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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zu Rollenmarke, Berlin 47 Typ II



Phila
22.11.2005, 19:56
Nachdem ich heute den Brief/ mit Inhalt bekommen habe, wollte ich ihn nach einen kurzem Blick darauf sofort in die Tonne treten. Sieht aus als hätte jemand die Briefmarken aus einem Bogen mit einer Schere zurechtgeschnitten.

Aber es sind Rollenmarken 47 Typ II. (500er Rolle)

Wie wurden die damals hergestellt/ geschnitten/ verausgabt? Teilweise sieht es so aus als ob sich neben der Rollenmarke tatsächlich noch eine Marke befunden haben muss (B, links). Teilweise sind die Marken rechts ohne Rand (C, auch geschnitten) obwohl es wohl die Zähnungsabart bei 47 I , aber diese nicht als Rollenmarke bei 47 II gibt.

Danke Christian

Latzi
22.11.2005, 22:09
Hallo,
wirklich Ahnung habe ich ja nicht - aber werden Rollenmarken nicht auch in Bahnen mit mehreren Markenreihen gedruckt, die dann getrennt werden? Die maschinelle Trennung dürfte durch "Messer" erfolgen. Diese waren dann hier wohl falsch justiert und haben nicht im Bereich den Zähnung geschnitten. Evtl. wurde der so entstehende Markenrest bei einem Teil der verklebten Marken entfernt oder sind die einseitig geschnittenen Marken tatsächlich breiter als Normalmarken?
Warum sind es eigentlich zwingend Rollenmarken? Habe gerade keinen Katalog zur Hand. Gibt es Typ II nur von der Rolle?

Gruß Latzi

Phila
22.11.2005, 22:15
Hallo Latzi,

ich habe so verschiedene Vermutungen zu Rollenmarken, bin aber nicht hundertprozentig sicher und warte auf die "Spezialsammler". Vielleicht hast du ja Recht....

47 Typ II ist die "Rollenmarke" und auch sehr einfach zu unterscheiden. Es sind definitiv alles Rollenmarken.

Bill
23.11.2005, 09:43
Hallo Phila,

geschnittene Dauermarken gab die Bundespost erstmals 1974 mit dem letzten Unfallverhütungs-Markenheftchen heraus, weil man sich von den Heftchenbogen verabschiedet hatte.

Deutsche Rollenmarken sind heute noch vierseitig gezähnt, obwohl halb Europa Rollenmarken seit Jahrzehnten nur an der Reißstelle perforiert.

Gruß: Bill

claus wentz
23.11.2005, 12:50
@ Bill

Hier ist nicht die Rede von der Deutschen Bundespost, sondern von der Landespostdirektion Berlin.

CW

mur
23.11.2005, 12:52
Irgendwie erinnere ich mich schwach, daß die OPD Berlin ihre Rollenmarken irgendwann einmal auch an einer einer "seitlichen" Bildseite hat abreissen lassen. Eine Bildseite die nicht Ober- bzw. Unterseite des Bildes war auf der Rolle Ober- bzw. Unterkante und wurde gerissen.
Sowas steht aber mit Sicherheit im Michel-Spezial!
So einfach ist das.......:D ...oder doch nicht?:p
Gruß mur

Ähhh..lese gerade "Landespostdirektion". Gleich mal nachlesen....

Bill
23.11.2005, 14:01
@ Bill

Hier ist nicht die Rede von der Deutschen Bundespost, sondern von der Landespostdirektion Berlin.

CW

Der Unterschied ist mir schon klar, LPD Berlin > Rechtsnachfolger DBP Berlin. Aber auch von der LPD Berlin sind im MICHEL-Spezial keine teilgezähnten Marken zu finden.

Weiß jemand wie früher Rollenmarken produziert wurden? Ich hab' irgendwo gelesen, dass die einzelnen Streifen der Bögen manuell getrennt und zu Rollen zusammengeklebt wurden.

