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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Suche] Mi-Nr. 1 der ganzen Welt



Rainer Fuchs
13.03.2011, 15:27
Habe eine kleine Nebensammlung Mi-Nr. 1 (oder auch ganze Sätze der betr. Ausgabe sollte der Preis im Rahmen bleiben). Tausche gerne, habe umfangreiches Tauschmaterial der ganzen Welt.

Jegliche Angebote, vorzugsweise mit Bild und Tauschwunsch, angenehm.

Jurek
13.03.2011, 16:49
Dieses Vorhaben wird man m. E. nicht so bald realisieren können…
Ich denke auch, dass dazu müsste man schon auch ein Millionär sein, um möglichst „alle“ MiNr.1 von „allen“ Staaten der Welt mal wie „komplett“ zu bekommen. :)
Hätte schon sowas jemand, der dir bekannt wäre, soweit komplett?

HIER wird m. E. diese Plattform für dieses Vorhaben wohl nicht sehr besonders geeignet sein, um an solches Material in diesem Umfang zu kommen/finden. Etliche Stücke davon wollen dann auch wohl nur über Großauktionen verkauft werden. – Wer will schon heute wirklich damit tauschen (was voraussetzt, dass er selber eher mehrere davon hat), wenn er/sie nicht dann entsprechend mehr dafür im TAUSCH bekommt?
Nr.1 sicher nur gegen andere Nr.1 oder Anfangsnummer …
Aber wenn du z.B. Bogenweise Schwarzer Einser zum tauschen hast, dann vielleicht… ;)
Ich habe meine eingerammt und auf die Wand gehängt, die ich aber nicht eintauschen kann! :D

Aber nicht desto trotz, ein tolles Vorhaben!

Schönen Sonntagnachmittag/-abend!

Universum
13.03.2011, 16:57
"Aber wenn du z.B. Bogenweise Schwarzer Einser zum tauschen hast, dann vielleicht…
Ich habe meine eingerammt und auf die Wand gehängt, die ich aber nicht eintauschen kann!"

Die würde wohl jetzt auch keiner mehr nehmen,nachdem Du diese mit Brachialgewalt an deine Wand gehängt hast!:D

Rainer Fuchs
13.03.2011, 17:11
Ich habe ja geschrieben, eine Nebensammlung..., ohne je komplett sein zu müssen. es gibt genug billige Nr. 1en Weltweit, Denkt nur mal z.B. an Deutschland Lokalausgaben..., die sind oft billig zu haben.

Jurek
13.03.2011, 17:26
Ich wünsche dir jedenfalls, lieber @22028, dass du in absehbarer Zeit die Möglichkeiten dazu bekommst, eine derart schöne Nebensammlung zu bekommen.
Das wäre eine besondere Hinkucker-Aussteller-Sammlung!
Ich habe von solcher Sammlung (die wer schon solche hätte) noch nie was gehört, und einmal würde vielleicht gerade diese Sammlung der ganz besonderer philatelistischer Vorzeigeobjekt sein, von internationalem Interesse! ;)
Ein philatelistisches Denkmal!

Beste Sammlergrüße und Wünsche zu deinem Vorhaben! :)

Hornblower
10.05.2011, 12:38
Hallo Jurek,

ich habe so eine Sammlung - zwar "nur" von Europa und natürlich nicht komplett (welche Sammlung ist das schon, außerdem ist dann ja der ganze Sammelreiz weg), aber möglich ist das schon. Wie 22028 richtig schreibt, sind viele Nummer 1 sogar durchaus erschwinglich. Mein Bayern Einser ist zwar repariert, aber das stört mich nicht. Das ich die "Ochsenköpfe" der Moldau niemals bekommen kann, weiß ich, aber das stört mich auch nicht....
Ich habe vor einigen Jahren ein Buch von Peter Fischer zufällig erworben, das mich zu dieser Idee inspiriert hat.

