Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Club der zehn
Thorsten Siemer
17.09.2003, 10:38
Liebe Sammlerfreunde!
In einer neueren Ausgabe der Kundenzeitschrift der Post
("postfrisch") las ich etwas über den
"Club der Zehn".
Dabei handelt es sich um Sammler, die die Neuausgaben der
Post gleich einmal im KOMPLETTEN Zehnerbogen sammeln und
demenstprechend sich im Abo zuschicken lassen.
Was haltet Ihr davon?
Michel hat jetzt auch in seinem Spezial eine extra Bewertung
für ALLE Zehnerbögen aufgenommen, obwoh doch erst
zwei Ausgaben ("Heine" und "Wuppertaler Schwebebahn")
unterschiedliche Randbeschriftungen aufweisen.
Ich könnte mir ein solches Sammeln (geschätzte Kosten pro
Jahr: 500,- Euro) gar nicht leisten.
Über Eure Meinung freut sich wie immer
Thorsten Siemer
Zimmermann Wolfgang
17.09.2003, 11:49
Kpl. Zehnerbögen sammeln? Nein.
Es hat wohl schon immer Sammler gegeben welche vom Sammeln einzelner Marken abgewichen sind. Sie sammelten die Marken z.B. im Viererblock. Für mich kommt diese Art nicht in Frage. Schon vom Geld her wäre mir das Sammeln von Zehnerbögen viel zu aufwendig. Außerdem muß ich fragen was am Zehnerbogen so interessant ist. Der Bogenrand ? Wenn es einmal etwas "BESONDERES" an/mit einer Marke geben sollte, dann könnte man zur Auflockerung diesen einen Zehnerbogen mit in die Sammlung aufnehmen. Aber ansonsten halte ich nichts davon.
deckelmouk
17.09.2003, 12:16
Für mich sieht das nach einer Werbemasche aus, um dem Sammler noch mehr Kohle aus der Tasche zu ziehen. Für meine Bundsammlung reicht es mir, wenn ich die Marke einmal gestempelt habe. Und da das Sammeln von Bogen nicht sonderlich originell ist, wird es da auch keine Wertsteigerung geben.
Psychologisch ist das schon geschickt, wer hätte nicht gerne einen Bogensatz Posthorn. Oder den Sachsendreier...
Es gibt aber bestimmt genügend Sammler, die das machen. Und wenn die Marken in 100 Jahren noch gültig sind, kann man die alle noch günstig verkleben. Als abschreckendes Beispiel fallen mir immer die USA-Marken aus den 30er Jahren ein, die man heute noch oft auf Korrespondenzen findet.
Beste Grüsse aus Luxemburg (da wo die Post noch relativ "human" mit den Sammlern umgeht...)
Lars
Hi @all,
auf ein Abo auf postfrische oder EST-Zehnerbogen kann auch ich gut verzichten. Ich freue mich aber über jedes schöne Randstück, dass ich irgendwo gestempelt ergattern kann. Häufig sind Teile dieser Bögen schöner als manch eine Blockausgabe. Es ist übt für mich auch einen besonderen Reiz aus, wenn ich schöne Bogenstücke nach und nach wieder rekonstruieren kann. Ich freue mich daher auch wieder auf den neuen Zehnerbogenkatalog (auf CD) aus dem Philotax-Verlag, in dem die Zehnerbogen komplett abgebildet werden und mit dessen Hilfe ich solche Randstücke eindeutig zuordnen kann.
Jedem sein Pläsierchen ;-)
mf Gruß,
ThomaS
Na ja, wie immer: jede(r) soll sammeln, was ihr/ihm Spaß macht.
Auch ich habe schon Zehnerbögen "zusammen getragen". Und zwar aus Randstücken und Ecken gebrauchter Dauerserien.
Sieht ganz nett aus, wenn man einen solchen Bogen quasi nach dem Gebrauch rekonstruiert hat :)
Hallo,
jedem das seine! Wer die 10er-Kleinbogen sammeln will, der soll das tun. Ich selbst halte nichts davon, denn es dient meiner Meinung nach nur dazu, der Post den Beutel zu füllen.
