Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Problem Wohlfahrtsmarken
Die 5 Werte der Jugendmarken 2005 sind durchaus ansprechend gestaltet. Ich frage mich nur, warum werden gleich drei Werte zu 55 cent herausgegeben? Je ein Wert zu 45, 55 und 95 cent bei niedrigeren Zuschlägen z.B. 5, 10 und 25 cents täte es auch. Dann wären m.E. auch normale Postkunden bereit diese Marken zu kaufen und zu verkleben. Dazu müssten diese Marken auch mindestens 10 Monate lang in allen Postfilialen und Postagenturen stets erhältlich sein. Das jetzige Verfahren zielt doch nur auf uns Sammler ab.
*Frustmodus ein* Und wenn sich mal ein Wert zu 144 cent in der Bedarfspost befindet, ist er in der Regel entweder doppelt entwertet oder wellengestempelt.*Frustmodus aus*
Die Zuschlagsmarken (ausgenommen Wohlfahrt) wuerden auch bei 1 Cent Zuschlag vom normalen Kunden nicht gekauft werden, da er sie nicht kennt.
Von den Schaltermitarbeitern wird er auch nicht darauf hingewiesen und es wird schon gar nicht erklaert, weshalb sie teurer sind als die anderen Marken.
Vor einem halben Jahr fragte mal ein Kunde nach schoeneren Marken. Da die Filiale leer war (was selten der Fall ist), holte die Mitarbeiterin alles vor, was sie hatte. Dem Kunden gefielen die Sportmarken. Da sagte sie nur "Das sind Zuschlagsmarken, da zahlen Sie einen Zuschlag." Ohne Erklaerung, wozu der Zuschlag gut ist. Die Marken hat er natuerlich nicht genommen.
Bei den Umsatzvorgaben und den meist ellenlangen Warteschlangen ist es auch kein Wunder, dass sich kein Mitarbeiter die Zeit nimmt, dem Kunden Zuschlagsmarken schmackhaft zu machen. Es ist einfacher, ihm ein Heftchen selbstklebende Marken zu 55 Cent zu verkaufen.
Und wenn die Zuschlagsmarken dann auch noch wie 2003 bei den Jugendmarken im Block kommen, ist alles verloren. Der Block wurde wohl ausschliesslich von Sammlern gekauft.
Die Werbung fuer Zuschlagsmarken find ich auch wenig aussagekraeftig. Da werden nur die Marken abgebildet, wen interessieren die? Die sieht er auch auf den Werbeplakaten der Versandstelle, die in den Filialen haengen.
Effektiver waere es wohl, wenn auf den Werbeplakaten einzelne, gefoerderte Projekte praesentiert wuerden. Dann koennte man noch irgendwo die Nachricht unterbringen, dass ein Aufpreis von 25 Cent nicht wehtut und eine einfache Moeglichkeit darstellt, zu spenden. Soviele Briefe verschickt der Durchschnittsbuerger ja nicht.
Der Sammler sollte sich mal fragen, was er gegen Zuschlagsmarken in der jetzigen Form hat. Gut, sie kommen im Postalltag bis auf die Wohlfahrtsmarken nicht vor. Na und? Es sind die einzigen Marken, die soetwas wie Wertsteigerungspotential haben. Sauber tagesgestempelte Zuschlagssaetze kann man ueber Postpreis verkaufen. Versuch mal, eine selbstklebende Rosengrussmarke, egal wie gut gestempelt, zum Postpreis an den Mann zu bringen. Bei ner 300 Mio Auflage ein aussichtsloses Unterfangen.
Wer natuerlich auf seiner Tagespost an Sammlerfreunde nur die Selbstklebenden verklebt, weils ja so schoen praktisch und billig ist, braucht sich ueber die Wertlosigkeit seiner modernen Sammlung nicht zu wundern.
Dietemann
05.09.2005, 20:05
Die Zuschlagsmarken waren für mich der Grund, das Bund-sammeln aufzugeben. In der normalen Bedarfspost kamen sie relativ selten vor, obwohl einige Verwandschaft (vor allem die Großeltern) mir etwas Gutes taten und ab und zu solche Marken sandten. Ich freute mich dabei nicht nur über den Brief oder die Karte, sondern natürlich auch über die Marke, die sie ja extra für mich besorgt hatten. Später habe ich bei der Versandstelle extra Zuschlagsmarken bestellt, um diese versenden zu können. Aber was ich dann an Umschlägen zurückbekam, hat mir über Jahre den Spaß verdorben. Rollenstempel waren da noch das Harmloseste, viel schlimmer waren doppelte Stempel, vor allem bei schönen Handstempel am Schalter und vor allem die Kraft der Sortiermaschinen, die jede Ecke schaffen. Dabei gibt es durchaus regionale Unterschiede, das Waiblinger Sortierzentrum scheint mir besonders roh mit den Briefen umzugehen, vom Göttinger bekomme ich wenigstens ab und zu noch akzeptable Marken. Schade dass ich dort sowenig Menschen kenne :-).
Das mit dem Wertzuwachs sehe ich genauso, aber ich möchte Freude an meinen Marken haben und die ist durch die vielen Ausgaben und die schlechte Stempelqualität stark getrübt.
Wenn schon Zuschlag, dann würden mich die neuen Computerlabels eher reizen, da dürfte es doch kein Problem sein, ebenfalls Zuschlagsmarken herzustellen (beispielsweise). Das wäre dann echte Bedarfspost.
Weiß eigentlich jemand seit wann es Zuschlagsmarken gibt? (Ja ich schaue sobald ich zu Hause bin im Katalog nach)
In Deutschland hab ich auf die Schnelle die erste Zuschlagsmarke 1919 gefunden, DR 105.