Als dieser „Historische Streifzug durch die Philatelie“ 2007 im Verlag Richard Borek, Braunschweig erschien, war ihm 1999 ein ähnlich gestalteter Band zum Thema „150 Jahre deutsche Briefmarken“ vorangegangen. Borek bot neben dem Buch bereits damals an, die darin abgebildeten Briefmarken auch im Original zu liefern, dies allerdings zu Preisen, die nahezu dem vollen Katalogwert entsprachen. Daher habe ich darauf verzichtet und die Marken bei anderen Händlern oder auf Auktionen erworben, wo sich die Preise oft wesentlich günstiger gestalteten, zumal Borek bei vielen klassischen oder nur schwer zu erreichenden Marken vielfach nur Faksimiles lieferte.

In seinem Vorwort zu „Europas erste Briefmarken“ betont Peter Fischer, dass es nicht gelingen könne, die Geschichtsüberblicke anhand von Briefmarken absolut komplett zu machen, allein aus Umfangsgründen könnten nicht alle Gebiete in das Buch aufgenommen werden. So würden beispielsweise Besetzungs- und Besatzungsausgaben sowie manche Nebengebiete oder Regional- und Lokalausgaben fehlen.

Grundsätzlich ist dieser Aussage durchaus zuzustimmen. Allerdings ist leider nicht nachzuvollziehen, aufgrund welcher Kriterien Gebiete ausgelassen wurden, denn die Marken der alliierten Besatzungsmächte in Deutschland zwischen 1945 und 1949 fanden Eingang in das Album, das Generalgouvernement oder Böhmen und Mähren jedoch nicht. Die britischen Regionalmarken für England, Wales, Schottland oder Nordirland sind vertreten, die Regionalmarken für die Inseln des Dodekanes während der italienischen Besetzung ab 1912 dagegen fehlen. Bei Finnland sind die Marken Kareliens vertreten, das ebenfalls nur kurzlebige Postgebiet Nordingermanland aber nicht. Diese Beispiele ließen sich fortsetzen.

Störend macht sich auch die unterschiedliche Behandlung der „Erstlinge“ bemerkbar. Der bayrische „Schwarze Einser“ von 1849 ist als erste deutsche Briefmarke selbstverständlich vertreten, die am gleichen Tag erschienenen beiden Werte zu 3 und 6 Kreuzer aber nicht. Gleiches gilt für Belgien, Luxemburg oder die Niederlande, um nur wenige Beispiele zu nennen. Die ersten Ausgaben Bulgariens, Monakos, Gibraltars oder Zyperns, um nur ein paar aufzuzählen, sind dagegen mit allen Werten vertreten. Auch hier erschließt sich mir die Systematik nicht.

Auch die grundsätzliche Abgrenzung der europäischen Marken ist nicht deutlich. So ist beispielsweise die Türkei vertreten, obwohl sie heute zu über 95% in Kleinasien liegt. Dies ist aber dadurch zu vertreten, dass 1863, dem Zeitpunkt des Erscheinens der ersten Briefmarken des Osmanischen Reiches, wie es korrekt heißen müsste, noch ein Großteil des Staatsgebietes in Europa lag. Zypern, das geographisch zu Asien gehört, ist aufgrund seiner kulturellen Entwicklungsgeschichte ein Teil Europas und daher zu Recht in das Album aufgenommen worden. Zu diesem Kontinent gehören dann aber auch die transkaukasischen Staaten Armenien, Aserbeidschan und Georgien. Besonders die beiden christlich geprägten Staaten Armenien und Georgien sind sowohl geschichtlich als auch kulturell eng mit Europa verbunden und gehören daher auch in das Buch.

