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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schlegel Prüfzeichen Fälschung ?



arabas
28.06.2006, 19:29
Hi!

haltet Ihr dieses Prüfzeichen für echt ? speziell das letzte "L" in "SCHLEGEL" kommt mir verdächtig vor

Gruss
Arabas

http://cgi.ebay.co.uk/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=170000674259

Juergen Kraft
28.06.2006, 20:56
Hallo,

bei dem Artikel kann die Signatur durchaus echt sein. Die Marke sieht auch postfrisch aus. Es fehlt nur eine Ecke und entsprechend ist die Signatur erhöht. Neue, falsche Signaturen seht Ihr in meinem Ratgeber (http://testberichte.ebay.de/Falsche-Pruefzeichen-SCHLEGEL_W0QQugidZ10000000001236730) falsche Signaturen Schlegel.

Hier noch eine echte Signatur von Hans-Georg Schlegel die ähnlich aussieht:

http://sv1.de/bdph/SCHLEGEL-BPP-ECHT-10.jpg

Viele Grüße

Lumpus2000
26.07.2006, 22:22
... und was haltet ihr von diesem Schlegel ?


läuft z.Zt. bei ePay Art-Nr:250011922187 (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=250011922187)


... das erste "S" so vergnubbelt ist ja OK aber das letzte "L" so dicht am Linken Buchstaben ? (Habe leider nur eine recht undeutlich signierte Marke zum Vergleich)

Jörg
26.07.2006, 22:47
Hinter dem "Schlegel" fehlt das "BPP" - außerdem gehört DDR bei keinem Schlegel zu den Prüfgebieten.

Aber ansonsten ist es ein netter Versuch ...

Lumpus2000
27.07.2006, 20:48
... ich habe nochmal ein bisschen bei mir gewühlt, diese beiden besser lesbaren habe ich bei mir gefunden:



Ich habe zwar jede Menge Marken aber kaum Fachwissen ... vielleicht Altprüfungen ?

erron
27.07.2006, 22:20
Das Prüfbüro Schlegel hat nie DDR geprüft.
Nur Alliierte Besatzung,Französische Zone,Bizone, Berlin,BRD.

Die DDR Prüfer hießen vor Einführung des zusätzlichen Zeichen BPP vor oder nach ihrem Namen: Rahn, Jahn, Heimann,Gerhardt, Dr.Tischatzky, Weigelt

Dieses Prüfzeichen Schlegel ist meiner Meinung nach gefälscht.

Claus Wentz
28.07.2006, 08:18
@erron
Kleine, aber nicht unwichtige, Ergänzung: Schlegel prüft auch DR, und zwar ab MiNr. 338.

Lumpus2000
28.07.2006, 08:27
Vielen Dank für die Antworten .... ABER :

Es handelt sich hier um Postfälschungen der "KgU" (Kampfgruppe für Unmenschlichlichkeiten) mit ehemaligem Sitz in West-BERLIN

... vielleicht doch Altprüfung von A.Schlegel oder H.D.Schlegel ?

;)

Jurek
28.07.2006, 09:11
Ich habe auch eine Marke mit derart Signatur (die ich einmal schon hier im Forum reinsetzte (http://www.bdph.de/forum/showthread.php?t=2748&page=2))...
Aber warum wird immer vorausgesetzt, dass die Gepfogenheiten und Stempel der Prüfer, immer gleich aussehen mussten (in laufe der Jahre)?
Gibt es nicht sowas auch wie Abnützung des Stempels? ...
Andererseits: Warum gibt es wohl nie (?) bei den PFä-Marken der DDR, ein Prüfzeichen "Schlegel BPP"?
Muss alles gleich eine Fälschung sein? =(Dann müssten ALLE PFä-Marken-Signaturen von Schlegel eine Fälschung sein!...?).

Fragende Grüße! ;)

ralph
28.07.2006, 09:22
Hallo @Lumpus2000,

frage doch einfach beim Prüfburo Schlegel nach. Adresse findest Du über die BPP-Homepage (www.bpp.de).

