Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bund ohne Zuschlagsmarken?
Bei der Diskussion über thematische Wiederholungen beim Sammelgebiet Deutschland kam die Sprache auch auf Zuschlagsmarken. Zeit genug, dieses kontroverse Thema mal hier anzuschneiden.
Meine These:
"Bund" ohne Zuschlagsmarken ist langweilig
Schauen wir doch im Katalog, in Tauschalben und in Sammlungen auf die Marken der letzten 30 Jahre: Die zuschlagslosen Marken bekommt man mit ganz wenigen Ausnahmen in guter bis sehr guter Qualität hinterhergeworfen. Diese Ausnahmen sind Blockmarken, waagerechte Paare aus Bogen, Marken und Teile aus Markenheftchen.
Die wenigen Hauptnummern, die schwieriger zu bekommen sind, sind die Zuschlagsmarken. Eben weil sie fast nur von Sammlern gekauft werden, sind sie selten. Man muss eben schon viel Firmenpost durchkramen um einen Jugendsatz komplett zu bekommen. Diese Marken sind das Salz in der Suppe!
Jetzt kommt gleich wieder das Argument "Sondersteuer": Ziemliche Übertreibung, fast schon polemisch. Eine Steuer wird ohne Gegenleistung erzwungen. Bei uns geht es um einen selbst auferlegten Zwang, der von Post, BMF und Verbänden genutzt wird. Drehen wir es mal um: Welche Hobbyisten spenden so viel für wohltätige Zwecke? IMO sollte man dies deutlicher machen, auch um die rückläufigen Absatzzahlen zu bekämpfen.
Natürlich kann ich es verstehen, wenn man sich über die scheinbar unnützen Zusatzkosten ärgert. Die Weihnachts- und Wohlfahrtsmarken kann man bei einem Verband seiner Wahl kaufen. Die Zuschläge kommen dann genau diesem Verband zu Gute, teilweise auch der verkaufenden Institution.
Für die Jugendmarken empfehle ich mal einen der Berichte der Stiftung Jugendmarke zu lesen. Das Geld fließt in jede Menge Projekte mit Pilotcharakter. Und wenn ich eines davon blöd finde, dann denke ich mir halt, dass mein Geld in das andere geflossen ist.
Philateliemarke: Herrjeh. Ist ja für uns, oder?
Bei den Umwelt- und Sportmarken habe ich persönlich da so eher meine Probleme...
CU
Kjell
"Bund" ist keineswegs langweilig ohne die zuschlagsfreien Marken.
Dass man die Marken "hinterher geworfen" bekommt finde ich toll!
Warum muss ein Gebiet künstlich verteuert werden?
Warum soll uns die Post diktieren, was (ohne sie) schwerer zu bekommen ist?
Wenn viel (billiges) Material vorliegt, dann kann der Sammler viel besser entscheiden, was er möchte.
Er kann forschen, Unregelmäßigkeiten entdecken, wie z.B. die jüngsten Rasterunterschiede, Plattenfehler, unterschiedliche Nummertypen auf Automatenmarken und vieles mehr. Man kann aus dem Bedarf größere Einheiten sammeln, besondere Verwendungsformen und und und.
Das Spektrum ist riesig und genau das macht mir Spaß!
(Deswegen sammle ich auch die billigen Plusbriefe aus dem Papierkorb ;) ).
Ich will nicht grundsätzlich gegen die Zuschläge sprechen, jedoch missfällt mir deren inflationärer Charakter.
Ich brauche sie nicht, um "Bund" interessant zu finden !
Thorsten Siemer
12.08.2003, 20:53
Lieber Sammlerfreund Kjell!
Meine Meinung:
Bund ohne regelmäßige Zuschlagsmarken wäre besser,
In welchem Land gibt es sonst noch seit 1949 ununterbrochen
Zuschläge?
Und das nicht nur für nützliche Sachen wie Wohlfahrt, nein
auch noch für den "Spitzensport".
Nicht umsonst wettert der BDPH schon seit JAHRZEHNTEN
gegen diese Praxis, leider bis heute und,wie ich fürchte, für
immer vergeblich.
Für mich sind diese Zuschläge kein "Salz in der Suppe", sondern
ägerlich!
Der Verkauf ist ja auch kontinuierlich rückläufig, so daß dann
eben zum Ausgleich immer mehr Marken mit Zuschlägen
erscheinen und diese auch immer höher werden.