Allerdings gibt es zwischendurch auch ein paar Kleinbogen, die ich habe: Heine, Wuppertaler Schwebebahn, Hochwassermarke, Kosovo-Hilfe....
Also so ganz konsequent bin ich auch nicht.
Am liebsten habe ich aber gestempelte Eckrandstücke aus dem Bedarf. Ganz umsonst und schön! Das hat ja ein Sammlerfreund weiter oben auch schon so gesehen.
Übrigens:
Beim Begriff "Club der Zehn" dachte ich jetzt erst an die Liste der 10 häufigsten Schreiber hier im BDPh-Forum! Das ist doch wirklich ein Club in dem es sich lohnt Mitglied zu sein :D
Grüße
Herbert
claus wentz
18.09.2003, 08:13
Hallo Freunde,
es ist m.E. einmal eine Geschmacksfrage, aber auch eine Sache des Geldbeutels, sich eine solche Sammlung zuzulegen. Auch hier sollte gelten "Jeder soll nach seiner Facon selig werden".
In meiner Stadt gibt es einen Fabrikanten, der von Großvater und Vater eine Bogensammlung Deutschland, beginnend ab 1900 also MiNr. 53, sein eigen nennt. Diese Sammlung führt er weiter bis zum heutigen Tage. Den Katalogwert möchte ich nicht ausrechnen.
In meinem Ausstellungs-Exponat "Natursteinbrücken" zeige ich praktisch als "Einstieg" die 2002 erschienene Marke von Kirchner "Rote Kirche bzw. Brücke über die Spree" im Zehnerbogen, weil es hier m.E. einen Sinn macht und den Betrachter so direkt in die Materie einführt. Übrigens: Wer das Exponat sehen möchte, sollte am 27./28.09. nach Bietigheim-Bissingen zur dortigen Rang 3- Ausstellung kommen. Auch ich werde dort sein.
Mit den besten Grüßen
Claus Wentz
P.S. Eine Weile konnte ich aus technischen Gründen nicht am Forum teilnehmen, doch Dank der phantastischen Hilfe von Curtis ist alles wieder im Lot. Auch an dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Dank!!!
Also ich habe außerhalb meiner Frankaturware nur zwei Zehnerbogen: Die mit den 10-Pf-Marken. Ich finde es überflüssig, dass MICHEL sie katalogisiert, zumal sie bei der Einführung lautstark gesagt haben, dass sie es nicht tun werden, weil es eben ganz normale Schalterbogen seien. Okay, man kann seine Meinung ändern. Aber irgendwie riecht das danach, dass hier jemand seine Interessen durchgesetzt hat.
** sind die Dinger doch eigentlich langweilig, schon weil ja die meisten Hortungsposten aus Zehnerbogen bestehen dürften. Und gestempelt gibt es die bei den meisten (weil großfromatigen) Sondermarken nur aus Sammlerhand. Ab und zu zur Auflockerung finde ich sie ganz nett, aber als Sammlung? Nee, ohne mich.
CU
Kjell
Hallo,
als philatelistischer Anfänger habe ich an die alten Hasen folgende Frage, die für manchen vielleicht lächerlich klingen mag, mir beim Einordnen auf Vordruckblätter aber Probleme bereitet: Ich habe im Sammelgebiet DDR, BRD und Deutschland nach 1990 viele Marken mit Rand oder Eckrand. Der Rand ist teils bedruckt, teils mit gestempelt, teils unbedruckt. Hat ein Randstück einen höheren Wert als ein randloses? Mindere ich den Wert einer Marke, wenn ich den Rand entferne, um die Marke auf dem Vordruckblatt besser unterbringen zu können? Schönen Dank im voraus für eure Ratschläge!
@herdi: Eine Marke mit Rand ist immer besser, als eine Marke ohne Rand.
Kein "Philatelist" trennt freiwillig den Rand ab. Laß einfach den Rand im Vordruckalbum überstehen. :)
Mit Sammlergruß mur
deckelmouk
03.05.2007, 19:58
Hallo Herdi,
sagen wir mal so, bei den heutigen Marken sind Randstücke nichts mehr besonderes. Das war vor den Zehnerbögen etwas anders. Da ich Dir recht gebe, dass es besser aussieht (und Briefmarkensammeln ist ein ästhetisches Hobby - d.h. das Auge isst mit), würde ich die Ränder abmachen.