@alle,
ich bekommer regelmäßig aus Preisausschreiben Postkarten und Briefe. Ein großer Teil ist mit selbstkebenden Wertzeichen frankiert, ein weitere, nicht unbeachtliche Menge mit ATM´s. Was aber auch auffällt, ist die Tatsache das ein Teil auch mit Zuschlagsmarken frankiert wird. Fraglich ist aber das Verhältnis der einzelnen Wohlfahrtsverbände. Die Wohlfahrtsmarken sind am häufigsten anzutreffen, gefolgt von den Weihnachtsmarken. Die Jugendmarken werden dann genutzt, wenn das Motiv stimmt - die Oltimer-Wertzeichen auf den letzten beiden Jahren waren weit aus häufiger anzutreffen, als die Ausgaben in den Jahren zuvor. Ganz selten auf Sendungen sind die Sportmarken anzutreffen. Generell sind die Wertstufen für "Großbriefe" wesentlich seltener anzutreffen als die Wertstufen für Postkarten und Briefe.
Gerade aus den Beobachtungen sind "Wertsteigerungen" für echt gelaufene Bedarfsendungen vorprogrammiert.
@abrixas:
Ich ziehe die Maschinengestempelten Marken, auch wenn Sie einen Rest eines Wellenstempel, denen mit einem Handstempel entwerteten vor. Diese zeigen eindeutig, dass diese nicht nur gefälligkeitsgestempelt wurden.
Gruß
Remmow
Fehldruck
05.09.2005, 20:54
Die Diakonie und die Caritas frankieren hier in Berlin ausnahmslos mit Wohlfahrtsmarken. Es gibt bei entsprechenden Quellen(z.B. Krankenkassen...) ne Menge an Bedarf....Leider sind meißt nur die 55Cent + Zuschlag verklebt.
Fehldruck
Die Diakonie und die Caritas frankieren hier in Berlin ausnahmslos mit Wohlfahrtsmarken.
Wohlfahrtsverbände zahlen keinen Zuschlag, da sie die Marken zum Frankaturwert erhalten. :eek:
Wo sollen eigentlich jene abstimmen, die Wofa's kaufen "müssen", weil sie ganz einfach "boring" Bund sammeln?
Bei Wofa's fällt mir die aus heutiger Sicht rührige BDPh-Aktion zu Beginn der 80er Jahre ein, bei der in langen Verhandlungen herauskam, den Zuschlag der 50+25 Pf Marke künftig um 5 Pf auf 50+20 Pf zu senken. :D
Gruß: Bill
Dirk Bake
06.09.2005, 11:36
Tja, ich würd ja gern an der Abstimmung teilnehmen, aber eine - wie ich finde naheliegende - Antwortmöglichkeit fehlt leider: Ich kaufe sie, damit ich sie für die Sammlung bekomme.
Tja, ich würd ja gern an der Abstimmung teilnehmen, aber eine - wie ich finde naheliegende - Antwortmöglichkeit fehlt leider: Ich kaufe sie, damit ich sie für die Sammlung bekomme.
Sorry, das habe ich übersehen! Ich habe nicht daran gedacht, dass diese Marken auch zum Sammeln geeignet sind! Wo hatte ich nur meinen Kopf? :o
Vielleicht liegt es daran, dass ich mich vom Bund-Sammeln verabschiedet habe. Ausnahmen sind DS gestempelt und auf Belegen von 1961 bis 2004. Da möchte ich mich nicht von meiner Sammlung trennen.
Hallo,
das ist für mich ein sehr zwiespältiges Thema. Ich fühle mich von der Flut der Wohlfahrtsmarken abgezockt. Die Menge der Marken gehört deutlich reduziert.
Andererseits kaufe ich diese Marken auch wieder, eben weil sie Wohlfahrtsmarken sind und weil sie oft auch schöne Motive haben. Für mich als Katzenfreund waren die Katzenmotive letztes Jahr ein Muß! Damit habe ich auch viele private Briefe frankiert.
Soweit ich weiß sind die Germania-Ausgaben Michel Nr. 105 und 106 von 1919 tatsächlich die ersten "Wohlfahrtsmarken".
Ich kann bestätigen, dass man bei Krankenkassen oft Wohlfahrtsmarken aus dem Bedarf bekommt, da diese besonders im Rahmen der Pflegeversicherung oft Post von AWO, Diakonie, Caritas & Co. erhalten. Das sind meist die 55 ct. Marken, oft aber auch die 144er. Allerdings - aus begreiflichen Gründen - leider nie Sportmarken. Wer also jemanden kennt, der bei ner Krankenkasse arbeitet, der kann da schon mal nachfragen.
Gruß
Herbert
Zimmermann Wolfgang
10.09.2005, 10:07
Hallo zusammen
Ich habe abgestimmt (kaufe nicht,habe Bund sammeln aufgehört).
Zu richtigen Abstimmung muß ich sagen: Ich habe ALLE Wohlfahrtsmarken gekauft,weil ich sie zu Vollständigkeit brauchte.
Würde ich weiter Bund sammeln dann würde ich auch weiter diese Marken (zur Vollständigkeit) kaufen.
Großherzogtum Baden
30.09.2005, 10:31
Hallo!
Eine schwierige Umfrage mit unterschiedlichen Meinungen.
Da ich über die Versandstelle alle Neuerscheinungen regelmäßig erhalte bin ich sozusagen gezwungen alle Zuschlagmarken zu erwerben.
Im übrigen sind die Jugendmarken mit den Schiffmotiven aber auch allererste Sahne und meiner Meinung nach auch den Zuschlag wert. Solange mir die paar Euro nicht weh tun werde ich mein Abo behalten. Bleibt nur zu hoffen, dass die Einnahmen auch in voller Höhe den Wohlfahrtsverbänden zukommen.
Die Grenze an Zuschlagmarken ist sicher langsam erreicht, mehr wäre nicht wünschenswert. Allerdings müßte ich dann auch meine Deutschlandsammlung beenden.
Im übrigen habe ich den Eindruck dass in anderen Ländern wesentlich weniger Zuschlagsmarken erscheinen.
Schöne Grüße Dieter
Zackenhirsch
18.01.2006, 16:06
Tja, ich würd ja gern an der Abstimmung teilnehmen, aber eine - wie ich finde naheliegende - Antwortmöglichkeit fehlt leider: Ich kaufe sie, damit ich sie für die Sammlung bekomme.
Exakt diese Antwortmöglichkeit hat mir auch gefehlt !
Grüssle
Exakt diese Antwortmöglichkeit hat mir auch gefehlt !
