Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was hat Eure Wahl für ein Sammelgebiet am meisten beeinflusst?
Angeregt durch die vielen Diskussionen um Wertsteigerung bei BUND, würde mich Eure Meinung dazu interessieren.:)
wuerttemberger
30.10.2006, 15:59
Ich habe mir ein Gebiet herausgesucht, das exotisch ist, die Marken leicht beschaffbar und die Möglichkeiten philatelistsich und postgeschichtlich zu forschen noch schier unerschöpflich sind.
Es handelt sich um..... - manche mögen es kaum glauben - die Pfennigzeit Württembergs von 1875 bis 1925!
Das Merkmal des exotischen Sammelgebietes ist leicht erfüllt, denn die Marken von Bayern und des Deutschen Reichs aus dem gleichen Zeitraum sind viel beliebter und werden verhältnismäßig häufiger gesammelt.
Die meisten Marken sind zu Centbeträgen und moderaten Preisen bis ca. 25 Euro zu bekommen. Es gibt nur 3 Marken, die in der Anschaffung teurer sind.
Das wichtigste Argument dieses Sammelgebite zu pflegen ist jedoch, dass es noch kein Handbuch dafür gibt. Es gibt so viele Varianten der Gummierung, Zähnung und Druckplatten, dass es eine wahre Freude ist. Und das Gute daran ist, dass man viele Seltenheiten noch zu einem Spottpreis bekommen kann.
Der Michel-Spezialkatalog zeigt nur ca. 10% des tatsächlichen Umfangs dieses Gebietes.
Ein kleines Beispiel soll dies demonstrieren. Die Dienstmarken mit Wasserzeichen ab 1906 sind auf Papier gedruckt, das von der Reichsdruckerei schon gummiert geliefert worden ist. Wer sich bei Germania nur ein bischen auskennt weiß, dass es Friedens- und Kriegsdrucke gibt. Viele Dienstmarken von Württemberg gibt es auch in beiden Varianten.
Die Beispiele für dieses vielfältige und spannende Sammelgebiet liesen sich weiter fortsetzen, aber bevor ich noch zum Jubelgesang anhebe will ich dieses posting schließen. :D
Gruß
wuerttemberger
crantsch
30.10.2006, 19:45
...das beschreibt "moderne Feldpost" am besten. relativ wenige Sammler, überschaubare Kosten (naja:p ), schwierig in der Beschaffung (muss man sich schon reinhängen) und es gibt keine Abos...
Aber ich will keine Werbung machen ;)
Lumpus2000
30.10.2006, 20:14
Es ist ein abgeschlossenes Gebiet
DDR und Bayern
... und irgendwann werde ich sie ALLE haben !
Bis dahin werde ich jede Menge Spaß am Sammeln und Vervollständigen haben ... und danach kommt ..?? (mal sehen :p )
Oh man, habt ihr es einfach. Was soll ich denn abstimmen, wenn ich einige sich total wiedersprechende Sammelgebiete habe?
- Postgeschichte Thorn, von Anno Tabak mit allem drumherum bis heute - Forschen - Exotik
- Generalsammlung Polen, postfrisch (ich weiß, ich spinne) - moderat, postfrisch, künstlerisch, manchmal teuer, wenn älter
- Atomschiffspost, Atomschiffsmotive auf Marken - ja warum denn eigentlich? Exotik oder Opposition im Wendland?
... nur Wertsteigerung, Vordruckalben und Kataloge, die habe ich mir früh abgeschminkt.
Es gab leider einige Fehlleitungen von Leuten, die es hätten besser wissen müssen. Noch heute zeugen einige Kisten und Ordner von diesen jugendlichen Irrtümern.
Mike
Dirk Bake
30.10.2006, 20:28
Ich hätte mir zwei weitere Kategorien gewünscht:
- Weil das gleiche Sammelgebiet bereits in der Familie gepflegt wurde und ich nun für die Sammlung zuständig bin
- Weil Input für dieses Sammelgebiet kostenlos aus der täglichen Bedarfspost entnommen werden kann
Ich habe vor rund 20 Jahren neben der modernen, für mich damals schon langweiligen Bundsammelei ein abgeschlossenes deutsches Gebiet aus der Zeit bis 1945 gesucht und dafür den Michel-Spezial studiert. Ich war völlig offen und besaß keinerlei Vorlieben, nur sollte das Gebiet einigermaßen übersichtlich sein, womit das Deutsche Reich ausfiel (die Idee, nur einen Teil des Reiches zu sammeln, etwa nur Brustschilde, kam mir damals nicht).
Der Entscheidungsprozess ähnelte einem Ausschlussverfahren:
- Vor den altdeutschen Staaten besaß ich zuviel Respekt; ich meinte, die könne man nur als Profi mit prall gefüllter Brieftasche sammeln. Das sehe ich heute nicht mehr ganz so extrem, ich sammele auch einen altdeutschen Staat, wenn auch eher nebenher.
- Mit den Kolonien konnte ich irgendwie nichts anfangen. Ich war für ihre Reize einfach nicht empfänglich, und das ist bis heute so geblieben.
- Für die Besetzungsgebiete in den beiden Weltkriegen konnte ich mich irgendwie auch nicht begeistern.
- Blieb das Trio Danzig, Memel, Saar. Tja, und da "funkte" es bei Danzig, obwohl ich nicht wissen konnte, worauf ich mich da einlassen würde. Wenn man sich in das Gebiet jenseits des Katalogs vertieft, ist es philatelistisch derart reichhaltig (auch in seinen zahlreichen Abgründen), dass man gar nicht mehr aufhören kann, obwohl ich mich dem in Mode gekommenen systematischen Sammeln von Stempeln stets versagt habe. Alleine das Zusammentragen portorichtiger Einzel- und Mehrfachfrankaturen ist eine endlose Tätigkeit.
