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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berlin Währungsgeschädigtenblock - FDC



Polarfahrt
07.12.2006, 19:25
Hallo Sammlerfreunde,

Ich bin auf der Suche nach einem gestempelten Berlin Block 1 für meine Sammlung und bin auf folgendes Exemplar bei einem seriösen Phila-Studio aufmerksam geworden. Bin mir aber nicht so ganz sicher, ob es ein Original ist...:confused: Nun wollte ich mich mal erkundigen, ob es Sinn macht einen solchen ungeprüften Block zu kaufen. Ihr könnt euch ja mal den Scan anschauen und sagen, was Ihr davon haltet, bezüglich Stempel & Block). Eine Prüfung bei Herrn Schlegel wäre bestimmt nicht ganz billig. Was würdet Ihr maximal für ein solches Exemplar ausgeben?

Vielen Dank & Grüsse

deckelmouk
07.12.2006, 20:07
@polarfahrt:

Du hast schon einen Blick hier drauf geworfen? http://www.bdph.de/kdb/fileadmin/PDF_Dateien/Ortsfalschstempelberlin.pdf - einen aktuellen Michel hab ich nicht zur Hand, aber ich erinnere mich daran, dass empfohlen wird, nur geprüfte Stücke zu erwerben. Mit anderen Worten: Du kommst nicht drum herum, einen Prüfer zu bemühen, nachdem Du vorher die Nachprüfgarantie vereinbart hast. Die Prüfkosten solltest Du in den Gesamtpreis einrechnen. Der Block Nr. 1 ist Massenware, auf eBay sind ständig ein paar im Angebot - mit Attest. Mach erst einmal den Preisvergleich.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

husterjo
07.12.2006, 21:10
@polarfahrt:
Wenn es ein seriöses Haus ist wird es sicherlich eine Prüfgarantie geben. Falls der Stempel dann doch falsch ist, kannst Du den Block ja zurück geben.
Neben der Prüfgarantie würde ich auch noch vereinbaren, dass das Haus die Prüfkosten übernimmt, falls der Block falsch ist.
Wenn das Haus sich auf diese Absrpachen nicht einlässt, Finger weg und weitersuchen.
Gruß
Jörg

Jurek
07.12.2006, 21:21
„Massenware“ bei diesem Block 1 ist gut… ;) Auch die schwarze Einser wird oft angeboten…
Oder ab wann (z.B. ab wie viel €uro) gilt ein Angebot als „Massenware“?

Eine andere Frage bezüglich diesem Block:
„seriösen Phila-Studio“… Ein seriöser Angebot hat wohl 5 Jahre Garantie?
Lass es bitte Prüfen. Wenn echt, wirst du die (teuren) Kosten tragen, wenn falsch, normalerweise dieses „seriöse Phila-Studio“…
Aber ich meine je nach Angebot (denn wie viel verlangt dieses „seriöse Phila-Studio“ dafür?), dass es u.U. auch je nach Rechnung (das sollte man kalkulieren, d.h. auch die teure Prüfgebühr einkalkulieren, wie Lars auch meint), besser wäre gleich wo schon mit einem Attest diese „Massenware“ ( ;) ) zu kaufen…
Es gibt leider allzu viele Fälschungen! Unlängst staunte ich nicht schlecht, als mir welche Leute da aus dem Internet etliche kopierte Seiten ihrer Angebote zusandten, dabei Vieles „o.O.“ oder direkt mit Verweiß auf „Nachdrucke“ (und zwar bei Stücken, sie sich normalerweise gewaschen haben) …

Wenn ich bedenke, wie viel ich einst für meine DDR-MiNr. 439aII für Nachprüfung (denn sie sind altgeprüft gewesen!) mit Attest gezahlt habe, dann möchte ich schon weiterempfehlen je nach Angebot … es sich zu überlegen, ob es doch nicht vielleicht rel. günstiger wäre schon geprüfte Stücke zu kaufen…

saeckingen
07.12.2006, 21:31
@Jurek
Oder ab wann (z.B. ab wie viel €uro) gilt ein Angebot als „Massenware“?

Genau das ist der Trugschluß! Teuer bedeutet noch lange nicht selten. Die teuerste Ausgabe der Bundesrepublik kostet immer noch annährend einen vierstelligen Betrag - ich rede vom ** Posthornsatz. Trotzdem bezeichne ich den gerne als Massenware, da die Beschaffung überhaupt kein Problem darstellt! Man benötigt nur das nötige "Kleingeld", dann kann man fast unbeschränkte Mengen kaufen.

Letztes Jahr wurden auf der Briefmarkenbörse Sindelfingen an einem einzigen Stand um die 300 komplette einwandfreie Sätze angeboten - inklusive Bogensätze.

Auch der von Dir angeführte schwarze Einser ist keine seltene Rarität, da ständig auf dem Markt erhältlich.

DMD
07.12.2006, 21:58
Wenn ich denn mal einen gestempelten Berlinblock Nr. 1 sehe, kommt mir direkt folgende Frage in den Sinn

Wieviele komplette gestempelte Berlin-Sammlungen gibt es wohl ?
Komplett im Sinne von alle Hauptnummern und die Blöcke

Ferrari
07.12.2006, 21:58
Also weder ein Währungsgeschädigtenblock noch ein schwarzer Einser noch ein Posthornsatz ist Massenware, denn diese fehlen in fast jeder Sammlung.
Wer auch immer so etwas behauptet, sammelt die entsprechenden Gebiete offenbar nicht selbst oder stellt die Begriffe Massenware und Seltenheit aus Jux auf den Kopf.

Mfg
Ferrari

DMD
07.12.2006, 22:11
@Ferrari,
allein bei ebay sind momentan 20 Blocks angeboten
Natürlich bekommst du den nicht zehnfach in einem Massenlot (auch nicht einmal:) ), aber du bekommst ihn ohne Probleme.

Christian E. Geigle
07.12.2006, 23:40
Hallo Sammlerfreunde,

Ich bin auf der Suche nach einem gestempelten Berlin Block 1 für meine Sammlung und bin auf folgendes Exemplar bei einem seriösen Phila-Studio aufmerksam geworden. Bin mir aber nicht so ganz sicher, ob es ein Original ist...:confused: Nun wollte ich mich mal erkundigen, ob es Sinn macht einen solchen ungeprüften Block zu kaufen. Ihr könnt euch ja mal den Scan anschauen und sagen, was Ihr davon haltet, bezüglich Stempel & Block). Eine Prüfung bei Herrn Schlegel wäre bestimmt nicht ganz billig. Was würdet Ihr maximal für ein solches Exemplar ausgeben?

Vielen Dank & Grüsse

Hallo Polarfahrt!

Die Echtheitsprüfung ist nicht schwer. Der Block ist auf Wasserzeichenpapier gedruckt und fluoresziert unter der Prüflampe nicht. Die (relativ ungefährlichen) Nachdrucke haben kein Wasserzeichen und leuchten schön hell unter UV-Licht.

Schwieriger ist die Stempelprüfung, denn es gibt sehr gute Fälschungen des ESSt. Das kann man aber auf einem Scan nicht erkennen, sondern nur im Original.

Bei dem Stück handelt es sich nicht um einen vollwertigen FDC, da die Stempelabschläge nicht auf den Umschlag übergehen. Es könnte sich um einen nachträglich auf einen Ersttagsumschlag (ja, die sahen so aus, hatten aber meist eine fortlaufende Nummer) aufgeklebten Block mit ESSt. handeln. Herr Schlegel wird also nur die Echtheit von Block und Stempel sowie ggfls. die einwandfreie Qualität attestieren können, nicht aber den viel höher bewerteten FDC.

Zuguterletzt: Bei Stücken dieser Preisklasse gehört es bei einem seriösen (!) Händler zum guten Ton, die Prüfung und Attestierung für den Kunden zu veranlassen. Wer die Kosten hierfür (bei FA "echt und einwandfrei" rund 100 Euro plus Porto) übernimmt, ist Verhandlungssache. Fällt das Stück bei der Prüfung durch, hat der Kunde nichts verloren. Sträubt sich der Verkäufer gegen eine Prüfung oder will keinen Nachprüfungsvorbehalt anerkennen, gibt es nur ein ganz klares "Finger wech, sonst Geld wech!".