Grüssle
Tut mir leid! Aber von dem Ziel, mein Vordruckalbum kompett zu füllen bin ich schon vor vielen Jahren abgekommen, und da habe ich nicht daran gedacht.
In meinen Sammelgbieten wird man nie komplett, obwohl diese eng umgrenzt sind. Klingt paradox, aber wenn ich einen Bereich mit 44 Marken sammle, und es im Ausgabegebiet 50 Stempeltypen (und Varianten) gibt, brauche ich mindestens 2200 gut erhaltene Marken um "komplett" zu sein. Dagegen ist Bund postfrisch ein alter Hut!:p :p
Ich kaufe die Marken (vorallem die Jugend- und Sportmarken, die
Marke für uns Philatelisten und die Umweltmarke).
Seit einigen Jahren nur noch für meine Frankatur bzw. machmal
lasse ich mir einen Satz mit Ersttagtagesstempel (Tagesstempel) abstempeln.
Hier in Stuttgart am Philatelieschalter klappt dies noch sau gut!!!
Ich verwende die Zuschlagsmarken am liebsten für meinen Schriftverkehr
(wenn ich die Marken zurückerhalte) bzw. für Antwortumschläge, die
dann auch zu mir zurückkommen.
Auf diese Art habe ich einiges an Bedarf die letzen Jahre erhalten.
Die Motive sind wirklich für mich schöner
Jugend 2004 Katzen toll, Jugend 2005 schön
Wofo 05 die Schmetterlinge - schön - vielleicht etwas große Marken.
Ich glaube auch, dass z.b. solche Sachen wie saubere Sportmarken mit Ortstagesstempel vom
Wert etwas interessantes sein können.
Oder man macht nur etwas an Wert kaputt - im Gegensatz zu anderen
Gebieten.
Beste Sammlergrüße
sodrei (harald)
Die Ausgabenmenge an Wohlfahrtsmarken ist eine
Zumutung.
Dies wäre ein Grund, warum ich keinem Ausländer eine
aktuelle Bund Sammlung empfehlen würde.
Einfach nervig.................
so 17 Marken im Jahr mit Zuschlag.........
Ist schon Abzocke........
(und immer 3 x Wert 55 Ct!)
Die ist fast ein Grund diese schönen Thema "Zuschlagsmarken aufzugeben.
... was bleibt denn da noch übrig? Das sind doch (fast) die einzigen Marken, die nicht in Massen in den Tauschalben stecken!
Ich freue mich, dass nach der Umfrage zu urteilen offenbar doch recht viele von den Bund-Sammlern ZM mehr oder weniger aus Überzeugung kaufen.
Natürlich kostet ein Bund-Jahrgang rund 10,00 Euro an Zuschlägen. Aber im Jahr! Das halten doch die meisten Sammler aus... Man muss diesen Betrag nämlich auch immer in Relation zu den übrigen Ausgaben sehen.
MfG
Kjell
phil-maddin
23.02.2006, 08:25
ich sehe nicht die zuschlagsmarken als problem an, sondern die masse ansich der neuerscheinungen. wenn man noch nicht mal die neuausgaben des eigenen landes zu vernünftigen preisen vollständig sammeln kann, schreckt das wohl jede menge leute ab.
meistens gilt doch: weniger ist mehr.
TripleST
23.02.2006, 17:20
:mad:
eindeutig Abzocke.
Es kaufen fast ausschließlich Sammler diese Objekte in der Absicht, ihre Sammlungen komplett zu halten.
Ein redlichen Anlaß läßt sich immer finden. Ob Wohlfahrt, Unterstützung der Hochwassergeschädigten ist egal. Entscheidend für die Argumentation ist für mich, daß eine kleine Gruppe der Gesellschaft, nämlich die Briefmarkensammlerschaft mit ihrer harmlosen Leidenschaft des Sammelns von Briefmarken hier ausgebeutet werden.
Wenn Finanzierungsbedarf herrscht für verschiedene Zwecke, die der Allgemeinheit dienen, dann soll auch die gesamte Gesellschaft über Steuererhebung o.ä. herangezogen werden.
Ich wüßte keinen anderen Sammelbereich, wo ähnlich hemmungslos abgezockt wird, weder bei Münzen noch sonstwo
phil-maddin
23.02.2006, 21:58
Ich wüßte keinen anderen Sammelbereich, wo ähnlich hemmungslos abgezockt wird, weder bei Münzen noch sonstwo
das hättest du nicht sagen sollen. jetzt ist die münze mit zuschlag kein geheimnis mehr :D
deckelmouk
23.02.2006, 22:26
Ich wüßte keinen anderen Sammelbereich, wo ähnlich hemmungslos abgezockt wird, weder bei Münzen noch sonstwo
Also DAS würde ich nicht so sagen. Briefmarken mit 10-Euro-Nominalen findest Du nicht so leicht. Gedenkmünzen aber ohne weiteres. Und was ist das anderes, als ein zinsloser Kredit?
Beste Sammlergrüsse!
Lars (der seeeehr gerne ein Notenbankprivileg hätte und seine luxemburger BIL-Scheine hortet)
TripleST
24.02.2006, 11:37
der entscheidende Unteschied zu den Münzen ist doch der, daß ich die 10 EUR jederzeit problemlos als Kaufkraft wieder realisieren kann, wenn ich möchte, während der Zuschlag bei den Briefmarken für mich unwiederruflich verloren ist. Hinzu kommt noch, daß ich frankaturgültige Briefmarken im Schnitt nur zu 80% des Frankaturwertes wieder realisiert bekomme, wenn ich die Lust am Sammeln verloren habe und nicht die Möglichkeit habe, die Briefmarke ihrem eigentlichen Zweck, dem Frankieren, zuführen kann.
Nee Leute. Das kann man drehen und wenden wie man will. Wir Briefmarkensammler werden an allen Ecken und Enden abgezockt.