Max und Moritz
28.07.2006, 13:41
Hallo Sammlerfreunde,

noch eine Überlegung: Jurek hat m. E. recht. Ich habe vor kurzem private Ausgaben Besetzung WK II (Eisbärblock, flämische und wallonische Legion)
erworben.
Wie Ihr sicher wisst oder auch dem Michel entnehmen könnt, werden diese Ausgaben nicht BPP geprüft. Auf meine Nachfrage hat ein BPP-Prüfer eines verwandten Gebietes diese Marken dennoch geprüft. Das Signum erfolgte jedoch ohne den Zusatz BPP bzw. das Fotoattest für den Eisbärblock
war privat ebenfalls ohne Hinweis auf den BPP erstellt.
Falls die Marken echt sind, hat Herr Schlegel diese (vielleicht früher)
auf Anfrage geprüft. Das Signum BPP fehlt dann natürlich, weil es nicht sein
originäres Prüfgebiet ist (war). Wenn die Prüfung schon älter ist (darauf weist der Name Schlegel ohne D. oder A. hin = also Hans-Georg Schlegel),
wäre dies umso erklärbarer. Vielleicht gab es früher keinen Prüfer für diese
Marken, so daß Herr H.-G. Schlegel um ein privates Votum gebeten wurde.
Letztlich hilft hier nur eine aktuelle Nachprüfung von DDR-BPP-Prüfern.

erron
28.07.2006, 22:37
@erron
Kleine, aber nicht unwichtige, Ergänzung: Schlegel prüft auch DR, und zwar ab MiNr. 338.

Stimmt ja, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Das Prüfbüro Schlegel prüft ja ab DR Nr 338 bis 910.

Hätte ich eigentlich wissen müssen, da ich ja auch DR Nr 338-343 zu Infla zähle.

Lumpus2000
29.07.2006, 11:06
Hallo @Lumpus2000,frage doch einfach beim Prüfburo Schlegel nach.
Und genau das wollte ich nicht ... wenn jeder der eine Frage zu einem alten Prüfzeichen hat die Schlegels anmailt, haben die keine Zeit mehr zum Prüfen ;)

Für solche Fragen haben wir schließlich das Forum, denn hier ist nicht nur ein Experte ... hier sind Hunderte :D

ralph
31.07.2006, 09:38
Da erhälst Du Hunderte von Vermutungen. So eine Missachtung meines Vorschlags. Ziehe mich in den Schmollwinkel zurück:D :D :D :D

Alexander Schonath
31.07.2006, 12:34
Hallo @Lumpus2000,frage doch einfach beim Prüfburo Schlegel nach.


Und genau das wollte ich nicht ... wenn jeder der eine Frage zu einem alten Prüfzeichen hat die Schlegels anmailt, haben die keine Zeit mehr zum Prüfen ;)

Für solche Fragen haben wir schließlich das Forum, denn hier ist nicht nur ein Experte ... hier sind Hunderte :D

Es genügt, wenn einer beim Büro Schlegel nachfragt. ;)

Heute erhielt ich folgende Antwort:

Es handelt sich um das alte SCHLEGEL-Zeichen, die Prüfung liegt also schon viele Jahre zurück.

mfg
Schlegel

Lumpus2000
31.07.2006, 22:18
@ ralph ... :p :D
@ Alexander Schonath ... Danke ;)

Kai_O
15.08.2006, 13:33
Mal zu der Anleitung bezüglich der Erkennung falscher Prüfzeichen, wenn ich mich bei Ebay so umsehe, dann kommen mir da auf anhieb mehrere Prüfzeichen zumindest fraglich vor, sehe ich das zu kritisch?

http://img145.imageshack.us/img145/3971/schlegeljg8.png (http://imageshack.us)

Hangover
15.08.2006, 14:20
Nicht verunsichern lassen - zum einen haben die Schlegels im Laufe der Zeit mehrere Prüfstempel verwendet, zum anderen sind so kleine Abbildungen nicht geeignet, um gute Prüfzeichenfälschungen zweifelsfrei zu entlarven.

Mein Rat: solange kein BPP-Befund oder -Attest dabei ist, aus dem unzweifelhaft hervorgeht, dass sich Befund und Angebot auf die gleiche Marke beziehen (!), würde ich nur dort kaufen, wo der Verkäufer ohne Wenn und Aber zu seiner Ware steht (also keine Haftungsausschlüsse der Sorte "Altisgnaturen gelten als anerkannt") und die signierte Ware wie unsignierte angehen. Das setzt natürlich voraus, dass ich weiss, wie ich falsche/manipulierte Ware erkennen kann.