Derzeit denke ich allerdings darüber nach, noch einmal eine Spezialsammlung eines kleinen Gebietes anzufangen, aber dieses Mal eines wirklich exotischen: Tasmanien. Aber noch habe ich mich nicht ganz überwunden.
Hallo auch,
nun, um es kurz zu machen:
Ich sammel
- Belarus
auch einer persönlichen Bindung wegen
- Bund
Nun, ansich obligatorisch - aber für mich ein abgeschlossenes Sammelgebiet (ich sammeke Bund nur in DM - Währung). Die Aktuellen Ausgaben sind nicht das, was mich philatelistisch oder sonst wie vom Hocker reißt.
- Aland / Grönland
der überschaubaren Ausgabenpolitig aber im wesentlichen der ansprechenden Gestalung wegen.
@ Aleks
... nur Wertsteigerung, Vordruckalben und Kataloge, die habe ich mir früh abgeschminkt.
Du sprichst mir aus der Seele.
Gruß
Jens
@Jens
auch einer persönlichen Bindung wegen
war auch nicht unbeteiligt....:) :) :)
Mike
Tibet: (http://fuchs-online.com/tibet)Ein Artikel von Kurt Dahnke vor 25 Jahren im Sammlerdienst. Titel des im Sammlerdienst. Titel des Artikels war: Tibet sammeln, warum nicht". Na ja, warum eigentlich nicht dachte ich mir...
Nepal Klassik: (http://fuchs-online.com/nepal) Weil ich von Tibet schon fast alles habe und das was noch an Tibet fehlt jeweils den Preis eines Kleinwagens hat. Außerdem passt Nepal gut zu Tibet
Kolumbien - Halbamtliche Marken: (http://fuchs-online.com/colombia) Weil es da noch viel zu erforschen gut. Außerdem habe ich familiäre Bande nach Kolumbien habe (aber keiner aus der Verwandtschaft sich auch nur annähernd für Philatelie interessiert.
Iran – Erstausgabe: (http://fuchs-online.com/iran) Weil die Marken einfach nur schön sind und ich eine Faible für Ausgaben habe welche in kleinen Bogen mit identifizierbaren Klischees und mehreren Plattren gedruckt wurden.
Irak Eisenbahnmarken (http://fuchs-online.com/iraq) und die Overland Mail Baghdad – Haifa (http://fuchs-online.com/overlandmail): Weil das sehr Interessante Gebiete sind wo es noch viel zu erforschen gibt. Außerdem habe im Irak 5 ½ Jahre gelebt und mir das Land und die Leute dort ein wenig ans Herz gewachsen sind (Trotz der 3 monatigen Internierung dort…).
Schon bald nachdem meine Frau und ich das Briefmarkensammeln begonnen hatten, haben wir gemerkt, daß es nur einzig darum ging, dem Sammler das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wir kriegten zu schnell mit, daß mit unserer Bund-Sammlung das Geld verbrannt wurde.
Schon nach weniger als einem halben Jahr haben wir uns spezialisiert. Für meine ATM-Sammlung konnte ich erstens gutes Material selber aus den Automaten zum Selbstkostenpreis ziehen und zweitens habe ich auch für einen Händler gezogen und mich mit Material aus der Zeit vor meiner eigenen Sammelei bezahlen lassen.
Inzwischen hat die DPAG die ATM selber als Einnahmequelle entdeckt, weswegen für mich auch mit dem Ende des Briefkastenmotivs die Sammlung abgeschlossen und nur noch rückwärts vervollständigt wird.
Meine Heimatsammlung ist die Reaktion darauf, daß in meinem Geburtsort zwar seit mehr als hundert Jahren der Heimatgedanke intensivst gepflegt wird, aber kein Mensch hat sich um die Philatelie oder um die Postgeschichte je gekümmert hat. Da macht es noch Spaß auf Entdeckungsreise zu gehen, auch wenn das investierte Geld nie, auch nur in Bruchteilen je wieder reinkommt.
Mit Sammlergruß mur
Phellwich
31.10.2006, 14:00
Bayern ... weil ... weil ... <Ausholbewegung>
Ein Onkel von mir hatte früher die schwarze Eins. Er hat Bayern schon in seiner Jugend gesammelt und war fasziniert von Briefmarken. Ich wollte auch so alte Schätze sammeln. Nur damals war mein Taschengeld klein, es gab nur wenige Marken beim örtlichen Dealer. Und ganz wenige davon konnte ich mir leisten. Irgendwann (mit 11 oder 12) wars dann Frust. Ich habe angefangen BRD zu kaufen, wie blöd, zumindest für meine damaligen Verhältnisse. 500,-- DM hab ich innerhalb von 3 Monaten in die 60/70 und 80iger Jahrgänge gesteckt.
Dann kamen die Frauen. Waren auch teuer, sammeln konnte man sie auch und einfach zu ergattern waren sie mit meinen Pickeln auch nicht! :)
Vor einem Jahr hab ich dann bei Ebay die Bayernmarken wiederentdeckt. Klar, mit knapp 40 sind Frauen immer noch interessant. Mit der Zeit entdeckt man aber, dass mehr als ein Exemplar teuer sein kann. Außerdem gibt es hier wie dort fehlerhafte Zacken, sowie Teil- und Ganzfälschungen. Da mit steigendem Alter die Damen ausserdem zickig werden, beschränke ich mich nun auf meine "Hausmarke" und sammle Bayern. Gestempelt - wie sich das für einen älteren Herren gebürt. :D
Viele Grüße
Peter
Eigentlich passt für mich keine der vorgegebenen Antworten. Mein Sammelgebiet ist Deutschland general, weil ich den Grundstock geerbt habe und einfach Spaß an deutschen Marken und Belegen habe - nur die Neuheiten schenke ich mir seit einiger Zeit.
claus wentz
01.11.2006, 16:07
Persien/Iran - weil mich schon als Kind/Jugendlicher die persische Geschichte sehr faszinierte (mehr als die griechische und römische - hier stand ja auch schulischer Zwang dahinter) und ich bei beruflichen Aufenthalten Land und Leute kennenlernte. Außerdem waren zu der Zeit die Preise bei den wenigen Händlern im Lande noch akteptabel - im Gegensatz zu heute. Auch bei weltweiten Auktionen konnte sehr gutes Material noch preiswert erworben werden. Außerdem ein exotisches Gebiet, welches niemand sammelte.
