Wenn einmal die Marke mit Singnum "versaut" wurde, ist diese zumindest für
ein viele "**" Fans für immer verloren und bei Attest auch schon "zweite Wahl". Ich hoffe, dieser Satz löst keine Diskussion aus.
Ich habe meine damaligen ** Atteste auch bei Schlegel Berlin gekauft.
Rechnungen habe ich zwar nicht zu den Attesten gelegt, aber könnten noch
in einer Ablage sein.
Einwandfreie Abwicklung. Händler sind (nat.) immer teuerer.
Günstiger wird es, wenn man von Sammler an Sammler geht.
Klar beide Seiten sparen Sie die Kosten für Provisionen (Auktionen) bzw.
die hohe Handelsspanne.
Viele Grüße und freue mich auf Nachricht
sharp_4
Harald
bauerharson@aol.com
deckelmouk
04.02.2007, 11:58
Hallo Schonus,
herzlich Willkommen im BDPh-Forum! Wenn ich regelmässig durch das eBay-Angebot schaue, dann kann ich jede Woche bei Berlin die Nr. 1-34 + Block 1 zehnmal ** mit Fotoattest Schlegel kaufen (ohne Besonderheiten wie Eckrandstücke oder PLF). Die Preise dafür liegen ungefähr bei 30% Michel.
Mir gefallen diese Marken sehr gut, wenn ich sie haben möchte, dann würde ich jetzt kaufen und mich daran erfreuen. Als "Investment" sehe ich das nicht. Grosse Steigerungen sehe ich auch nicht, ob es noch weiter nach unten geht, das kann immer sein. Aber wie @sodrei schreibt, wenn die Marken einwandfrei postfrisch ohne Signum sind, dann kann man nicht ganz viel verkehrt machen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Fehldruck
04.02.2007, 12:36
....auch bei Saalauktionen wird man mittlerweile so um die 40%Michel fündig. Man kann sich die Marken vorher ansehen und kann die Ware persönlich in Empfang nehmen. Oft gibt das Auktionshaus die Ware erst zum Schlegeln (Attest,Befund,Prüfsignatur usw.) und man erwischt frisch geprüfte Ware.
Aber jeder, wie er möchte....:)
@schnonus1 als Halbberliner? hast Du doch in Berlin viele Möglichkeiten. Kennst Du Saalauktionen?
Fehldruck
@deckelmouk:
na ja, ganz so häfig ist der Rotaufdruck auch nicht
10 x mit Attest bei Ebay ist deutlich übertrieben.
Vermutlich sind kaum mehr als 1 - 2 Attest Rotaufruck wöchentlich
bei Ebay als Auktion. Sofortkäufe bzw. Shops zu Festpreisen ist
was anderes.
Ich habe öfters in diesem Bereich die Angebot angeschaut - mit
Attest wirklich nicht sooooooooooooo oft.
Block 1 ** ist etwas öfters im Angebot, aber oft nicht einwandfrei
und oft auch ohne Attest!!!
@Fehldruck, nicht alles was bei Auktionen als ** angeboten
wird, ist bei einer Prüfung auch **ATtest einwandfrei.
Möchte sagen, leichte Gummifehler usw. finden Prüfer immer gerne.
Wirklich auch bei Auktionen nur bereits mit Attest kaufen
Sonst hat man viele Schreibereien und und und.
Beste Grüße
sharp_4
harald
Mobby2003
04.02.2007, 12:51
Hallo Schonus,
habe vor ein paar Tagen zum ersten mal bei Felzmann mitgeboten und bei einigen Bund Eckrändern und einem Heuss komplett Viererblock ohne Ecke den Zuschlag erhalten. Die Preise lagen bei 30 - 40 % Michel. Auch bei Pumpenmeier im Nachverkauf habe ich einige gute Eckrandsätze für 25 - 40 % erwerben können. Für Eckränder finde ich den Preis sehr günstig. Außerdem ist man doch ziemlich sicher bei einer Prüfung der Marken keine Überraschung zu erleben.
mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
schnonus1
05.02.2007, 01:35
Danke erstmal für eure Antworten.
Also, um die 40% müßte also schon was zu bekommen sein in sehr guter Qualität? Das liest sich gut aber da ist die Frage wo - ohne das Risiko eine gute (Teil-) Fälschung zu erhalten.
Mir ist klar es gibt viele wirklich ehrliche Philatelisten - auch Sammler aber die muss man erstmal näher kennen. Das gleiche gilt bestimmt auch für die verschiedensten Versandhändler, E-bay´er und Auktionshäuser.
Wo man sich absolut drauf verlassen kann, wenn es heißt: neues FA-Attest vom bpp vorliegt oder geprüft, diese auch definitiv so geprüft wurden, d.h. selbst die Prüfung aufgegeben wurde - ohne Manipulation oder "Verschönerungen" danach.
Gibt es da eine Liste oder aus der eigenen Erfahrung - wer da zuverlässliche seriöse Verkäufer sind?
Bin auf diesem Gebiet noch relativ unerfahren.
In den frühen Neunzigern bin ich zwei, drei Mal auf sehr windige - wie sich im Nachhinein herausstellte - Angebote z.B. von Andreas Behrens Briefmarkenversand Hannover reingefallen. Viele Falschstempel und die Prüfsiganturen auch nicht immer ganz koscher.
Nun noch Jahren der rel. Ruhe ist das Briefmarkenfieber wieder ausgebrochen und jetzt ....
Eine gute Woche allen Briefmarkensammlern -)
deckelmouk
05.02.2007, 08:21
@schonus1:
Mein Tipp wäre der Kauf über eBay, da dort die geringsten Nebenkosten anfallen, aber unter Beachtung des folgenden:
1. Nimm Dir Zeit - keine Last-Minute-Gebote, sondern suche erst einmal entsprechende Angebote heraus und beobachte die Endpreise. Lese Dir die Texte sorgfältig durch.
2. Attestware - das Attest sollte aktuell sein (2005 oder 2006). Lese Dir auch genau den Text durch, da stehen oft interessante Sachen... Wenn kein Bild vom Attest dabei ist - nicht bieten oder einen Scan anfordern
3. Kein Kauf von Privatverkäufer, sondern nimm einen gewerblichen, der Dir ein klares Rückgaberecht einräumt, dessen Impressum und Widerufsbelehrung stimmt und der auch einer Nachprüfgarantie zustimmt (es gibt auch Privatverkäufer, die das tun)
4. Setz Dir eine Obergrenze. Biete immer ungerade Beträge. Biete in der letzten Sekunde. Oder lass über einen Sniper bieten.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hallo @schonus1,
parallel wird hier im Forum über den Kauf bei BPP-Prüfern diskutiert, schau´doch da mal nach.
@ schonus
Fotoattest sind sehr fälschungssicher.
Um nicht zu sagen, bei dieser Preisgruppe von Marken
Handelswert rd. 200 - 600 Euro für die Marken Sätze.
werden Attest nicht gefälscht.
Der Aufwand für den Fälscher ist da sehr hoch. Da ist es
viel, viel leichter ein Signum zu stempeln..........
Es gibt eine echtheitsmerkmale bei Attesten.
..................
Singnaturen sind im Gegensatz zu Attesten sehr, sehr
leicht zu fälschen.
--------------------------
Bei Auktionen dürfte der Preis für Attestware sich so -
für deine gesuchten Sätze - bei so 40 - 45 % inlusive den
Zuschlagen/Aufgeld liegen.
Immer mit den üblichen Schwankungen (Sommer/Winter,
hat Anbieter überhaupt die Marken als Attestware im Angebot
oder nur gest./ welcher Schwerpunkt hat Auktionshaus und und und).
Beste Sammlergrüße
sharp_4
harald
bauerharson@aol.com
@schnonus
Hallo,
ich habe nochmals eine PN gesendet.
Grüße
Sodrei/ Harald
bauerharson@aol.com
Was du brauchst sollst du haben.
Ob du es dir leisten kannst, keine Ahnung.
Zur Vervollständigung deiner Sammlung, sollte dir kein Taler zu wenig sein.
Ist auf jeden Fall wichtig und deinem Ego wirds auch gefallen.
Da ist es egal was es kostet.
Ich bin schon lange komplett auf meinem Sammelgebiet und staune immer
wieder, was es doch noch gibt. Dieses Material ist dann zwar teuer, aber
alles andere hab ich ja schon, also was solls ...
gib Gas ... gib aus was du hast (denn solche Schätzchen hast nur du)
beste Grüßle vom 1867
@schonus: Der Verkaufspreis der besseren Bund- und Berlinwerte wird nach meiner Einschätzung auch in der Zukunft kontinuierlich, aber gering sinken. Das Angebot steigt und die Nachfrage sinkt, das ist eine einfache Sache.
Hallo, auf die Gefahr hin, dass es ein wenig OT ist: Es scheint ja doch nur noch recht wenige Sammler dieser Gebiete zu geben. Beispiel Berlin 1. Glockensatz, laut Michel 250.000 Sätze. Zieht man den normalen "Ausschuss" ab (defekte Marken, damals achtlos weggeworfene Marken usw.)., bleiben vielleicht 150.000 bis 200.000 sammelwürdige Sätze. Die Serie ist aber bei ebay leicht zu bekommen, also ist ein guter Teil nicht in "festen Händen". Es kann also nicht wesentlich über 100.000 Sammler dieser Marken geben (Einheiten-, Briefesammler usw. nicht mal berücksichtigt). Laut Startseite von www.bdph.de gibt es in Deutschland über 3 Millionen Sammler - hm, also sammelt nur noch jeder 30. überhaupt Berlin der frühen Jahre, wenn ich das richtig sehe. Wenn das so weitergeht, interessiert sich bald kein Mensch mehr dafür. Das wäre schade, denn gerade die frühen Nachkriegsausgaben "erzählen" ja auch viel über jene Zeit zwischen Verzweiflung, täglicher Not und Aufbruch.
Grüße narovon
Max und Moritz
09.02.2007, 23:37
Hallo narovon,
deine Überlegung ist nicht ganz richtig.
Denn die "nur 150.000" sammelwürdigen Sätze hat es ja seit Erscheinen schon immer nur gegeben, d. h. , daß auch damals (zu Hochzeiten des Briefmarkensammelns) schon die Marken nur von einem "erlauchten" Kreis gekauft werden konnten bzw. sich nur wenige Sammler dafür interessiert haben.
Die meisten der heutigen 3 Mio. Sammler sind Gelegenheitssammler, Bund-Jahrgangssammler (irgendwo müssen die ja herkommen und für die Umsätze der Post AG sorgen), Motivsammler usw.
Eines meiner Lieblingsgebiete (Deutsche Bes. WK II) glänzt mit Auflagen von nur wenigen hundert bis 5000 Exemplaren, ist aber bis heute (mit Ausnahmen natürlich :D :o ) finanzierbar.
Es war also schon immer so.
Nichtsdestoweniger sind lt. heutiger BDPh-Meldung die Auflagenzahlen Bund von 2004 auf 2005 rapide gesunken. Welche Gründe gibt es dafür?
Philitus
10.02.2007, 00:36
ich nehme schwer an, dass der rückgang auch stark mit den neuen elektronischen möglichkeiten zu tun hat (da diese ja in den letzten jahren deutlich vereinfacht wurden von der post - gerade auch für firmen...)
das heisst: heute verwenden schon mal von vornherein viel weniger firmen noch briefmarken als wohl 2004 noch.... und das allein macht bestimmt schon was aus
claus wentz
10.02.2007, 09:25
@Philitus - Falschannahme - Seit der Ausgabe von selbstklebenden Marken hat der Verbrauch von Briefmarken in der Geschäftswelt rapide zugenommen.
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