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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe bei Briefbewertung Bizone/Berlin MiF



Andreas Gminder
02.04.2005, 01:14
Hallo,

könnte mir bitte jemand mit nem Briefe-Katalog sagen, was so eine Mischfrankatur aus Bautenserie-Bizone und Bautenserie-Berlin für eine Katalognotierung hat? Der Michel-Spezial verweist da auf den mir nicht zugänglichen Briefe-Katalog.
So sieht das schöne Stück aus, Fernbrief 2. Gewichtsstufe, somit portogerechte Verwendung. Oder jemand andere Meinung?

http://www.mollisia.de/Bauten48+Berlin.jpg

beste Grüße,
Andreas

OlliG
02.04.2005, 09:49
Der Briefe-Katalog notiert für die Berlin MiNr. 42 nur Aufschläge für eine Mischfrankatur mit den Berlin-Aufdruckmarken MiNr. 1-34 für den Zeitraum vom 20. bis 31. März 49. Von daher setzt sich die Bewertung hier wie folgt zusammen:

<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><th colspan=2>&nbsp;</th><th align=center valign=top><b>MiF</b></th><th>&nbsp;</th><th align=center valign=top><b>o</b></th></tr><tr><td align=left valign=top>Berlin 42</td><td>&nbsp;</td><td align=center valign=top>0,50</td><td>&nbsp;</td><td align=center valign=top><i>0,30</i></td></tr><tr><td align=left valign=top>Bizone 77wg</td><td>&nbsp;</td><td align=center valign=top>1,00</td><td>&nbsp;</td><td align=center valign=top><i>0,20</i></td></tr><tr><td align=left valign=top>Bizone 79wg</td><td>&nbsp;</td><td align=center valign=top>2,00</td><td>&nbsp;</td><td align=center valign=top><i>0,20</i></td></tr><tr><td align=left valign=top>Bizone 87wg</td><td>&nbsp;</td><td align=center valign=top><i>2,50</i></td><td>&nbsp;</td><td align=center valign=top>0,20</td></tr></table>
Macht einen Gesamtpreis von 0,30 + 0,20 + 0,20 + 2,50 = 3,20. Dazu kommen noch die Beifrankatur der Notopfermarke und ggf. Aufschläge für die Randstücke.

Trotzdem für mich ein schöner Beleg.

Andreas Gminder
02.04.2005, 13:03
Der Briefe-Katalog notiert für die Berlin MiNr. 42 nur Aufschläge für eine Mischfrankatur mit den Berlin-Aufdruckmarken MiNr. 1-34 für den Zeitraum vom 20. bis 31. März 49. Von daher setzt sich die Bewertung hier wie folgt zusammen [...]

Macht einen Gesamtpreis von 0,30 + 0,20 + 0,20 + 2,50 = 3,20. Dazu kommen noch die Beifrankatur der Notopfermarke und ggf. Aufschläge für die Randstücke.

Trotzdem für mich ein schöner Beleg.

Hallo,

besten Dank für die Auskunft.
Trotzdem, irgendwie kann ich das nicht glauben, dass derartige Mischfrankaturen keinen Aufpreis geben sollen. Ich halte sie für recht selten.

herzliche Grüße,
Andreas

Mr X
02.04.2005, 14:03
;) Hallo Andreas es gibt nur eine Bibel...der Michel ist keine :p such dir einen der genauso denkt wie du und schon gibt es einen Aufschlag :cool: Soll heißen bei Briefen und Belegen bestimmen die Sammler selber den Wert. Für manchen sind DDR Satzbriefe nichts wert ich zahl 5 Euro wenn mir einer gefälllt. Zu deinem Beleg ich würd sogar 10 Euro zahlen wenn die Stempel besser wären...

OlliG
02.04.2005, 18:19
So, wie der Unbekannte sehe ich das übrigens auch, aber du hattest ja nach dem Michel gefragt. :D

deckelmouk
02.04.2005, 19:32
Auch wenn ich zu der Bewertungsdiskussion nur wenig konstruktives beitragen kann (ich würde keinen Euro dafür hinlegen... :p, ist halt nicht mein Gebiet), so stell ich mir doch die Frage, ob hier nicht ein Sammler "gearbeitet" hat. Die MiF und die schönen Randstücke sehen einfach verdächtig aus.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Andreas Gminder
03.04.2005, 10:26
Auch wenn ich zu der Bewertungsdiskussion nur wenig konstruktives beitragen kann (ich würde keinen Euro dafür hinlegen... :p, ist halt nicht mein Gebiet), so stell ich mir doch die Frage, ob hier nicht ein Sammler "gearbeitet" hat. Die MiF und die schönen Randstücke sehen einfach verdächtig aus.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Hallo Lars,

das mag schon sein, aber wird ein Beleg dadurch weniger "wertvoll"? Auch Sammler müssen ihre Post verschicken und dass diese natürlich besonders auf saubere Marken, Abstempelung und vielleicht auch ausgefallenere Marken/Kombinationen achten, ist doch völlig normal. Meine Oma z.B. hätte mit Sicherheit die "häßlichen Bogenränder" weggemacht, sowas zu verkleben schickt sich nicht ..... . Der Brief ist eine gebräuchliche Portostufe (Fernbrief über 20 Gramm), somit auch kein Grund irgendwas philatelistisch zu drehen.
Ein nicht-Briefmarkensammler hatte aller Wahrscheinlichkeit nach statt der 1 Pfg. Berlin die 2 Pfg. Bauten verklebt und den Brief somit um 1 Pfg. überfrankiert. Das kommt bei Bauten recht häufig vor, weil vielfach die krummen Werte aufgebraucht wurden und es dann "nicht aufging". Wäre das "besser"?
Ich halte solche um 1 Pfg. überfrankierten Briefe übrigens für voll sammelwürdig, denn es war vor allem bei Nicht-Philatelisten aber auch Firmen recht verbreitete Praxis.

beste Grüße,
Andreas

deckelmouk
03.04.2005, 12:30
Hallo Andreas,

"Sammlerpost" ist ein gern und kontrovers diskutiertes Thema. Viele Verwendungsformen würden heute nicht existieren, wenn ein Sammler sich nicht die Mühe gemacht hätte, sie zu dokumentieren. Aber als Postgeschichtler sind für mich solche Belege 2. Wahl.

Bestes Beispiel ist die Zeppelinpost. Dort konnte man über Sieger Belege abonnieren. Diese Belege sehen alle gleichförmig aus und die entsprechenden Sammlungen sind, wenn auch farbenprächtig, so oft langweilig. Zeppelinbedarfspost dagegen ist nicht so "sauber", aber deutlich spannender.

Über- und unterfrankierte Briefe aus dem Bedarf weiss auch ich zu schätzen. Und auch schöne Sammlerbriefe, das Auge isst mit. Aber ich setze mich auch mit dem Phänomen "Sammlerpost" auseinander, um nicht beim Einkauf in eine Falle zu tappen. Mit anderen Worten, ich bewerte solche Briefe nach dem Wert der Marken und bin nicht bereit, einen Aufschlag zu bezahlen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Andreas Gminder
03.04.2005, 14:09
Hallo Andreas,

"Sammlerpost" ist ein gern und kontrovers diskutiertes Thema. Viele Verwendungsformen würden heute nicht existieren, wenn ein Sammler sich nicht die Mühe gemacht hätte, sie zu dokumentieren. Aber als Postgeschichtler sind für mich solche Belege 2. Wahl.

Lars

Hallo Lars,

klar, jedem das seine. Zum Glück sammeln nicht alle dasselbe auf dieselbe Art und Weise ....

Für mich ist entscheidend, ob ich das Gefühl habe, ein Beleg ist tatsächlich aus dem Bedarf heraus entstanden und nicht um des Beleges seiner selbst willen.
Aber wie gesagt, da hat halt jeder andere Grenzen und Geschmäcker.

beste Grüße,
Andreas

claus wentz
04.04.2005, 08:00
@deckelmouk

Ich ärgere mich auch über diese gleichförmigen Zeppelin-Belege - doch mein Ärger bezieht sich hauptsächlich auf die Bewertungen bei Wettbewerbs-Ausstellungen:
Diese, wie richtig beschrieben, total gleichförmigen Sammlungen, werden von etlichen Juroren höher bewertet als eine Flugpostsammlung, die aus lauter Bedarfsbelegen besteht.
Dieses Phänomen habe ich schon mehrfach erlebt, wenn ich mein Exponat "Beginn der persischen Flugpost" zeigte.

Einen guten Wochenbeginn wünscht
Claus Wentz

filamaxo
04.04.2005, 13:52
Hier ein Gradmesser:
Ich habe da gleich mal einen Zeppelinbrief ausgegraben, bei dem es sich wohl um einen waschechten Bedarfsbeleg handelt. Absender rückseitig Y.Siegrist, Rua Riachuelo 133,ap.42, Rio de Janeiro.
Ist das jetzt ein sammelwürdiger Beleg oder ist das mehr naserümpf.

Mr X
04.04.2005, 14:19
Die Marken sind in Ordnung un oben kann man ein bischen geradeschneiden und schon ist es ein netter Beleg :D aund als Flugpostbeleg ist er doch Klasse mit den ganzen Flugzeugen drauf :)