Saarland123
24.02.2006, 12:00
In erster Linie ist es ein Hobby, das Spaß macht ;)
Wenn jemand dann später aus irgendeinem Grund aufhört und noch 80% vom Geld sieht, dass er in sein Hobby gesteckt hat, ist das doch gut :D
Die ganzen Skifahrer, die Radler, die Reiselustigen, die Elektro-Freaks und wie sie alle heißen und was sie alles machen - die sehen das Geld, das sie für ihr Hobby ausgegeben haben, im Leben nicht mehr. Und ich kenne keinen, der geklagt hat, dass er nach dem Urlaub weniger auf dem Konto hatte als vor dem Urlaub :eek: :eek: :eek: :p
Warum dann also das Gejammere? Ein Hobby mit Geld-zurück-Garantie gibt es nicht ;)
deckelmouk
24.02.2006, 13:42
@triple-st:
Auch Briefmarken haben eine Nominale, die ich bis zum Ende der Gültigkeit gegen eine Postdienstleistung eintauschen kann. Der Zuschlag ist nicht "verloren", sondern einem guten Zweck zugeführt. Ich sehe das wirklich nicht als Problem an.
Ich erinner mich als Luxemburger auch noch sehr gut an die Starterkits. Mein Gott, warum hab ich am Anfang nicht mehr davon verkauft! :(
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Auch wenn ich das Sammeln von Bund aufgegeben habe, habe ich noch ein einfaches BM - Abo bei der Versandstelle. Die Briefmarken (ver-) brauche ich für meine private Korrespondenz. Auch die Wohlfahrtsmarken und Sportmarken (Sport ist Mord!). Die paar Euronen für die Zuschläge kann ich gerade noch hergeben. Wer soll denn noch ordentlich frankieren, wenn nicht die Briefmarkensammler, und die Zuschlagsmarken gehören nunmal dazu!:)
Mit Sammlergruß mur
phil-maddin
25.03.2006, 01:01
full acknowledgment
der entscheidende Unteschied zu den Münzen ist doch der, daß ich die 10 EUR jederzeit problemlos als Kaufkraft wieder realisieren kann, wenn ich möchte ... Hinzu kommt noch, daß ich frankaturgültige Briefmarken im Schnitt nur zu 80% des Frankaturwertes wieder realisiert bekomme, ...
Nee Leute. Das kann man drehen und wenden wie man will. Wir Briefmarkensammler werden an allen Ecken und Enden abgezockt.
deckelmouk
25.03.2006, 10:23
Ehrlich gesagt, finde ich die Diskussion mehr wie leidig:
1. Ich kann auch eine Briefmarke wieder aufbabben, und dann hat sie auch 100% Nennwert
2. Auch Münzen werden ungültig.
Wir regen uns über ein paar Cent Zuschläge auf, die wenigstens sinnvoll eingesetzt werden und für die es eine Spendenquittung gibt. Naja, Geiz is schon echt geil...
Beste Sammlergrüsse!
Lars
Wir regen uns über ein paar Cent Zuschläge auf, die wenigstens sinnvoll eingesetzt werden und für die es eine Spendenquittung gibt. Naja, Geiz is schon echt geil...
Lars
Hast Du für Wohlfahrtsmarken schon mal eine Spendenquittung bekommen??:confused:
Das glaube ich nicht!
Ich spende übrigens auch, aber dazu brauche ich keine Wohlfahrtsmarken!
Den hier geschilderten Erfahrungen mit Wohlfahrtsmarken auf Briefen und deren Behandlung durch die Post brauch ich nichts mehr hinzu zu fügen!:mad:
Ich erinnere mich dunkel, dass in einer (sehr) frühen Ausgabe der "philatelie" einmal ein Artikel stand, der über die Verwendung der Erlöse aus Zuschlägen bei Jugendmarken berichtete. Und da hatte ich beim Lesen erhebliche Zweifel, ob diese Gelder sinnvoll eingesetzt wurden.
deckelmouk
25.03.2006, 12:10
Hast Du für Wohlfahrtsmarken schon mal eine Spendenquittung bekommen??:confused:
@abrixas:
Ich? Nein. Aber meine Mutter hat als Mitglied der Arbeiterwohlfahrt immer Wohlfahrtsmarken verkauft. Und für den Zuschlagsanteil wurde eine Spendenquittung ausgestellt. Wir reden hier aber über Bogenware.
Mit besten Sammlergrüsse!
Lars
(der die Diskussion immer noch leidig findet)
1. Ich kann auch eine Briefmarke wieder aufbabben, und dann hat sie auch 100% Nennwert
2. Auch Münzen werden ungültig.
1. Falsch, meine DM-Wohlfahrtsmarken von 1969 bis 2000 sind u.a. Dank einer offiziellen BDPh-Stellungnahme seit 2002 ungültig.
2. Falsch, meine 10 DM-Olympia-Münzen (Silber) von 1972 - damals von Bankern als Kapitalanlage empfohlen :D :D :D - kann ich bei der Bundesbank noch immer eintauschen, denn in Deutschland sind alle Münzen und Banknoten seit 1948 noch gültig.
3. Anlagetipp: Gedenkmünzen zur Fußballweltmeisterschaft! :p :p :p
Gruß: Bill
deckelmouk
25.03.2006, 16:51
@bill:
ad 1: Das war Deine Entscheidung, ich habe alles verbabbt. Ausserdem gibt es genügend Länder, bei denen die Marken ihre Gültigkeit nicht verloren haben.
ad 2: Seit über 30 Jahren freut sich die BRD über dieses zinslose Darlehen. Und nach der nächsten Hyperinflation/Währungsreform sprechen wir uns dann noch mal. Da kannste Dir das Glump einschmelzen lassen.
Wie gesagt, mir ist immer noch schleierhaft, was an Münzen so "toll" sein soll. Und was an Wohlfahrts- bzw. Zuschlagsmarken so verwerflich...
Beste Sammlergrüsse!
Lars
TripleST
25.03.2006, 17:56
Der Unterschied ist der, daß Mitglieder einer Randgruppe der Gesellschaft, die Briefmarkensammler, einer "Zwangsabgabe" ausgesetzt sind, wenn sie BRD komplett postfrisch sammeln wollen.
Bei Münzen gibt es das nicht, da zahle ich nur den Nennwert ohne Zuschlag.