Brücken - zu diesem Gebiet kam ich wie die sprichwörtliche Jungfrau...
Ein Mitarbeiter bereitete sich auf den Ruhestand vor und begann Brücken zu sammeln. Er zeigte mir Ansichtskarten, Kalenderblätter u.ä. und hatte Fragen zu den geschichtlichen und technischen Daten der abgebildeten Brückenbauwerke. Da fiel mir ein, daß es ja auch etliche Briefmarken mit Brückenabbildungen gibt. Und so begann ein total neues Gebiet, welches ein enormen Spaß macht. Auch hatte sich eine BDPh-Arbeitsgemeinschaft (Motivgruppe Ingenieurbauten) gebildet, die Brückenfans aus vielen Ländern vereinigte. Seit 1998 habe ich die Ehre, dieser Arge vorzustehen.
Abgeschlossenes Sammelgebiet. Mmh, ja, so richtig passt das eigentlich nicht. Wohl war. Zumindest war es nicht der Ausschlag gebende Grund, aber wohl mit der jetztige. Ich sammle Saarland 47-59, steht ja oben, IOM, durch Zufall, wegen der Motorradmarken, und naja, Bund. Weiß aber nicht wie lange noch. Trage mich auch mit dem Gedanken aufzuhören.
Zu Saarland kam ich auch durch die Erbschaft, mein Vater hatte wohl gerade damit angefangen, rein durch die natürliche Fortführung: Bund, Berlin, DDR, sowj. Zone, Franz Zone, Saarland....
Schon nach kurzer Zeit hat es mich absolut fasziniert, nur leider, wie schon so oft beschrieben, und auch in der letzten BdPh Postille zu lesen, komplett werd ich wohl nie. Nicht nur wegen der Kosten, ( gestempelter Urdrucksatz + gestempelte Blöcke = schönes Auto ) allein durch die Vielzahl der Besonderheiten ist das kaum zu schaffen. Kommt man an einer Ecke nicht mehr richtig weiter, geht man einfach an die nächste.... und das macht es so spannend. Es hört nie auf, und irgendwie wächst die Sammlung weiter. Und, dem Internet sei dank, findet man Dinge auf der ganzen Welt, und wundert sich, wie kamen die da hin??
Na denn, fröhliches Sammeln..
KHS
Mein alter Herr hat Bund gesammt. Wobei die Sammelleidenschaft nicht besonders ausgeprägt war. Ich würde sagen, der klassische Gelegenheitssammler, weil ja der halbe Bekanntenkreis gesammelt hat. (seinerzeit 70-80)
Wie ich dann vor 10 Jahren die Sammlung übernommen habe, war sie mir zu langweilig. Postfrisch erinnert sie mich (wie heute auch) an das Sammeln von Abziehbildchen aus meiner Kindheit, nur der Vollständigkeit halber. Gestempelt sehen sie aus, wie aus der Retorte.
Und da waren noch die zwei Alben DR und Bayern. Es waren eigentlich mehr Alben, da der Inhalt extrem dürfig war. Aber selbst der dünne Inhalt hat mich eine Zeitlang in Atem gehalten diesen zu katalogisieren. Von unterschiedlichen Farben, Wasserzeichen, Druckplatten, Stempel, Plattenfehlern und Druckzufälligkeiten, es ging einfach um mehr, als nur um 1 Stück aus einer gleichbleibenden Millionenauflage. So fing ich an, in entsprechende Gerätschaften, Alben, Kataloge und Literatur zu investieren. Nahezu jede Marke ist ein neues Erlebnis. Marke ist nicht Marke. Und genau diese Idee fehlt mir in der Auswahl oben.
Ich hatte das Glück, einige Alben während der Anfangszeiten von Ebay dort zu ersteigern, die wirklich aus privater Hand, aus Nachlass oder undurchsucht waren. Also die das waren, was heute nur noch im Text steht.
Als dann damals die ersten Befunde und Atteste von Prüferhand zurückkamen aus dieser Ware, war ich der Sammler- und Bestimmungsleidenschaft verfallen. Es gäbe noch mehr zu erzählen, aber das muss langen für heute :-)
Adler
Nun ja, leider fehlte mir die Antwort: "..weil ich einen persönlichen Bezug habe oder dort aufgewachsen bin.."
Das ist nämlich der Hauptgrund warum ich DDR sammle, es gab ja nichts anderes *lol*. Stimmt nicht ganz, aber es war einfacher sich DDR-Marken zu besorgen, als z.B. Australien. Abos gab es nur für Ostblock und sehr teuer, also fiel diese Lösung als armer Schüler aus.
Außerdem freue ich mich heute, wenn sich in meiner Briefesammlung Stücke aus drei Generationen befinden, nichts wirklich wertvolles, aber eben eigene Geschichte mit der DDR-Postgeschichte.
Und Preussen, weil ich dachte, man kann ja nicht immer nur die "bunten" Marken sammeln und die DDR nun mal zum größten Teil sich in Preussen befand. Okay leider habe ich hier keine Familienkorrospondenz gefunden, aber wer weiß....
Fehldruck
02.11.2006, 07:32
Mir ging es ähnlich....wohnte ja nur einen Steinwurf von *MGS* entfernt.;) (*MGS* PN?)
aber ich hatte philatelistische Westverwandschaft:D
so kam Bund und Berlin dazu, ja ich konnte bereits mit 14 ein Vordruckalbum Berlin als Bückdichware (Tip für *MGS* ...wohnte ja in alter Albumverlagsstadt;) )ergattern.