Ich habe diese Marken daher mit aufgenommen. Abgerundet wird die Sammlung zudem durch Sondermarken der einzelnen Staaten, die zum 100. oder 150. Jubiläum der Erstausgaben erschienen. Mittlerweile fehlen mir tatsächlich nicht mehr allzuviele Marken, und das, ohne Millionär zu sein. Wenn die Nummer 1 zu teuer ist (Beispiel Schweden oder Portugal) nehme ich eben eine andere aus dem Satz, die am gleichen Tag erschienen ist und oft nur einen Bruchteil kostet. So lässt sich sicher auch die "Ganze Welt" sammeln, ohne eine Hypothek auf das Haus aufnehmen zu müssen.

Gruß
Michael

Jurek
10.05.2011, 19:37
Hallo Michael,

sorry, aber ganz anfänglich muss ich ja zugeben, habe ich dich etwas falsch verstanden.
Normal wäre das wenn, dann ein Vorhaben für ein gut strukturiertes Philatelistisches Museum oder sowas, aber HEUTE zu tage (was früher wohl um etliches einfacher sein konnte), das (nach meiner Vorstellung) können sich durchaus welche Großindustrielle, Königshäuser oder sonstige Ölmilliardäre… diesen Traum verwirklichen. Man kann schon so gut wie alles bekommen, wenn die Finanzen passen.
Wer ordentlich Geld hinlegt, der wird natürlich auch die „Blaue Mauritus“ bekommen. …

O.k., ich habe zuerst „kariert“ gedacht und ich kenne auch weder dich noch kenne deine finanzielle Situation.
Aber ich wünsche dir vom Herzen, dass dir das in entsprechendem Masse gelingt! Weil das ist dann durchaus eine Sammlung, die auch mal wann .. vor Presse und sonst nicht Halt machen wird. (Je nachdem, was dir gelingt).
Das ist auch m. E. der Traum der Philatelie was Derartiges; wie bei etlichen anderen großen Sammlern alter Zeit, die heute Geschichte schreiben.
(Aber wie erwähnt, ich weiß noch nicht, was aus deinem Vorhaben alles noch wird).
Eine gute Sammlung der versch. Nr.1 (auch mal repariert und fleckig …), ist sicher auch ein besonderer Hingucker für jeden Sammler, der auch nur etwas davon versteht.
Das ist die Philateliegeschichte schlechthin!!


Störend macht sich auch die unterschiedliche Behandlung der „Erstlinge“ bemerkbar. Der bayrische „Schwarze Einser“ von 1849 ist als erste deutsche Briefmarke selbstverständlich vertreten, die am gleichen Tag erschienenen beiden Werte zu 3 und 6 Kreuzer aber nicht.
Warum störend? Du kannst damit auch das sammeln, aber die 1 bleibt auch im Katalog die Nr.1, egal ob welche andere Werte am gleichen Tag erschienen.
Daher es kommt auch auf dich an, wie DU das einordnen möchtest. Oft aber nicht nur das Datum, sondern die Katalogisierung der Einzelstücke spielt hierbei eine Rolle.
Da solltest du dir schon mal überlegen, wie du genau vorgehen möchtest.
Übrigens, das gibt es nicht nur in der Philatelie! Z.B. bei alten Zeitschriften, ist die Nr.1 auch die wertvollere, auch wenn die Nr.2 (wegen Feiertage oder sowas) auch dann am gleichen Tag verausgabt wird.
Also der KATALOG spielt hier schon auch eine (sagen wir mal: ideologische) Rolle. Und die katalogisierte Nr.1 bleibt immer die Nr.1, egal welche da noch erschienen.
Ein Satz gehört dann zwar zusammen, aber in deinem Vorhaben, sammelst du doch keine Ersten Sätze, oder? Ein Dreier wird dann nie die Nr.1. Und wenn du also nur(?) die Nr.1 sammeln möchtest, dann sollte da keine „Komplikationen“ geben. Oder? ;)
Wenn Nr.1 zu teuer ist, und du auch Nr.2 oder 3 dazu nimmst, ist natürlich nix verkehrt, aber es wäre keine Astreine Sammlung der Nr.1. – Siehst du das anders?
Ich denke, dass es darauf auch ankommt, wie du das ganze endgültig gestalten möchtest. Unter Umständen wäre sicher in Ausnahmefällen hier nicht verkehrt (man könnte sich bei erfahrenen Sammlern noch beraten), an dem Platz der Superteuren und Seltenen, ein Faksimile reinzutun. Ich meine, dass in so einem Fall sowas durchaus berechtigt wäre. Und bei Nr.1-Sammlung, wohl gar optisch besser …