Ausnahmen würde ich bei zentrisch gestempelten Marken sehen, bei denen der Stempelabschlag auf den Rand übergeht.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Hallo,
der Club der 10 ist eine Idee der Post. Nachdem der Verkauf an Neuheiten zurück gegangen ist, mußte man den Umsatz wieder ankurbeln. Man erfand den Club der 10. Ob das wohl gelungen ist, man wird es wohl nie erfahren. Was machen diese Sammler den bei den Blockausgaben? Pappen die dann 10 Blöcke aneinander?
Gruß Helmut
Hallo, herdi, der Rand bei modernen Marken schlägt sich nicht im Michelwert nieder, also ist eine Marke mit Rand genausoviel wert, wie eine ohne. Es Ist also nur eine Frage der Ästetik. Bei älteren Marken kann sich schon mal eine HAN oder Druckvermerk darauf befinden, bei alten Marken des Deutschen Reiches kann man am Ober- und Unterrand feststellen, ob Plattendruck oder Walzendruck. Anhängsel bei Israelmarken nie abtrennen, diese steigern den Wert der Marken beträchtlich.
MfG Lars
Alexander Schonath
03.05.2007, 21:54
Bei normalen Marken sind Randstücke nichts wert. Ist ja eigentlich herstellungsbedingt.
Für zwei Jahre von der Post gekaufte Zehnerbogen kann man sich einen Luxus Posthornsatz kaufen.
[QUOTE=Thorsten Siemer;1551]Liebe Sammlerfreunde!
Zitat:
"Michel hat jetzt auch in seinem Spezial eine extra Bewertung
für ALLE Zehnerbögen aufgenommen, obwoh doch erst
zwei Ausgaben ("Heine" und "Wuppertaler Schwebebahn")
unterschiedliche Randbeschriftungen aufweisen."
Das halte ich auch für Käse. Marke mal 10, das schafft doch jeder - oder gibt es einen der dafür mehr bezahlt?
@herdi:
Ich lasse grundsätzlich immer vorhandene Bogenränder an den Marken. Das gilt sowohl für gestempelte als auch ** oder *-Marken. Bei gestempelten muss man bedenken, dass viele "normale" Postkunden die Ränder abtrennen, bevor sie die Marken auf Brief kleben. Das hat zur Folge, dass selbst gar nicht so alte Werte, wie III. Reich, frühe Bund usw. gestempelt mit hundsgewöhnlichem Bogenrand knapp sind von Spezialisten gesucht werden. Im Zeitalter der Zehnerbogen gibt es sicherlich viel mehr bedarfsgestempelte Marken mit Bogenrand, trotzdem lasse ich Ränder dran. Da es schon seit über 100 Jahren Vordruckalben gibt, haben zahllose Sammler zu unterschiedlichsten Zeiten Bogenränder abgetrennt, um die Marken "albengerecht" zu machen. Was natürlich zur Verknappung zusätzlich beigetragen hat und weiter beiträgt. Bei ungestempelten Marken geben Bogenränder (besonders Eckränder) nach meinem Geschmack viel mehr her als Marken ohne Ränder. Auch gestempelte mit Rand finde ich schöner.
Die Unterbringung im Vordruckalbum kann auf den ersten Blick problematisch sein. Solange man aber keinen "Randkiller" ;) wie Safe-Alben mit 3-seitig geschlossenen Taschen :eek: besitzt, kann man die Ränder überstehen lassen oder - bei Platzmangel - auf eine freie Stelle oder auf eine separate Blancoseite kleben.