Immer dran denken: Philatelie hat mit dem Sammeln von Briefmarken zu tun, nicht mit dem Sammeln von Briefmarkenrückseiten mit Signaturen lebender oder verstorbener Experten.

Kai_O
15.08.2006, 14:30
Das ist mir schon klar, es war auch nur als Test gemeint!

Hangover
15.08.2006, 15:06
Das ist mir schon klar, es war auch nur als Test gemeint!

Klar, das Problem ist halt nur, dass Du zumindest in Internetangeboten selten Prüfzeichen-Scans in einer Auflösung bekommst, dass Du Dich zu einem halbwegs sicheren Urteil hinreißen lassen könntest. Der Trend bei Ebay geht ja leider zur kompletten Steckkarte auf Bilderservice-Miniformat.

Lars Böttger
15.08.2006, 15:28
@kai_o:

Ein paar Anmerkungen: Ein guter Verkäufer wird Dir 600DPI-Scans der Signaturen zukommen lassen, die Buchstaben sehen relativ regelmässig aus, die Prüfzeichen sind auf der richtigen Seite, die Prüfzeichen schlagen nicht auf die Bildseite durch. Wenn das alles erfüllt ist, würde ich im ersten Augenblick von echten Prüfzeichen ausgehen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

1867
16.08.2006, 03:17
Na Deckelchen, dass mit dem Durchschlagen der Prüfzeichen, möchte ich mal
nicht ganz so eng sehen, um auf ein falsches Prüfzeichen zu schließen.
Ich habe eine Marke, welche schick, aus Helgoland, mit einem ganz besonderem
Langstempel versehen ist und die ich sah, als sie noch rückseitig unbehandelt
und unbestempelt war und da lag sie grad beim Prüfer.
Unschuldig und rein, ein Stück, in ihrer Würde unantastbar und der Größe einer
wahren Königin gleich. Unberührbar und unnahbar, dennoch betörend und anziehend.
Ein wahrlich bezauberndes Stück von fantastischer Einmaligkeit, entzückend und
dennoch unnahbar. Und ich hatte Kaufoption und klar wollt ich die haben.
Der Glanz ihrer Zähne war dahin, denn die war durchstochen ... ich schweife ab ...
Es war ne 2 Schilling Helgoland gestempelt nix wert ... aber dieser Stempel ... weia
Sie hätte nicht signiert werden müssen, weil ich ein Farbfotoattest wollte.
Trotzdem kam das Geklacker drauf.
Nuja gut. Haufen Geld bezahlt dafür, 4 x 50 Kilometer (nur hin) dafür gefahren
und nach ein paar Monaten (ca.) kam langsam das Prüfzeichen vorne durch.
Einziger Vorteil ... ich brauch die Marke nicht mehr umdrehen, ich weiß daß
sich jemand drauf verewigt hat. Ich habe sowas von Lemberger, Schuhardt,
Schulz ... aber bei der Marke traf mich der Schlag. Deswegen bin ich heute
etwas disstanziert was das Anbringen jeglicher Anmerkungen auf der Rück-
seite einer Marke betrifft. Es sei denn es handelt sich um Fälschungen bzw.
verfälschte Stücke. Ich denke, dies wird jeder verstehen können.
Ich suchte dann auch noch nach einem Spezialisten und echtem Könner,
der mir das wieder rückgängig machen könnte. Ich wusste das es geht.
Ich hatte auch schon den Finger am Telefon ... aber dann ...
Nach langer Überlegung habe ich mich dann entschlossen, dass es
besser ist, das jeder sieht, wer diese Marke versaut hat. (Ganz so schlimm
isses ja nicht, aber ich sehe es.)
Iss wie wenn de Haus baust, alle sagen "iss ja schick geworden" ... deinen
eigenen Pfusch siehst du immer ... und du siehst immer dahin, nicht auf das
eigentlich schöne und großartige, was du geschaffen hast ......
Als mir diese Überlegung durch den Kopf ging, hab ich die Reparatur an der
Marke sein lassen.
Sagt mir mal bitte eure Meinungen dazu. Da würde ich mich sehr freuen, denn
ich hab lange gekämpft.
Das Entfernen des Durchlages vom Prüfzeichen, macht bei dieser Marke
einige Nullen aus und zwei Nullen sind schon einige. Ich sag nur : von Null auf 100. grins