Genauso was auch die geschichtlichen Veränderungen von Staatsgrenzen etc. betrifft. Es wäre also unwichtig, wie was HEUTE aussieht, sondern nur so, wie es damals zu dieser jeweiligen Zeit das gab.

Mir kommt vor, dass du das manchmal und vielleicht (nach deiner Beschreibung) zu kompliziert siehst?

Eine gute und damit auch Hinguckerreife-Ausstellungssammlung, sollte GESCHICHTE schreiben, nicht bloß bunte Bildchen beinhalten. ;)

Ja, ich meine, dass bei genügend Mühe, Zeit, Ausdauer und etwas „Kleingeld“, durchaus in gewisser weise so eine Sammlung zu realisieren ist, für die ich dir viel Erfolg wünsche!
Uns würde sicher sehr freuen, wenn vielleicht mal wann Lars deine Sammlung auch als PDF uns vorstellen könnte!

Beste Sammlergrüße!
Jurek

Hornblower
11.05.2011, 08:12
Hallo Jurek,

wahrscheinlich habe ich mich etwas unklar ausgedrückt oder es hängt mit dem Titel des Threads zusammen.... Mein eigentliches derzeitiges Sammelgebiet sind "Klassische Marken auf Modernen". In diesem Zusammenhang habe ich auch das eine oder andere Mal ein Original in die Sammlung integriert. Dann stieß ich durch Zufall auf das genannte Buch von Peter Fischer, das mir von der Idee und der Aufmachung her trotz der genannten Unstimmigkeiten gut gefallen hat. Das Buch nennt sich wie gesagt "Europas erste Briefmarken". Diese "ersten" tragen nicht immer notwendigerweise die Katalognummer 1. Gutes Beispiel hierfür sind Preußen, Thurn & Taxis oder bei modernerem Material Bund und DDR 1949. So etwas kommt bei mehr Ländern vor, als man gemeinhin annimmt. Wohl aus wirtschaftlichen Gründen hat Fischer auch die einzelnen altdeutschen oder altitalienischen Staaten weggelassen, auch die Schweizer Kantonals sind bis auf Zürich nicht vertreten. Dargestellt werden hier bei den einzelnen Ländern Zeitepochen, also die gewünschte Geschichtsschreibung. Bei Griechenland beispielsweise ist ein Hermeskopf vertreten, dann die erste Ausgabe nach Ausrufung der Republik, Königreich, wieder die erste nach Ausrufung der Republik usw. Bei den Hermesköpfen muss man in meinen Augen nicht die Katalognummer 1 haben. Die Platten wurden über viele Jahre hinweg benutzt, ich habe daher z. B. eine Nr. 31 genommen, die sowohl in Farbe als Nominale der Nr. 1 entspricht (gleiches bei Malta, hier dient eine Nr. 3 als Ersatz. Das Wasserzeichen sieht man ohnehin nicht und abgesehen davon sind beide Marken gleich). Hier wird also Landesgeschichte anhand von Briefmarken dargestellt, die jeweils den Beginn einer neuen Epoche symbolisieren.

Ich persönlich gestatte mir aber - nicht zuletzt aus finanziellen Gründen - von der vorgegebenen Gliederung oft abzuweichen und billigere Marken aus dem Satz zu nehmen, wenn diese ebenfalls vom ersten Tag stammen, Beispiel Portugal oder Schweden. Hier ist die jeweilige Nummer 1 teuer, die am gleichen Tag erschienene Nr. 2 (in meinen Augen ebenfalls gleichberechtigter Erstling, dem nur das Pech einer höheren Nominale den ominösen Rang 1 verwehrte) kostet dagegen nur ein Bruchteil. Also nehme ich eben die, die Aussagekraft ist die gleiche. Nun gibt es aber Marken/Länder wie z. B. Sachsen oder Moldau, bei denen das nicht hilft. Hier müsste man in den sauren, weil eigentlich unerreichbaren Apfel beißen. In diesem speziellen Fall (Ochsenkopf) würde ich mich auch mit einer Sperati-Fälschung begnügen oder auf einen Neudruck ausweichen, falls vorhanden. Ich hoffe, ich konnte die Intention meiner "Nr. 1" Sammlung, die in etlichen Fällen eigentlich keine ist, deutlich machen. Für diese Art zu sammeln, die mir persönlich viel Spaß macht, braucht man nicht Millionär zu sein, das geht auch mit normalem Geldbeutel.

Beste Grüße
Michael

1867
11.05.2011, 13:05
Zur Unterstützung mal die Werbebroschüre aus dem Hause Borek (ca. 2007), ohne im
eigentlichen Sinne Werbung dafür machen zu wollen. Sie ist mir nur durch Zufall in die
Hände gefallen, wie so vieles in den letzten Tagen ... ich bin am aufräumen ...

Ich hatte damals ernsthaft überlegt, damit anzufangen, aber was soll man noch alles
sammeln, reicht der Platz ja jetzt schon kaum ... ;)

Rainer Fuchs
11.05.2011, 13:09
Schöner Prospekt, wäre inteereesant zu wissen ob es damals nur lose Marken gab oder auch Albumblätter dazu..., wenn es Albumblätter gab, wer har die noch?

Hornblower
11.05.2011, 13:45
Hallo zusammen,

in der "philatelie" war meines Wissens 2007 auch eine Buchbesprechung dazu. Ich möchte übrigens ausdrücklich betonen, dass ich in keiner Weise Werbung machen wollte, nichts liegt mir ferner. Ich habe das Buch nur deshalb angesprochen, weil Jurek meinte, eine Nr. 1-Sammlung sei für einen Normalsterblichen nicht zusammenzubringen. Das gebundene Buch konnte man damals beim Verlag kaufen, besondere Albumblätter hat es meines Wissens nicht gegeben. Man konnte dann ein Abonnement abschließen und hat monatlich Marken bekommen - das übliche Verfahren eben. Ich bin damals relativ schnell wieder ausgestiegen, weil die Preise exorbitant waren. Bei einem MICHEL-Wert von 2,40 € ist das nicht tragisch, als man mir dann aber eine einfache gestempelte Rußland Nr. 1 für knapp 1.000 € angeboten hat, hörte der Spaß auf. Da mich die Idee aber faszinierte, habe ich selbst weitergesammelt. Allerdings fehlen eben bestimmte Ausgaben, wie z. B. Nordingermanland, Böhmen und Mähren oder ähnliches. Hierfür habe ich mir eigene vordrucklose Albenbätter erstellt und wenn ich auf Tauschtagen dann die ersten Marken von Nordepirus, Aserbeidschan, Kroatien oder ähnlichen suche, bekommen alle Bund-Sammler immer große Augen. Für die Suche reicht ein alter MICHEL-Europa-Katalog und das KOHL-Handbuch. Dort findet man dann auch zusätzliche Informationen, die Sammeln wirklich zu einer sehr anregenden Sache machen. Wie gesagt, solche Erstausgaben sind in aller Regel spottbillig, weil sie in Deutschland kaum jemand will. Mir persönlich macht die Sammelei sehr viel Spaß, auch wenn ich weiß, dass ich manche Marken kaum bekommen werde.

Gruß
Michael

Rainer Fuchs
11.05.2011, 13:54
Also das Buch gibts noch reichtlich zu knapp 30 Euro..., mal schauen ob ich auch ein günstiges gebrauchtes finde..., das würde mir genügen...

