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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berlin 589 mit aufgedrucktem Kreuz ...



kebdk
11.07.2005, 17:09
Hallo,

Berlin 589 mit aufgedrucktem Kreuz ... irgendeine Besonderheit oder ... ?

MfG
Karl-Erich

Pete
11.07.2005, 17:41
Hallo kebdk,

Marken wurden und werden auch heute noch gestempelt von der Versandstelle der Post an Abonennten ausgeliefert. Wenn die Entwertung nicht gerade auf einem Viererblock erfolgte (1 Stgempel für 4 Marken), wurde auch zentrisch gestempelt. Das Problem lag darin, dass die meisten bundesdeutschen Marken und auch Ausgaben aus Berlin nicht gerade das Format hatten, dass 1 Stempel auf eine Marke passte. Dadurch wurden die Nachbarmarken mit Teilen des Stempels mitentwertet. Auf deinem Scan sind derartige Spuren links und rechts am Bildrand zu sehen. Derartige Marken sollten nicht ausgeliefert werden und wurden mit einem schwarzen X (Andreaskreuz) gekennzeichnet. Versehentlich gelangten immer mal wieder solche Stücke in Abonnementslieferungen.

Gruß
Pete

wi.kr
12.07.2005, 09:14
Ohne schulmeisterlich wirken zu wollen: die Marken der Versandstelle sind nicht gestempelt, sondern bedruckt. Da werden Bogen durch Druckmaschinen gejagt, die die betreffenden Marken jeweils absolut gleich bedrucken. Das "Andreaskreuz" dient der Unbrauchbarmachung (nicht: Entwertung) der nicht zum Verkauf bestimmten Zwischenmarken. Natürlich kann man diese Marken nicht zuverlässig vernichten - schließlich haben Menschen damit zu tun. Einen Sammlermarkt gibt es demgemäß dafür auch.

woermi
10.08.2005, 15:38
zum sammlermarkt, da staune ich nicht schlecht - auktionskatalog (goetz, 300. auktion) ausruf: €750 (bild unten)...

Hangover
10.08.2005, 15:48
zum sammlermarkt, da staune ich nicht schlecht - auktionskatalog (goetz, 300. auktion) ausruf: €750 (bild unten)...

Ausruf und Zuschlag sind noch zwei verschiedene Dinge. Nicht gesagt, dass das Zeugs für den Preis auch gekauft wird. Ansonsten natürlich Geschmackssache. Es gibt auch für solche "Machwerke" Sammler. Denn mit postalischen Anforderungen hat das ja nichts zu tun.

claus wentz
10.08.2005, 16:49
M.E. handelt es sich mitnichten um Machwerke, sondern schlicht und einfach um Reste. In einer Dokumentation u.a. zur Briefmarkenherstellung und -vertrieb haben solche Stücke sehr wohl ihren Platz.

CW

Hangover
10.08.2005, 19:00
In einer Dokumentation u.a. zur Briefmarkenherstellung und -vertrieb haben solche Stücke sehr wohl ihren Platz.

Mit dem Vertrieb gebe ich Dir Recht, bei der Dokumentation zur Herstellung sehe ich das anders - schließlich ist es für den postalischen Verkauf von Briefmarken (oder die Dienstleistung "Postbeförderung") nicht notwendig, jedes zweite Exemplar im Bogen mit Kreuzen zu versehen... dann schon eher die DDR-Lochungen mit denen der Ausschuss gekennzeichnet wurde, der nicht über den Schalter verkauft werden durfte.

mur
10.08.2005, 22:46
Immer wenn ich Andreaskreuze (auf Briefmarken) sehe, werde ich an die Mustermarken erinnert. Werden Andreaskreuze eigentlich von BPP-Prüfern geprüft? Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen, weil solch ein "Aufdruck" doch eigentlich gut in Heimarbeit aufzubringen sein sollte.
Und gleich eine Frage hinterhergeschoben: Wie war das eigentlich in der BRD zu der Zeit als die Briefmarken noch nicht im Buchdruck mit den vermeintlichen Stempelabschlägen bedruckt wurden, sondern noch von Hand gestempelt worden sind. Aus dieser Zeit gibt es wohl keinen "Abfall" , weil die Stempel dann wohl auf Einzelmarken abgeschlagen wurden? Hat da jemand Infos?

Salv
12.08.2005, 23:19
hatte auch mal DS- Satz mit Andreaskreuz lag bei ebay wie Blei, ist dann irgendwann für einen Euro raus, wahrscheinlich 50 cent Verlust. Also ich glaube da gibt es nur eine handvoll Samller die darauf abfahren und wäre der posten bei Götz ab 10 Euro angesetzt gewesen, wäre er wahrscheinlich auch dafür wegegangen.