Die Verkäuferin wollte mir dies ausreden und schlug immer auf den Währungsgeschädigten Block und meinte, daß ich den nie bekommen würde. An Mauerfall glaubte man halt Ende der 70er Jahre nicht.
Hätte ich nicht bereits als Kind autodidaktisch mit Lipsia Katalog und privaten Tauschtagen im Kinderzimmer und auf der Wiese bei Vita-Cola und später Dessauer Pils:eek: gehandelt, hätte der Sozialismus meine Leidenschaft zerstört. Mit 10 war ich dreimal in einem Jugendverein und flüchtete, als man mir ne Kosmonauten Motivsammlung aufdrücken wollte. Was der Sozialismus nicht schaffte vollbrachte der parasitäre Imperialismus der in den letzten Zügen lag :D nach dem Mauerfall. Ich nahm meinen Debria Block 1 postfrisch und schmuggelte ihn im Buch bereits am 1.Tag über die Grenze nach Braunschweig und verkaufte ihn für 350DM ...brachte mir dann einen gebrauchten C64 mit einem Sack voll Programmen mit. Die Sammlung ging dann für viele Jahre in den Bettkasten. Da ich irgendwann zu viel Geld hatte begann ich eine Sieger Berlin Abbosammlung....entdeckte nach BTX mit Beate Uhse und Otto-Versand nach AOL-Chat 1998 oder 1999 Alando....kaufte mir einen Deutschland Spezial ab 45 schlug auf und sammelte Lokalausgaben....in einem herausgebenden Ort studierte ich und in einen herausgebenden Ort flüchtete ich aus wirtschaftlichen Gründen-also ne Deutsch-Deutsche Geschichte...dazu gefiel mir die Abgeschloßenheit und die kleinen Auflagenzahlen.
Dann ging es weiter zu Belegen der Nachkriegszeit......
und heute gehört mir die ganze Welt. :D
Also mir fehlt auch die Antwortmöglichkeit -Lokalpatriotismus- so habe ich mal Abgeschloßenheit angekreuzelt.
Fehldruck
Ich denke, ich reaktiviere diese Diskussionen und Selbstdarstellungen mal wieder. Ich finde es doch recht interessant, aus welch verschiedenen Beweggründen die Einzelnen zu ihren Sammelgebieten gekommen sind. Auch mir haben bei der Umfrage zwei Antwortmöglichkeiten gefehlt; die Schönheit der grafischen Darstellung oder die endlich mögliche Verwirklichung von Jugendträumen.
Nachdem ich als Kind und Jugendlicher Alle-Welt-Sammler mit Schwerpunkt Bund / Berlin / DDR war, verlor ich etwa gegen Ende der Schulzeit das Interesse an der Philatelie, habe aber nicht - wie andere - alles verschenkt oder verkauft, sondern nur eingemottet. So etwa ein Jahrzehnt später hat mich dann die Markengestaltung der ersten Marken von Frankreich und Griechenland begeistert, und nachdem ich mich für Frankreich entschieden hatte, war das der Beginn eines intensiven Sammlungsaufbaus.
Seit meiner Kindheit besaß ich jedoch noch drei einfache Ganzsachenpostkarten des Deutschen Reiches, die mich wegen der Markeneindrucke schon immer fasziniert hatten, nur leider hatten meine damaligen Tauschpartner niemals solches Material im Angebot. 1984 gab ich dann eine Suchanzeige für GS verschiedener europäischer Länder auf und von überallher bekam ich Material zugesandt. Seit dieser Zeit bin ich leidenschaftlicher Ganzsachensammler, auch wenn eine zunehmende Spezialisierung viele damalige Ländersammlungen zum Erliegen gebracht hat. Es bleibt jedoch noch genügend übrig, das Freude bereitet und zu immer neuem Forschen und Zusammentragen anregt.
Cantus
Andreas Gminder
07.01.2008, 01:50
Hallo,
meine eigentliche Sammlung (neben der Plattierung der 15 Pfg. leuchtendviolett der Bautenserie 1948, Mi.Nr. 82bWA) sind die marken der Goldküste, speziell deren Stempel.
Warum? Weil ich als Jugendlicher einige alte Briefe von vor 1900 von Oma in die Hand bekam, mit den Marken der ersten Ausgaben. Genau weiß ich nicht mehr welche, nur an die 2 1/2 d der 4. Ausgabe erinnere ich mich noch. Ich weiß auch noch, dass mehrere davon Einschreiben waren. Und dass ich mit einem uralten Katalog der 20er-Jahre die preise nachgeschlagen habe. Während die gewöhnlichen Werte dort stets mit 0,01 oder 0,02 DM (oder RM?) notiert waren, hatten manche meiner Marken bis 2 DM/RM wert. Es müssen also bessere dabei gewesen sein.
Die Briefe wären mir heute unbezahlbar, aber ich Idiot habe sie damals für ein paar mark an den ortsansässigen Briefmarkenhändler verkloppt. Nicht dass ich dem unterstelle, er hätte mich üpbers Ohr gehauen. Aber wenn ich die heute noch hätte, wären sie wohl die Prunkstücke meiner bescheidenen Sammlung. Unter 100 Euro ist heute leider kaum mal ein Brief aus dieser Zeit zu haben, noch nicht mal in der einfachsten Versendungsform mit Marken frankiert, die keinen Euro im Katalog werten.
Und als Buße habe ich mir auferlegt, dieses gebiet nun zu sammeln. Und dabei entdeckt, dass es gute Literatur zu dem Thema gibt, eine Arbeitsgemeinschaft (West Africa Study Circle) und daher habe ich mich entschlossen, eine Stempelsammlung Goldküste zu beginnen. Vor 1900 gab's da noch nicht so viel, aber bis zur Unabhängigkeit 1957 hat sich die Anzahl der Postorte ganz ordentlich vergrößert. Ich glaube so um die 800 sind es wohl insgesamt. Viele Orte haben aber mehrere verschiedene Stempel im Laufe der Zeit benutzt, so dass es insgesamt doch mehrere Tausend wären. genug also, um nicht morgen schon "komplett" zu sein.