Hornblower
11.05.2011, 15:38
Das Vorgänger-Buch "150 Jahre deutsche Briefmarken" habe ich doppelt. Wer es haben will....
Gruß
Michael

Hornblower
11.05.2011, 16:19
Hallo, ich habe jetzt auch die Besprechung in der philatelie gefunden: Oktober 2007, S. 4f. Damals wurde das Werk sogar von Dieter Hartig empfohlen. Gefunden habe ich aber auch noch drei A6-Karten, die 1987 und 1988 von Mönkemeier in Göttingen unter dem Titel "Klassik Nr. 1 aller Länder dieser Welt" erschienen und m. W. den Katalogen beilagen. Ich habe hier die Nr. 7, 8 und 9, die Hamburg, Mecklenburg-Schwerin und Niederlande zeigen. Neben einer farbigen Abbildung eines entsprechenden Auktionsloses war ein freies Feld, auf das das Original angebracht werden konnte. Die Idee war also schon älter...
Gruß
Michael

Jurek
11.05.2011, 18:53
Hallo Michael,

ich hatte mich letztens auch unklar ausgedrückt…
Was zumindest ICH unter der Nr.1 meinte (und meine), das sind nach den Katalogangaben immer die ERSTEN Marken jeweiligen Landes. Das muss natürlich nicht immer und unbedingt jetzt die MiNr.1 haben.
Du hast es richtig darauf hingewiesen, dass z.B. bei DDR, die erste Briefmarke mit der MiNr.242 beginnt, - was mir nat. sehr gut bekannt ist (und war). ;)
Aber so hatte ich das eigentlich nicht gemeint, sondern in der Tat nach dem Land, Zuordnung, Erscheinungsdatum… die Nr.1 laut Katalog (auch wenn da z.B. Nr.242 steht) gemeint.
Denn diese Katalognummerierungen sind sowieso so relativ wie derer Preisnotierungen! Da fehlen manchmal auch etliche Nrn. Und nach dem Briefmarkenkatalog, der in der DDR für DDR Briefmarken erschien, war ja durchaus die MiNr.242 die Nr.1.
Also ich meine nur die offiziellen Angaben im Katalog, was der Nr.1 zuzuordnen ist, nicht immer und notwendigerweise die Nummerierung. Und da meinte ich auch wirklich die Nr.1, nicht 2 oder 3, auch wenn im Satz des gleichen Tages das gab, wenn die Thematik sich um die Nr.1 drehen würde. …
Aber ich hatte natürlich andere Vorstellungen dazu. Also vergiss es, da das nicht zu deinem Vorhaben (wie du beschreibst) jetzt so ganz und wirklich passt.

So wie du machst, ist doch das alles o.k. und schön und sehr interessant! Ich möchte dir auch nix da ein- u. reinreden! Im Gegenteil! Ich finde es schön, dass du dir so eine Aufgabe gesetzt hast, die du meinst die dann auch auf deine persönliche Weise soweit gut zu realisieren versucht! :) Wünsche dir (nach wie vor) viel Glück und Geduld dazu, wie auch viel Erfolg und Spaß damit! ;) Andere Sammler werden sich auch damit begeistern können, wenn du das (wenn du dann vorhast) gut mit vielleicht auch kleinen Kommentaren versiehst[?]. Aber mache nun mal, wie du dir das vorstellst! ;)
Sicher nicht nur ich wäre darauf gespannt mal wann sowas zu sehen!

Philatelistische Grüße!
Jurek

heku49
11.05.2011, 19:33
Die Idee hört sich sehr interessant an, vielleicht sehen wir ja mal ein fertiges Albumblatt.

