Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Prüfung gestempelter Bund-Marken
apholzer
12.06.2003, 12:04
Eigentlich sammle ich gar kein Deutschland. Nun habe ich aber eine Bund-Sammlung gestempelt erhalten; gemäss meinem etwas angestaubten Michel sind auch mittlere Werte aus der Anfangszeit dabei. Mittelfristig werde ich diese Sammlung wohl auseinandernehmen und verkaufen. Dazu zwei Fragen:
Welche Marken Bund gestempelt sollten für einen Verkauf auf alle Fälle geprüft sein?
Gibt es auch gestempelte Bund-Marken nach 1960, die tatsächlich etwas Wert sind; oder soll ich diese besser als Gesamtlot zu verkaufen versuchen?
Vielen Dank im Voraus!
Superkolbi
12.06.2003, 15:02
Hallo,
ich würde die Prüfung aller Marken ab 50Michel-euro empfehlen.
Leider gibt es auch bei den billigen und billigeren Werte viele Falschstempel. Jahrgänge ab 55 evt. Jahrgansweise anbieten.
Eventuell lohnt sich die Untersuchung der Sammlung mit Hilfe eines Michel-Spezials (muss nicht der neueste sein).
Bei den frühen Ausgaben können Wasserzeichen-Abarten, Platterfehler und andere Besonderheiten einen Einzelverkauf lohnen.
Weiterhin können Randstücke mit Nummern/Zeichen irgendwelcher Art (besonders bei Dauerserien) etwas bringen oder auch Paare, Viererblocks usw.
Wenn Sie einen Teil als Gesamtlot anbieten, können sich entsprechende Details positiv auswirken.
Die Auswertung ist natürlich mit Arbeit verbunden (Vielleicht bekommen Sie bei interessanten Funden ja doch Lust dazu die Sammlung weiter zu führen ;)
Die Prüfung würde ich auf Stücke ab 50,- Euro empfehlen, aber auch nur, wenn die Stücke qualitativ in Ordnung sind!
Klar, ab 50¤ ist Prufüng immer sinnvoll.
Außerdem bei folgenden gestempelten Marken:
In jedem Fall bei den Heuss-Lumogen-Marken (179y etc) nötig, ich denke auch bei den billigeren Werten, oder was meinen die anderen?
Außerdem könnte es auch bei den Zuschlagsmarken sinnvoll sein, evtl. auch bei preiswerteren Marken. Es läuft ziemlich viel repariertes und stempelfalsches Zeug rum. :(
CU
Kjell
administrator
16.06.2003, 22:12
Hallo,
wenn Du Deine Marken prüfen lassen willst, hier die Anschrift des entsprechenden Prüfers im Bund Phil.Prüfer:
Andreas Schlegel
Kurfürstendamm 34
10719 Berlin
oder
Hans-Dieter Schlegel
Kurfürstendamm 36
10719 Berlin
Gruß
FKL:)
apholzer
17.06.2003, 11:41
Zunächst einmal vielen Dank an alle, die geantwortet haben.
Mir ist natürlich schon bewusst, dass grundsätzlich alle Marken ab einem gewissen Wert fälschungsgefährdet sind. Meine Frage war mehr, welche es insbesondere sind.
Mein Problem, wieso ich nicht alle Marken ab einem gewissen Wert prüfen lassen will, ist folgendes: Da ich in der Schweiz wohne, müssten die Marken zwecks Prüfung sowohl auf dem Hin- als auf dem Rückweg die EU-Aussengrenze überqueren. Somit fürchte ich Schwierigkeit sowohl mit dem deutschen, als auch mit dem schweizerischen Zoll. Ich habe nämlich wenig Lust, für die Marken noch zwei weitere Male MWSt. zu bezahlen, wenn möglich noch auf dem Katalogwert berechnet (ist schon vorgekommen :mad: :mad: :mad: ). Somit möchte ich meine Prüfsendungen auf das allernötigste beschränken.
Hallo apholzer!
Marken ab 50 Michel-Euro prüfen zu lassen, ist im Allgemeinen gar nicht so verkehrt. Ich glaube aber nur bedingt, dasss dies in der Größenordnung für die Bund-Marken zutrifft. Dafür ist das Angebot bei ebay einfach zu groß. Das Beste wäre wohl, Marken ab 30 Euro einzeln bei ebay.de einzustellen und den Rest in mehr oder weniger großen Lots anzubieten. Das betrifft besonders die Marken nach 1955 und dann noch mal ab 1969. Selbst 'normale' Plattenfehler aus der Zeit bringen einzeln immer weniger.
Interessant wären je nach Nachfrage Rollenmarken, waagerechte Paare/ Einheiten, Elferstreifen von verschiedenen BRD-Dauerserien, die erwähnten Fluoreszenzversuche der dt. Bundspost, Druckvermerke auf (Eck-)Randstücken (die Masse machts!), natürlich nicht verausgabte, ungezähnte, teilgezähnte, verzähnte Ausgaben und möglichst komplette Jahrgänge in guter/ einwandfreier Erhaltung. Im Einzelnen fällt mir spontan keine reguläre Ausgabe nach 1960 ein, die besonders wertvoll wäre, wo sich ein Einzelverkauf lohnt. Die von Kjell erwähnten Falschstempel dürften sich vor allem auf die Ausgaben ca. 1957 - 1968 beziehen. Da sind nicht selten die gestempelten Marken aufgrund der relativ kurzen Verwendungszeit (meist geringfügig) teurer als die postfrischen Exemplare.
Im Michel-Spezial stehen viele Besonderheiten. Selbst einer von zB 1996 würde da schon reichen. Die älteren Kataloge sind bei ebay.de für 1 Euro zu haben (Porto beachten!).
Gruß
Pete
Original geschrieben von Pete
Die von Kjell erwähnten Falschstempel dürften sich vor allem auf die Ausgaben ca. 1957 - 1968 beziehen. Da sind nicht selten die gestempelten Marken aufgrund der relativ kurzen Verwendungszeit (meist geringfügig) teurer als die postfrischen Exemplare.
Ist vielleicht zu kurz gedacht:
[list=1]
Es gibt auch Reparaturen, die man selbst vielleicht gar nicht erkennt.
Marken in * oder (*) können durch einen Falschstempel durchaus "aufgewertet" werden.
[/list=1]
Ich habe jedenfalls auch schon Marken aus den frühen Jahren mit Falschstempel gesehen.
CU
Kjell
saeckingen
27.06.2003, 10:29
Hallo apholzer,
es gibt auch noch einen kostengünstigeren Weg für Dich. Verkaufe die Marken alle als echt, erwähne in der Auktionsbeschreibung explezit eine Prüfgarantie und daß Du im Falle eines negativen Prüfergebnis den vollen Kaufpreis + die Prüfgebühren zurück erstattest. Weiterführende Ansprüche solltest Du allerdings ausschließen.
Somit spartst Du Dir die Arbeit und Kosten der Prüfung und musst im Notfall nur die Prüfkosten für ein schlechtes Stück tragen, sonst ja für alle! Ferner zeigst Du den Käufern, daß Du seriös bist und an die Echtheit Deiner Ware glaubst.
Grüße
Harald
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