Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Indien " first day cover ", ( Ersttagsausgaben auf dem Briefumschlag )
Liebe Sammler internationaler Ausgaben, vor allem Freunde der Indischen Philateli,
mein erster Beitrag erscheint eventuell ein wenig langatmig, ist jedoch einfach nur erklärungsbedürftig.
Im Jahre 1980 war ich beruflich in Indien tätig, an einem Ort mit Namen MITHAPUR, in Rajastan und erhielt, vor allem auch zum Zeichen der persönlichen anerkennung und Zufriedenheit des Kunden,
188 "first day cover".
Mein Vater, der anders als ich, Sammler war, interessierte sich nicht für diese exotische Welt der Marken,
sondern nur für Briefmarken aus dem Europäischen Raum.
Die Kollektion geriet in Vergessenheit und mein Vater ist bereits verstorben.
Nun ist es mir als philatelistischer Laie nicht gelungen, in meinem Bekanntenkreis einen "Kenner" der Materie:
Indische Ersttagsausgaben auf Briefumschlägen, gestempelt, mit größtenteils zusätzlichen
"descriptions of design" zu finden.
Diese Beschreibung der Briefmarken unter Nennung des Grundes für die Auflag u.s.w. ist äußerst interessant.
Man sollte die Englischen - oder die Indischen Beschreibugen der Beilagen natürlich auch zu lesen im Stande sein.
Ein Philatelist in Düsseldorf, welchen ich telefonisch zu Rate gezogen hatte, gab mir nur eine sehr vage Auskunft in Bezug auf den Wert dieser Sammlung der Ersttagsausgaben aus den Jahren 1966 bis 1975.
Aus diesem Grund stelle ich diesen Beitrag zur Verfügung und hoffe auf rege Beteiligung zur Schätzung des Wertes [...].
Was ich nicht möchte ist, Scharlatanen zuzuhören und unqualifizierte Kommentare zu erhalten, welcher der Sache - und auch mir und im Endeffekt somit auch allen, die an diesem Beitrag interessiert sind, nicht dienlich sind.
Für das Jahr 1966 liegen mir 9 Erstausgaben vor, für 1967 - 66, für 1968 - 26, für 1969 - 21,
für 1970 - 23, darunter auch die indische Ausgabe zum 200 sten Geburtstag von Ludwig van Beethoven, mit dem zugehörigen Description of Design.
Für 1971 - 12, für 1972 - 10, für 1973 - 17, für 1974 - 3 und für 1975 - 1.
Ich freue mich über jeden Kommentar, jede Information und Hilfe [...] für dies wirklich einmalige Privatsammlung aus Indien.
Einen freundlichen Sammlergruß ( ich hoffe so beendet man einen Beitrag ),
Euer LINOS
[ich habe die kommerziellen Anteile dieses Threads entfernt --> Forumsregeln
gruß
curtis]
saeckingen
21.10.2003, 14:36
Hallo linos,
eine genaue Angabe kann ich Dir auch nicht machen, aber mach Dir keine große Illusionen über den Wert dieses Postens. Moderne indische Marken sind nicht sonderlich viel Wert, da es nicht sehr viele Interessenten dafür gibt. Ersttagsbriefe im allgemeinen sind als Sammelartikel nicht mehr besonders populär, fast egal aus welchem Land. Wenn nicht mehrere besonders beliebte Motive dabei sind, würde ich mal sagen, dass ein Verkaufswert so um die 10-30 Cent pro Stück betragen wird, vermutlich eher am unteren Ende der Spanne.
Grüße
Harald
Hallo Harald,
danke für Deinen Beitrag, den ich gerne als erste Information ansehen möchte.
Es geht mir primär nicht um einen "großen Wert" der Ersttagsbriefe, sondern vielmehr um die eventuellen Interessenten für solch einen "Posten" wie Du die Sammlung bezeichnest.
Interessant ist allein schon die Lektüre der "Discription of Design".
Was mich verwundert ist, dass Du diesen " Posten" als neue Marken bezeichnest. Die sind doch nun auch schon 28 - bis 37 Jahre alt. Ist das noch neu? Ich nehme diese Info als erstes mit in meinen Lernprozess auf.
Du hast wahrscheinlich recht in Bezug auf den eventuellen Wert des "Postens", doch es sind viele sehr interessante und außergewöhnliche Marken mit entsprechender Beschreibung dabei.
Ich denke da an einen Liebhaber dieser Ersttagsbriefe mit der entsprechnenden Beschreibung und Bebilderung,
welcher sich über diesen "Posten" richtig freuen kann.
Ansonsten bleibt mir eventuell noch ( als allerletzte Möglichkeit ) den Posten bei EBAY einzustellen.
Take care, nochmals danke und bleib "am puls der Zeit".