Haben Sie auch einmal an einen Jungsammler gedacht?
Der muß heute schon 60,- Euro berappen, um Bund ohne
extras einmal komplett zu haben.
Dabei machen diese Zuschläge einen nicht geringen Teil dieses
Betrages aus.
Leider stößt man bei den Verbänden oft auf taube Ohren, denn
wer sägt schon den Ast ab, auf dem er sitzt?
Ich finde Zuschlagsmarken sinnvoll, wenn einmal "Not am Mann"
ist.
Da fand ich z.B. die Zuschlagsmarken wegen des Oderhochwassers
1997 und wegen der Elbeflut 2002 sinnvoll.
Zuschläge für uns Sammler finde ich auch in Ordnung.
Mit freundl. Sammlergrüßen
Thorsten Siemer
>Und das nicht nur für nützliche Sachen wie Wohlfahrt, nein
>auch noch für den "Spitzensport".
Hallo Thorsten,
möchte in diesem Zusammenhang auf einen älteren Diskussionspfad (http://www.bdph.de/index.php?4888746a=2cc12916&069e8ed3=772 ) und mein dortiges Statement hinweisen:
Ich finde, abgesehen von den derzeitigen Fußball-WM-Fördermarken, gerade die Sportmarken als nützlich.
"Ein Großteil der Sport-Fördergelder wandert in die Nachwuchsförderung von jungen Sportlern. Sportler die es aufgrund dieser Förderung bis zu einer eigenen Vermarktung geschafft haben, müssen 5% der Werbeeinnahmen an die Sporthile abführen (auch dann, wenn sie nicht mehr gefördert werden).
Man darf dabei nicht verkennen, dass nur ein sehr geringer Anteil der Leistungssportler jemals nennenswerte Einnahmen durch ihren Sport haben werden. Sport ist eben nicht nur Fußball, Tennis und Golf. Nicht jeder olympische Medaillengwinner könnte das Reisegeld für die Teilnahme alleine aufbringen."
sportlichen Gruß :-)
ThomaS
claus wentz
13.08.2003, 08:07
Hallo Freunde,
in diesem Zusammenhang ist es erstaunlich festzustellen, daß die mit Zuschlägen bedachten Verbände für ihre Post keine Marken benutzen, obwohl sie die Marken zum Nennwert bekommen, also ohne den Zuschlag bezahlen zu müssen, sondern Absenderfreistempelmaschinen in Gebrauch haben.
Mit besten Grüßen aus den Tropen (Südwestfalen)
Claus Wentz
Original geschrieben von Thorsten Siemer
In welchem Land gibt es sonst noch seit 1949 ununterbrochen
Zuschläge?
Beispielsweise in der Schweiz, in Belgien, den Niederlanden, in Frankreich und in Österreich. Allerdings in unterschiedlichem Umfang, aber in einigen Fällen voll vergleichbar mit Deutschland.
Der Verkauf ist ja auch kontinuierlich rückläufig, so daß dann
eben zum Ausgleich immer mehr Marken mit Zuschlägen
erscheinen und diese auch immer höher werden.
Die Zuschläge sind (bis auf die Hochwassermarken) immer im Bereich der 50%-Marke geblieben, stellen also eine Art Inflationsausgleich dar. In letzter Zeit sind sie sogar knapp unter der 50%-Marke: 55+25, was ja auch vernünftig ist.
Haben Sie auch einmal an einen Jungsammler gedacht?
Der muß heute schon 60,- Euro berappen, um Bund ohne
extras einmal komplett zu haben.
Dabei machen diese Zuschläge einen nicht geringen Teil dieses
Betrages aus.
In meiner Jugendgruppe gibt es niemanden, der mit den Zuschlägen ein ernsthaftes Problem hätte, sofern denn überhaupt Bund gesammelt wird. Wem 60 EUR zu viel Geld sind (wie z. B. mir), der sollte nicht ** sammeln, sondern gestempelt, und schon kommt er mit viel weniger aus. Die Zuschläge betragen im regulären Fall (3 Sätze 45, 3x55, 144; Weihnachten und eine Philatelie) etwas mehr als 5 EUR pro Jahr. Das ist sozial absolut vertretbar.