Was ich als große Sauerei empfinde ist, daß das Sammelverhalten vieler schon von vornherein als abzockbar unterstellt wird und gewohnheitsmäßig das Spendenvolumen bereits einkalkuliert wird, ja ewig weiter strapaziert wird.
Nach dem Motto, da gibt es eine Leidenschaft, die man nur ungern aufgibt, die kann ich jetzt mal finanziell anzapfen.
Ich bleibe dabei, wenn bestimmte Dinge als förderungswillig betrachtet werden (ob Soziales oder Sport oder was auch immer) soll die breite Gesellschaft zur Finanzierung (in Form allgemeingültiger Steuern) herangezogen werden und nicht allein die Briefmarkensammler, die sich nicht wehren können (sofern sie ihre Sammlung komplett halten wollen). Die andere Alternative wäre eben nur aufhören mit Sammeln.
saeckingen
25.03.2006, 18:53
@TripleST
<i>Der Unterschied ist der, daß Mitglieder einer Randgruppe der Gesellschaft, die Briefmarkensammler, einer "Zwangsabgabe" ausgesetzt sind, wenn sie BRD komplett postfrisch sammeln wollen. </i>
Wer zwingt einen Sammler Wohlfahrtsmarken zu sammeln? In anderen Bereichen muss ich auch Abgaben bezahlen in der Regel zumindest die MWSt auf alles was ich kaufe oder bezahle.
<i>Bei Münzen gibt es das nicht, da zahle ich nur den Nennwert ohne Zuschlag. </i>
Echt? Dann besog mir doch bitte mal die ganzen Goldmünzen der Bundesrepublik zum Nennwert! Die werden alle erheblich über Nennwert verkauft und auch mit Aufschlag auf den Goldpreis. Wenn ich die zur Bank bringe, bekomme ich deutlich weniger als ich zum Ausgabepreis bezahlen müsste. Dieser Zuschlag wandert aber niicht in die Kasse von Wohlfartsverbänden, sondern direkt in den Bundeshaushalt.
<i>Die andere Alternative wäre eben nur aufhören mit Sammeln.</i>
Wieso? Es gibt genügend Sammelgebiete ohne Zuschlagsmarken, wenn diese jemanden wirklich so schwer treffen.
Briefmarkensammel ist ein Hobby, keine Geldanlage und ein Hobby kostet halt auch immer Geld. Jedem Sammler ist es freigestellt, was er sammelt und wieviel er dafür ausgibt.
Ich wunder mich immer wieder, dass Leute ein bestimmtes Gebiet sammeln, aber meckern, dass es nur Abzocke ist, viel zu viele Ausgaben, die Marken eh nur hässlich und so weiter. Warum sammeln die dieses Gebiet überhaupt? Warum sammeln die überhaupt?
<b>Sammeln hat doch nur einen Zweck - es soll Spass machen!!!</b>
deckelmouk
25.03.2006, 19:04
@tripleST:
Hm, die Argumente kenne ich doch... Abzocke: Das war auch das Argument bei dem Columbus-Satz von 1893 der USA. Gut, ist erst über 100 Jahre her, da kühlt sich Gemüt nicht so schnell ab :p
Beste Columbus-Grüsse!
Lars
P.S. Ich habe mich immer auf die Zuschlagsmarken gefreut, die Motive waren attraktiv und die Marken zumeist gut gestaltet. Und warum muss das Zeug postfrisch gesammelt werden? Versucht doch mal die Dinger auf Bedarfsbrief zu kriegen...:D
Bitte nicht prügeln....:D
Was ist eigentlich sammelnswert an allen Ausgaben der deutschen Post seit Mitte des letzten Jahrhunderts? Die schönen Marken? Wertverlust gegen 90%, posthistorisch interessant = 0, Sammlerabzocke hoch drei (10er-Bögen) und so weiter. Warum werden denn Strohfeuer gekonnt angeheizt, wie Dauerserienbogenware, Plattenfehler, u.ä. - weil sonst nichts mehr läuft!
Lasst uns Jugendarbeit leisten, dass keiner von den Kids auf die Idee kommt, sein Taschengeld für sowas aus dem Fenster zu werfen. Ich bekomme jedesmal Bauchschmerzen, wenn ich die artig vorbereiteten FDCs aus den 60er Jahren sehe - auch mit den schönen Jugendmarken -, die mich mein Taschengeld gekostet haben und heute nicht mal eBay wert sind.
Bitte nicht prügeln....:D
Mike
TripleST
26.03.2006, 16:52
@säckingen
Ihr Statement ist befremdend. Ich hab`s doch versucht zu erklären und aus einem bestimmten Abstraktionsgrad heraus argumentiert. Wenn Sie gegenüber meinen Argumenten nicht zugänglich sind oder diese nicht verstehen wollen, kann doch ich nicht’s dafür.
Es geht hier nicht um meine individuelle, persönliche Befindlichkeit. Ich sammel mit großem Vergnügen und Spass echt gelaufene alte Ganzsachen und alle Welt gestempelt.
Die Diskussion betrifft mich eigentlich auch gar nicht mehr, weil ich die Konsequenzen längst gezogen und mein Bund Postfrisch-Abo bereits vor 30 Jahren gekündigt habe. Ich beziehe postfrische Marken seitdem mit Vergnügen über die Sekundärmärkte (EBAY oder Präsenzauktionen) zu 80% des Frankaturwertes (ohne Zuschlagsberechnung), also erheblich billiger als am Primärmarkt Postschalter. Der Leidtragende ist der Erstkäufer.
Warum ich mich an der Diskussion beteilige: Mit tut die breite Sammlerschaft im nachhinein leid, die diese Infos’s oder Kenntnisse nicht haben und meinen, sie hätten was Sinnvolles und Wertbeständiges gekauft. In einem gewissen Grad wird die Naivität vieler Sammler (Anfänger, Gelegenheitssammler, wer auch immer) institutionell ausgenutzt. Natürlich kann man argumentieren, daß sich jeder informieren kann, um Schaden von sich abzuwenden. Trotzdem ist meine Meinung, daß dieses „Zuschlagsunwesen“ unserem Hobby allgemein schadet (jedenfalls nicht nutzt), wenn dieses Treiben ausufert (die Schmerzgrenze ist eigentlich bereits erreicht) und verstärkt ins Bewußtsein gerät. Das ist sicher ein Grund, warum sich viele Sammler nach hoffnungsvollem Beginn vom Hobby „Briefmarkensammeln“ verabschieden. Und das kann nicht in unserem Sinne sein, da sind wir uns doch wohl alle einig.
