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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bundmarken mit Melierfasern



Peter
02.10.2003, 21:30
Hallo

wie wir alle wissen, sind seit Juli 1997 die Marken 'Frauen der deutschen Geschichte' und 'Sehenswürdigkeiten' mit sog. Melierfasern versehen. Leider weiß ich nicht, was Melierfasern sind und wie man sie erkennt. Unter der UV-Lampe habe ich mit der Lupe z. B. bei MiNr. 2141 ein paar einzelne, rote Fäden entdeckt. Könnten das diese Melierfasern sein. Wer kann mir weiterhelfen?

Kjell
02.10.2003, 22:33
Die roten Funzel sind die Melierfasern.

CU
Kjell

Peter
02.10.2003, 22:43
Hallo Kjell
herzlichen Dank für die schnelle Antwort.

Michael
03.10.2003, 08:15
Jetzt wird das Melierfaser-Papier ja wieder abgeschafft, da es offensichtlich die Druckrollen beschädigt.

Die ganze Arie mit den Melierfasern hat zu einem kleinen Spezialgebiet bei der Dauerserie "Sehenswürdigkeiten" geführt!
Zunächst wurden Marken entdeckt, die eigentlich keine Fasern haben sollten. Ursache waren Nachdrucke mit Papier, in dem noch Reste des Faserpapiers enthalten waren.
Jetzt, durch das Aussetzen des Melierfaser-Papiers, gibt es neuere SWK-Ausgaben mit und ohne Melierfasern.

Nun ja, der Spezialist freut sich :)

andreabaum
07.01.2004, 21:17
muß ich die Speziallampe kaufen oder wie sieht man ob diese kleinen roten Flunzeln - von denen viele schreiben- da sind.?!

Michael
08.01.2004, 08:56
Viele Sammler haben eine Lampe, mit der sie Flureszenzen auf Bundmarken Identifizieren bzw. unterscheiden können. Damit kann man die Melierfasern auch gut erkennen.

Vielleicht reicht auch eine einfache Schwarzlichtbirne?
Das müsste man mal ausprobieren.
Am besten mit Marken, die auf jeden Fall Melierfasern haben (SWK mit Doppelnominale).
Viel ist allerdings grundsätzlich nicht zu erkennen.

Dirk Bake
08.01.2004, 13:48
Ich habe es mit einer handelsüblichen 75-Watt-Schwarzlichtbirne versucht. Ergebnis: Gar keine Melierfasern gefunden. Ich wäre aber froh, wenn auch andere diesen Versuch durchführen und die Ergebnisse hier präsentieren.

Bill
08.01.2004, 22:46
Über UV-Lampen habe ich bereits im Juli etwas geschrieben:

http://www.bdph.de/forum/showthread.php?threadid=125&highlight=uvlampe

Der empfohlene Geldscheinprüfer "Made in China" gibt es seit Herbst auch baugleich von Leuchtturm, allein der Firmenaufkleber wurde ausgewechselt.

Gruß: Bill

Häfner
29.09.2005, 07:14
Erkennt man die Fasern am besten von hinten?

Sind sie immer rot oder können sie auch andere Farben haben?

Ohne UV sind sie nicht zu erkennen?

dorok_rsv
29.09.2005, 21:38
Erkennt man die Fasern am besten von hinten?

die Fasern werden dem Papierbrei beigemischt und tretten an einigen Stellen an der Oberfläche. Dort sieht man die dann auch - allerdigs bei den SWK und Frauen Briefmarken nur sehr schlecht, weil die Fasern sehr dünn und relativ klein sind. Ob mehr auf der Vorder oder auf der Hinterseite an der Oberfläche tretten ist dem Zufall überlassen. Die auf der Rückseite meint man besser zu sehen, sofern da welche an der Oberfläche sind, weil der Farbaufdruck vom Markenbild nicht ablenkt, ist aber reine Übungssache.
(-; Übrigens, die Fasern selbst sieht man von allen Seiten gleich gut, die haben meines Erachtens kein Hinterteil ;-)

Sind sie immer rot oder können sie auch andere Farben haben?

Bei den den SWK und Frauen Briefmarken sind die alle hellrotorange. Bei den Geldscheinen (nicht nur bei den Euros) gibt es unterschiedliche Farben.
(-; Bei der Münchener IsarCard (Bus&Bahn Monatsabo) gibt es mindestens rot und blaue leicht ohne UV.Lampe sichbar, da entsprechend groß ;-)

Ohne UV sind sie nicht zu erkennen?

Doch aber nur die an der Oberfläche und nur bei guter Übung. Ich empfehle eine UV-Lampe mit 366nm Wellenlänge und sogar noch eine Lupe dazu.

Tipp mit einem Scanner und einem kleinen Farbenspiel geht es auch ohne Lupe und ohne Brille -> siehe mal hier (http://www.bdph.de/forum/showthread.php?t=1885) ab #7ff

Häfner
08.10.2005, 07:57
Danke für die Antworten. Ich würde in meinen Dubletten ja gerne ein paar Marken für meine Sammlung finden.

Was die 366nm Wellenlänge betrifft: Ich habe diese graue UV-Michelstehlampe, die es schon seit Urzeiten gibt und in den 50er Jahren schon bei Heuss ihre Dienste geleistet hat, hat die diese Frequenz?

wuerttemberger
08.10.2005, 09:34
Danke für die Antworten. Ich würde in meinen Dubletten ja gerne ein paar Marken für meine Sammlung finden.

Was die 366nm Wellenlänge betrifft: Ich habe diese graue UV-Michelstehlampe, die es schon seit Urzeiten gibt und in den 50er Jahren schon bei Heuss ihre Dienste geleistet hat, hat die diese Frequenz?

Mit 366nm Wellenlänge kann man Fluoreszenz erkennen. Egal ob es sich dabei um fluoreszierendes Papier oder Melierfasern handelt.

dorok_rsv
11.11.2006, 23:16
... also Melierfasern erkennt man wie hier bereits geschrieben, ich fasse noch mal zusammen, mit einer 366nm UV-Lampe für Floureszenzen, einer Lupe und besser noch in einem abgedunkelten Raum.

Die Ultimative Lösung sieht man durch einen zusätzlichen "Rotfilter", dazu habe ich eine durchsichtige rote Klarsichtfolie (doppelt ist noch besser) vor die Lupe "gebastelt" und jede noch so kleine Melierfaser kommt zum Vorschein ;-)

so nun viel Spass beim Suchen und Finden