Zu forschen gibt es auch genug, den ersten bisher nicht bekannten Stempel habe ich schon in einer Massenware entdeckt, und so manche neue Frühest- oder Spätestverwendung auch.
Bei den meisten Ausgaben lassen sich verschiedene Platten unterscheiden, teilweise sind die Erstauflagen in Linienzähnung gezähnt und danach in Kammzähnung. Alles Unterschiede, die der Michelkatalog nicht berücksichtigt und auch SG nur gelegentlich.
Übrigens ist Goldküste als ehemals englische Kolonie recht gesucht. Bei ebay geht kaum mal was unter 20-25%, besondere Sachen entsprechend höher. Zudem wertet SG etwas höher als Michel, so dass ich für etliche (auch recht banale) Ausgaben gerne vollen Michel ausgeben würde, wenn sie denn mal angeboten werden.
Inzwischen macht mir die slebst auferlegte Buße für meine damalige Schandtat richtig Spaß :-))
beste Grüße,
Andreas
Kontrollratjunkie
07.01.2008, 11:20
Seit frühester Jugend interessiert mich die Deutsche Geschichte als solches. Da ich auch schon sehr früh mit dem Phila-Bazillus infiziert wurde, übrigens wohl unheilbar :), fokussierte sich meine Leidenschaft schnell auf das Deutsche Reich und die dazu gehörenden Nebengebiete.
Insbesondere die Ausgaben während des Zweiten Weltkrieges fand ich historisch immer spannend. In den letzten Jahren kamen wohl immer mehr Sammler, vor allem im Ausland, auf denselben Trichter, sodaß diese Marken leider immer teurer wurden.
Seit einiger Zeit jage ich nun die Marken des Sudetenlandes.
Hier vereinigt sich eigentlich all das, was man sich als Sammler nur wünschen kann. Die Marken sind historisch hochinteressant, es sind Provisorien (ich liebe Aufdruckmarken :D), sie sind nur leidlich erforscht, sie haben einen langen Dornröschenschlaf hinter sich und noch viele Spezialitäten schlummern unerkannt in so manchen Sammlungen.
Dazu kommt, daß die Dinger telweise so selten sind, daß schon das einfache Auffinden zum Lotteriespiel wird. Mal so eben kaufen oder gar Abo verbietet sich da per se.
Leider wird auch das Gebiet teilweise sehr teuer, aber Gutes kostet nun mal....:rolleyes:
Ach so, meinen Spieltrieb und Spezialisierungswahn befriedige ich mit den Marken des alliierten Kontrollrates. Teilweise noch sehr günstig und es sind Entdeckungen ohne Ende möglich, auch heute noch.
Von den üblichen Gebieten (Bund, Berlin, DDR pp.....) zu sprechen verbietet sich bei diesen interessanten Sammelgebieten von selbst, habe ich aber natürlich auch im Schrank.......
P.S. Ein klasse Thread, habe ich bisher noch gar nicht entdeckt, weitere Postings dringend erwünscht.......:D
Briefmarkensammler
07.01.2008, 13:57
Ich habe mich nach den einschlägigen jugendlichen Verirrungen (unstrukturiertes Füllen diverser Lindner T-Alben) auf das Sammeln von BUND Viererblöcken spezialisiert. Mittlerweile füllen etwa 25000 Viererblöcke insgesamt 22 große Alben. MH und 5er Rollenstreifen habe ich zur Abrundung auch dabei. Vorwiegend konzentriere ich mich dabei auf gestempelte Exemplare mit den unterschiedlichsten Abstempelungen (reine Bedarfsabstempelung, Sammlerabstempelung, Versandstellenstempel). Eine Garnitur postfrisch habe ich auch an Bord, auch wenn mich postfrische Marken nicht so richtig begeistern wollen. Beim Zusammentragen meiner kleinen gezackten Freunde bin ich oftmals ziemlich gnadenlos. So schlachte ich z.B. auch Bedarfsbriefe mit entsprechend rundgestempelten Vierern konsequent. Postfrisch bin ich mittlerweile durch, bis auf Marienkirche und Bachsiegel bin ich mittlerweile auch gestempelt komplett. Die meisten Stücke habe ich zwischen 5 bis 10 Exemplaren.
Gründe für dieses Sammelgebiet gibt es viele:
1. Ich sammle gerne Marken meines Landes. Als patriotischer Wessie scheiden daher ostzonales Buntpapier und West-Berlin konsequent aus. Auch mit Marken des Deutschen Reiches kann ich emotional gar nichts anfangen.
Wenn mir mit BUND mal die Lust ausgeht, werde ich wohl mit BAYERN anfangen. Schau mer mal :-)
2. Ich liebe Stempel. Stempel erzählen mir eine Geschichte und dokumentieren die Vielfalt unseres Landes. Auf einem Viererblock erhalte ich in der Regel immer den gesamten Stempel, was bei Einzelmarken oft nicht möglich ist.
3. Aspekt Wertanlage: Ich weiss, dass dieses Thematik hier oftmals verpönt ist. Statt konseqeunt auf Werterhalt zu sammeln, jammern viele "Philatelisten" lieber darüber wieviel Geld sie mit Marken schon verbrannt haben und dass sich Sammeln eigentlich gar nicht mehr lohnt. Soviel Pessimismus wie in diesem Forum ist mir noch nirgends begegnet. Für mich ist das übrigens auch "aus Wertanlageaspekten" ein gutes Zeichen.
Ich bin im übrigen Optimist und gebe jeden Monat ca. 2000 EUR für Briefmarken aus. Allerdings nur für Stücke die jederzeit ihren Einstandspreis wieder erzielen. Dabei ist mir 1a Qualität besonders wichtig, da nur diese in 10,20 oder 50 Jahren entsprechende Preis erzielen wird. Dass insbesondere gestempelte Viererblöcke keine schlechte Anlage sind, hat sich mitlerweile rumgesprochen. Echter Bedarf ist auch bei modernem Material erschreckend knapp und wird schon in wenigen Jahren hohe Preise erzielen.
bayern klassisch
07.01.2008, 14:24
Wenn mir mit BUND mal die Lust ausgeht, werde ich wohl mit BAYERN anfangen. Schau mer mal :-)
Hallo Briefmarkensammler,
na wenn das mal keine gute Nachricht ist ...