Gruß: Bill

wuerttemberger
23.11.2005, 18:08
Irgendwie erinnere ich mich schwach, daß die OPD Berlin ihre Rollenmarken irgendwann einmal auch an einer einer "seitlichen" Bildseite hat abreissen lassen.
Yep, so einfach ist das.
@Phila Die Marken kamen mit der Schmalseite voran aus der Rolle. Bei deinen Marken auf dem Brief kam ein Wertzeichengeber zum Einsatz, dessen Messer die Marken nicht exakt an der Zähnung abgeschnitten hat.
Nix mit falsch justierten Messern beim Zertrennen der Rollenbahnbogen, die es meines Wissens schon seit ca. 1912 (hab` jetzt keine Lust den Jäschke-Lanthelme durchzublättern) gegeben hat.;)
Im übrigen wären Marken im Querformat auf Rollen auch äußerst unpraktisch, da man sie schlechter abreisen kann, sie mehr Platz brauchen etc..

Rollenbahnbögen wurden im Walzendruck auf Endlospapier hergestellt. Diese wurden dann nach dem Druck mit Messern in Streifen zerteilt und in Rollen verschiedener Größen konfektioniert. Für weitere Details gibt es sicherlich noch Spezialisten (@dorok-rsv], die mehr dazu schreiben können.

Gruß

wuerttemberger

Phila
23.11.2005, 18:29
Ich habe mir schon gedacht, dass @ Mur Recht hat und zwar aus folgendem Grund:

Da ich bisher bei diesen Marken nicht auf Preise achte, sondern Spaß an der Plattenfehlersuche habe, habe ich mir nochmals den Katalog von Frau Eliades zur Hand genommen.

Hier steht zwar nichts über die Herstellung der Rollenmarken drin, aber entgegen dem Michel eine Bewertung für Paare der 47 II.

Zwar auch lapidar gehalten und nur für waagerechte Paare. (also die schmale Seite).

Da das jetzt durch @ wuerttemberger bestätigt wird, genügt mir die Antwort.

Den Beleg kann ich immer noch als überfrankiert in die Portostufensammlung (schön rechnen erlaubt, aber mit Inhalt 8 Gr.) übernehmen.

Danke Christian

Wrampi
26.11.2005, 22:26
Moin,
Für mich sehen die Bilder aus wie das die Marken aus ein Bogen stammen und von einer Person Nicht abgerissen sondern abgeschnitten wurde. Ich habe solche Marken dutzendweise und wer sagt das diese Marken von der Rolle Stammen? Die Marken gab es im Bogen und auf Rolle oder wo kommen meine wagerechten Pärchen her?

Gruß,
Wrampi

Phila
26.11.2005, 23:13
Hallo Wrampi,

Rollenmarken sind wirklich einfach von Bogenmarken zu unterscheiden. Eine Michel Spezial- Katalog genügt. Es sind Rollenmarken.

Gruß Christian

Dietemann
15.02.2006, 23:19
Wenn es noch jemanden interesiert:
Der erste Postwertzeichengeber (Briefmarkenautomat) wurde Ende 1901 in Berlin im POstamt Berlin 66 aufgestellt. (so jedenfalls mein Lexikon der Philatelie).

Da ist übrigens auch noch erwähnt, dass Automatenmarken eine landläufige Bezeichnung für Rollenmarken sei (im Deutsch von 1974).

Also nichts Neues unter der Sonne.

dorok_rsv
16.02.2006, 01:08
@wuerttemberger in #8
da schliesse ich mich an, die Bildseiten kommen längs aus der Rolle, die Beschädigungen am oberen und unteren Rand stammen von einer schlechten Rollentrennung, das waren die Seitenränder und die Beschädigungen seitlich von falsch justierten Messern im Wertzeichengeber, wie es Bild b.jpg eindeutig zeigt, der Rest der Folgemarke ist klar erkennbar - nur so war es wohl ...

jothar
27.12.2007, 14:08
Rollenmarken kann man leicht an der Bildzeichnung von Bogenmarken unterscheiden. Waagerechte Pärchen oder 3er-Streifen... der Rollenmarke 47 II sind selten, da die Automaten nur Einzelstücke lieferten. Die zusammenhängenden Streifen sollen vorwiegend von (Briefmarken-)Firmen stammen, die Ihre Post mit den Marken von der Rolle frankierten.
Von den Schalterbögen, sind die senkrechten Pärchen die seltenere Variante.
Grüße jothar


Moin,
Für mich sehen die Bilder aus wie das die Marken aus ein Bogen stammen und von einer Person Nicht abgerissen sondern abgeschnitten wurde. Ich habe solche Marken dutzendweise und wer sagt das diese Marken von der Rolle Stammen? Die Marken gab es im Bogen und auf Rolle oder wo kommen meine wagerechten Pärchen her?

Gruß,
Wrampi