Linos
saeckingen
21.10.2003, 16:15
Hallo Linos,
bei Briefmarken gibt es eigentlich nur die Unterscheidung zwischen modern und klassisch. Wo diese Grenze liegt ist sehr umstritten, aber es besteht Einigung darin, daß alles was nach dem 2. WK herausgekommen ist "modern" ist. Deine Belege fallen da unbedingt herein.
Ferner möchte ich Deine Ersttagsbriefe mit der Bezeichnung "Posten" nicht herabwürdigen, eine echte Sammlung sind diese auch nicht. Ich denke z.B. nicht, daß dabei ein kompletter Jahrgang ist.
Wenn Du die Belege verkaufen möchtest, würde ich Dir wirklich empfehlen diese bei eBay anzubieten, dann dürftest Du am besten einen Liebhaber finden. Ich würde Dir dann übrigens sogar dazu raten, diese bei eBay.com weltweit anzubieten, da findet sich für solches Material der beste Preis. Vielleicht gehen die Stücke dann ja sogar nach Indien. :) Meine Aussage betreffend der Ersttagsbriefe gilt in Übersee nicht unbedingt.
Grüße
Harald
Hallo Harald,
danke für Deine schnelle Antwort.
Das Wort Posten habe ich nur in Anführungszeichen gesetzt, weil ich es in diesem Bezug nicht kannte.
Ich habe darin in keinster Weise eine Herabsetzung von Dir gesehen. O.K. ?
Die Bezeichnung gefällt mir sogar besser, als das Wort Sammlung, da meine Briefumschläge mit den Marken natürlich einer Samlung im Wortsinn nicht gleichkommen.
Wie spaßig, gerade hatte ich bei EBAY nachgeschaut, jedoch das Portal dann ernüchtert schnell wieder verlassen.
Es ist nett bei Euch hier und somit werde ich erst einmal einige Zeit abwarten, was wohl die jenigen noch zu sagen haben, welche meinen Beitrag in Zukunft noch lesen werden.
Take it easy, Gruss,
Linos
deckelmouk
21.10.2003, 16:55
Hallo Linos,
Harald hat recht, wenn Du die Ersttagsbriefe verkaufen willst, dann hast Du über eBay.com die beste Plattform. Einen Überblick verschaffst Du Dir am einfachsten, wenn Du in der Kategorie "Stamps" India FDC eingibst. Dort kannst Du dann sehen, wieviel dafür in der Regel gezahlt wird. Beim Einstellen brauchst Du dann nur aussagekräftige Scans.
Ohne verallgemeinern zu wollen, Erstagsbriefe sind zumeist nur bis Anfang der 50er relativ teuer, da selten. Danach wurde mit dem zunehmenden Wohlstand auch die Auflagen erhöht und dementsprechend sind die Preise moderat.
Apropos modern, von 1840-1875: Klassik, 1875-1945: Semi-Moderne, ab 1945: Moderne. Wobei, persönlich macht es mir ab 1860 schon keinen Spass mehr:D
Beste Grüsse aus Luxemburg!
Lars
Hallo Lars,
danke für Deinen Beitrag allgemein und im Speziellen für die eindeutige Klassifizierung.
An einem Nachmittag erhalte ich nun Informationen, die mich einfach interessieren.
Meine Excursion zur Plattform von ebay hat mich nicht wirklich weiter gebracht.
Ich vertraue Euch sicher nichts neues an, wenn ich sage, zu jedem TEIL gehört eine Geschichte.
Die Tatsache, dass auch zu meinem Posten "Ersttagsbriefmarken auf Briefumschlägen mit den dazugehörigen Description of Design" eine Geschichte gehört, vereitelt eigentlich schon im Vorfeld die TAT des Einstellens bei ebay, in der Gegenwart.
Für ein paar Cent, oder "eine Hand voll Dollars" gebe ich meine Erinnerungen ( noch ) nicht her.
Auch für Dich, take care and take it easy,
Linos
Ich sammle selbst Indien, allerdings keine Ersttagsbriefe, sondern im Bedarf gestempelte Marken.
Im Michel-Asien-Katalog sind leider keine Notierungen für Ersttagsbriefe enthalten, so dass ich zu Bewertungen nichts beitragen kann. Aus dem beschriebenen Zeitraum weiß ich, dass vielfach Marken mit Ersttagsstempeln auf dem Markt sind. Dabei handelt es sich häufig nicht um Briefe, sondern um Marken, die auf Papierbögen aufgeklebt und mit den Ersttagsstempeln entwertet wurden.
Das Sammeln gestempelter Marken aus der Bedarsfpost ist eine Herausforderung. Gut gestempelte Ware ist sehr selten. Es gibt viele "Killerstempel", bei denen es aussieht, als hätten sie sich durch die Marken "gebrannt". Häufig ist die Qualität der Stempelfarbe auch nicht besonders, wodurch es viele verschmierte Entwertungen gibt.