Gott zum Grusse sagt da bayern klassisch
Die Dauerserie Unfallverhütung.
Warum sammle ich eine Dauerserie?
Meine eigentliche Sammlung ist Deutschland mit allen Gebieten, außer den Kolonien und Altdeutschland, die mir noch fehlenden Marken sind so teuer das ich mir dies nur unter Opfern erlauben könnte. Um trotzdem mit Freude mein Hobby zu betreiben habe ich ein neues Gebiet gesucht um weiter zu sammeln. Irgendwie kam mir der Gedanke, versuch es einmal mit einer Dauerserie.
Es sollte es sich um eine moderne deutsche Serie handeln die nicht allzu viel Geld kostet und nicht zu umfangreich ist.
Die Ausgabe Brandenburger Tor erschien mir zu klein und die Serie Heuss zu groß und auch ein bisschen zu teuer. Die Dauerserie Unfallverhütung entsprach mit ihren 11 Werten meinen Vorstellung, auch gefiel mir das Motto dieser Ausgabe, die Unfallverhütung.
Sehr bald merkte ich, dass diese Serie bedeutend umfangreicher ist, als ich dies am Anfang gedacht hatte, denn diese Markenausgabe gibt es als:
Rollenmarken
Bogenmarken
Markenhefte
Markenheftbogen
Markenheftchenblätter
Zusammendrucke
Ganzsachen
und Ganzsachen auf privater Bestellung.
Die Sache wird noch größer, denn es gibt diese Varianten nicht nur von der Deutschen Bundespost, sondern auch von Berlin.
Um bei der Vielfalt der Marken und Belege noch den Überblick zu behalten entschied ich mich, nur die Marken und Belege der Bundesrepublik Deutschland zu sammeln.
Aber auch bei dieser Einschränkung handelt es sich noch um eine riesige Menge Material, dass gesucht und gefunden werden muss.
Meine gesamte Sammlung der Dauerserie Unfallverhütung hat zur Zeit ca. 150 Seiten ohne das ich alle von mir gewünschte Besonderheiten und Belege besitze.
Aber der Weg ist das Ziel, denn man reist ja nicht um anzukommen.
Manfred :rolleyes:
Hallo Andreas,
ich empfehle Dir, mal bei delcampe.net hineinzuschauen, um nach Goldküste zu suchen. Dabei solltest Du nicht nur bei den Marken nachsehen (da sind oft nur bunte Bildchen zu sehen), sondern bei den Ansichtskarten auf die Suche gehen. Nach meiner Erfahrung werden dort aus ganz Afrika viele gelaufene Ansichtskarten angeboten, sodass man auf diese Weise relativ preiswert auch ältere Frankaturen oder Stempel finden kann.
Bei delcampe kann man jedoch nur dann Gebote abgeben, wenn man dieselbe Sprache versteht wie der Anbieter; dieses muss jeder bei der Registrierung beachten und entsprechende Sprachen markieren. Es empfiehlt sich dabei, mindestens englisch und französisch anzugeben, da damit auch Anbieter aus dem arabischen Raum oder z.B. aus Italien mit abgedeckt werden.
Beste Grüße aus dem Oderbruch.
Ingo
Andreas Gminder
07.01.2008, 20:02
Hallo Ingo,
ja, hab' ich schon gemerkt und auch schon gelegentlich zugeschlagen.
Dass man nur bieten kann wenn man dieselbe Sprache spricht stimmt aber nicht. Man wird nur darauf hingwiesen, dass men keine gemeinsame Sprache mit dem Verkäufer hat. Ich hatte nämlich anfangs vergessen, meine Fremdsprachen einzutragen. Es war trotzdem in keinem Fall ein Problem zu bieten und zu kaufen.
Und sollte ich in den nächsten Wochen groß im Lotto gewinnen, dann fahre ich nach Spanien zu Soler y Llach *GROSSERSEUFZER*
beste Grüße,
Andreas
klassiker
12.01.2008, 12:50
Nach 1900 ist es eigentlich nicht mehr interessant :) .
An klassischen Ausgaben begeistert mich die meist schlichte Schönheit
dieser Marken – Wappen, Kopf des Regenten oder Zahl, mehr gab es
eigentlich nicht. Keine "bunten Bildchen" eben.
Literatur ist bei mir ein eigenständiges Gebiet; ich habe Freude an gut
gemachten alten Büchern; das haptische Erlebnis, durch eine 50 oder 100
Jahre alte Monographie zu blättern, bringt kein modernes Buch und schon gar
kein Bildschirm (nicht mal mein Mac :) ).
Ich habe deswegen auch Literatur zu Gebieten, die ich eigentlich nicht
sammle. Wenn ein Buch schön und selten ist, muss ich es haben.
Klassische deutsche Privatpost (bis 1900) ist ein meines Erachtens
weit unterschätztes Gebiet. Das ist deutsche Postgeschichte pur; ich
verstehe, ehrlich gesagt, nicht, warum sich so wenige Sammler dafür
interessieren oder gar begeistern können.
Auf den Punkt gebracht hat das Walter Behrens, der 1941 im Angebot zu
seinem Privatpost-Album schrieb
"Ist es nicht ein merkwürdiger Zustand, daß ein deutscher Sammler die
Marken irgend einer exotischen Insel, auf der wenige Weiße eine
Korrespondenz führen, seiner Sammlung als voll berechtigte Postwertzeichen
einverleibt, während ihm die Marken der Berliner Paketfahrt fehlen, die
jahrelang Millionen von Berlinern täglich mit ihrer Korrespondenz bediente.“
Bochum liegt mir näher als die Marianen ...