Daß Spenden gebraucht werden, aber auf eine andere Art und Weise, auf breitere Schultern verteilt, eingesammelt gehören brauche ich nicht mehrfach zu wiederholen.
Zum Schluss nochmal zum Argument „Spass am Sammeln“. Der ist umso höher, wenn ich im Bewußtsein sammeln kann, nicht von vornherein abgezockt worden zu sein. Keiner setzt gerne mutwillig Geld in den Sand.
In diesem Sinne weiterhin viel Spass beim Sammeln :D
ich denke auch eine gestempelte Bundsammlung, wenn überhaupt Bund, ist viel schöner, als die doch eher unansehnlichen postfrischen Marken. Da hat man wenigstens das Gefühl von Sammeln, wenn man sie sich nicht gerade selbst abstempeln läßt. Wobei ich Bund gestempelt nur bis 2000 sammle. Die bekommt man in irgendwelchen Posten immer mal mit, auch die besseren und man kann immer mal wieder Marken austauschen, wenn ein besserer Stempelabdruck vorliegt. Bei postfrisch wird nur ins Album gesteckt und das war es.....wie langweilig.
phil-maddin
28.03.2006, 20:40
Die Diskussion betrifft mich eigentlich auch gar nicht mehr, weil ich die Konsequenzen längst gezogen und mein Bund Postfrisch-Abo bereits vor 30 Jahren gekündigt habe. Ich beziehe postfrische Marken seitdem mit Vergnügen über die Sekundärmärkte (EBAY oder Präsenzauktionen) zu 80% des Frankaturwertes (ohne Zuschlagsberechnung), also erheblich billiger als am Primärmarkt Postschalter. Der Leidtragende ist der Erstkäufer.
Warum ich mich an der Diskussion beteilige: Mit tut die breite Sammlerschaft im nachhinein leid, die diese Infos’s oder Kenntnisse nicht haben und meinen, sie hätten was Sinnvolles und Wertbeständiges gekauft. In einem gewissen Grad wird die Naivität vieler Sammler (Anfänger, Gelegenheitssammler, wer auch immer) institutionell ausgenutzt. Natürlich kann man argumentieren, daß sich jeder informieren kann, um Schaden von sich abzuwenden. Trotzdem ist meine Meinung, daß dieses „Zuschlagsunwesen“ unserem Hobby allgemein schadet (jedenfalls nicht nutzt), wenn dieses Treiben ausufert (die Schmerzgrenze ist eigentlich bereits erreicht) und verstärkt ins Bewußtsein gerät. Das ist sicher ein Grund, warum sich viele Sammler nach hoffnungsvollem Beginn vom Hobby „Briefmarkensammeln“ verabschieden. Und das kann nicht in unserem Sinne sein, da sind wir uns doch wohl alle einig.
Meine vollste Zustimmung.
Was ich mich allerdings frage, sind das alles Notverkäufe in Ebay ? Vor etwa 20-25 Jahren war ich das letzte mal auf einem Tauschtag. Die Teilnehmer hatten immer so Pappdeckel wie "verkaufe Bund / Berlin zu 50% Michel". Das war zumindest damals normal und galt für Einzelmarken und auch für ganze Jahrgänge aber auch für die guten 50'er. Wer für 40% verkaufte galt als Wahnsinniger. 30% waren fast schon undenkbar. Gültige Marken zum Postpreis oder darunter gab es auch kaum.
Sind diese Preise auf Tauschtagen mittlerweile wie in Ebay bei 10% bis 30% angekommen oder immer noch so hoch ?
hibiscus
28.03.2006, 22:25
"verkaufe Bund / Berlin zu 50% Michel".
Auf meinem Pappdeckel steht 30%, aber keiner kauft. So sieht's aus.
mfg
hibiscus
sind bei Bund wohl nur bei geprüften Marken drin, dabei spielt der Jahrgang keine Rolle. Ausnahme sind wohl nur Besonderheiten, wie Vollstempel oder Ränder.
Das ist jedenfalls die Quintessenz aus 6 Jahren ebay und einigen tausend Verkäufen gerade auch von Bund. Postfrische Jahrgänge gehen nicht mal für 5 Euro (also z.B. 1970/85) und das sind meist weniger als 10 %.
Ich verkaufe (bzw. suche Käufer) für
Berlin 21 - 60 (Rotaufdruck, UPU und Bauten)
3 x tolle Atteste Schlegel postfrisch echt und einwandfrei
Meine Preisvorstellung: 33 - 34 %.
Vor einigen Jahren wäre dies für Attestware noch
unvorstellbar gewesen. Heute muss man sich selbt zu einen
solchen Preis Käufer suchen bzw. einfach warten
Die Preise haben total nachgegeben (nicht nur bei BUND/Berlin
postfrisch)
Beste Grüße
sodrei
phil-maddin
29.03.2006, 21:10
Die Preise haben total nachgegeben (nicht nur bei BUND/Berlin
postfrisch)
weiß jemand seit wann die preise so in den keller gegangen sind ?
dorok_rsv
29.03.2006, 22:21
Auktion&Co ? Bestimmen die wirklich die Marktpreise ?
Dieses ständige: "da bekommt man aber alles billiger" beantworte ich nur noch mit "Qualität hat seinen Preis, dann geh/surf da doch hin ... und tschüß"
Massenware (Bund standard ** in inzwischen ungültigen DM-Werten) wird dort sehrwohl verrammscht, gute Sachen geraten zumal auf diesen Plattformen in den gleichen Sog oder ist es dort vielleicht dafür der falsche Ort für den Briefmarkenwühltisch ?
Spezielle im Michel hochdotierte Marken gibt es dort aber entweder gar nicht oder wenn als Fälschungen ... ich habe dort so langsam die Lust verloren und spiele zur Zeit dort nur noch seltener mit ...