CU
Kjell
@Michael:
Zweifellos kann man auch mit den billigen Marken Spaß haben. Aber wieviel Prozent der Sammler interessiert diese Form des Sammelns? Die meisten Sammler arbeiten nach dem Normalkatalog und lassen dort schon die Spezialitäten weg. Die Möglichkeit, Rasterunterschiede und Plattenfehler zu suchen bleibt ja unbenommen. Und bei den Zuschlagsmarken sind die ganz besonders selten, wohl wegen der geringen Auflage.
Auch Bedarfspostsammler können sich zurücklehnen und Jugend- und Sportmarken weg lassen, weil es so gut wie keine unbeeinflusste Briefe gibt. (Was auch immer "unbeeinflusst" bedeuten mag!)
CU
Kjell
Original geschrieben von claus wentz
in diesem Zusammenhang ist es erstaunlich festzustellen, daß die mit Zuschlägen bedachten Verbände für ihre Post keine Marken benutzen, obwohl sie die Marken zum Nennwert bekommen, also ohne den Zuschlag bezahlen zu müssen, sondern Absenderfreistempelmaschinen in Gebrauch haben.
Das stimmt nur bedingt. Die Verbände nutzen natürlich Frankiermaschinen, wenn sie solche haben. Immerhin ist günstiger, Wertvorgaben für 95% als Briefmarken für 100% zu kaufen und diese auch noch zu verkleben. Als Eigenverwendung findet man Zuschlagsmarken vor allem bei kleineren Institutionen. Nach meinen Beobachtungen frankieren die mit dem Vertrieb der Wohlfahrtsmarken befassten kirchlichen Institutionen auch ihre Alltagspost mit Wohlfahrtsmarken, z. T. sogar Infopostsendungen.
Auch wenn ich mich freuen würde, meine Blutspende-Einladungen vom DRK mit Wohlfahrtsmarken zu bekommen, so kann ich doch verstehen, dass das mehr Arbeit und damit Kosten bedeuten würde und daher nur ein Freistempel abgeschlagen wird.
CU
Kjell
apholzer
13.08.2003, 17:21
Sammeltechnisch gesehen finde ich Bund-Marken sowohl postfrisch als auch gestempelt langweilig. Was ich damit meine? Keine einzige Bund-Hauptnummer bietet wirklich Beschaffungsprobleme, ich meine, ich kann jede Marke, das nötige Kleingeld vorausgesetzt, sofort kaufen. Somit degeneriert aber das Sammeln zu einer reinen Geldangelegenheit, und wird daher sammeltechnisch langweilig.
Wie reagieren aber die Sammler auf diese Langweile?
- sie suchen sich andere Sammelgebiete, bei denen man auch mit Geld nicht sofort jede Marke haben kann
- sie spezialisieren sich auf Plattenfehler, rückseitige Nummern etc.
- sie sammeln Bedarfsbriefe etc.
oder
- sie setzen die Qualitätsansprüche so hoch, dass die meisten der angeboteten Marke sie nicht erfüllen.
Als Beispiel einer sammeltechnisch interessanten Marke möchte ich etwa Italien MiNr. 1712 erwähnen. Sowohl postfrisch wie gestempelt hat sie einen Katalogwert von 1 Euro. Obschon ich seit über zehn Jahre intensiv nach ihr suche, habe ich erst vier gestempelte Exemplare erwerben können. Ich habe zehntausende, wenn nicht hundertausende von Marken der ital. Serie "Burgen und Schlösser" durchgesehen, habe zahlreiche Sammlungen aufgekauft - meistens nichts. Dabei waren auch Sammlungen, welche wertvolle Marken (über 100 Euro Katalog) von Italien gleich mehrfach enthielten - die Nr. 1712 war nie dabei. Mit einem Euro Katalogwert ist sie auch für Händler und selbst für Anbieter bei Ebay zu uninteressant um gehandelt zu werden...
Hallo,
zu der Zuschlagshöhe unter 50 %:
Die FIP definiert meines Wissens Marken mit einem Zuschlag von mehr als 50 % ihres Nennwertes als "schädliche Ausgabe".
Ausnahmen von dieser Regel sind z.B. bei nationalen Naturkatastrophen zulässig: Siehe Hochwassermarke. Ich nehme an aus diesem Grund hält sich die Post (bzw. das Finanzministerium) an die 50 % Regel.