(Mehr dazu hier (http://www.klassische-philatelie.ch/pp_dr/index_pp_dr.html#pp).)
Chris
..........
Klassische deutsche Privatpost (bis 1900) ist ein meines Erachtens
weit unterschätztes Gebiet. Das ist deutsche Postgeschichte pur; ich
verstehe, ehrlich gesagt, nicht, warum sich so wenige Sammler dafür
interessieren oder gar begeistern können.
Auf den Punkt gebracht hat das Walter Behrens, der 1941 im Angebot zu
seinem Privatpost-Album schrieb
"Ist es nicht ein merkwürdiger Zustand, daß ein deutscher Sammler die
Marken irgend einer exotischen Insel, auf der wenige Weiße eine
Korrespondenz führen, seiner Sammlung als voll berechtigte Postwertzeichen
einverleibt, während ihm die Marken der Berliner Paketfahrt fehlen, die
jahrelang Millionen von Berlinern täglich mit ihrer Korrespondenz bediente.“
......Chris
Dem kann ich nur begeistert zustimmen. Ich habe mich auf alle bayerischen Städte mit "klassischer" Privatpost konzentriert. Und es gibt noch viele Ausgaben (Auch Ganzsachen!), die ich noch suche. Siehe auch da:
http://www.bdph.de/forum/showthread.php?t=1664
Und es gibt viele Plattenfehler, die noch nicht katalogisiert sind. Beispiele siehe Scan:
Literatur ist bei mir ein eigenständiges Gebiet; ich habe Freude an gut
gemachten alten Büchern; das haptische Erlebnis, durch eine 50 oder 100
Jahre alte Monographie zu blättern, bringt kein modernes Buch und schon gar
kein Bildschirm (nicht mal mein Mac :) ).
Ich habe deswegen auch Literatur zu Gebieten, die ich eigentlich nicht
sammle. Wenn ein Buch schön und selten ist, muss ich es haben.
Chris,
auch ich sammle Literatur..., nicht nur die meiner Sammelgebiete sondern auch das was schon und handwerklich gut gefertigt ist.
Hast Du dieses (http://reviews.ebay.com/The-Royal-Philatelic-Collection-1952_W0QQugidZ10000000004894654) Buch?
Andreas Gminder
12.01.2008, 15:36
Chris,
auch ich sammle Literatur..., nicht nur die meiner Sammelgebiete sondern auch das was schon und handwerklich gut gefertigt ist.
Hast Du dieses (http://reviews.ebay.com/The-Royal-Philatelic-Collection-1952_W0QQugidZ10000000004894654) Buch?
Hallo,
sieht echt hübsch aus!
Und wer's haben will kann's bei ebay grad kaufen. Leider mit etwas verhunztem Cover und bischen gealtert, dafür kostet's ja aber auch nur 870 Dollar :eek: :eek:
beste Grüße,
Andreas
Andreas,
zu dem Buch gibt es auch noch einen Verkaufsprspoekt der noch seltener ist als das Buch selbst. Ich habe zwei der Bücher, eines davon 1990 in Bagdad zum Schwarzmarktkurs von 15 US-$ gekauft. Bei Realauktionen habe ich diese Bücher (in gutem Zustand) schon mit über Euro 1000 weggehen sehen.
Die Royal Philatelic Society war vor einigen Jahren mal so freundlich und hat mir einige Hintergrundinformationen zur Herstellung des Buches gesandt..., die Marken wurden z.B., da die Arbeiten in der Druckerei sich verzögerten, in einer Polizeizelle über Nacht zwischengelagert..., muss ich mal raussuchen...
klassiker
12.01.2008, 15:53
Hast Du dieses (http://reviews.ebay.com/The-Royal-Philatelic-Collection-1952_W0QQugidZ10000000004894654) Buch?
Fehlt noch, aber was nicht ist, kann ja noch werden ...
Interessant ist, dass wir beide Bücher aus der Feder dieses Herrn zu
schätzen wissen; ich habe gerade bei Philabooks eine Bestellung für
einen Klassiker laufen, zu dem Wilson das Vorwort geschrieben hat.
(Such mal nach 49770 – noch ist es auf Herrn Schneiders
Website, aber nicht mehr lange :) Typischer Fall – nicht mein Gebiet,
aber was für ein prachtvolles Buch!)
Meine letzte richtig schöne Neuerwerbung war der erste illustrierte
Katalog der Welt – gefunden bei einem Händler in Neusüdwales.
(J.B. Moens, Übersetzung von C.W. Viner: Postage Stamps Illustrated. A General Nomenclature
of Every Postage Stamp and Fac-similes of all Types Issued Up to the Present Time in the
Different Countries of the World. Grumel & Michel, London 1864)
Abebooks sei Dank!
Literarische Grüsse von
Chris
overunitytopscorer
12.05.2008, 19:57
Hallo Manfred,
habe beim Stöbern nach Unfallverhütungsmarken im Internet Deinen Eintag gefunden und aus nahezu den gleichen Gründen diese Marken zu meinem Spezialgebiet gemacht.
Hast Du Lust unsere Sammlungen abzugleichen und evtl. etwas zu tauschen?