Im übrigen: Wer gleich einen attestierten Block kauft, spart Zeit, Mühe und eventuell Ärger.

CEG, der hier mal prüfgebietsübergreifend berät ;)

Ferrari
08.12.2006, 00:47
@CEG

Kleiner Scherz gefällig oder wie ??:D

Um einen FDC (Ersttagsbrief) handelt es sich hier sowieso nicht. Denn nirgends ist eine Anschrift zu sehen. Bei Marken auf Briefen ohne Anschrift handelt es sich nicht einmal mehr um Briefstücke, sondern lediglich um Blankoabschläge. So sieht der Umschlag meiner Meinung nach auch aus, nämlich nicht gelaufen. Der Sammler wollte halt eine saubere Unterlage und hat dafür als Erinnerungsstück diesen interessanten Umschlag genommen.
Da kommt es auch nicht mehr darauf an, ob der Stempel auf die Papierunterlage übergeht oder nicht.

Mfg
Ferrari

deckelmouk
08.12.2006, 06:51
@ferrari:

Was hat ein FDC mit der Anschrift zu tun? Blanko-FDCs sind genauso FDCs wie echt gelaufene Briefe vom Ersttag. Die Wertigkeit von echt gelaufenen FDCs ist in der Sammlerschaft höher, aber die Katalogbewertung bezieht sich nicht darauf. Zitat aus dem Michel-Deutschland-Spezial von 2004:

"Ersttagsbrief (FDC) (First Day Cover):

Umschläge oder Karten, die am ersten Gültigkeitstag der aufgeklebten Marke(n) abgestempelt werden. Einige Postverwaltungen geben besondere (Schmuck-)Umschläge, oft mit ausgabeanlassbezogenen Sonderstempeln, heraus. In den MICHEL-Katalogen wird zwischen amtlichen und privaten (Schmuck-)Belegen nur in Ausnahmefällen unterschieden."

(Aufgemerkt: Michel spricht von "Umschlägen", nicht von Briefen! D.h. eine Adresse ist nicht notwendig)

Ansonsten ist "teuer" und "häufig nachgefragt" nicht gleichbedeutend mit "selten". Die hochbewerteten Standardausgaben der BRD sind immer noch sehr leicht zu beschaffen - wenn man das Kleingeld dazu hat. Keiner würde bei einem S-Klasse-Mercedes von einer Rarität sprechen, nur weil er teuer ist. Klar hören die Bayern-Sammler nicht gerne, dass der Einser Massenware ist. Aber überzeuge mich mal vom Gegenteil!

Beste Sammlergrüsse!

Lars

arabas
08.12.2006, 07:36
Genau!
Versuch dagegen mal eine Bund 699Rd gestempelt zu bekommen! Die ist zwar auch relativ teuer (750 M€), aber eben auch extrem selten. Wird so gut wie nie angeboten, und bei den Händlern erntest du nur ein mitleidiges Lächeln.
Posthorn oder Bayern 1 kann ich jeden Tag kaufen, Kleingeld voraus gesetzt.
Gruss
Arabas

Ferrari
15.12.2006, 20:43
@ferrari:

Was hat ein FDC mit der Anschrift zu tun? Blanko-FDCs sind genauso FDCs wie echt gelaufene Briefe vom Ersttag. Die Wertigkeit von echt gelaufenen FDCs ist in der Sammlerschaft höher, aber die Katalogbewertung bezieht sich nicht darauf. Zitat aus dem Michel-Deutschland-Spezial von 2004:

"Ersttagsbrief (FDC) (First Day Cover):

Umschläge oder Karten, die am ersten Gültigkeitstag der aufgeklebten Marke(n) abgestempelt werden. Einige Postverwaltungen geben besondere (Schmuck-)Umschläge, oft mit ausgabeanlassbezogenen Sonderstempeln, heraus. In den MICHEL-Katalogen wird zwischen amtlichen und privaten (Schmuck-)Belegen nur in Ausnahmefällen unterschieden."