Zur Verwendung der Zuschlagsmarken:
Die Wohlfahrtsmarken werden in unsrer Region von einigen Wohlfahrtsorganisationen recht rege verwendet. Dies sind z.B. Caritas, Arbeiterwohlfahrt und einige Sozialstationen. Vielleicht gibt es da regionale Unterschiede in der Nutzung.
Grüße
Herbert
> Keine einzige Bund-Hauptnummer bietet wirklich Beschaffungsprobleme, ich meine, ich kann jede Marke, das
> nötige Kleingeld vorausgesetzt, sofort kaufen.
Hallo Apholzer,
bei den reinen Einzelausgaben mag das hinhauen,
Jagdinstinkt ist dennoch gefordert z.B. bei
- neueren Zuschlagsmaken mit Bedarfsstempel
- Sondermarken bedarfsgestempelt mit Rand aus Zehnerbogen
- Dauerserienmarken mit Oberrand oder Paare mit verschiedenen Ortsstempeln
- ganze gestempelte Heftchenblätter (z.B. HBL 11-14)
- gestempelte Randmarken mir HAN oder Bogenbeschriftungen (z.B. #116 mit Druckdatum)
- ...
Es gibt hier etliche Katalog-"Leichtgewichte" hinter denen ich schon lange herjage :)
Mir ist auch kein Händler bekannt, wo ich meine Lücken nach Fehlliste füllen könnte.
Mf Gruß,
ThomaS
SaschJohn
13.08.2003, 17:55
Original geschrieben von apholzer
Sammeltechnisch gesehen finde ich Bund-Marken sowohl postfrisch als auch gestempelt langweilig. Was ich damit meine? :D
Naja, wenn man sie nur im Abo sich schicken läßt vielleicht, aber bei einer schönen Marke die einen schönen Stempel hat (Ort & Datum deutlich sichtbar und möglichst noch ohne BZ) geht es mir wie dir. Ich sehe hunderte oder tausende Marken durch, ohne wirklich fündig zu werden. Den Grundstock hat man zwar schnell zusammen aber die Qualität eben nicht.
Die Händler bieten mir immer nur Klischeestempel, oder Eckstempel bzw unleserliche an.
Ich denke jeder fängt mit dem Gebiet an wo er wohnt und wo man genug Marken bekommt. Ich meine welcher Anfänger würde denn weitermachen, wenn er auf seine Marke 10 Jahre warten muss. Der Reiz bei Bund liegt darin, schnell eine schöne Sammlung zu haben ohne allzuviel Geld zu investieren und ist damit ideal für Einsteiger. Wenn ich mit DR angefangen hätte und erst versucht meine Germanias oder die Marken der 20iger Jahre zu sortieren hätt ich bald aufgegeben.
Also ich finde meine Bund Sammlung nicht langweilig;)
Also, wenn jemand preiswert eine schöne Sammlung aufbauen möchte, würde ich sagen, dass die DDR ideal ist.
Und zwar aus mehreren Gründen: Das Gros der Marken bekommt man nachgeschmissen, Sperrwerte eingeschlossen.
Die Motive sind fast durchgehend ansprechend. Das Sammelgebiet ist ausgabetechnisch abgeschlossen, es wird
keine Probleme mit Neuerscheinungen geben.
Naja, nachgeschmissen bekommt man in der Regel nur die Marken mit Klischeestempel bzw. mit Stempeln für philatelistische Zwecke. Schwierig wird es mit Marken aus dem Bedarf mit echten LESBAREN Bedarfsstempeln. Legt man den Stempelkatalog von Herrn Schönherr zu grunde, wirds noch schwieriger. Sammelt man dann nicht nur die Hauptnummern, sondern auch spezialisiert nach Wasserzeichen und Farben, wird es auch noch sehr teuer. Also ich finde die Stempelangelegenheit bei DDR wesentlich schwieriger und auch interessanter als bei Bund.
Freundliche Sammlergrüße
Gerd
Meines Erachtens sind Zuschlagmarken ein Anachronismus. Wer heutzutage spenden will, der spendet per Überweisung oder Lastschrift. Schaut euch die "herzergreifenden" Fernsehsendungen an. Dort wird binnen 90 Minuten mehr gespendet, als Wohlfahrtsverbände über Jahre hinweg durch den Verkauf von Zuschlagmarken erzielen.