Ansonsten gilt doch immer noch das Gesetz der freien Marktwirtschaft und bei vielen "DM Hortungsposten" gibt es offensichtlich mehr Angebot als Nachfrage ... und das noch am Markt verfügbare Material wird nicht mehr weniger :eek: aber wer hat denn postfrische Ränder, Bogen, Kleinbogen, usw. das Angebot an Einzelmarken hingegen ist offensichtlich sehr groß.
Wieso hier im Forum immer auf die Verkaufspreise herumgeritten wird verstehe ich nicht. Mir kommt es so langsam vor als gäbe es hier mehr Spekulanten als Sammler.
Wer sammelt was Spass macht und was bezahlbar ist sollte sich seiner Sammlung erfreuen der wahre Wert einer Sammlung liegt doch in den Augen des Betrachters und der Marktpreis ist da doch sekundär.
... zum Thema Wohlfahrtsmarken: und wenn meine Kinder gerne so einen schönen bunten Schmetterling haben möchten, dann bekommen die auch so einen ... eine Kugel Eis kostet auch schon 1Euro ... und an beidem kann man schlecken ...
TripleST
30.03.2006, 17:18
@ dorok_rsv:
Auktion&Co ? Bestimmen die wirklich die Marktpreise ?
Dieses ständige: "da bekommt man aber alles billiger" beantworte ich nur noch mit "Qualität hat seinen Preis, dann geh/surf da doch hin ... und tschüß".
Natürlich bilden sich auf Auktionen Marktpreise, wo denn sonst. Auktionen sind der Markt, genauso wie die Börse für Aktien.
Da treffen sich Verkäufer und Käufer mit „freiem“ Angebot und „freier“ Nachfrage und die Preise pendeln sich dort ein, wo
1) der Verkäufer noch gerade eben bereit ist zu verkaufen (er hat sich ein Limit, eine Untergrenze gesetzt),
2) der Käufer bereit ist einen maximalen Preis, den er sich gesetzt hat zu bezahlen.
Die konkrete Preisfindung über die Gebote hängen dann ab von der Menge des angebotenen Materials und der Anzahl der anwesenden oder teilnehmenden Nachfrager.
Das alles hat mit der Qualität der Ware gar nichts zu tun. Es werden auf den Auktionen sowohl schlechte, als auch perfekte Marken gehandelt. Natürlich dann auf unterschiedlichem Preisniveau und natürlich haben die Auktionatoren am liebsten perfekte, hochpreisige Ware aus leicht verständlichen Gründen.
Bevor ich also zum Händler renne und unkritisch den von diesem diktierten Preis zahle, der sich an seinem Kostenniveau und an den Michelnotierungen orientiert, schaue ich mich auf Auktionen um, wo die Preisbildung unter Marktbedingungen abläuft.
Wieso hier im Forum immer auf die Verkaufspreise herumgeritten wird verstehe ich nicht. Mir kommt es so langsam vor als gäbe es hier mehr Spekulanten als Sammler.
Wer sammelt was Spass macht und was bezahlbar ist sollte sich seiner Sammlung erfreuen der wahre Wert einer Sammlung liegt doch in den Augen des Betrachters und der Marktpreis ist da doch sekundär.
Verstehe ich schon, ist doch ein interessantes Thema. Beides gehört dazu und kein Sammler kann sich freisprechen von Aspekten des finanziellen Interesses. Niemand schmeißt im Einkauf gerne Geld zum Fenster heraus. Sie können mir nicht erzählen, dass Sie Marken, die Sie gerne hätten nicht möglichst günstig einkaufen wollen. Oder haben Sie unbegrenzte Mittel zur Verfügung? Jeder definiert für sich seine Rahmenbedingungen. Und das Verkaufen gehört auch zum Sammlerleben dazu (oder vergrößern Sie nur ständig ihre Sammlung), da möchte man nicht gänzlich leer ausgehen. Wenn man den Geld- und Spekulationsaspekt ausklammern möchte sollte man Briefmarken aus Illustriertenabbildungen ausschnippeln und sich an den schönen bunten Bildchen erfreuen.
... zum Thema Wohlfahrtsmarken: und wenn meine Kinder gerne so einen schönen bunten Schmetterling haben möchten, dann bekommen die auch so einen ... eine Kugel Eis kostet auch schon 1Euro ... und an beidem kann man schlecken ...
Die Schmetterlingsmarke wäre genauso schön und attraktiv für die Kinder ohne Zuschlag, zudem noch billiger zu bekommen, was gerade dem schmalen Kindergeldbeutel gut tun würde. Aber einige Sammler hier scheinen sich durch die jahrzehntelange regelmäßige, an einen zwanghaften Automatismus geknüpfte Zuschlagspraxis der Post gewöhnt zu haben, dass sie es auch noch gut finden abgezockt zu werden. Das Umfrageergebnis zum jetzigen Zeitpunkt (70% Ablehnung) gibt jedenfalls einen Trend hin zur Abzockempfindung (bei aller Vorsicht in der Umfragebewertung, wegen geringer Grundgesamtheit der Stichprobe etc.).
dorok_rsv
30.03.2006, 20:57
@TripleST
besten Dank, für die weiter führenden Hinweise.
... Natürlich bilden sich auf Auktionen Marktpreise ...
Den Ausführungen zu Auktionen stimme ich voll zu, die Fachauktionen der Philatelie bilden den Preis, aber mit "Auktion&Co" meine ich nur das, was hier einzig und allein immer wieder als Orientierungpunkt herangezogen und genannt wird, nämlich "EBay&Co". Da ist aber die Briefmarkenecke nur ein winziger Teil des Gesamtangebotes und die meist schon betagten Sammler findet man da eher selten, dafür aber mehr und mehr "unter Postpreisspekulanten" und die wie ich meine bestimmen nun mal nicht die Preisentwicklung in der Philatelie.
Finanzen: ... Verstehe ich schon ... darüber kann jeder denken wie er möchte. Bei Sachen die mir fehlen zahle ich, sofern es meine Philateliekasse zulässt 30-50%. Bei einigen Rollenmarkenstreifen und nicht nur bei den älteren ist das oft erst einmal die Frage des Angebotes und erst dann eine Frage des Geldes.