(Aufgemerkt: Michel spricht von "Umschlägen", nicht von Briefen! D.h. eine Adresse ist nicht notwendig)


@deckelmouk @ arabas

Also ihr macht es euch schon sehr leicht...

Natürlich spricht Michel von Umschlägen, denn der Brief ist üblicherweise im Umschlag oder wie verschickt ihr eure Briefe ? :cool:

In deinem Zitat spricht Michel in keinster Weise davon, daß es sich bei solchen Belegen nicht um beförderte Belege handelt oder hast du den Text nicht vollständig zitiert? Zu dieser Beförderung gehört natürlich eine Adresse, sei es auf einem Umschlag oder auf der Karte. Ergo ist natürlich ein Ersttagsbeleg nur dann vollwertig, wenn er befördert wurde.

Das Thema Massenware ist zur Lachnummer verkommen. Ich wünsche euch viel Spaß bei der Schließung euerer Billiglücken, denn die Massenware habt ihr ja alle schon. :D :D :D

Mfg
Ferrari

deckelmouk
15.12.2006, 20:58
@ferrari:

Das Zitat ist vollständig, bitte keine Unterstellungen. Und wenn mich Berlin interessieren würde, dann könnte ich alle Hauptnummern gestempelt/postfrisch in geprüfter Qualität sofort auf eBay kaufen. Ergo - Massenware. Das Massenware nicht billig sein muss, steht auf einem anderen Blatt. Das sich nicht jeder das leisten kann, auch.

Versuche das gleiche mal mit einem beliebigen altdeutschen Sammelgebiet. Oder Luxemburg. Luxemburg ist ein gutes Beispiel: Ausgabenhöhe Klassik z.T. im vierstelligen Bereich. Da hast Du kaum eine Chance, das innerhalb eines Jahres zu komplettieren.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Ferrari
15.12.2006, 21:08
@deckelmouk

Großartige Erkenntnis, daß Massenware nicht billig sein muß. Selten so gelacht. :D :D

Im übrigen habe ich dir gar nichts unterstellt. Umso besser, wenn dein Zitat vollständig war. Dann hätte ich noch gerne von dir gewußt, woraus du ableitest, daß es sich bei den Michelpreisen für FDC um nicht beförderte Belege handelt.

Mfg
Ferrari

Aleks
15.12.2006, 21:36
Die teuersten Kleinbögen von Polen werden jeden Monat angeboten. Zwei Kleinbögen aus 1993 wurden seit 10 Jahren nicht angeboten. Was ist Masse?

Mike

Stan
15.12.2006, 21:39
@ Ferrari da muss ich @deckelmouk vollkommen Recht geben!! Er hat vollkommen Recht Massenware kann durchaus teuer sein und selterne Marken durchaus billig!!

Fehldruck
15.12.2006, 21:49
...ich sag es mal so...Ferrari ist ein Unikat und Ferrari sind Massenware...

Ich finde auch, daß Ware, die in Massen auftaucht Massenware ist....beim Briefmarkensammeln wird es aber häufig für Billigmarken eingesetzt...wobei da ja auch Unikate(z.B. Stempel..) dabei sein können.
Ihr definiert es halt anders..

Ferrari die Micheldefinition FDC müssen wir Dir aber nicht vorlesen oder?
Steht doch in jedem Michel vorn drin. (Die FDC Bewertung FDC bezieht sich auf Belege....gleichgültig...,ob es sich um gefälligkeitsgestempelte oder um echt gelaufene Sendungen handelt.)
Ergo...Ein FDC muß nicht befördert sein, um dem Michelpreis FDC zu genügen.

Fehldruck

Ferrari
15.12.2006, 22:33
@ fehldruck


Ferrari die Micheldefinition FDC müssen wir Dir aber nicht vorlesen oder?
Steht doch in jedem Michel vorn drin. (Die FDC Bewertung FDC bezieht sich auf Belege....gleichgültig...,ob es sich um gefälligkeitsgestempelte oder um echt gelaufene Sendungen handelt.)
Ergo...Ein FDC muß nicht befördert sein, um dem Michelpreis FDC zu genügen.

