Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DR Merkwürdiger Brief
Ich habe ein Frage zu unten angehängtem Brief.
Es handelt sich um einen eingeschriebenen Brief innerorts aus Ludwigshafen am Rhein vom 16 März 1920.
Das Porto müsste 45 Pf. betragen: Brief innerorts 15 Pf + Einschreiben 30 Pf.
Frankiert ist der Brief aber mit 180 Pf. Bayern Abschied ohne Aufdruck (also die Urmarken). Ludwigshafen liegt bzw. lag nicht in Bayern. Gab es für das restliche Reichsgebiet eine Aufbrauchsregelung oder wurde der Brief bewusst überfrankiert. Waren diese Marken überhaupt je im restlichen Reichsgebiet gültig?
Gruß
Oli
JoachimEH
07.10.2004, 22:42
Ludwigshafen gehörte bis 1945 zu Bayern und zwar zum Regierungsbezirk Pfalz.
Joachim
Tja, man lernt doch nie aus. Vielen Dank für den Hinweis.
Nun stellt sich nur noch die Frage nach der Höhe des Portos. Denn auch nach Bayrischem Porto komme ich lediglich auf 45 Pf (siehe oben). Auf der Rückseite des Briefes befindet sich lediglich die Ludwigshafener Absenderadresse....
Thematisch gehört der Brief nun ohnehin nicht mehr zu meinem Gebiet :-( , da ich kein Bayern sammle.....
Oli
Abgesehen, daß der Brief nach der Art, wie die Marken aufgeklebt wurden, sehr nach Sammlerbrief "riecht" (auf Bedarfspost sind die Marken üblicherweise nicht so exakt ausgerichtet aufgebracht): Prüfen Sie, ob sich nicht der Portosatz einer höheren Gewichtsstufe ausgeht. Ich habe hier bei meinen Sammelgebieten schon so manche freudige Überraschung erlebt (Bei der Prüfung muß man allerdings kritisch vorgehen. In dieses Kuvertformat hätte sicherlich kein Inhalt im Gewicht von 2 kg gepaßt).
PS: Ich sammle weder Bayern noch DR, kann daher zur Portorichtigkeit selbst keine Aussage machen.
@oliber
Das ist ganz eindeutig ein Sammlerbrief, weil er weit überfrankiert ist und die Marken in aufsteigender Reihenfolge aufgeklebt sind. Der Sammler hat sich wohl die ganze Serie so auf Brief verschafft. Eine höhere Gewichtsstufe kann es gar nicht sein, da damals der schwerste Brief auch nur 20 Pfennige kostete.
Gruß
lickle
PS.: Zur Weiterbildung ist der Michel Atlas zur Deutschland Philatelie zu empfehlen. Dieser dürfte zumindest noch antiquarisch zu bekommen sein.
An einen Sammlerbrief hatte ich auch gedacht.
Wird wohl wirklich so sein. Wieder was gelernt, vor allem, dass Ludwigshafen mal bayrisch war :-)
hallo
eben noch mal was zum porto. richtiges porto wäre, zu der zeit, maximal 120 pf - als ortsbrief der zweiten gewichtsstufe, per einschreiben. gerade aus dieser zeit, 1915 bis ende der posthoheit, findet man diese "sammlerbriefe" sehr häuffig. auf jeden fall hat man aber, meistens, echte stempel. ist ja auch was wert, oder?
@loki
Wie kommst Du am 16. MRZ 1920 auf 120 Pfennig? Hast Du etwa das neue Gebührenhandbuch vom Schwaneberger-Verlag :rolleyes:
Gruß
lickle
hallo lickle
hast recht, hab mich vertan, gilt erst ab 6.5.1920. vorher waren es 20 + 30 pf
gruß
loki
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