Gruss Michael
Ich bin durch meinen grossen Bruder zum Sammeln gekommen. Erst habe ich die "hübschen" bunten Bildchen einfach in ein Album gesteckt. In der Schule erfuhr ich von einem nicht-Verein-gebundenen Briefmarkentausch, der für uns Schulkinder sehr interessant war. Kurz vor Beendigung meiner Schullaufbahn zeigte mir ein Sammler auf einem Großtauschtag, wie interessant die Kontrollratsserie mit Randstück ist und ich erwarb ein grösseres Lot dieser Ausgabe zu einem sehr günstigen Preis. Nach abgeschlossenem Abitur fing ich an zu studieren und das Sammeln stellte ich ein. Auch war ich ein bischen enttäuscht, dass die Bundmarken, die ich für teures Geld gekauft hatte immer mehr an Wert verloren hatten. Irgendwann habe ich dann geheiratet und die Kinder kamen, die Zeit für das Sammeln war da auch einfach nicht da. Die Marken, die sich so ansammelten, wanderten einfach in eine Kiste für dann, wenn ich mal Zeit habe. Diesen Sommer musste ich mit meinem Geschäft Insolvenz anmelden, und so habe ich endlich Zeit, mich um meine "Schätzchen" zu kümmern. Der Materialwert der Sammlung ist mit Sicherheit nicht hoch, für mich ist dennoch das eine oder andere Stück dabei, dass ich mit einer eigenen Geschichte verbinde.
Viele Marken haben aber auch einen geschichtlichen Hintergrund (wer weiß denn schon, dass Paracelsus mit bürgerlichem Namen Teophrastus Bombastus hieß). Die Erklärungen im Briefmarkenkatalog sind oft kurz aber aufschlußreich. Interessant z.B. ist auch der Postkrieg zu erwähnen, welches die Problematik der Teilung Deutschlands aufzeigt.
Zur Zeit sortiere ich die ganzen Belege und Marken, die sich in ca. 30 Jahren angesammelt haben. Einige Stücke sind dabei, wo ich dann Hilfe brauch, sie ungefähr einzuordnen, damit ich sie gegen anderes Material eintauschen kann.
Ich habe mir überlegt, wenn ich mit der Kontrollratsserie fertig bin, mit den Brustschildmarken anzufangen (dann brauche ich aber beide Spezialkataloge, was sehr teuer ist). Schaun mer mal, was die Zeit so bringt. Ende Oktober ist hier ein Großtauschtag, da werde ich mal wieder hingehen, und hoffentlich kann ich dann ein paar Marken eintauschen - NICHT VERKAUFEN.
Beste Sammlergrüsse,
El Mü
Wer an Literatur spart ... zahlt am falschen Ende :D
saeckingen
15.09.2010, 22:46
(dann brauche ich aber beide Spezialkataloge, was sehr teuer ist
Die beiden Bände des Deutschland Spezial (ich nehme an den meinst Du?) bekommst Du gebraucht für sehr wenig Geld. Als Sammler brauchst Du keine aktuelle Auflage, da sich an den wichtigen Informationen selten etwas ändert. Ich arbeite mit einem ca. 5. Jahre alten Spezialkatalog, den ich mir nur gekauft habe, weil mein Sammelgebiet darin grundlegend neu überarbeitet wurde. Der reicht heute noch vollkommen aus!
Die Bewertungen interessieren mich in der Regel nicht, da ich selbst einschätzen kann, was selten ist und was nicht. Wenn ich ein seltenes Stück erwerben möchte, muss ich den geforderten Preis bezahlen oder ggf. mehr bieten als andere Interessenten - egal wie das Stück im Michel steht. Manches bekommt man für wenige Prozent - für anderes muß man mehrere hundert Prozent bezahlen - da ist es egal ob eine Marke einige Prozent im Katalog steigt oder fällt.
Kontrollratjunkie
15.09.2010, 23:40
.............wie interessant die Kontrollratsserie mit Randstück ist und ich erwarb ein grösseres Lot dieser Ausgabe zu einem sehr günstigen Preis.
Ich habe mir überlegt, wenn ich mit der Kontrollratsserie fertig bin, mit den Brustschildmarken anzufangen (dann brauche ich aber beide Spezialkataloge, was sehr teuer ist).
Beste Sammlergrüsse,
El Mü
Hallo elmue,
zu Deinem Entschluß, Dich den Kontrollratsausgaben zu widmen muss ich Dir natürlich umgehend gratulieren.
Eine gute Entscheidung. Aber was meinst Du mit:
wenn ich mit der Kontrollratsserie fertig bin
Eigentlich kann das doch gar nicht passieren :D.
Und wenn doch, dann würde ich mir Deine Sammlung liebend gerne einmal ansehen, die wäre dann nämlich reif für`s Museum.
Viel Spass mit den Kontrollratsausgaben wünscht
KJ
BlueLynne
15.09.2010, 23:47
die Möglichkeiten passen nicht auf mich, habe wohl eher eine holprige Geschichte:
als Kind kein Interesse, als Auszubildender habe ich die Abonnement Berlin/Bund bestellt bis ca. 2005, als ich dann !!!! feststellte, selbige nicht einmal in eine Album sortiert zu haben: also Schluß !!
Dann habe ich eine große Kiste meines Vaters gefunden, Marken u.a. 45-49, etwas Deutsches Reich ....
habe dann bei Händlern Kataloge abgestaubt - die zu 100 % MI Marken verkauften - also allein weiter, dann eine Kiste "alle Welt" und "D vor 1960" und paar Kaufhaus-Wunderkisten, und mich reich gerechnet: habe jetzt zwar eine relativ vollständige Bund-Sammlung bis 90, sozusagen "muß man haben", die wertvolle 45-49 Slg - irgendwann verkaufen - und das Gebiet, was mich auf einmal intereressierte: Alte Marken bis 1920, auch wenn ich Deutsches Reich bis '45 habe.
Aber eine Marke anzusehen, die aus dem 19. Jahrhundert - egal welches Bild - ist, wir sind im 21. Jahrhundert mit Fernseher, Computer und anderen Bildschirmen, das ist wie Urlaub und fasziniert mich, und da hab' ich mir wohl das schwierigste Gebiet herausgesucht: Farben, Fälschungen, Fehler etc. etc., das scheint auch mein Leben zu bestimmen, nur ja nicht den einfachen Weg gehen, aber ich vergesse die Welt ... und kann manche wie "Heiligtümer"
behandeln, auch wenn sie vielleicht gar nicht den großen Wert haben ....
und manchmal will ich es wirklich genau wissen mit ....., das macht den Wert einer Marke aus .....
:):)
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