Eigentlich war ja deckelmouk gefragt, aber du hast dich dafür ins Fettnäpfchen gesetzt:

1. Das was du schreibst steht so nicht in meinem Deutschland Spezial 1. Teil von 2003.
2. Selbst wenn, was verstehst du dann bitteschön unter einer Sendung, doch wohl daß der Beleg befördert wurde oder etwa nicht.
3. Zur bisher niveaulosen Diskussion bzgl. Massenware hast du ein interessantes Beispiel gebracht. Wenn etwas in großer Menge vorliegt, dann ist es Massenware. Hinzu kommt typischerweise das Merkmal billig und zwar unabhängig von der Nachfrage. Wer nun tiefer einsteigen möchte, dem empfehle ich ein Lehrbuch der Mikroökonomie. Dann können wir gerne wieder weiterreden.

Mfg
Ferrari

philaservice
15.12.2006, 22:33
@deckelmouks Zitat stammt aus dem Abschnitt "Markentechnische und wichtige philatelistische Begriffe von A bis Z" im Michel Deutschland Spezial 2004 Seite 11.
Es wurde absolut vollständig und korrekt widergegeben.

Für alle, die es jetzt immer noch nicht glauben wollen hier jetzt ein Zitat aus dem gleichen Katalog, Abschnitt Preisnotierungen, Seite 7:

"Die FDC Bewertungen gelten für Belege mit Abstempelungen vom 1. Gültigkeitstag, ohne Rücksicht auf die Portogerechtheit der Frankatur.

Portogerechte, echt gelaufene, Belege vom 1. Gültigkeitstag verdienen oft zum Teil erhebliche Preiszuschläge." Zitat Ende !

Dieser 2. Satz des Zitats sagt im Umkehrschluss eindeutig (!!), dass der im Katalog angegebene Michel-Preis für alle anderen Belege (ausserhalb von Satz 2) gilt, egal ob mit oder ohne Anschrift gilt !!

Weitere Ausführungen hierzu im Zusammenhang mit Ersttagsstempeln macht Michel auf Seite 13 / 14 des o.a. Kataloges.

Der Satz von @ferrari .... "Ergo ist natürlich ein Ersttagsbeleg nur dann vollwertig, wenn er befördert wurde." ....

ist also total aus der Luft gegriffen ....

meint
philaservice

Ferrari
15.12.2006, 22:49
@philaservice

Es ist natürlich mißlich, daß Michel anscheinend alle Nase lang die Definitionen verbiegt. Im Katalog 2003 steht nun was anderes drin, als 2004.
Trotzdem liegt hier meiner Meinung nach auch für die 2004-Variante eine klassische Fehlinterpretation von dir vor.
Denn es steht nirgendwo, daß die Bewertungen für nicht gelaufene Belege gelten. So ein Malheur. ;)

Mfg
Ferrari

philaservice
15.12.2006, 22:58
@philaservice

Es ist natürlich mißlich, daß Michel anscheinend alle Nase lang die Definitionen verbiegt. Im Katalog 2003 steht nun was anderes drin, als 2004. ....

Mfg
Ferrari

@ferrari ... Du beziehst Dich in Deinem Posting von 22:33 Uhr auf den Michel Deutschland Spezial 2003 Teil 1 ....

Nun, mir liegt auch dieser Katalog vor und die von @deckelmouk und mir zitierten Passagen stehen dort wortwörtlich an gleichen Stellen auf den gleichen Seiten ...

Kommentar überflüssig
meint
philaservice

Ferrari
15.12.2006, 23:12
Jedoch steht da nichts von dem was du behauptest :D :D

Mfg
Ferrari

philaservice
15.12.2006, 23:15
@philaservice

Denn es steht nirgendwo, daß die Bewertungen für nicht gelaufene Belege gelten. So ein Malheur. ;)

Mfg
Ferrari

@ferrari

Ich hatte eigentlich nicht vor den ganzen Katalog abzuschreiben, als ich vorhin auf weitere Ausführungen zum Thema auf Seite 13/14 hingewiesen habe.

