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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berlin- Japan- Berlin



Phila
20.04.2006, 19:55
Guten abend zusammen, ich habe die Frage auch schon an andere (u.a. ArGe Japan) weitergeleitet, da ich aber nicht mit einer raschen Antwort rechne, und dies das "www" ist, kann ich auch mehrgleisig fahren.

Als Drucksache portogerechte Karte (Vordruck auf der Rückseite, 10.Pf.)

Kann jemand die japanische(n) Schrift-/ Schriftzeichen (Rotschrift) lesen bzw. übersetzen und hat vielleicht eine Idee, warum die Karte aus Kobe und nicht aus Kyoto zurück gesandt wurde (sind zwar fast Nachbarstädte, trotzdem.....).

Jetzt hoffe ich nur noch das die Schrift von oben nach unten gelesen wird.

Danke Christian

ligneN
03.05.2006, 19:06
Hallo,
auf dem gedruckten Retourzettel ist wichtig nur die erste Spalte ganz rechts, denn dort haben zwei Zusteller am Ende ihre Handstempel gesetzt. Die Spalte lautet: "...weil die Adresse hier unbekannt ist". (Bezieht sich auf die Titelzeile "Zurück an den Absender aus nebenstehenden Gründen.")
Die rote Handschrift bedeutet "Nicht zu ermitteln zurück ins Ausland".
Warum Kobe: in Japan gibt es zwei zentrale Austauschämter für Seepost (dh Landweg), Kobe Port und Yokohama Port. Kobe Port ist für die Westhälfte (um es mal so grob zu verkürzen), zuständig, zu der Kyoto gehört. In Kobe hat man auch den blauen Rechteckstempel angebracht.
Gruß von jemand aus der Arge Japan.

Phila
03.05.2006, 20:28
@ligneN

vielen Dank für die Antwort. Hilft mir schon etwas weiter. Ich habe heute ebenfalls eine Antwort aus Japan bekommen. Allerdings von einer Nichtsammlerin die ich zudem nicht kenne. Aber das WWW macht es möglich. Da wurde mit folgendes mitgeteilt

Ok, hier ist, was ich rausgefunden habe.
Die Schriftzeichen sind sehr alt und werden zum Teil nicht mehr verwendet.
Der Brief ist zurueckgekommen, weil die Adresse unvollstaendig war.
Es sind Vermerke dabei, die darauf hinweisen,dass der Brief in Kyoto war, dann in Kobe und auch in Tokyo.
In allen Staedten scheint die Adresse geprueft worden zu sein, ohne Erfolg.
Die grossen roten japanischen Schriftzeichen bedeuten soviel wie `Kobe Uebersee-Post`.
Auf dem japanischen `Washi`-Papier steht die Erklaerung, warum der Brief zurueckgekommen ist, eben weil die Adresse unvollstaendig war und trotz vermehrter Ueberpruefung der Empfaenger nicht ermittelt werden konnte.

Auf dem Umschlag steht in Alphabet der Name `Kyoto Takeda`. Wenn man genau hinschaut, dann steht da in japanischen Schriftzeichen der Name Takeda Kiyoshi. Das scheint in Kyoto ermittelt worden zu sein.

Wie gesagt, einige der Kanjis sind kaum noch in Gebrauch

Phila
03.05.2006, 20:30
@ ligneN

da ist noch ein dritter Handstempel unter den beiden anderen?

Chrsitian

Phila
09.05.2006, 16:50
Mal den nächsten Hinweis den ich bekommen habe hier einstellen.

"Hallo !
Die Schriftzeichen unter der Briefmarke, senkrecht mit Bleistift geschrieben, ist ein Name, Takeda Kiyoshi. Der Name in der Adresse sagt Takeda Kyoto. Takeda ist ein Familienname, ein sehr gelaeufiger Name.
Kyoto sollte wohl der Vorname sein, aber es gibt so einen Vornamen nicht. Wie die auf Kiyoshi gekommen sind weiss ich auch nicht.

Die riesigen roten Schriftzeichen deuten darauf hin, dass der Brief in Kobe war, auch ein Stempel hat Kobe drauf.

Die kleinen roten Stempel sind je einer fuer Tokyo, Kobe und Kyoto.
Scheint, dass in jeder Stadt geprueft wurde, Name und Adresse, und bei nicht zustellbar abgestempelt wurde."

Mal schauen ob noch etwas kommt:)

Christian

ligneN
16.08.2006, 02:00
@ ligneN

da ist noch ein dritter Handstempel unter den beiden anderen?

Chrsitian

Stimmt, noch ein 3. Namenssiegel, darüber eingedruckt "sachlich richtig und geprüft" (das war wohl der Leiter Zustellung). Auf der Fahne steht rechts "Sakagyo Postamt", Sakagyo ist ein Stadtteil von Kyoto.