Wer auf ersttagsgestempelte Ware ausweicht entgeht diesen "Problemen". Ich betrachte sie jedoch eher als Herausforderung!
Hallo Michael,
vielen Dank für Deinen interessanten Beitrag.
Die mir vorliegenden Ersttagsausgaben sind entsprechende Erstagsbriefe mit der Briefmarke des Erscheinugstages, dem Ersttagsstempel und zum aller größten Teil mit den dazugehörigen Description of Designs.
Komplette Ersttagsausgaben mit gut lesbaren Stempeln, wie die mir vorliegenden, sind wohl nicht so häufig zu erhalten.
Als Sammler Indischer Marken aus der Bedarfspost, wirst Du immer wieder auf Herausforderungen treffen und diese hoffenlich gut - und zu Deiner vollsten Zufriedenheit meistern können.
Für Dich speziell, take it easy and take care,
Linos
Thorsten Siemer
24.10.2003, 11:53
Lieber linos!
Hier noch ein paar Anmerkungen von meiner Seite:
Ob Ihre 188 FDC "Descriptions of Design" haben, ist eigentlich
für den materiellen Wert uninteressant.
Der materielle Wert der FDC dürfte tatsächlich nur gering sein,
da schon die Marken Indiens pro Stück nur mit wenigen Groschen
zu Buche schlagen.
Davon können Sie sich jederzeit selbst überzeugen, wenn Sie
in den Michelbriefmarkenkatalog Südostasien schauen.
Und "Michel" sagt doch bestimmt auch Ihnen etwas, oder?
Sie haben diese FDC ja selbst 1980 geschenkt bekomemn, wie
Sie selbst schreiben!
Vom materiellen Wert ist der persönliche idelle Wert zu trennen.
Das ist ja auch logisch.
Was einem persönlich viel bedeutet, braucht ja nicht unbedingt
für andere einen (materiellen) Wert zu haben.
Nochmals: Denken Sie immer an folgendes: Warum sollte jemand
für Ihre FDC (viel) Geld bezahlen, die Sie gratis bekom-
men haben?
Für einen Verkauf, kann auch ich nur ebay wärmstens empfehlen.
Ansonsten: Behalten Sie Ihre FDC und bauen Sie sich eine eigene
Sammlung damit auf, 188 Stück sind ein schöner
Grundstock!
Mit freundl. Sammlergrüßen
Thorsten Siemer
Hallo Thorsten Siemer,
danke auch für Ihren Beitrag, der mir erkennbar macht, dass ich mich bisher einfach nicht richtig verständlich machen konnte.
Warum sollte einer ( viel ) Geld dafür bezahlen, was ich gratis bekommen habe ?
Da sehe ich einfach nicht den direkten Zusammenhang mit meinem Anliegen.
Als Laie habe ich mir vorgestellt, einem Sammler mit meinen Zeilen hier im Diskussionsforum eventuell eine Freude machen zu können und natürlich einen angemessenen Betrag für meinen Posten zu erhalten.
Was ich ganz sicher nicht möchte, ist einfach "eine schnelle Mark" machen, wie der Volksmund spezielle Vorgehensweisen bezeichnet.
Mit diesem Beitrag an Sie möchte ich mich aus diesem Forum verabschieden und Ihre geschriebenen Worte wohl überlegen.
Meine "Geschichte", welche mit dem "Posten" verbunden ist, bewahrt mich vor der Vorgehensweise, den Posten bei ebay einzustellen und für ein paar Euro zu verkaufen.
Danke an Sie und an alle die mir mit Rat - und vielen Informationen behilflich waren.
Mit freundlichen Sammlergrüßen,
take care and take it easy,
Linos
Thorsten Siemer
26.10.2003, 11:25
Sehr geehrter Linos!
Ich glaube sehr wohl, daß ich Ihr Anliegen verstanden habe.
Auch wenn Sie sich jetzt aus diesem Forum verabschiedet haben,
hier noch ein paar Anmerkungen:
Sie wollen die FDC ja doch nur verkaufen.
Nur haben Sie offensichtlich immer noch viel zu hohe Vorstellungen
von dem, was ihnen diese FDC einbringen können.
Ebay heißt ja nicht unbedingt, etwas zu verschleudern.
Ich habe schon selbst Artikel eingestellt und gute Erfahrungen
gemacht.
Indien wird bei uns in Deutschland nur sehr wenig gesammelt.
Versuchen Sie doch einmal, Ihre FDC in einem Briefmarkenverein
zu verkaufen, da werden Sie schnell merken, wieviel Interesse
da sein wird...
Mit freundl. Sammlergrüßen (ich bin wirklich Sammler!)
Thorsten Siemer
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