Aber okay … und jetzt – obwohl deckungsgleich – aus dem Deutschland Spezial Teil 1 -2003:

„ … Die Bewertung Ersttag bzw. FDC im Michel-Katalog bezieht sich auf alle Belege, die am ersten Tag der Gültigkeit der aufgeklebten Marke(n) abgestempelt wurden, nicht aber auf lose gestempelte Marken. Dabei ist es gleichgültig, ob die Belege einen Sonderstempel oder den Tagesstempel irgendeines Postamtes aufweisen, ob es sich um gefälligkeitsgestempelte Belege oder um echt gelaufene Sendungen handelt.“

Zitat Ende !

Ferrari
15.12.2006, 23:48
Danke Philaservice !

Ich wollte dir keine unnötige Arbeit machen. Begriffe auseinanderzuhalten ist wirklich wichtig. Aber Michel schafft es offenbar bis heute nicht.

Sämtliche Forumulierungen in diesem Zusammenhang sind schwammig.

Auch aus deinem neuerlichen Zitat geht in keinster Weise hervor, daß die Bewertung für nicht beförderte Belege gilt.

Erst der nächste Absatz "Achtung: Liegt der FDC-Preis niedriger als der Briefpreis, so gilt er nur für nicht gelaufene oder Sammlerbriefe. Die Preise für portogerecht frankierte, echt gelaufene FDC sind in diesem Fall mindestens gleich denen von Bedarfsbriefen.",bringt des Rätsels Lösung. Nur wenn also ein zweiter Preis angegeben wird, bezieht sich der FDC-Preis auf unbeförderte Belege oder auf "Sammlerbelege".

Aber selbst das kann nicht wirklich befriedigen. Denn was ist schon ein Sammlerbeleg oder wie sieht man einem Brief an, mit welcher Absicht er befördert wurde ????

Gibt es eigentlich zwei Bewertungen beim Block 1 Berlin. Ich frage, weil ich keinen Teil 2 zur Hand habe.

Mfg
Ferrari

deckelmouk
15.12.2006, 23:52
Hoppla, kaum kuckt man "Piraten der Karibik 2" und schon verpasst man die schönste Diskussion.

@ferrari:

Wenn Du die alten "Philatelie"-Ausgaben zur Verfügung hast, dann lese bitte mal nach, was Altmeister Schlegel zum Thema "Brief" im Zusammenhang mit echt gestempelten DR 909/910 geschrieben hat.

Zum Thema Erstagsbrief: Im englischen heisst es "First Day Cover" - wortwörtlich übersetzt also "Ersttagsumschlag" und nicht "Ersttagsbrief". Ich will keinen Streit mit Dir anfangen, aber wenn Du nur nachweislich echt gelaufene Briefe als Erstagsbriefe akzeptierst, dann wirst Du nur bei Einschreiben mit Ankunftsstempeln wirklich Glück haben. Ansonsten könnte ja die Adresse nachträglich...

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Aleks
15.12.2006, 23:54
Eine dumme Frage: Wie könnt ihr eigentlich vernünftig sammeln, wenn ihr nicht in der Lage seit, ohne die Hilfe von 3-4 Michel-Versionen einschätzen zu können was wie gut und wie teuer ist?:confused: :confused: :confused:

Mike

Ferrari
15.12.2006, 23:59
@deckelmouk

So kann´s gehen. Dumm aber auch.
Es ist übrigens nett, daß du Englisch kannst. Aber zwischen können und beherrschen liegt auch noch ein Unterschied, wie du gerade bewiesen hast.
Im Deutschen wird nämlich nicht so genau unterschieden, was ein Umschlag und was ein Brief ist. Im Englischen schon.
Und schon bist du nochmal ins Fettnäpfchen getreten.
Für einen echt gelaufenen Ersttagsbrief würde kein Engländer First-Day-Letter sagen. Denn mit Letter ist immer der geschriebene Brief gemeint, also der Inhalt des Umschlags.
Aber du kannst dich noch einmal retten, wenn du mir erklärst, was ein "wrapper" ist.

Mfg
Ferrari

Ferrari
16.12.2006, 00:04
@Aleks

Antwort:
Die Diskussionslust ist vergleichbar mit der Sammelleidenschaft.
Sie bricht immer wieder aus. Die eine ersetzt zum Glück nicht die andere. ;)

Mfg
Ferrari

philaservice
16.12.2006, 00:06
Eine dumme Frage: Wie könnt ihr eigentlich vernünftig sammeln, wenn ihr nicht in der Lage seit, ohne die Hilfe von 3-4 Michel-Versionen einschätzen zu können was wie gut und wie teuer ist?:confused: :confused: :confused:

Mike

Hallo Aleks,

auf die dumme Frage gibt`s ne einfache Antwort :)

Für meine eigene Sammlung von Berliner Postgeschichte, die irgendwann vor 1900 aufhört, interessiert mich der Michel nen absoluten Sche......ck !

Mir ging`s hier lediglich um klare Definitionen ... darum, dass erstmal gelesen wird, bevor irgendwelche Behauptungen aufgestellt werden !

Aber die Diskussion geb ich jetzt auf; es scheint Leute zu geben, die einfach nicht zugeben können, wenn sie neben der Spur laufen ....

Gruss
philaservice

deckelmouk
16.12.2006, 00:12
@ferrari:

FDC/EDU/EKU - alles das gleiche? Oder doch nicht?

Beste Sammlergrüsse!

Lars

P.S. "Wrapper" hat mehrere Bedeutungen. Such Dir eine raus. Ist mir mittlerweile wurscht.

Ferrari
16.12.2006, 00:18
@philaservice

War doch eine konstruktive Diskussion. Hast du meine Frage an dich eigentlich gelesen.
Das hätte mich noch sehr interessiert, ob es nun 2 FDC-Preise für Berlin Block 1 gibt oder nicht. Melde dich !

Mfg
Ferrari

Aleks
16.12.2006, 00:24
Könnte sich irgendjemand vorstellen, warum ich manche/viele Sachen nicht (mehr) sammle, weil andere definieren was toll ist?:D:cool:

Ich habe gerade einige Tage mit einem Sammlerfreund in Italien per Mail über eine Feldbestimmung diskutiert. Ich weiß, wir spinnen, aber es ist irre, wenn man forschen kann.

Mike

Ferrari
16.12.2006, 00:27
Eine dumme Frage: Wie könnt ihr eigentlich vernünftig sammeln, wenn ihr nicht in der Lage seit, ohne die Hilfe von 3-4 Michel-Versionen einschätzen zu können was wie gut und wie teuer ist?

Mike


Hallo Aleks,

Da fällt mir noch was ein. Da du gerne von Massenware sprichst, sammelt man diesen Berlinblock am besten in allen Varianten. Warum sollte man sich bei Massenware auch zurückhalten.

Mfg
Ferrari

philaservice
16.12.2006, 00:36
@philaservice

War doch eine konstruktive Diskussion. Hast du meine Frage an dich eigentlich gelesen.
Das hätte mich noch sehr interessiert, ob es nun 2 FDC-Preise für Berlin Block 1 gibt oder nicht. Melde dich !

Mfg
Ferrari

Es gibt "natürlich" keinen zweiten FDC-Preis ! Muss es ja auch nicht geben, denn auch deine Schlussfolgerung "Nur wenn also ein zweiter Preis angegeben wird, bezieht sich der FDC-Preis auf unbeförderte Belege oder auf "Sammlerbelege"." ist wieder falsch !

Zitat aus Michel:

"Achtung: Liegt der FDC-Preis niedriger als der Briefpreis, so gilt er (Anmerkung: er = der FDC-Preis) nur für nicht gelaufene oder Sammlerbriefe. Die Preise für portogerecht frankierte, echt gelaufene FDC sind in diesem Fall mindestens gleich denen von Bedarfsbriefen."[/COLOR]

Was der portogerecht frankierte, echt gelaufene FDC in solchen Fällen "wert ist", sagt der letzte Satz des Zitats: Mindestens den Briefpreis !