Abschließend noch eine ur-uralte Weisheit: Nichts schützt die Zähnung so gut wie ein Bogenrand.;)
MfG
Jorore
Hallo, allen, die mir geraten haben, wie man mit Randstücken umgehen kann, herzlichen Dank. Eure Ratschläge waren zwar teils recht unterschiedlich,für mich aber sehr hilfreich. Ich habe mich nun entschlossen, statt Vordruck-blättern Blankoseiten zu verwenden. Das kostet zwar mehr Mühe, macht aber Spaß und läßt viel Freiraum für eine eigene ästhetische Gestaltung auch mit Randstücken. Nochmals schönen Dank und herzliche Grüße. herdi
Im Zeitalter der Zehnerbogen gibt es sicherlich viel mehr bedarfsgestempelte Marken mit Bogenrand, trotzdem lasse ich Ränder dran.
Das Zeitalter der Zehnerbogen war gestern, seit 2004 leben wir im Zeitalter der selbstklebenden Marken. Auflage nassklebend 10 Millionen, Auflage selbstklebend 1 Milliarde = 1000 Millionen. :eek:
Wenn ich eine nassklebende Marke, ob Sonder- oder Dauermarke, auf der Tagespost finde, dann freue ich mich. :)
Unterschätzt die Blumenserie auf Bedarfspost nicht, ich erhalte meistens Label. :(
Gruß: Bill
PS: Und in der aktuellen Ausgabe der "philatelie" (Die Gedanken sind frei) ist m. E. der Nachruf auf die Briefmarke schon erschienen.
Kann ich nur befürworten !!!
claus wentz
09.05.2007, 17:41
Vor mehr als 100 Jahren wurde die Briefmarke schon beerdigt!! Nämlich als die ersten Versuche mit "Stempelmaschinen" durchgeführt wurden. Es sind zwar etliche Millionen Freistemplermaschinen weltweit im Einsatz, doch ist m.E. keine Verdrängung der Briefmarke in Sicht. Auch die Barcodelabel werden das nicht schaffen.
dietbeck
09.05.2007, 18:58
Vor mehr als 100 Jahren wurde die Briefmarke schon beerdigt!! Nämlich als die ersten Versuche mit "Stempelmaschinen" durchgeführt wurden. Es sind zwar etliche Millionen Freistemplermaschinen weltweit im Einsatz, doch ist m.E. keine Verdrängung der Briefmarke in Sicht. Auch die Barcodelabel werden das nicht schaffen.
Dem stimme ich nicht zu. Die Briefmarke wird aus dem Tagegeschäft verschwinden und mehr und mehr zum Sammleobjekt "degradiert" werden. Es wird also weiterhin Briefmarken geben, aber nicht mehr zu Ihrem ursprünglichen Zweck. Ich was kürzlich auf meiner Postfiliale und dort sagte man mir, dass Sondermarken heute nur noch in kleinen Zahlen (200, war mal 3000) an die Postfiliale geben und die Beamten sogar gehalten sind, Label und selbstklebende zu verwenden. Die "klassische" Marke wird also sehr wohl irgendwann verschwinden, bzw. nur noch bei den Versandstellen erhältlich sein.
Und mal ehrlich, wieviele der Markenausgaben mit Ihren Auflagen sind denn noch in irgendeiner Weise an Bedarf ausgerichtet, und da kann man eigentlich jedes Land nehmen.
Bis eine brauchbare Alternative - und diese ist nicht in Sicht - gefunden ist, wird es auch eine Quittung für die vorausbezahlte Postbeförderungsdienstleistung, nämlich die Briefmarke geben. Wie soll sonst der Bedarf von z.B. max. 10 Briefporti pro Tag abgedeckt werden?
Wie lange es allerdings die bunten Aufkleber noch gibt........?
Diese wurden allerdings auch 1981 bei der Einführung der Automatenmarke schon totgesagt.
Mit Sammlergruß mur
Hallo
Ich schliesse mich den Antworten an!
Ich möchte aber noch einmal die sehr lebhafte Diskussion um die Randbedruckung, bei der Einführung der Zehnerbögen, erinnern. Da wurde von seiten der Post vehement bestritten, dass es eine Randbedruckung geben werde.
Nun ja - mitlerweile scheinen manchmal die Ränder wichtiger zu sein als die Marken. Auch bei der Post scheint zu gelten "was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern, wenn ich Geld verdienen kann". Gleiches trifft auch auf die Albumverlage zu.
loki
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