Viel Erfolg und Gruß
Helmut

Rainer Fuchs
11.05.2011, 20:12
Hier sind zwei meiner Blätter...
21169
21170

Hornblower
11.05.2011, 20:52
Hallo zusammen,

besten Dank für die Kommentare und vor allem für Deine guten Wünsche, Jurek. Wie gesagt interessiere ich mich für diese Marken schon immer und die Umsetzung erfolgte eben durch meine Sammlung "Klassische Marken auf Modernen", die ich zumindest bei Europa auch soweit wie möglich um die Originale ergänzen wollte. Daher kam mir dieses Buch gerade recht. Beim näheren Katalogstudium ist mir dann aber aufgefallen, dass die Angaben manchmal recht willkürlich sind und die Katalog-Nr. 1 eben nicht in jedem Fall auch die tatsächliche Nummer 1 ist. Ein krasses Beispiel ist hier Thurn & Taxis, wo man über die Katalognummerierung nur den Kopf schütteln kann. Hier hat bekanntlich eine Marke die Nr. 1 bekommen, die erst zwei Jahre nach der Ausgabe der ersten Marken erschien - wer mir das plausibel erklären kann, bekommt einen Preis! Daher habe ich mich entschlossen, die "ersten" zu sammeln, was oft auch noch den angenehmen Vorteil hat, dass man an die anderen Marken günstiger herankommt. Ich würde gerne auch mal eine Seite zeigen, bin aber wohl technisch zu doof, sie hochzuladen - ich oute mich hiermit als DAU, von Computern habe ich nicht viel Ahnung.

Ich freue mich aber trotzdem auf eine Fortsetzung dieser Diskussion.
Gruß an alle
Michael

heku49
11.05.2011, 21:03
Hallo 22028,

auf dem Blatt aus Luxemburg kannst Du noch erwähnen das die Marken am 1.1.1906 ungültig wurden.

Gruß Helmut

Gerkleck
18.05.2011, 11:52
Hallo,

wie mit 22028 bereits per PN ausgetauscht, versuche ich seit ein paar Jahren die selbe Sammlung aufzubauen. Die Kosten halte ich dadurch in Grenzen, dass ich wenn möglich die Nr. 1 erwerbe, wenn zu teuer, dann 2-10. Viele afrikanische und asiatische Staaten sind sehr günstig, nur eben schwierig zu bekommen.
Ich bin bei ca. 100 Ländern Nr. 1 und weiteren 100 bei 2-10. Das ist weniger teuer, als mühsam, aber deswegen macht man es ja :)
Viele Länder sind sehr preiswert und nur schwierig zu bekommen. Ein Problem ist wirklich die Abgrenzung. Gilt jeder Aufdruck gleich als Land? Muss man daher alle italienischen Inseln im Dedokanes haben? Was ist mit Besatzungsausgaben etc? Warum sind Vorläufermarken von Privatfirmen manchmal die Nr. 1 und manchmal im Anhang ein Nebengebiet? Die Grenzen sind fliessend. je nach Definition sind es viele hundert Gebiete.
Auf jeden Fall macht es einen Heidenspass und man kann auch auf Tauschtagen manchmal was entdecken.
Beste Grüsse
Gerkleck

bourdon
18.05.2011, 21:28
Ich habe auch einen Bayenr-Einser Nr.1 von 1849
Diese Marke ist nur im Schaubek-Album nr 146 n aufgeführt.
Sie ist in keinen Katalogen verzeichnet.(Fälschung ?)
Bei Intresse melden.
Gruß Heinrich

bayern klassisch
18.05.2011, 21:57
Hallo bourdon,

eine Ferndiagnose ist immer schwierig - stelle sie doch mal hier ein, dan sehen wir, was du hast.

Beste Grüsse von bayern klassisch

10Parale
20.11.2012, 18:24
hallo bayern klassisch,

Glücklich ist jener, der fern von den Geschäften ist.

Übersetzung dieses Lateiners - wirklich eingestellt wurde diese Marke ja nicht wirklich, oder habe ich etwas übersehen?

Gruss

10Parale