[COLOR="Blue"]Und dafür muss es folglich keine extra ausgewiesene 2. FDC-Bewertung geben !

Ferrari
16.12.2006, 00:44
He Philaservice,

Bist du nun müde geworden oder warum regst du dich so künstlich auf ?

Natürlich reden wir nun von 2 Preisen, sogar du selbst.
Daher nochmals meine Frage: Ist der FDC-Preis von Bln. Bl. 1 niedriger als die Briefbewertung von Bln. Bl.1 ?

Das wäre jetzt wirklich interessant.

Mfg
Ferrari

philaservice
16.12.2006, 00:57
He Philaservice,

Natürlich reden wir nun von 2 Preisen, sogar du selbst.

Mfg
Ferrari

???
Ich geb`s auf :confused: :confused: :confused:

Ach so: wenn es so wäre, hätte ich es geschrieben, aber hier sind die Preise trotzdem:

Briefpreis nach Michel Euro 4.500,00
FDC-Preis nach Michel Euro 5.000,00

Gute Nach @all
philaservice

deckelmouk
16.12.2006, 07:13
Es ist übrigens nett, daß du Englisch kannst. Aber zwischen können und beherrschen liegt auch noch ein Unterschied, wie du gerade bewiesen hast.
Im Deutschen wird nämlich nicht so genau unterschieden, was ein Umschlag und was ein Brief ist. Im Englischen schon.
Und schon bist du nochmal ins Fettnäpfchen getreten.
Für einen echt gelaufenen Ersttagsbrief würde kein Engländer First-Day-Letter sagen. Denn mit Letter ist immer der geschriebene Brief gemeint, also der Inhalt des Umschlags.


Lieber Ferrari,

Du kannst mir gerne meine englischen Sprachkenntnisse absprechen, allerdings würde ich mich dann an Deiner Stelle auch nicht soweit aus dem Fenster lehnen. Auch im Deutschen hast Du durchaus präzise Formulierungen, die das Thema eigentlich verdeutlichen sollten: "Schmuckumschlag" - "Blanko-FDC" etc. Und "letter" sollte man nicht mit "lettersheet" verwechseln... Wobei ich Dir zugestehe, dass man dort im englischen nicht ganz so genau ist.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Wawelgeist
16.12.2006, 18:11
Nach @ferraris Meinung kann nur der angehängte Umschlag ein FDC sein. Er ist echt gelaufen.
Leider kann man nur als absoluter Fachmann oder mithilfe eines Kataloges feststellen, dass dieser Brief tatsächlich am ersten Verkaufstag der beiden Marken gestempelt und befördert wurde.
Bei sog. Schmuck-FDC's sieht man dies besser, auch wenn er nicht befördert wurde.

Betr.: Massenware = Billigware:

Ich suche einen Satz polnischer Portomarken von 1938/1939.
Mit Ausnahme des höchsten Wertes werden diese 7 Marken (MiNr. 92-99) im Michel 2004/05 zwischen 0,10 E und 0,20 E bewertet - gestempelt. Der gesamte Satz kostet lt. Michel gestempelt 4,-- E.
Im polnischen Fischer-Katalog werden diese Marken (D92-D99) mit fast den gleichen Beträgen bewertet, obwohl Zloty geteilt durch 3,7 = Euro (in etwa) gerechnet wird. Der ganze Satz wird hier mit 4,60 Zl. angegeben.

Aber: Ich habe noch nie Marken dieses Satzes lose gestempelt oder auf Brief gesehen.
Massenware oder was?

Gruß,
Andreas

Wawelgeist
16.12.2006, 18:12
:mad: Och menno ! :mad:

Seid so lieb und verkleinert das Bild auf vertretbare Größe.

Vielen Dank,

Andreas

Aleks
16.12.2006, 18:24
@wawelgeist
Schieb mal rüber, mit welchem Programm Du Deine Bilder bearbeitest.

Zur D92-D99: Da hat Dir der Boss in Sifi einen Beleg vor der Nase weggekauft. Da hättest Du besser suchen müssen.:p :p Man weiss aber, warum er froh darüber war...

Mike