Die letztes Jahr verausgabte Hochwassermarke, war doch blinder Aktionismus. Anlässlich des Jahrestages war zu lesen, dass die zur Verfügung gestellten Gelder zum größten Teil bis heute nicht abgerufen wurden. Die Zuschlagmarke ist übrigens seit neuestem bei der Versandstelle erhältlich, was während des vergangenen Jahres nicht der Fall war.
Ich möchte zwar auch nicht auf die teils wunderschönen Marken verzichten (Wohlfahrt 2000/2001), aber braucht es zur Thematik Zuschlagmarken. Stellt euch Romy Schneider, Marilyn Monroe als normale Sondermarke vor. Die Marken wären zu Kassenschlagern geworden; natürlich mit Resonanz in Presse, Funk und Fernsehen.
Weshalb auf Sportmarken stets Sportarten abgebildet sein müssen, bleibt mir ein Rätsel. Auf Jugend- und Wohlfahrtsmarken werden doch auch nicht die Zuschlagsempfänger abgebildet.
Gruß: Bill
Hallo,
gerade die Hochwassermarke halte ich nun für ausnahmsweise gerechtfertigt. Aber ich will die Diskussion darüber nicht wieder aufwärmen - siehe den Thread dazu hier in diesem Forum.
Aber das ist mir eine Anmerkung wert:
"- neueren Zuschlagsmaken mit Bedarfsstempel
- Sondermarken bedarfsgestempelt mit Rand aus Zehnerbogen"
Diese Marken habe ich zum großen Teil im Dutzend!
Denn was ist eindeutiger ein echter Bedarf als ein Stempel aus dem Briefzentrum????? Womöglich noch mit Welle oder Werbeeindruck :D :D . Tatsache ist, dass dieses heutzutage die übliche Bedarfsstempelung ist. Wenn ich eine neue Sonder- oder gar Zuschlagsmarke mit einem wunderschönen, einigermaßen zentrierten Stempel einer Postagentur bekomme, dann ist das mit weniger als 5 % Wahrscheinlichkeit ein im Postverkehr beförderter Bedarfsbrief gewesen. Und mit mindestens 95 % Wahrscheinlichkeit eine Gefälligkeitsstempelung.
Ich seh das mit den Bedarfsstempeln nicht so eng.
Grüße
Herbert
claus wentz
16.08.2003, 08:58
Meine gesamte Post ist Bedarfspost! Als Vorsitzender einer internationalen Arbeitsgemeinschaft habe ich naturgemäß einen regen Briefverkehr, trotz Internet. Verwendet werden Sondermarken mit Brückenmotiven, die nun seit einigen Jahren zur Verfügung stehen - es hat lange gedauert, bis die Post mal so weit war, eine Serie mit weltweit bekannten Brückenbauwerken Deutschlands in ihr Programm zu nehmen. Alle Briefe werden bei der hiesigen Postfiliale auf Wunsch sauber gestempelt und gehen dann in alle Welt. Hier kann man m.E. nicht von philatelistischer Mache sprechen, sondern es ist reiner Bedarf.
Außerdem: Der Philatelist sammelt Belege!
MfG
Claus Wentz
SaschJohn
16.08.2003, 18:47
für mich heißt Bedarf, das der Brief oder die Karte mit der Post verschickt wurde zu einem bestimmten Zweck. Klischesstempel sind Erstagstempel der Versandstellen oder bei der Postfiliale. Warum soll ich einem Sammler dem ich Briefmarken schicke nicht die Freude machen den Brief mit der Briefmarke sauber bei der Filiale abstempeln zu lassen, damit er gleich noch eine weitere Briefmarke draußen drauf hat. Das ist für mich Bedarf. Was anderes wäre es wenn ich mir selber lauter Briefe schicken würde, um gestempelte Marken zu haben... das wäre kein richtiger Bedarf, denke ich.
> Was anderes wäre es wenn ich mir selber lauter Briefe schicken würde,
> um gestempelte Marken zu haben...
> das wäre kein richtiger Bedarf, denke ich.
Ich denke: warum nicht? Ich habe ja gerade diesen "Bedarf" an speziellen gestempelten Marken... Warum müssen die vom Brief des Nachbarn stammen und nicht von meinen eigenen?
Mal nachdenken - - - :rolleyes:
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