Oft ging es zwar bei Ebay etwas günstiger mit Qualitätsabschlag und irgendwann ist man das leid. Jeder sieht da nur immer billig billig im Verhältnis zum Preis stimmt dann ja auch die schlechte Qualität und die Bewertung spricht man dann positiv aus.
WoFa ... Taschengeld muss bei uns für Briefmarken nicht ausgegeben werden, da finden sich oft andere Wege und wenn es zum Beispiel mal kleinere Motivationsschübe für kleinere Dinge sind, es müssen ja nicht immer Süßigkeiten sein. Die Zuschläge werden genau so hingenommen, wie die Eispreiserhöhung, Steuererhöhung usw. da fühle ich mich oft mehr abgezockt als bei den WoFa-Marken, da hat man wenigstens noch den karitativen Zweck gebunden.
also hier muß mal energisch wiedersprochen werden. Also ich habe bisher eher bei Händlern schlechte Erfahrung gemacht bezüglich der Qualität, vom Preis-Leistungsverhältnis ganz zu schweigen. Das die älteren Sammler nicht im Internet surfen ist eher ein Argument für die teuren Preise bei Händlern und herkömmlichen Auktionen. Wären diese nähmlich im Netz unterwegs, wären die Preise bei herkömmlichen Auktionen kaum zu halten. Insofern ist ebay & co schon der ehrlichere Preis, auch weil wohl mehr Leute sich eine Auktion im Netz ansehen als bei herkömmlichen Auktionen. Die meisten wären froh auch nur annährend eine solche Kundenzahl respektive Zugriffe auf bestimmte Auktionen zu haben. Natürlich kann man nicht absprechen, daß bestimmte Marken bei ebay nicht permanent abgeboten werden, aber dies ist bei herkömmlichen Auktionen nicht anders. Hier muß man dutzende Kataloge bestellen, um dann mal ein oder zwei Lose zu bebieten. Nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch dürfte dies wohl bedingt eine Zukunft haben.
Ich gebe auch mal mehr als 10% aus, aber je fortgeschrittener man ist, desto begehrter werden die Marken, ergo steigt der Preis und da ist es egal wo man den Artikel kauft. Hier macht ebay (Leider *g*) auch keine Ausnahme.
Zu der Qualität zu ebay nur soviel, da ich selbst privater Verkäufer bei ebay bin, kann dies natürlich nicht unwiedersprochen bleiben. Die von mir angebotenen Artikel sind in immer in der Qualität in der ich es selbst in meine Sammlung aufnehmen würde. Gerade im Vergleich mit vielen Händlern ist dies bedeutend besser. Meine postfrischen Marken haben keine Fingerabdrücke und kosten trotzdem weit weniger als 10%, und nicht 30-40 % mit miserablen Gummi. Wobei ich natürlich nicht verhelen möchte, das auch schwarze Schafe unterwegs sind, aber auch bei Händlern oder Tauschtagbesucher sind nicht alle schneeweiß. Man sollte nicht blind und gierig sein, dann kann man mit ebay sehr viel Spaß haben.
phil-maddin
03.04.2006, 19:10
1. Falsch, meine DM-Wohlfahrtsmarken von 1969 bis 2000 sind u.a. Dank einer offiziellen BDPh-Stellungnahme seit 2002 ungültig.
Gruß: Bill
das war auch ein echter klopper vom bdph. so unter dem motto:
es werden 100% post-interessen und 0% kunden- und sammler-interessen berücksichtigt.
deckelmouk
03.04.2006, 19:57
Irgendwann kommt einer mit seiner Bogenware Infla und will einen Umtausch...:p Jungs und Mädels, Ihr seid mit dem Problem nicht alleine. Luxemburg hat auch alles für ungültig erklärt. Was soll´s - oh, hatte ich schon erwähnt, dass Caritas-Marken durchauchs auch kürzere Gültigkeiten hatten als normale Marken?
Beste Sammlergrüsse!
Lars
phil-maddin
03.04.2006, 20:12
Irgendwann kommt einer mit seiner Bogenware Infla und will einen Umtausch...:p
der vergleich gefällt mir :)
Luxemburg hat auch alles für ungültig erklärt.
dafür darf ich in frankreich immerhin noch aber nummer eins verkleben ;)
saeckingen
03.04.2006, 20:52
@phil-maddin
<i><b>dafür darf ich in frankreich immerhin noch aber nummer eins verkleben </i></b>
Richtig, in Frankreich kann man noch die Marken in altem Franc, neuem Franc und natürlich die Eurowerte verkleben.
Die Nr. 1 hat übrigens noch einen aktuellen Frankaturwert von EUR 0,00015, d.h. du brauchst aktuell für einen normalen Inlandsbrief 3609 Stück der Nr. 1! :p
phil-maddin
03.04.2006, 21:02
Die Nr. 1 hat übrigens noch einen aktuellen Frankaturwert von EUR 0,00015, d.h. du brauchst aktuell für einen normalen Inlandsbrief 3609 Stück der Nr. 1! :p
man sollte aber nicht unterfrankieren, sonst kommt strafporto dazu.
mein excel sagt mir ich benötige 3667 marken. aber wahrscheinlich rundet excel wieder falsch :D
also ok, ich kaufe dir 2 mal frankreich nummer 1 für 0,55 eur ab.
saeckingen
03.04.2006, 21:40
@phil-maddin
Die EUR 0,00015 sind gerundet, die 3609 Stück mit dem ungerundeten Wert berechnet.
Was soll´s - oh, hatte ich schon erwähnt, dass Caritas-Marken durchauchs auch kürzere Gültigkeiten hatten als normale Marken?
Luxemburger Caritas-Marken waren jeweils 12 Monate gültig. Das war wenigstens ehrlicher, als wie in anderen Ländern Briefmarken für unbegrenzt frankaturgültig zu erklären.
"Deus Caritas est!"
Gruß: Bill
claus wentz
04.04.2006, 07:55
So am Rande: Ab MiNr. 16 sind alle US-Marken noch gültig.
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