Alexander Schonath
16.08.2006, 07:54
Sie hätte nicht signiert werden müssen, weil ich ein Farbfotoattest wollte.
Trotzdem kam das Geklacker drauf.
...
Deswegen bin ich heute etwas disstanziert was das Anbringen jeglicher Anmerkungen auf der Rückseite einer Marke betrifft. Es sei denn es handelt sich um Fälschungen bzw. verfälschte Stücke.
...
Sagt mir mal bitte eure Meinungen dazu. Da würde ich mich sehr freuen, denn
ich hab lange gekämpft.
Das Entfernen des Durchlages vom Prüfzeichen, macht bei dieser Marke
einige Nullen aus und zwei Nullen sind schon einige. Ich sag nur : von Null auf 100. grins

Es scheint eine deutsche „Unart” zu sein, Briefmarken mit einem Prüferstempel zu verunzieren, selbst wenn diese attestiert werden.
Habe schon oft Briefmarken gesehen, die von ausländischen Prüfern geprüft und attestiert worden sind: diese hatten allesamt kein Signum.

Pete
18.08.2006, 18:32
Ich kannte die Regel bisher so:

wenn das gute Stück (Marke oder Beleg) echt ist, dann gibt es entweder 1 Schriftstück + Abbildung dazu (Attest, Befund, Kurzbefund) und das gute Stück bleibt jungfräulich oder die Marke/ Beleg wird mit dem BPP-Kennzeichen + Namen rückseitig signiert. Beides zeitgleich (!) zusammen sollte eigentlich nicht mehr Mode sein. Oder irre ich mich da?

Gruß
Pete

Hangover
18.08.2006, 20:12
Zwei Möglichkeiten:
a) Der Prüfkunde wollte es so.
b) Die Marke wurde vor Jahren signiert und hat bei einer erneuten Prüfung ein Attest erhalten.

Ferrari
21.08.2006, 12:55
Also Leute, endlich mal ne gute Nachricht.
Prüfzeichen sind entfernbar. Wer kann näheres dazu sagen. Bin wirklich brennend interessiert, wie man diese Schmierereien möglichst spurlos entfernen kann.

Aus der ganzen Diskussion wird doch eines klar. Marken nicht von Prüfern verstempeln lassen, denn kaum hat man das Stück in der Hand, stellt sich die Frage nach der Echtheit des Prüfstempels. Und davon hat dann keiner eine Ahnung. Also ist eine Signatur praktisch völlig sinnlos und abzulehnen. Noch dazu läßt sich nichts leichter als ein Prüfstempel fälschen.

Also wenn schon ein Prüfer bemüht werden soll, dann nur höherwertiges Material vorlegen und einen Befund verlangen, ansonsten die eigene Kennerschaft vorantreiben. Wäre doch ein Witz, wenn man nicht nach kürzester Zeit in der Lage ist, eine einfache Beurteilung seiner Marken vorzunehmen zu können.

wi.kr
22.08.2006, 13:51
Ob es wirklich so toll ist, Prüfzeichen entfernen zu können (auch bei postfrisch?), möchte ich bezweifeln. Denn das würde bedeuten, dass auch zutreffende Signaturen als falsch beseitigt werden können. Das Stück taucht dann wieder im Markt auf, wird dem Prüfer vorgelegt, der signiert als falsch, was aber wieder abgemacht wird usw.usf.

levélbélyeg
22.08.2006, 14:05
Ob es wirklich so toll ist, Prüfzeichen entfernen zu können (auch bei postfrisch?), möchte ich bezweifeln. Denn das würde bedeuten, dass auch zutreffende Signaturen als falsch beseitigt werden können. Das Stück taucht dann wieder im Markt auf, wird dem Prüfer vorgelegt, der signiert als falsch, was aber wieder abgemacht wird usw.usf.

Wie wäre es damit? - Falsifikate durchlochen.

wi.kr
23.08.2006, 16:53
verbrennen!!!

Cola
24.08.2006, 16:14
Bei postfrischen Marken gibt es da eine einfache Methode, einfach wässern.
Dann löst sich der Gummi von der Marke und nimmt die Stempelfarbe mit.:D
Das einzige was dann noch bleibt, ist die Prägung des Papiers durch den Signierstempel.

Gruß

Cola

P.S. Dies ist kein Witz, mir liegt ein so behandeltes Exemplar vor. Es wurde anschließend mit einem Falschstempel verziert :eek: